Dax rutscht in Richtung 24.000
Am Ende wurde es für den deutschen Aktienmarkt dann doch zu einer klaren roten Sache. Der Dax rutschte am Nachmittag deutlich ins Minus und fiel bis auf 24.012 Punkte, danach berappelte sich der Leitindex wieder. Im Handel wurde auf steigende Renditen an den Anleihemärkten verwiesen. Diese überraschten angesichts der eher mauen US-Konjunkturdaten zum Arbeitsmarkt und Konsum. Möglicherweise standen die steigenden Marktzinsen im Zusammenhang mit Kommentaren von Kevin Hassett, laut denen die Fed-Unabhängigkeit "wirklich, wirklich wichtig" sei. An den Märkten wurde eine Zinssenkung durch die Fed im Januar nun nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 24 Prozent eingepreist nach fast 30 Prozent nach Bekanntgabe der US-Daten.
Der Dax ging mit minus 0,6 Prozent auf 24.077 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent tiefer bei 5722 Stellen. Der Euro gewann an Härte und lag bei 1,1769 US-Dollar.
Im Blick hatten Börsianer auch die Friedensgespräche in Berlin. Nachdem die USA angeboten haben, für die Ukraine Sicherheitsgarantien nach dem Vorbild der Nato zu übernehmen und Unterhändler Fortschritte bei den Gesprächen zur Beendigung des russischen Krieges in der Ukraine meldeten, gerieten Rüstungswerte unter Druck. Im Dax verloren Rheinmetall 4,5 Prozent. Die Papiere des Panzergetriebe-Herstellers Renk und des Rüstungszulieferers Hensoldt verbilligten sich um 4,3 beziehungsweise 3,6 Prozent.
Ölaktien von Ukraine-Friedensverhandlungen belastet
Für Ölaktien geht es europaweit um 1,1 Prozent nach unten. Sie folgen damit um 1,5 Prozent nachgebenden Ölpreisen. Sowohl WTI als auch Brent notieren in der Zwischenzeit bei unter 60 Dollar das Barrel. Offenbar kommen sich die Verhandlungspartner, die in Berlin um ein Ende des Ukraine-Krieges ringen, näher. Fortschritte wurden zuletzt bei dem für die Ukraine und Europa wichtigen Thema Sicherheitsgarantien erzielt. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die USA seien bereit, "Artikel-5-nahe" Garantien für die Ukraine abzugeben. Bislang ist Russland allerdings nicht von seinen Territorialforderungen abgerückt.
Was hat BMW besser gemacht als Porsche oder Mercedes?
Gucci-Mutter verkauft Mehrheit an New Yorker Immobilie
Der französische Luxusgüterkonzern Kering verkauft eine Mehrheitsbeteiligung an einer prestigeträchtigen Immobilie in New York und nimmt damit 690 Millionen Dollar ein. Der Gucci-Mutterkonzern teilte mit, der Anteil von 60 Prozent gehe an den Finanzinvestor Ardian. Mit dem Schritt wolle Kering seine Schulden reduzieren und die Kreditwürdigkeit schützen. Die Transaktion bewerte das Gebäude in der Fifth Avenue mit 900 Millionen Dollar und damit unter dem Kaufpreis von 963 Millionen Dollar, den Kering erst 2024 gezahlt hatte. Es ist nicht der erste Immobiliendeal dieser Art zwischen den beiden Firmen: Im Januar hatte Kering bereits eine Mehrheit an drei Pariser Immobilien an Ardian verkauft.
US-Jobdaten verunsichern Anleger an der Wall Street
Die US-Börsen sind nach gemischten Wirtschaftsdaten verhalten in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index eröffnete leicht schwächer bei 48.387 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq gaben jeweils 0,2 Prozent auf 6805 und 22.998 Zähler nach. Investoren verdauten die Daten zum US-Arbeitsmarkt und den Einzelhandelsumsätzen, die kein klares Bild zeichneten.
Bei den Einzelwerten sprangen B. Riley um 25 Prozent nach oben, nachdem die Investmentbank einen Gewinn für das zweite Quartal gemeldet hatte - nach einem Verlust im Vorjahresquartal. Dagegen kamen Änderungen in der Führungsmannschaft bei Humana-Anlegern nicht gut an: Die Titel des Krankenversicherers gaben mehr als drei Prozent nach.
Bekommen die USA ein Konjunkturproblem?
Die US-Wirtschaft hat zum Jahresende an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global für die Privatwirtschaft, der Industrie und Dienstleister zusammenfasst, fiel im Dezember um 1,2 Punkte auf 53,0 Zähler. Dies ist der schwächste Wert seit Juni, wie der Finanzdienstleister zu seiner Umfrage mitteilte. Das Barometer signalisiert mit einem Stand über 50 zwar weiterhin Wachstum. Sowohl der Index für den Dienstleistungssektor als auch jener für die Industrie fielen aber auf mehrmonatige Tiefstände.
"Der aktuelle Aufschwung verliert an Dynamik", sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global Market Intelligence. Da das Wachstum der Neuaufträge vor der Weihnachtssaison besonders stark nachlasse, könne sich die Konjunktur auf dem Weg ins Jahr 2026 weiter abschwächen.
BMW plant Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien
BMW will kommendes Jahr alle Vorzugsaktien in Stammaktien umwandeln. Wie der Premiumautohersteller mitteilte, soll die Hauptversammlung im Mai die 1:1 Umwandlung beschließen. Geplant sei, die Umwandlung im Wege einer Satzungsänderung ohne Zuzahlungsverpflichtung der Vorzugsaktionäre durchzuführen.
So wahrscheinlich ist ein positives Aktienjahr
2026 wird ein gutes Aktienjahr. Das glauben zumindest viele Marktteilnehmer. Vieles spricht dafür, aber wie viel Optimismus ist gerechtfertigt und wann ist es vielleicht auch zu viel des Guten? Welche Chancen es gibt, welche Risiken Anleger aber auch nicht außer Acht lassen sollten, darüber hat Nancy Lanzendörfer mit Edgar Walk von der Fondsgesellschaft Metzler Asset Management gesprochen.
"Die guten Zeiten des US-Arbeitsmarktes verblassen immer mehr"
Hier eine Expertenstimme zu den US-Arbeitsmarktdaten. Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe spricht von einem "ungewöhnlichen Bericht, der die durch den Shutdown entstandenen Datenlöcher nicht schließt". Klar sei jedoch: "Die guten Zeiten des US-Arbeitsmarktes verblassen immer mehr. Die Arbeitsmarktzahlen der kommenden Monate dürften wenig Freude bereiten."
Hepperle weiter: "Der von der Trump-Regierung im Frühjahr initiierte massive Stellenabbau in US-Behörden wird nun sichtbarer. Wer im öffentlichen Dienst einen Job sucht, wird es künftig schwer haben. In der Privatwirtschaft ist die Situation dagegen noch nicht prekär. Unternehmen zögern aber bei Neueinstellung ebenso wie bei Entlassungen im größeren Stil. Per Saldo dürfte die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter abnehmen und die neu auf den Markt drängenden Arbeitskräfte nicht mehr aufgenommen werden. In der Folge wird die Arbeitslosenquote leicht steigen. Damit ist das Beschäftigungsmandat der Fed weiter in Gefahr. Läuft die Inflationsrate nicht noch mehr nach oben weg, dürfte die US-Notenbank ab Frühjahr 2026 zu weiteren Leitzinssenkungen neigen."
US-Beschäftigung steigt im November stärker als erwartet
Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im November uneinheitlich entwickelt. Wie das Bureau of Labor Services (BLS) mitteilte, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 64.000. Experten hatten einen Zuwachs von 45.000 prognostiziert. Für Oktober meldete das BLS einen Stellenrückgang von 105.000. Hierfür gab es keine Prognose. Den vorläufig für September gemeldeten Beschäftigungszuwachs von 119.000 revidierten die Statistiker auf 108.000.
Die Arbeitslosenquote lag im November bei 4,6 Prozent. Erwartet worden waren 4,5 Prozent. Für Oktober wurde keine Quote erhoben. Für September meldete das BLS einen Wert von 4,4 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, nach plus 0,4 Prozent im September. Erwartet worden waren 0,3 Prozent.
Infineon und Lenovo intensivieren Kooperation
Infineon und Lenovo arbeiten bei der Entwicklung von Technologien für selbstfahrende Autos künftig enger zusammen. Die geplante gemeinsame Plattform solle unter anderem die Entwicklungszyklen der Fahrzeug-Hersteller verkürzen, teilten die deutsche Chipfirma und der chinesische Technologiekonzern mit. Die Kooperation solle in Zukunft noch weiter intensiviert werden. Die beiden Unternehmen wollen unter anderem fortschrittliche Fahrassistenz-Systeme entwickeln. Außerdem solle die Energie-Effizienz von Elektroautos verbessert werden.
Online-Broker-Aktie schießt nach oben
Die Aussicht auf anziehende Geschäfte und ein aufgestocktes Aktienrückkaufprogramm lassen Anleger beim Online-Broker IG Group zugreifen. Die Papiere ziehen in London um 6,5 Prozent an. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit einem Umsatzplus im mittleren Bereich seiner Prognosespanne. Bereits zuvor hatte IG für die Zeit nach 2026 ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Zudem wurde das Aktienrückkaufprogramm um 75 Millionen auf insgesamt 200 Millionen Pfund aufgestockt. Gestützt werde die Entwicklung von einem robusten Wachstum der Kundenaktivitäten und -zahlen, teilte die britische Online-Handelsplattform mit.
Neues vom Geldmarkt
Wenig verändert zeigt sich der europäische Geldmarkt. Schwächere Einkaufsmanagerindizes aus Europa setzen keine nachhaltigen Akzente. Highlight ist die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Es wird erwartet, dass die EZB den Leitzins bei 2,00 Prozent bestätigen wird. Derweil steigt die Nachfrage der Banken nach EZB-Liquidität mit dem nahenden Jahreswechsel. Wie die EZB mitteilte, wurden bei dem jüngsten Hauptrefinanzierungsgeschäft 14,159 Milliarden Euro nach 7,984 Milliarden in der Vorwoche zum Festzinssatz von 2,15 Prozent zugeteilt. Die Gebote von 54 (Vorwoche: 38) Instituten wurden voll bedient. Die Banken des Euroraums besorgten sich damit 6,175 Milliarden Euro mehr EZB-Liquidität. Das neue Geschäft wird am 17. Dezember valutiert und ist am 23. Dezember fällig.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,80 - 2,15), Wochengeld: 1,90 - 2,07 (1,88 - 2,23), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,19 (1,92 - 2,21), 3-Monats-Geld: 2,00 - 2,21 (1,94 - 2,34), 6-Monats-Geld: 2,06 - 2,29 (2,04 - 2,44), 12-Monats-Geld: 2,19 - 2,41 (2,22 - 2,44), Euribors: 11.12. 12.12. 3 Monate: 2,0720 2,0820, 6 Monate: 2,1680 2,1700, 12 Monate: 2,3100 2,2940
Wall Street funkt Abgabesignale
An der Wall Street deutet sich heute der dritte Verlusttag in Folge an. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen etwas leichteren Handelsbeginn schließen. Händler sprechen von einer steigenden Risikoaversion im Vorfeld wichtiger Daten, die im Tagesverlauf anstehen. Im Fokus stehen wegen des vorherigen Regierungsstillstandes nachgereichte Arbeitsmarktdaten für den November, aber auch die Einzelhandelsumsätze aus dem Oktober. Beide Datenreihen werden noch vor Handelsbeginn veröffentlicht.
So kurz nach einer Zinsentscheidung sind sich Börsianer uneins über die Aussagekraft des Arbeitsmarktberichtes der Regierung. Im frühen Geschäft gilt es zudem Einkaufsmanagerindizes zu verarbeiten, die immerhin aktuelles Datenmaterial aus dem Dezember liefern. Letztlich schwebt über all den Daten die Frage, in welchem Umfang die US-Notenbank 2026 die Leitzinsen senken wird. Anleger erhoffen sich entsprechende Hinweise.
US-Markt zieht wieder an - Lichter auf Grün für 2026
Der US-Markt hat in den vergangenen Monaten eine fulminante Performance aufs Börsenparkett gelegt und zuletzt hat er nochmal angezogen. Kommen die Börsen jetzt in Weihnachtsstimmung oder steckt mehr dahinter? Nancy Lanzendörfer spricht mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley über die aktuelle Stimmung und welche Branchen in den kommenden Monaten wichtig werden.
Dax rot - Ölpreise sacken deutlich ab
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich am Vormittag im roten Bereich bewegt. Der deutsche Leitindex fiel am Mittag um 0,4 Prozent auf 24.141 Punkte. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 5744 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1756 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI fielen deutlich um 1,3 beziehungsweise 1,5 Prozent.
Thyssenkrupp Nucera angelt dicken Fisch
Der Elektrolyseurhersteller Thyssenkrupp Nucera hat einen Großauftrag ergattert. Der Auftrag über die Lieferung von Elektrolyseuren für ein Chlor-Alkali-Projekt im Nahen Osten mit einem Volumen im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich werde voraussichtlich im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 verbucht, teilte das Unternehmen in Dortmund mit. Der Vertrag sei jetzt unterzeichnet worden. Fertiggestellt werden solle die Gesamtanlage bis zum Ende des vierten Quartals 2028.
Britische Arbeitslosenquote steigt im November
Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien ist im November wie erwartet etwas gestiegen. Wie die Statistikbehörde ONS mitteilte, erhöhte sich die Arbeitslosenquote im Durchschnitt der drei Monate bis November auf 5,1 (Oktober: 5,0) Prozent. Das war das höchste Niveau seit Januar 2021. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 5,1 Prozent prognostiziert. Die Durchschnittslöhne stiegen mit einer Jahresrate von 4,6 Prozent und die Durchschnittlöhne einschließlich Bonuszahlungen um 4,7 Prozent.
ZEW-Index steigt, aber "gruselig ist schlechtere Beurteilung der aktuellen Lage"
Die von Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Deutschland ermittelten Konjunkturerwartungen haben sich im Dezember deutlicher als erwartet aufgehellt. Wie das ZEW mitteilte, stieg der Index der Konjunkturerwartungen auf 45,8 (November: 38,5) Punkte. Volkswirte hatten lediglich einen Anstieg auf 39,3 prognostiziert. Der Index der Lagebeurteilung fiel auf minus 81,0 (minus 78,7) Punkte. Erwartet worden waren minus 80,0 Punkte.
"Das nahende Fiskalpaket und das gekippte Verbrenner-Aus scheinen Erwartungen aufgehellt zu haben. Wie lange die Halbwertzeit sein wird, bleibt abzuwarten", analysierte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe, die Werte. "Gruselig ist jedenfalls die erneut schlechtere Beurteilung der aktuellen Lage. So ist vor allem der Herbst der Reformen nicht nur ausgefallen, ein Nachholtermin fehlt. Wo es längst Anzupacken gilt, herrscht weiterhin Stillstand. Standortnachteile und Investitionszurückhaltung werden sich aber nicht in Luft auflösen. Das Risiko bleibt groß, weitere Unternehmen ans Ausland zu verlieren."
Leonardo und KNDS kooperieren bei mobilem Artilleriesystem
Das italienische Unternehmen Leonardo und der französisch-deutsche Panzerhersteller KNDS entwickeln gemeinsam ein mobiles Artilleriesystem. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, haben sie eine entsprechende Absichtserklärung für das gemeinsame Projekt unterzeichnet, das sie für ein bevorstehendes Beschaffungsprogramm der italienischen Armee anbieten wollen. Die beiden Unternehmen wollten ihre industrielle Zusammenarbeit intensivieren, um die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu stärken und die Einführung neuer Produkte zu beschleunigen, hieß es weiter.
Aktueller Verbrenner-Plan ist "typische Mogelpackung"
Das Aus vom Verbrenner-Aus ist kein richtiges Aus. Mit Schlupflöchern erkauft sich die Bundesregierung Zeit, in der die aktuellen Konditionen wieder angepasst werden können, sagt Autoexperte Horst Schneider von der Bank of America und erklärt, was das letztendlich für die Automobilindustrie bedeutet.
Stimmung im Maschinenbau ist bereits mies, aber sie wird noch schlechter
Für den deutschen Maschinenbau werden die Aussichten einer Studie zufolge noch trüber. Inzwischen schaue mehr als jede zweite befragte Führungskraft aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau pessimistisch auf die deutsche Konjunktur, heißt es in dem Maschinenbau-Barometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC, die die Studie vierteljährlich durchführt. Nur noch 14 Prozent rechneten mit einem Wirtschaftswachstum. Im dritten Quartal hatte der Anteil der Optimisten noch bei 20 Prozent gelegen. Der Anteil der Pessimisten wuchs von 47 auf 59 Prozent.
Für das Stimmungsbarometer befragte PwC 150 Führungskräfte aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Dort geht die Produktion seit drei Jahren zurück, erst für nächstes Jahr erwartet der Branchenverband VDMA wieder mit einem leichten Produktionsanstieg um 1 Prozent.
Deutschland tanzt bei Einkaufsmanagern negativ aus der Reihe
Als "böse Enttäuschung" werten Händler in einer ersten Einschätzung die Einkaufsmanager-Indizes (PMI) aus Deutschland. Während es aus anderen Ländern von Japan bis Frankreich positive Signale gegeben habe, enttäusche Deutschland sowohl im Service- als auch im wichtigen Industrie-Bereich. Der Industrie-PMI fällt im Dezember auf 47,7 und damit noch weiter zurück, nachdem er im November noch bei 48,2 gelegen hatte. Der Service-PMI liegt zwar im expansiven Bereich, mit 52,6 aber auch unter dem Vormonat. "Die Hoffnungen auf eine Belebung Richtung 2026 zerschlagen sich", so ein Händler. Der Dax notiert nur mit 0,4 Prozent Minus, da ihn nun langsam weitere EZB-Zinssenkungshoffnungen stützen. Die Renten-Futures ziehen entsprechend an.
Bessere Stimmung im Wohnungsbau
Trotz zunehmender Klagen über Auftragsmangel und Stornierungen hat sich die Stimmung im deutschen Wohnungsbau im November etwas aufgehellt. Das Barometer für das Geschäftsklima stieg von minus 22,8 auf minus 21,0 Punkte, wie das IFO-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Die Unternehmen schätzten ihre Geschäftslage besser ein. Ihre Erwartungen für die kommenden Monate bleiben jedoch verhalten. "Die Unternehmen im Wohnungsbau sind aktuell zwar weniger pessimistisch", sagte der Leiter der IFO-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Die Zukunftsaussichten bleiben jedoch unverändert schwach."
Goldpreis in der Nähe seines Achtwochenhochs
Die Ölpreise geben zunächst nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligt sich um 0,6 Prozent auf 60,20 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 0,6 Prozent schwächer bei 56,48 Dollar. Händler wogen dabei Störungen im Zusammenhang mit den eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela gegen Sorgen vor einem Überangebot und den Auswirkungen eines möglichen Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine ab. Der Goldpreis bewegt sich mit 4307,69 Dollar je Feinunze in der Nähe eines Achtwochenhochs.
"Es wird spannend …"
Der Dax kämpft zum heutigen Handelsstart direkt um die 24.000er-Marke. Nachdem er das gestrige Geschäft mit 24.230 Punkten beendet hatte, notiert der deutsche Börsenleitindex aktuell im Bereich von 24.095 Zählern.
"Es wird spannend heute", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die Euphorie rund um das Thema KI verfliegt etwas und die Anleger suchen das nächste Thema", erläutert er. "Momentan fhaben sie noch keins gefunden. Mal sehen, ob die Weihnachtsrally doch noch kommt."
Massiver Druck auf deutsche Rüstungswerte
Massiven Druck gibt es auf die deutschen Rüstungswerte. So liegt der Umsatz seit Eröffnung der Vorbörse in Rheinmetall bereits bei über 21 Millionen Euro, was ein sehr hohes Interesse an dem Wert anzeigt. Die Verluste liegen bei gut vier Prozent. Unter den Top 5 bei den Umsätzen liegen allein vier Rüstungswerte. Hensoldt fallen 3,4 Prozent, Renk 2,8 Prozent. Bereits in Südkorea waren Rüstungsaktien wie Hanwha kräftig abgestürzt. Der Vergleichswert zu Rheinmetall ist stark in der Aufrüstung der polnischen Armee engagiert.
Holcim expandiert mit Zukauf
Holcim will mit der Übernahme einer Mehrheit am peruanischen Baustoffhersteller Cementos Pacasmayo sein Wachstum in Lateinamerika beschleunigen. Der Transaktionswert belaufe sich auf Basis von 100 Prozent der Anteile auf rund 1,5 Milliarden Dollar, teilte der Zementkonzern mit. Der Abschluss der Transaktion werde für das erste Halbjahr 2026 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden. Die Übernahme der Firma mit rund 2000 Mitarbeitern solle sich bereits im ersten Jahr positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken.
Platzt die KI-Blase? Die Angst geht um …
An den asiatischen Börsen geht es den zweiten Tag in Folge steil bergab. Erneut machen Sorgen über das Platzen einer möglichen Technologieblase im KI-Bereich die Runde. Daher verzeichnen Technologiewerte und technologielastige Indizes wie der Kospi in Südkorea besonders hohe Abschläge. Händler sprechen von einer Rotation aus Technologiewerten, aber auch Aktien ganz allgemein. Zudem sorgen sich Anleger über die Verfassung des US-Arbeitsmarktes, denn es werden am Nachmittag Daten unter anderem aus dem November in den USA nachgereicht. Wegen des "Shutdown" war der Arbeitsmarktbericht der Regierung für November ausgefallen.
Während sich die Diskussionen in den USA über die Anzahl weiterer Zinssenkungen drehen, befürchten Anleger in Japan dagegen Zinserhöhungen durch die japanische Notenbank im Wochenverlauf - auf alle Fälle aber eine falkenhafte Tonlage. "Die Risikobereitschaft bleibt angesichts eines vollen Terminkalenders für die Woche gedämpft", urteilt IG-Chefmarktanalyst Chris Beauchamp. In Japan gibt der Nikkei 1,5 Prozent auf 50.603 Punkte nach.
In Südkorea stürzt der technologielastige Kospi um 2,0 Prozent ab, nachdem der Leitindex zu Handelsbeginn noch im Plus eröffnet hat. Der australische Leitindex S&P/ASX-200 zeigt sich wie schon am Vortag relativ wenig berührt vom regionalen Ausverkauf und schließt 0,4 Prozent tiefer. Technologietitel spielen im Leitindex kaum eine Rolle.
Rüstungs- und KI-Aktien unter Druck
Mit Verlusten werden die Börsen in Europa erwartet. Der Dax schloss nach schwächeren US-Vorgaben in der Nachbörse auf Tagestief und nahe der 24.100er-Marke. Bei den KI-Titeln wie Oracle und Broadcom ging es 3 bis über 5 Prozent tiefer. Händler vermuten, dass in Richtung des Großen Verfalltages an den internationalen Terminbörsen versucht wird, den Index unter die 24.000er-Marke zu drücken.
Die Vorgaben aus Asien sind erneut schwach. In China und Südkorea geht es bis zu zwei Prozent nach unten. Bei den Techwerten fallen SK Hynix 2,6 Prozent, noch stärker trifft es Rüstungskonzerne wie Hanwha, deren Tochterunternehmen um 2 bis 4 Prozent fallen. Ein fortgesetzter Ausverkauf der Rüstungsaktien könnte auch den DAX unter Druck setzen. Hanwha ist stark in der Aufrüstung der polnischen Armee engagiert.
In Deutschland wird mit Spannung auf den Industrie-PMI und den ZEW-Index geblickt. Hier hofft man auf Belebungszeichen der Wirtschaft. Schon kleine Besserungszeichen dürften vom Markt freudig begrüßt werden. In den USA werden unter anderem die monatlichen Arbeitsmarktdaten für November nachgereicht. So kurz nach einer Fed-Entscheidung sei dies aber nicht so wichtig, heißt es.
Nasdaq will Handel fast rund um die Uhr einführen
Die US-Technologiebörse Nasdaq will den Handel mit Aktien künftig fast rund um die Uhr ermöglichen und damit von der weltweit gestiegenen Nachfrage nach US-Aktien profitieren. Dazu will der Börsenbetreiber den erforderlichen Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC stellen. Geplant ist, die Handelszeiten für Aktien und börsengehandelte Produkte von 16 auf 23 Stunden an fünf Tagen in der Woche auszuweiten. Vorgesehen ist lediglich eine einstündige Pause für Wartungsarbeiten und die Abwicklung von Geschäften. An der Nasdaq sind unter anderem die Technologiegiganten Nvidia, Apple und Amazon notiert.
E-Auto-Kehrtwende: Ford schreibt 19,5 Milliarden Dollar ab
Ford vollzieht eine Kehrtwende bei seiner Elektroauto-Strategie, schreibt 19,5 Milliarden Dollar ab und stellt gleich mehrere Strom-Modelle ein. "Anstatt weitere Milliarden für große E-Autos auszugeben, für die es keinen Weg zur Profitabilität mehr gibt, investieren wir dieses Geld in Bereiche mit höheren Renditen", sagte Andrew Frick, Leiter des Ford-Geschäftsbereichs für Verbrenner und E-Autos. Der US-Traditionskonzern aus Dearborn im Bundesstaat Michigan will sich stattdessen verstärkt auf Modelle mit Verbrenner- und Hybridantrieb konzentrieren.
Konkret wird Ford die Produktion des Pick-up-Trucks F-150 Lightning als reines Elektrofahrzeug einstellen. Stattdessen werde man sich auf die Herstellung einer Hybrid-Version mit Range Extender konzentrieren, einem benzinbetriebenen Generator, der die Batterie auflädt, hieß es. Zudem werden ein geplanter elektrischer Truck der nächsten Generation mit dem Codenamen T3 sowie elektrische Nutzfahrzeuge gestrichen.
Uniper leitet Verkauf von Opal-Anteil ein
Uniper leitet den Verkauf seines 20-prozentigen Anteils an der Erdgaspipeline Opal ein. Interessenten müssten sich bis spätestens zum 29. Januar 2026 melden, teilte der Energieversorger mit. Das Bieterverfahren werde offen, fair und transparent ablaufen. Opal erstreckt sich über rund 740 Kilometern von Lubmin in Deutschland bis nach Tschechien.
Die Europäische Kommission hatte die Veräußerung der Beteiligung zur Bedingung gemacht, als sie Ende 2022 auf dem Höhepunkt der durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine ausgelösten europäischen Energiekrise die Rettung Unipers durch den deutschen Staat genehmigte.
"Das eigentliche Risiko ist eine restriktive Überraschung"
Die Aussicht auf wichtige US-Konjunkturdaten stimmt die Anleger in Asien vorsichtig. Die japanische Börse tendiert schwächer. Der Nikkei-Index gibt 1,3 Prozent auf 49.531,70 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,4 Prozent niedriger bei 3384,96 Zählern. Der Shanghai Composite verliert 1,2 Prozent. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,3 Prozent.
Investoren warteten auf eine Reihe von US-Daten, darunter den Arbeitsmarktbericht, um die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed besser einschätzen zu können. "Sollten die Daten gemischt bis etwas schwächer ausfallen, bleibt die Erzählung von einer sanften Landung intakt", sagte Charu Chanana, Anlagestrategin bei Saxo. "Das eigentliche Risiko ist eine restriktive Überraschung. Wenn die Inflation oder die Arbeitsmarktdaten heißer ausfallen, steigen die Renditen und Risikoanlagen spüren das als Erste."
Das ist los im frühen Devisenhandel
Am Devisenmarkt verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 154,86 Yen und legt leicht auf 7,0432 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7956 Franken vor. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenbacks zu sechs anderen wichtigen Währungen misst, hät sich in der Nähe seines tiefsten Standes seit fast zwei Monaten. Der Euro notiert fast unverändert bei 1,1748 Dollar und zieht leicht auf 0,9350 Franken an.
So reich ist Elon Musk
Tesla-Chef Elon Musk besitzt einem Bericht des Magazins "Forbes" zufolge inzwischen als erster Mensch der Welt ein Vermögen von mehr als 600 Milliarden Dollar. Anlass für den jüngsten Zuwachs sind Berichte, wonach Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX bei einem möglichen Börsengang mit 800 Milliarden Dollar bewertet werden könnte. Das würde Musks Vermögen um 168 Milliarden Dollar auf geschätzt 677 Milliarden Dollar erhöhen, erklärte "Forbes". Musk hält einen Anteil von etwa 42 Prozent an SpaceX, das einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge im kommenden Jahr an die Börse gehen will. Zu Musks Vermögen trägt zudem seine Beteiligung von rund zwölf Prozent am Elektroautobauer Tesla bei.
Wenn Autowerte plötzlich gefragt sind
Fulminant ist anders: Der Dax stolpert in die letzte durchgehende Handelswoche vor Weihnachten. Mit 24.186 Punkten ins Wochenende gegangen, beschloss er das gestrige Geschäft mit einem Stand von 24.230 Zählern. Kommt heute mehr Dynamik in den Markt? Zwei Themen könnten dafür ausschlaggebend sein.
So könnten Börsianer etwa die Konjunkturaussichten Deutschlands am Jahresende geringfügig besser bewerten. Das vom ZEW per Umfrage unter Finanzmarktexperten ermittelte Barometer dürfte im Dezember um 0,2 auf 38,7 Punkte zulegen. Die aktuelle Konjunkturlage dürfte dagegen schlechter bewertet werden, erwarten Ökonomen.
Zudem legt die EU-Kommission ihre überarbeiteten CO2-Vorgaben für die Autoindustrie vor. Erwartet wird, dass das für 2035 geplante faktische Aus für neue Autos mit Verbrennungsmotor gekippt wird. An Details wird noch gearbeitet. Die Aufweichung der Regeln zum CO2-Ausstoß ist jedoch umstritten. Während traditionelle Autobauer wie BMW und Stellantis auf eine Abkehr vom Verbrenner-Aus drängen und auf die schleppende Nachfrage nach E-Autos verweisen, warnen Elektroauto-Hersteller und Umweltverbände vor einem solchen Schritt. Offen ist Insidern zufolge, ob das Verbrenner-Aus zu einem späteren Zeitpunkt wie 2040 kommen oder ob es dauerhaft möglich sein wird, Diesel- und Benzinautos neu zuzulassen.