Der Börsen-Tag
10. August 2021
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

Dax robbt sich wieder an das Allzeithoch heran

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(Foto: picture alliance/dpa)

Am deutschen Aktienmarkt haben heute wieder die Pluszeichen dominiert. Der Dax gewann 0,2 Prozent auf 15.771 Punkte und war damit weiter auf Tuchfühlung mit seinem Allzeithoch von 15.811 Zählern. Das Dax-Tageshoch lag bei 15.802 Zählern. Etwas stärker gewann der MDax: 0,7 Prozent auf 35.850 Punkte. Zuvor schaffte der Mittelwerte-Index mit 35.954 Stellen ein neues Allzeithoch. Für den EuroStoxx50 ging es 0,3 Prozent auf 4191 Stellen nach oben - bei 4196 Zählern wurde zuvor ein neues Mehrjahreshoch markiert. Die Liquidität an den Aktienmärkten ist allerdings extrem dünn, halb Europa scheint sich im Urlaub zu befinden. Der schwache ZEW aus Deutschland wurde von den Investoren nahezu ignoriert.

Erneut liefert die Berichtssaison die Impulse für die Einzelwerte. Als durchweg solide werden die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal von Munich Re im Handel bezeichnet, die Aktie des Rückversicherers verteuerte sich um 1,4 Prozent.

Im MDax notierten Brenntag 0,2 Prozent höher. Die Citi-Analysten bescheinigen dem Chemikalienhändler ein starkes zweites Quartal. Klöckner & Co stiegen im SDax nach überzeugenden Geschäftszahlen minimal um 0,1 Prozent. Die Aktie hat bereits einen guten Lauf hinter sich.

Dax robbt sich wieder an das Allzeithoch heran
16:55 Uhr

"Nicht Goldgrube kaufen, sondern Schaufelhersteller"

Heute zu Gast in der Telebörse: Nadine Heemann, Heemann Vermögensverwaltung.

"Nicht Goldgrube kaufen, sondern Schaufelhersteller"
16:29 Uhr

US-Anleger halten sich vor Inflationszahlen zurück

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(Foto: REUTERS)

Die Anleger an der Wall Street haben sich vor den anstehenden US-Inflationsdaten mit Aktienkäufen zurückgehalten. Der Dow Jones notierte zur Eröffnung 0,1 Prozent höher bei 35.135 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 lag ebenfalls minimal fester bei 4436 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent auf 14.888 Punkte zu.

Von der am Mittwoch anstehenden Veröffentlichung der US-Preissteigerungsrate im Juli erhoffen sich die Investoren neue Hinweise auf den weiteren Kurs der US-Notenbank (Fed). Die Aussicht auf einen Kursschwenk und eine vorgezogene Reduzierung der Anleihekäufe machte Börsianer vorsichtig. Zudem warteten sie auf die im Tagesverlauf anstehende Abstimmung über ein Infrastrukturgesetz im Volumen von einer Billion Dollar.

Bei den Einzelwerten legten AMC Entertainment zur Eröffnung rund acht Prozent zu. Anleger freuten sich über einen überraschend starken Umsatz im zweiten Quartal, weil die Kinobesucher nach dem Lockdown wieder in die Kinosäle strömten. Eine Erholung des Ölpreises sorgte zudem für Rückenwind bei den Energieunternehmen Halliburton, ExxonMobil, Chevron, Diamondback Energy und Marathon Oil, die zwischen 1,1 und 2,6 Prozent anzogen.

US-Anleger halten sich vor Inflationszahlen zurück
16:08 Uhr

Wann es an den Börsen wieder spannend wird

Das Rekordhoch ist wieder in Sicht, dennoch warten Anleger lieber ab. Der Dax pendelt somit weiter auf hohem Niveau. Welche Impulse könnten ihm aus seinem Sommerschlaf verhelfen, und kann es trotz Delta-Sorgen aufwärts gehen? Über mögliche Szenarien, Strategien und Depotmischungen spricht Bianca Thomas mit Tobias Kramer vom Fachmagazin "Der Zertifikateberater".

Wann es an den Börsen wieder spannend wird
15:31 Uhr

LEG schielt auf Wohnungen von Vonovia und Deutscher Wohnen

Die LEG Immobilien will Wohnungen übernehmen, von denen sich die Branchenriesen Vonovia und Deutsche Wohnen im Zuge einer Fusion trennen könnten. Das sagte LEG-Chef Lars von Lackum in einer Telefonkonferenz. Er wisse aber nicht, ob die Wohnungen tatsächlich auf den Markt kommen werden. "Aber unser Interesse wäre natürlich da", unterstrich von Lackum.

Vonovia hatte jüngst einen neuen Anlauf zur Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen gestartet. Die Bochumer bieten insgesamt rund 19 Milliarden Euro für den vor allem in Berlin aktiven Immobilienkonzern. Für den Fall einer erfolgreichen Übernahme sollen zu deren Finanzierung auch rund 25.000 Wohnungen über den Markt verkauft werden. Weitere sollen in Berlin an die öffentliche Hand gehen.

LEG schielt auf Wohnungen von Vonovia und Deutscher Wohnen
15:07 Uhr

Airlines rüsten Flotten auf, kaufen aber kaum

Wenige Branchen trifft die Corona-Krise so hart wie die Luftfahrt. Der globale Passagierverkehr kommt fast zum Erliegen. Nun deutet sich langsam Erholung an, der Frachtverkehr liegt sogar schon über Vorkrisenniveau. Doch Branchenkenner warnen: Die Personenluftfahrt wird sich erst 2025 erholt haben.

Airlines rüsten Flotten auf, kaufen aber kaum
14:43 Uhr

Ökonom sieht Biontech als Wachstumstreiber

Der Erfolg des Mainzer Biopharma-Unternehmens Biontech mit seinem Corona-Impfstoff schiebt Ökonomen zufolge das Wirtschaftswachstum in Deutschland an.

  • "Biontech könnte in diesem Jahr rund 0,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beitragen", sagte der Wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien. "Auch das Wirtschaftswachstum dürfte dadurch um etwa einen halben Punkt zulegen."

Viele Experten trauen Europas größter Volkswirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von etwa vier Prozent zu, wovon etwa ein Achtel allein auf Biontech entfielen.

  • "Ich kann mich an keinen Fall erinnern, in dem ein Unternehmen einen solchen Einfluss auf das deutsche BIP hatte", sagte Dullien.

Ökonom sieht Biontech als Wachstumstreiber
14:25 Uhr

Experte: GDL-Streik stört Industrie-Lieferketten massiv

Der angekündigte Streik der Lokführergewerkschaft GDL könnte den Bahngüterverkehr bremsen und damit die Lieferkettenprobleme der deutschen Industrie verstärken.

  • "Angesichts der ohnehin schon bestehenden Probleme bei der Versorgung von Vorleistungsgütern ist dies das Letzte, was jetzt in die konjunkturelle Landschaft passt", sagte der Regierungsberater und Konjunkturchef des Kieler IfW-Instituts, Stefan Kooths.

  • Bisher habe es bei den Lieferketten vor allem Probleme auf dem Seeweg gegeben. "Wenn jetzt noch ein weiterer Engpass mit dem Güterverkehr der Bahn dazukommt, dann verschärft sich die gesamte Situation weiter", warnte Kooths. "Dadurch käme zusätzlich Sand in das Getriebe der Industrie."

Experte: GDL-Streik stört Industrie-Lieferketten massiv
14:07 Uhr

KlöCo will zur Dividendenzahlung zurückkehren

Die Aktionäre des Stahlhändlers Klöckner & Co können voraussichtlich für das laufende Geschäftsjahr erstmals wieder eine Dividende einplanen. "Ein Rekordergebnis ist immer eine gute Basis, um über eine Dividende nachzudenken", sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff. Zur Höhe könne er nach einem halben Jahr noch nichts sagen.

KlöCo peilt 2021 ein bereinigtes Ebitda vor Sonderfaktoren von 650 bis 700 Millionen Euro an - dies wäre das beste Ergebnis seit dem Börsengang 2006. Zuletzt hatten die Duisburger für 2018 eine Dividende von 30 Cent je Aktie gezahlt. Am frühen Nachmittag notierte die im SDax notierte KlöCo-Aktie allerdings 3,7 Prozent tiefer.

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(Foto: picture alliance / dpa)
KlöCo will zur Dividendenzahlung zurückkehren
13:46 Uhr

Cewe-Aktie fährt U-Boot

Kräftig bergab ist es mit der Aktie von Cewe gegangen. Das im SDax notierte Papier verlor kräftig um 9,1 Prozent.

Der Fotodienstleister hat im zweiten Quartal wegen einer schwächeren Nachfrage nach Fotobüchern einen Umsatzrückgang verzeichnet und operativ einen Verlust geschrieben. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält Cewe aber fest, denn traditionell ist das vierte Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft das mit Abstand wichtigste.

Cewe-Aktie fährt U-Boot
13:30 Uhr

Bechtle zieht Aktiensplit am kommenden Montag durch

Die Aktie des IT-Systemhauses Bechtle dürfte am kommenden Montag auf etwa ein Drittel ihres Wertes fallen. Dann wird der Aktiensplit im Verhältnis 1:3 umgesetzt, den die Hauptversammlung im Juni beschlossen hatte.

Die Aktionäre erhalten über das Wochenende für jeden ihrer Anteilsscheine zwei weitere ins Depot gebucht. Das TecDax-Unternehmen will die derzeit bei mehr als 180 Euro gehandelte Aktie damit vor allem für Privatanleger leichter handelbar machen.

Bechtle zieht Aktiensplit am kommenden Montag durch
12:55 Uhr

"Schlechte Nachrichten für Mieter ...": LEG mit guten Zahlen

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(Foto: Ina Fassbender/dpa)

Abwärts ist es mit der Aktie von LEG Immobilien gegangen, das im MDax notierte Papier verlor am frühen Nachmittag 0,8 Prozent. Am Vormittag hatte die Aktie noch im grünen Bereich gelegen. Die Anleger hatten Zahlen und Ausblick des Unternehmens zum ersten Halbjahr honoriert, dann kam es aber zu Gewinnmitnahmen.

"Schlechte Nachrichten für Mieter und gute Nachrichten für den Vermieter", kommentiert ein Händler die Daten. LEG sei gelungen, die Nettokaltmiete um zehn Prozent zu steigern, die Ergebnisse aus Vermietung und Verpachtung legten sogar fast zwölf Prozent zu. Risiken wie fallende Mieteinnahmen seien nicht zu erwarten und würden die Gewinnerwartungen weiter nach unten absichern, heißt es am Markt.

"Schlechte Nachrichten für Mieter ...": LEG mit guten Zahlen
12:44 Uhr

MDax, TecDax, SDax quietschfidel - Dax dagegen müde

Am deutschen Aktienmarkt sind der MDax der mittelgroßen Werte sowie der Nebenwerteindex SDax so hoch gestiegen wie noch nie. Der Dax tat sich hingegen schwer. Etwas unter seinem bisherigen Rekordhoch von 15.810 Punkten notierte der Leitindex gegen Mittag mit plus 0,1 Prozent auf 15.761 Punkten. Der MDax gewann 0,9 Prozent und steuerte mit 35.914 Punkten auf die 36.000er-Marke zu. Der TecDax vermehrte sich um 0,9 Prozent auf 3868 Stellen, der SDax um 0,5 Prozent auf 16.813 Punkte. Der EuroStoxx 50 gewann 0,3 Prozent auf 4189 Zähler.

Die weitere Vorgehensweise in der Corona-Pandemie in Deutschland gehört zu den zentralen Themen der heutigen Beratungen von Bund und Ländern, die am Markt genau verfolgt werden. In den Blick rückten zudem weitere Quartalszahlen sowie die vom Forschungsinstitut ZEW veröffentlichten Konjunkturerwartungen. Diese trübten sich im August deutlich stärker als von Experten erwartet ein.

Den Dax etwas stützen konnten die finalen Quartalszahlen von Munich Re. Der Rückversicherer sieht sich trotz drohender hoher Schäden durch die Hochwasserkatastrophe in Europa auf Kurs zum Gewinnziel 2021. Die Papiere gewannen 1,6 Prozent. Noch besser waren die Titel des Pharma- und Chemiekonzerns Merck mit plus 1,9 Prozent. Bayer zählten mit minus 1,0 Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern kassierte auch im dritten seiner US-Berufungsverfahren wegen angeblicher Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat eine Schlappe in den USA.

Die Aktien des Kochboxenversenders Hellofresh reagierten als Top-Wert im MDax mit einem Kurssprung von 8,1 Prozent auf endgültige Quartalszahlen. Für die Titel des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr ging es um 5,1 Prozent hoch nach einer Kaufempfehlung der Berenberg Bank.

MDax, TecDax, SDax quietschfidel - Dax dagegen müde
12:19 Uhr

Corona-Schock bei Luftfahrt - Passagierzahl wie zuletzt 1971

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(Foto: picture alliance / ZB)

Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben den Passagierluftverkehr im ersten Halbjahr in Deutschland stärker getroffen als in anderen Ländern. Die Nachfrage bei den deutschen Fluggesellschaften habe um 85 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019 gelegen, erklärte der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Europaweit war das Minus mit 78 Prozent etwas niedriger, der weltweite Rückgang belief sich auf 67 Prozent.

  • "So wenig Passagiere an den deutschen Flughäfen hatten wir zuletzt im Jahr 1971", erklärte BDL-Geschäftsführer Matthias von Randow. "Damit ist das der tiefste Einbruch in der Geschichte der zivilen Luftfahrt."

Corona-Schock bei Luftfahrt - Passagierzahl wie zuletzt 1971
12:04 Uhr

Ökonomen zum dritten Rückgang in Folge beim ZEW-Index

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt Union Investment: "Überraschen darf das kaum. Denn die Experten haben zuletzt so zuversichtlich wie selten in die Zukunft geschaut, im Vormonat waren es kaum fünf Prozent der Befragten, die für die kommenden sechs Monate mit einer Verschlechterung der Lage gerechnet hatten. Dass der Optimismus nachlässt, je länger ein Aufschwung dauert, liegt fast in der Natur der Sache. So wurde die aktuelle Lage erneut besser bewertet als im Vormonat und somit erfolgen die erwarteten weiteren Konjunkturverbesserungen von einem höheren Ausgangsniveau aus. Bemerkenswert ist, wie die befragten Finanzspezialisten den turbulenten Juli mitsamt der Verbreitung der neuen Corona-Variante und der angepassten Strategie der Europäischen Zentralbank in ihren Erwartungen verarbeiten. Trotz des neuen Inflationsziels rechnen weniger Spezialisten mit einer höheren Teuerungsrate auf Sicht von sechs Monaten als noch vor einem Monat. Die Angst vor einer anhaltend höheren Preisdynamik nach dem zu erwartenden Inflationshöhepunkt im vierten Quartal scheint also die Finanzexperten nicht umzutreiben. Dementsprechend haben sich auch die Erwartungen an steigende langfristige Zinsen nicht noch weiter erhöht. Die Rentenmärkte könnten also möglicherweise vor einem impulsarmen Spätsommer stehen. "

Thomas Gitzel, Chefökonom VP Bank: "Es ist nun der dritte Rückgang in Folge, im August geben die ZEW-Konjunkturerwartungen erneut deutlich nach. Die Signale der vom ZEW befragten Finanzmarktanalysen könnten kaum eindeutiger sein: Ab dem vierten Quartal werden die BIP-Zuwächse geringer ausfallen. Mehr noch: Die Konjunkturrisiken rücken nach Einschätzung der Finanzmarktprofis wieder in den Vordergrund. Es ist aus unserer Sicht dennoch nicht zu befürchten, dass nun schon in Bälde die nächste Rezession droht. Die ZEW-Konjunkturerwartungen bereiten uns aber auf wesentlich geringere Wachstumsraten vor. Gegenwärtig laufen noch Post-Corona-Nachholeffekte. Klar ist, dass diese nicht ewig währen können. Darüber hinaus macht auch die Delta-Variante der Welt zu schaffen. Die bereits in Kraft getretenen Restriktionen im Reiseverkehr sind bereits eine konjunkturelle Belastung, kommen weitere Eindämmungsmaßnahmen hinzu, könnte dies die Konjunktur erneut stark belasten. Wie ausgeprägt die Wachstumsnormalisierung ausfällt, hängt entscheidend einmal mehr am Virusverlauf. Allerdings wird auch noch eine Rolle spielen, ob sich in den Schlussmonaten des Jahres die Materialknappheit endlich in Wohlgefallen auflöst. Das denkbar ungünstigste Szenario wäre, wenn das Abebben der Nachholeffekte im Dienstleistungssektor auf eine heftige vierte Corona-Welle und eine fortgesetzte Materialknappheit trifft. Dann würde ein positive Wachstumsrate im vierten Quartal tatsächlich zur Zitterpartie."

Ökonomen zum dritten Rückgang in Folge beim ZEW-Index
11:44 Uhr

Börsenprofis runzeln die Stirn - ZEW-Index unter Erwartungen

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(Foto: picture alliance / Sebastian Kah)

Die Börsenprofis haben ihre Erwartungen an den Konjunkturaufschwung in Deutschland im August den dritten Monat in Folge heruntergeschraubt. Das Barometer für die Einschätzung der Börsianer mit Blick auf die nächsten sechs Monate sank um 22,9 auf 40,4 Zähler, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Analysten und Anlegern mitteilte.

  • "Dies weist auf zunehmende Risiken für die deutsche Konjunktur hin, wie etwa eine mögliche vierte Covid-Welle ab Herbst oder eine Abschwächung des Wachstums in China", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 56,7 Zähler gerechnet. Zugleich wurde die Lage deutlich besser eingeschätzt: Hier kletterte das Barometer um 7,4 auf 29,3 Punkte.

Börsenprofis runzeln die Stirn - ZEW-Index unter Erwartungen
11:21 Uhr

VW-Eigentümerholding Porsche SE macht kräftig Kasse

Dank hoher Gewinne des Volkswagen-Konzerns hat auch die VW-Dachgesellschaft Porsche SE im ersten Halbjahr bestens verdient. Die Beteiligungsholding verbuchte zwischen Januar und Ende Juni einen Nachsteuergewinn von satten 2,46 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war Porsche SE wegen der Krise in der Autobranche zu Beginn der Corona-Pandemie noch von einer schwachen VW-Bilanz mitgerissen worden und hatte ein Minus von 329 Millionen Euro eingefahren.

Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte PSE hält gut 53 Prozent der Stammaktien von Volkswagen. Zwar gibt es darüber hinaus auch noch einige weitere Beteiligungen, das Geschäft hängt aber zum allergrößten Teil an der Entwicklung des VW-Konzerns.

VW-Eigentümerholding Porsche SE macht kräftig Kasse
11:01 Uhr

Sommerumsätze reichen nicht - Gastronomen fürchten Corona-Herbst

Die Angst vor einer vierten Corona-Welle ist auch in der Wirtschaft groß. Die Gastronomie wollte im Sommer wieder durchstarten, aber die Geschäfte laufen oft nur schleppend. Ein erneuter Lockdown in Herbst wäre ein herber Rückschlag.

Sommerumsätze reichen nicht - Gastronomen fürchten Corona-Herbst
10:42 Uhr

Reise- und Freizeitwerte treiben Europas Börsen an

Die Nachfrage nach Reise- und Freizeitwerten hat den breit gefassten europäischen Aktienindex Stoxx600 auf ein frisches Rekordhoch getrieben. Der Index legte am Vormittag um 0,3 Prozent auf 472,17 Punkte zu.

Mit einem Plus von 1,5 Prozent zog vor allem der Reise- und Freizeitsektor an. Aktien des Glücksspiel-Konzerns Flutter Entertainment kletterten nach Vorlage der Halbjahreszahlen um rund sechs Prozent.

Reise- und Freizeitwerte treiben Europas Börsen an
10:21 Uhr

Windeln.de-Aktie schmiert ab

Einen Sch..., nein miesen Tag erlebt die Aktie von Windeln.de - ihr Kurs fiel um 7,6 Prozent. Grund ist eine erneute Prognosesenkung, denn wegen einer schwächer als geplant ausgefallenen Entwicklung in China wird der Umsatz dort deutlich unter Erwarten liegen. Entsprechend werden auch die Prognosen anderer Kennzahlen gesenkt.

Interessant dabei sei aber, dass Windeln.de an seinen Zielen für das kommende Jahr weiter festhalte und auf starke Aufholeffekte setze, meint ein Händler: "Falls es tatsächlich gelingen sollte, in China Fuß zu fassen, könnte das eine interessante Turnaround-Story werden."

Windeln.de-Aktie schmiert ab
10:07 Uhr

Weniger Firmeninsolvenzen im Mai - mehr Verbraucher pleite

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der rückläufige Trend bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat sich auch im Mai fortgesetzt. Laut Statistischem Bundesamt meldeten die deutschen Amtsgerichte 1116 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 25,8 Prozent weniger als im Mai 2020. Angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie war die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis Ende 2020 ausgesetzt worden. Für Unternehmen, bei denen die Auszahlung von staatlichen Corona-Hilfen noch ausstand, wurde dies bis Ende April 2021 verlängert.

Ein deutliches Plus gab es im Mai indes erneut bei der Verbraucherinsolvenzen. 6159 Verbraucherinnen und Verbraucher stellten einen Insolvenzantrag, das waren 42,1 Prozent mehr als im Mai 2020. Hintergrund ist hierbei auch eine Neuregelung zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre, die für Anträge ab dem 1. Oktober 2020 gilt. Sie ermöglicht den Betroffenen einen schnelleren wirtschaftlichen Neuanfang nach einem Insolvenzverfahren.

Weniger Firmeninsolvenzen im Mai - mehr Verbraucher pleite
09:50 Uhr

Zuversichtliche Studie treibt Dürr an die MDax-Spitze

Guter Tag für die Aktie von Dürr: Das Papier setzte sich in einem ruhigen Gesamtmarkt mit 4,6 Prozent an die Spitze der Kursgewinner im MDax.

Hier treibt nach Händlerangaben die sehr positive Studie von Berenberg. Die Analysten gehen für die kommenden Quartale von laufenden Gewinnsteigerungen aus, was die Bewertung attraktiv mache. Entsprechend stufen sie Dürr auf "Kaufen" hoch.

Zuversichtliche Studie treibt Dürr an die MDax-Spitze
09:21 Uhr

Munich Re schätzt Flutkatastrophen-Kosten

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re kommt bei der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands vergleichsweise glimpflich davon. Das Unternehmen rechne nach vorläufiger Einschätzung mit einem mittleren dreistelligen Millionenschaden - einschließlich der Erstversicherungs-Tochter Ergo, teilt der Dax-Konzern mit. Den versicherten Gesamtschaden veranschlagt der Branchenverband GDV allein für Deutschland mit bis zu 5,5 Milliarden Euro. Der kleinere Konkurrent Hannover Rück erwartet, dass ihn die Überschwemmungen im Rheinland und der Eifel rund 400 Millionen Euro kosten werden.

An ihrer Prognose eines Nettogewinns von 2,8 Milliarden Euro im laufenden Jahr hält die Münchener Rück fest. Das Ziel für die Bruttobeiträge hebt sie angesichts eines wachsenden Neugeschäfts erneut um eine Milliarde auf 58 Milliarden Euro an. Allein in der Vertragserneuerungsrunde zum 1. Juli habe man elf Prozent mehr Geschäft gezeichnet, bei einem um zwei Prozent gestiegenen Preisniveau.

Munich Re schätzt Flutkatastrophen-Kosten
09:13 Uhr

Dax in ersten Handelsminuten mit kleinem Plus

Der deutsche Aktienmarkt ist mit einem leichten Plus in den Handel gestartet. Der Dax gewann kurz nach Eröffnung 0,1 Prozent auf 15.760 Punkte. Auch MDax und TecDax legten geringfügig zu. Der EuroStoxx50 kletterte um 0,2 Prozent auf 4186 Zähler.

Die erwarteten Verluste bei der Bayer-Aktie blieben bislang aus, das Papier stieg sogar um 0,2 Prozent. Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat auch im dritten seiner US-Berufungsverfahren wegen angeblicher Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat eine Schlappe kassiert. Munich Re stiegen nach Zahlen um ebenfalls 0,2 Prozent.

Dax in ersten Handelsminuten mit kleinem Plus
08:53 Uhr

Übernahmespekulationen: Wer will und kriegt Hella?

Hella und Knorr-Bremse dürften weiter im Fokus von Übernahmespekulationen stehen. "Seitdem Faurecia von Stellantis in die Freiheit entlassen wurde, sind sie deutlich aktiver geworden", kommentiert ein Händler. Da die Hella-Familie ihren Anteil verkaufen wolle, sei das Faurecia-Interesse an Hella logisch. Die Entscheidung dürfte am Mittwoch oder spätestens Donnerstag bekannt gegeben werden.

Knorr-Bremse stehe indes nicht mehr auf der Liste der Kaufinteressenten, heißt es. Das könnte Druck vom Aktienkurs nehmen, da damit auch die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung ausgeschlossen werden könnte. Faurecia hatten daher am Vortag über 4 Prozent verloren.

Übernahmespekulationen: Wer will und kriegt Hella?
08:36 Uhr

Kleinanleger-Liebling AMC überrascht: Aktien gefragt

Aktien von AMC Entertainment rücken nachbörslich 5,3 Prozent vor auf 35,60 Dollar. Die US-Kinokette hat die Märkte mit einem kräftigen Umsatzanstieg überrascht. Die Erlöse kletterten im zweiten Quartal auf 444,7 Millionen Dollar von 18,9 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt nur mit 382,1 Millionen Dollar gerechnet. AMC erklärte das Umsatzwachstum mit einer Rückkehr von Besuchern in die Kinos, die im Zuge der Corona-Pandemie zeitweise schließen mussten. Die AMC-Aktien sprangen im nachbörslichen Handel sechs Prozent in die Höhe. Die Anteilsscheine gehören wie GameStop oder Blackberry zu den sogenannten "meme stocks", die sich bei Kleinanlegern in gewissen Online-Foren großer Beliebtheit erfreuen.

Kleinanleger-Liebling AMC überrascht: Aktien gefragt
08:13 Uhr

Höhere Kosten setzen Dax-Anwärter zu

Hellofresh hat im zweiten Quartal nach den endgültigen Zahlen unter dem Strich deutlich weniger verdient. Unter anderem war dies höheren Kosten für Marketing, Vertrieb und Beschaffung geschuldet. Im Zeitraum April bis Juni verdiente der MDax-Konzern nach Steuern und Dritten 83,7 Millionen Euro nach 115,8 Millionen Euro im Vorjahr. Je Aktie betrug der Gewinn unverwässert 0,48 Euro nach 0,70 Euro.

Höhere Kosten setzen Dax-Anwärter zu
08:03 Uhr

Delta und Inflation bremsen: Was bringt der ZEW-Index?

Keine großen Impulse erwarten Händler für den Dax. Die Musik werde weiter bei Einzelwerten spielen. Übergeordnet sei der Markt hin- und hergerissen zwischen Sorgen über ein Nachlassen der boomenden Wirtschaft und Inflationsängsten. Sie seien seit dem starken US-Job-Report am Freitag und den hohen Inflationsdaten aus China noch stärker ins Bewusstsein gerückt. "Das Risiko für ein früheres Tapering ist gestiegen", hieß es von JP Morgan.

Dazu hatte Goldman Sachs an der Wall Street die Stimmung mit der gesenkten Wachstumserwartung für China belastet. Darüber hinaus wird besonders den USA immer deutlicher, dass sie die Ausbreitung der Delta-Corona-Variante nicht im Griff haben. In einigen Bundesstaaten liegen die Neuinfektionen der vierten Welle höher als bei allen drei Wellen zuvor. Allein gegenüber der Vorwoche hätten sie rund 40 Prozent höher gelegen, meint Saira Malik, CIO von Nuveen dazu. Der Markt sei daher nervöser geworden und dürfte negativ auf schwächere Konjunkturdaten reagieren.

Im Fokus der Marktteilnehmer stehen daher Kennzahlen wie der ZEW-Indikator für die deutsche Konjunktur, der als Vorlaufindikator für den kommenden Ifo-Index gesehen wird. Hier wird mit einem Rückgang auf 57,5 Punkte gerechnet nach zuvor 63,3. Dazu kommen auch von der OECD die Frühindikatoren.

Delta und Inflation bremsen: Was bringt der ZEW-Index?
07:50 Uhr

Chinas Tech-Regulierungswut trifft Musikstreaming-Dienst

Chinas zweitgrößter Musikstreaming-Dienst Cloud Village wird entgegen ursprünglicher Absichten noch nicht diese Woche an die Börse in Hongkong gehen. Das Unternehmen teilt mit, es warte auf ein besseres Umfeld. Die strenge Regulierung des Technologiesektors durch Peking untergräbt gegenwärtig das Vertrauen in die Branche.

Chinas Tech-Regulierungswut trifft Musikstreaming-Dienst
07:32 Uhr

K+S-Rivale hebt Gewinnausblick an

Der kanadische K+S-Konkurrent Nutrien hebt seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr an. Grund sei eine starke Nachfrage nach seinen Düngemitteln, teilt das Unternehmen mit. Nutrien rechne nun mit einem Nettoergebnis je Aktie von 4,60 bis 5,10 Dollar. Zuvor war Nutrien lediglich von 2,55 Dollar bis 3,25 Dollar je Anteilsschein ausgegangen. Im abgelaufenen Quartal betrug der Nettogewinn 1,11 Milliarden Dollar nach 765 Millionen Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum.

K+S-Rivale hebt Gewinnausblick an
07:14 Uhr

Samsung belastet Kospi

In Südkorea wird der Leitindex Kospi von Internet- und Transportwerten nach unten gezogen. Kakaobank fallen 4,7 Prozent nach zwei Tagen mit kräftigen Gewinnen im Anschluss an den Börsengang. Indexschwergewicht Samsung Electronics gibt 0,7 Prozent ab. Als Enttäuschung entpuppt sich der Börsengang des Onlinespieleherstellers Krafton, dessen Aktie zum Start um 10 Prozent unter dem IPO-Preis lag. Aktuell verliert sie 6,1 Prozent.

In Hongkong zeigen sich die Aktien von den kräftigen Verlusten der Vorwoche etwas erholt. Die Aktien der Technologiegiganten Meituan und Tencent führen die Gewinner an mit Aufschlägen von 4,6 bzw. 3,6 Prozent. Bereits am Montag war hier kräftiges Kaufinteresse von chinesischen Investoren zu beobachten gewesen. KGI Securities sieht aber nur geringes Aufwärtspotenzial im HSI und verweist auf die von der Pandemie verursachte weltweite Risikoscheu.

Samsung belastet Kospi
06:58 Uhr

Future: Holt Dax Luft für den Rekord?

Mit minimalen Abschlägen zeigen sich die Dax-Futures. Der September-Kontrakt verliert gegen 06.04 Uhr einen Punkt auf 15.729,0. In den Handel gegangen war er mit 15.744,0. Das Tageshoch liegt bislang bei 15.766,0 und das -tief bei 15.709,0 Punkten.

Future: Holt Dax Luft für den Rekord?
06:42 Uhr

VDA: Verbrenner-Fahrverbote wären praktisch Enteignung

Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, warnt die Politik vor möglichen Fahrverboten für Autos mit Verbrennungsmotoren. "Sollte wirklich ernsthaft jemand ein Fahrverbot erhalten, weil er in ein paar Jahren aus finanziellen Gründen sein Verbrennerauto nicht gegen ein Elektroauto eintauschen kann, bekommen wir ein gewaltiges soziales Problem", sagt Müller den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Das wäre nichts anderes als eine Enteignung."

VDA: Verbrenner-Fahrverbote wären praktisch Enteignung
06:26 Uhr

Delta-Sorgen bestimmen Handel an Asien-Börsen

Anhaltende Sorgen über die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus lassen die Anleger an den asiatischen Märkten auch am Dienstag nicht los. "Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante lösen Fondsmanager, die zu stark auf den Eröffnungshandel gesetzt hatten, die Transaktionen wieder auf, weil er derzeit nicht funktioniert", sagte Dennis Dick, Händler bei Bright Trading.

Der Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 27.906 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 0,6 Prozent und lag bei 1940 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent.

Delta-Sorgen bestimmen Handel an Asien-Börsen
06:12 Uhr

Dollar positioniert sich

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 110,33 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 6,4808 Yuan nach. Zum Schweizer Franken notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9199 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1737 Dollar und gibt 0,1 Prozent auf 1,0797 Franken nach. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,3842 Dollar.

Euro / Dollar o

Dollar positioniert sich
05:55 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Der Dax ist ja nicht sonderlich stark in die Woche gestartet. Dennoch entfernte sich der deutsche Leitindex nicht allzu sehr von seinem Allzeithoch von 15.811 Punkten. Geschuldet war das lahme Dax-Verhalten auch der Tatsache, dass es am Montag kaum wichtige Konjunkturdaten gab. Die Berichtssaison strebt allmählich ihrem Ende zu. Turbulenter ging es dafür an den Rohstoffmärkten zu.

Von den Dax-Unternehmen legt heute Munich Re Zahlen vor. Eine Etage tiefer öffnen Hellofresh, Brenntag, Klöckner & Co und LEG Immobilien ihre Bücher. Mit Zahlen wartet auch Porsche SE auf.

Um 11 Uhr gibt es die ZEW-Konjunkturerwartungen für den Monat August. Am Nachmittag gibt es aus den USA Zahlen zur Produktivität ex Agrar und den Lohnstückkosten - jeweils für das zweite Quartal.

Das wird für den Dax heute wichtig