Zwischen 20 und 25 Prozent mehrADAC plant wohl höchste Beitragserhöhung seiner Geschichte

Der ADAC erwägt einem Bericht zufolge saftige Beitragserhöhungen für seine Mitglieder. Je nach Tarif ist von 20 bis 25 Prozent mehr die Rede. Der Club verweist auf gestiegene Kosten.
Der ADAC plant laut einem Medienbericht die größte Beitragserhöhung seiner Geschichte. Wie der Business Insider unter Berufung auf interne Dokumente schreibt, will der Automobil-Club die Preise für seine mehr als 22 Millionen Mitglieder im Schnitt um 20 bis 25 Prozent erhöhen.
Demnach soll es für Premium-Mitglieder besonders teuer werden. Hier plane der ADAC für eine Einzelmitgliedschaft 174 Euro im Jahr, statt bisher 139 Euro. Basis-Mitglieder sollen dem Bericht zufolge künftig 64 Euro statt 54 Euro zahlen. Für Plus-Mitglieder erhöhe sich der Preis von 94 Euro auf 114 Euro. Beschlossen werden soll die Preiserhöhung nach Informationen der Zeitung auf der Hauptversammlung am 23. Mai. In Kraft treten sollen die neuen Preise jedoch erst 2027. Es wäre der erste Anstieg der Mitgliedsbeiträge seit sechs Jahren.
Auf Anfrage des Business Insiders wollte der ADAC die genannten Zahlen nicht bestätigen. Eine Sprecherin sagte jedoch: "Nach sechs Jahren mit stetig steigenden Kosten muss auch der ADAC über eine Beitragsanpassung nachdenken, um Leistungen für Mitglieder in dieser hohen Zahl und mit der gewohnten hohen Qualität zu erbringen." Seit 2020 seien die Lebenshaltungskosten um 23,7 Prozent gestiegen, der Autokostenindex um über 30 Prozent. Der ADAC arbeite nicht gewinnorientiert, sagte die Sprecherin der dpa. "Es muss aber sichergestellt sein, dass Aufwände und Kosten getragen, Leistungen für Mitglieder erbracht sowie Satzungszwecke erfüllt werden können."
Vor allem Kosten für Personal. Energie, Ersatzteile sowie Abschlepp- und Werkstattleistungen belasten den Club. Laut Bericht wird intern auch diskutiert, ob einzelne Leistungen künftig eingeschränkt werden könnten. Aufgrund der möglichen Preiserhöhungen rechne der ADAC mit Unmut unter den Mitgliedern und einer erhöhten Kündigungsquote. Insgesamt erwarte man aber auch für 2027 weiter steigende Mitgliederzahlen.