Der Börsen-TagDax klebt fest - Euro unter Druck
Politische Turbulenzen in Spanien und Frankreich haben auch am deutschen Aktienmarkt ihre Spuren hinterlassen und für Nervosität auf dem Frankfurter Börsenparkett gesorgt. Bei einem Tag mit wenig relevanten Konjunkturdaten kam der Dax nicht so richtig von der Stelle und schloss 0,1 Prozent fester bei 25.254 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,1 Prozent tiefer bei 6231 Stellen.
In Spanien rief der sozialistische Ministerpräsident Pedro Sanchez für den 29. November vorgezogene Neuwahlen aus. Der Haushaltsentwurf der französischen Regierung für 2027 hatte vergangene Woche umstrittene Ausgabenkürzungen und Sparmaßnahmen enthalten. Anleger zeigen sich jedoch skeptisch, ob die Regierung ihr Defizit vor den Wahlen 2027 in den Griff bekommt. Dies sorgte dafür, dass die Rendite der zehnjährigen französischen Staatsanleihe in der Nähe ihres höchsten Standes seit 2008 blieb. Dies hatte Auswirkungen auf den Euro, der gegenüber dem US-Dollar deutlich nachgab.
Bei den Einzelwerten zogen Rheinmetall und Hensoldt um 2,4 beziehungsweise 4,1 Prozent an. Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine bei einem Überraschungsbesuch in Kiew am Sonntag ein umfangreiches Hilfspaket angeboten. Nach oben ging es auch für Continental, die sich nach einer Kaufempfehlung der US-Investmentbank Morgan Stanley um 1,3 Prozent verteuerten.