Der Börsen-Tag
18. Juni 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:36 Uhr

Zu viele Bremsen behindern den Dax

Der Dax hat weiter mit der Marke von 25.000 Punkten gerungen. Anleger schwankten zwischen Zinssorgen und der Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten. Am Ende ging der Dax 0,4 Prozent fester mit 25.027 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,4 Prozent höher bei 6324 Stellen.

"Eigentlich hätte der Dax nach den freundlichen Vorgaben der US-Börsen genügend Rückenwind für einen Anstieg deutlich über 25.000 Punkte haben müssen", meinte ntv-Börsenexperte Frank Meyer: "Doch schwache Autowerte und die SAP-Aktie bremsten den deutschen Leitindex aus. Nach der Gewinnwarnung von BMW fürchten Anleger nun weitere negative Überraschungen aus der Autobranche und halten sich bei den entsprechenden Aktien zurück."

Autoaktien wurden gemieden. BMW fielen um 4,0 Prozent, Mercedes-Benz um 4,6 Prozent. Auch Zulieferer standen unter Druck. So verbilligten sich Schaeffler um 8,1 Prozent und Continental um 1,4 Prozent. Bei den Technologiewerten gaben SAP um 4,5 Prozent nach.

Zu viele Bremsen behindern den Dax
17:22 Uhr

Frühere Renk-Chefin Wiegand verlässt überraschend VW-Aufsichtsrat

Volkswagen verliert überraschend Susanne Wiegand als Mitglied des Aufsichtsrats. Sie habe ihre Kandidatur zur Wiederwahl in das Gremium kurzfristig zurückgezogen, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch zum Beginn der Hauptversammlung des Dax-Konzerns in München. Eigentlich sollte dort über die Wiederwahl der früheren Chefin des Rüstungskonzerns Renk bis 2031 abgestimmt werden.

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Susanne Wiegand (Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Die 54-Jährige scheide damit zum Ende der heutigen Versammlung aus dem Gremium aus, sagte Pötsch. Wiegand war erst vor einem Jahr als Nachrückerin in das VW-Kontrollorgan bestellt worden. Jetzt sollte sie erstmals für eine volle Amtszeit in das Gremium gewählt werden.

Frühere Renk-Chefin Wiegand verlässt überraschend VW-Aufsichtsrat
17:00 Uhr

Meyer: Neuer Fed-Chef kündigt neue Zeiten an

Der neue Fed-Chef Kevin Warsh wird für einen anderen Wind an den Aktienmärkten sorgen. Wie genau, das erklärt ntv-Börsenexperte Frank Meyer.

Meyer: Neuer Fed-Chef kündigt neue Zeiten an
16:54 Uhr

US-Hightechs weiter im Höhenflug

Die US-amerikanische Technologiebörse Nasdaq hat in den vergangenen Wochen eine beeindruckende Rally hingelegt. Steckt überhaupt noch Potenzial im Markt oder droht jetzt eine nachhaltige Konsolidierung? Was für Anleger jetzt wichtig ist, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Paulina Michel von JPMorgan.

US-Hightechs weiter im Höhenflug
16:42 Uhr

Kryptos bauen Verluste nach Äußerungen von Fed-Chef Warsh aus

Die Entscheidung der US-Notenbank Fed vom Mittwoch, die Zinsen unverändert zu lassen, sowie die Äußerungen des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh wirken am Markt für Kryptowährungen weiter nach. "Bitcoin könnte nach der jüngsten geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve, die eine hawkishere Haltung signalisiert hat, weiterhin von weiteren Verlusten bedroht bleiben", schreibt Joseph Dahrieh von Tickmill in einer Research Note.

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(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Laut Daten von CoinGlass ziehen sich Hedgefonds weiterhin aus Bitcoin-ETFs zurück. Am Mittwoch belief sich der Netto-Gesamtabfluss auf 82,2 Millionen US-Dollar. Laut Daten von LSEG fällt Bitcoin um ein Prozent auf 63.710 Dollar, während Ethereum um 0,9 Prozent nachgibt, XRP um 2,7 Prozent auf 1,15 Dollar fällt und Solana um 1,7 Prozent auf 70,81 Dollar nachgibt.

Kryptos bauen Verluste nach Äußerungen von Fed-Chef Warsh aus
16:22 Uhr

Waymo ruft Tausende Robotaxis zurück

Die Alphabet-Tochter Waymo beordert in den USA fast 3900 selbstfahrende Autos wegen eines Softwarefehlers zurück. Die Fahrzeuge könnten fälschlicherweise in gesperrte Autobahnbaustellen einfahren, teilte das Unternehmen mit. Es ist der zweite Rückruf des Robotaxi-Entwicklers innerhalb von gut einem Monat, den die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA anordnet. Im Mai hatte Waymo rund 3800 Robotaxis zurückgerufen, weil die Fahrzeuge bei extremem Wetter mit höherer Geschwindigkeit in überschwemmte Straßen einfahren konnten. Immer wieder kommt es bei Robotaxis zu gefährlichen Situationen, weil die Software die Umgebung nicht korrekt erfasst. 

Waymo ruft Tausende Robotaxis zurück
15:56 Uhr

Ölpreis fast auf Vorkriegsniveau - SpaceX wieder mit Minus 

US-Aktien erholen sich und der Ölpreis fällt, nachdem die USA und der Iran ihr Übergangsabkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnet haben. Brent-Futures notieren nun nur wenige Dollar über ihrem Vorkriegsniveau von etwa 72,50 US-Dollar pro Barrel. Der jüngste Rückgang der Ölpreise sorgt auch für eine Entlastung an der Zapfsäule für die Amerikaner: Die durchschnittlichen Kosten für eine Gallone Benzin fielen laut AAA zum ersten Mal seit mehr als zwei Monaten unter vier Dollar. Der Nasdaq Composite stieg zur Eröffnung um mehr als ein Prozent und machte damit seine Verluste vom Mittwoch wieder wett. Diese waren erfolgt, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve eine deutlicher als erwartete Kehrtwende hin zu künftigen Zinserhöhungen vollzogen hatte. Händler sehen nun eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen in diesem Jahr.

Dennoch schreckt das die Anleger nicht ab, die sich auf die üblichen Favoriten stürzen: Chiphersteller und andere Unternehmen, die mit dem KI-Ausbau verbunden sind. Unterdessen gibt die Aktie von SpaceX nach, nachdem das Papier des Raketenherstellers am Mittwoch zum ersten Mal gefallen war.

Ölpreis fast auf Vorkriegsniveau - SpaceX wieder mit Minus 
15:29 Uhr

Gutes Omen für deutschen Wohnungsbau

Die Zahl der Baugenehmigungen hat zu Beginn des zweiten Quartals weiter zugelegt. Sie stieg im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,2 Prozent auf 20.200 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Zeitraum von Januar bis April gab es hierzulande grünes Licht für den Bau von 83.700 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden. Das waren 13,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Genehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für das künftige Baugeschehen. Die krisengeplagte Sparte hatte 2025 die Trendwende geschafft: Nach drei Minus-Jahren in Folge stieg die Zahl der Baugenehmigungen erstmals wieder. Höhere Zinsen und Materialkosten hatten in den drei Vorjahren viele Bauherren abgeschreckt.

Gutes Omen für deutschen Wohnungsbau
15:05 Uhr

Bericht: Siemens Energy prüft Abspaltung von großer Sparte

Siemens Energy lotet einem Bericht zufolge eine Abspaltung des Geschäftsbereichs Transformation of Industry aus. Das "Manager Magazin" berichtete unter Berufung auf ein internes Papier, Konzernstrategen seien zu dem Schluss gekommen seien, dass eine Trennung von dem Geschäft mit rund 17.000 Mitarbeitern perspektivisch sowohl für die Einheit als auch für die Aktionäre ein Gewinn wäre. Siemens Energy erklärte dazu, regelmäßig sein Portfolio zu überprüfen. "Im Rahmen dieses laufenden Prozesses prüfen wir die optimale langfristige Aufstellung, um den Wachstumskurs unseres Geschäftsbereichs Transformation of Industry zu beschleunigen." Es gebe hierzu aber keinerlei Entscheidungen.

Die Sparte unterstützt Industrieunternehmen beim Klimaschutz, etwa beim Ausstoß von Kohlendioxid und beim Energieverbrauch. Das Angebot umfasst Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für Kunden etwa aus der Öl-, Gas-, Chemie- oder Stahlindustrie. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Bereich einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro.

Bericht: Siemens Energy prüft Abspaltung von großer Sparte
14:49 Uhr

Pfizer-Aktie rot, weil der Finanzchef geht

Der angekündigte Abgang von Finanzchef Dave Denton hat die Aktien von Pfizer auf Talfahrt geschickt. Die Papiere des US-Pharmariesen geben im vorbörslichen Handel um rund 1,5 Prozent nach. Denton werde das Unternehmen zum 15. August verlassen, um einen Posten in der Konsumgüterindustrie zu übernehmen, teilte Pfizer mit. Die Suche nach einem Nachfolger habe der Konzern bereits begonnen. Übergangsweise werde Cecile Guegan, Finanzchefin im Biopharma-Geschäft von Pfizer, die Aufgaben übernehmen.

Denton war 2022 von der Baumarktkette Lowe's zu Pfizer gewechselt. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla hat Denton wichtige Transaktionen für das Unternehmen begleitet. Dazu zählten die Übernahmen des Krebstherapie-Spezialisten Seagen, des Migränemittel-Herstellers Biohaven und des Entwicklers von Medikamenten gegen Adipositas, Metsera.

Pfizer-Aktie rot, weil der Finanzchef geht
14:31 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Am langen Ende geht es mit den Sätzen am europäischen Geldmarkt nach oben. Die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Donnerstag hatte einen falkenhaften Ton. Laut Deutscher Bank wird eine Zinserhöhung im Dollarraum nun bis Oktober eingepreist, zuvor war erst für März ein voller Zinsschritt an den Märkten erwartet worden.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 2,15 - 2,35 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,13 - 2,35 (2,13 - 2,35), 1-Monats-Geld: 2,18 - 2,43 (2,18 - 2,43), 3-Monats-Geld: 2,17 - 2,53 (2,21 - 2,47), 6-Monats-Geld: 2,29 - 2,39 (2,27 - 2,37), 12-Monats-Geld: 2,66 - 2,97 (2,61 - 2,73), Euribors: 17.06. 16.06 3 Monate: 2,4170 2,4080, 6 Monate: 2,6070 2,5920, 12 Monate: 2,7590 2,7550

Neues vom Geldmarkt
14:15 Uhr

VfL Wolfsburg als warnendes Beispiel auf VW-Hauptversammlung

Lob für das Ende seiner Doppelrolle als Porsche- und VW-Chef, Unmut über die schwache Entwicklung des Konzerns: Auf der VW-Hauptversammlung blies Konzernchef Oliver Blume heftiger Gegenwind entgegen. Ohne konsequente Neuaufstellung riskiere der Dax-Konzern einen schleichenden Abstieg, warnte Tanja Bauer vom Fondsanbieter Deka Investment - und verwies auf den Bundesliga-Abstieg des VfL Wolfsburg als warnendes Beispiel. 

Der Gewinneinbruch um fast die Hälfte im vergangenen Jahr sei ein Alarmsignal, warnte Janne Werning von der Fondsgesellschaft Union Investment. "Diese Ergebnisentwicklung ist kein Zufall", betonte Hendrik Schmidt vom Fondsanbieter DWS. "Sie ist Ausdruck eines Systems, in dem Kontrolle, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit nicht funktionieren." Die Dividende sei "auf einem unterirdischen Niveau", kritisierte Ulrich Hocker von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

VfL Wolfsburg als warnendes Beispiel auf VW-Hauptversammlung
13:55 Uhr

Ifo senkt den BIP-Daumen

Das Münchner Ifo-Institut rechnet damit, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowohl im laufenden als auch im kommenden Jahr um jeweils 0,8 Prozent steigen wird. Bisher hatte das Ifo-Institut für dieses Jahr einen Zuwachs von 0,8 Prozent und für das nächste Jahr von 1,2 Prozent veranschlagt. "Während ein massiver Energiepreisschock durch den Nahost-Konflikt die Konjunktur bremst, stützt eine stark expansive Finanzpolitik das Wachstum. Die Wirtschaft steht konjunkturell im Zeichen gegensätzlicher Kräfte", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Das-Baugewerbe-verzeichnete-zum-Jahresauftakt-die-staerksten-Umsatzrueckgaenge-im-Handwerk-Sachsen-Anhalts
Die Lage der deutschen Wirtschaft bleibt schwierig.
Ifo senkt den BIP-Daumen
13:40 Uhr

Wie Anleger Bitcoin absichern können

Der Bitcoin sucht weiter nach dem Preisboden. Für die weitere Entwicklung spielt dabei auch die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank eine entscheidende Rolle. Die Signale des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh werden dabei auch am Kryptomarkt aufmerksam verfolgt. Denn eine mögliche Aussicht auf fallende Zinsen könnte den Kryptowährungen wieder mehr Unterstützung geben. Wer sich gegen einen weiteren Preisverfall des Bitcoin absichern möchte, kann aber auch das mit passenden Instrumenten umsetzen. Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Nazlı Vişne von Kraken.

Wie Anleger Bitcoin absichern können
13:23 Uhr

Keine Zinsänderung in Großbritannien

Trotz der anhaltend hohen Inflation in Großbritannien hält die Notenbank in London den Leitzins weiter konstant. Die Währungshüter der Bank of England (BoE) entschieden, den geldpolitischen Schlüsselsatz bei 3,75 Prozent zu belassen. Die Entscheidung war jedoch intern umstritten: Sie fiel mit sieben zu zwei Stimmen. Die Notenbank sieht sich mit einer Teuerungsrate von 2,8 Prozent konfrontiert, die vor allem auf die durch den Iran-Konflikt gestiegenen Energiepreise zurückzuführen ist. Großbritannien ist aufgrund seiner Abhängigkeit von Erdgasimporten stärker vom Iran-Krieg betroffen als die meisten anderen westlichen Länder.

Keine Zinsänderung in Großbritannien
13:00 Uhr

"Alarmglocken bei VW: Es geht nicht mehr nur um Autos"

Volkswagen ist Deutschlands wichtigster Industriekonzern. Doch genau dort halten nun sechs von neun Vorständen den eigenen Konzern für existenziell bedroht. Warum das so ist und wie dramatisch die Lage für den Autohersteller ist, kommentiert ntv-Wirtschafts-Chefkorrespondent Ulrich Reitz.

"Alarmglocken bei VW: Es geht nicht mehr nur um Autos"
12:48 Uhr

Norwegens Leitzins bleibt hoch

Die norwegische Zentralbank rechnet angesichts der anhaltend hohen Inflation weiterhin mit einer Anhebung ihres Leitzinses im weiteren Jahresverlauf. Sie merkte jedoch an, dass ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran den Preisdruck lindern könnte, sollten sich die Energiemärkte schnell normalisieren. Die Norges Bank hat den Zinssatz heute bei 4,25 Prozent belassen. Die Entscheidung entsprach den Erwartungen der meisten Analysten.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Währungshüter wägen zwischen einer schwächeren Binnenkonjunktur und einer hartnäckig hohen Inflation ab. Sie erklärten, dass sie die Wirtschaft zwar nicht mehr als nötig einschränken wollten, aber auch besorgt seien, dass sich die hohe Inflation verfestigen könnte.

Norwegens Leitzins bleibt hoch
12:19 Uhr

Wall Street beendet Handelswoche - Ölpreise sinken weiter

Die US-Börsen dürften sich heute von dem Rücksetzer erholen, den sie am Mittwoch nach dem Fed-Zinsentscheid erlebt hatten. Der S&P-Future notiert vorbörslich 0,8 Prozent höher, der Nasdaq-Future gewinnt 1,4 Prozent. Stützend wirkt die Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs, die Iran und USA unterzeichnet haben. Die Details der Vereinbarung zeigen allerdings, dass einige der früheren roten Linien der Regierung Trump ignoriert wurden, wie die Analysten von Jefferies anmerken. Das lasse Zweifel an der Lebensdauer der Vereinbarung aufkommen.

Die Ölpreise geben dessen ungeachtet deutlicher nach. Das Barrel Brent verbilligt sich aktuell um 0,9 Prozent auf 77,85 Dollar, der WTI-Preis geht um 1,2 Prozent auf 74,63 Dollar runter. Am Anleihemarkt sinkt die Zehnjahresrendite um zwei Basispunkte auf 4,45 Prozent. Etwas Volatilität könnte der Große Verfall in den Markt bringen, der wegen des Feiertags Juneteenth am Freitag auf den Donnerstag vorgezogen wird. Am Freitag ruht der Börsenhandel in den USA.

Wall Street beendet Handelswoche - Ölpreise sinken weiter
12:05 Uhr

"Aktien von Apple-Zulieferern steigen"

Apple-Fans müssen sich auf höhere Preise einstellen. Das hat Konzernchef Cook dem "Wall Street Journal" gesagt. Wer die Gewinner und Verlierer sind? Unsere Börsenreporterin Corinna Wohlfeil mit den Details.

"Aktien von Apple-Zulieferern steigen"
11:56 Uhr

Dax bewegt sich nur wenig

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax ist bislang um seinen Donnerstagstand herum hin und her gependelt. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent höher bei 24.987 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg geringfügig um 0,1 Prozent auf 6306 Stellen. Der Euro gab um 0,2 Prozent nach und lag bei 1,1482 US-Dollar.

Dax bewegt sich nur wenig
11:36 Uhr

Industrie-Auftragspolster wächst

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im April weiter gefüllt. Der reale - also preisbereinigte - Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist gegenüber März saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Entwicklung sei wesentlich auf die Anstiege bei der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen und im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) zurückzuführen. Negativ wirkte sich hingegen der Rückgang in der Chemieindustrie aus.

Wie die Statistiker weiter mitteilten, stieg der Auftragsbestand im April im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,4 Prozent. Die Reichweite des Auftragsbestands blieb im April unverändert bei 8,8 Monaten. Der Wert gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne Neugeschäft theoretisch produzieren müssten, um vorhandene Bestellungen abzuarbeiten.

Industrie-Auftragspolster wächst
11:16 Uhr

Tiefgreifender Strategiewechsel mit Sonderbelastungen bei BMW?

Das Ausmaß der Prognosesenkung bei BMW hat die Analysten von Berenberg überrascht. Sie halten es für möglich, dass der neue CEO Milan Nedeljkovic einen tiefgreifenderen Strategiewechsel vollzieht. Zu den Problemen des China-Geschäfts und der Belastung durch höhere Zölle komme nun noch das Risiko von negativen Sondereinflüssen infolge einer Neuausrichtung. All dies dürfte die Aktie vorerst bremsen. Berenberg hat die Schätzungen für BMW gesenkt und das Kursziel nach unten angepasst.

Auch Jefferies senkte die Schätzungen für den Autokonzern gesenkt. Viele Anleger hätten wohl damit gerechnet, dass das schwache Chinageschäft das Ebit absolut gesehen belasten würde, nicht aber mit einer Senkung der Margenprognose dieses Ausmaßes, stellten die Analysten fest. Sie halten es für möglich, dass BMW das globale Montage-Geschäftsmodell überdenkt, das nach wie vor weitgehend auf dem Export von Verbrennungsmotoren aus Deutschland basiere. Die Jefferies-Analysten senkten die Schätzung der Automobilmarge auf zwei Prozent und das Kursziel auf 70 Euro aufgrund eines geringeren kumulierten freien Cashflows.

Tiefgreifender Strategiewechsel mit Sonderbelastungen bei BMW?
11:01 Uhr

Schweizer Leitzins bleibt bei Null

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert gelassen und eine "bei Bedarf" erhöhte Bereitschaft zu Devisenmarktinterventionen signalisiert. Zudem wurde die Inflationsprognose für 2026 und 2027 marginal angehoben - bei unveränderten Wachstumsprognosen. Wie sie mitteilte, bleibt der Leitzins bei 0,00 Prozent, wo er seit Juni vergangenen Jahres steht.

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(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Die SNB bestätigte auch ihr zweistufiges System der Einlagenverzinsung, gemäß dem bei Sichtguthaben oberhalb eines bestimmten Limits ein Abschlag von 0,25 Prozentpunkten gilt. Die SNB rechnet für 2026 mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,6 (März-Prognose: 0,5) Prozent, für 2027 mit ebenfalls 0,6 (0,5) Prozent und für 2028 mit 0,7 (0,6) Prozent.

Schweizer Leitzins bleibt bei Null
10:34 Uhr

Bosch stürzt sich verstärkt auf leichtere E-Bikes

In einem insgesamt stabileren Fahrrad-Markt sieht der Elektronik-Hersteller Bosch einen Trend zu leichteren E-Bikes. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Bikes mit hohen Leistungen und großen Reichweiten gefragt waren, sei jetzt ein Gegentrend zu leichteren und stylischeren E-Bikes für die Stadt zu beobachten, sagt der Geschäftsleiter Bosch eBike Systems, Claus Fleischer. 

15 Jahre nach Einführung ihres ersten Fahrrad-Mittelmotors haben die Stuttgarter daher erstmals einen Nabenmotor für die Hinterachse vorgestellt. In Kombination mit einem ebenfalls neuen Kompakt-Akku mit 360 Wattstunden erlaube der neue Motor besonders leichte und puristische E-Bikes. Dieses Konzept wird von anderen Herstellern bereits seit längerem verfolgt, während Marktführer Bosch sich auf Mittelmotoren, die zugehörige Steuerung und elektronische Services konzentriert hatte. Fleischer traut dem neuen Motorkonzept bei Bosch einen Absatzanteil von fünf bis zehn Prozent zu. Die Nachfrage komme von jüngeren Städtern, die mit dem Fahrrad ihre täglichen Wege erledigten. 

Bosch stürzt sich verstärkt auf leichtere E-Bikes
10:14 Uhr

Evonik baut Tausende weitere Stellen ab

Der Chemiekonzern Evonik verschärft angesichts der Branchenkrise sein Sparprogramm und baut weitere Stellen ab. Insgesamt sollen von 2027 bis Ende 2029 rund 3200 Arbeitsplätze wegfallen, 2150 davon in Deutschland, kündigte der Essener MDax-Konzern an. Dabei treibt Evonik seinen Umbau voran und steigt aus dem Polyester-Geschäft aus. Der Stellenabbau solle sozialverträglich geschehen. "Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach", sagte Konzernchef Christian Kullmann. "Zugleich wird der internationale Wettbewerb immer härter", fügte er hinzu.

Evonik will mit aktuell laufenden Sparprogrammen bereits rund 2800 Stellen abbauen. Geschäfte mit rund 3500 Beschäftigten an den Standorten Marl und Wesseling wurden im Rahmen des Umbaus bereits abgetrennt - sie könnten verkauft werden. Evonik beschäftigte Ende März etwa 30.600 Menschen, vor Jahresfrist waren es noch über 31.000. Die chemische Industrie befindet sich in der Krise. Wegen der zusätzlichen Unwägbarkeiten durch den Iran-Krieg verzichtete der Branchenverband VCI auf eine konkrete Wachstumsvorhersage für das Gesamtjahr.

Evonik baut Tausende weitere Stellen ab
09:49 Uhr

Wirtschaftsforscher kappen Prognose

Das IMK-Institut kappt seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft 2027 wegen der Folgen des Iran-Kriegs deutlich. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte nur noch um 0,9 Prozent zulegen und damit nicht wie noch im März erwartet um 1,6 Prozent, wie aus der Schätzung des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hervorgeht. "Der wirtschaftliche Schaden durch den Iran-Krieg ist erheblich, aber halbwegs beherrschbar, wenn sich der Konflikt nicht noch etliche Monate hinzieht", sagte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK. "Außerdem haben es die Europäische Zentralbank und die Bundesregierung in der Hand, die Konjunktur zu unterstützen oder noch weiter zu schwächen."

Für das laufende Jahr senkten die Ökonomen ihre Prognose von 0,9 auf 0,6 Prozent. Sie unterstellen dabei, dass es bei den weiteren Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu Rückschlägen komme und die Unsicherheit über den Einigungsprozess den Ölpreis weiter erhöhe. "Sollte sich die jüngst geschlossene Vereinbarung zwischen den USA und Iran als nachhaltig erweisen, könnte der Ölpreis allerdings schneller und weiter fallen als von uns angenommen", betonte Dullien. "Dann würde auch die Inflation in Deutschland geringer und das Wachstum messbar höher ausfallen." Dieses Jahr wären dann rund 0,8 Prozent Wachstum plausibel, 2027 etwas mehr als ein Prozent.

Wirtschaftsforscher kappen Prognose
09:30 Uhr

"Ausverkauf weitet sich aus"

Die Ölpreise bewegen sich nach der Unterzeichnung des vorläufigen Abkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran weiter nach unten. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 77,86 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 2,5 Prozent schwächer bei 74,90 Dollar. Analysten sind vorsichtig hinsichtlich der Frage, wie stark die Ölpreise kurzfristig noch sinken könnten. Das Angebot auf dem Ölmarkt dürfte nach Meinung von Experten auch nach der Wiederöffnung der Straße von Hormus knapp bleiben. "Reeder könnten angesichts der Befürchtung, das Abkommen könnte scheitern, weiterhin zögern, Tanker in die Region zurückzuschicken", sagte Mukesh Sahdev, Chef der Energieberatungsfirma XAnalysts. 

"Ausverkauf weitet sich aus"
09:15 Uhr

Die Ruhe vor dem Dax-Sturm?

Der Dax startet kaum verändert in das heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 25.015 Punkten. Gestern hatte er mit 24.935 Zählern geschlossen, am Dienstag mit 24.910. "Die Anleger sind vorsichtig", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Sie verweist auf das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran und die wieder anstehende Öffnung der Straße von Hormus. Gleichzeitig steht der Autosektor im Fokus, denn VW hat zur Hauptversammlung geladen.

Die Ruhe vor dem Dax-Sturm?
08:58 Uhr

VW-Aktie steht im Fokus

Die Aktien von VW stehen mit der Hauptversammlung des Konzerns im Blick. Gehofft wird auf eine Zukunftsperspektive für den angeschlagenen Autobauer. "Die Gewinnwarnung von BMW hatte drastisch vor Augen geführt, dass es selbst beim am besten aufgestellten Hersteller nicht mehr läuft", sagt ein Händler. Umso schlechter sehe es bei VW aus, weil der Konzern viele Trends, etwa auch den zu günstigen Elektroautos, verschlafen habe.

VW-Aktie steht im Fokus
08:38 Uhr

Apple beflügelt Zuliefererkurse

Chinesische Apple-Zulieferer profitieren von den Preiserhöhungen, die Apple-Chef Tim Cook angekündigt hat. Unter anderem steigen Lens Technology in Hongkong um 3,8 Prozent, Luxshare Precision Industry in Shenzhen um 2,1 Prozent und Foxconn Industrial Internet in Shanghai um 4,4 Prozent.

Apple beflügelt Zuliefererkurse
08:25 Uhr

Rekordstimmung in Tokio und Seoul

Heute ist an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Während das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran die Börsen in Tokio und Seoul auf Rekordhochs treibt, hinken die chinesischen Börsen und der australische Aktienmarkt hinterher.

Die USA und der Iran haben am späten Mittwoch eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterzeichnet. Die US-Futures drehten daraufhin ins Plus, die Ölpreise gerieten unter Druck.

In Tokio steigt der Nikkei-Index um 1,5 Prozent. Der breiter gefasste Topix gewinnt 1,4 Prozent. An der Börse in Seoul rückt der Kospi um 1,7 Prozent vor. Dagegen fällt der Composite-Index in Shanghai um 0,4 Prozent. In Hongkong liegt der Hang-Seng-Index 1,7 Prozent im Minus.

Rekordstimmung in Tokio und Seoul
08:05 Uhr

Erratische Kursbewegungen drohen

Auf einen nervösen Markt stellen sich Händler ein. Grund sei weniger die überzeugende Vorstellung des neuen US-Notenbank-Chefs Kevin Warsh, sondern die Großen Verfalltage an den internationalen Terminbörsen. Wegen des US-Feiertages am Freitag findet er an der Wall Street schon heute statt. In Europa ist er regulär erst für Freitag angesetzt, dürfte wegen der US-Vorlagen aber ebenfalls vorgezogen werden. Besonders bei Einzelaktien seien bis Freitagabend erratische Kursbewegungen ohne nachrichtlichen Hintergrund möglich, heißt es im Handel

Zum neuen Fed-Chef Kevin Warsh müsse sich der Markt erst ein genaues Bild machen, "unter dem Strich hat er aber positiv überrascht", sagt ein Händler. Denn die Befürchtung habe sich nicht bewahrheitet, dass seine Ernennung durch US-Präsident Trump auch zu einer laxen Inflationsbekämpfung führt. "Im Gegenteil, er hat die letzten - und völlig unberechtigten - Zinssenkungs-Erwartungen aus dem Markt vertrieben", so der Händler. Schließlich liege die US-Inflation mit 4,2 Prozent doppelt so hoch wie das von Warsh bestätigte Fed-Ziel von 2 Prozent.

Gerade am langfristigen Bond-Markt seien daher Angstprämien eingepreist worden. Die Warsh-Aussagen hätten nun aber für Glaubwürdigkeit gesorgt und dürften mittelfristig die langen Renditen senken. Der kleine Kursrutsch vom Vorabend habe nur falsch positionierte Anleger erwischt und sollte nicht überbewertet werden. In Japan und Korea steigen die Börsen bereits wieder kräftig an.

Erratische Kursbewegungen drohen
07:46 Uhr

Insider: China genehmigt Milliarden-Dollar-Fusion

Die chinesischen Aufsichtsbehörden haben einem Insider zufolge die 110 Milliarden Dollar schwere Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros Discovery genehmigt. Zuvor hatten bereits das US-Justizministerium und eine Reihe anderer Länder wie Australien, Deutschland, Frankreich und Saudi-Arabien zugestimmt. Die Zustimmung der Europäischen Union steht jedoch noch aus. 

Insider: China genehmigt Milliarden-Dollar-Fusion
07:29 Uhr

OpenAI gelingt Coup

Noam Shazeer, einer der Chefentwickler des KI-Modells Gemini von Google, verlässt den Konzern und wechselt zum ChatGPT-Hersteller OpenAI, der einen Börsengang anstrebt. Das teilte Shazeer mit. Der überraschende Abgang erfolgt weniger als zwei Jahre, nachdem Google Medienberichten zufolge 2,7 Milliarden Dollar gezahlt hatte, um Shazeer vom Startup Character.AI zurückzuholen. Shazeer gilt als Schlüsselfigur dahinter, dass Gemini die technologische Lücke zu OpenAI schließen konnte. 

OpenAI gelingt Coup
07:10 Uhr

"Das große geopolitische Risiko bleibt"

Die Anleger in Asien verhalten sich nach der Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung zum Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran abwartend. Die Vereinbarung verlängert eine im April verkündete Waffenruhe um weitere 60 Tage, um Verhandlungen über eine endgültige Regelung zu ermöglichen. US-Präsident Donald Trump drohte jedoch damit, die Angriffe wieder aufzunehmen, sollte der Iran seine Zusagen nicht einhalten. "Das große geopolitische Risiko bleibt bestehen und wird die Märkte weiter maßgeblich beeinflussen", sagt Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans notiert unverändert. Der Nikkei-Index überwindet erstmals die Marke von 71.000 Punkten. Der Leitindex legt um 1,88 Prozent auf 71.219,45 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewinnt 1,67 Prozent auf 4080,26 Zähler. Die Anleger in Tokio reagieren auch auf die eher restriktive Haltung der US-Notenbank Fed, die die Zinsen unverändert ließ.

Angeführt werden die Gewinne von Chipwerten. Die Aktien von Socionext springen um 9,19 Prozent in die Höhe, Screen Holdings steigen um 4,96 Prozent. Auch Finanzwerte legen zu, Mitsubishi UFJ Financial Group etwa gewinnen 2,44 Prozent.

"Das große geopolitische Risiko bleibt"
06:52 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 160,57 Yen und legt leicht auf 6,7619 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,7985 Franken. Parallel dazu steigt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1519 Dollar und zieht leicht auf 0,9198 Franken an. 

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:35 Uhr

Steigende Chip-Preise: Apple zieht die Reißleine

Angesichts gestiegener Kosten für Speicherchips plant Apple Preiserhöhungen für seine Produkte. "Leider sind Preiserhöhungen unvermeidbar", sagte Konzernchef Tim Cook dem "Wall Street Journal". Das Unternehmen tue sein Bestes, um die enormen Kostensteigerungen abzufedern und die Kunden zu schützen. "Doch die Situation ist nicht mehr tragbar." Wann und in welchem Maße die Preise steigen sollen und welche Produkte betroffen sind, ließ Cook offen.

Hintergrund ist die rasant steigende Nachfrage nach Chips für Rechenzentren im Zuge des Booms rund um Künstliche Intelligenz (KI), was zu einem harten Wettbewerb um die knappen Bauteile führt. Cook wird im September die Führung des iPhone-Herstellers an John Ternus übergeben. E

Steigende Chip-Preise: Apple zieht die Reißleine
06:18 Uhr

Neuer Fed-Chef, alte Routinen

Die US-Notenbank Federal Reserve tastet auch unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh den Leitzins nicht an. Er bleibt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Federal Reserve bekanntgab. Infolge des Iran-Konflikts hat die Inflation in den USA kräftig angezogen, womit Zinssenkungen vorerst als unwahrscheinlich gelten.

Warsh war von US-Präsident Donald Trump ins Amt gebracht worden, der die unabhängigen Notenbanker immer wieder vergeblich zu kräftigen Zinssenkungen gedrängt hat. Doch dürfte Trumps Wunsch vorerst nicht in Erfüllung gehen. Die Währungshüter peilten in ihrem Zinsausblick an, dass sie dieses Jahr die Zinsen erhöhen. Noch im März hatten sie eine mögliche Senkung für 2026 in Aussicht gestellt.

Neuer Fed-Chef, alte Routinen
05:59 Uhr

Der Preis der hohen Erwartungen

Dem Dax geht die Puste aus - und das vor der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke. Zur Wochenmitte schloss der deutsche Börsenleitindex mit 24.935 Punkten, nachdem er das Dienstagsgeschäft mit 24.910 Zählern beendet hatte. 

Heute steht einiges auf der Agenda: So legt etwa das IFO-Institut seine aktualisierte Konjunkturprognose vor. Die Münchner Forscher hatten im Frühjahr ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,8 Prozent im laufenden Jahr veranschlagt. Für 2027 wurde damals ein Plus von 1,2 Prozent erwartet. Die Folgen des Iran-Krieges lasten auf der Wirtschaft, die allerdings von staatlichen Mehrausgaben profitiert.

Indes dürfte die britische Notenbank den Leitzins trotz der anhaltend hohen Inflation konstant halten. Volkswirte erwarten, dass sich der geldpolitische Ausschuss der Bank of England (BoE) mit sieben zu zwei Stimmen für eine Beibehaltung des Schlüsselsatzes bei 3,75 Prozent aussprechen wird. Notenbankchef Andrew Bailey hat betont, die Zentralbank habe Zeit, die Auswirkungen des Konflikts in Nahost abzuwarten. Einige Währungshüter haben jedoch die Sorge geäußert, Unternehmen könnten die Lage nutzen, um die Preise auf breiter Front zu erhöhen.

Unternehmensseitig steht der Autosektor im Fokus, denn bei der Hauptversammlung von Europas größtem Autobauer Volkswagen muss sich der Vorstand um Oliver Blume auf harte Kritik von Aktionären einstellen. Einbrechende Gewinne, eine hartnäckige Krise in China, ein schwächelnder europäischer Automarkt und eine fehlende Antwort auf die US-Zölle machen dem Unternehmen das Leben schwer. Das von Blume angekündigte neue Geschäftsmodell lässt jedoch auf sich warten. Dazu kommt der Dieselskandal, der wieder einmal Thema für die Aktionärsversammlung ist. Diese muss nun zum zweiten Mal einem Vergleich unter anderem mit den ehemaligen Vorständen Martin Winterkorn und Rupert Stadler sowie deren Versicherungen zustimmen, nachdem eine vorangegangene Einigung gerichtlich gestoppt wurde.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden sie hier.

Der Preis der hohen Erwartungen