Der Börsen-TagDAX droht der Absturz
Der DAX nähert sich wieder der 15.000er-Marke an. Zur Wochenmitte büßte der deutsche Börsenleitindex 1,0 Prozent ein, notiert nun um 15.095 Punkte. Hauptbelastungsfaktor ist die Lage im Nahen Osten, die auch die Ölpreise wieder anschiebt. Konjunktursorgen sind eine Folge.
In diesem Zusammenhang hören Anleger heute genau auf die Worte von US-Notenbankchef Jerome Powell. Beim Economic Club of New York äußert sich der oberste Währungshüter zum Wirtschaftsausblick. Angesichts der überraschend zähen Inflation und des anhaltend robusten Arbeitsmarkts rätseln Investoren, ob die US-Notenbank Federal Reserve dieses Jahr nochmals an der Zinsschraube drehen wird oder nicht.
Unternehmensseitig steht die Berichtssaison im Fokus: Mit dem Pharmakonzern Roche und dem Nahrungsmittel-Riesen Nestle legen gleich zwei Schwergewichte unter den Schweizer Unternehmen offen, wie ihre Geschäfte im dritten Quartal gelaufen sind. Was unternehmen die Konzernchefs, um der zuletzt enttäuschenden Aktienkursentwicklung der beiden Gesellschaften wieder auf die Sprünge zu helfen? Bei Nestle sorgen sich die Anleger, dass Abnehmspritzen wie Wegovy, die den Appetit zügeln, das Geschäft untergraben könnten.
Und auch der Chipsektor drängt in den Vordergrund: Wegen der anhaltenden Nachfrageflaute bei Smartphone- und PC-Chips rechnen Experten mit einem 30-prozentigen Gewinneinbruch beim weltgrößten Auftragsfertiger TSMC. Der Umsatz sei voraussichtlich um 20 Prozent geschrumpft. Im vorangegangenen Quartal verbuchte der Konzern den ersten Gewinnrückgang seit 2019. Insidern zufolge will TSMC die Liefertermine für bestellte Maschinen zur Prozessor-Produktion verschieben. Börsianer erwarten allerdings eine Erholung des Geschäfts im kommenden Jahr. Daher richten sie ihre Aufmerksamkeit auf den Ausblick des taiwanischen Konzerns. Weitere Wochentermine finden Sie hier.