Wirtschaft

Klopapier, Mehl und Hefe Wieder Hamsterkäufe vor Teil-Lockdown

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Die offenbare Sorge vor einem Versorgungsengpass während eines Lockdowns treibt den Absatz von Klopapier nach oben.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Als im Frühjahr der erste Lockdown kommt, kaufen die Deutschen bei Produkten wie Klopapier, Desinfektionsmittel und Mehl die Supermarktregale leer. Die Angst der Menschen, dass es am Nötigsten fehlen könnte, scheint immer noch da: Vor dem erneuten Teil-Lockdown verdoppelt sich der Absatz bestimmter Produkte.

Deutschlands Verbraucher haben ihre Vorräte auch vor dem Teil-Lockdown im November wieder kräftig aufgestockt. Der Absatz von Klopapier und Desinfektionsmitteln sowie von Mehl, Hefe und Zucker stieg in den beiden Kalenderwochen vor den erneuten Beschränkungen stark an, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Mengenzuwächse waren demnach aber nicht mehr so stark wie im Frühjahr. "Möglicherweise zeigten somit die Appelle aus Politik und von Wirtschaftsverbänden zumindest teilweise Wirkung", erklärten die Statistiker.

Schon in der Woche ab dem 19. Oktober war der Absatz von Toilettenpapier demnach mehr als doppelt so hoch (plus 139 Prozent) wie im Durchschnitt der Vorkrisenmonate August 2019 bis Januar 2020. In der Folgewoche vom 26. bis 31. Oktober wurde 84 Prozent mehr Klopapier als in der Vorkrisenzeit verkauft. Der Absatz von Desinfektionsmitteln erreichte in der letzten Oktoberwoche mehr als das Doppelte des Durchschnitts vor der Corona-Krise. In dieser Woche kauften die Verbraucher auch deutlich mehr Mehl (plus 101 Prozent), Hefe (plus 74 Prozent) und Zucker (plus 63 Prozent). Diese Anstiege erreichten aber nicht die starken Zuwächse aus der Zeit rund um den ersten Lockdown, wie die Statistiker mitteilten. Beim Desinfektionsmittel etwa hatte sich der Absatz damals zeitweise mehr als verachtfacht.

Die Supermärkte sehen wie auch bereits im Frühjahr keinen Grund zur Panik. "Es gibt aus unserer Sicht auch künftig keinen Grund, zusätzliche Vorräte anzulegen", sagte Franz-Martin Rausch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Lagerbestände sind ausreichend vorhanden." Auch die Hersteller von Toilettenpapier schauen der Lage entspannt entgegen. "Solange der Verbraucher sich normal verhält, wird es keine Unterversorgung geben", erklärte Klaus Windhagen, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Papierfabriken (VDP).

Quelle: ntv.de, jhe/AFP

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