Der Börsen-Tag
25. März 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
Zum Archiv
17:42 Uhr

Dax gewinnt deutlich

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Gewinnen aus dem Handel. Der Dax legt 1,4 Prozent auf 22.957 Punkte zu. 

Dax gewinnt deutlich
16:30 Uhr

Airbus erhält Milliarden-Auftrag

Airbus hat einen milliardenschweren Auftrag aus China erhalten. Die Fluggesellschaft China Eastern Airlines kauft 101 weitere Airbus-Mittelstreckenjets. Wie China Eastern mitteilte, beläuft sich der Auftrag für die Maschinen vom Typ A320neo laut Listenpreis auf einen Wert von rund 15,8 Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen dieser Größenordnung oft hohe Rabatte üblich.

Die Flugzeuge sollen ab 2028 bis 2032 ausgeliefert werden. Mit den neuen Jets will China Eastern ihre bestehende Flotte modernisieren und die Kapazitäten erweitern. Die Fluggesellschaft hatte bereits 2022 einen Vertrag mit Airbus über den Kauf von 100 A320neo-Jets unterzeichnet, deren Auslieferung für die Jahre 2024 bis 2027 geplant ist.

Airbus erhält Milliarden-Auftrag
15:59 Uhr

Es geht aufwärts an den US-Börsen

Aktienanleger spekulieren auf eine Lösung im Nahost-Konflikt. Der Dow-Jones-Index der US-Standardwerte legt 1,2 Prozent auf 46.648 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt 1,1 Prozent auf 6625 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq steigt um 1,4 Prozent auf 22.055 Punkte.

In die Bemühungen um eine Deeskalation am Golf kommt offenbar Bewegung. Einem hochrangigen iranischen Vertreter zufolge hat Pakistan einen Vorschlag der USA an den Iran übermittelt. Teheran hat bisher öffentlich bestritten, mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump zu verhandeln.

"Die Märkte sehen einen möglichen Weg für eine Deeskalation des Krieges", sagt Aleks Spencer, Investmentchef bei Bogart Wealth. Es stelle sich jedoch die Frage, ob es sich um glaubwürdige Anstrengungen handele, und wie schnell ein Frieden erreicht werden könne.

Es geht aufwärts an den US-Börsen
15:14 Uhr

Sony und Honda begraben E-Auto-Projekt

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(Foto: REUTERS)

Das Gemeinschaftsunternehmen des Elektronikkonzerns Sony und des Autobauers Honda stellt die Entwicklung seines für den US-Markt geplanten Elektroautos Afeela ein.

Zur Begründung verwies Sony Honda Mobility auf die Neuausrichtung der Elektroauto-Strategie von Honda. Der Autobauer hatte erst Anfang des Monats in diesem Zusammenhang Abschreibungen von umgerechnet bis z15,7 Milliarden Dollar angekündigt. Die Entscheidung lasse dem Joint Venture keinen gangbaren Weg mehr, die Afeela-Modelle auf den Markt zu bringen, teilte das Unternehmen mit.

Kunden, die das Modell im US-Bundesstaat Kalifornien reserviert hatten, sollen eine Rückerstattung erhalten. Die Auslieferung des ab 89.900 Dollar teuren Wagens war ursprünglich ab Ende des Jahres geplant. Spekuliert wurde auch über einen späteren Markteintritt in Europa. Das Joint Venture war gegründet worden, um Hondas Erfahrung im Fahrzeugbau mit Sonys Expertise in den Bereichen Software und Videospiele zu bündeln. Damit wollten die japanischen Konzerne den Rückstand auf die Konkurrenz auf dem Markt für Elektroautos aufholen.

Sony und Honda begraben E-Auto-Projekt
14:49 Uhr

Aktien von Destiny Tech 100 heben ab

Die Aussicht auf einen nahenden Börsengang von SpaceX sorgt bei dem Fonds Destiny Tech 100 für einen Kurssprung. Die Aktien heben im vorbörslichen US-Geschäft um 27 Prozent ab. SpaceX ist die größte Aktienposition des Fonds, der an privaten Tech- und Wachstumsfirmen beteiligt ist. Das Raumfahrtunternehmen des Milliardärs Elon Musk werde den Emissionsprospekt wohl in dieser oder der kommenden Woche bei den US-Behörden einreichen, schrieb das Nachrichtenportal "The Information". Es strebe ein Emissionsvolumen von mehr als 75 Milliarden Dollar an.

Aktien von Destiny Tech 100 heben ab
14:20 Uhr

Arm-Aktie profitiert von neuem KI-Chip

Die Aktien des Chip-Entwicklers Arm legen im vorbörslichen US-Handel um rund zehn Prozent zu. Das Unternehmen hat einen neuen Chip für Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) vorgestellt und strebt damit in etwa fünf Jahren einen Jahresumsatz von 15 Milliarden Dollar an. "Arm hat es nicht langsam angehen lassen, es hat sich direkt reingehängt und den hochleistungsfähigen und energieeffizienten Arm AGI CPU entwickelt", sagen die Analysten von Citi. Zu den Kunden für den neuen Chip gehören OpenAI, Cloudflare, SAP und SK Telecom.

Arm-Aktie profitiert von neuem KI-Chip
13:54 Uhr

Henkel-Chef hält Preiserhöhungen für unvermeidlich

Kunden müssen auch bei Produkten des Konsumgüterkonzerns Henkel infolge des Iran-Kriegs mit steigenden Preisen rechnen. "Wenn sich unsere Herstellkosten drastisch erhöhen, müssen wir diese Kosten weitergeben", sagte Vorstandschef Carsten Knobel im Gespräch mit dem "Handelsblatt". "Es hilft nicht, mit Preiserhöhungen zu lang zu warten. Man kommt umso stärker unter Druck, je später man reagiert."

Nach Angaben von Knobel ist das Unternehmen vor allem indirekt von steigenden Kosten betroffen, etwa bei der Verfügbarkeit und den Preisen von Materialien sowie in den Lieferketten. Der steigende Ölpreis treffe Zulieferer und Logistikunternehmen teilweise stark. "Diese geben einen Teil ihrer gestiegenen Kosten an uns weiter", so Knobel. "Wir hoffen natürlich, dass dieser Krieg nicht das ganze Jahr über andauern wird."

Henkel hatte die Preise seiner Produkte bereits in den vergangenen Jahren erhöht.

Henkel-Chef hält Preiserhöhungen für unvermeidlich
13:27 Uhr

Bitcoin legt zu

Bitcoin steigt angesichts vorsichtigen Optimismus bezüglich einer Lösung des Nahost-Konflikts auf ein Einwochenhoch. Die USA haben dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt, wie das "Wall Street Journal" berichtet. "Die Kryptomärkte entwickeln sich wieder stärker im Einklang mit der allgemeinen Risikostimmung," so die Analysten der Saxo Bank in einem Kommentar. Bitcoin steigt um 2,6 Prozent auf 72.003 US-Dollar.

Bitcoin legt zu
13:05 Uhr

Temu-Eigentümer verdient weniger Geld

Der chinesische Eigentümer der Billig-Shopping-App Temu, PDD Holdings, hat im Schlussquartal 2025 einen geringeren Gewinn ausgewiesen. Seine inländische E-Commerce-Plattform stand weiterhin unter dem Druck eines harten Wettbewerbs.

Der Nettogewinn im vierten Quartal sank im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 24,54 Milliarden Yuan, was 3,56 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies geschah, obwohl der Umsatz um 12 Prozent auf fast 124 Milliarden Yuan stieg

PDD Holdings teilte mit, man halte am strategischen Fokus auf eine qualitativ hochwertige Entwicklung fest und plane, erhebliche Mittel in den Ausbau der Lieferkette zu investieren.

Temu-Eigentümer verdient weniger Geld
12:37 Uhr

SpaceX-Antrag für Börsengang noch in dieser Woche möglich

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(Foto: picture alliance / Sipa USA)

Das Börsendebüt von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX rückt einem Medienbericht zufolge näher. Das Unternehmen werde den Emissionsprospekt wohl in dieser oder der kommenden Woche bei den US-Behörden einreichen, schreibt das Nachrichtenportal "The Information" unter Berufung auf einen Insider. Es strebe ein Emissionsvolumen von mehr als 75 Milliarden Dollar an. Dies wäre eines der größten in der Wirtschaftsgeschichte. SpaceX war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Der 2002 gegründete Konzern, zu dem auch der KI-Entwickler xAI gehört, organisiert jährlich mehr Weltraum-Missionen mit der wiederverwendbaren Rakete "Falcon 9" als sämtliche anderen Anbieter zusammengerechnet. Zudem betreibt die Tochter Starlink das weltweit größte Satelliten-Netzwerk. Schätzungen zufolge könnte SpaceX bei einem Börsengang eine Marktkapitalisierung von 1,5 Billionen Dollar erreichen.

SpaceX-Antrag für Börsengang noch in dieser Woche möglich
12:15 Uhr

SK Hynix plant milliardenschwere US-Zweitnotiz

SK Hynix will zur Finanzierung weiteren Wachstums frisches Kapital bei internationalen Investoren einsammeln und plant dafür eine Zweitnotiz an einer der US-Börsen. Diese sei für die zweite Jahreshälfte 2026 angepeilt, teilte der Chiphersteller mit. Einem Insider zufolge könnte Hynix durch die Ausgabe neuer Aktien bis zu 14,4 Milliarden Dollar erlösen. Dieses Geld solle in den Bau neuer Werke in Südkorea und den USA fließen.

Hynix ist einer der weltgrößten Anbieter von Speicherchips. Bei besonders ertragreichen Hochleistungshalbleitern für Künstliche Intelligenz (KI) beherrscht der Konzern Schätzungen zufolge etwa 60 Prozent des Weltmarktes. Wegen des weltweiten Baubooms bei Rechenzentren können Anbieter die Nachfrage sowohl nach KI- als auch konventionellen Speicherchips nicht mehr bedienen und bauen daher ihre Produktionskapazitäten aus.

SK Hynix plant milliardenschwere US-Zweitnotiz
11:44 Uhr

Wirtschaftsschock durch Nahost-Konflikt könnte lange nachwirken

Der Schock für die Weltwirtschaft durch die Feindseligkeiten im Nahen Osten wird voraussichtlich länger andauern als ursprünglich erwartet. Davon gehen die Analysten der Erste Group aus. Gleichzeitig sei es aber noch nicht zu spät, die wirtschaftlichen Folgen in Schach zu halten: "Für uns bedeutet dies relativ kurzfristige Auswirkungen auf Inflation und Wachstum, was wir derzeit erwarten", erklären die Marktexperten.

US-Präsident Trump sei weder an einem langwierigen Krieg noch an konstant hohen Öl- und Treibstoffpreisen interessiert, während der Iran die Einnahmen aus Öl- und Gasverkäufen benötige und seine derzeitigen Ölexporte durch die Straße von Hormus nicht gefährden wolle, so die Analysten weiter. "Wir erwarten daher, dass sich die Schifffahrt durch die Meerenge in den kommenden Wochen normalisieren wird."

Wirtschaftsschock durch Nahost-Konflikt könnte lange nachwirken
11:18 Uhr

Brent-Ölpreis fällt unter 100 Dollar

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Nahen Osten hat den Preis für die Nordseesorte Brent unter die 100-Dollar-Marke sinken lassen. Ein Barrel (159 Liter) verbilligte sich um rund 6 Prozent auf 98,57 Dollar.

Der Preis für US-Leichtöl WTI fiel um 3,4 Prozent auf 89,24 Dollar. Beide Sorten hatten am Dienstag noch um fast 5 Prozent zugelegt. "Die Erwartungen an eine Waffenruhe sind leicht gestiegen, und Gewinnmitnahmen bestimmen den Markt", sagte Hiroyuki Kikukawa, Chefstratege bei Nissan Securities Investment. Die Aussichten blieben jedoch ungewiss, was die Verkaufswelle begrenze.

Brent-Ölpreis fällt unter 100 Dollar
10:51 Uhr

Puma-Aktien starten durch

Aktien des Sportartikelherstellers Puma steigen um fast 6 Prozent .Ein Händler verweist auf positive Geschäftszahlen des chinesischen Anteilseigners Anta Sports für 2025. Den Analysten von Jefferies zufolge wuchsen Umsatz und Nettoergebnis im zweiten Halbjahr stärker als erwartet. Der Branchenriese hatte im Januar das 29,1-Prozent-Aktienpaket der französischen Milliardärsfamilie Pinault an Puma übernommen. Anta will Puma in China auf die Sprünge helfen.

Puma-Aktien starten durch
10:25 Uhr

"Iran-Krieg beendet vorerst Hoffnung auf einen Aufschwung"

Der Iran-Krieg drückt die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen deutlich. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im März auf 86,4 Punkte, nach 88,4 Zählern im Februar, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit Februar 2025.

Die Firmen blickten ähnlich skeptisch wie zuletzt auf ihre Lage und, bewerteten ihre Aussichten aber spürbar schlechter. "Der Krieg im Iran beendet vorerst die Hoffnung auf einen Aufschwung", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Israel und die USA bombardieren seit Ende Februar den Iran, der wiederum die Ölwirtschaft in mehreren Golfstaaten angreift. Das hat die Energiepreise deutlich nach oben getrieben und schürt Sorgen vor anziehender Inflation und Lieferengpässen. Dies bremst die Wirtschaft in Deutschland und der Euro-Zone.

"Iran-Krieg beendet vorerst Hoffnung auf einen Aufschwung"
09:56 Uhr

Hoffnung auf Feuerpause lässt Dax über 23.000 Punkte steigen

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Nahen Osten lässt den Dax steigen. Der Leitindex gewinnt 1,8 Prozent und liegt damit bei rund 23.050 Punkten. "Der freie Fall im Dax scheint vorerst gestoppt, doch von echter Erleichterung fehlt auf dem Frankfurter Parkett jede Spur", so die Analysten von ActivTrades.

Hoffnung auf Feuerpause lässt Dax über 23.000 Punkte steigen
09:45 Uhr

Jenoptik-Gewinn sinkt, aber Dividende steigt

Die Aktionäre von Jenoptik können sich trotz eines Gewinnrückgangs über eine etwas höhere Dividende freuen. Wie der im TecDax notierte Photonik-Konzern mitteilte, will er für 2025 eine Dividende von 0,40 Euro zahlen nach 0,38 Euro im Vorjahr. Das Unternehmen bestätigte seine Mitte Februar veröffentlichten vorläufigen Zahlen und unterfüttert den Ausblick mit konkreten Zahlen.

So soll etwa der Umsatz 2026 im einstelligen Prozentbereich steigen. Die EBITDA-Marge wird bei 19,0 bis 21,0 Prozent gesehen nach 18,4 Prozent im Vorjahr. Im Februar hatte der Konzern lediglich von einer Steigerung des Umsatzes und einer Verbesserung der operativen Marge gesprochen. Portfolioveränderungen sind in der Prognose nicht berücksichtigt. Makroökonomische und politische Entwicklungen seien schwer abschätzbar, so der Konzern. Er setzt auf seine Wachstumsplattformen in den Kernmärkten Halbleiter, Medizintechnik, Messtechnik sowie Smart Mobility.

Im abgelaufenen Jahr ging der Umsatz um etwa 6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sackte um 13 Prozent auf 192 Millionen Euro ab. Unter dem Strich verdiente Jenoptik 74,2 Millionen Euro nach 94,2 Millionen im Vorjahr.

Jenoptik-Gewinn sinkt, aber Dividende steigt
09:23 Uhr

OpenAI-Bewertung klettert weiter

OpenAI steht Insidern zufolge kurz vor dem Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde über rund zehn Milliarden Dollar. Damit steige die Bewertung des US-Unternehmens einschließlich der neuen Mittel auf 850 Milliarden Dollar, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person und bestätigte damit eine Meldung der Agentur Bloomberg. Zu den Investoren gehörten MGX aus Abu Dhabi, Coatue und Thrive Capital. Auch Altimeter Capital werde sich voraussichtlich beteiligen. Das Geschäft solle bis kommende Woche abgeschlossen werden. 

OpenAI-Bewertung klettert weiter
09:04 Uhr

Entspannung, aber auch Verunsicherung auf dem Parkett

Der Dax startet mit Aufschlägen in das heutige Wochenmittegeschäft. Der deutsche Börsenleitindex, der zum Wochenstart zeitweise noch unter der 22.000er-Marke gelegen hatte und aus dem gestrigen Handel 0,1 Prozent leichter mit 22.637 Punkten gegangen war, notiert aktuell im Bereich von 22.955 Zählern.

"Es gibt Hoffnung auf Entspannungssignale im Iran-Krieg", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Das sorgt zwar für fallende Ölpreise. Die Stimmung kann aber auch schnell wieder drehen, denn die Verunsicherung ist weiterhin groß."

Entspannung, aber auch Verunsicherung auf dem Parkett
08:44 Uhr

"Neue Kursverluste sind jederzeit möglich"

Für eine Entwarnung auf dem Börsenparkett ist es nach Einschätzung der Marktexperten von QC Partners deutlich zu früh. "Die Schwankungen werden erst einmal hoch bleiben. Und auch neue Kursverluste sind mit jeder Nachricht aus den USA bzw. dem Iran jederzeit möglich", so Stratege Thomas Altmann. Klar sei aber, dass es auch im Fall eines Friedens lange dauern werde, bis die Weltwirtschaft zum normalen Tagesgeschäft übergehen könne. Viele Energieanlagen seien beschädigt. Heruntergefahrenen Anlagen müssten langsam wieder hochgefahren werden. "Bis wieder ausreichend Energie zu moderaten Preisen zur Verfügung steht, wird es auch im Friedensfall lange dauern. Dieser Krieg wird wirtschaftlich noch einige Zeit nachwirken", heißt es.

"Neue Kursverluste sind jederzeit möglich"
08:26 Uhr

Hoffnung kehrt zurück an Asien-Börsen

Neue Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Krieges sorgen zur Wochenmitte an den asiatischen Aktienmärkten für Kursgewinne. Gleichwohl herrscht bei den Marktteilnehmern eine erhöhte Skepsis, denn die Nachrichtenlage bleibt recht undurchsichtig. Nun haben die USA dem Iran laut Offiziellen Angaben einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Dieser konzentriert sich demnach weitgehend auf frühere Forderungen der Trump-Regierung an Teheran. Das über Vermittler zugestellte Dokument fordert den Iran auf, seine drei wichtigsten Atomanlagen abzubauen, jegliche Anreicherung auf iranischem Boden zu beenden, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für Stellvertretergruppen einzuschränken und die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen.

Stützend wirken auch die nachgebenden Ölpreise. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fällt unter die Marke von 100 Dollar und ermäßigt sich aktuell um 4,8 Prozent auf 99,47 Dollar. Auch hier stützt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges sowie eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, heißt es.

An den Aktienmärkten steigt der Kospi in Seoul um 1,8 Prozent. In Tokio erhöht sich der Topix um 2,4 Prozent. Für den Hang-Seng-Index geht es um 0,1 Prozent nach oben und der Shanghai Composite gewinnt 1,1 Prozent. In Australien, wo der Handel bereits beendet ist, schloss der S&P/ASX-200 mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent. Die Auswirkungen des Handelsabkommens zwischen Australien und der EU seien, rein am BIP gemessen, begrenzt, so Sunny Nguyen von Moody's Analytics. Die Bedeutung des Abkommens liege darin, Handelsströme widerstandsfähiger gegenüber politische Störungen zu machen.

Hoffnung kehrt zurück an Asien-Börsen
08:10 Uhr

Chip-Fantasie beflügelt Softbank-Aktie

Bei den asiatischen Einzelwerten geht es für Softbank in Tokio um 8,6 Prozent nach oben. Die Tochter Arm Holdings hat einen Plan zum Verkauf eigener Computerchips vorgestellt, was die Hoffnung auf eine weitere Einnahmequelle für den Chip-Designer weckt. Seit Ende März vergangenen Jahres hält Softbank einen Anteil von 87 Prozent an Arm Holdings.

Chip-Fantasie beflügelt Softbank-Aktie
07:49 Uhr

Dax im Entspannungsmodus

Europas Börsen dürften mit kräftigen Aufschlägen in den Handel starten. Die USA haben dem Iran laut Regierungsvertretern einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Dieser konzentriert sich weitgehend auf frühere Forderungen der Trump-Regierung an Teheran. Der Iran wird aufgefordert, seine drei wichtigsten Atomanlagen abzubauen, jegliche Anreicherung auf iranischem Boden zu beenden, die Arbeit an ballistischen Raketen einzustellen, die Unterstützung für Stellvertretergruppen einzuschränken und die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen.

Im Gegenzug würden die im Zusammenhang mit dem Atomprogramm stehenden Sanktionen gegen den Iran aufgehoben, und die USA würden das zivile Atomprogramm des Landes unterstützen - während sie es gleichzeitig überwachen.

Neben den Ereignissen im Nahen Osten steht die Bekanntgabe des IFO-Geschäftsklimaindex im Blick. Für den Sammelindex wird für März mit einem deutlichen Rückgang auf 85,5 von 88,6 Punkten gerechnet. Ursächlich hierfür dürfte vor allem die Erwartungskomponente sein. Die am Vortag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone haben bereits deutlich gemacht, dass der Irankrieg erste Schleifspuren hinterlässt.

Dax im Entspannungsmodus
07:32 Uhr

Mangelnder Kinderschutz: Meta muss zahlen

Meta ist in den USA wegen mangelnden Schutzes von Kindern auf seinen Plattformen zu einer Strafzahlung von 375 Millionen Dollar verurteilt worden. Eine Jury im Bundesstaat New Mexico sah es als erwiesen an, dass der Facebook-Mutterkonzern gegen das dortige Verbraucherschutzgesetz verstoßen habe. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates hatte Meta vorgeworfen, Nutzer über die Sicherheit von Facebook, Instagram und WhatsApp zu täuschen und die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu begünstigen. Sexualstraftätern sei ein ungehinderter Zugang zu minderjährigen Nutzern gewährt worden, was oft zu tatsächlichem Missbrauch und Menschenhandel führe.

Meta kündigte an, in Berufung zu gehen. Man sei mit dem Urteil nicht einverstanden, teilte der Konzern mit. Das Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die Sicherheit in seinen Netzwerken zu gewährleisten.

Mangelnder Kinderschutz: Meta muss zahlen
07:15 Uhr

Ölpreise notieren unter 100-Dollar-Marke

Die Ölpreise sind nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai lag nach den Trump-Äußerungen leicht darunter und gab damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.

Während des seit mehreren Wochen andauernden Iran-Kriegs war der Preis bereits kurzzeitig fast auf 120 Dollar geklettert. Vor Beginn des Konflikts hatte er noch mehrere Monate lang zwischen 60 und 70 Dollar gelegen. Durch den Krieg verteuerten sich auch die Preise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel sowie für Heizöl deutlich.

Ölpreise notieren unter 100-Dollar-Marke
06:55 Uhr

OpenAI zieht bei Video-KI Sora den Stecker

OpenAI stellt überraschend seinen KI-Videogenerator Sora ein. "Wir verabschieden uns von Sora, teilte das Entwicklerteam mit. Man wisse, dass diese Nachricht enttäuschend sei, und werde bald Details zum Zeitplan nennen und erläutern, wie Nutzer ihre erstellten Werke sichern können. Dem "Wall Street Journal" zufolge kündigte OpenAI-Chef Sam Altman der Belegschaft an, alle Produkte abzuwickeln, die auf den Videomodellen des Unternehmens basieren. Davon seien neben der App für Endverbraucher auch die Entwicklerversion sowie die Videofunktion innerhalb von ChatGPT betroffen. Mit dem Schritt wird auch die Zusammenarbeit mit Walt Disney beendet.

Der KI-Konzern konzentriert sich früheren Berichten zufolge vor einem etwaigen Börsengang im Jahresverlauf stärker auf Angebote für Firmenkunden. Das Unternehmen hatte Sora 2024 vorgestellt und damit für Aufsehen gesorgt. Die Software konnte aus Textvorgaben Videos in Spielfilmqualität erzeugen und löste einen Wettlauf bei der Entwicklung ähnlicher Modelle aus. Im September 2025 wurde Sora als eigenständige App auf den Markt gebracht. Damit konnten Nutzer KI-Videos erstellen, die auch aus urheberrechtlich geschützten Inhalten generiert und geteilt werden konnten.

OpenAI zieht bei Video-KI Sora den Stecker
06:37 Uhr

Langfristiger Ausblick für Gold ist intakt

Die langfristigen Aussichten für Gold bleiben intakt. Das erklärt Alejandro Bondavalli, Investmentmanager bei Pictet. Die Goldpreise seien zuletzt durch einen starken US-Dollar, eine Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen und liquiditätsbedingten Verkaufsdruck belastet worden. "Allerdings sollten die politische und geopolitische Unsicherheit sowie die De-Dollarisierung die Goldpreise langfristig weiter in die Höhe treiben", führt er aus.

"Wir sehen den jüngsten Rücksetzer als eine Chance", da die Erwartungen an höhere Zinsen nachlassen könnten, meint er. Das sei positiv für Gold, wenn sich der Nahost-Konflikt stabilisiere. In einem ungünstigen Szenario würde das Risiko einer globalen Rezession steigen und die Zentralbanken könnten gezwungen sein, die Zinsen zu senken, was dem zinslosen Edelmetall zugutekäme.

Langfristiger Ausblick für Gold ist intakt
06:21 Uhr

VW will für Israels "Iron Dome" produzieren

Volkswagen will offenbar in seinem Werk Osnabrück künftig Teile für das israelische Raketenabwehrsystem "Iron Dome" fertigen. Der Konzern verhandle dazu mit dem israelischen Staatskonzern Rafael Advanced Defence Systems, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf zwei mit den Plänen vertraute Personen. Mit dem Schritt sollten alle 2300 Arbeitsplätze in dem von der Schließung bedrohten Werk in Niedersachsen gerettet werden. Die Bundesregierung unterstütze das Vorhaben aktiv, sagte eine weitere mit den Plänen vertraute Person.

Die Fahrzeugproduktion im früheren Werk des Kleinserien-Autobauers Karmann in Osnabrück soll im Rahmen eines Sparplans im kommenden Jahr auslaufen. In dem Werk sollen der Zeitung zufolge künftig verschiedene Teile für den "Iron Dome" hergestellt werden, darunter die Lastwagen, die Raketen des Systems transportieren, außerdem Startvorrichtungen und Stromgeneratoren. Die Geschosse selbst sollen nicht dort produziert werden. Die Firmen hofften, das System an europäische Staaten verkaufen zu können.

VW will für Israels "Iron Dome" produzieren
05:59 Uhr

Verunsicherung hinterlässt tiefe Spuren

Die Anleger sind wegen des Iran-Krieges verunsichert und bleiben weitestgehend an der Seitenlinie und außerhalb des allgemeinen Marktgeschehens. Nach der Achterbahnfahrt zum Wochenstart schloss der Dax im gestrigen Geschäft 0,1 Prozent tiefer mit 22.637 Zählern. Der Krieg im Nahen Osten dauert an und eine nachhaltige Erholung bei den Ölpreisen scheint vorerst nicht in Sicht.

Der Iran-Krieg dürfte auch die Stimmung der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt haben. Das IFO-Institut veröffentlicht seine monatliche Umfrage unter rund 9000 Führungskräften. Ökonomen erwarten, dass sich das Ifo-Geschäftsklima im März auf 86,0 Punkte eintrübt, nach 88,6 Zählern im Februar. Das wäre der tiefste Stand seit Februar 2025. Viele Unternehmen sorgen sich vor allem um steigende Energiepreise und Lieferengpässe als Folge des Flächenbrands im Nahen Osten.

Mit Spannung warten die Finanzmärkte zudem auf den Auftritt von EZB-Chefin Christine Lagarde auf einer Geldpolitik-Konferenz in Frankfurt. An den Finanzmärkten wird angesichts der vom Ölpreisschock ausgehenden Inflationsgefahr auf eine nahende Zinserhöhung spekuliert. Auf der "ECB and its Watchers Conference" dürfte Lagarde erneut die Möglichkeit nutzen, Stärke im Kampf gegen die Inflation zu demonstrieren. Auf dem Forum werden unter anderen auch der finnische Notenbankchef Olli Rehn, sein österreichischer Kollege Martin Kocher und die deutsche Wirtschaftsweise Veronika Grimm sprechen.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Verunsicherung hinterlässt tiefe Spuren