Der Börsen-Tag
22. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

Trump entspannt sich etwas - der Dax auch

Die Abwendung von US-Strafzöllen im Streit um Grönland hat für Erleichterung an den europäischen Aktienmärkten gesorgt. Der deutsche Leitindex rückte nach seinen jüngsten starken Verlusten um bis zu 1,5 Prozent auf 24.937 Zähler vor. "Die Märkte atmen nach den Trump-Signalen auf", konstatierte Maximilian Wienke von der Handelsplattform eToro. Analysten warnten jedoch vor zu viel Euphorie: "Ob das Grönland-Thema dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen", sagte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Der Dax ging mit einem Aufschlag von 1,2 Prozent auf 24.856 Punkte aus dem Handel. Der EuroStoxx50 notierte 1,3 Prozent höher bei 5961 Stellen.

Auf der Unternehmensseite profitierten die Autowerte von Trumps Kehrtwende bei den ursprünglich ab dem 1. Februar vorgesehenen Strafzöllen im Grönland-Streit. Die VW-Vorzüge gewannen 6,5 Prozent, BMW verteuerten sich um 1,4 Prozent.

Um 2,3 Prozent nach oben ging es mit Deutsche Börse. Der Dax-Konzern will die die Übernahme der spanisch-britischen Handelsplattform Allfunds für 5,35 Milliarden Euro ankündigte. Mit dem größten Zukauf seiner Geschichte will der Frankfurter Börsenbetreiber das Geschäft mit Fonds-Dienstleistungen international ausbauen.

Trump entspannt sich etwas - der Dax auch
17:14 Uhr

Wie gefährlich ist Trumps Grönland-Kurs für die Aktienmärkte?

Dass dieses Börsenjahr einiges an Unsicherheiten und Schwankungen bereithält, dürfte wohl vor allem an US-Präsident Donald Trump liegen, der mit seinen Äußerungen täglich für neue Impulse am Markt sorgt. Wie sich Anleger für stärkere Kursschwankungen wappnen oder diese sogar gezielt nutzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Kay-Peter Tönnes von der Fondsgesellschaft Antecedo.

Wie gefährlich ist Trumps Grönland-Kurs für die Aktienmärkte?
16:44 Uhr

VW überrascht mit starkem Netto-Cashflow

Die jüngsten Pre-Close-Calls von Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen bestätigen die Einschätzungen der Deutschen Bank bezüglich der Prognosen für das gesamte Jahr 2026. Die größte positive Überraschung sei der Netto-Cashflow (Zu- und Abfluss liquider Mittel innerhalb einer bestimmten Periode - d.R.) in Höhe von rund sechs Milliarden Euro für 2025 bei VW gewesen. Das geringere Umlaufvermögen und niedrigere Investitionen seien die Haupttreiber für diesen signifikanten Überschuss gewesen. Der Netto-Cashflow hat die Prognose der Analysten von 1,5 Milliarden Euro klar übertroffen. Letztendlich könnte VW den höchsten Free-Cashflow unter den deutschen Herstellern generiert haben - etwas, das noch vor ein paar Monaten sehr unrealistisch gewesen sei. Die VW-Aktie bleibt die Top-Empfehlung der Analysten, die weiterhin eine starke Dynamik sehen.

VW überrascht mit starkem Netto-Cashflow
16:20 Uhr

"Trump wirkt wie ein Kompressionstrumpf auf Europa"

Der Druck Donald Trumps kann ein Anstoß für Europa sein, wirtschaftlich stärker zu werden, sagt Tech-Investorin Jeannette von Fürstenberg. Bundeskanzler Friedrich Merz sieht sie dabei international als klare Führungsfigur.

"Trump wirkt wie ein Kompressionstrumpf auf Europa"
16:04 Uhr

Positiver Beginn in New York

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(Foto: AP)

Freundlich tendieren die US-Börsen beim Start in den Handelstag, gestützt von ermutigenden Konjunkturdaten. Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,9 Prozent auf 49.521 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,7 Prozent zu und der Nasdaq-Composite um 0,8 Prozent. Schon am Mittwoch hatten die Aktienkurse kräftige Gewinne eingefahren, nachdem US-Präsident Donald Trump den Streit um Grönland entschärft hatte. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der Vorwoche etwas weniger deutlich als angenommen. Die insgesamt niedrige Zahl der Erstanträge zeugt von einer nach wie vor guten Beschäftigungslage, wie Marktteilnehmer anmerken.

GE Aerospace tendieren 5,4 Prozent schwächer, obwohl das Unternehmen starke Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt und einen optimistischen Ausblick gegeben hat. Procter & Gamble steigen um 2,3 Prozent. Das Unternehmen hat zwar in seinem zweiten Geschäftsquartal mehr verdient als erwartet, doch verfehlte der Umsatz die Konsensschätzung von Analysten. Abbott Laboratories hat mit Umsatz und Gewinn im Schlussquartal die Erwartungen verfehlt. Die Aktie sackt um 9,2 Prozent ab. Nach der Schlussglocke werden Intel und Alcoa über den Verlauf des vierten Quartals berichten.

Positiver Beginn in New York
15:49 Uhr

EZB-Rat: Bei Zinsen gut aufgestellt - doch Flexibilität bleibt wichtig

Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen hat die EZB zuletzt keinen Handlungsdruck beim Justieren ihres Zinskurses verspürt. Dies geht aus den nun veröffentlichten Protokollen der jüngsten EZB-Ratssitzung vom Dezember hervor. Auch wenn das Umfeld unsicherer als üblich sei, biete das aktuelle Leitzinsniveau ausreichend Flexibilität, um auf Schocks zu reagieren. Dies ermögliche dem EZB-Rat, Geduld zu üben, was jedoch nicht mit Zögerlichkeit verwechselt werden sollte. "Insgesamt befand sich die EZB aus geldpolitischer Sicht in einer guten Position, was aber nicht bedeutete, dass ihre Haltung statisch ist", heißt es in den Mitschriften der Dezember-Sitzung.

Die Inflationsaussichten blieben unsicherer als üblich, zumal die Möglichkeit starker Inflations- und Wachstumsschocks in beide Richtungen bestehe. Daher sei es wichtig, dass der EZB-Rat für künftige Sitzungen volle Handlungsfreiheit bewahre und flexibel agiere, um gegebenenfalls schnell auf größere Schocks reagieren zu können: "Die Kommunikation über den künftigen Zinspfad sollte daher weiterhin vorsichtig und unverbindlich bleiben." Die Währungshüter beließen den Leitzins auf der letzten Ratssitzung des vorigen Jahres bei 2,0 Prozent.

EZB-Rat: Bei Zinsen gut aufgestellt - doch Flexibilität bleibt wichtig
15:25 Uhr

Bei Trennung von US-Staatsanleihen: Trump fährt schweres Geschütz auf

US-Präsident Donald Trump hat den europäischen Ländern mit vehementen Vergeltungsmaßnahmen für den Fall gedroht, dass sie in großem Stil US-Staatsanleihen abstoßen. Sollte dies geschehen, würden die USA mit einem "großen Gegenschlag" antworten, sagte Trump dem US-Sender Fox Business. "Und wir haben alle Karten in der Hand", fügte der US-Präsident in dem Interview hinzu, das er am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos gab.

Über die Option eines möglichen massiven Abstoßens von US-Staatsanleihen war in den vergangenen Tagen in Europa im Zuge des Streits mit den USA um Grönland diskutiert worden. Allerdings wurde der durch Trumps Drohungen mit einer US-Übernahme der zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörenden Arktis-Insel ausgelöste Streit inzwischen entschärft.

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Donald Trump sorgt sich um die US-Staatsanleihen. (Foto: AP)
Bei Trennung von US-Staatsanleihen: Trump fährt schweres Geschütz auf
15:12 Uhr

Iris-T-Hersteller Diehl fährt Produktion hoch

Der deutsche Rüstungskonzern Diehl Defence will die Produktion von Feuereinheiten seines Flugabwehrsystems Iris-T SLM deutlich ausweiten. In diesem Jahr könne sein Unternehmen bis zu zehn Feuereinheiten bauen, sagte Diehl-Defence-Chef Helmut Rauch in Berlin am Rande einer "Handelsblatt"-Veranstaltung. "Mittelfristig planen wir, dass wir die Produktionsrate auf bis zu 16 Feuereinheiten erhöhen - in zwei Jahren etwa. Wenn wir vom Kundenpotenzial noch mehr sehen, dann sind wir auch bereit, noch mehr zu produzieren." Bei den Feuereinheiten handelt es sich um die kompletten Flugabwehrsysteme, die neben den Startgeräten für die Lenkflugkörper auch die Einsatzzentrale und das Radar umfassen.

Auch die Produktion der Lenkflugkörper selbst könne weiter ausgebaut werden, sagte Rauch. Genauere Zahlen nannte er nicht. Schon jetzt produziere Diehl etwa zehnmal so viele Lenkflugkörper wie vor Beginn des Ukraine-Kriegs.

Iris-T-Hersteller Diehl fährt Produktion hoch
14:51 Uhr

Starkes US-BIP-Wachstum im dritten Quartal - PCE steigt deutlich

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal 2025 etwas stärker gewachsen als zunächst berichtet. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 4,3 Prozent gerechnet, nachdem das Handelsministerium in einer ersten Schätzung ebenfalls ein Plus von 4,3 Prozent gemeldet hatte. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft um 3,8 Prozent gewachsen.

Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 2,8 Prozent nach einem Anstieg von 2,1 Prozent im Vorquartal. Der BIP-Deflator betrug 3,8 Prozent nach 2,1 Prozent im Vorquartal. Volkswirte hatten ein Plus von 3,8 Prozent erwartet. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen.

Starkes US-BIP-Wachstum im dritten Quartal - PCE steigt deutlich
14:26 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Nachdem die Wellen bei Risiko-Assets wie Aktien in den vergangenen Tage hoch geschlagen haben, befindet sich der europäische Geldmarkt unverändert in ruhigem Fahrwasser. Die Liquidität sorgt weiterhin für stabile Sätze am kurzen Ende, während die Leitzinsen noch lange Zeit auf dem aktuellen Niveau verharren dürften..

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(Foto: IMAGO/Zoonar)

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 1,90 - 2,07 (1,90 - 2,07), Wochengeld: 1,92 - 2,09 (1,90 - 2,07), 1-Monats-Geld: 1,95 - 2,13 (1,95 - 2,13), 3-Monats-Geld: 2,03 - 2,21 (2,02 - 2,28), 6-Monats-Geld: 2,08 - 2,28 (2,06 - 2,26), 12-Monats-Geld: 2,18 - 2,37 (2,16 - 2,35), Euribors: 21.01. 20.01. 3 Monate: 2,0340 2,0220, 6 Monate: 2,1560 2,1510, 12 Monate: 2,2280 2,2360

Neues vom Geldmarkt
14:04 Uhr

Wall Street grün gefärbt

(Foto: picture alliance / Sipa USA)

An den US-Börsen zeichnet sich ein etwas festerer Handelsstart ab. Schon am Mittwoch hatten die Aktienkurse kräftig zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland eingelenkt hatte. Anders als zunächst angekündigt will er nun doch keine Strafzölle auf Einfuhren aus jenen europäischen Nato-Mitgliedsstaaten erheben, die als Zeichen der Solidarität Soldaten auf die zu Dänemark gehörende Insel entsandt hatten, die Trump gerne den USA zuschlagen würde.

Der Dollar zeigt sich daraufhin behauptet. Am US-Anleihemarkt kommen die Renditen leicht zurück, im Zehnjahresbereich um einen Basispunkt auf 4,24 Prozent. Der Goldpreis legt nach seinem jüngsten Höhenflug eine Pause ein und tendiert wenig verändert. Die Ölpreise geben deutlicher nach, nachdem die Internationale Energieagentur für dieses Jahr ein Überangebot an Öl prognostiziert hat.

Wall Street grün gefärbt
13:39 Uhr

Auftragsbücher von Rheinmetall prall gefüllt - Kasse klingelt

Der Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet in diesem Jahr mit einem Auftragseingang im internationalen Geschäft von 80 Milliarden Euro. Vorstandschef Armin Papperger verwies auf laufende Wettbewerbe um Aufträge für den Radpanzer Boxer, die Fregatten F126 und F127 sowie eine weitere Tranche von Puma-Schützenpanzern. Allein der Boxer-Auftrag hätte ein Volumen von 37,7 Milliarden Euro, sagte Papperger auf einer "Handelsblatt"-Konferenz in Berlin. Die Aufträge für die Fregatten wären zwölf bis 13 Milliarden Euro wert.

Auftragsbücher von Rheinmetall prall gefüllt - Kasse klingelt
13:13 Uhr

Zinssenkung in der Türkei - Inflationsgespenst schwebt weiter

Die türkische Zentralbank setzt ihre Zinssenkungsserie fort. Sie schraubte den Leitzins um einen vollen Punkt auf 37,00 Prozent herunter. Es war bereits die fünfte Lockerung in Folge. Experten hatten mit einer kräftigeren Senkung auf 36,5 Prozent gerechnet, nachdem die Notenbank den Leitzins im Dezember um 1,5 Punkte heruntergesetzt hatte. Trotz Anzeichen einer Verbesserung gebe es weiter Risiken mit Blick auf den Prozess rückläufiger Inflationsraten, erklärten die Währungshüter.

Angesichts der Preisanpassungen zum Jahreswechsel und der Erhöhung des Mindestlohns um 27 Prozent könnte die Inflation in den kommenden Monaten schwankungsanfällig sein, wie Zentralbankchef Fatih Karahan jüngst vor Investoren prognostizierte. Die Zentralbank hat sich bei der Inflation bis Ende des Jahres ein Zwischenziel von 16 Prozent gesetzt. Im Dezember kletterten die Verbraucherpreise in der Türkei um 30,9 Prozent.

Zinssenkung in der Türkei - Inflationsgespenst schwebt weiter
12:49 Uhr

Dax ist charttechnisch angeschlagen

Trotz der Freude über die Entspannung um Grönland schmelzen die Gewinne im Dax dahin. Anleger trauen dem Frieden zwischen den USA und der EU offensichtlich nicht so sehr. Denn trotz der Erleichterung sei das Vertrauen dahin, sagt Marktstratege Christian Henke von IG. Obwohl US-Präsident Donald Trump seinem Spitznamen "TACO Man" wieder einmal gerecht geworden sei, bleibe ein bitterer Nachgeschmack und die Frage, was kommt als Nächstes.

"Charttechnisch präsentiert sich der Dax angeschlagen", warnt Henke trotz der Entspannung. Am Vortag rutschte der deutsche Leitindex unter die Oberseite der Handelsspanne bei 24.645 Punkten, die erst kürzlich mit viel Anstrengung erobert werden konnte. Die exponenzielle 50-Tage-Durchschnittslinie bei 24.455 Zählern und das 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 24.536 Punkten konnten Schlimmeres verhindern. Doch nun sollte heute die erwähnte Chartmarke bei 24.645 Zählern erst einmal auf Schlusskursbasis zurückgewonnen werden. Die nächste Hürde nach oben sei nun der Widerstandsbereich bei 24.911 Punkten.

Dax ist charttechnisch angeschlagen
12:25 Uhr

Ubisoft-Aktie bricht massiv ein - zeitweise vom Handel ausgesetzt

Nach einem dramatischen Kursturz ist der Handel mit Aktien des französischen Videospielriesen Ubisoft zeitweilig ausgesetzt worden. Die Aktie verlor an der Pariser Börse am Morgen zunächst mehr als 28 Prozent, bevor der Handel ausgesetzt wurde. Nach der Wiederaufnahme setzte sich der Absturz fort und erreichte ein Minus von über 34 Prozent. Am Mittwoch hatte Ubisoft mitgeteilt, dass der Spieleentwickler mit einem Milliardenverlust rechnet - und die Veröffentlichung mehrerer Spiele verschieben und weitere Titel absagen muss.

Zudem kündigte das Unternehmen, das bereits seit mehreren Jahren in finanziellen Schwierigkeiten steckt, eine massive Umstrukturierung an. Dabei sollen viele der dutzenden Studios weltweit zu fünf "Kreativhäusern" zusammengelegt werden, die sich jeweils der Einwicklung eines anderen Spielgenres widmen.

Ubisoft-Aktie bricht massiv ein - zeitweise vom Handel ausgesetzt
11:58 Uhr

Dax marschiert wieder - Öl deutlich billiger

Update von der Frankfurter Börse: Die Entschärfung des Grönland-Konflikts hat den Dax nach dem Verlust von Hunderten Punkten wieder deutlich steigen lassen. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 1,3 Prozent höher bei 24.872 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls 1,3 Prozent auf 5959 Stellen. Der Euro lag kaum verändert bei 1,1690 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI sanken um je 1,2 Prozent.

Dax marschiert wieder - Öl deutlich billiger
11:37 Uhr

Carl Zeiss erfüllt Analystenbefürchtungen - Aktie stürzt ab

Die Aktien von Carl Zeiss Meditec brechen um 13,2 Prozent ein. Der nun eingedampfte Jahresausblick komme nicht ganz unerwartet, sonst wären die Kursverluste noch höher, heißt es im Handel. Weiter unbefriedigend verläuft das Geschäft vor allem in China, der bisherige Ausblick könne daher nicht gehalten werden. "Zeiss vollzieht damit aber nur nach, was Analysten schon erwartet hatten", so ein Händler. So hatte Goldman Sachs schon am Dienstag die Kauf-Empfehlung gestrichen und das Kursziel deutlich gesenkt. Die Begründung dafür seien genau die Befürchtungen gewesen, die Carl Zeiss nun bestätigt habe.

Carl Zeiss erfüllt Analystenbefürchtungen - Aktie stürzt ab
11:13 Uhr

Kehrtwende bei Strafzöllen treibt Autowerte hoch

Die Abwendung von US-Zöllen im Grönland-Streit hilft den Autowerten auf die Sprünge. Der europäische Branchenindex gewinnt in der Spitze 3,4 Prozent. Porsche, Continental, Mercedes-Benz und BMW rücken zwischen vier und 2,4 Prozent vor. Die Aktien von Volkswagen sind mit einem Plus von 5,5 Prozent Spitzenreiter im Dax - zusätzlich gestützt werden die Papiere auch durch einen überraschend hohen Barmittelzufluss im Autogeschäft 2025. Trumps Äußerungen in Davos zu Grönland hätten die unmittelbaren Befürchtungen vor Strafzöllen gemildert, sagt Fabio Hoelscher, Analyst bei Warburg Research.

Kehrtwende bei Strafzöllen treibt Autowerte hoch
10:51 Uhr

Kupfer - der nächste Highflyer bei den Metallen?

Nicht nur Edelmetalle sind derzeit stark gefragt. Auch bei Industriemetallen wie Kupfer geht es seit Monaten kräftig nach oben. Ob der Höhenflug noch weitergeht und wie Anleger auf den Kupferpreis setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Anja Schneider von der Société Générale.

Kupfer - der nächste Highflyer bei den Metallen?
10:25 Uhr

Top-Ökonom gegen Gold-Rückholaktion aus USA

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält nichts von einer Rückholung des Bundesbank-Goldes aus den USA. "Logistisch wäre eine Rückholaktion nicht sehr kompliziert. Die Frage ist nur, was man davon hätte: Aus geldpolitischen Gründen kann es sinnvoll sein, das Gold für bestimmte Transaktionen in den USA zu belassen", sagte Hüther der "Rheinischen Post". Am Ende spare die Bundesbank allenfalls ein wenig an den Lagerkosten: "Trump beeindrucken wird man damit sicher nicht", fügte der Direktor des arbeitgebernahen Instituts hinzu. Der von US-Präsident Donald Trump losgetretene Konflikt um die Zukunft Grönlands hatte eine Debatte über den Umgang mit den deutschen Goldvorräten in den Vereinigten Staaten ausgelöst.

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Michael Hüther

Hüther mahnte, die EU sollte den Streit mit den USA zum Anlass nehmen, sich beim Zahlungsverkehr strategisch unabhängiger aufzustellen. "Stand heute sind wir vollständig abhängig von den US-Anbietern Visa und Mastercard und damit erpressbar. Wir brauchen dringend Alternativen", mahnte Hüther. Die Einführung des digitalen Euro oder eine privatwirtschaftliche Lösung seien deshalb geopolitisch wichtig.

Top-Ökonom gegen Gold-Rückholaktion aus USA
10:10 Uhr

Qiagen-Aktie weiter von Übernahmespekulationen dominiert

Erneute Übernahmeschlagzeilen haben den Aktienkurs von Qiagen wieder in die Höhe schnellen lassen. Das Papier legt aktuell 1,6 Prozent zu. Ein Bericht von Bloomberg habe darauf hingedeutet, dass der Konzern strategische Optionen prüfe, einschließlich eines möglichen Verkaufs, nachdem das Interesse an einer Übernahme erneut aufgekommen sei. Dieses Muster von Übernahmespekulationen sei bekannt und habe sich in den vergangenen sechs Jahren wiederholt.

Da die Aktien nun das erhöhte Kursziel erreicht hätten, halten die Analysten sie für fair bewertet und stufen sie auf "Hold" herab. Der Aktienkurs von Qiagen werde wahrscheinlich weiterhin von der fundamentalen Leistung entkoppelt bleiben, bis es mehr Klarheit über eine mögliche Übernahme gebe.

Qiagen-Aktie weiter von Übernahmespekulationen dominiert
09:46 Uhr

Japans Exporte wachsen 2025

Die japanischen Exporte sind im vergangenen Jahr trotz hoher US-Zölle gewachsen. Sie legten um 3,1 Prozent im Vergleich zu 2024 zu, wie aus den Regierungsdaten jervorgeht. Die Importe legten um 0,3 Prozent zu, was zum Teil auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen ist. Damit verringerte sich das japanische Handelsdefizit um 52,9 Prozent auf 2,7 Billionen Yen (rund 14,5 Milliarden Euro).

Japans Exporte wachsen 2025
09:31 Uhr

E-Autos fahren vor allem Besserverdiener

Elektroautos besitzen in Deutschland vor allem Besserverdiener. Lediglich 1,3 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2600 bis unter 3600 Euro monatlich waren es 3,5 Prozent, bei 3600 bis unter 5000 Euro 5,4 Prozent. Dagegen besaßen 13,4 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride.

Ab diesem Jahr möchte die Bundesregierung eine Förderung beim Kauf oder beim Leasing eines neuen E-Autos oder Plug-in-Hybrids durch Privatpersonen einführen - mit bis zu 6000 Euro. Bei der Förderung soll es auch einen Bonus für Familien und Haushalte mit niedrigeren Einkommen geben.

E-Autos fahren vor allem Besserverdiener
09:15 Uhr

"Erleichterung ist spürbar"

Mit deutlichen Aufschlägen präsentiert sich der Dax zum Start ins heutige Geschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 24.850 Punkten, nachdem er zur Wochenmitte mit 24.561 Zählern geschlossen hatte. Die Wall Street hatte im Anschluss bereits zugelegt. Der Grund: US-Präsident Donald Trump ist überraschend von seiner Drohung abgerückt, im Streit um Grönland Strafzölle gegen acht europäische Staaten zu verhängen. Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos stellte er eine Einigung in Aussicht.

"Die Erleichterung ist spürbar", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil und verweist auf das Plus an der Wall Street sowie bei Nikkei und kospi. "Die Risikobereitschaft steigt wieder", erläutert sie. "Das Zurückrudern Trumps wird positiv aufgenommen, auch wenn noch nicht klar ist, wie das mögliche Grönland-Abkommen genau aussieht."

"Erleichterung ist spürbar"
08:59 Uhr

Run in Gold ebbt ab

Die Aussicht auf eine Entspannung im Grönland-Streit sorgt bei Gold für einen Preisrückgang. Das Edelmetall verbilligt sich um bis zu 1,3 Prozent auf 4772 Dollar je Feinunze. Gestern hatte Gold, das in Krisenzeiten gern als sicherer Hafen angesteuert wird, noch ein frisches Rekordhoch von 4887,82 Dollar je Feinunze erklommen. Die Kehrtwende des US-Präsidenten Donald Trump habe die geopolitischen Spannungen etwas kleiner werden lassen, resümiert Soni Kumari von ANZ. Trump ruderte am Mittwoch abrupt zurück von seinen Drohungen, Zölle gegen acht europäische Staaten als Druckmittel zur Annexion Grönlands zu verhängen, schloss den Einsatz von Gewalt aus und deutete an, dass eine Einigung zur Beilegung des Streits in Sicht sei.

Marktbeobachter warnen jedoch vor zu viel Euphorie nach Trumps überraschendem Einlenken. Ob das Grönland-Thema dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden könne, bleibe zum jetzigen Zeitpunkt offen, sagt Thomas Altmann von QC Partners.

Run in Gold ebbt ab
08:39 Uhr

Tech-Schwergewichte sorgen für Kospi-"Meilenstein"

Zeichen der Entspannung im Grönland-Streit sorgen an den asiatischen Aktienmärkten für teils kräftige Kursgewinne. US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, es sei ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung über Grönland und die Arktis erzielt worden. Seine Drohung weiterer Zölle gegen europäische Länder zog Trump zurück. Besonders deutlich fällt das Plus in Tokio aus, wo es für den Nikkei um 2,0 Prozent nach oben geht. Der Kospi in Seoul legt um 1,2 Prozent zu und klettert im Verlauf erstmals über die Marke von 5000 Punkten. Kaum bewegt zeigen sich dagegen die chinesischen Börsen in Shanghai und Hongkong.

Der Kospi in Seoul markiert bei 5020 Punkten erneut ein Rekordhoch. Erneut sind es die Technologie- und Auto-Werte, die den Index antreiben. Hier spekulierten Marktteilnehmer auf eine weiter steigende Nachfrage im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI), heißt es. Schwächere Wachstumsdaten für das vierte Quartal 2025 werden in den Hintergrund gedrängt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im Zeitraum von Oktober bis Dezember um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während Analysten mit einem Wachstum um 0,2 Prozent gerechnet hatten. Der Anstieg im Jahresvergleich um 1,5 Prozent entsprach den Erwartungen.

Für die Aktien der Index-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix geht es in Seoul um 3,9 bzw. 2,8 Prozent nach oben. Hier stützen zusätzlich Berichte, wonach die beiden Konzerne planten, die Produktion einiger Speicherchips zu reduzieren, um die Preise und Gewinnmargen zu steigern.

Tech-Schwergewichte sorgen für Kospi-"Meilenstein"
08:22 Uhr

Trump zeigt bei Kreditkartenfirmen Härte

US-Präsident Donald Trump beharrt auf der Deckelung der Zinsen für Kreditkarten. Die Anbieter müssten den Bürgern entgegenkommen, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender CNBC. Er habe bereits Anrufe von Vertretern der Branche erhalten. "Es sind Leute, die mit mir befreundet sind, und ich behandele sie gut", sagte Trump. "Ich respektiere sie sehr, aber sie verdienen eine Menge Geld, sie müssen die Leute entlasten."

Die US-Großbank JPMorgan hatte vor schweren Folgen von Trumps Fordrung gewarnt. "Das würde 80 Prozent der Amerikaner den Zugang zu Krediten verwehren, und zwar zu ihren finanziellen Reserven", sagte JPMorgan-Chef Jamie Dimon auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Er gilt als einer der einflussreichsten Banker der Wall Street. Dimon argumentierte, die von Trump geforderte einjährige Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf zehn Prozent würde vielen Verbrauchern den Zugang zu wichtigen Krediten praktisch versperren. Dimon sprach in dem Zusammenhang von einer "wirtschaftlichen Katastrophe".

Trump, der unter Druck steht, die Sorgen vieler Amerikaner über die steigenden Lebenshaltungskosten im Vorfeld der im November anstehenden Kongresswahlen zu zerstreuen, hatte die Zinsbegrenzung Anfang des Monats gefordert. Der private Verbrauch gilt als Triebfeder der US-Wirtschaft, wobei sich Amerikaner vielfach Konsumgüter auf Pump finanzieren.

Trump zeigt bei Kreditkartenfirmen Härte
08:04 Uhr

"TACO-Trade hat sich wieder ausgezahlt"

Aufwärts dürfte es an Europas Börsen gehen. Die Sorgen um Grönland haben sich wie erhofft als "viel Lärm um Nichts entpuppt". Der Dax sprang nachbörslich wieder bis fast 24.900 Punkte zurück. US-Präsident Donald Trump ruderte gleich doppelt zurück - von seinen Grönland-Drohungen und neuen Strafzöllen gegen Europa. "Der TACO-Trade hat sich damit wieder ausgezahlt", kommentiert ein Händler. Dass Trump seine maßlosen Forderungen nicht umsetzen könne und es zu "Trump Always Chickens Out" komme, hatten schon zahlreiche Händler angesichts seiner Rede auf dem Davos-Wirtschaftsforum antizipiert. Gesichtswahrend für ihn wird nun von einem "Konzept zu einem Deal" gesprochen. Die Börsen dürften sich damit wieder in Richtung Berichtssaison orientieren.

"Die fast noch wichtigere Nachricht ging dagegen fast unter", kommentierte ein Händler: Die Anhörung des Obersten US-Gerichtshofs zum Fall von Fed-Mitglied Lisa Cook. Die Fragen der Richter seien sehr viel deutlicher als erwartet gewesen: "Die Richter machten sehr deutlich, dass die Unabhängigkeit der Fed ein sehr hohes Gut ist". Die von Trump gewünschte Verfügungsmacht über die Besetzung der Notenbankposten werde es wohl nicht geben. Eine politisierte Fed hätte den Glauben an den US-Dollar noch weiter beschädigt.

"TACO-Trade hat sich wieder ausgezahlt"
07:46 Uhr

Deutsche Börse stemmt milliardenschweren Zukauf

Die Deutsche Börse stärkt ihr Fondsgeschäft mit der Übernahme von Allfunds für rund 5,3 Milliarden Euro. Die beiden Unternehmen hätten sich auf die Transaktion geeinigt, teilte der Frankfurter Marktbetreiber mit. Das Angebot bewertet jede Allfunds-Aktie mit insgesamt 8,80 Euro, was einem Aufschlag von 32,5 Prozent auf den Kurs vor Bekanntwerden erster Gespräche Ende November entspricht. Das Management von Allfunds sowie Großaktionäre, die knapp die Hälfte der Anteile halten, unterstützen die Offerte. Die Deutsche Börse erwartet jährliche Kostensynergien von rund 60 Millionen Euro und will den Kauf vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen in der ersten Jahreshälfte 2027 abschließen.

Deutsche Börse stemmt milliardenschweren Zukauf
07:29 Uhr

"Nette Überraschung": VW-Aktie zieht an

Kräftige nachbörsliche Gewinne haben die Aktien von VW gezeigt. Neben der allgemeinen Erleichterung über ausbleibende Zusatzzölle durch US-Präsident Trump kamen auch Aussagen vom Pre-Close-Call gut an. Analysten sprachen von einer "netten Überraschung", denn der Autobauer konnte unerwartet einen um 1 Milliarde Euro höheren Netto-Cashflow als im Vorjahr ausweisen. Allerdings ist er laut Analysten auf ein geringeres Betriebskapital und niedrigere Investitionen zurückzuführen.

"Nette Überraschung": VW-Aktie zieht an
07:10 Uhr

Dank "TACO": Erleichterungsrally an Asien-Börsen

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump sorgen für eine Erleichterungsrally an den Börsen. Trump schloss eine gewaltsame Übernahme Grönlands aus und ließ von neuen Zoll-Androhungen ab. "Ich werde das nicht tun", sagte Trump. "Ich will keine Gewalt anwenden, ich werde keine Gewalt anwenden."

Die Anleger greifen daraufhin bei Aktien zu. In Australien und Japan steigen die Leitindizes um rund ein Prozent, in Südkorea überspringt der Kospi erstmals die Marke von 5000 Punkten. "Der TACO, wie sie es nennen, ist sicherlich real", sagt Damian Rooney, Händler beim Broker Argonaut in Perth, in Anspielung auf ein Akronym der Wall Street für "Trump Always Chickens Out" (Trump kneift immer).

Dank "TACO": Erleichterungsrally an Asien-Börsen
06:53 Uhr

Apple plant Umbau von Siri zu KI-Chatbot

Apple will seinen Sprachassistenten Siri offenbar noch in diesem Jahr in einen KI-basierten Chatbot umwandeln. Die unter dem Codenamen "Campos" entwickelte Software soll tief in die Betriebssysteme von iPhone, iPad und Mac integriert werden und die bisherige Siri-Oberfläche ersetzen, meldete Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der Konzern wolle damit im Wettlauf um KI-Anwendungen zu den großen Technologiekonzernen aufschließen, nachdem die Vorstellung von Apple Intelligence 2024 auf verhaltenes Echo gestoßen war. Dabei setze Apple auf eine Partnerschaft mit Google, dessen Gemini-Modelle die Basis für den neuen Chatbot bilden sollen. Unabhängig davon berichtete "The Information", dass Apple an einem KI-gesteuerten Anstecker (Wearable Pin) arbeite, das frühestens 2027 auf den Markt kommen könnte.

Apple plant Umbau von Siri zu KI-Chatbot
06:33 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am Devisenmarkt legt der Dollar zu. Der Euro fällt im Gegenzug auf 1,1676 Dollar. Der Yen notiert stabil bei 158,24 je Dollar. Der australische Dollar profitiert von besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten. Er erreicht mit 0,6786 Dollar zum US-Dollar ein 15-Monats-Hoch und mit 107,04 Yen zum japanischen Yen ein 18-Monats-Hoch.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:18 Uhr

Bezos' Blue Origin will Musks Starlink angreifen

Jeff Bezos' Raumfahrtunternehmen Blue Origin fordert den Rivalen SpaceX von Elon Musk mit einem eigenen Hochleistungs-Satellitennetzwerk heraus. Das Unternehmen des Amazon-Gründers kündigte den Aufbau von "TeraWave" an, das aus 5408 Satelliten bestehen soll. Die Stationierung soll im vierten Quartal 2027 beginnen. Blue Origin steigt in einen Markt ein, der bislang von SpaceX beherrscht wird. Anders als das Starlink-System von Tesla-Chef Musk, das auch Endverbraucher bedient, zielt TeraWave jedoch primär auf Regierungskunden, Rechenzentren und Unternehmen ab.

Das neue Netzwerk ist auf besonders hohe Übertragungsraten ausgelegt, die durch optische Kommunikation zwischen den Satelliten ermöglicht werden sollen. Geplant sind symmetrische Datenraten von bis zu sechs Terabit pro Sekunde (Tbps) – das entspricht 750 Gigabyte pro Sekunde. Diese Leistung liegt weit über den Standards für Privatkunden und ist für die Verarbeitung sehr großer Datenmengen ausgelegt. Blue Origin zufolge soll das Netzwerk maximal rund 100.000 Kunden bedienen.

Bezos' Blue Origin will Musks Starlink angreifen
05:59 Uhr

Eskalation ist nicht vom Tisch

Die gestern mit Spannung erwartete Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat nicht die befreiende Wirkung gebracht, auf die Anleger gehofft hatten. Zwar sprach er sich im Streit um Grönland gegen den Einsatz von Gewalt aus, gleichzeitig ist die Drohung von Zöllen gegen mehrere europäische Staaten aber nicht vom Tisch. Der Dax hatte deshalb zur Wochenmitte erneut schwächer geschlossen und war mit einem Minus von 0,6 Prozent und einem Stand von 24.561 Punkten in den Feierabend gegangen. Am vergangenen Freitag hatte der deutsche Börsenleitindex noch nahe der 25.300er-Marke notiert, seitdem ging es rund zwei Prozent abwärts.

Heute soll Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem WEF in Davos reden. Erwartet wird neben dem Werben für Deutschland als Investitionsstandort auch eine klare Positionierung gegenüber den US-Ansprüchen auf Grönland und den angedrohten neuen US-Strafzöllen. Der Kanzler dürfte darüber hinaus grundsätzliche Bemerkungen zum Zustand der transatlantischen Beziehungen machen und auf eine regelbasierte Weltordnung pochen.

Derweil erhoffen sich Investoren von der Veröffentlichung der EZB-Protokolle der jüngsten Zinssitzung Aufschluss über den weiteren Kurs. Die Währungshüter hatten im Dezember erneut eine Zinspause eingelegt. EZB-Chefökonom Philip Lane hat signalisiert, dass sich am Leitzins von 2,0 Prozent vorerst wohl nichts ändern wird, falls die Wirtschaft auf Kurs bleibt. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die zuletzt auf 1,9 Prozent gesunkene Inflation nachhaltig beim EZB-Zielwert von 2,0 Prozent stabilisieren wird.

Unternehmensseitig blicken die Anleger auf frische Zahlen von der US-Berichtssaison: Dabei erhoffen sie sich von den Quartalszahlen des kriselnden Chipkonzerns Intel Hinweise auf eine Trendwende. Intel-Chef Lip-Bu Tan hatte vor Monaten den Abbau von etwa einem Viertel der Belegschaft angekündigt. Zudem warten sie auf Aussagen zum Verkaufsstart der neuen Prozessorgeneration "Panther Lake", die mithilfe einer hochmodernen Fertigungstechnik produziert wird. Das US-Unternehmen hat für das abgelaufene Quartal Erlöse zwischen 12,8 und 13,8 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 0,08 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.

Eskalation ist nicht vom Tisch