Der Börsen-Tag
18. Mai 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:37 Uhr

Dax macht Sprung nach oben

Nach dem freundlichen Start der Wall Street und Entspannungssignalen aus Nahost haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder Mut geschöpft. An der Frankfurter Börse bewegte sich der Dax kräftig nach oben und schloss 1,5 Prozent im Plus bei 24.308 Punkten, sein Tageshoch lag bei 24.431 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent höher bei 5838 Stellen.

"Anleger befinden sich derzeit in einem Wechselbad der Gefühle aus Eskalationssorgen und Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran", kommentiert Timo Emden, Analyst bei Emden Research. "Während Drohungen aus Washington die Anleger zunächst verunsicherten, sorgen Berichte über Verhandlungsvorschläge zwischen den USA und dem Iran zwischenzeitlich für Erleichterung." Die USA haben sich einem iranischen Medienbericht zufolge bereiterklärt, die Sanktionen gegen Ölexporte der Islamischen Republik für die Dauer der Verhandlungen auszusetzen. Die Ölpreise gaben daraufhin deutlich nach.

Ein Bericht über den Einstieg des aktivistischen Investors Elliott beim US-Großaktionär Bio-Rad gab den Aktien von Sartorius Auftrieb. Die Vorzugspapiere des Göttinger Pharma- und Laborzulieferers stiegen um 5,5 Prozent.

Gefragt waren auch Deutsche Börse, die um 4,7 Prozent zulegten. Der Frankfurter Börsenbetreiber hatte am Freitagabend eine Stimmrechtsmitteilung des aktivistischen Aktionärs TCI veröffentlicht, wonach dieser seine Beteiligung aufgestockt habe.

Dax macht Sprung nach oben
17:20 Uhr

Warum die US-Rally weitergehen kann

Rücksetzer gibt es - eine Kehrtwende noch nicht: Die Rekordjagd an der Wall Street geht weiter. Doch wie nachhaltig ist die Rally? Darüber spricht Raimund Brichta mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Warum die US-Rally weitergehen kann
16:55 Uhr

Megadeal in US-Versorgerbranche

Der US-Versorger Nextera Energy schluckt den Wettbewerber Dominion Energy. In einem etwa 67 Milliarden US-Dollar schweren Deal entsteht ein neuer Stromriese in den USA. Beide Seiten teilten mit, sie planten einen Zusammenschluss im Rahmen eines überwiegend aktienbasierten Geschäfts. Das in Florida ansässige Unternehmen Nextera kommt auf einen Marktwert von fast 200 Milliarden Dollar, Dominion aus Virginia auf etwa 50 Milliarden Dollar.

Durch den Zusammenschluss würden zwei der größten US-Versorger zu einem Energie-Titanen an der Ostküste mit Gebieten in Florida, den Carolinas und Virginia verschmolzen. Die Fusion müsste von einer Vielzahl staatlicher und bundesstaatlicher Regulierungsbehörden genehmigt werden.

Megadeal in US-Versorgerbranche
16:36 Uhr

LBBW: Commerzbank-Aktionäre sollten bei Unicredit-Angebot abwarten

Die Commerzbank, die derzeit das Übernahmeziel der italienischen Unicredit ist, habe jüngst gute Ergebnisse und eine vielversprechende Strategie sowie eine für die Aktionäre sehr vorteilhafte Dividendenpolitik vorgelegt, schreibt die LBBW in einer Research Note. Die Analysten der LBBW sehen für die Aktionäre der deutschen Commerzbank keinen wirtschaftlichen Anreiz, das aktienbasierte Angebot von Unicredit anzunehmen. "Wir empfehlen, die Commerzbank-Aktien weiter zu halten und die weitere Entwicklung abzuwarten," so die LBBW. Die Aktie der Commerzbank notiert 1,1 Prozent niedriger bei 36,07 Euro.

LBBW: Commerzbank-Aktionäre sollten bei Unicredit-Angebot abwarten
16:20 Uhr

Wall Street eröffnet mit leichten Gewinnen

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(Foto: REUTERS)

Nach dem jüngsten Rücksetzer zeigen sich die US-Börsen zum Wochenstart stabil. Der Dow-Jones-Index und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung etwas fester bei 49.544 beziehungsweise 7413 Punkten. Der technologielastige Nasdaq stieg um 0,1 Prozent auf 26.257 Zähler. Die Ölpreise gaben nach, nachdem Berichte über eine mögliche vorübergehende Ausnahmeregelung der USA für iranische Ölsanktionen die Sorgen vor Lieferengpässen dämpften. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe, die als Richtwert für die globalen Kreditkosten gilt, fiel auf 4,573 Prozent, nachdem sie zuvor auf den höchsten Stand seit Februar 2025 geklettert war.

Bei den Einzelwerten legten Micron Technology mehr als vier Prozent zu. Intel verteuerten sich in der Spitze um rund sechs Prozent.

 

Wall Street eröffnet mit leichten Gewinnen
16:00 Uhr

Ryanair-Chef erwartet Airline-Pleiten in Europa

Klare Worte von Ryanair-Vorstandschef Michael O'Leary: "Wenn die Ölpreise auf diesem Niveau bleiben, wenn die Straße von Hormus bis September, Oktober geschlossen bleibt, wird es in Europa zu Airline-Pleiten kommen", sagte er gegenüber CNBC. Während der irische Billigflieger gut abgesichert sei und in ziemlich guter Verfassung bleiben dürfte, befänden sich die Wettbewerber in echten Schwierigkeiten, so O'Leary. "Wenn der Ölpreis bis September, bis zum Ende dieses Kalenderjahres, bei 150 US-Dollar pro Barrel bleibt, steuern wir alle auf eine Rezession zu."

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Michael O'Leary (Foto: picture alliance / abaca)
Ryanair-Chef erwartet Airline-Pleiten in Europa
15:38 Uhr

Fallender Ölpreis befeuert Dax

Europas Börsen bauen die Gewinne aus. In Frankfurt liegt der Dax 1,6 Prozent höher bei 24.335 Punkten. Stützend wirkt ein nachgebender Ölpreis, Brent notiert bei 108,31 Dollar das Fass, nachdem die Sorte im Tageshoch bei fast 111 Dollar umging. Entspannungssignale sendet auch der Anleihemarkt aus, hier fallen die Renditen, nachdem sie im frühen Geschäft noch weiter anstiegen. Hintergrund sind laut Angaben aus dem Handel Medienberichte über angebliche Zugeständnisse der USA bei den Friedensverhandlungen mit dem Iran. Marktteilnehmer äußern sich skeptisch.

Fallender Ölpreis befeuert Dax
15:17 Uhr

Rendite von zehnjähriger Bundesanleihe so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr

Die europäischen Aktienmärkte präsentieren sich stabil beziehungsweise mit Aufschlägen. Der Anleihenmarkt mahnt indes weiter zur Vorsicht, die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe steigt auf 3,1776 Prozent, dies ist der höchste Wert seit 2011. Vor allem das lange Ende wird momentan von Investoren gemieden, die Zinskurve versteilert sich damit. Damit verteuern sich die Finanzierungskosten deutlich - für Staaten wie auch für Unternehmen. Während der Waffenstillstand im Persischen Golf weitgehend zu halten scheint, hält das Patt um die Straße von Hormus an, was die Stagflationssorgen weiter nährt. Zugleich hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit neuen Militärschlägen gedroht. In den Blick rückt nun das Treffen der G7-Finanzminister in Paris, dabei dürfte es auch um die aktuellen Entwicklungen an den Anleihemärkten gehen.

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(Foto: imago images/IlluPics)
Rendite von zehnjähriger Bundesanleihe so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr
14:55 Uhr

Suchmaschinenbetreiber-Gewinn bricht ein

Baidu hat einen weiteren starken Gewinneinbruch und den vierten Umsatzrückgang in Folge verzeichnet. Der in China dominante Suchmaschinenbetreiber versucht weiterhin, sich als Unternehmen für Künstliche Intelligenz (KI) neu zu erfinden. Das in Peking ansässige Unternehmen, das einst als "Chinas Google" bezeichnet wurde, investiert massiv in Künstliche Intelligenz, selbstfahrende Autos und die Chip-Entwicklung, während sein traditionelles Werbegeschäft einbricht. Diese Neuausrichtung hat sich für das Unternehmen, das einst zu den größten Technologie-Titanen Chinas zählte, noch nicht in den Erträgen niedergeschlagen.

Der Nettogewinn von Baidu ist im ersten Quartal weiter gesunken. Er fiel um 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,45 Milliarden Yuan, was 506,6 Millionen US-Dollar entspricht. Analysten hatten laut einem Konsens von Factset mit 3,15 Milliarden Yuan gerechnet. Der Umsatz sank in den drei Monaten bis Ende März um 1,1 Prozent auf 32,08 Milliarden Yuan und lag damit über der Analystenschätzung von 30,945 Milliarden Yuan.

Suchmaschinenbetreiber-Gewinn bricht ein
14:30 Uhr

Rheinmetall-Aktie stark im Aufwind - Dax vergrößert Plus

Mit Aufschlägen von 4,2 Prozent führen Rheinmetall die Gewinnerliste im Dax vor Deutsche Börse an. Im Handel ist von einer technischen Gegenbewegung die Rede, nachdem die Unterstützung von 1.100 Euro gehalten habe. Auch soll die Citigroup das Kursziel für das Papier angehoben haben. Der Boom bei Rüstungsaktien ist zunächst vorbei, die Rheinmetall-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 25 Prozent an Wert verloren.

Derweil hat der Dax seine Gewinne ausbauen können. Am Nachmittag lag der Leitindex 0,8 Prozent höher bei 24.148 Punkten. Der EuroStoxx50 gewann minimal 0,1 Prozent auf 5832 Stellen.

Rheinmetall-Aktie stark im Aufwind - Dax vergrößert Plus
14:14 Uhr

Übergangsjahr für Chinas Autoindustrie – ein Top-Pick

2026 könnte ein Übergangsjahr für Chinas Autoindustrie sein, wobei sich der Markt für das Wachstum auf Qualität statt auf Quantität konzentriert. Davon gehen die Analysten von Nomura aus. Eine schrittweise Erholung der Binnennachfrage im zweiten Halbjahr, angetrieben durch die Einführung neuer Technologien und Modelle, sei wahrscheinlich, so die Analysten. Die neue Phase der nationalen Konsumsubventionen und eine Normalisierung der Nachfrage nach einem schwachen Verkaufstrend im ersten Halbjahr könnten den Gesamtabsatz stützen, heißt es weiter.

Chinesische Autohersteller mit starken Technologiereserven, die aktiv globale Märkte erschließen, dürften ihre Konkurrenten übertreffen. BYD bleibe angesichts der starken Expansion in Übersee und der Modellpipeline mit ultraschnellen Ladefähigkeiten der Top-Pick von Nomura, so die Analysten.

Übergangsjahr für Chinas Autoindustrie – ein Top-Pick
13:44 Uhr

Commerzbank reagiert auf Unicredit-Aufstockung

Die Commerzbank hat ihre Ablehnung des Unicredit-Angebots bekräftigt. Vorstand und Aufsichtsrat kommen in ihrer gemeinsamen begründeten Stellungnahme zu dem am 5. Mai veröffentlichten öffentlichen Übernahmeangebot zu dem Ergebnis, dass die Italiener den Aktionären keine angemessene Prämie biete und keinen nachvollziehbaren und belastbaren strategischen Plan für einen Zusammenschluss vorgelegt habe. Die Gremien empfehlen den Aktionären, das Angebot nicht anzunehmen. Sie sehen die Bank mit ihrer auf Eigenständigkeit ausgerichteten Strategie besser aufgestellt.

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Bettina Orlopp kämpft gegen die Übernahme ihrer Bank. (Foto: picture alliance/dpa)

"Was die Unicredit als Zusammenschluss bezeichnet, erweist sich als Restrukturierungsvorschlag, der massiv in unser bewährtes und profitables Geschäftsmodell eingreifen würde", sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp. "Wir haben bei der Commerzbank eine klare und erfolgreiche Strategie mit einer für unsere Aktionäre attraktiven Wachstumsperspektive."

Commerzbank reagiert auf Unicredit-Aufstockung
13:22 Uhr

Anleiherekorde, Stagflationsangst: erhöhte Erwartungen an EZB-Zinserhöhung

Angesichts von Rendite-Rekordständen an den Anleihemärkten und den umgehenden Stagflationssorgen wegen des nicht enden wollenden Iran-Krieges geht es mit den Zinserhöhungsspekulationen im Euroraum zu Wochenbeginn weiter nach oben. Wie die Commerzbank anmerkt, werden nun bis Jahresende Zinserhöhungen durch die EZB von 76 Basispunkten (Bp) eingepreist. Eine erste Erhöhung wird für Juni mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent eingepreist. Hintergrund sind zum Teil Renditerekordstände an den Anleihemärkten.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,90 - 2,10 (1,87 - 2,07), Wochengeld: 1,91 - 2,11 (1,96 - 2,01), 1-Monats-Geld: 1,92 - 2,17 (1,90 - 2,20), 3-Monats-Geld: 2,05 - 2,25 (2,16 - 2,41), 6-Monats-Geld: 2,25 - 2,35 (2,25 - 2,35), 12-Monats-Geld: 2,68 - 2,80 (2,67 - 2,76), Euribors: 15.05 14.05. 3 Monate: 2,2320 2,2390, 6 Monate: 2,5620 2,5480, 12 Monate: 2,8150 2,8210

Anleiherekorde, Stagflationsangst: erhöhte Erwartungen an EZB-Zinserhöhung
12:59 Uhr

Insider: SpaceX-IPO am 12. Juni - größter Börsengang aller Zeiten

SpaceX strebt nun einen Börsengang am 12. Juni an. Dies berichteten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dies dürfte der größte Börsengang aller Zeiten werden. Elon Musks Raumfahrt- und Telekommunikationsunternehmen strebt mehreren Informanten zufolge an, bis zu 80 Milliarden US-Dollar einzunehmen - oder mehr. Es wird erwartet, dass die Notierung an der Nasdaq erfolgt, sagten einige der Personen.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt hatten die Berater der Transaktion erwartet, dass das Debüt am oder um den 17. Juni stattfinden würde. Der Zeitplan wurde jedoch kürzlich beschleunigt, sagten die Informanten. Er könne sich noch ändern. Für ein Debüt am 12. Juni müsste SpaceX seine IPO-Unterlagen wohl bis Mitte dieser Woche veröffentlichen.

Insider: SpaceX-IPO am 12. Juni - größter Börsengang aller Zeiten
12:47 Uhr

Anleihen global unter Druck - Japan im Fokus

Die Verkäufe bei Staatsanleihen der vergangenen Woche setzen sich massiv fort. Die Renditen steigen weltweit auf neue Höchststände. Als Auslöser macht Marktstratege Chris Weston von Pepperstone die wachsende Angst vor einer anhaltenden Inflation und weiteren Zinserhöhungen der Fed aus. Die Markterwartung für den nächsten Zinsschritt habe erstmals die Vier-Prozentmarke durchbrochen - und der Markt preise nun eine Erhöhung statt einer Senkung für Januar 2027 ein.

Derweil gebe es einen Käuferstreik bei Staatsanleihen in Japan. Weston verweist auf die japanischen Erzeugerpreise (PPI). die am Freitag mit 4,6 Prozent deutlich höher als erwartet ausfielen. Die Bank of Japan hinke der Inflation hinterher. Premierministerin Takaichi kündigte derweil neue Energiesubventionen an. Die Angst vor neuen Staatsschulden lasse nun den Markt einbrechen.

Die Rendite 30-jähriger japanischer Anleihen springt um 17 Basispunkte auf 4,20 Prozent. Käufer streiken vor der wichtigen 20-jährigen Anleiheauktion am Mittwoch. Der Yen gerät unter Druck, der Dollar steigt in Richtung 159,00 Yen.

Anleihen global unter Druck - Japan im Fokus
12:21 Uhr

Unicredit sichert sich Zugriff auf weitere Commerzbank-Anteile - Aktie fällt

Die italienische Großbank Unicredit kann sich inzwischen Zugriff auf bis zu 38,87 Prozent an der Commerzbank verschaffen. Unicredit hat seinen Bestand an Derivaten (Total Return Swaps) auf Commerzbank-Aktien auf 8,88 Prozent aufgestockt, für die ein Barausgleich vorgesehen ist, wie aus einer veröffentlichten Stimmrechts-Mitteilung hervorgeht.

Unicredit hält direkt weiterhin 26,77 Prozent an der Commerzbank, die sich gegen eine Übernahme durch die Italiener wehrt. Über Derivate kann UniCredit bis auf 29,99 Prozent aufstocken. Das Übernahmeangebot ermöglicht es UniCredit-Chef Andrea Orcel, die Schwelle von 30 Prozent zu überschreiten, ohne ein teureres Pflichtangebot unterbreiten zu müssen. Das noch bis Mitte Juni laufende Tauschangebot ist in der ersten Woche nur für 0,006 Prozent der Commerzbank-Aktien angenommen worden. Die Commerzbank-Aktie lag am Mittag 1,4 Prozent tiefer bei 35,98 Euro.

Unicredit sichert sich Zugriff auf weitere Commerzbank-Anteile - Aktie fällt
12:09 Uhr

Dax dreht ins Plus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat die Verlustzone erst einmal verlassen. Am Mittag notierte der deutsche Leitindex 0,2 Prozent höher bei 23.989 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel dagegen um 0,4 Prozent auf 5805 Stellen. Der Euro lag etwas fester bei 1,1634 US-Dollar. Die Preise für die Ölsorten Brent und WTI stiegen um je ein Prozent auf 110,17 beziehungsweise 102,28 Dollar.

Dax dreht ins Plus
11:55 Uhr

Tech-Rally am Limit - wann kippt die Euphorie?

Kurz vor Ostern hob die Tech-Rakete ab - und sie fliegt noch immer. Doch wie lange geht das gut? Droht bei einigen Highflyern der Absturz? Warum die Volatilität besonders wichtig ist, ob man gerade jetzt auf einen fallenden Ölpreis setzen sollte und ob der Krypto-Winter schon vorbei ist: Darüber diskutiert Raimund Brichta mit Dirk Heß von nxtAssets und Michael Proffe von Proffe Invest. Außerdem geht es um die Frage, welche Chancen Zertifikate in diesem Umfeld bieten.

Tech-Rally am Limit - wann kippt die Euphorie?
11:30 Uhr

"Elon Musk ist Fantasie - das reizt Anleger"

Im Juni will Elons Musks SpaceX endlich seinen Gang aufs Börsenparkett wagen, es könnte der bisher größte IPO werden. Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar spürt schon jetzt einen großen Hype - und zwei weitere US-Schwergewichte setzen wohl auch schon zum Sprung an. 

"Elon Musk ist Fantasie - das reizt Anleger"
11:09 Uhr

Astrazeneca bekommt US-Zulassung für Blutdrucksenker

Erfolg für Astrazeneca: Der Pharmakonzern hat die US-Zulassung für einen neuartigen Bluthochdrucksenker erhalten. Das bisher unter dem Namen Baxdrostat bekannte Medikament, das als möglicher Blockbuster mit Spitzenumsätzen in Milliardenhöhe gilt, soll in den USA unter dem Markennamen Baxfendy verkauft werden, wie das britische Unternehmen mitteilte. Es zielt auf Aldosteron ab, ein Hormon, durch das der Blutdruck erhöht wird.

Die Zulassung erweitert Astrazenecas Portfolio in den Bereichen Herz-Kreislauf, Nieren und Stoffwechsel kurz nachdem das Diabetesmedikament Farxiga, das wichtigste Produkt des Unternehmens in diesem therapeutischen Bereich und das meistverkaufte Medikament in der Firmengeschichte, in den USA seinen Patentschutz verloren hat.

Astrazeneca bekommt US-Zulassung für Blutdrucksenker
10:49 Uhr

Ryanair-Aktie fällt kräftig

Die Aktien von Ryanair Holdings sind gefallen, nachdem die irische Billigfluggesellschaft vor schwächeren Preisen in der wichtigen Sommersaison, kurzfristigen Buchungen und einem starken Anstieg der Treibstoffkosten gewarnt hatte. Europas nach Marktwert größte Fluggesellschaftsgruppe teilte mit, dass die Preise in den letzten Wochen aufgrund der durch höhere Ölpreise und der Angst vor potenziellen Treibstoffengpässen verursachten wirtschaftlichen Unsicherheit etwas nachgegeben hätten. Dies veranlasse die Reisenden auch, ihre Buchungen aufzuschieben. Die Aktien von Ryanair fielen um bis zu 4,1 Prozent.

Ryanair flog im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 dank einer hohen Nachfrage einen Rekordgewinn ein. Der Gewinn nach Steuern kletterte in den zwölf Monaten bis Ende März auf 2,26 Milliarden Euro von 1,61 Milliarden Euro im Vorjahr. Damit übertraf Ryanair knapp die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 2,20 Milliarden Euro gerechnet hatten. Nicht in den Zahlen enthalten ist eine Rückstellung von 85 Millionen Euro für eine Geldstrafe der italienischen Wettbewerbsbehörde, gegen die Ryanair juristisch vorgeht.

Ryanair-Aktie fällt kräftig
10:30 Uhr

Samsung-Streiks wären "ein ganz dickes Brett"

Dem Technologiekonzern Samsung Electronics drohen massive Streiks. Bis zu 47.000 Beschäftigte könnten ab dem 21. Mai die Arbeit niederlegen. Das könnte Samsung nicht nur Hunderte Millionen täglich kosten, sondern die gesamte Chipindustrie treffen, erklärt ntv-Börsenreporter Patrick Dewayne.

Samsung-Streiks wären "ein ganz dickes Brett"
10:10 Uhr

Gaspreise gehen deutlich hoch

Die europäischen Erdgaspreise steigen über 50 Euro je Megawattstunde, da die Händler kaum Anzeichen für eine Lösung im Nahen Osten sehen. "Wir haben mehrfach darauf hingewiesen, dass der Gasmarkt das Ausmaß der Lieferauswirkungen aus dem Persischen Golf zu niedrig bewertet", meinen die Analysten von ING. "Asiatische Käufer werden auf den Spotmarkt ausweichen müssen, um gestörte vertraglich vereinbarte Lieferungen aus dem Persischen Golf zu ersetzen, was den Wettbewerb zwischen asiatischen und europäischen Käufern verschärft."

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(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Unterdessen liegen die Speicherstände in der Europäischen Union bei 36 Prozent ihrer Kapazität und damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 50 Prozent. Im frühen Handel steigt der als Referenz geltende niederländische TTF-Kontrakt für den Frontmonat um 2,4 Prozent auf 51,36 Euro je Megawattstunde.

Gaspreise gehen deutlich hoch
09:46 Uhr

Aufgehorcht: Rekorddividende bei Sonova

Sonova ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 dank der starken Nachfrage nach neuen Modellen operativ gewachsen. Der Umsatz stieg in Lokalwährungen um 5,9 Prozent, ging in Schweizer Franken aber um 0,2 Prozent auf rund 3,61 Milliarden Franken zurück, wie der Schweizer Hörgerätehersteller mitteilte. Treiber war vor allem das Großhandelsgeschäft mit neuen, KI-gestützten Hörgeräten. Der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn (Ebita) kletterte währungsbereinigt um 17,3 Prozent, in Franken blieb ein Plus von 3,7 Prozent auf 811,2 Millionen Franken. Die Aktionäre sollen an der operativen Stärke teilhaben: Der Verwaltungsrat schlägt eine Rekorddividende von 4,70 Franken je Aktie vor.

Für das neue Geschäftsjahr 2026/27 (per Ende März) zeigte sich Sonova optimistisch und stellte ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von fünf bis acht Prozent sowie einen Anstieg des Kern-EBIT um sieben bis zehn Prozent in Aussicht.

Aufgehorcht: Rekorddividende bei Sonova
09:30 Uhr

Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen gestiegen

Trotz erster Belastungen durch den Iran-Krieg ist der deutsche Wohnungsbau im Aufwind. Die Zahl der Baugenehmigungen stieg im ersten Quartal (Januar bis März) um 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 63.500 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Genehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die künftige Bauaktivität.

Experten befürchten aber, dass die Dynamik nachlassen könnte: "Allerdings ist damit zu rechnen, dass der anhaltende Konflikt im Mittleren Osten dem sich erholenden Wohnungsbau einen spürbaren Dämpfer verpassen wird", sagte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien. Die gestiegenen Kraftstoffpreise und damit die höhere Inflation könnten zu höheren Zinsen führen, die den Wohnungsbau weniger bezahlbar machten. "Der Anstieg der Baugenehmigungen in Richtung Sommer dürfte deshalb zunächst gedämpfter ausfallen", erwartet Dullien.

Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen gestiegen
09:15 Uhr

Sorgenfalten bei Dax-Anlegern

Die neue Handelswoche scheint so zu beginnen, wie die alte geendet ist: Der Dax startet mit Verlusten ins Geschäft, notiert aktuell im Bereich von 23.805 Punkten. Am Freitag hatte er mit 23.951 Zählern geschlossen, wobei er allein zum Wochenschluss rund zwei Prozent eingebüßt hatte.

"Den Dax-Anlegern sind die Sorgenfalten deutlich ins Gesicht geschrieben", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Patrick Dewayne. Er verweist auf die erneut über das Wochenende gestiegenen Ölpreise. "US-Präsident Donald Trump droht dem Iran erneut mit Krieg, die Investoren können darüber nur mit den Köpfen schütteln."

Sorgenfalten bei Dax-Anlegern
08:59 Uhr

Thyssenkrupp schließt US-Werk

Thyssenkrupp treibt den Umbau seiner Autozuliefer-Sparte weiter voran und schließt ein Werk in den USA. Die Produktion am Standort Terre Haute im Bundesstaat Indiana solle bis spätestens Ende März 2027 eingestellt werden, teilte der Industriekonzern mit. Davon seien rund 230 Mitarbeiter betroffen. Die Herstellung von Fahrgestellen solle künftig am Standort Hamilton in Ohio gebündelt werden, der als Produktionsbasis weiterentwickelt und personell gestärkt werden soll.

Die Schließung ist Teil einer umfassenden Neuausrichtung des Autoteile-Geschäfts. Thyssenkrupp hatte im Juni 2025 angekündigt, die Sparte neu zu strukturieren, um sie in den kommenden Jahren kapitalmarktfähig zu machen. Zuvor war bereits der Abbau von rund 1800 Arbeitsplätzen beschlossen worden, um die Kosten um mehr als 150 Millionen Euro zu senken.

Thyssenkrupp schließt US-Werk
08:37 Uhr

Samsung hievt Kospi ins Plus

Zum Start in die neue Woche dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien negative Vorzeichen. Auf der Stimmung lastet der andauernde Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit neuen Militärschlägen gedroht, falls es nicht zu einer Einigung kommt. Die Straße von Hormus ist derweil noch immer geschlossen, was die Ölpreise am Montag weiter in die Höhe treibt. Das Barrel Brent verteuert sich um 1,8 Prozent auf 111,20 Dollar.

Der südkoreanische Aktienmarkt trotzt der negativen Tendenz in der Region und liegt 0,2 Prozent im Plus, gestützt vom Schwergewicht Samsung Electronics. Dessen Kurs steigt um 4,5 Prozent mit der Nachricht, dass der Konzern die Verhandlungen mit den Gewerkschaften wieder aufgenommen hat. Das nährt die Hoffnung, dass ein Streik noch abgewendet werden kann.

In Tokio gibt der Nikkei-Index derweil um 0,8 Prozent nach. Der Composite-Index in Schanghai hält sich vergleichsweise gut mit einem Minus von 0,2 Prozent. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fällt jedoch um 1,4 Prozent. Auch in Sydney geht es mit den Kursen im Schnitt um 1,4 Prozent nach unten.

Samsung hievt Kospi ins Plus
08:21 Uhr

"Risk off" zum Wochenstart

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Start in die Woche schwach erwartet. So wird der Dax bei 23.748 Punkten gesehen und damit 0,8 Prozent niedriger als zum Schluss am Freitag. Vor allem die zinssensiblen Sektoren wie Immobilienwerte dürften im aktuellen Umfeld schwächer als der Gesamtmarkt tendieren.

Während in den vergangenen Wochen die Rücksetzer an der Börse schnell gekauft worden sind, mahnt aktuell der Anleihenmarkt zur Vorsicht. Denn vor allem das lange Ende wird momentan von Investoren gemieden, die Zinskurve versteilert sich damit. Damit verteuern sich die Finanzierungskosten deutlich - für Staaten wie auch für Unternehmen. Ein Ende ist hier bisher nicht abzusehen.

Der US-Dollar profitiert stark von den steigenden Zinsdifferenzen und baut seinen Aufwärtstrend aus, was die Risikobereitschaft am Aktienmarkt dämpft.

"Risk off" zum Wochenstart
08:05 Uhr

Investor steigt bei Sartorius-Großaktionär ein

Der aktivistische Investor Elliott hat offenbar einen größeren Anteil an dem US-Laborausrüster Bio-Rad aufgebaut. Elliott wolle das Management dazu drängen, den schwächelnden Aktienkurs des Unternehmens zu steigern, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Wie viele Anteile der rund 80 Milliarden Dollar schwere Investor genau hält und welche Pläne er im Detail verfolgt, blieb unklar.

Bio-Rad hält eine strategische Beteiligung an dem deutschen Pharma- und Laborzulieferer Sartorius im Wert von rund fünf Milliarden Dollar. Dies entspricht fast dem gesamten Börsenwert von Bio-Rad, der LSEG-Daten zufolge bei etwa 6,69 Milliarden Dollar liegt. Elliott ist laut dem Zeitungsbericht ebenfalls in großem Stil bei Sartorius investiert und hält das deutsche Unternehmen für ein qualitativ hochwertiges Geschäft mit starken Wachstumsaussichten.

Investor steigt bei Sartorius-Großaktionär ein
07:47 Uhr

Regierung schaltet sich in Samsung-Streik ein

Im Tarifkonflikt bei Samsung Electronics hat ein Gericht einem Antrag des Unternehmens auf eine einstweilige Verfügung gegen den geplanten Streik teilweise stattgegeben. Der Geschäftsbetrieb müsse auf einem normalen Niveau aufrechterhalten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das Gericht. Der weltgrößte Speicherchip-Hersteller und die Gewerkschaft des Unternehmens sollen im Tagesverlauf ihre Tarifverhandlungen unter staatlicher Vermittlung wieder aufnehmen. Ein Gewerkschaftsführer sagte vor dem Treffen, man werde sich an den Gesprächen beteiligen. Die Gewerkschaft hatte einen 18-tägigen Streik ab dem 21. Mai angekündigt, an dem sich Schätzungen zufolge mehr als 45.000 Beschäftigte beteiligen wollten.

Südkoreas Präsident Lee Jae Myung schaltete sich in die Debatte ein und erklärte, Arbeitnehmer- und Managementrechte müssten gleichermaßen respektiert werden. Daraufhin drehten die Samsung-Aktien ins Plus und stiegen im Vormittagshandel um bis zu 3,5 Prozent. Südkoreas Regierung will alle Hebel in Bewegung setzen, um im Tarifkonflikt beim Technologiekonzern Samsung Electronics drohende Streiks abzuwenden. Ministerpräsident Kim Min Seok brachte dafür am Sonntag nach einem Krisentreffen mit Ministern auch eine Notfall-Schlichtung ins Gespräch.

Regierung schaltet sich in Samsung-Streik ein
07:29 Uhr

"Unleash the Future": Nvidia und Dell reden über KI

Dell-Chef Michael Dell, Nvidia-Chef Jensen Huang und weitere Branchenvertreter wollen auf der heutigen "Dell Technologies World" eine Grundsatzrede halten. Der Vortrag unter dem Titel "Unleash the Future" dürfte Einblicke in die wachsende Partnerschaft zwischen Dell und Nvidia geben. Dabei stehen insbesondere KI-optimierte Produkte für Rechenzentren im Fokus. Auch ein ranghoher Vertreter von Samsung Electronics ist angekündigt. 

"Unleash the Future": Nvidia und Dell reden über KI
07:11 Uhr

Asien-Anleger haben vielschichtige Sorgen

Anhaltende Spannungen im Nahen Osten und enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China schicken die asiatischen Aktienmärkte auf Talfahrt. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 60.843,09 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,8 Prozent niedriger bei 3834,10 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert bei 4137,49 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent auf 4851,66 Punkte fällt. Der südkoreanische Kospi verliert 0,1 Prozent und der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans sinkt 0,9 Prozent.

In Tokio drücken Sorgen über den Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran auf die Stimmung. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf 2,8 Prozent – den höchsten Stand seit Oktober 1996. Grund sind Pläne der Regierung, zur Abfederung der kriegsbedingten Energiekosten neue Schulden aufzunehmen. "Die Schwierigkeiten bei den Waffenruheverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleiben ein Grund zur Sorge", sagt Nomura-Strategin Maki Sawada.

In China wuchs die Industrieproduktion im April nur um 4,1 Prozent, die Einzelhandelsumsätze legten lediglich um 0,2 Prozent zu. Zudem fielen die Autoverkäufe um 21,6 Prozent und die Anlageinvestitionen schrumpften um 1,6 Prozent.

Asien-Anleger haben vielschichtige Sorgen
06:54 Uhr

Chinas Autoabsatz bricht ein

Die chinesische Wirtschaft hat im April deutlich an Schwung verloren. Sowohl die Industrieproduktion als auch die Einzelhandelsumsätze blieben weit hinter den Erwartungen zurück, da höhere Energiekosten infolge des Krieges im Iran und eine schwache Binnennachfrage das Wachstum bremsten. Die Industrieproduktion sei im vergangenen Monat im Jahresvergleich um 4,1 Prozent gestiegen, teilte das Nationale Statistikamt (NBS) mit. Dies ist das schwächste Wachstum seit Juli 2023. Analysten hatten mit einem Plus von 5,9 Prozent gerechnet. Die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für den Konsum, legten lediglich um 0,2 Prozent zu und verzeichneten damit den geringsten Anstieg seit Dezember 2022.

Die Zurückhaltung der Verbraucher zeigte sich besonders deutlich auf dem Automarkt: Die inländischen Autoverkäufe brachen im April um 21,6 Prozent ein und verzeichneten damit den siebten monatlichen Rückgang in Folge. Zudem schrumpften die Anlageinvestitionen in den ersten vier Monaten des Jahres um 1,6 Prozent. Ökonomen führten dies unter anderem auf starke Regenfälle in Teilen Südchinas sowie die anhaltende Krise auf dem Immobilienmarkt zurück.

Chinas Autoabsatz bricht ein
06:37 Uhr

Britisches Pfund leidet

Am Währungsmarkt profitiert der Dollar als sicherer Hafen von der Risikoaversion der Anleger. Im asiatischen Devisenhandel gewinnt er geringfügig auf 158,89 Yen und legt leicht auf 6,8152 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7870 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1616 Dollar und zieht leicht auf 0,9141 Franken an. Das britische Pfund liegt bei 1,3311 Dollar und leidet weiter unter der politischen Instabilität in Großbritannien.

Britisches Pfund leidet
06:18 Uhr

Drohnenangriff auf Atomkraftwerk treibt Ölpreise 

Nach einem Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ziehen die Ölpreise an. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 1,32 Prozent auf 110,70 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI steigt um 1,75 Prozent auf 107,26 Dollar. Zuvor hatten Behörden der VAE mitgeteilt, sie untersuchten die Herkunft des Angriffs auf das Kernkraftwerk Barakah und behielten sich das Recht vor, auf derartige "terroristische Angriffe" zu reagieren. Zudem fing Saudi-Arabien nach eigenen Angaben drei aus dem irakischen Luftraum eingedrungene Drohnen ab.

Die Vorfälle schüren Sorgen vor einer Eskalation im Nahen Osten. Die Bemühungen zur Beendigung des US-israelischen Krieges gegen den Iran waren zuletzt ins Stocken geraten. In der vergangenen Woche waren die Ölpreise um mehr als sieben Prozent gestiegen, da Hoffnungen auf ein Friedensabkommen gesunken waren.

Drohnenangriff auf Atomkraftwerk treibt Ölpreise 
05:59 Uhr

Warten auf "the magnificent one"

Das Ausbleiben einer Annäherung im Iran-Konflikt dürfte auch in dieser Woche für schwankende Aktienkurse sorgen. "Am deutschen Aktienmarkt macht sich nach der Feiertagsrally rund um Christi Himmelfahrt zunehmend Katerstimmung breit", sagt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Da das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Peking keinen Durchbruch im US-Iran-Konflikt brachte, fürchten Anleger eine erneute militärische Eskalation. US-Präsident Trump drohte dem Iran, er werde "nicht mehr lange geduldig sein". Dies drückte den Dax in der alten Woche nach drei Tagen mit Gewinnen um insgesamt gut ein Prozent unter den Vorwochenschluss. Ins Wochenende ging es mit 23.951 Zählern.

Die Skepsis der Anleger zeigte sich auch am Ölmarkt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent verteuerte sich auf Wochensicht um fast sieben Prozent, beim US-Leichtöl WTI lag das Plus bei rund neun Prozent. "Die Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus ist verflogen", sagt Commerzbank-Expertin Barbara Lambrecht. Sollte der US-Iran-Konflikt in einen lang anhaltenden Zermürbungskrieg übergehen, dürfte dies die Ölpreise weiter nach oben treiben, so die Analysten der Warburg Bank. Dies würde nicht nur die Inflation anfachen, sondern könnte die US-Notenbank Fed dazu zwingen, den Zinssenkungszyklus abzubrechen oder gar die Zinsen erneut anzuheben.

Daher blicken Anleger in der neuen Woche mit Spannung auf eine Reihe von Frühindikatoren, die als wichtige Barometer für die weitere Entwicklung der Inflation und der Konjunktur gelten. Die Fed versucht, mit straffer Geldpolitik die Teuerungsrate auf den Zielwert von zwei Prozent zu drücken, ohne die Konjunktur abzuwürgen. Dabei wird der Fokus neben Einkaufsmanagerindizes vor allem auf dem deutschen IFO-Geschäftsklimaindex für Mai liegen. Dieser wird aber erst am Freitag veröffentlicht.

Bei den Unternehmen kommt die Bilanzsaison nach und nach zum Ende. Im Rampenlicht steht vor allem der Quartalsbericht des US-Chipriesen Nvidia am Mittwoch. Nvidia gehört zu den sogenannten magnificent seven und ist aktuell das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Die Anleger blicken zudem auf die Geschäftszahlen kleinerer Unternehmen, etwa Hornbach, Douglas und Südzucker. Mehrere Konzerne laden zudem zu Hauptversammlungen ein. Heute legt etwa Ryanair Zahlen vor, konjunkturseitig gibt es frische Daten zu den deutschen Baugenehmigungen.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Warten auf "the magnificent one"