Wirtschaft

Kosmetik fördert Kleiderkauf Zalando schraubt Umsatz in die Höhe

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Wer Kosmetik bestellt, kauft oft auch Mode mit dazu - das gibt Zalando Auftrieb.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zalando geht mit Rückenwind ins Weihnachtsgeschäft: Der Online-Modehändler schreibt im dritten Quartal operativ schwarze Zahlen, reduziert unterm Strich den Verlust und steigert den Umsatz. Das liegt auch daran, dass mehr Kunden ihren Weg auf die Website finden.

Immer mehr Kunden besuchen die Seiten des Onlinehändlers Zalando und verhelfen ihm damit zu einem deutlichen Umsatzplus. Zalando habe im dritten Quartal erstmals in seiner Geschichte mehr als eine Milliarde Seitenbesuche verzeichnet, dies entspreche einem Plus von 37,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Unternehmen mit.

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Der Umsatz kletterte um 26,7 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro - damit beschleunigte sich das Wachstum gegenüber dem Vorquartal, damals lag das Plus noch bei 20,1 Prozent. Vor allem in Spanien, den skandinavischen Ländern und Tschechien seien die Erlöse überdurchschnittlich gestiegen. Der operative Ertrag (bereinigtes Ebit) verbesserte sich auf 6,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte Zalando einen Verlust von 13,6 Millionen Euro nach einem Minus von 41,7 Millionen Euro vor Jahresfrist.

"Unser Geschäft wächst in allen Regionen stark", sagte Finanzchef David Schröder. "Diesen Schwung wollen wir mit ins vierte Quartal nehmen." In dieses fällt das wichtige Weihnachtsgeschäft. Die erst im Vorquartal angehobene Jahresprognose bekräftigte Schröder. 2019 peilt Zalando ein operatives Ergebnis (Ebit) in der oberen Hälfte der Spanne von 175 bis 225 Millionen Euro an. Der Umsatz soll um rund 20 Prozent steigen.

"Noch viel Wachstum in Sicht"

Mit seiner jungen Sparte Kosmetik kurbelt Zalando demnach auch den Kleidungsverkauf an. Zwei Drittel der Beauty-Käufer bestellten auch Mode, sagte Schröder. "Wir sind glücklich mit der Entwicklung", zog er eineinhalb Jahre nach dem Start des Segments Bilanz. "Da ist noch viel Wachstum in Sicht." Zahlen für das Geschäftsfeld nannte er nicht.

Das Berliner Unternehmen hatte am Mittwoch angekündigt, weniger klimaschädlich arbeiten zu wollen. So soll etwa der Kohlendioxidausstoß von Pakettransporten kompensiert werden. Dies werde das Geschäftsergebnis in diesem und im nächsten Jahr nicht belasten, sagte Schröder. Vielmehr führe die Nachhaltigkeitsstrategie zu deutlichen Wachstumschancen, denn Kunden nähmen das Thema immer ernster.

Quelle: ntv.de, ftü/rts/dpa