DAX mit deutlichem Rücksetzer - Schwergewicht Siemens tiefrot
Nach der Rekordjagd am Mittwoch hat sich der deutsche Aktienmarkt heute konsolidiert. Der DAX unterbrach seinen Aufstieg in Richtung 19.000-Punkte-Marke. Der deutsche Leitindex ging mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 18.739 Punkte aus dem Xetra-Handel. Der EUROSTOXX50 notierte 0,6 Prozent leichter bei 5071 Stellen.
Nach der zuletzt rückläufigen Teuerungsrate in den USA sind viele Anleger zuversichtlich, dass die Notenbank Fed im September die Zinswende einleiten wird. Gleichwohl lässt sich nach Einschätzung von Analyst Christian Henke vom Broker IG ein "Haar in der Börsensuppe finden". Die Verbraucherpreise seien in den USA zwar leicht gesunken, dennoch lägen sie mit 3,4 Prozent im April immer noch deutlich über dem Zielwert der Federal Reserve von zwei Prozent.
Neben der anhaltenden Unsicherheit bezüglich des Notenbank-Kurses sorgten auch Unternehmensbilanzen zum Teil für Verdruss unter den Investoren. Vor allem das DAX-Schwergewicht Siemens blieb mit seinen Zahlen hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Aktien rutschten um 6,8 Prozent ab.
Ebenfalls auf der Verkaufsliste standen Deutsche Telekom - trotz einer erneuten Steigerung von Umsatz und Gewinn im ersten Quartal. Sie gaben im DAX um 1,0 Prozent nach. Das Zahlenwerk sei auf den ersten Blick nicht besonders spannend, sagte ein Händler. Und offensichtlich reiche es den Anlegern nicht.
DAX zuletzt wieder auf Rekordjagd - Ist der Markt überhitzt?
Statistisch gesehen ist der Sommer an den Börsen eher schwach. Nichtsdestotrotz ist der DAX zuletzt wieder in den Rallymodus gesprungen. Woher kommt der Rückenwind und wie könnte es weitergehen? Raimund Brichta spricht darüber mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.
Telekom-Chef wettert gegen Vorschlag zu Mobilfunkfrequenzen
Telekom-Chef Timotheus Höttges hat bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse des DAX-Konzerns die Pläne der Bundesnetzagentur (BNetzA) für die 5G-Mobilfunkfrequenzen scharf kritisiert. "Grundsätzlich begrüßen wir die Verlängerung der Nutzungsrechte anstelle einer Auktion", sagte er: "Aber was auf den ersten Blick gut scheint, kommt leider als Mogelpackung daher."
Laut Höttges sind die vom Regulierer umrissenen Auflagen für den Netzausbau realitätsfern und würden die Kosten in die Höhe treiben. Es sei jetzt schon schwierig, in Wald- und Naturschutzgebieten Baugenehmigungen für Mobilfunkantennen zu bekommen.
DAX-Konzerne im Großen und Ganzen mit schwachem Jahresauftakt
Die deutschen Börsenschwergewichte sind in Summe vergleichsweise schwach ins laufende Jahr gestartet. Während Banken beflügelt von der Zinswende im ersten Quartal ein deutliches Gewinnplus erzielten, legten etwa Autohersteller nach den Rekordgewinnen aus dem Vorjahr nun schwächere Zahlen vor. Zusammengerechnet sank der Umsatz der DAX-Konzerne zum Vorjahresquartal um 3,6 Prozent auf rund 449 Milliarden Euro, wie das Beratungsunternehmen EY mitteilte. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) der 40 Unternehmen in der ersten deutschen Börsenliga ging demnach in Summe um 1,9 Prozent auf knapp 47,3 Milliarden Euro zurück.
"Die schwache weltweite Konjunkturentwicklung hinterlässt zunehmend Spuren in den Bilanzen der DAX-Konzerne", bilanzierte der Vorsitzende der EY-Geschäftsführung, Henrik Ahlers: "Die Industrienachfrage bleibt auf einem niedrigen Niveau. In vielen Branchen sind Überkapazitäten, hohe Kosten und Preiskämpfe zu beobachten."
"Esprit möchte durch Insolvenz aus Mietverträgen raus"
Die deutsche Modeindustrie kränkelt - und das nicht erst seit diesem Jahr. Bereits in der Corona-Zeit geht es vielen Unternehmen an den Kragen. Nun trifft es die Mainstream-Marke Esprit. Dabei ist es bereits das zweite Insolvenzverfahren innerhalb von vier Jahren. Was läuft bei den deutschen Modeunternehmen schief?
Dow Jones knackt 40.000er Marke
Der US-Börsenindex Dow Jones ist erstmals über die Marke von 40.000 Punkten gesprungen. Spekulationen auf eine nahende Zinssenkung der US-Notenbank Fed gaben ihm erneut Rückenwind.
Nun will auch der Ex-Wirecard-Chefbuchhalter aussagen
Der im Wirecard-Prozess bislang schweigsame dritte Angeklagte wird nach über eineinhalb Jahren möglicherweise in diesem Sommer sein Schweigen brechen. Am 5. Juni soll es zunächst ein Rechtsgespräch mit der Verteidigung des früheren Chefbuchhalters E. geben, die Kammer will dann Anfang Juli Termine für eine mögliche Aussage einplanen. Das sagte der Vorsitzende Richter Markus Födisch.
Seit Dezember 2022 stehen der frühere Wirecard-Chef Markus Braun, der als Kronzeuge auftretende Manager Oliver Bellenhaus und E. vor der vierten Strafkammer des Landgerichts. Die Anklage wirft den dreien vor, zusammen mit dem abgetauchten früheren Vertriebsvorstand Jan Marsalek und weiteren Komplizen in Wahrheit nicht existente Umsätze in Milliardenhöhe erfunden zu haben, um den eigentlich defizitären Konzern über Wasser zu halten. E. hat sich in den bisherigen 125 Prozesstagen nicht zur Sache geäußert. Braun weist sämtliche Vorwürfe zurück, während Bellenhaus den Großteil der Anklage eingeräumt hat.
Neue Rekordstände an der Wall Street
Die Rekordjagd an der Wall Street setzt sich fort. Sowohl der Dow-Jones-Index als auch der S&P 500 und die Nasdaq-Indizes markierten zur Eröffnung neue Höchststände. Allerdings bleiben die Aufschläge in einem sehr überschaubaren Rahmen. Für den Dow-Jones-Index ging es um 0,1 Prozent auf 39.947 Punkte nach oben. Der S&P-500 gewann ebenfalls 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite zeigte sich kaum verändert.
Günstig ausgefallene US-Inflationsdaten hatten bereits zur Wochenmitte die Indizes auf neue Rekordhochs geschoben. Diese hatten die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank wieder geschürt. Dazu kamen heute weitere schwache Konjunkturdaten, die ebenfalls für eine Senkung der Zinsen sprachen.
Ölpreise steigen stärker
Kräftig nach oben ist es am Nachmittag mit den Ölpreisen gegangen. Brent stiegen um 1,0 Prozent auf 83,68 US-Dollar pro Barrel. WTI verteuerten sich um 1,6 Prozent auf 79,66 Dollar.
USA vermelden stagnierende Industrieproduktion
Die US-Industrie ist im April auf der Stelle getreten. Die Produktion stagnierte gegenüber dem Vormonat, wie die Notenbank Federal Reserve mitteilte. Volkswirte hatten eine Zunahme um 0,1 Prozent prognostiziert. Die Kapazitätsauslastung verringerte sich auf 78,4 Prozent von 78,5 im Vormonat. Hier waren Ökonomen von exakt dieser Rate ausgegangen. Für den Vormonat wurde die Auslastung auf 78,5 (vorläufig: 78,4) Prozent revidiert.
Im Jahresvergleich wurde im April 4,2 Prozent weniger produziert. Im verarbeitenden Gewerbe, das für einen Großteil der Industrieproduktion steht, wurde gegenüber dem Vormonat ein Produktionsrückgang von 0,3 Prozent verzeichnet nach plus 0,2 Prozent. Die Jahresrate lag bei minus 0,5 Prozent.
Am Geldmarkt steigen Erwartungen an Zinssenkungen
Die Sätze am europäischen Geldmarkt haben sich kaum verändert präsentiert, allenfalls das Jahr tendiert etwas leichter. Mit dem Kaufinteresse in Zinspapieren in Folge der US-Verbraucherpreise am Mittwoch kamen die Renditen bei den längeren Terminen unter Druck. Bei den Zinserwartungen für das laufende Jahr manifestiert sich aktuell die Meinung, dass die Europäische Zentralbank in diesem Jahr die Leitzinsen um 75 Basispunkte und die Fed um 50 Basispunkte senken wird.
Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,85 - 4,05 (3,80 - 4,15), Wochengeld: 3,85 - 4,02 (3,83 - 4,18), 1-Monats-Geld: 3,85 - 4,10 (3,82 - 4,24) 3-Monats-Geld: 3,75 - 4,00 (3,73 - 4,13), 6-Monats-Geld: 3,72 - 3,92 (3,71 - 3,95), 12-Monats-Geld: 3,52 - 3,75 (3,58 - 3,98), Euribors: 3 Monate: 3,8260 (3,8160), 6 Monate: 3,7950 (3,7980), 12 Monate: 3,6500 (3,6790)
Hugo Boss holt David Beckham an Bord
Der Modehändler Hugo Boss holt sich David Beckham als Designer an Bord. Der frühere Fußballprofi und englische Nationalspieler werde die nächstjährige Männerkollektion mitgestalten, wie das Metzinger Unternehmen mitteilte.
Die erste Kollektion werde im Frühjahr/Sommer 2025 präsentiert, wobei Beckham bereits dieses Jahr in der globalen Kampagne der Marke im Herbst/Winter zu sehen sein wird. Die Partnerschaft sei auf mehrere Jahre angelegt, sagte eine Unternehmenssprecherin. Sie gehe deutlich über 2025 hinaus.
Negative Überraschung: Philly-Fed-Index fällt stärker als erwartet
Die Lage der US-Industrie in der Region Philadelphia hat sich im Mai eingetrübt. Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia fiel auf plus 4,5 von plus 15,5 im Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf plus 8,0 erwartet. Der Philly-Fed-Index erfasst die Industrie in der Schlüsselregion im Nordosten und gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die US-Produktion. Der DAX vergrößerte danach sein Minus etwas und fiel um 0,5 Prozent auf 18.772 Punkte.
Deere-Aktie schmiert nach gesenkter Gewinnprognose ab
Der US-Landmaschinen-Hersteller Deere senkt seine Gewinnprognose für das laufende Jahr und rechnet mit einem stärkeren Umsatzrückgang in zwei seiner drei Hauptgeschäftsfelder. Das Unternehmen begründete dies mit der schwankenden Nachfrage nach Landwirtschafts- und Rasenprodukten.
Deere rechnet nun mit einem Gewinn von sieben Milliarden Dollar in diesem Jahr, während zuvor 7,5 bis 7,75 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt wurden. Die Deere-Aktie brach vorbörslich um 5,4 Prozent ein.
Warum ist Esprit wieder insolvent? Verwalter Gerloff nennt Gründe
Die Modekette Esprit befindet sich zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren im Insolvenzverfahren. Christian Gerloff, der Insolvenzverwalter, sieht darin eine Chance für einen Neuanfang. "Wir wollen aber die Chance jetzt nutzen, um jetzt einen richtigen Schritt zu gehen und eine grundlegende Sanierung durchzuführen", erklärt er bei ntv.
Als Gründe für die erneute Insolvenz nennt Gerloff mehrere Faktoren: Zum einen die äußeren Umstände wie die Pandemie, Kaufzurückhaltung aufgrund des Ukraine-Kriegs und die Inflation, die die gesamte Modebranche stark getroffen haben. Zum anderen sieht er aber auch unternehmensinterne Probleme bei Esprit, wie mangelnde Fokussierung auf das Produkt und ineffiziente Entscheidungsprozesse. "Ich glaube, Esprit ist einer Situation, wo sie diesen Punkt erreicht hat. Sich wieder neu zu erfinden, um wieder das, was sie mal war, hipp zu werden, um wieder neue Käuferschichten zu erschließen", so Gerloff.
Walmart wächst
Walmart profitiert von den hartnäckig hohen Preisen anderswo und gewinnt dadurch mehr amerikanische Kunden für sich. Die flächenbereinigten Umsätze in den USA stiegen in dem am 26. April abgeschlossenen Quartal um 3,8 Prozent. Das war ein langsameres Wachstum als im letzten Jahr, als vergleichsweise höhere Preise die Umsätze in die Höhe schnellen ließen.
Der Nettogewinn für das Quartal bis zum 30. April stieg auf 5,1 Milliarden Dollar oder 63 Cent pro Aktie, verglichen mit 1,67 Milliarden Dollar oder 21 Cent pro Aktie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ohne einmalige Posten übertraf der bereinigte Gewinn pro Aktie mit 60 Cent den Factset-Konsens von 53 Cent. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 161,51 Milliarden Dollar.
Novartis erreicht Mindestannahmeschwelle für Morphosys-Übernahme
Die Übernahme des deutschen Biotechunternehmens Morphosys durch den Schweizer Pharmakonzern Novartis biegt auf die Zielgerade ein. Alle Bedingungen des Übernahmeangebots seien erfüllt, erklärte der Arzneimittelhersteller aus Basel. "Novartis sicherte sich die Zustimmung von 79,6 Prozent der Morphosys-Aktionäre während der ersten Annahmefrist und erreichte damit die Mindestannahmeschwelle von 65 Prozent."
Weitere Anteile könnten nun während einer zusätzlichen gesetzlichen Annahmefrist bis zum 30. Mai angedient werden. Novartis hatte im Februar die Übernahme des Unternehmens aus Planegg bei München für 2,7 Milliarden Euro angekündigt.
"Muss man sich Sorgen um Siemens machen?"
Der Umsatz stagniert, der Gewinn sinkt - steht bei Siemens bald auch der Verkauf von weiterem Tafelsilber an? ntv-Telebörsenchef Ulrich Reitz spricht mit Siemens-Vorstandschef Roland Busch über die Stimmung im umsatzstärkstes Unternehmen der Welt für Automatisierungstechnik.
EZB sorgt sich weiter um die Stabilität der Finanzmärkte
Die Finanzmärkte bleiben nach Einschätzung der EZB anfällig für negative Schocks - auch wenn sich das Umfeld dank zurückgehender Inflation und verbesserter Wirtschaftsaussichten aufgehellt hat. "Geopolitische Risiken trüben weiterhin die Aussichten für die Finanzstabilität", ordnete EZB-Vizepräsident Luis de Guindos die Erkenntnisse des jüngsten halbjährlichen Finanzstabilitätsberichts der Notenbank ein.
Die zuletzt optimistischere Stimmung an den Märkten könne rasch umschlagen, warnen die Euro-Währungshüter: Geopolitische Spannungen könnten Unruhe auslösen und "das Potenzial für überzogene Marktreaktionen schaffen, die von Nichtbanken mit strukturellen Liquiditätsschwächen verstärkt werden könnten".
Siemens ist heute Mühlstein am DAX-Bein
Mit dem Minus von 5,4 Prozent drückt Siemens den DAX um rund 100 Punkte. Aufgrund der jüngsten Outperformance liegt das Index-Gewicht von Siemens knapp über zehn Prozent, damit ist Siemens hinter SAP die schwerste DAX-Aktie.
BYD mit neuem NEV-Pickup-Truck
Der Elektroautobauer BYD will Tesla nun auch in Nordamerika angreifen. Die Chinesen zeigten ihren neuen NEV-Pickup-Truck in Mexiko. Beim Truck "BYD Shark" handelt es sich um einen Plug-In-Hybrid. Er ist dem Portal "Business Insider" zufolge der erste Truck von BYD sowie das erste Fahrzeugmodell, das außerhalb Chinas vorgestellt wird.
Verstöße gegen Jugendschutz? Brüssel setzt Verfahren gegen Meta in Gang
Die Europäische Kommission eröffnet wegen des Verdachts auf Verstöße gegen den Jugendschutz ein Verfahren gegen den Facebook- und Instagram-Mutterkonzern Meta. Es gebe die Befürchtung, dass die Gestaltung der Dienste einschließlich ihrer Algorithmen bei Kindern ein Suchtverhalten auslösen könnten, teilte die Brüsseler Behörde mit.
Binnenmarktkommissar Thierry Breton erklärte, Meta habe offenbar nicht genug getan, um "das Risiko negativer Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit junger Europäer auf seinen Plattformen zu mindern." Ein ähnliches Verfahren läuft gegen die Videoplattform Tiktok.
DAX rutscht etwas nach unten
Bislang kein neuer Rekord: Der DAX hat sich wieder etwas von der 19.000-Punkte-Marke entfernt. Der deutsche Leitindex notierte kurz vor Mittag 0,3 Prozent leichter bei 18.820 Punkten. Mit dem EUROSTOXX50 ging es ebenfalls um 0,3 Prozent auf 5084 Stellen runter.
Munich-Re-Rivale startet mit Milliardengewinn ins Jahr
Swiss Re ist mit Rückenwind ins laufende Jahr gestartet. Der Nettogewinn erreichte im ersten Quartal 1,09 Milliarden Dollar, teilt der Schweizer Rückversicherer mit. Der Brutto-Versicherungsumsatz lag bei 11,68 Milliarden Dollar. Der nach Munich Re zweitgrößte Rückversicherer der Welt schnitt damit besser ab als von Analysten erwartet, die im Schnitt mit 961 Millionen Dollar Gewinn und 11,18 Milliarden Dollar Prämieneinnahmen gerechnet hatten. In der April-Vertragserneuerungsrunde der der Schaden- und Unfallversicherung konnte Swiss Re Preiserhöhungen von zwölf Prozent durchsetzen.
Das Gewinnziel für das laufende Jahr bekräftigt Swiss Re: Unter dem Strich soll 2024 mehr als 3,6 Milliarden Dollar Gewinn stehen. Der Konzern will sich aus dem Geschäft mit schlüsselfertigen Angeboten ohne eigenen Markenauftritt zurückziehen. Für die digitale Versicherungsplattform iptiQ sollten verschiedene Optionen geprüft werden, heißt es weiter.
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Deka: Nachricht über Postbank-Rückstellung "traf uns wie ein Donnerschlag"
Deka Investment hat das Management der Deutschen Bank für die unerwartete Milliardenrückstellung im Prozess um die Postbank kritisiert. "Diese Nachricht traf uns wie ein Donnerschlag. Damit ist wieder Vertrauen zerstört worden, was sich die Deutsche Bank nicht leisten kann", sagte Andreas Thomae, Spezialist Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank. "Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: 1,3 Milliarden Euro. Quasi aus dem Nichts", sagte Thomae. Die Deutsche-Bank-Aktie verbilligte sich um 1,9 Prozent.
IFO-Chef fordert bei Subventionen die Heckenschere
Im Ringen um die Finanzierung von Investitionen in die deutsche Wirtschaft bringt IFO-Präsident Clemens Fuest eine pauschale Kürzung sämtlicher Subventionen um 15 Prozent ins Gespräch. In Deutschland gebe es sehr hohe Subventionen, sagt Fuest. "Da könnte man zum Beispiel sagen, wir nehmen die alle mal um 15 Prozent zurück, wenn man sich nicht anders einigen kann. Und schon haben wir Geld für Investitionen." Fuest empfahl der Regierung allgemein, sich in den Bemühungen um eine Wirtschaftsbelebung auf Maßnahmen zu konzentrieren, die sie selbst durchsetzen könne. So sei Bürokratieabbau zwar harte Arbeit, koste aber nichts.
Hier bemühe sich die Bundesregierung zwar weiterzukommen, ebenso wie beim Thema Steuern. "Aber sie bekommt es einfach nicht hin." Gebraucht werde eine Art Wachstumspaket für den Standort, aber teilweise könne sich die Ampel selbst nicht einigen und teilweise könne sie es auch nicht durchsetzen gegenüber den Ländern, so Fuest weiter.
Siemens-Chef Busch sieht zahlreiche Baustellen in Deutschland
Siemens-Chef Roland Busch sieht die deutsche Wirtschaft vor strukturellen Herausforderungen. "Wir haben einige strukturelle Aufgaben. Die Energiepreise sind hochgegangen. Da war Deutschland natürlich massiv betroffen, als die Industrienationen innerhalb Europas mit den hohen Preisen", sagte der Manager bei ntv. Zudem gebe es Probleme beim Thema Arbeitskräfte: "Wir haben im Wesentlichen Vollbeschäftigung. Viele Leute suchen. Wir sind, glaube ich, 1,7 Millionen Stellen, die momentan offen sind. Unsere Immigration läuft nicht so schnell und funktioniert nicht so gut, wie wir uns das wünschen." Auch die Infrastruktur müsse dringend modernisiert werden.
Trotz dieser Herausforderungen glaubt Busch an die Stärke der deutschen Unternehmen: "Ich glaube nach wie vor an die Stärke der großen Firmen in Deutschland, aber auch der vielen Mittelständler. Wir sind da ganz weit vorne, was Technologie anbelangt, auch Technologie, die uns hilft, klimaneutraler zu werden, neue Fertigungsmethoden, auch die Digitalisierung vorantreiben."
Auslandsjobs für China-Beschäftigte: Microsoft reagiert auf wachsende Spannungen
Angesichts der wachsenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen den USA und China will Microsoft bestimmte Beschäftigte in der Volksrepublik zu einem Umzug ins Ausland überreden. "Die Bereitstellung interner Job-Angebote ist ein regelmäßiger Bestandteil der Verwaltung unseres weltweiten Geschäfts", teilte der US-Softwareriese mit. "Im Rahmen dieses Prozesses haben wir einer Teilgruppe von Mitarbeitern eine interne Versetzung angeboten".
Das "Wall Street Journal" hatte zuvor über die Wechsel-Angebote für chinesische Staatsangehörige berichtet. Microsoft habe 700 bis 800 Ingenieure angesprochen, die sich mit Künstlicher Intelligenz (KI) und der Cloud beschäftigen. Sie könnten künftig in den USA, Irland, Australien oder Neuseeland arbeiten.
Zinssenkungsfantasien drücken den Dollar
Die Zinssenkungsfantasien in den USA belasten den Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Abschlag von 0,3 Prozent auf zeitweise 104,080 Punkten auf dem tiefsten Stand seit rund fünf Wochen. Die zuletzt sinkende Inflation macht Zinssenkungen durch die US-Notenbank aus Sicht der Investoren in diesem Jahr wahrscheinlicher. Bis zum Ende des Jahres hielten die Akteure an den Geldmärkten überwiegend zwei Zinsschritte für möglich, denn nicht nur die Inflation sei unter den Erwartungen geblieben und eröffne der US-Notenbank Fed Spielraum, auch die konjunkturellen Daten hätten enttäuscht, so die Analysten der Helaba. Für den Euro geht es dagegen bergauf. Die Gemeinschaftswährung liegt mit 1,0894 Dollar auf dem höchsten Stand seit Ende März.
Euro / Dollar o
"Rekord, Rekord, Rekord!"
Zur Wochenmitte verbucht der Dow-Jones-Index ein neues Allzeithoch. Auch die anderen Indizes sind in Rekordlaune. ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte verweist auf "mildere" Inflationsdaten. Bis zur ersten Zinssenkung könne es dennoch dauern.
Wie groß ist der DAX-Rekordhunger?
Der DAX bewegt sich zum Start ins Donnerstagsgeschäft auf dem zur Wochenmitte erreichten Rekordniveau. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell um 18.870 Punkte. Gestern war er mit 18.869 Zählern aus dem Handel gegangen, hatte zwischenzeitlich mit 18.893 Zählern ein neues Allzeithoch markiert.
"Hält die Rekordlaune an? Momentan sieht es ganz gut aus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Sie verweist auf überwiegend positive Vorgaben, vor allem von Seiten der Wall Street. "Gleichzeitig geht die Berichtssaison auf Hochtouren weiter", erläutert sie. "Mit Siemens und Deutsche Telekom legten zwei Index-Schwergewichte Geschäftsberichte vor."
Siemens verfehlte dabei die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Analysten, weil die Automatisierungs-Sparte nicht so schnell aus dem Tal herauskommt wie erhofft. Die Deutsche Telekom steigerte Umsatz und Betriebsergebnis, unterstützt von einem kräftigen Gewinnplus im Europa-Geschäft.
Deutsche Telekom
46-Prozent-Kursplus bei chinesischem Immobilienentwickler
In Hongkong legen die Aktien chinesischer Immobilienentwickler zu, nachdem bekannt wurde, dass die chinesische Regierung landesweit unverkaufte Wohnungen von angeschlagenen Baugesellschaften aufkaufen will, um die langwierige Immobilienkrise zu lindern. Der Hongkonger Hang Seng Mainland Properties Index steigt mehr als vier Prozent, wobei der staatlich gestützte Immobilienentwickler Sino-Ocean 46 Prozent und die angeschlagenen privaten Bauträger CIFI Holdings 21 Prozent und Shimao 18 Prozent nach oben schießen.
DAX-Schwergewicht erzielt 25. Gewinnplus in Folge
Unterstützt von einem kräftigen Gewinnplus im Europa-Geschäft hat die Deutsche Telekom Umsatz und Betriebsergebnis erneut gesteigert. Die Konzernerlöse legten währungsbereinigt um 1,6 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro zu, wie der DAX-Konzern mitteilt. Der operative Gewinn wuchs um 5,8 Prozent und damit etwas stärker als vom Unternehmen befragte Analysten prognostiziert hatten. Dank robuster Service-Umsätze im Festnetz und Mobilfunk sei der Betriebsgewinn in Europa um 8,1 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Dies sei das 25. Plus in Folge und der höchste Wert in diesem Zeitraum.
Auf dieser Basis bekräftigte die Telekom ihre Gesamtjahresziele. Für 2024 stellt das Unternehmen einen Anstieg des Betriebsgewinns um sechs Prozent auf 42,9 Milliarden Euro in Aussicht. Der Cash Flow soll um 16 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro klettern.
Deutsche Telekom
Siemens verfehlt Erwartungen
Die Automatisierungs-Sparte von Siemens kommt nicht so schnell aus dem Tal heraus wie erhofft. Der Technologiekonzern erwartet für sein Aushängeschild Digital Industries deshalb im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatzrückgang von bis zu acht Prozent und deutlich schwächere Margen, wie Siemens mitteilt. Das florierende Geschäft mit Bau- und Infrastrukturtechnik könne das weitgehend wettmachen, sagt Vorstandschef Roland Busch. Im zweiten Quartal verfehlte der Konzern die Umsatz- und Gewinn-Erwartungen der Analysten. Finanzvorstand Ralf Thomas hatte bereits im März vor der anhaltenden Schwäche bei Digital Industries gewarnt.
Das Ergebnis aus dem industriellen Geschäft sank von Januar bis März um zwei Prozent auf 2,51 Milliarden Euro. Experten hatten Siemens einen Anstieg auf 2,68 Milliarden zugetraut. Der Umsatz stagnierte auf vergleichbarer Basis bei 19,2 Milliarden Euro, der Auftragseingang ging um zwölf Prozent auf 20,5 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,20 Milliarden Euro nach 3,55 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, wobei Siemens im vergangenen Jahr von einem Sonderertrag aus den steigenden Kursen der Siemens-Energy-Aktie mit 1,6 Milliarden Euro profitiert hatte.
Für den Konzern bleibe es bei den Prognosen, bekräftigt Finanzchef Thomas. Der Umsatz soll 2023/24 auf vergleichbarer Basis um vier bis acht Prozent zulegen, der Auftragseingang soll stärker wachsen als der Umsatz. Der Gewinn je Aktie soll - alle Siemens-Energy-Effekte ausgeklammert - zwischen 10,40 und 11,00 Euro liegen.
Erst Durchatmen, dann Angriff auf die 19.000?
Der DAX wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wenig verändert starten. Gestern hatte er 0,8 Prozent fester bei 18.869,36 Punkten geschlossen. Damit lag er nur knapp unter dem im früheren Tagesverlauf erreichten Rekordhoch von 18.892,92 Zählern. Auch an der Wall Street ging es deutlich bergauf und die Indizes kletterten auf neue Allzeithochs. Zinshoffnungen nach dem US-Inflationsbericht für April sorgten für Euphorie an den Börsen.
Heute veröffentlicht die Europäische Zentralbank (EZB) ihren halbjährlichen Finanzstabilitätsbericht. Im Blickpunkt dürfte die noch immer schwächelnde Konjunktur, die Folgen der anhaltend hohen Zinsen und die möglichen Auswirkungen der gestiegenen geopolitischen Spannungen stehen. Auch die Gewinnaussichten der Banken angesichts der bevorstehenden Zinswende und die Lage auf den Märkten für Wohn- und Gewerbeimmobilien könnten Thema werden.
Aktien schießen bis zu 46 Prozent nach oben: Stützt China Immobiliensektor?
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich mit Aufschlägen. Sie folgen damit den guten Vorgaben der Wall Street. Hier hatten einen Tick niedriger als erwartet ausgefallene Inflationsdaten für April Zinssenkungshoffnungen einen neuen Schub gegeben und die Indizes auf neue Allzeithochs gehievt.
Am deutlichsten nach oben geht es in Hongkong. Der Hang-Seng-Index steigt um 1,6 Prozent. Gestützt wird die Stimmung auch von Medienberichten über mögliche Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung für den angeschlagenen Immobiliensektor. Longfor Group schießen daraufhin um 13,2 Prozent nach oben, während China Overseas Land um 5,6 und China Resources Land um 3,6 Prozent zulegen. Alibaba geben indessen um 2,4 Prozent nach. Der Konzern hatte am Dienstag nach Handelsschluss Quartalszahlen vorgelegt. Aufgrund des Feiertags am Mittwoch in Hongkong können die Anleger erst jetzt darauf reagieren. Ähnlich bei Tencent. Die Aktie gewinnt 4,2 Prozent.
Auf dem chinesischen Festland rückt der Shanghai Composite um 0,5 Prozent vor. In Tokio gewinnt der Nikkei 0,8 Prozent auf 38.704 Punkte. Dass die japanische Wirtschaft im ersten Quartal um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft ist, wird zur Seite gedrängt. Auch dass der Yen zum Dollar um weitere 0,5 Prozent anzieht, belastet nicht. In Seoul, wo am Mittwoch ebenfalls feiertagsbedingt der Handel ruhte, geht es um 0,8 Prozent nach oben. In Sydney gewinnt der S&P/ASX 200 gestützt von der Wall Street 1,5 Prozent. Hinzu kommen Arbeitsmarktdaten aus Australien. Weil die Arbeitslosenquote etwas gestiegen sei, werde es weniger wahrscheinlich, dass die australische Notenbank noch einmal die Zinsen erhöhe, heißt es.
KI-Boom treibt Cisco - und Aktienkurs
Weltweite milliardenschwere Investitionen in neue Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) haben Cisco ein überraschend starkes Quartalsergebnis beschert. Daraufhin stellt der US-Netzwerkausrüster für das laufende Vierteljahr einen Umsatz über Markterwartungen in Aussicht. "Wir sehen eine Stabilisierung der Nachfrage", sagt Finanzchef Scott Herren. "Die Aufnahme von Splunk in unser Produkt-Portfolio wird ein Katalysator für weiteres Wachstum." Cisco hatte die Cybersicherheitsfirma im vergangenen Jahr für 28 Milliarden Dollar übernommen.
Der Netzwerk-Ausrüster hat den Angaben zufolge im abgelaufenen Quartal einen Umsatz von 12,7 Milliarden Dollar erzielt, nachdem er zunächst Erlöse zwischen 12,1 und 12,3 Milliarden angepeilt hatte. Der Gewinn lag mit 0,88 Dollar je Aktie ebenfalls über der eigenen Prognose. Für das laufende Quartal stellte Cisco einen Umsatz zwischen 13,4 und 13,6 Milliarden Dollar in Aussicht. Cisco-Aktien gewinnen nachbörslich rund fünf Prozent.
"Die Stimmung ist von Erleichterung geprägt"
Die Anleger in Asien schöpfen nach den besser als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreisen neuen Mut. Die Daten zeigen, dass die Preise im April weniger stark gestiegen waren als erwartet, was darauf hindeutet, dass die Inflation ihren Abwärtstrend wieder aufgenommen hat. Dies nährt die Erwartungen der Marktteilnehmer auf eine Zinssenkung der US-Notenbank im September. "Die Stimmung ist von Erleichterung geprägt", sagt Kyle Rodda vom Broker Capital.com. "Zumindest sagt (der Bericht vom Mittwoch), dass eine ernsthafte Diskussion über die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen vom Tisch ist."
In Tokio steigt der Nikkei-Index um 0,7 Prozent auf 38.669,57 Punkte, während der breiter gefasste Topix 0,3 Prozent auf 2723,69 Zähler verliert. Unter den Einzelwerten tragen die Chipwerte Tokyo Electron mit einem Plus von 3,3 Prozent und Advantest mit einem Plus von drei Prozent rund 157 Punkte zum Anstieg des Nikkei um 284 Zähler bei. Der auf künstliche Intelligenz (KI) fokussierte Startup-Investor Softbank gewinnt zwei Prozent. Die Aufwertung des Yen nach dem US-Verbraucherpreisindex belastet allerdings exportorientierte Aktien, die in der Regel von einem schwächeren Yen profitieren, darunter das Index-Schwergewicht Toyota Motor mit einem Minus von 2,4 Prozent. Auch Honda und Suzuki verlieren 2,7 Prozent respektive 3,5 Prozent.
Der Shanghai Composite gewinnt 0,3 Prozent auf 3128,57 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,5 Prozent auf 3643,00 Punkte.
Japans Volkswirtschaft hat ein Problem - die BOJ auch
Belastet vom schwachen privaten Konsum ist die japanische Wirtschaft im ersten Quartal geschrumpft. Vorläufige amtliche Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigen, dass die japanische Wirtschaft von Januar bis März auf das Jahr hochgerechnet um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft ist. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet. Dies folgt auf ein leicht positives Ergebnis im vierten Quartal. Es entspricht einem Quartalsrückgang von 0,5 Prozent, während Analysten einen Rückgang von 0,4 Prozent erwartet hatten.
Die drastische Abwertung des Yen auf ein seit 1990 nicht mehr erreichtes Niveau hat Befürchtungen über steigende Lebenshaltungskosten geschürt und den Konsum gedämpft.
Die Bank of Japan (BOJ) hat im März zum ersten Mal seit 2007 die Zinssätze angehoben und damit eine Abkehr von negativen Zinssätzen eingeleitet. Es wird jedoch erwartet, dass die Zentralbank ihre Geldpolitik angesichts der schwachen Konjunktur nur langsam lockern wird.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,6 Prozent auf 154,00 Yen und steigt leicht auf 7,2154 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent tiefer bei 0,8998 Franken. Der Euro bleibt nahezu unverändert bei 1,0885 Dollar und verliert 0,2 Prozent auf 0,9797 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,2690 Dollar.
Euro / Dollar
Knackt der DAX die 19.000?
Die kleine Verlustserie von zwei Minus-Handelstagen hat der DAX erfolgreich hinter sich gelassen und zur Wochenmitte sogar ein neues Allzeithoch nahe der 18.900er-Marke markiert. Damit erscheint für ntv-Börsenkorrespondent Friedhelm Tilgen ein Angriff auf die 19.000 nur eine Frage der Zeit. Passiert es vielleicht schon heute? Die Vorgaben vonseiten der Wall Street fallen zumindest sehr positiv aus.
Worauf kommt es an? Drei Termine könnten entscheidend sein. So veröffentlicht die Europäische Zentralbank (EZB) am Vormittag ihren halbjährigen Finanzstabilitätsbericht. Im Blickpunkt dürfte die noch immer schwächelnde Konjunktur, die Folgen der anhaltend hohen Zinsen und die möglichen Auswirkungen der gestiegenen geopolitischen Spannungen stehen. Auch die Gewinnaussichten der Banken angesichts der bevorstehenden Zinswende und die Lage auf den Märkten für Wohn- und Gewerbeimmobilien könnten Thema werden.
Unternehmensseitig stehen zwei DAX-Schwergewichte im Fokus. Nach der Prognose-Anhebung der US-Tochter T-Mobile hoffen Anleger auch bei der Deutschen Telekom auf ermutigende Zahlen. Analysten erwarten einen Anstieg des Konzernumsatzes um 0,6 Prozent auf 27,993 Milliarden Euro und des operativen Gewinns um knapp drei Prozent auf 10,249 Milliarden Euro. Beim Cash Flow, der als Indikator für die Dividendenhöhe gilt, sagen sie ein Plus von 8,4 Prozent auf 3,879 Milliarden Euro voraus.
Zudem lohnt ein Blick auf Siemens: Der Finanzvorstand Ralf Thomas hat die Börsianer schon im März schonend darauf vorbereitet, dass die Erholung in der Automatisierungs-Sparte Digital Industries vorerst ausgeblieben ist. Entsprechend zurückhaltend sind die Prognosen für das zweite Quartal 2023/24, über das Siemens berichtet. Der Auftragseingang dürfte stark zurückgegangen sein, das operative Ergebnis hat aber noch leicht zugelegt. Da kommt es gelegen, dass der anstehende Verkauf der Antriebs-Sparte Innomotics – laut "Handelsblatt" an den US-Finanzinvestor KPS – dem Münchner Technologiekonzern drei Milliarden Euro in die Kassen spült.
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