Wirtschaft

US-Börsen schließen im Plus Wirtschaftsdaten sorgen für Aufschwung

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Besonders der Tech-Sektor profitierte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gute Laune an der Wall Street: Steigende Umsätze im Einzelhandel und eine Erholung der Industrie sorgen für ein Plus in den wichtigsten US-Aktienindizes. Unter den Technologiewerten erreichen die Papiere von Microsoft ein Rekordhoch.

Robuste US-Wirtschaftsdaten haben der zu Wochenbeginn noch trägen Wall Street etwas frischen Schwung verliehen. Die wichtigsten Aktienindizes schlossen allesamt im Plus. Für gute Laune insbesondere im konjunktursensiblen Tech-Sektor sorgte unter anderem dafür, dass der Einzelhandel seine Umsätze im Oktober stärker ausgeweitet hatte als erwartet. Zudem hat sich die Industrie überraschend deutlich von den Folgen des schweren Hurrikans Ida erholt.

Der Dow Jones Industrial legte um 0,15 Prozent auf 36.142,22 Punkte zu. Der US-Leitindex hatte Anfang der Vorwoche mit 36.565 Punkten einen Rekordstand erreicht nach vierwöchiger Rally um rund 7,5 Prozent. Für den breit angelegten S&P 500 ging es um 0,39 Prozent auf 4700,90 Punkte nach oben. Sein Höchststand ist mittlerweile zum Greifen nah.

Nasdaq 100
Nasdaq 100 11.756,03

Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,75 Prozent auf 16.309,77 Punkte. Dieser kam zuletzt von seinem Rekord bei 16.454 Punkten zurück nach einer Kursjagd um über 13 Prozent. Börsianer zeigen sich zudem erleichtert, dass ein Video-Gipfel von US-Präsident Joe Biden und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping erfreulich verlaufen war. Biden betonte, der Wettbewerb mit China dürfe nicht in einen Konflikt ausarten und auch Xi äußerte sich positiv. Unter Bidens Vorgänger Donald Trump war das Verhältnis stark angespannt gewesen.

Gewinne für Home Depot und Microsoft

An der Wall Street hatten die Aktien von Home Depot im Handelsverlauf ein Rekordhoch erreicht. Die Baumarktkette profitiert weiter vom Heimwerker-Boom in der Corona-Pandemie. Umsatz und Gewinn übertrafen die Erwartungen. Die Papiere gingen schließlich an der Dow-Spitze mit plus 5,7 Prozent aus dem Handel. Die Anteilscheine von Walmart aber fielen um 2,6 Prozent. Der größte US-Einzelhändler geht zwar von einem starken Weihnachtsgeschäft aus und erhöhte nach einem insgesamt guten dritten Quartal seine Gewinnprognosen. Allerdings ließen hohe Kosten etwa für den Ausbau von Personal und Lieferinfrastruktur den Gewinn einbrechen.

Microsoft
Microsoft 247,49

Unter den Technologiewerten erreichten die Anteilscheine von Microsoft ein Rekordhoch und gewannen am Ende rund ein Prozent. Frische Impulse waren von einer Studie der Bank Credit Suisse gekommen. Die Bewertung des Softwarekonzerns und die Markterwartungen spiegelten das Wachstum und die Profitabilität immer noch nicht angemessen wider, schrieb Analyst Philip Winslow.

An der Spitze des Nasdaq 100 erholten sich die Papiere von Peloton ein wenig von ihrem jüngsten Kursrutsch und stiegen um 15,5 Prozent. Der Fitnessgeräte-Spezialist hat mit der Ankündigung einer Kapitalerhöhung offenbar Anleger beruhigen können, nachdem das Unternehmen noch Anfang November die Umsatzprognose gekappt hatte. Mit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen läuft das Geschäft mit den mehrere tausend Dollar teuren vernetzten Trainings-Bikes schwieriger. Analyst Justin Post von der Bank of America vertrat derweil die Ansicht, dass die Erwartungen des Marktes an die Entwicklung der Abonnenten-Zahl zu pessimistisch seien.

Der Euro blieb angesichts der robusten US-Daten unter Druck und notierte zuletzt bei 1,1313 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1368 (Montag: 1,1444) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8797 (0,8738) Euro gekostet. Am Anleihemarkt gab der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,12 Prozent auf 130,14 Punkte nach. Die Rendite zehnjähriger Staatspapiere betrug 1,64 Prozent.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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