Wirtschaft

Pampers-Hersteller setzt mehr um Zahnpasta-Nachfrage lässt P&G strahlen

Zahnpflege-Produkte beflügeln den P&G-Umsatz im vierten Quartal.

Zahnpflege-Produkte beflügeln den P&G-Umsatz im vierten Quartal.

(Foto: picture alliance / dpa)

Produkte von Procter & Gamble finden sich in fast jedem Haushalt. Derzeit ordnet sich der US-Konzern neu. Das belastet das Ergebnis im Abschlussquartal. Im Geschäftsjahr legt das Unternehmen aber deutlich zu - und schaut zuversichtlich auf die nächsten zwölf Monate.

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Dem weltgrößten Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G) haben hohe Kosten für die Restrukturierung im vierten Quartal den Gewinn beinahe halbiert. Von April bis Ende Juni verdiente der Hersteller von Pampers-Windeln, Ariel-Waschmitteln, Gillette-Rasierern und Wella-Haarpflegeprodukten knapp 1,9 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahresquartal waren es noch 3,6 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie ging von 0,82 auf 0,79 Dollar zurück - übertraf damit sowohl die Konsensschätzung der Analysten als auch die Konzernprognose.

Derzeit stellt sich P&G neu auf. Das Unternehmen senkt in rasantem Tempo die Kosten und will in den kommenden Jahren Stellen streichen, um die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte zu finanzieren. Die Maßnahmen ließen den Gewinn in den vergangenen Quartalen steigen, doch die unterdurchschnittliche Entwicklung in einigen Segmenten wie der Beauty-Sparte belasten das Umsatzwachstum.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge im Abschlussquartal 20,7 Milliarden Dollar und damit 2,2 Prozent mehr umgesetzt. Vor allem gestiegene Verkäufe von Zahnpflege-Produkten wie Blend-a-med und Oral-B trugen zum Anstieg bei. Das organische Erlöswachstum, das auch Wechselkursveränderungen außen vor lässt, lag mit vier Prozent am oberen Ende der Konzernprognose.

Gewinn um ein Fünftel gestiegen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam Procter & Gamble damit auf einen Umsatz von 84,2 Milliarden Dollar - ein Plus von ein Prozent. Der Gewinn stieg auch dank des harten Sparprogramms um mehr als ein Fünftel auf 11,4 Milliarden Dollar.

Trotz des jüngsten Gewinneinbruchs gibt sich der Beiersdorf-Konkurrent zuversichtlich. Unter der neuen Führung werde der Gewinn je Aktie ohne Sondereffekte im Geschäftsjahr 2014, das im Juli begonnen hatte, um fünf bis sieben Prozent zulegen, teilte das US-Unternehmen mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es fünf Prozent.

P&G hatte mitten im Konzernumbau den alten Firmenchef A.G. Lafley zurückgeholt. Er soll das Unternehmen, das nach eigener Lesart vor allem in Schwellenländern Probleme hat, wieder auf Kurs bringen.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/rts/dpa