Softbank erwägt Mega-Investition in Frankreich
Der japanische Technologie-Investor Softbank liebäugelt einem Medienbericht zufolge mit einer milliardenschweren Investition in Frankreich. Die Beteiligungsfirma des Unternehmers Masayoshi Son wolle bis zu 100 Milliarden Dollar ausgeben, unter anderem für den Bau von KI-Rechenzentren, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Die Projekte würden voraussichtlich in den kommenden Wochen offiziell vorgestellt. Details stünden jedoch nicht fest, daher könnte sich das Investitionsvolumen noch verändern. Softbank war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Weltweit bauen Staaten und Unternehmen für mehrstellige Milliardenbeträge neue Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Softbank ist gemeinsam mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und dem SAP-Rivalen Oracle am US-Projekt "Stargate" beteiligt, in dessen Rahmen KI-Infrastruktur im Volumen von 500 Milliarden Dollar gebaut werden soll. Daneben hat sich der japanische Investor für 30 Milliarden Dollar bei OpenAI eingekauft.
Wall Street startet verhalten
Die stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben die jüngste Rekordjagd an der Wall Street ausgebremst. Der Dow-Jones-Index gab zur Eröffnung um 0,1 Prozent auf 49.549 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 sank um 0,2 Prozent auf 7385 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 26.136 Punkte.
Bei den Einzelwerten fielen die Aktien des Düngemittelherstellers Mosaic um 3,5 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose für die Phosphatproduktion zurückgezogen hatte. Die Papiere des Medienkonzerns Fox stiegen hingegen um rund drei Prozent, nachdem der Umsatz im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen hatte. Die Aktie von Intel legte um bis zu 6,3 Prozent zu. Bereits am Freitag war das Papier nach einem Bericht über eine vorläufige Vereinbarung zur Chipherstellung mit Apple um 14 Prozent in die Höhe geschossen.
Hochtief meldet Gewinnsprung
Deutschlands größter Baukonzern Hochtief ist mit einem Gewinnsprung ins Jahr gestartet. Auch bei Umsatz und Auftragseingang konnten die Essener zulegen. Vor allem Aufträge für Rechenzentren und Infrastruktur spielten der Tochter des spanischen ACS-Konzerns in den Karten. "Wir sind erfolgreich in das Jahr 2026 gestartet, mit hohen Gewinnzuwächsen und einem Rekord-Auftragsbestand", sagte Hochtief-Chef Juan Santamaría. Er bekräftigte sein Gewinnziel für 2026.
Hochtief steigerte im ersten Quartal den währungsbereinigten Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Der operative Konzerngewinn legte um 30 Prozent auf 217 Millionen Euro zu. Der Auftragseingang kletterte währungsbereinigt um 27 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro, der Auftragsbestand erreichte einen neuen Rekordwert von 79,3 Milliarden Euro. Hochtief hat für 2026 einen operativen Konzerngewinn von 950 Millionen Euro bis knapp über eine Milliarde Euro als Ziel ausgegeben.
Milliardär Kühne stockt bei Lufthansa auf
Lufthansa-Großaktionär Klaus-Michael Kühne hat seine Beteiligung an der Fluggesellschaft um fünf Prozent auf 20 Prozent aufgestockt. Das gab das MDax-Unternehmen in einer Stimmrechtsmitteilung bekannt. Der 88 Jahre alte Milliardär Kühne hatte sich in der Vergangenheit offen gezeigt, seinen Anteil zu erhöhen, ergänzte jedoch, keine Kontrolle als Mehrheitsaktionär ausüben zu wollen.
US-Anleiherenditen steigen - Rückschlag bei Gesprächen mit Iran
Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, da die Papiere angesichts der ins Stocken geratenen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verkauft werden. Präsident Donald Trump hat die Antwort der Teheraner Machthaber auf die Vorschläge Washingtons zurückgewiesen, wodurch sich die beiden Seiten in einer Pattsituation befinden. Die Öl-Futures steigen und der WSJ Dollar Index legt um 0,2 Prozent zu.
Der morgen anstehende US-Verbraucherpreisindex für April dürfte laut einer Umfrage des "Wall Street Journal" leicht anziehen. Die Zwölf-Monats-Rate wird mit 3,8 Prozent prognostiziert, nach 3,3 Prozent. Die Kernrate dürfte sich von 2,6 Prozent auf 2,7 Prozent beschleunigen. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe liegt bei 4,386 Prozent, nach einem Schlussstand von 4,364 Prozent am Freitag. Die Rendite der zweijährigen Anleihe steigt auf 3,916 Prozent von 3,893 Prozent. Beide haben sich damit von ihren Höchstständen im Übernachthandel entfernt.
Goldman-Ökonomen äußern sich zur Fed-Zinspolitik
Die Ökonomen von Goldman Sachs haben ihre Prognose für eine Lockerung der Geldpolitik der Fed im Jahr 2026 reduziert. Das Ökonomen-Team der Bank erwarte nun nur noch eine Zinssenkung der Fed in diesem Jahr im Dezember, anstatt der zwei Zinssenkungen im September und Dezember, die Goldman zuvor prognostiziert hatte. Goldman verschiebt seine Prognose für eine zweite Zinssenkung auf das erste Quartal 2027.
Angesichts des anhaltenden Drucks auf die Energiepreise durch den Iran-Krieg werde die PCE-Inflation in diesem Jahr wahrscheinlich eher bei drei Prozent als bei zwei Prozent liegen, prognostiziert David Mericle von Goldman. "Wir sehen eine realistische Chance, dass, wenn die Wirtschaft das ganze Jahr über dem aktuellen Leitzins standhält, mehr Teilnehmer des Offenmarktausschusses ihre Schätzungen für den neutralen Zins anheben und zu dem Schluss kommen könnten, dass weitere Senkungen unnötig sind," schreibt er.
Chinas Automarkt schwächelt im Inland - Exporte boomen
Der chinesische Automarkt hat im April den siebten Monat in Folge einen Absatzrückgang im Inland verzeichnet - die Exporte zogen hingegen kräftig an. Die Verkäufe in der Volksrepublik fielen im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 21,6 Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband CPCA mitteilte. Dagegen stiegen die Ausfuhren um 80,2 Prozent. Besonders stark war das Wachstum bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden, deren Exporte sich mehr als verdoppelten. Ein Grund dafür sind die weltweit gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran, welche die Nachfrage nach E-Autos im Ausland beflügeln.
Auf dem heimischen Markt sank der Absatz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden, die 60 Prozent der gesamten Verkäufe ausmachen, hingegen um 6,8 Prozent. Die wachsende Kluft zwischen der Schwäche im Inland und der Stärke beim Export zeigt sich etwa beim weltgrößten E-Auto-Bauer BYD. Dessen Absatz sank im April den achten Monat in Folge, obwohl die Ausfuhren brummten. Die US-Investmentbank Morgan Stanley rechnet für das laufende Jahr nun mit einem Rückgang der Inlandsverkäufe in China um elf Prozent, hob jedoch die Prognose für das Exportwachstum von 15 auf 33 Prozent an.
Steigende Inflationssorgen am Geldmarkt
Etwas angezogen haben die Geldmarktsätze am Frankfurter Euro-Geldmarkt. Der Overnight-Satz wird mit 1,90 zu 2,10 Prozent gestellt. Die erhoffte Entspannung um den Iran-Krieg ist nicht eingetreten, daher legen Ölpreise und damit auch die Inflationssorgen wieder zu. Dazu kommen auch immer wieder vorsichtige Aussagen zur Inflation von EZB-Mitgliedern. EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte vergangene Woche betont, die Dynamik des Inflationsanstiegs sei diesmal höher als nach der Corona-Pandemie. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen wieder, kommentiert ein Disponent. Zwei Erhöhungen seien bis Jahresende eingepreist, ein dritte zum Teil.
Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,91 - 2,11 (1,83 - 2,13), 1-Monats-Geld: 2,00 - 2,20 (1,90 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,23 - 2,39 (2,18 - 2,23), 6-Monats-Geld: 2,42 - 2,58 (2,19 - 2,29), 12-Monats-Geld: 2,64 - 2,75 (2,59 - 2,71), Euribors: 08.05. 07.05. 3 Monate: 2,2340 2,2480, 6 Monate: 2,4720 2,5220, 12 Monate: 2,7080 2,7950
Delivery-Hero-Aktie schießt hoch - Großaktionär stockt Anteil auf
Der Großaktionär Aspex Management stockt seine Beteiligung an Delivery Hero auf und treibt damit die Aktien an. Die Titel des Essenslieferdienstes springen um 10,1 Prozent auf 22,01 Euro und sind damit die größten Gewinner im Nebenwerteindex MDax. Der zweitgrößte Anteilseigner des Berliner Unternehmens, der niederländische Finanzinvestor Prosus, hat ein Aktienpaket von fünf Prozent für rund 335 Millionen Euro an Aspex verkauft. Der Vermögensverwalter aus Hongkong zahlt 22 Euro je Aktie. "Wir hatten zwar erwartet, dass Aspex einen wesentlichen Anteil an Delivery Hero von Prosus erwirbt, rechneten jedoch mit einer größeren Transaktion von rund zehn Prozent", schreiben die Experten der US-Investmentbank JP Morgan.
Dax leicht im Minus - Ölpreise legen deutlich zu
Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat sich bislang nur wenig bewegt. Am frühen Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent tiefer bei 24.296 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,4 Prozent auf 5887 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1772 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je 3,5 Prozent auf 103,87 beziehungsweise 97,91 Dollar.
"Iran ist eingepreist - ein Ukraine-Kriegsende nicht"
Die Entwicklungen des Irankrieges bringen den Ölpreis weiterhin heftig ins schwanken. Finanzmarktexperte Ascan Iredi sieht derzeit kein Ende dieser volatilen Abhängigkeit. Mit Putins Signalen einer Bereitschaft zu einem Kriegsende öffnet sich perspektivisch eine neue Variable.
Wall Street vorbörslich im Minus
Die Rekordjagd an der Wall Street dürfte zu Wochenbeginn zunächst beendet sein. Nachdem Präsident Donald Trump die Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "inakzeptabel" bezeichnet hat, sinken die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges. Damit bleibt auch die wichtige Straße von Hormus weiter geschlossen. Ablesen lässt sich das an wieder steigenden Ölpreisen.
Die Agenda bei den US-Konjunkturdaten ist zu Wochenbeginn weitgehend leer. Es werden nur die Verkäufe bestehender Häuser für den April bekannt gegeben. Mit Spannung wird schon auf die Inflationsdaten für den April am Dienstag gewartet. Hier dürfte sich der starke Anstieg der Ölpreise seit dem Beginn des Iran-Krieges deutlich bemerkbar machen, so die Erwartung der Marktteilnehmer.
Europäischer Firmen überzeugen
Die Berichtssaison der Stoxx-600-Unternehmen neigt sich dem Ende zu. Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, stuft die Gewinnentwicklung der Unternehmen als resilient ein. Aktuell deute sich ein Wachstum von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal an, was dem höchsten Gewinnsprung seit drei Jahren entspreche und etwa sechs Prozentpunkte über den Erwartungen zum Saisonstart liege. Treiber dieser Entwicklung seien insbesondere Energieunternehmen, die dank höherer Öl- und Gaspreise auf ein Gewinnplus von über 50 Prozent zusteuerten. Darüber hinaus hätten Finanz- und Rohstoffunternehmen positiv überrascht.
Rüstungsaktien rot
Für Rüstungsaktien geht es europaweit erneut nach unten, wenn auch weniger dynamisch als am Freitag. Die Analysten von Bernstein sehen den Druck auf die Branchenwerte im Zusammenhang mit den Friedensbemühungen in der Ukraine. Das dürfte auch den TKMS-Kurs belasten. Rheinmetall, die am Freitag um fast zehn Prozent abgerutscht waren, verlieren weitere 2,7 Prozent. In Paris kommen Thales um 1,8 Prozent zurück, in Mailand um 4,2 Prozent. Im MDax liegen Hensoldt und Renk mit Einbußen bis drei Prozent sehr schwach im Markt.
Hannover Rück verdient mehr - Anleger gehen dennoch von der Fahne
Die Hannover Rück hat im ersten Quartal von einem relativ geringen Aufkommen an Großschäden profitiert. Nachdem die Waldbrände in Kalifornien im Vorjahr für einen Gewinnrückgang gesorgt hatten, legte das Nettoergebnis nun um knapp die Hälfte zu. Den Ausblick für 2026 bestätigte der im Dax notierte Rückversicherungskonzern. Die April-Erneuerung zeigt den anhaltenden Preisdruck in der Branche.
Das Ergebnis lag leicht unter den Erwartungen der Analysten, die Umsatzentwicklung deutlich. Die Aktie fällt um 2,4 Prozent. Die Analysten der DZ Bank sprechen dennoch von einem insgesamt guten Ergebnis. Der Preisdruck bei den Vertragserneuerungen sei nicht überraschend, er sei die Kehrseite des zuletzt günstigen Schadensverlaufs. Der Nettogewinn stieg in den ersten drei Monaten um 48 Prozent auf 711 Millionen Euro. Analysten hatten in einem vom Unternehmen selbst veröffentlichten Konsens mit 721 Millionen Euro gerechnet. Der operative Gewinn (EBIT) legte um knapp 40 Prozent auf 971 Millionen Euro zu.
Rheinmetall und Telekom planen Drohnenabwehrschild für zivile Objekte
Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen gemeinsam eine Drohnenabwehr für zivile Objekte entwickeln. Ergänzt werde das System durch Maßnahmen gegen Hackerangriffe, teilte Rheinmetall am Montag mit. "Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital", betonte Rheinmetall-Vorstandschef Armin Papperger. "Deshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen."
Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit Längerem an der Erkennung und Bekämpfung von Drohnen zusammen. Die Telekom nutzt spezielle Sensoren, die an Mobilfunkmasten montiert werden können, um über die Funksignale von Fernsteuerungen Drohnen zu orten. Diese Technologie kam unter anderem bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 zum Einsatz. Zudem erforscht der Bonner Konzern, wie sich über das Mobilfunknetz gesteuerte Drohnen aufspüren lassen. Rheinmetall kooperiert mit der Hamburger Polizei und der dortigen Hafenbehörde bei der Weiterentwicklung des Drohnenschutzes in diesem Areal.
Trumps Antwort "klingt nicht nach Kriegsende" - Ölpreise steigen wieder
Zwischen den USA und dem Iran ist keine Annäherung in Sicht. Die Reaktion sehen die Anleger an den Ölmärkten. Die Preise steigen wieder spürbar, denn Trumps Aussagen lassen für die Lage im Nahen Osten nichts Gutes erahnen, sagt ntv-Börsenreporterin Corinna Wohlfeil.
Analysten sehen überzeugendes Strategie-Update der Commerzbank
Das Management der Commerzbank hat nach Ansicht der Analysten von Metzler ein "ziemlich überzeugendes" Strategie-Update gegeben, auch wenn sich die Finanzplanung stärker auf externe Faktoren wie Zinsen als auf interne Maßnahmen wie Kostensenkungen stütze. Das Kreditwachstum im Unternehmenskundensegment sei außerdem wegen der starken Präsenz der Bank bei großen und mittelgroßen Unternehmen aus Deutschland eine zentrale Säule.
Überdies erwarte die Commerzbank signifikante positive Effekte aus dem Replikationsportfolio, also durch die Verlängerung fällig werdender Kredite, die die teilweise noch in der Phase extrem niedriger Zinsen abgeschlossen wurden, einschließlich der Auswirkungen von auslaufenden Absicherungen und Einlagen. Das Management verwies zudem auf den Einsatz von KI zur Steigerung der betrieblichen Effizienz. Es betonte die Bedeutung der internationalen Niederlassungen und Repräsentanzen des Konzerns.
Felbermayr: Regierung hört nicht auf ökonomischen Rat
Die Energiepreise sind hoch, die Regierung reagiert mit Tankrabatt und Entlastungsprämie. Beides halten Ökonomen wie der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr für falsch. Doch die Regierung hört nicht auf Rat, sagt er im Frühstart bei ntv.
Goldpreis fällt deutlich - Iran-Krise schürt ölgetriebene Inflationsängste
Die Gold-Futures geben nach, da mangelnde Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise in die Höhe treiben und damit Sorgen über längere Störungen und eine höhere Inflation schüren. "Die Märkte rechnen zunehmend mit höheren Zinsen, um die mit den hohen Energiepreisen verbundenen Inflationsrisiken zu bekämpfen, was für das zinslose Gold negativ ist", meint Soojin Kim von MUFG. Unterdessen stützen "starke US-Arbeitsmarktdaten weiterhin die Erwartungen, dass die Fed die Zinsen länger hoch halten wird." Im europäischen Handel geben die New Yorker Gold-Futures um 1,1 Prozent auf 4664,96 US-Dollar je Feinunze nach.
Deutscher Anlagenbauer bestätigt Ausblick
Gea hat im ersten Quartal dank einer starken Nachfrage nach Neumaschinen mehr umgesetzt und verdient. Das operative Ergebnis (Ebitda) sei um 3,9 Prozent auf 205,9 Millionen Euro gestiegen, teilte der im Dax gelistete Maschinen- und Anlagenbauer mit. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 16,2 Prozent nach 15,8 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um 1,2 Prozent auf rund 1,27 Milliarden Euro zu. "Wir haben wie geplant alle wesentlichen Kennzahlen erneut verbessert. Speziell beim Neumaschinengeschäft haben wir zugelegt", sagte Konzernchef Stefan Klebert.
Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose für das laufende Jahr, die ein organisches Umsatzwachstum zwischen fünf und sieben Prozent sowie eine Ebitda-Marge von 16,6 bis 17,2 Prozent vorsieht.
Gaspreise können moderat steigen
Wegen des Iran-Kriegs kann es nach Worten des Chefs der Bundesnetzagentur zu moderaten Preissteigerungen beim Gas kommen. "Die Auswirkungen des Iran-Kriegs spüren alle, die an den Börsen Gas beschaffen müssen", sagte Klaus Müller dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Für die meisten privaten Haushalte gelten hingegen Preisgarantien für 12 Monate oder länger." Es könne bei Anschlussverträgen zu Preissteigerungen kommen. Müller ergänzte: "Aber nicht in der Dimension wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine." Müller mahnte zugleich, mit Gas sorgsam umzugehen. "Gas ist ein wertvolles Gut."
Zurückhaltung regiert auf dem Börsenparkett
Kaum verändert startet der Dax in das heutige Wochenauftaktgeschäft. Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell im Bereich von 24.330 Punkten, nachdem er am Freitag mit 24.339 Zählern geschlossen hatte. "Hauptthema ist und bleibt der Iran", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. Steigende Ölpreise bremsen den Markt aus. Von Seiten der asiatischen Börsen gibt es zudem keine einheitliche Tendenz.
VW-Tochter erwägt Börsengang
Die US-amerikanische Volkswagen-Tochter Scout zieht zur Finanzierung auch einen Börsengang in Betracht. "Das gesamte Scout-Projekt war vom ersten Tag an so konzipiert, dass es strategische Investoren oder Partner finden oder an die Börse gehen könnte", sagte Konzernchef Scott Keogh dem "Handelsblatt". Außenkapital sei eine Option, die auf dem Tisch liege. Er verwies in diesem Zusammenhang auf US-Investmentfonds, die auf eine industrielle Wiederbelebung der USA ausgerichtet seien. Scout ist bewusst als eigenständige Einheit innerhalb des Wolfsburger Konzerns aufgebaut worden.
Volkswagen hatte Scout im Jahr 2022 ursprünglich als reine Elektromarke vorgestellt. Angesichts des sich verlangsamenden Wachstums bei den Verkäufen von E-Autos in den USA schwenkte der Autokonzern jedoch später um und nahm auch die Hybrid-Modelle ins Programm auf.
Technologierally – aber nicht an allen Börsen
Die Mehrheit der asiatischen Börsen präsentiert sich mit Aufschlägen. Angeführt wird die Liste der Gewinner von Südkorea, wo der technologielastige Kospi um 4,8 Prozent auf Allzeithoch nach oben schnellt und damit den Impuls von der ebenfalls technologielastigen Nasdaq weiterträgt. In Südkorea stützen zudem positive Exportdaten. Im Technologiesektor haussieren SK Hynix um 13 Prozent und markieren ein Allzeithoch, Samsung Electronics rücken um 6,2 Prozent vor.
Während Technologiewerte in ganz Asien gefragt sind, bremst die Geopolitik auch aufgrund steigender Ölpreise den breiteren Markt etwas aus. Denn US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten Friedensvorschlag des Irans als "völlig inakzeptabel" zurückgewiesen. Auch aus Israel kommen entsprechende Äußerungen.
In Japan steigt der Nikkei um 0,2 Prozent auf 62.585 Punkte - der breiter aufgestellte Topix einen Tick deutlicher. In China verliert der HSI in Hongkong 0,3 Prozent - gebremst von der Geopolitik, der Shanghai-Composite steigt dagegen um 0,9 Prozent.
IG Metall attackiert Thyssenkrupp
Die IG Metall geht auf Konfrontationskurs zum Vorstand von Thyssenkrupp. "Die Thyssenkrupp AG plant ganz offensichtlich einen Ausstieg auf Raten aus der Mitbestimmung", teilte die Gewerkschaft mit. Der Vorstand wolle einzelne Sparten verselbstständigen und wähle dabei "für die neuen Unternehmen mit voller Absicht eine Rechtsform, die die Rechte von Betriebsräten und Gewerkschaft stark beschneidet", teilte die Gewerkschaft mit: "Die IG Metall schlägt jetzt Alarm." Hintergrund seien Pläne, eine weitere Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) zu gründen, um eine Sparte dorthin auszugliedern. Die Pläne träfen nun die Sparte Materials Services. Eine KGaA habe aber entscheidende Nachteile für die Mitbestimmung.
Thyssenkrupp könnte noch in diesem Jahr sein milliardenschweres Handelsgeschäft neu aufstellen, hatte Reuters bereits im Februar unter Berufung auf Insider berichtet. Möglich sei unter anderem eine Abspaltung, ein Börsengang oder ein Verkauf. Geprüft werde auch eine Änderung der Rechtsform des Geschäfts in eine KGaA.
Materials Services war im Geschäftsjahr 2024/25 auf einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro gekommen. Die Sparte, die unter anderem Logistik- und Verarbeitungsdienstleistungen für Materialien wie Stahl und Kunststoffe anbietet, beschäftigt über 15.000 Menschen.
Wohin führt die Dax-Reise?
Die Aktienmärkte werden zum Start in die Woche knapp behauptet erwartet. Die Marktexperten von IG sehen den Dax bei 24.300 nach einem Schluss bei 24.338 Punkten am Freitag. Für steigende Ölpreise und damit einen Bremser für die Aktienkurse sorgt, dass US-Präsident Donald Trump die Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges als "inakzeptabel" bezeichnet hat. Derweil äußerte der russische Präsident Wladimir Putin, dass der Ukraine-Krieg wahrscheinlich bald enden werde. Brent-Öl verteuert sich um über 4 Prozent auf 105,70 Dollar.
Bei den Einzelaktien dürfte weiter die Berichtssaison Akzente setzen, die sich wegen des Feiertags am Donnerstag am Dienstag und Mittwoch noch ballt. Dessen ungeachtet wird an Christi Himmelfahrt an den Börsen gehandelt. Aber auch schon der heutige Wochenstart hält Zahlen parat: Aus dem Dax berichten Gea und Hannover Rück, aus dem MDAX Hochtief. Ex Dividende werden am Berichtstag unter anderem Drägerwerk, Axa und Schneider Electric gehandelt.
Deutscher Marineschiffbauer profitiert von Rüstungsboom
TKMS hat dank einer gestiegenen Nachfrage nach Waffen im ersten Halbjahr etwas mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) stieg um rund 14 Prozent auf 60 Millionen Euro, wie der Rüstungskonzern mitteilte. Der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten leicht, die im Schnitt mit einem Betriebsgewinn von 59 Millionen Euro und einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro gerechnet hatten. Treiber des Wachstums waren demnach die Sparten für U-Boote und Sonartechnologie. Durch neue Bestellungen erreichte der Auftragseingang von 3,4 Milliarden Euro, der Auftragsbestand summierte sich Ende März auf ein neues Rekordhoch von insgesamt 20,6 Milliarden Euro.
Jens-Peter Rieck vom Hamburger Analysehaus MWB Research sagte, alle Kommentare von TKMS zu Kanada und unbemannten Systemen dürften wichtig werden. TKMS arbeitet auch an der Weiterentwicklung unbemannter Wasserfahrzeuge und ist an deren Fertigung beteiligt.
Trump-Xi-Treffen wirft Schatten voraus
Vor der Peking-Reise von US-Präsident Donald Trump wollen sich Vertreter Chinas und der USA zur Beilegung ihres Handelsstreits zu einer weiteren Verhandlungsrunde treffen. Wie das Handelsministerium in Peking mitteilte, soll dafür Vize-Ministerpräsident He Lifeng mit einer Delegation von Dienstag bis Mittwoch in die südkoreanische Hauptstadt Seoul reisen. Themen sind demnach "Wirtschafts- und Handelsfragen von beiderseitigem Interesse".
US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte das Treffen. Demnach will er noch am Dienstag mit Japans Regierungschefin Sanae Takaichi in Tokio über die beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen sprechen. Am Mittwoch wolle er einen Zwischenstopp in Seoul für das Treffen mit He einlegen und im Anschluss zum Treffen von Trump und Staats- und Parteichef Xi Jinping weiterreisen, so der US-Finanzminister. Trump will von Mittwoch bis Freitag nach China reisen.
Partner für VW? "China ist eine Chance für Zwickau"
Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter schlägt chinesische Autobauer als Partner in der Produktion im Volkswagen-Werk in Zwickau vor. "Es ist besser, industrielle Kompetenz bei VW in Sachsen weiterzuentwickeln und die Produktion abzusichern, als auf verlorenem Posten zu kämpfen und Wertschöpfung zu verlieren. Wir müssen mit der Zeit gehen. Deswegen: China ist eine Chance für Zwickau", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung.
Ein Joint Venture zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller sei eine Möglichkeit. Diese könnten eine oder mehrere derzeit nicht ausgelastete Produktionslinien nutzen und Fahrzeuge in Sachsen fertigen. Voraussetzung seien klare europäische Regeln und Standards. "Unser Maßstab ist nicht Ideologie, sondern industrielle Zukunftsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze bei VW in Sachsen." In Zwickau baut VW ausschließlich vollelektrische Autos wie den ID.3 oder den Audi Q4 e-tron. Nach Unternehmensangaben waren in dem Werk Ende 2025 8000 Menschen beschäftigt.
Nahost-Krise bremst Tokioter Börse aus
Die festgefahrenen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verunsichern die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 62.486,84 Punkte nach und der breiter gefasste Topix bleibt fast unverändert bei 3830,12 Zählern. Die chinesischen Märkte zeigen sich dagegen fester. Der Shanghai Composite gewinnt 0,7 Prozent auf 4208,97 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 1,1 Prozent auf 4.924,56 Punkte.
In Japan drückt die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten auf die Stimmung, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranischen Bedingungen für ein Ende des Krieges als inakzeptabel zurückgewiesen hatte. Zuvor hatte der Nikkei noch ein Rekordhoch erreicht. "Die Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten hat sich jedoch verschärft", sagt Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Zu den Gewinnern zählen der Chip-Hersteller Kioxia mit einem Plus von 6,8 Prozent sowie Konami und Japan Tobacco nach starken Quartalszahlen. Zu den Verlierern gehört Nintendo, deren Aktien nach einer Preiserhöhung für die Konsole Switch 2 um 6,5 Prozent abrutschen.
In China rückt der bevorstehende Besuch Trumps in den Fokus, der in dieser Woche mit Präsident Xi Jinping unter anderem über Handel und Künstliche Intelligenz sprechen will. Gleichzeitig treiben die durch den Nahost-Krieg gestiegenen globalen Energiekosten die Inflation in der Volksrepublik an. Die Erzeugerpreise stiegen im April um 2,8 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren.
Energiepreise in China bremsen Autoabsatz aus
Die hohen globalen Energiepreise infolge des Nahost-Krieges hinterlassen deutliche Spuren in der chinesischen Wirtschaft. Die Erzeugerpreise stiegen im April den zweiten Monat in Folge und erreichten den höchsten Stand seit fast vier Jahren, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Der Index kletterte im Jahresvergleich um 2,8 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 1,6 Prozent gerechnet. Auch die Verbraucherpreise zogen mit einem Anstieg von 1,2 Prozent stärker an als erwartet. Die gestiegenen Energiekosten treiben vor allem die Ausgaben der Industrie in die Höhe.
Gleichzeitig leidet der heimische Automarkt unter den hohen Spritpreisen. Der Absatz fiel im April im Jahresvergleich um 21,6 Prozent auf 1,4 Millionen Fahrzeuge, wie der Branchenverband CPCA mitteilte. Dies ist der siebte monatliche Rückgang in Folge. Während das Inlandsgeschäft schwächelt, boomt jedoch der Export: Die Ausfuhren von Elektroautos und Plug-in-Hybriden schossen um 111,8 Prozent in die Höhe. Die durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran ausgelösten hohen Kraftstoffpreise beflügeln die weltweite Nachfrage nach E-Autos. Davon profitiert unter anderem der weltgrößte Elektroautobauer BYD, der seine Schwäche auf dem Heimatmarkt durch starke Exporte ausgleicht.
Das ist los im frühen Devisengeschäft
Angesichts der geopolitischen Risiken suchen Anleger Zuflucht in der US-Währung. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar als sicherer Hafen 0,3 Prozent auf 157,12 Yen und legt leicht auf 6,7954 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,3 Prozent höher bei 0,7784 Franken. Parallel dazu fällt der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1761 Dollar und zieht leicht auf 0,9157 Franken an. Japan hofft derweil, dass eine restriktivere Geldpolitik der Notenbank und die Unterstützung von US-Finanzminister Scott Bessent den Verfall des Yen bremsen können.
Kein Frieden im Iran: Ölpreise springen an
Gescheiterte Friedensbemühungen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran lassen die Ölpreise kräftig steigen. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 3,1 Prozent auf 104,47 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl der Sorte WTI um 3,2 Prozent auf 98,51 Dollar zulegt. Hoffnungen auf ein baldiges Ende der seit zehn Wochen andauernden Auseinandersetzung und eine Öffnung der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus erhielten einen Dämpfer, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Antwort auf einen US-Friedensvorschlag als inakzeptabel zurückgewiesen hatte. Nun richten sich die Blicke auf Trumps Reise nach Peking am Mittwoch, wo er US-Regierungskreisen zufolge mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping auch über den Iran sprechen wird. Die anhaltende Blockade der Schifffahrtsroute verknappt das weltweite Angebot massiv:
Dax zwischen Nahost-Hickhack und Zahlensalat
Das Rätseln über die weitere Entwicklung im Iran-Krieg dürfte auch in dieser Woche für schwankende Aktienkurse an den Börsen sorgen. Die Ankündigung am vergangenen Mittwoch, wonach sich die USA und der Iran geeinigt haben, trieb die großen Handelsplätze zeitweise nach oben. Der deutsche Leitindex Dax verzeichnete damit auf Wochensicht ein geringes Plus und ging mit 24.339 Punkten ins Wochenende.
Im Fokus in dieser Woche stehen zudem die Konzernbilanzen und -prognosen. "Die europäischen Unternehmen konnten in der Berichtssaison zwar nicht mit den USA mithalten, aber doch positiv überraschen", sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. Demgegenüber enttäuschten die Unternehmen im Dax. "Deutschland hängt wirtschaftlich zurück, und auch die gerade bekannt gewordene Steuerschätzung weist auf größere Haushaltslöcher und entsprechend umfassenden Reformbedarf für den Standort Deutschland hin."
Geplant zur Veröffentlichung sind unter anderem die Geschäftszahlen der Dax-Konzerne Hannover Rück, Bayer, Münchener Rück, Siemens Energy, Deutsche Telekom, E.ON, Merck, RWE, Allianz, Siemens, Brenntag und Porsche SE. In den USA ist die Bilanzsaison hingegen größtenteils vorbei. In den Fokus rücken nun die Hauptversammlungen - etwa von Lockheed Martin, 3M, AMD, Intel, Ford und AT&T. Auch in Deutschland laden Schwergewichte wie Rheinmetall, BMW, Heidelberg Materials und die Deutsche Börse zum jährlichen Investorentreffen ein.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.