Der Börsen-Tag
1. September 2023
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:38 Uhr

DAX macht auf der Zielgeraden noch schlapp

Mit Abschlägen hat sich der deutsche Aktienmarkt aus dieser Woche verabschiedet. Von dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht haben die Märkte nicht die "bequemen" Signale bekommen, die sie sich gewünscht hatten. Entsprechend wurde auf dem Frankfurter Parkett noch um die beste Erklärung gerungen. Tendenziell überwog eine positive Bewertung, an den Anleihemärkten war davon aber schon viel eingepreist. Entsprechend kam es zu Gewinnmitnahmen.

Stützend auf das Handelsgeschehen wirkte, dass China diverse Konjunkturmaßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Wiederbelebung des angeschlagenen Immobiliensektors angekündigt hat. Dazu hat sich mit dem Caixin-PMI auch der wichtigste Einkaufsmanager-Index der dortigen Industrie mit 51,0 wieder in expansives Territorium vorgearbeitet.

Der DAX gab um 0,7 Prozent nach und schloss bei 15.840 Punkten. Damit verzeichnete der deutsche Leitindex ein kleines Wochenplus. Der EUROSTOXX50 notierte 0,2 Prozent leichter bei 4289 Stellen.

Im MDAX brachen Aurubis um 6,1 Prozent ein, nachdem der Verlust zuvor sogar zweistellig war. Der Verlust durch Metalldiebstahl sei so hoch, dass die Prognose ausgesetzt werden musste, so das Unternehmen. Das Management scheine die Tragweite der Entwicklung erst langsam zu begreifen, hieß es im Handel.

Die im SDAX notierten Aktien des Aurubis-Großaktionärs Salzgitter erholten sich nach kräftigen Verlusten und stiegen noch um 1,0 Prozent. Wegen Aurubis musste auch der Stahlhersteller seine Prognose für das Geschäftsjahr 2023 aussetzen.

Düster sah es weiter bei den Autoherstellern aus: Der Sektor-Index in Europa verzeichnete ein deutliches Minus. Hier belastete der kräftige Abschlag von 4,2 Prozent bei Volkswagen. Die UBS hat die Aktie auf "Sell" heruntergestuft und sieht VW als den Hauptverlierer der Expansion von Chinas Autoherstellern. Die Wolfsburger hätten den Vorteil des Pioniers am E-Automarkt aus der Hand gegeben und seien auf dem Weg von der ehemaligen Nummer eins in China zu einem Nischenanbieter, hieß es.

DAX macht auf der Zielgeraden noch schlapp
17:16 Uhr

Achtung Angstmonat! Wird der September seinem schlechten Ruf gerecht?

Mit dem September hat einer der schlechtesten Börsenmonate begonnen - zumindest statistisch gesehen. Werden die kommenden Wochen also besonders schwierig? Und welche Tipps gibt es für Anlegende in diesem Angstmonat? Darüber spricht Raimund Brichta mit Matthias Hüppe von der HSBC.

Achtung Angstmonat! Wird der September seinem schlechten Ruf gerecht?
16:52 Uhr

Wall Street nach US-Jobdaten im Plus

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(Foto: REUTERS)

Die Hoffnung auf eine Zinspause der US-Notenbank nach den jüngsten US-Arbeitsmarktdaten gibt der Wall Street Auftrieb. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsstart 0,4 Prozent höher bei 34.876 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um ein halbes Prozent auf 4531 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,7 Prozent auf 14.130 Stellen.

Gefragt bei den Einzelwerten waren Dell, die um rund 20 Prozent in die Höhe schossen. Der PC-Hersteller hat mit Blick auf den Boom um Künstliche Intelligenz (KI) seine Jahresprognose angehoben. Die Titel der Chipfirma Broadcom verloren dagegen 4,4 Prozent. Aufgrund einer sinkenden Nachfrage bei Geschäftskunden lag die Prognose des Unternehmens für das laufende Quartal unter den Markterwartungen.

Wall Street nach US-Jobdaten im Plus
16:17 Uhr

Neuer Chef für KI-Geschäfte: SAP holt Microsoft-Mann

Europas größter Softwarehersteller SAP hat einen neuen Chef für seine Geschäfte rund um Künstliche Intelligenz (KI) beim US-Softwareriesen Microsoft gefunden. Walter Sun übernehme zum 1. September den Posten bei den Walldorfern, hieß es beim DAX-Schwergewicht.

Sun war den Angaben zufolge seit 2005 bei Microsoft. SAP-Vorstandschef Christian Klein will künftig verstärkt KI-Tools in die SAP-Software einbauen und dafür von den Kunden auch um rund 30 Prozent erhöhte Preise verlangen.

Neuer Chef für KI-Geschäfte: SAP holt Microsoft-Mann
16:00 Uhr

"Durch KI werden viele Arbeitsplätze wegfallen"

Der Einsatz von KI befindet sich auf dem Vormarsch, immer mehr Branchen setzen auf computergesteuerte Zuarbeit. Sandra Navidi von BeyondGlobal sieht dadurch viele Arbeitsplätze in den unterschiedlichsten Bereichen in Gefahr. Letztlich gebe es jedoch einen entscheidenden "menschlichen Vorteil gegenüber Maschinen".

"Durch KI werden viele Arbeitsplätze wegfallen"
15:39 Uhr

Autoindustrie beklagt Auftragsmangel - Geschäftsklima eingetrübt

Die deutsche Autoindustrie schätzt ihre aktuellen Geschäfte nach einer Unternehmensumfrage des IFO-Instituts schlechter ein als im Vormonat. Bei den Autoherstellern fiel der Index für die Geschäftslage im August auf die Nullmarke, der Index für die Geschäftserwartungen sogar auf minus 75 Punkte.

"Fast die Hälfte der Autohersteller klagt über Auftragsmangel", teilten die Wirtschaftsforscher in München mit. Die Auftragsbücher sorgten aber noch für ein halbes Jahr Auslastung. "Die Stimmung hat sich vor allem bei den Autoherstellern verschlechtert, die Zulieferer sind mit ihrer aktuellen Lage immer noch einigermaßen zufrieden", sagt Anita Wölfl, Fachreferentin am IFO- Zentrum für Industrieökonomik und neue Technologien.

Autoindustrie beklagt Auftragsmangel - Geschäftsklima eingetrübt
15:23 Uhr

Russen und Saudis halten Ölpreis hoch - wieder starke Steigerung

Die Ölpreise haben heute ihren Weg nach oben fortgesetzt. Nordseeöl der Sorte Brent zur Lieferung im November kostete 87,78 Dollar, das waren 1,2 Prozent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,6 Prozent auf 84,67 Dollar.

Am Donnerstag hatten die Erdölpreise deutlich zugelegt, nachdem sich Russlands stellvertretender Ministerpräsident Alexander Nowak zur künftigen Förderpolitik äußerte. Man habe sich mit den anderen Ländern des Rohölverbunds OPEC+ auf weitere Angebotsbeschränkungen geeinigt, Details sollen aber erst kommende Woche verkündet werden, erklärte Nowak. Schon seit einiger Zeit begrenzen vor allem die beiden großen Förderländer Saudi-Arabien und Russland ihre Öllieferungen. Damit wollen sie verhindern, dass die Erdölpreise aufgrund der weltweiten Konjunkturschwäche zu stark unter Druck geraten.

Russen und Saudis halten Ölpreis hoch - wieder starke Steigerung
14:55 Uhr

Analyst: EZB-Zinsanhebung ausgepreist

Eine Zinserhöhung durch die EZB am 14. September ist nach Meinung von Deutsche-Bank-Volkswirt Jim Reid momentan ausgepreist. "Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung wurde beim vorigen Börsenschluss mit 55 Prozent bepreist, nur noch mit 40 Prozent unmittelbar vor der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (und nach den Äußerungen von EZB-Direktorin Isabel Schnabel) und mit 24 Prozent bei Börsenschluss", schrieb Reid in einem Kommentar.

Analyst: EZB-Zinsanhebung ausgepreist
14:41 Uhr

Mehr neue Jobs in den USA als erwartet - Legt die Fed nun nach?

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(Foto: dpa)

In den USA sind im August mehr Stellen aufgebaut worden als erwartet. Es kamen 187.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft hinzu, wie aus dem Arbeitsmarktbericht der US-Regierung hervorgeht. Ökonomen hatten lediglich einen Zuwachs von 170.000 auf dem Radar. Allerdings wurde der Wert für den Jobaufbau im Juli nach unten revidiert - und zwar auf 157.000 von ursprünglich gemeldeten 187.000 Stellen.

Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote stieg im August auf 3,8 Prozent von 3,5 Prozent im Juli. Experten hatten erwartet, dass es bei 3,5 Prozent bleiben würde. Die US-Notenbank hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent erhöht, um die starke Inflation zu dämpfen und den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abzukühlen. Ob sie am 20. September nachlegt oder nicht, will die Fed von der Datenlage abhängig machen.

Mehr neue Jobs in den USA als erwartet - Legt die Fed nun nach?
14:16 Uhr

Shell verkauft Geschäft mit Stromkunden in Deutschland

Der Energiekonzern Shell verkauft sein Haushaltskundengeschäft in Deutschland und Großbritannien an den britischen Konkurrenten Octopus Energy. Die Tarife und das Angebot blieben davon unberührt, teilte Shell mit. Die Transaktion sei zum 1. September vereinbart worden und solle im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden.

Shell versorgt in den beiden Ländern zusammen insgesamt rund zwei Millionen Haushaltskunden mit Gas, Strom und Breitbandangeboten. Dem Konzern zufolge wollen die beiden Unternehmen auch Möglichkeiten für eine internationale Zusammenarbeit im Bereich des Ladens von E-Fahrzeugen ausloten.

Shell verkauft Geschäft mit Stromkunden in Deutschland
13:51 Uhr

Aurubis-Problematik zieht Salzgitter-Aktie runter

Mit einem Kursabschlag von 1,7 Prozent hat die Aktie von Salzgitter auf die kassierte Prognose reagiert. Den Grund für die Aussetzung der Prognose sehen die Citi-Analysten in der Entwicklung bei Aurubis. Salzgitter halte einen Anteil von 29,99 Prozent und konsolidiere diesen an den Gewinnen, wodurch Aurubis ein wichtiger Gewinntreiber sei.

Mit Blick auf den Konsens stellen die Analysten fest, dass dieser schon am unteren Ende der nun einkassierten Prognose zwischen 300 und 400 Millionen Euro gelegen habe. So geht die Citi bereits von starken Rückgängen im Vorsteuergewinn bei Salzgitter im dritten Quartal aus.

Aurubis-Problematik zieht Salzgitter-Aktie runter
13:27 Uhr

BMW-Chef hält Verbrenner-Verbot für "fahrlässig"

BMW-Vorstandschef Oliver Zipse hat die deutsche Industriepolitik und das EU-Verbot neuer Benzin- und Dieselautos ab 2035 scharf kritisiert. "Ich halte die politische Vorgabe zum Verbrenner-Aus für fahrlässig", sagt er dem "Handelsblatt".

Für den massenhaften Bau von Elektroautos fehlten die Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und seltene Erden. Europa werde so von Importen abhängig und politisch erpressbar. Mit einem Verbot ohne langfristig tragfähige Alternative werde das Wachstum einer ganzen Industrie mit sehr hoher Wertschöpfung abgewürgt. China dagegen habe mit klarer industriepolitischer Strategie seine Autoindustrie gezielt entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut und gefördert. "Das beginnt bei den Minen und führt über die Veredlung der Rohstoffe bis zur Batteriezelle", sagte Zipse.

BMW-Chef hält Verbrenner-Verbot für "fahrlässig"
13:11 Uhr

Neues vom Geldmarkt - Euribors sinken

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Wenig bewegt hat sich der europäische Geldmarkt gezeigt. Auch hier warten die Märkte auf die Vorlage der monatlichen US-Arbeitsmarktdaten und damit Indikationen für die globalen Zinstrends. Aus den bisherigen Konjunktur- und Inflationsdaten im Wochenverlauf waren keine einheitlichen Richtungen zu erkennen. Der Overnight-Satz notierte breit zwischen 3,55 und 3,83 Prozent. Die Euribor-Sätze kommen aber weiter leicht zurück. Nach den Eurozone-Verbraucherpreisen vom Vortag sehen einige Marktteilnehmer die Chance auf eine EZB-Zinspause.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,55 - 3,83 (3,60 - 3,80), Wochengeld: 3,58 - 3,83 (3,60 - 3,80), 1-Monats-Geld: 3,60 - 3,98 (3,65 - 3,90), 3-Monats-Geld: 3,88 - 4,08 (3,85 - 4,05), 6-Monats-Geld: 3,78 - 4,18 (3,90 - 4,10), 12-Monats-Geld: 3,96 - 4,24 (3,95 - 4,25), Euribors: 3 Monate: 3,7700 (3,8030), 6 Monate: 3,9340 (3,9560), 12 Monate: 4,0550 (4,0650)

Neues vom Geldmarkt - Euribors sinken
12:39 Uhr

IWF-Vizechefin rechnet mit längerer Hochzinsphase

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stellt sich auf eine länger andauernde Hochzinsphase ein. Die geldpolitischen Schlüsselsätze dürften global für "geraume Zeit" hoch bleiben, sagte IWF-Vizechefin Gita Gopinath auf einer Konferenz der südafrikanischen Notenbank.

Wahrscheinlich würden die Zinsen nie mehr auf eine längere Zeit niedriges Niveau sinken, so wie es im vorigen Jahrzehnt in vielen Währungsräumen der Fall war. Denn es könne öfter zu Angebotsschocks kommen, sagte die Ökonomin mit Blick auf Risiken von plötzlichen Verteuerungen wie etwa bei den wichtigen Energieträgern Gas und Öl.

IWF-Vizechefin rechnet mit längerer Hochzinsphase
12:21 Uhr

Erholung stockt - Wohin dreht der Euro?

Der Euro hat sich deutlich erholt von seinen Tiefstständen im vergangenen Jahr. Allerdings ist der Aufschwung zuletzt ins Stocken geraten. Über die Hintergründe und die Aussichten spricht Raimund Brichta mit Paulina Michel von JP Morgan.

Erholung stockt - Wohin dreht der Euro?
11:52 Uhr

E-Autos sind für die Masse noch zu teuer - Verkäufe stocken

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(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-t)

Elektroautos haben Reichweitenprobleme - nicht nur bei den gefahrenen Kilometern am Stück, sondern auch bei der Akzeptanz der Kundschaft. Das in den vergangenen Jahren stürmische Wachstum der Neuzulassungen hat sich in Deutschland verlangsamt. Branchenkenner rechnen auch für die kommenden Jahre mit einer Schleichfahrt.

"Dass der große Siegeszug des Elektroautos derzeit stockt, liegt an den Preisen", sagt Fabian Piontek, Partner und Autoexperte der Unternehmensberatung Alixpartners. Unter 30.000 Euro sei in Europa fast kein neues kompaktes Elektroauto zu haben. "Das ist für die große Masse der Privatkunden zu teuer."

E-Autos sind für die Masse noch zu teuer - Verkäufe stocken
11:25 Uhr

Deutsche Industrie mit stärkstem Produktionsminus seit Beginn der Corona-Krise

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(Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild)

Die deutsche Industrie steckt auch im August tief im Konjunkturloch. Die Produktion sank so stark wie seit Mai 2020 nicht mehr und damit so kräftig wie zuletzt während der ersten Lockdowns in der Corona-Krise, wie aus einer Umfrage unter rund 400 Betrieben hervorging. Die Auftragsbestände schrumpften immer noch schnell, ebenso wie die Exportbestellungen - wenn auch nicht mehr ganz so massiv wie zuletzt.

Der HCOB-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe stieg zwar minimal um 0,3 auf 39,1 Punkte, dennoch bleibt das an den Finanzmärkten vielbeachtete Barometer immer noch weit von der Wachstumsschwelle von 50 Zählern entfernt und signalisiert damit eine Rezession. Das Barometer für die Industrie in der Eurozone stieg leicht von 42,7 Punkte auf 43,5 Zähler im August.

Deutsche Industrie mit stärkstem Produktionsminus seit Beginn der Corona-Krise
11:02 Uhr

Nvidia setzt Broadcom zu

Broadcom prognostiziert für das vierte Quartal einen Umsatz unter den Experten-Erwartungen. Der Chip-Hersteller teilte mit, Erlöse von 9,27 Milliarden Dollar zu erwarten. Analysten gehen im Durchschnitt dagegen von 9,28 Milliarden Dollar aus. Broadcom begründet den trüben Ausblick mit einer schwächeren Nachfrage durch Unternehmen, einer unerwartet langsamen Erholung im Bereich der Verbraucherelektronik und einer starken Konkurrenz bei Netzwerkchips durch Nvidia. Im abgelaufenen Quartal setzte Broadcom 8,88 Milliarden Dollar um. Analysten hatten mit 8,86 Milliarden Dollar gerechnet. Im nachbörslichen Handel fiel die Broadcom-Aktie um knapp drei Prozent.

Nvidia setzt Broadcom zu
10:33 Uhr

Diebstahlverdacht bei Aurubis: "Zwei Tonnen Gold kann man nicht mit Sackkarre fahren"

Aurubis raffiniert im großen Stil Kupfer. Dabei fallen nebenher auch Edelmetalle ab. Nun meldet das Unternehmen erneut riesige Abweichungen in den Zahlen und Beständen. ntv-Börsenreporter Frank Meyer rechnet vor, wie viel Gold etwa abhanden gekommen sein müsste, um die Summe zu erklären.

Diebstahlverdacht bei Aurubis: "Zwei Tonnen Gold kann man nicht mit Sackkarre fahren"
10:15 Uhr

Fielmann blickt geschäftsmäßig gut durch

Die Optikerkette Fielmann hat nach den jüngsten Zukäufen ihre Prognose angehoben. Der Außenumsatz dürfte 2023 bei rund 2,3 Milliarden Euro liegen und damit 13 Prozent über dem Vorjahr, wie der Konzern mitteilt. Bislang war ein Plus von sieben bis zehn Prozent in Aussicht gestellt worden. Der Konzernumsatz solle im gleichen Maße auf etwa zwei Milliarden Euro steigen. Beim operativen Gewinn (EBITDA) erwartet Fielman ein Plus von 18 Prozent auf rund 400 Millionen Euro. Zuvor war ein Anstieg von neun bis 21 Prozent prognostiziert worden. Das Vorsteuerergebnis werde auf über 190 Millionen Euro klettern, was ebenfalls einem Wachstum von 18 Prozent entspreche.

Fielmann teilt weiter mit, den Kauf des US-Augenoptikers SVS Vision per Ende August abgeschlossen zu haben. Ab September werde SVS zum Umsatz der Fielmann-Gruppe beitragen. Im Juni hatte die Optikerkette die Übernahme der E-Commerce-Plattform Befitting besiegelt. Der Beitrag des US-Geschäfts zum Gruppen-EBITDA werde 2023 noch vernachlässigbar sein, sich aber im Jahr 2024 deutlich verbessern.

Fielmann blickt geschäftsmäßig gut durch
09:57 Uhr

Aurubis-Aktienkurs stürzt ab

Mit der Aurubis-Aktie ist es kräftig runtergegangen, ihr Kurs rauschte um 14,4 Prozent runter. Der Kupferhersteller ist nach eigenen Angaben erneut bestohlen worden - der Schaden belaufe sich auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbereich, teilte das Hamburger MDAX-Unternehmen mit. Aurubis strich daher die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Aurubis hatte schon im Juni gemeldet, dass im Unternehmen edelmetallhaltige Zwischenprodukte im Wert von rund 20 Millionen Euro gestohlen worden waren. Ermittelt wurde gegen einzelne aktive und ehemalige Mitarbeiter der Aurubis beziehungsweise Mitarbeiter von Fremdfirmen, die auf dem Werksgelände der Aurubis tätig sind oder waren - einige wurden festgenommen.

Aurubis-Aktienkurs stürzt ab
09:50 Uhr

Bei Lululemon läuft's - dank reicher Kunden

Der Yoga-Bekleidungshersteller Lululemon Athletica blickt dank wohlhabender Kunden optimistisch in die Zukunft. Das kanadische Unternehmen erhöhte erneut seine Jahresprognose für Gewinn und Umsatz. Das Unternehmen sagt nach einem starken Quartal nun ein Ergebnis je Aktie von 12,02 bis 12,17 Dollar vorher nach zuvor 11,74 bis 11,94 Dollar. Beim Umsatz peilt Lululemon für das Gesamtjahr 9,51 bis 9,57 Milliarden Dollar nach zuvor 9,44 bis 9,51 Milliarden Dollar an. Lululemon gehe davon aus, dass die Nachfrage nach Sport- und Freizeitkleidung von reichen Kunden in den USA und China hoch bleiben werde. Neben Jogginghosen, Shirts oder Sportwäsche vertreibt Lululemon auch zahlreiche Accessoires wie Yoga-Matten und Sporttaschen.

Bei Lululemon läuft's - dank reicher Kunden
09:33 Uhr

"Wirtschaftsterrorismus" - Gewerkschaft klagt gegen GM und Stellantis"

Die amerikanische Gewerkschaft für Angestellte in der Automobilindustrie, United Auto Workers (UAW), hat bei der US-Behörde für Arbeitsrecht NRAB Klage wegen unfairer Arbeitspraktiken gegen General Motors und die Chrysler-Muttergesellschaft Stellantis eingereicht. Dem UAW-Vorsitzenden Shawn Fain zufolge wollen die Autohersteller in Detroit die Möglichkeit haben, US-Autowerke zu schließen und in Niedriglohnländer zu verlagern. Dies bezeichnete er als "Wirtschaftsterrorismus". "Wir werden bis zum Äußersten kämpfen, um mehr Gerechtigkeit für die Arbeitnehmer zu erhalten", so Fain. Er behauptet, dass die Unternehmen sich geweigert hätten, in gutem Glauben mit der Gewerkschaft zu verhandeln. Sowohl GM als auch Stellantis weisen die Vorwürfe zurück. "Wir glauben, dass sie unbegründet sind und eine Beleidigung für die Verhandlungsausschüsse darstellt. Wir haben uns sehr darauf konzentriert, direkt und in gutem Glauben mit der UAW zu verhandeln und wir machen Fortschritte", so GM-Produktionschef Gerald Johnson.

"Wirtschaftsterrorismus" - Gewerkschaft klagt gegen GM und Stellantis"
09:15 Uhr

"DAX hat noch nicht aufgegeben"

Die 16.000er-Marke vor Augen hält sich der DAX zum Start in den Wochenschluss zurück. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell um Kurse von 15.930 Punkte. Aus dem Donnerstagshandel war er mit 15.947 Zählern gegangen.

"Der DAX hat den Kampf um die 16.000 noch nich nicht aufgegeben", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Die Anleger warten aber auf den großen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag: Eine Abkühlung würde die Zinssorgen beruhigen" erläutert er. "Übrigens: Im August hat der DAX drei Prozent verloren."

"DAX hat noch nicht aufgegeben"
08:59 Uhr

Erneuter Kurssprung bei Cloud-Unternehmen

Im nachbörslichen US-Handel am Donnerstag standen vor allem die Aktien von Dell und Broadcom im Fokus. Der Aktienkurs von Dell stieg um 8,3 Prozent, nachdem das Unternehmen Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt hat, die über den Markterwartungen lagen. Der Umsatz sank zwar um 13 Prozent auf 22,9 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr, stieg aber um 10 Prozent gegenüber dem Vorquartal und lag deutlich über den Konsenserwartungen von 20,9 Milliarden Dollar. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,74 (Vj: 1,68) Dollar übertraf die Erwartungen von 1,14 Dollar deutlich.

Broadcom gaben 4,5 Prozent nach. Das Halbleiter- und Softwareunternehmen hat für das dritte Geschäftsquartal über den Erwartungen liegende Zahlen vorgelegt. Der Ausblick fiel aber nur im Rahmen der Markterwartungen aus. Der bereinigte Gewinn lag bei 10,54 (Vj: 9,73) Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 8,88 (8,46) Milliarden Dollar. Analysten hatten mit 10,43 Dollar je Titel und einem Umsatz von 8,85 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Aktie von Nutanix machte einen Kurssprung um 16,7 Prozent. Das Cloud-Unternehmen hat im vierten Geschäftsquartal einen Umsatz über den Erwartungen der Analysten verzeichnet, auch der Umsatzausblick überzeugte. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 350 Millionen Dollar aufgelegt.

Erneuter Kurssprung bei Cloud-Unternehmen
08:45 Uhr

Beiersdorf-Aktie an der DAX-Spitze

Nach einer Hochstufung stehen Beiersdorf vorbörslich an der DAX-Spitze. Die Aktien legen 1,4 Prozent zu. Die Analysten von JP Morgan haben die Titel auf "Overweight" von "Neutral" gesetzt.

Beiersdorf-Aktie an der DAX-Spitze
08:28 Uhr

Tesla bringt neues Model 3 auf den Markt

Der US-Elektroautobauer Tesla hat in China am Freitag eine nach eigenen Angaben "aufgefrischte" Variante seines Model 3 mit einem Startpreis von 259.900 Yuan - etwa 35.800 US-Dollar - auf den Markt gebracht. Wie der BYD-Konkurrent mitteilte, ist der Startpreis des neuen Model 3 um zwölf Prozent höher als der des alten Modells. Das Unternehmen kündigt an, dass das neue E-Auto auch eine größere Reichweite als sein Vorgängermodell erreichen werde.

Die Auslieferung des Wagens soll laut Tesla im vierten Quartal beginnen. Der Elektroautobauer hatte das ursprüngliche Model 3 vor sechs Jahren auf den Markt gebracht.

Tesla bringt neues Model 3 auf den Markt
08:14 Uhr

China kurbelt DAX an

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Start in den September leicht höher erwartet. So wird der DAX am Morgen bei knapp 16.000 Punkten gesehen, nachdem er an Vortag bei 15.947 Punkten aus dem Handel gegangen war. Positiv für das Sentiment wird gewertet, dass China nun Konjunkturmaßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft und zur Wiederbelebung des angeschlagenen Immobiliensektors angekündigt hat. Begleitet werden die Maßnahmen durch die chinesische Zentralbank, die die Höhe der Deviseneinlagen, die Banken halten müssen, senken will, um den Yuan zu stützen. Zudem hat sich die Industrie der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im August wieder etwas belebt. Der von Caixin und dem Researchhaus S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex für den verarbeitenden Sektor erhöhte sich auf 51,0 (Juli: 49,2) Punkte.

Der wichtigste Termin des Tages steht um 14.30 Uhr MESZ mit den US-Arbeitsmarktdaten für August an. Zuletzt kündigte sich bereits an, dass der US-Jobmotor etwas an Kraft verliert. Nachdem der private ADP-Bericht bereits den niedrigsten Stellenzuwachs seit Januar verzeichnete, dürften die Payrolls die Abkühlung am US-Arbeitsmarkt bestätigen.

Eine allmähliche Lockerung der angespannten Arbeitsmarktlage wäre für Stephen Innes, Partner bei Spi-Assetmanagement ein gutes Zeichen für die Inflationsbekämpfung der US-Notenbank und damit auch für die Hoffnung der Anleger auf eine sanfte Landung. Trotz einer solchen Entwicklung ist für Innes fraglich, ob dies für eine Änderung der hawkishen Haltung der Federal Reserve reicht. Ein deutlicheres Umschwenken der Notenbanker erwartet er nur, wenn die US-Arbeitsmarktdaten deutlich zurück geht oder die Arbeitslosenquote merklich ansteigt.

China kurbelt DAX an
08:01 Uhr

Konjunkturmaßnahmen stützen Asien-Börsen

Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich mit leichten Aufschlägen. Die Börse in Sydney gibt jedoch etwas nach. Von der Wall Street kamen keine einheitlichen Vorgaben. An der Börse in Hongkong findet wegen der Auswirkungen des Taifuns "Saola" kein Handel statt. In Südkorea notiert der Kospi 0,2 Prozent höher. An der Börse in Japan rückt der Nikkei um 0,4 Prozent vor. Die japanischen Unternehmen haben ihre Investitionen im Zeitraum April bis Juni zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht, jedoch hat sich das Wachstum gegenüber Januar bis März verlangsamt.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite 0,2 Prozent fester, nachdem die chinesische Regierung weitere Maßnahmen zur Stützung der schwächelnden Wirtschaft und zur Rettung des angeschlagenen Immobiliensektors angekündigt hat. So sollen die Mindestanzahlung für Erst- und Zweitwohnungskäufer und die Zinssätze für bestehende Hypotheken gesenkt werden. Die chinesischen Großbanken haben bereits ihre Hypothekenzinsen gesenkt. Im Immobiliensektor steigt die Aktie von Poly Developments um 1,9 Prozent, China Vanke gewinnen 2,9 Prozent.

Die chinesische Zentralbank versucht indessen den Yuan mit einer Senkung des Devisenreservesatzes zu stützen. Wie die People's Bank of China am Freitag erklärte, soll die Höhe der von den Banken zu haltende Deviseneinlagensatz von 6 Prozent auf 4 Prozent gesenkt werden. Die Maßnahme würde die Devisenliquidität erhöhen und damit den Yuan stützen, der aufgrund der Abschwächung der chinesischen Wirtschaft unter Abwärtsdruck steht.

Konjunkturmaßnahmen stützen Asien-Börsen
07:48 Uhr

Job-Kahlschlag - Baugewerbe-Präsident zeichnet düsteres Bild

Dem Präsidenten des Baugewerbe-Verbandes Nordrhein zufolge werden ohne Fördergelder des Bundes für den Haus- und Wohnungsbau zukünftig tausende von Arbeitsplätzen in der deutschen Bauwirtschaft verloren gehen. "Ohne solche Maßnahmen gibt es ein großes Problem, wenn Unternehmen aufgeben müssen. Dann droht der Verlust von 40.000 Beschäftigten und die kommen nicht mehr zurück", sagt Rüdiger Otto der "Rheinischen Post". Die eingestellte Förderung müsse wieder aufgenommen werden, beispielsweise durch verbilligte Kredite bei Effizienzhäusern. Seiner Ansicht nach müsste der Bund bis zu sieben Milliarden Euro bereitstellen. Zudem sollte die Grunderwerbsteuer zumindest gesenkt werden. "Im Landtag sagen die Politiker, eine Senkung der Grunderwerbsteuer könne sich das Land nicht leisten. Denen sage ich: Wenn niemand mehr baut, gibt’s überhaupt keine Steuereinnahmen", so der Chef des Baugewerbe-Verbandes.

Job-Kahlschlag - Baugewerbe-Präsident zeichnet düsteres Bild
07:31 Uhr

Asien-Börsen im Aufwind

Chinas Einsatz für seinen Immobiliensektors sowie die Bemühungen, das Verfalls-Tempo des Yuan abzubremsen, haben den asiatischen Börsen zum Ende der Woche noch einmal Aufwind verliehen. Laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage in der Privatwirtschaft ist die Produktionstätigkeit in China im August überraschend wieder gestiegen und hat die Schätzungen übertroffen. Unterdessen erklärte die Zentralbank des Landes, dass sie zum ersten Mal in diesem Jahr die Menge an Devisen, die Finanzinstitutionen als Reserven halten müssen, reduzieren wird. "Die Senkung der Devisenmarktzinsen wird dazu beitragen, den Abwertungsdruck auf den Yuan zu verringern, wenn die PBOC eine neue Runde der geldpolitischen Lockerung einleitet", sagt Ken Cheung, leitender asiatischer Devisenstratege bei der Mizuho Bank.

Der Nikkei liegt im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 32.821 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 0,9 Prozent auf 235 Zähler. Der Shanghai Composite notiert 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 0,6 Prozent.

Asien-Börsen im Aufwind
07:20 Uhr

Chinas Industrieproduktion erlebt Aufschwung

Chinas Industrieproduktion ist im August überraschend gestiegen. Wie aus einer Umfrage im Privatsektor am Freitag hervorging, kletterte der Caixin/S&P Global-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im August auf 51,0 Punkte von 49,2 Punkten im Vormonat. Er übertraf damit die Prognose der Analysten, die bei 49,3 Punkten lag und bezeichnete den stärksten Anstieg des Wertes seit Februar dieses Jahres. Die 50-Punkte-Marke trennt zwischen Wachstum und Schrumpfung. Laut der Caixin-Umfrage meldeten die Hersteller dank einer stärkeren Marktnachfrage einen Anstieg sowohl der Produktion als auch der Auftragseingänge insgesamt. Der Anstieg der Verkäufe steht im Gegensatz zu den Rückgängen bei den neuen Exportaufträgen Dies könnte darauf hindeuten, dass die stärkere Inlandsnachfrage der Grund für das Wachstums war.

Chinas Industrieproduktion erlebt Aufschwung
07:10 Uhr

"Die Wall Street hatte ein bisschen kalte Füße"

Die heutigen Arbeitsmarktdaten werfen ihre Schatten voraus: Die Anleger an der Wall Street hielten sich zurück. Aber nachbörslich gab es bereits ein erstes Highlight.

"Die Wall Street hatte ein bisschen kalte Füße"
06:59 Uhr

Japans Investitionswachstum verlangsamt sich

Japanische Unternehmen haben im Zeitraum von April bis Juni zwar ihre Ausgaben für Anlagen und Ausrüstungen erhöht, jedoch hat sich das Tempo der jährlichen Zuwächse auf den niedrigsten Stand seit fünf Quartalen verlangsamt. Wie die Daten des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (MOF) zeigen, stiegen die Investitionsausgaben im zweiten Quartal um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, gingen aber saisonbereinigt um 1,2 Prozent zurück. Die Investitionsdaten werden zur Berechnung der revidierten Daten für das Bruttoinlandsprodukt herangezogen, die am 8. September erwartet werden.

Einer vorläufigen Schätzung zufolge wuchs die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 6,0 Prozent. Analysten gehen allerdings zum jetzigen Zeitpunkt von einem schwächeren Wachstum aus. Die Befürchtung eines globalen wirtschaftlichen Abschwungs trübt die Aussichten der stark von Exporten abhängigen drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. Denn drastische Zinserhöhungen in den USA und Europa sowie eine steigende Inflation drohen die Nachfrage zu bremsen. Auch China, Japans größter Handelspartner, kämpft mit einer sich verschärfenden Immobilienkrise.

Japans Investitionswachstum verlangsamt sich
06:51 Uhr

Chinas Zentralbank geht gegen Yuan-Schwäche vor

Die chinesische Zentralbank wird zum ersten Mal in diesem Jahr die Menge an Devisen, die Finanzinstitute als Reserven halten müssen, senken. Wie die People's Bank of China (PBOC) mitteilt, soll der Mindestreservesatz für Devisen ab dem 15. September um 200 Basispunkte (bps) von sechs auf vier Prozent gesenkt werden, um das Tempo des Yuan-Verfalls zu verlangsamen. Dadurch würden Devisen im Wert von 16,4 Milliarden US-Dollar frei, da Chinas Deviseneinlagen Ende Juli bei 821,8 Milliarden US-Dollar lagen. Die PBOC erklärt, ihr Schritt solle "die Möglichkeiten der Finanzinstitute zur Nutzung von Devisenmitteln verbessern". Der Yuan steigt nach dieser Nachricht sowohl im Onshore-Handel (CNY=CFXS) als auch im Offshore-Handel (CNH=D3) auf ein Dreiwochenhoch.

Chinas Zentralbank geht gegen Yuan-Schwäche vor
06:43 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel bleibt der Dollar fast unverändert bei 145,48 Yen und legt 0,1 Prozent auf 7,2635 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,8835 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,0840 Dollar und notiert kaum verändert bei 0,9580 Franken. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,2662 Dollar.

Euro / Dollar o

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:30 Uhr

DAX-Angriff auf die 16.000

Der DAX ist zurück auf Kurs: Im Donnerstagsgeschäft legte der deutsche Börsenleitindex 0,4 Prozent zu, notiert nun mit 15.947 Punkten knapp unterhalb der psychologisch wichtigen 16.000er-Marke und könnte diese zum Wochenschluss in Angriff nehmen. Die Vorgaben geben das zumindest her. Mögliche Impulsgeber sind vorhanden, der wichtigste allerdings erst am Nachmittag.

Die US-Arbeitsmarktdaten für den August stehen an: Zuletzt hatte sich der heiß gelaufene Jobmarkt etwas abgekühlt. Analysten rechnen im Schnitt mit 170.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach 187.000 im Juli. Die US-Notenbank Fed hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent gehievt, um die starke Inflation einzudämmen und den Boom am Arbeitsmarkt zu dämpfen. Ob sie im September nachlegt oder nicht, will die Zentralbank von der Datenlage abhängig machen. Der Entwicklung am Jobmarkt kommt dabei neben den Inflationszahlen entscheidende Bedeutung zu.

Am Vormittag werden zudem bereits mehrere Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. So gibt es etwa Daten aus Deutschland, der EU und Großbritannien. Am Nachmittag stehen dann auch entsprechende Daten aus den USA auf der Agenda. Zahlen zu den Bauausgaben und der ISM-Index runden den Wochenschluss konjunkturell ab.

DAX-Angriff auf die 16.000