Der Börsen-Tag
29. Januar 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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07:51 Uhr

SAP liefert Cloudschwäche - und ein Schmankerl

Das Wachstum der wichtigen Cloud-Sparte von SAP hat sich im abgelaufenen Quartal erneut abgeschwächt. Der Auftragseingang für diesen Geschäftsbereich legte jedoch deutlich zu. "Damit haben wir eine solide Basis, um beschleunigtes Wachstum bis 2027 zu erreichen", sagte Christian Klein, der Chef des Softwarekonzerns. Er kündigte einen Aktienrückkauf im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro an. Der Cloud-Umsatz stieg den Angaben zufolge währungsbereinigt um 26 Prozent auf 5,61 Milliarden Euro. In den vorangegangenen Quartalen hatte das Wachstum bei 27 und 28 Prozent gelegen.

Der Auftragseingang legte im Quartal um 30 Prozent zu und erreichte mit 77 Milliarden Euro ein Rekordhoch. Der bereinigte operative Konzerngewinn nahm im vierten Quartal 2025 um 21 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro zu.

SAP liefert Cloudschwäche - und ein Schmankerl
07:35 Uhr

Berichtssaison gibt den Takt vor

Mit einem leichten Plus dürften die europäischen Aktienmärkte in den Handel starten. Dabei richtet sich der Fokus vor allem auf die Berichtssaison, die ihren ersten Höhepunkt verzeichnet und daher die wichtigen Impulse, vor allem für Einzelwerte, liefern dürfte. Zahlen gibt es unter anderem von SAP, der Deutschen Bank, der DWS, ABB, Roche und Nokia. Die zunehmenden geopolitischen Risiken, die den Goldpreis weiter antreiben, treten dagegen etwas in den Hintergrund.

Die mit Spannung erwartete Sitzung der US-Notenbank brachte keine Überraschungen. So wurde das Zinsniveau wie erwartet zwischen 3,50 und 3,75 Prozent bestätigt. Die beiden von US-Präsident Donald Trump ernannten Fed-Gouverneure Stephen Miran und Christopher Waller votierten für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Es wurden nur relativ moderate Änderungen an dem geldpolitischen Statement vorgenommen. Es wurden Formulierungen beibehalten, die in der Regel Offenheit für weitere Schritte signalisieren, ohne sich auf einen Zeitplan festzulegen.

Ohne eine weitere Abschwächung des Arbeitsmarktes dürfte die nächste Zinssenkung erst nach Ablauf von Powells Amtszeit als Fed-Chef im Mai erfolgen, heißt es. "Es wird wahrscheinlich eine Weile nichts passieren, es sei denn, es gibt eine große Überraschung", sagte William English, ein ehemaliger leitender Ökonom der Fed.

Berichtssaison gibt den Takt vor
07:18 Uhr

Meta packt den "KI-Wumms" aus

Steigende Preise für Online-Anzeigen haben Meta zu einem überraschend starken Quartalsergebnis verholfen. Gleichzeitig treibt die Facebook-Mutter die Entwicklung einer künstlichen Superintelligenz voran. Die Investitionen in KI-Rechenzentren würden sich 2026 voraussichtlich auf 115 bis 135 Milliarden Dollar nahezu verdoppeln, prognostizierte der US-Konzern. Dennoch könne mit einem weiteren Anstieg des operativen Gewinns gerechnet werden.

Im vergangenen Jahr wuchs das Betriebsergebnis den Angaben zufolge um 20 Prozent auf 83,28 Milliarden Dollar. Der Konzernumsatz legte um 22 Prozent auf 200,97 Milliarden Dollar zu. Motor dieser Entwicklung waren erneut die Werbeeinnahmen. Mit der neuen Meta-Software Advantage+ können Kunden automatisierte und personalisierte Kampagnen schalten. Analysten zufolge stößt dieses Angebot bei Werbetreibenden auf wachsendes Interesse.

Meta packt den "KI-Wumms" aus
07:02 Uhr

Asien-Börsen blicken auf die Wall Street

Die Rekordjagd an den asiatischen Aktienmärkten legt eine Pause ein. Grund dafür sind gemischte Bilanzen aus dem US-Technologiesektor, die vor den mit Spannung erwarteten Zahlen von Apple für Zurückhaltung bei den Anlegern sorgten. Zudem signalisiert die US-Notenbank Fed eine Zinspause. Fed-Chef Jerome Powell sprach von sich deutlich verbessernden Konjunkturaussichten.

In Tokio bleibt der Nikkei-Index fast unverändert bei 53.357,19 Punkten. Der breiter gefasste Topix verliert 0,1 Prozent auf 3530,07 Zähler. Der Shanghai Composite zeigt sich ebenfalls kaum verändert.

Asien-Börsen blicken auf die Wall Street
06:43 Uhr

Anleger strafen Microsoft ab

Die milliardenschweren Investitionen in neue Rechenzentren zahlen sich für Microsoft aus. "Der Umsatz der Cloud-Sparte hat im abgelaufenen Quartal die Marke von 50 Milliarden Dollar übersprungen", sagte Finanzchefin Amy Hood. "Wir haben die Erwartungen bei Erlösen, Betriebsergebnis und Reingewinn übertroffen."

Die Aktien des US-Softwarekonzerns fielen dennoch im nachbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als sieben Prozent. Das Cloud-Wachstum übertraf mit einem Plus von 39 Prozent die Analystenprognosen nur knapp. Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 15 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar und der Überschuss um 21 Prozent auf 4,14 Dollar je Aktie.

Anleger strafen Microsoft ab
06:34 Uhr

Dollar steht unter Druck

Am Devisenmarkt steht der Dollar unter Druck, obwohl Vertreter der US-Regierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) verbal Unterstützung leisten. Der Dollar verliert 0,3 Prozent auf 152,97 Yen und legt leicht auf 6,9472 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,3 Prozent niedriger bei 0,7658 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,2 Prozent auf 1,1980 Dollar und zieht leicht auf 0,9175 Franken an.

Dollar steht unter Druck
06:18 Uhr

Absatzschwund und Gewinneinbruch bei Tesla

Der Absatzrückgang beim US-Elektroautobauer Tesla hinterlässt Spuren. Der Umsatz des Unternehmens, zu dem neben dem Autogeschäft unter anderem auch eine Sparte mit stationären Stromspeichern gehört, schrumpfte im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 94,83 Milliarden Dollar. Allein im Kerngeschäft mit Autos ging es um zehn Prozent abwärts. Der Nettogewinn sank sogar um gut ein Viertel auf knapp 5,8 Milliarden Dollar.

Tesla leidet unter der rückläufigen Nachfrage nach seinen Autos. Neben der zunehmenden Konkurrenz bei den Fahrzeugen spielt dabei auch das Auslaufen der Elektro-Förderung in den USA eine Rolle. Auch der Einsatz von Musk für die Regierung von US-Präsident Donald Trump zum Jahresbeginn 2025 hat einige Kunden nachhaltig verschreckt.

Absatzschwund und Gewinneinbruch bei Tesla
06:00 Uhr

Heute zählen nur die nackten Zahlen - und ein Flaggschiff

Es ist, wie es ist: Der Dax beißt sich bislang an der 25.000-Punkte-Marke die Zähne aus. Zur Wochenmitte schloss der deutsche Börsenleitindex 0,3 Prozent schwächer mit einem Stand von 24.823 Zählern. Die Zurückhaltung der Anleger war nicht verwunderlich, da erst nach Börsenschluss die Fed-Zinsentscheidung – alles bleibt, wie es ist - sowie Geschäftszahlen etwa von Tesla und Microsoft anstanden.

Und auch heute liegt das Augenmerk der Anleger auf der Berichtssaison. Im Fokus: mehrere Dax-Werte. So will etwa der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, den Investoren bei der Vorlage der Bilanz für das vergangene Jahr einen Milliardengewinn präsentieren. Knapp sechs Milliarden Euro hat das Institut Analysten zufolge 2025 unter dem Strich verdient - so viel wie seit Jahren nicht mehr. Doch die Zahlen werden durch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft überschattet. Ausgerechnet am Tag vor der Bilanzvorlage durchsuchten Fahnder des Bundeskriminalamts Büros der Bank. Der Verdacht der Geldwäsche steht im Raum. Sewing wird dazu Stellung nehmen müssen.

Bei den Geschäftszahlen des Walldorfer Softwarekonzerns SAP liegt das Augenmerk wie üblich auf der Cloud-Sparte. Im dritten Quartal hatte sich deren Wachstum verlangsamt. Daher rechnet SAP für das Gesamtjahr 2025 mit Erlösen in diesem Bereich am unteren Ende der angepeilten Spanne von 21,6 bis 21,9 Milliarden Euro. Analysten sagen ein Volumen von 21,02 Milliarden Euro voraus.

Zudem präsentiert der Autobauer Mercedes-Benz die erneuerte Luxuslimousine S-Klasse in einer umfassenden Überarbeitung der vor fünf Jahren herausgekommenen siebten Generation. Das Flaggschiff-Produkt mit Verbrennungsmotor läutet eine Produktoffensive mit gut einem Dutzend neuen Modellen in diesem Jahr ein. Als wichtigster Gewinnbringer soll die S-Klasse der schwächelnden Marke mit dem Stern nach wirtschaftlich schwierigen Jahren Schub verleihen.

Und dann ist da ja auch noch Apple. Dank einer starken Nachfrage nach dem neuen iPhone 17 hoffen Anleger auf ermutigende Quartalsergebnisse. Dem Analysehaus Counterpoint zufolge ist der US-Konzern der weltgrößte Smartphone-Anbieter. Auch auf dem wichtigen chinesischen Markt habe er die Spitzenposition zurückerobert. Apple hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von 136,73 bis 139,22 Milliarden Dollar vorhergesagt.

Heute zählen nur die nackten Zahlen - und ein Flaggschiff