Der Börsen-TagDax leidet unter hohen Energiepreisen
An der Frankfurter Börse sind Anleger angesichts der gestiegenen Preise für Öl und Gas in Deckung gegangen. Der Dax rutschte bis auf 25.800 Punkte runter. Den Handel verließ der deutsche Leitindex allerdings kaum verändert bei 26.008 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent im Plus bei 6415 Stellen. "Die Anleger treten auf die Bremse und warten vor den wichtigen Entscheidungen und Konjunkturdaten am Ende der Woche zunächst ab", kommentierte Jürgen Molnar, Stratege beim Broker RoboMarkets. "Der Ölpreis bleibt damit das Fieberthermometer der Aktienmärkte."
An den Finanzmärkten gilt es bereits als ausgemachte Sache, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag den zum Steuern des geldpolitischen Kurses wichtigen Einlagensatz um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent hochsetzen wird. "Weitaus wichtiger sind die Aussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde zur weiteren Zinspolitik sowie Inflationsbekämpfung", sagte Molnar.
Um 6,2 Prozent hoch ging es mit Hornbach Holding. Die Baumarktkette hat am Montagabend gute Geschäftszahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Wegen der hohen Inflation und den damit sinkenden Budgets der Kunden sei das Beibehalten des Jahresausblicks zuvor nicht ganz sicher gewesen, kommentierte ein Händler.
Nach den kräftigen Aufschlägen vom Vortag ging es für die Infineon um 4,1 Prozent nach unten. Nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup gewannen Nordex dagegen 0,7 Prozent.
