Wirtschaft

Günstige Dollar-Kredite Zentralbanken koordinieren Bereitstellung

imago84984468h.jpg

Dollar-Kredite: Notenbanken arbeiten zusammen.

(Foto: imago/Joko)

Die jüngsten Zinsreaktionen zeigen: Die Notenbanken weltweit reagieren auf die Folgen der Corona-Krise zwar ähnlich. Eine koordinierte Aktion gibt es jedoch nicht. Bei der Bereitstellungen günstiger Dollar-Kredite sieht das anders aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) und weitere große Notenbanken wollen angesichts der globalen Coronavirus-Krise in einer koordinierten Aktion die Versorgung mit günstigen Dollar-Krediten sicherstellen. Die EZB, die US-Notenbank Federal Reserve, die kanadische Notenbank, die Bank von England, Japans Notenbank, sowie die Schweizerische Nationalbank wollen dazu bestehende US-Dollar-Devisentauschabkommen nutzen, wie die EZB ankündigte.

Die sechs Notenbanken vereinbarten, zusätzlich zu bereits angebotenen Kreditgeschäften mit einwöchiger Laufzeit nun auch wöchentlich die Weltleitwährung mit einer Laufzeit von 84 Tagen in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich anzubieten. Zudem sollen die Preise bei den bestehenden Dollar-Devisentauschabkommen um 25 Basispunkte gesenkt werden.

"Die neuen Preiskonditionen und Laufzeitangebote werden solange wie nötig in Kraft bleiben, um das reibungslose Funktionieren der US-Dollar-Finanzierungsmärkte zu stützen", erklärte die EZB. Die Veränderungen sollen mit den nächsten geplanten Geschäften in der Woche ab dem 16. März in Kraft treten. Mit dem Schritt wollen die sechs Notenbanken erreichen, das Banken und Unternehmen zu günstigen Konditionen an Dollar gelangen. Der Kurs der US-Währung war in den vergangenen Wochen im Zuge der Viruskrise kräftig gestiegen. Die Vereinbarung soll laut EZB von Anspannungen auf den globalen Finanzierungsmärkten beitragen. Negative Folgen für die Kreditversorgung von Haushalten und Firmen im In- und Ausland sollen abgemildert werden.

Quelle: ntv.de, bad/rts