Der Börsen-Tag Asiens Börsen auf Richtungssuche
Die Spannungen im Nahen Osten haben die Anleger an den asiatischen Börsen heute in die Defensive gedrängt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 68.721 Punkten, und der breiter gefasste Topix notiert 0,6 Prozent niedriger bei 4172 Zählern. Die Börse Shanghai gewann hingegen 0,5 Prozent auf 3948 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4685 Punkte. Die Börsen in Südkorea blieben feiertagsbedingt geschlossen.
In Japan dämpften schwächer als erwartet ausgefallene Wachstumsdaten die Stimmung. "Das Wachstum war positiv, aber die Details fielen etwas schwächer aus als erwartet", sagte Kazutaka Maeda, Chefökonom beim Meiji Yasuda Research Institute.
Überschattet wurde der Handel in Asien von der festgefahrenen Lage im Nahen Osten, was Investoren vorsichtig agieren ließ. Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran kamen nicht voran, und der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus stockte nach Angriffen auf Öltanker. Gleichzeitig richteten sich die Blicke auf China, wo Investoren im Tagesverlauf neue Konjunkturdaten erwarteten, um die Stärke der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt auszuloten.