Wirtschaft

Erstmals seit 2010 Zahl der Industrie-Beschäftigten sinkt leicht

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Bei den Produzenten von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gab es ein Minus von 1,1 Prozent.

(Foto: picture alliance / Jörg Sarbach/)

Handelskonflikte, der Brexit und die schwächere Weltkonjunktur machen sich bemerkbar: Erstmals seit neun Jahren geht die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe zurück. Besonders bei den Autobauern gibt es ein Minus.

Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie ist im Oktober erstmals seit neun Jahren gesunken. Sie schrumpfte um 9000 oder 0,2 Prozent auf knapp 5,7 Millionen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Grund dafür ist die anhaltende Rezession in der exportabhängigen Industrie, die unter Handelskonflikten, schwächerer Weltkonjunktur und Risiken wie dem Brexit leidet. Dazu kommen hausgemachte Probleme der Autobranche.

Einen Beschäftigungsrückgang gab es im Oktober insbesondere bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen mit minus 2,3 Prozent. Bei den Produzenten von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gab es ein Minus von 1,1 Prozent, ebenso bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren. Die Produzenten von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen meldeten dagegen ein Plus von 2,3 Prozent. Auch in der Nahrungs- und Futtermittelindustrie (+1,6 Prozent) sowie in der chemischen Industrie (+0,2) erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten.

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Die Zahl der im Oktober geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum Vorjahresmonat bei gleicher Zahl von Arbeitstagen um 2,7 Prozent auf 733 Millionen Stunden ab. Die Entgelte für die Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe lagen bei rund 23,8 Milliarden Euro, ein Plus von 0,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Quelle: ntv.de, ftü/rts