Der Börsen-TagDas ist der Preistreiber Nummer eins
Der Dax muss einen Schlag ins Kontor verarbeiten: Im gestrigen Geschäft büßte der deutsche Börsenleitindex 1,7 Prozent auf 25.576 Punkte ein, nachdem er sich an den beiden vorherigen Handelstagen dieser Börsenwoche noch um die 26.000er-Marke bewegt hatte. Händler sprachen von einem "Gift-Cocktail" aus Ölpreis- und Renditeanstieg. Wegen weiterer US-Angriffe auf zivile Tanker des Irans sprang der Brent-Ölpreis über die psychologisch wichtige 100-Dollar-Marke und weckt damit Ängste vor weltweitem Inflationsdruck. Die zehnjährigen Bundesanleihen stiegen über 3,40 Prozent, die entsprechenden US-Bonds wieder über die 4,80er-Marke.
Die teure Energie hat auch die Inflation in Deutschland im August wohl weiter angefacht. Klarheit bringen die endgültigen Daten des Statistischen Bundesamtes. Eine erste Schätzung ergab einen Anstieg der Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent - die höchste Inflationsrate seit Ende 2023. Im Juli war die Teuerung auf 2,8 Prozent geklettert, von 2,3 Prozent im Juni. Preistreiber Nummer eins ist Energie, die sich durch den wiederaufgeflammten Nahost-Krieg verteuert.
Zudem sollen beim zweitägigen Besuch von Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), die Beziehungen zwischen dem Golfstaat und Deutschland ausgebaut werden. Ein Top-Diplomat aus den VAE kündigte die Unterzeichnung von Investitions-, KI- und Energieabkommen im Wert von mehreren Milliarden Dollar an. Der Scheich wird sowohl von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als auch Kanzler Friedrich Merz empfangen.
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