Wirtschaft

Gegen das faule Jugend-KlischeeWirtschaftsweise: Gen Z arbeitet mehr als Ältere

07.02.2026, 09:21 Uhr
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Monika Schnitzer ist seit April 2020 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch bekannt als die Wirtschaftsweisen. Im Oktober 2022 wurde sie als erste Frau zur Vorsitzenden des Rates gewählt. (Foto: picture alliance / Ipon)

Sind junge Leute faul? Dieser Annahme widerspricht die oberste Wirtschaftsberaterin der Regierung, Schnitzer. Sie sagt, die Gen Z sei fleißiger als Ältere. Dabei verweist Schnitzer auf eine Gruppe, die wirklich weniger arbeitet.

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat die Arbeitsbereitschaft junger Menschen hervorgehoben. "Die Gen Z arbeitet mehr als die Generationen vor ihr", sagte Schnitzer den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Mit Generation Z sind Menschen gemeint, die nach den meisten Definitionen zwischen 1995 und 2010 geboren sind. Diese jungen Menschen seien schneller im Arbeitsmarkt und würden auch mehr Stunden arbeiten als früher, so die Einschätzung von Schnitzer. Viele könnten sich demnach ihr Studium nicht leisten, ohne zu arbeiten.

Junge Menschen strebten häufig auch nicht an, im Staatsdienst zu arbeiten. "In München wollen viele lieber zu BMW", sagte Schnitzer, die Wirtschaftswissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. "Jetzt auf die Jungen zu schimpfen, finde ich verfehlt." Es seien übrigens oft die Älteren, die meinten, genug gearbeitet zu haben und sich daher für die Rente mit 63 oder 64 entschieden.

Die Aussagen Schnitzer decken sich mit den Ergebnissen einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Jobportals Indeed. Demnach meldet sich die Generation Z seltener krank als ältere Berufstätige.

Wirtschaftsweise ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Dieses Expertenteam hat die Aufgabe, die Bundesregierung in wirtschaftspolitischen Fragen zu beraten. Monika Schnitzer ist seit 2022 die Vorsitzende des Rats.

Quelle: ntv.de, rwe/dpa

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