Der Börsen-TagAbverkauf bringt Kospi ins Rutschen
Deutliche Abgaben verzeichnen die ostasiatischen Börsen. Überraschend hohe US-Inflationsdaten schüren die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank. Dies belastet vor allem die zinssensiblen Technologiewerte. Dazu kommen die Sorgen vor einem schärferen Wettbewerb bei Speicherchips mit China, nachdem der chinesische Halbleiter-Hersteller CXMT zuletzt Fortschritte bei einer effizienteren DRAM-Architektur vermeldet hatte. Dies weckt Sorgen nach einer geringeren Nachfrage für Speicherchips von Herstellern wie Samsung Electronics und SK Hynix.
Vor diesem Hintergrund verzeichnet der technologielastige Kospi in Seoul einen Abschlag von 8,0 Prozent. Für die beiden Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix geht es um 9,7 und 11,4 Prozent nach unten. In Tokio belasten ebenfalls Verluste bei den Technologiewerten - der Nikkei knickt um 5,1 Prozent ein der breiter gefasste Topix verliert 2,7 Prozent. Bei den Einzelwerten fallen Ibiden um 13 Prozent, Fujikura geben um 12,3 Prozent nach und Kioxia verlieren 11,9 Prozent. In China fallen die Abgaben nicht ganz so hoch aus. Der Shanghai Composite büßt 2,0 Prozent ein und der Hang-Seng-Index reduziert sich um 1,4 Prozent.
"Die US-Inflationsdaten haben "die Erwartungen an eine weitere Zinserhöhung durch die Fed wiederbelebt", kommentiert Antonio Di Giacomo von XS.com. "Höherer Preisdruck, gestiegene Renditen und Sorgen über Technologieunternehmen haben die Risikobereitschaft verringert", fügt der Senior-Marktanalyst hinzu.