Der Börsen-Tag Chip-Riese verhindert Engpass

Eine drohende Verschärfung der globalen Chip-Knappheit ist vorerst abgewendet: Der US-Hersteller Micron hat sich mit einer wichtigen Gewerkschaft in Taiwan geeinigt. Beide Seiten erzielten eine Vereinbarung für den bedeutenden Standort Taichung erzielt. Über die Inhalte des Abkommens wurde zunächst nichts bekannt.
Jede Störung der Produktion bei Micron in Taiwan hätte die ohnehin angespannten globalen Lieferketten für Speicherchips beeinträchtigen können. Der Konzern mit Sitz in Idaho ist der drittgrößte Speicherchip-Hersteller der Welt. Taiwan ist ein zentraler Produktionsstandort, an dem das Unternehmen mit rund 15.000 Mitarbeitern unter anderem Chips für Server für Künstliche Intelligenz herstellt. Der KI-Boom hat die Nachfrage nach den Produkten von Chipherstellern wie Micron, Samsung Electronics und SK Hynix zuletzt stark angetrieben. Dies führte jedoch auch zu Forderungen der Belegschaft nach einer stärkeren Beteiligung an den Gewinnen.
Besonders die in Taiwan gefertigten HBM-Chips (High-Bandwidth Memory) sind für den KI-Boom von entscheidender Bedeutung. Diese hochleistungsfähigen Speicherbausteine ermöglichen die schnelle Verarbeitung der gewaltigen Datenmengen, die für das Training und den Betrieb von KI-Modellen erforderlich sind. Micron ist neben SK Hynix und Samsung einer der weltweit führenden Hersteller dieser technologisch anspruchsvollen Komponenten.