Wirtschaft

Gewinneinbruch bei Daimler Zetsche verdient 1,7 Millionen Euro weniger

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Als "Jahr mit starkem Gegenwind" beschreibt Zetsche selbst sein letztes Jahr an der Daimler-Spitze.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Jahren gehört Daimler-Boss Zetsche zu den bestbezahlten Managern in Deutschland. Ausgerechnet in seinem letzten vollen Amtsjahr muss er allerdings einen deutlichen Gehaltsrückgang hinnehmen. Auch seine Mitarbeiter spüren die Probleme des Konzerns im Portemonnaie.

Der Gewinneinbruch beim Autobauer Daimler schlägt sich im Verdienst des scheidenden Konzernchefs Dieter Zetsche nieder. Er erhielt für das Jahr 2018 gut 5,9 Millionen Euro nach 8,6 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie aus dem veröffentlichten Geschäftsbericht des Dax-Konzerns hervorgeht.

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2016 hatte Zetsche 7,6 Millionen Euro verdient, im Jahr davor 9,7 Millionen. Der gesamte Vorstand erhielt im vergangenen Jahr Bezüge in Höhe von 23,2 Millionen Euro. 2017 waren es 33,3 Millionen Euro. 

Zetsche, der im Mai nach 13 Jahren an der Spitze des Daimler-Vorstands bei der Hauptversammlung ausscheidet, hatte bei der Bilanzpressekonferenz einen drastischen Gewinneinbruch bekanntgegeben. 2018 ging das Ergebnis des Autobauers unterm Strich um 29 Prozent auf 7,25 Milliarden Euro zurück. Hintergrund war ein schwaches Autogeschäft.

Mitarbeiterprämie fällt niedriger aus

"Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind", resümierte Zetsche, der 2021 in den Aufsichtsrat des Konzerns wechseln will. Er hinterlässt seinem Nachfolger Ola Källenius einige Hypotheken. Die Profitabilität der wichtigen Pkw-Sparte hatte im vergangenen Jahr auch unter dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Auslieferungsstopps bei einzelnen Dieselmodellen gelitten.

So musste Daimler im vergangenen Jahr hunderttausende Fahrzeuge wegen Abgasmanipulationen zurückrufen. Zudem hat Zetsche entschieden, dutzende Milliarden Euro in den kommenden Jahren in die Elektromobilität zu investieren, die erst noch verdient werden müssen.

Zwar konnte Daimler die Zahl der verkauften Fahrzeuge im vergangenen Jahr nochmal um zwei Prozent auf 3,3 Millionen steigern - erneuter Rekord. Und auch die Umsätze legten in ähnlichem Umfang zu auf 167,4 Milliarden Euro. In den vergangenen Monaten drehte sich allerdings der Trend, und eine erneute Verbesserung wird aufgrund der anhaltenden Probleme auf dem Weltmarkt schwierig.

Das spürt nicht nur der Chef, sondern auch seine Mitarbeiter, deren Gewinnbeteiligung von bis zu 5700 Euro im vergangenen Jahr auf knapp unter 5000 Euro dieses Jahr gesunken ist.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa/AFP

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