Der Börsen-TagChinas Sportartikel-Riese vollzieht Einstieg bei Puma
Der chinesische Sportartikel-Riese Anta Sports will Puma nach eigenen Angaben an der langen Leine lassen, drängt aber in den Aufsichtsrat. "Als langfristig orientierter Aktionär freuen wir uns darauf, unsere Erfahrungen und Fähigkeiten, insbesondere im Bereich Retail und im operativen Geschäft, einzubringen", erklärte Anta-Chef Ding Shizhong am Mittwoch. Das dürfte vor allem für China gelten, wo Puma bisher unterrepräsentiert ist. Puma habe "erhebliches langfristiges Potenzial". "Gleichzeitig respektieren wir Pumas Unabhängigkeit und Markenidentität", betonte er.
Puma teilte mit, der Einstieg des chinesischen Konzerns mit 29,1 Prozent sei mehr als acht Monate nach der Ankündigung perfekt. Anta Sports hat das Anteilspaket der französischen Milliardärsfamilie Pinault an dem angeschlagenen Unternehmen aus Herzogenaurach für gut 1,5 Milliarden Euro übernommen. Ein Übernahmeangebot an die übrigen Puma-Aktionäre sei "derzeit" nicht geplant, bekräftigte Anta. "Für uns ist das langfristige Engagement von Anta Sports ein großer Vertrauensbeweis in unsere Strategie, unser Managementteam und unsere Zukunft", sagte Puma-Vorstandschef Arthur Höld. Er hat sich vorgenommen, Puma wieder zum drittgrößten Sportartikelhersteller weltweit hinter Nike und Adidas zu machen. "Wir haben volles Vertrauen in das Managementteam und die strategische Ausrichtung", erklärte Shizhong.