Wirtschaft

Nach Rückzug von Offerte Wework verklagt seinen größten Investor

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Das Übernahmeangebot von Softbank war Teil eines privaten Rettungspakets für das Unternehmen, nachdem der Börsengang gescheitert war.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dass der taumelnde US-Bürovermittler Wework ohne die benötigte Finanzspritze seines Geldgebers Softbank auskommen muss, passt dem Unternehmen gar nicht. Die abgesagte Kaufofferte des japanischen Investors ist für das Unternehmen ein Vertragsbruch - gegen den es jetzt vorgehen will.

Der Büroflächenvermieter Wework nimmt den Rückzieher des japanischen Beteiligungsunternehmens Softbank nicht hin. Das Unternehmen beurteilt den Rückzug der Offerte von Softbank, Wework-Anteile für drei Milliarden US-Dollar zu kaufen, als Vertragsbruch und hat eine Klage eingereicht. Die Japaner hatten den Rückzieher damit begründet, dass bestimmte Bedingungen, die an den Kauf der Anteilsscheine geknüpft waren, nicht erfüllt worden seien.

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"Softbank hat unter dem zunehmenden Druck aktivistischer Investoren eine gezielte Kampagne geführt, um den Abschluss des Übernahmeangebots zu verhindern", stellte ein Sonderausschuss des Wework-Boards fest. Der Ausschuss behauptete, dass Softbank die Erfüllung einiger Bedingungen des Übernahmeangebots durch Wework absichtlich vereitelt habe, um sich seinen Verpflichtungen zu entziehen. Softbank stand zunächst nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung.

Der Mischkonzern Softbank war vor dem geplanten Börsengang im vergangenen Jahr der größte Investor von Wework. Als der Börsengang näher rückte, sorgten sich Investoren zunehmend über das Geschäftsmodell und die Unternehmensführung - das Vorhaben wurde verschoben.

Das Übernahmeangebot von Softbank war Teil eines privaten Rettungspakets für das Unternehmen, nachdem der Börsengang gescheitert war. Wework reichte die Klage vor dem Delaware Court of Chancery ein.

Quelle: ntv.de, jki/DJ