Der Börsen-Tag
28. August 2023
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:38 Uhr

DAX kommt bei dünnen Umsätzen kräftig voran

Die deutschen Aktienindizes haben einen gelungenen Start in die neue Woche verzeichnet. Unterstützt wurden die Kursgewinne von steigenden Notierungen am Rentenmarkt, die zu fallenden Renditen führten. "Von einem Eigenleben kann beim DAX keine Rede sein", analysierte ntv-Börsenreporter Frank Meyer: "Am Morgen wurde er durch die Vorgaben aus den USA und Asien gestützt. Nach einer Verschnaufpause schob ihn am Nachmittag die freundliche Wall Street wieder nach oben. Der Rest der Woche verspricht dann allein wegen der anstehenden Wirtschaftsdaten mehr Impulse im Handel."

Allerdings waren die Umsätze an der Frankfurter Börse aufgrund eines Feiertags in Großbritannien ziemlich dünn. Den nächsten größeren Impuls könnte die Veröffentlichung der europäischen Verbraucherpreise am Donnerstag setzen. Dann werden auch aus den USA wichtige Preisdaten übermittelt. Die Märkte verdauten zudem noch die Aussagen vom Notenbanker-Symposium in Jackson Hole vom vergangenen Freitag. Die Analysten der Bank of America sprachen von einem "Rorschach-Test". Jeder könne in die Aussagen hineininterpretieren, was er wolle.

Der DAX machte einen großen Schritt nach oben und schloss 1,0 Prozent fester bei 15.793 Punkten, sein Tageshoch lag bei 15.805 Stellen. Der EUROSTOXX50 notierte sogar 1,3 Prozent höher bei 4293 Zählern.

Im DAX lagen Vonovia mit einem Abschlag von 0,1 Prozent ganz hinten. Die Immobilienbranche wird von erneuten Diskussionen um eine Mietpreisbremse belastet. Die SPD will den Kampf gegen steigende Mieten verschärfen und fordert einen bundesweiten Stopp von Mieterhöhungen für drei Jahre. Im MDAX verbilligten sich TAG Immobilien um 0,5 Prozent. LEG Immobilien gewannen dagegen 1,2 Prozent.

Unternehmensnachrichten gab es heute so gut wie nicht. Bayer stiegen um 0,7 Prozent. Die Forderung des Investors Artisan Partners, das Unternehmen aufzuspalten, wurde im Handel als "nicht neu" bezeichnet.

Gut kamen die Zahlen zum dritten Quartal des Börsenneulings Thyssenkrupp Nucera an. Der Kurs des Wasserstoffexperten stieg um 1,1 Prozent. Auftragseingang und Umsatz konnten deutlich gesteigert werden. Dazu erwartet das Unternehmen ein weiteres Umsatzwachstum.

DAX kommt bei dünnen Umsätzen kräftig voran
17:00 Uhr

E-Autobauer BYD mit massivem Gewinnsprung - VW in China überholt

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416006758 (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Ein Rekordabsatz hat dem chinesischen Elektroautobauer BYD im ersten Halbjahr zu einem satten Gewinnsprung verholfen. Das Unternehmen verdiente mehr als dreimal so viel wie vor Jahresfrist. Unterm Strich lag der Gewinn in den sechs Monaten bis Ende Juni bei umgerechnet fast 1,3 Milliarden Euro, das sind 204,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz schnellte um 72,7 Prozent auf rund 33 Milliarden Euro nach oben.

Das Unternehmen, zu dessen Investoren unter anderem Warren Buffetts Berkshire Hathaway gehört, hat seinen Marktanteil in China massiv ausgebaut und im Oktober erstmals Volkswagen als führenden Autobauer abgelöst. Seither konnte sich BYD trotz eines tobenden Preiskriegs und einer sinkenden Nachfrage behaupten.

E-Autobauer BYD mit massivem Gewinnsprung - VW in China überholt
16:37 Uhr

BDI: Deutschland droht, international abgehängt zu werden

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat angesichts der Halbzeitbilanz der Bundesregierung vor einem Abrutschen des Wirtschaftsstandorts gewarnt und eine Agenda für Wirtschaft und Industrie gefordert. "Die Krise hat große Belastungen für unseren Wohlstand gebracht, aber auch längst vorhandene, tiefgreifende Strukturprobleme erneut verstärkt. Der Standort droht, international abgehängt zu werden", warnte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner.

Ein Krisenmanagement reiche angesichts der Lage nicht mehr aus. "Es braucht jetzt eine klare Agenda für Wirtschaft und Industrie, die langfristig Wachstum durch höhere private und öffentliche Investitionen ermöglicht", so Gönner. Ein Abrutschen des Industrie-, Export- und Innovationslandes sei mit allen Kräften zu verhindern.

BDI: Deutschland droht, international abgehängt zu werden
16:20 Uhr

Pluszeichen an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / NDZ/STAR MAX/IPx)

Im Vorfeld wichtiger Inflations- und Konjunkturdaten sind die Anleger an der Wall Street optimistisch in die Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 zogen zum Handelsbeginn jeweils rund 0,5 Prozent auf 34.513 beziehungsweise 4426 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um knapp ein Prozent auf 13.692 Punkte. Investoren warteten auf weitere Hinweise zum nächsten Schritt der US-Notenbank Fed, hieß es in New York.

Bei den Einzelwerten sprangen 3M um rund sechs Prozent nach oben. Ein Medienbericht über die mögliche Beilegung eines Rechtsstreits mit dem US-Militär schob die Anteilsscheine des Herstellers von Klebeband, Post-it-Notizzetteln, Elektrowerkzeugen und medizinischen Produkten an.

Pluszeichen an der Wall Street
16:00 Uhr

Mercedes nimmt bald eigene Schnellladeparks in Betrieb

Mercedes-Benz eröffnet im Herbst seine ersten eigenen Schnellladeparks. Wie der Automobilhersteller mitteilte, sollen ab Oktober die ersten Parks in Atlanta (USA), Chengdu (China) und Mannheim (Deutschland) in Betrieb gehen. Bis Ende 2024 strebt der DAX-Konzern den Ausbau des globalen Schnellladenetzes auf über 2000 Ladepunkte an. Das langfristige Ziel sei es, bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als 2000 Ladeparks mit über 10.000 Ladepunkten zu schaffen.

Die Ladestationen bieten laut Mitteilung Ladeleistungen von aktuell bis zu 400 Kilowatt (kW). Dank eines intelligenten Lademanagements könne jedes Fahrzeug mit seiner maximalen Kapazität geladen werden.

Mercedes nimmt bald eigene Schnellladeparks in Betrieb
15:40 Uhr

Kampf gegen die Inflation: Welche Erkenntnisse bringt Jackson Hole?

Wie geht es weiter im Kampf gegen die Inflation? Darüber wurde am vergangenen Wochenende beim Notenbanktreffen in Jackson Hole beraten. Über die Erkenntnisse und über die möglichen Börsenreaktionen spricht Raimund Brichta mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Kampf gegen die Inflation: Welche Erkenntnisse bringt Jackson Hole?
15:14 Uhr

Keinen Investor gefunden - Versandhändler Klingel ist am Ende

Der vor allem für Mode bekannte Versandhändler Klingel stellt wegen Insolvenz seinen Betrieb Ende Januar 2024 ein. Es sei kein Investor für die Gruppe gefunden worden, teilte das Unternehmen im baden-württembergischen Pforzheim mit. Kundinnen und Kunden könnten weiter bestellen und sollen ihre Waren erhalten. "Auch die Abwicklung von Retouren sowie alle sonstigen Serviceleistungen sind bis ins Frühjahr 2024 sichergestellt", hieß es.

Lieferanten und Dienstleister würden in dem Eigenverwaltungsverfahren weiterhin bezahlt. Die mehr als 1300 verbliebenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der K - Mail Order GmbH & Co. KG seien über die Entscheidung des Gläubigerausschusses informiert worden. Die Verantwortlichen hätten in den vergangenen Tagen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geführt und einen Sozialplan sowie Interessenausgleich abgeschlossen.

Keinen Investor gefunden - Versandhändler Klingel ist am Ende
15:07 Uhr

"Sonst drohen irreversible Schäden" - Das spricht laut Ökonom für einen Industriestrompreis

Braucht Deutschland wirklich einen Industriestrompreis? Die Meinungen dazu gehen in der Politik weit auseinander. ntv fragt den Top-Ökonomen Jens Südekum. Der Professor der Universität Düsseldorf hält das Instrument für unerlässlich, um eklatante Risiken für die deutsche Wirtschaft zu vermeiden.

"Sonst drohen irreversible Schäden" - Das spricht laut Ökonom für einen Industriestrompreis
14:45 Uhr

EZB-Ratsmitglieder sind gegen Zinspause

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(Foto: picture alliance / pressefoto_korb)

EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann spricht sich gegen eine Zinspause aus. Er sehe Argumente für eine weitere Anhebung auf der nächsten Sitzung am 14. September, sagte der österreichische Notenbankchef bei Bloomberg. Mit Blick auf die Inflation könne noch keine Entwarnung gegeben werden: "Wenn es keine großen Überraschungen gibt, sehe ich Argumente dafür, die Zinserhöhungen ohne Pause voranzutreiben."

Ein Innehalten bei den Zinserhöhungen dürfte auch nach Ansicht des lettischen EZB-Ratsmitglieds Martins Kazaks verfrüht sein. Ein früher Stopp im Kampf gegen die Inflation könnte die Zentralbank später dazu zwingen, der Wirtschaft noch mehr zuzusetzen.

EZB-Ratsmitglieder sind gegen Zinspause
14:13 Uhr

Lira-Erholung schon fast wieder verpufft

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(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Nachdem die türkische Zentralbank am Donnerstag die Zinsen um 750 Basispunkte und damit deutlicher als erwartet erhöht hat, ist es zu einer massiven Rally der türkischen Lira gekommen. Doch bis heute hat die Währung den Löwenanteil der jüngsten Aufschläge schon wieder abgegeben.

Aktuell steigt der US-Dollar um 0,8 Prozent auf 26,5572 Lira - am vergangenen Donnerstag war der Greenback unter die Marke von 25,30 Lira abgesackt. Laut Coba-Devisenanalyst Tatha Ghose wendet sich das Blatt sicherlich, falls Präsident Recep Tayyip Erdogan die jüngsten Zinserhöhungen öffentlich loben und dadurch zugeben würde, dass er seine früheren Ideen inzwischen aufgegeben habe. Dieses Szenario könnte aber unrealistisch sein, weil Erdogans Wählerbasis so etwas lieber nicht hören wolle.

Lira-Erholung schon fast wieder verpufft
13:55 Uhr

Neues vom Geldmarkt: Euribor-Sätze ziehen nach Jackson Hole leicht an

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Die Euribor-Sätze mittlerer und langer Laufzeit sind höher gefixt worden. Wer sich klare geldpolitische Hinweise von Jackson Hole erhofft habe, sei enttäuscht worden, hieß es bei der Commerzbank, wobei sowohl Fed-Chef Jerome Powell als auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde ihren hawkishen Unterton beibehalten und deutlich gemacht hätten, dass der Kampf gegen die Inflation keineswegs vorbei sei. Die meisten Teilnehmer des Zentralbankertreffens hätten die große Unsicherheit unterstrichen, und klar gemacht, dass neue Erklärungsmodelle entwickelt werden müssten. Den nächsten Impuls am Markt könnten nun die für Donnerstag anstehenden EU-Verbraucherpreise für August setzen. Diese dürften nach Einschätzung der Commerzbank weiter leicht von 5,3 auf 5,2 Prozent gesunken sein.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,55 - 3,90 (3,55 - 3,90), Wochengeld: 3,57 - 3,92 (3,57 - 3,92), 1-Monats-Geld: 3,63 - 4,03 (3,64 - 4,04), 3-Monats-Geld: 3,67 - 4,07 (3,67 - 4,07), 6-Monats-Geld: 3,78 - 4,13 (3,77 - 4,17), 12-Monats-Geld: 3,91 - 4,26 (3,86 - 4,26), Euribors: 3 Monate: 3,7710 (3,7880), 6 Monate: 3,9440 (3,9350), 12 Monate: 4,0700 (4,0450)

Neues vom Geldmarkt: Euribor-Sätze ziehen nach Jackson Hole leicht an
13:30 Uhr

Renault plant Abspaltung und Börsengang von E-Auto-Sparte

Der französische Autohersteller Renault will seine Elektrofahrzeugsparte Ampere im Frühjahr nächsten Jahres an die Börse bringen. Zur Vorbereitung dazu solle die Sparte zum 1. November vom Rest des Unternehmens abgespalten werden, sagte Renault-Chef Luca de Meo dem französischen Nachrichtensender BFM TV.

"Wir trennen uns also und sehen dann, ob wir die richtigen Bedingungen für einen Börsengang haben", sagte er. Das wahrscheinliche Zeitfenster für einen Börsengang sei Frühjahr 2024. Ursprünglich hatte Renault einen Börsengang im zweiten Halbjahr 2023 angepeilt.

Renault plant Abspaltung und Börsengang von E-Auto-Sparte
13:00 Uhr

"Der Zins ist der Partykiller im Moment"

Alle zwölf Monate wird die Einöde im US-Bundesstaat Wyoming zum wohl wichtigsten Ort der Finanzbranche. Das Notenbanker-Treffen verkommt in diesem Jahr jedoch zum "Non-Event", wie Finanzexperte Daniel Saurenz im Börsen-Interview erklärt. Der Blick auf die Börsen werde derweil von den Zinsen getrübt.

"Der Zins ist der Partykiller im Moment"
12:38 Uhr

Wall Street: Nach Jackson Hole ist vor Konjunkturdaten

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(Foto: REUTERS)

Zum Auftakt in die neue Woche sieht es an der Wall Street nach einem verhaltenen Start mit einem leicht positiven Unterton aus. Die Aussagen der wichtigen Notenbanker auf dem Symposium in Jackson Hole am vergangenen Freitag sind verdaut, insgesamt brachten sie kaum neue Erkenntnisse. Zum einen wird die Inflation von US-Notenbankchef Powell als weiter zu hoch wahrgenommen, zum anderen verkraftet die Wirtschaft die bereits gesehenen Zinserhöhungen gut und der Arbeitsmarkt macht einen weiter robusten Eindruck.

Allenfalls für leichten Rückenwind dürfte sorgen, dass China nun auch konkrete Maßnahmen zur Stützung des schwachen Aktienmarkts ergriffen hat, unter anderem eine Halbierung der Stempelsteuer. In der jüngsten Vergangenheit waren bereits diverse Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur unternommen worden, besonders des Immobiliensektors. Dessen ungeachtet wartet der Markt auf weitere Maßnahmen, wie sie von Peking wiederholt signalisiert wurden.

Wall Street: Nach Jackson Hole ist vor Konjunkturdaten
12:20 Uhr

Chinesischer Techkonzern bietet Milliarden für Jabil-Tochter

BYD Electronic aus China will vom US-Unternehmen Jabil für fast 2,2 Milliarden US-Dollar dessen Elektronik-Produktionsgeschäft erwerben. Dies teilten beide Unternehmen mit. Jabils Produktfertigung in den chinesischen Standorten Chengdu und Wuxi, einschließlich der Komponentenfertigung für bestehende Kunden, würde Teil der Übernahme sein.

BYD Electronic ist ein plattformbasiertes High-End-Produktionsunternehmen mit Geschäftsbereichen, die von Smartphones, Tablet-PCs, neuen Energien bis hin zu unbemannten Luftfahrzeugen reichen. Mit dem Zukauf wolle BYD Electronic seine Präsenz im Bereich Smartphone-Komponenten ausbauen, hieß es weiter.

Chinesischer Techkonzern bietet Milliarden für Jabil-Tochter
11:52 Uhr

Immobilienverband reagiert auf Mietenpläne der SPD-Fraktion

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(Foto: picture alliance / Jochen Tack)

Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, der ZIA, wirft der SPD-Bundestagsfraktion vor, mit ihrem Vorstoß zur stärkeren Begrenzung von Mieterhöhungen eine falsche Lösung für die Wohnungskrise zu verfolgen. "Das Wohnungsangebot ist so verknappt, dass nur eines hilft - Bauen, Bauen und nochmal Bauen. Jegliche Regulierung, jede Deckelung wird nur dazu führen, dass in Deutschland keine einzige Wohnung mehr errichtet wird. Alles wird teurer", warnte ZIA-Präsident Andreas Mattner.

Der Wohnungsbau werde auch aus Mieteinnahmen finanziert. "Steht das Geld nicht mehr zur Verfügung, bricht der Wohnungsbau weiter ein", sagte er mit Blick auf die Folgen einer weiteren Deckelung von Mieten. Stattdessen müsse Deutschland den staatlichen Kostenanteil am Bau einer Wohnung senken.

Immobilienverband reagiert auf Mietenpläne der SPD-Fraktion
11:45 Uhr

Ford bekommt Freigabe für Teilautonomes-Fahren-Funktion

Ford darf nun auch in Deutschland Autos mit einer Funktion zum teilautonomen Fahren verkaufen, bei der die Fahrer auf bestimmten Autobahn-Abschnitten die Hände vom Lenker nehmen dürfen. Das Kraftfahrt-Bundesamt habe die Freigabe für die sogenannte Blue-Cruise-Technologie gegeben, teilte das Unternehmen in Köln mit.

"Weltweit erfasste Daten aus mehr als einer Million Testkilometern bildeten die Basis für eine erfolgreiche Zulassung in Deutschland", sagte Ford-Manager Torsten Wey. Bei "Blue Cruise" müssen Fahrerinnen und Fahrer den Verkehr weiter im Blick haben: Schlafen sie ein oder surfen sie auf dem Smartphone im Internet, erkennt das eine Infrarotkamera und es erklingt ein Warnton. Der wird lauter. Reagiert der Fahrer immer noch nichts, bremst das Auto etwas ab. Zunächst ist die Blue-Cruise-Funktion nur im Elektro-Sportwagen Mustang Mach-E zu haben, in einigen Wochen können Kunden entsprechende Bestellungen aufgeben.

Ford bekommt Freigabe für Teilautonomes-Fahren-Funktion
11:23 Uhr

Deutsche Exporte nach China jüngst deutlich schwächer als erwartet

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(Foto: AP)

Deutsche Exporte nach China haben sich nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in jüngster Zeit deutlich schwächer entwickelt als es angesichts des chinesischen Wirtschaftswachstums zu erwarten gewesen wäre. Auch der Anteil Chinas an den deutschen Gesamtexporten hat nach einem vorübergehenden Anstieg zuletzt wieder zu sinken begonnen, obwohl die chinesische Wirtschaft weiter wächst, wie das IfW unter Verweis auf an dem Institut ausgewertete Handelsdaten mitteilte.

Die Zahlen sprächen zum einen dafür, dass deutsche Firmen zunehmend in China produzierten. Zum zweiten stelle Chinas Wirtschaft offenbar vermehrt Kapitalgüter selbst her, die es früher oft aus Deutschland importierte.

Deutsche Exporte nach China jüngst deutlich schwächer als erwartet
10:59 Uhr

2G Energy kauft niederländischen Wärmepumpen-Spezialisten

2G Energy steigt ins Geschäft mit großen Wärmepumpen ein. Der Hersteller von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen aus dem Münsterland übernimmt dazu das niederländische Unternehmen NRGTEQ für einen nicht genannten Kaufpreis, wie er jetzt mitteilte. NRGTEQ hat sich auf Wärmepumpen mit einer thermischen Leistung von 100 bis 1000 Kilowatt spezialisiert und macht bis zu drei Millionen Euro Jahresumsatz.

Märkte wie Deutschland, Großbritannien oder Frankreich seien von NRGTEQ bisher nicht gezielt bedient worden, hieß es in der Mitteilung. Die Fertigung will 2G Energy an seinen Sitz nach Heek bei Gronau (Nordrhein-Westfalen) verlegen.

2G Energy kauft niederländischen Wärmepumpen-Spezialisten
10:50 Uhr

Schlechte Stimmung in deutscher Exportindustrie

Die Stimmung in der deutschen Exportindustrie hat sich leicht verschlechtert. Die Exporterwartungen fielen im August auf minus 6,3 Punkte, von minus 6,0 Punkten im Juli, wie das IFO-Institut mitteilt: "Die deutschen Exporteure kämpfen weiterhin mit einer schwachen Weltnachfrage", erläutert der Leiter der IFO-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Zudem beklagten immer mehr Unternehmen, dass ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit leide.

In der chemischen Industrie habe sich die Stimmung allerdings gedreht. Sie rechne nun mit einem Zuwachs ihrer Exporte. Auch die Unternehmen in der Nahrungsmittelbranche und die Getränkehersteller gingen davon aus, dass ihre Auslandsumsätze steigen werden. Im Fahrzeugbau halten sich laut IFO positive und negative Antworten die Waage. Im Maschinenbau haben sich die Aussichten dagegen weiter eingetrübt. Auch die Metallbranche erwartet demnach rückläufige Exporte.

Schlechte Stimmung in deutscher Exportindustrie
10:32 Uhr

Galeria setzt verstärkt auf Saisonkräfte

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(Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild)

Der Warenhauskonzern Galeria will dem neuen Konzernchef Olivier Van den Bossche zufolge mehr Arbeitskräfte nur saisonal einstellen und die Beschäftigung flexibel hoch- und herunterfahren. Für das Weihnachtsgeschäft sollen bis Dezember 3500 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt werden, sagte Van den Bossche der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

"Von Oktober bis Januar brauchen wir zum Beispiel sehr viel mehr Kolleginnen und Kollegen als beispielsweise im Hochsommer." Dies gelte auch für bestimmte Wochentage. Derzeit gehören den Angaben zufolge zu Galeria Karstadt Kaufhof 91 Filialen und bundesweit rund 12.500 Beschäftigte. Vor der jüngsten Insolvenz waren es rund 17.000.

Galeria setzt verstärkt auf Saisonkräfte
10:18 Uhr

Zinsen, Dollar, China: Darauf müssen Anleger achten

Die Zinsen sind hoch, die chinesische Wirtschaft eher schwach, der Dollar bleibt auf Richtungssuche. Wie sollten Anlegerinnen und Anleger sich in diesem Marktumfeld verhalten? Über mögliche Entwicklungen und Strategien diskutiert Raimund Brichta mit Volker Meinel von der BNP Paribas und dem Finanzjournalisten, Egmond Haidt.

Zinsen, Dollar, China: Darauf müssen Anleger achten
09:56 Uhr

Bei diesen Aktien griffen Anleger nachbörslich zu

Die Titel von Hostess Brands haben am Freitagabend im US-Aktienhandel nach ihrer Hausse im regulären Geschäft nach der Schlussglocke weiter zugelegt. Nach einem Aufschlag von 21,7 Prozent folgte im nachbörslichen Handel ein Plus von 2,2 Prozent. Der Süßwarenhersteller prüft laut einem Bericht seinen Verkauf an interessierte Parteien. Zu den Interessenten sollen so namhafte Unternehmen wie General Mills, Mondelez International, Pepsico und Hershey zählen.

Eine weitere mögliche Transaktion ließ den Kurs von Startek um 4,9 Prozent anziehen. Die Beratungsgesellschaft im Bereich Arbeitsorganisation hat ein unabhängiges Komitee ins Leben gerufen, welches die Übernahmeofferte von CSP Management evaluieren soll. Am 18. Juli war ein nicht-bindendes Gebot eingegangen. CSP besitzt bereits 56 Prozent der ausstehenden Aktien.

Bei diesen Aktien griffen Anleger nachbörslich zu
09:38 Uhr

"Auf die chinesische Regierung ist da mehr Verlass"

Gesetzliche Lockerungen in China treiben die Börsenkurse in Ostasien deutlich nach oben. Die Entwicklungen dürften auch für Anleger hierzulande von Interesse sein. ntv-Börsenreporterin Sabrina Marggraf berichtet vom Frankfurter Parkett.

"Auf die chinesische Regierung ist da mehr Verlass"
09:22 Uhr

Credit Suisse verbucht Milliardenverlust

Die im Juni von der UBS übernommene Credit Suisse hat einem Medienbericht zufolge im zweiten Quartal 2023 tiefrote Zahlen geschrieben. Der Verlust der Schweizer Großbank summiere sich auf 3,5 Milliarden Franken, berichtet die "Sonntagszeitung" unter Berufung auf Insider. Die Credit Suisse hatte angesichts des Ausstiegs aus nicht zum Kerngeschäft gehörenden Geschäftsbereichen sowie Restrukturierungskosten und Finanzierungskosten für das zweite Quartal und das Gesamtjahr 2023 bereits im April einen erheblichen Vorsteuerverlust prognostiziert.

Die UBS wird den Quartalsabschluss am 31. August vorlegen. Für den Monat Juni wird dabei auch erstmals die Credit Suisse konsolidiert. Analysten erwarten einem von der UBS selbst erhobenen Umfrage zufolge insgesamt für den Konzern einen Gewinn von 33,5 Milliarden Dollar. Haupttreiber dürfte ein Buchgewinn ("Badwill") aus der im März von der Schweizer Regierung orchestrierten Notübernahme der Credit Suisse sein. Einem im Mai bei der US-Wertpapieraufsicht SEC eingereichten Dokument zufolge beläuft sich dieser auf 34,8 Milliarden Dollar.

Credit Suisse verbucht Milliardenverlust
09:06 Uhr

"Es gibt keine Entwarnung von der Zinsseite"

Der DAX, der die Vorwoche sehr verhalten beendet hatte, kann zum Start ins Montagsgeschäft Gewinne verbuchen. Der deutsche Börsenleitindex notiert mit Kursen von 15.750 Punkten etwa 0,7 Prozent fester. Am Freitag hatte er mit 15.632 Zählern geschlossen. "Die Vorgaben aus Asien stützen zu Beginn", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Es gibt aber keine Entwarnung von der Zinsseite."

"Es gibt keine Entwarnung von der Zinsseite"
08:55 Uhr

Aktie von Thyssenkrupp Nucera nach Zahlen im Plus

Nachdem die Aktie von Thyssenkrupp Nucera zuletzt leichter tendierte, wird sie nach Zahlenvorlage zum dritten Geschäftsquartal aktuell etwa vier Prozent höher gestellt. "Die Investmentstory ist mittelfristig, hier sollten die Quartalszahlen nicht überbewertet werden", heißt es au dem Handel. Der hohe Auftragsbestand sichere das zukünftige Wachstum ab. Thyssenkrupp Nucera gelte zudem als Kandidat für einen Aufstieg in den Nebenwerteindex SDAX Mitte September. Die Analysten der Citi stuften das Unternehmen jüngst als führend in der Technologie zur Herstellung von grünem Wasserstoff ein. Die Marktentwicklung und konkurrierende Technologien stellten die Hauptrisiken für die Geschäftsentwicklung dar.

Aktie von Thyssenkrupp Nucera nach Zahlen im Plus
08:34 Uhr

Thyssenkrupp Nucera wächst deutlich

Der Wasserstoffspezialist Thyssenkrupp Nucera ist mit Hilfe des anlaufenden Elektrolyseurgeschäfts im dritten Geschäftsquartal (per Ende Juni) stark gewachsen. Angetrieben von der Abwicklung der beiden Großprojekte in Saudi-Arabien und Rotterdam kletterte der Umsatz von 99 auf 187 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Die Firma legte nach seinem Börsengang Anfang Juli erstmals eine Zwischenbilanz vor.

Das Neugeschäft legte um 13 Prozent auf 242 Millionen Euro zu, wobei sich der Auftragseingang im Zukunftsgeschäft der Chlor-Alkali-Elektrolyse auf 214 (Vorjahr: 112) Millionen Euro bald verdoppelte. Im Bereich der alkalischen Wasserelektrolyse für Anwendungen im industriellen Maßstab erreichte der Auftragseingang 28 Millionen Euro. Von dem mit H2 Green Steel vereinbarten Liefervolumen für das erste großtechnische grüne Stahlwerk in Europa wurde zunächst nur ein kleiner zweistelliger Millionenbetrag im Auftragseingang erfasst. Der deutlich größere Teil folge in den nächsten Quartalen.

Das EBIT stieg nur leicht auf 7 von 4 Millionen Euro. Hier zehrten geplante Investitionen in das Wachstum Ergebnisverbesserungen wieder auf. Der Gewinn je Aktie lag nach neun Monaten des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres bei 0,18 (0,07) Euro. Im Gesamtjahr rechnet Nucera weiter mit starkem Umsatzwachstum, angesichts der Investitionen aber auch mit einer Margenbelastung.

Thyssenkrupp Nucera wächst deutlich
08:18 Uhr

Teslas größter Rivale kauft zu

Der chinesische Elektroautohersteller BYD übernimmt nach eigenen Angaben für rund 2,17 Milliarden Dollar das China-Geschäft von Jabil Circuit. Der Deal werde es dem Leiterplattenhersteller ermöglichen, "unseren aktionärsorientierten Kapitalrahmen zu verbessern, einschließlich zusätzlicher Aktienrückkäufe", sagt Jabil-Chef Kenny Wilson. Damit könne Jabil weiter in "Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien, Gesundheitswesen, KI-Cloud-Rechenzentren und andere Endmärkte" investieren. Jabil hatte erst in diesem Monat ein Unternehmen mit Produktionsstätten in Chengdu und Wuxi gegründet. BYD will mit dem Deal seinen Kundenstamm, sein Produktportfolio und das Geschäft mit Smartphone-Komponenten von BYD Electronic (BE) erweitern und "die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und eine langfristige, nachhaltige Entwicklung sicherstellen", erklärt BYD.

Teslas größter Rivale kauft zu
08:00 Uhr

China-Börsen nach Lockerungen sehr fest

Angeführt von den chinesischen Börsen geht es an den ostasiatischen Aktienmärkten deutlich nach oben. Die Börsen in China feiern neue Erleichterungen für den Aktienhandel, zudem beruhigen sich Sorgen über die Geldpolitik in den USA etwas. Denn US-Notenbankgouverneur Jerome Powell hatte sich in Jackson Hole zwar alle Optionen offen gelassen, aber auch von einem bedächtigen Vorgehen gesprochen.

Die chinesischen Behörden senkten erstmals seit 2008 die Stempelsteuer auf Aktiengeschäfte, die Steuer wurde halbiert. Die Wertpapieraufsichtsbehörde plant außerdem, das Tempo der Börsengänge vorübergehend zu verlangsamen, um ein Gleichgewicht zwischen Finanzierungsinitiativen und Investitionsvorhaben zu schaffen. Damit würden Gelder für die Börse frei, die anderenfalls in neue Börsengänge geflossen wären, erläutert ein Händler. Daher steigen die Titel von Wertpapierhandelshäusern in China besonders stark, auch Softwarepapiere sind gefragt. Der HSI in Hongkong gewinnt 1,7 Prozent, der Shanghai Composite gar 2,3 Prozent. "Wir rechnen in dieser Woche mit einer deutlichen Erholung des chinesischen Aktienmarktes. Doch die Nachhaltigkeit dieses Aufschwungs wird der wahre Test sein", erläutern die Renten-Analysten von OCBC.

Der Kospi in Südkorea gewinnt 0,6 Prozent. Auch in Japan zeigen sich die Indizes sehr fest, der Nikkei legt 1,7 Prozent zu. Begünstigt wird der Anstieg vom Yen, der zum Dollar nachgibt. Zur Dollar-Stärke heißt es, die Powell-Aussagen würden zumindest am Devisenmarkt als eher falkenhaft interpretiert. Der Greenback hatte am Freitag mit der Rede angezogen und verteidigt die Aufschläge am Montag.

China-Börsen nach Lockerungen sehr fest
07:43 Uhr

"Powell in Jackson Hole relativ aggressiv"

Die Wall Street beschließt die vergangene Handelswoche mit einem Happy End: Die Nasdaq beendet eine Negativserie. Spannend wird aber vor allem nun die neue Woche.

"Powell in Jackson Hole relativ aggressiv"
07:25 Uhr

DAX-Richtung gibt die Wall Street vor

Die europäischen Aktienmärkte werden zum Wochenstart leicht höher erwartet. So wird der DAX am Morgen bei 15.717 Punkten gesehen, nach einem Schluss am Freitag bei 15.632 Punkten. Die Richtung gibt die Wall Street vor, an der es nach Handelsschluss in Europa noch leicht nach oben ging. Die Reden der Notenbanker in Jackson Hole lieferten keine entscheidenden Impulse. US-Notenbank-Chef Jerome Powell bekräftigte das Bestreben der Fed, das Inflationsziel von 2 Prozent zu erreichen, und behielt eine vorsichtige Haltung bei. Er begrüßte den langsameren Preisanstieg in den USA inmitten strafferer Finanzbedingungen und allmählich nachlassender Angebotsbeschränkungen.

An der Börse wurde mit "higher for longer" bei den Leitzinsen bereits vor dem Notenbanktreffen gerechnet, allenfalls sind die Erwartungen an steigende US-Leitzinsen per September am Zinsmarkt leicht gestiegen. Der Euro kann sich derweil von der Schwäche infolge der Powell-Aussagen erholen und notiert bei 1,0807 Dollar. Der Datenkalender ist zum Start in die Woche wie leergefegt, auch der Nachrichtenfluss vom Wochenende hat wenig neue Erkenntnisse geliefert. Mit Blick auf die Umsätze ist zudem mit einem niedrigen Volumen zu rechnen, da die Marktteilnehmer aus Großbritannien wegen eines Bankfeiertages zum Wochenstart fehlen.

DAX-Richtung gibt die Wall Street vor
07:07 Uhr

Chinas Regierung hilft Asien-Börsen auf die Sprünge

Nach der Ankündigung neuer Maßnahmen zur Stützung der krisengeschüttelten chinesischen Märkte erholen sich die Börsen zum Wochenstart. Die Regierung in Peking kündigte an, die Stempelsteuer auf den Aktienhandel zu halbieren und weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Immobilienmarktes zu ergreifen. "Wir glauben, dass diese jüngsten Maßnahmen im Einklang mit der Direktive des Politbüros vom Juli stehen, als die Behörden versprachen, Chinas Kapitalmärkte wiederzubeleben, aber sie stellen keinen bedeutenden Anstieg der politischen Unterstützung für die Wiederbelebung der Realwirtschaft dar", schrieben die Analysten von Nomura in einer Notiz.

Der Shanghai Composite zieht 2,6 Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 2,7 Prozent. Der Nikkei notiert 1,6 Prozent höher bei 32.116 Punkten. Der Topix legt 1,4 Prozent auf 2297 Zähler zu. Das Hauptaugenmerk der Anleger richtet sich nun auf den offiziellen Einkaufsmanagerindex für August, der am Donnerstag veröffentlicht wird und weiterhin im Minus erwartet wird.

Chinas Regierung hilft Asien-Börsen auf die Sprünge
06:51 Uhr

Fast 90-Prozent-Kursrutsch bei Chinas Immobilien-Riesen

Der hoch verschuldete chinesische Immobilienentwickler China Evergrande hat dank höherer Einnahmen den Verlust in der ersten Jahreshälfte in etwa halbiert. Von Januar bis Juni betrage das Minus 33 Milliarden Yuan - rund 4,2 Milliarden Euro - nach 66,4 Milliarden Yuan ein Jahr zuvor, teilt China Evergrande mit. Der Umsatz sei in dem Zeitraum um 44 Prozent auf 128,2 Milliarden Yuan gestiegen. Der kurze Boom am Immobilienmarkt zu Beginn des Jahres sei erfolgreich genutzt worden.

China Evergrande, das am höchsten verschuldete Immobilien-Unternehmen weltweit, geriet vor zwei Jahren in Schieflage, nachdem die Immobilienblase in China geplatzt war, konnte einen ungeordneten Zusammenbruch bisher aber vermeiden. Mitte August beantragte es im Zuge seiner Sanierung Gläubigerschutz in den USA.

Die Aktien brachen am ersten Handelstag nach 17 Monaten trotz positiver Nachrichten um 86,7 Prozent ein.

Fast 90-Prozent-Kursrutsch bei Chinas Immobilien-Riesen
06:41 Uhr

Euro steigt über die 1,08

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 146,48 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 7,2833 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent niedriger bei 0,8832 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0807 Dollar und notierte kaum verändert bei 0,9545 Franken. Das Pfund Sterling gewinnt 0,2 Prozent auf 1,2598 Dollar.

Euro / Dollar o

Euro steigt über die 1,08
06:30 Uhr

Das wird für den DAX heute wichtig

Auch in der neuen Börsenwoche richten die Anleger ihren Blick auf neue Konjunkturdaten. Von ihnen erhoffen sie sich Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB). In der alten Woche sorgten Kursgewinne vor und kurz nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen der US-Chipfirma Nvidia für einen leichten Anstieg der wichtigsten Börsenindizes. Allerdings ging der DAX aus dem Freitagsgeschäft mit 15.631 Punkten kaum verändert hervor und ins Wochenende.

In der neuen Woche stehen vor allem die vorläufigen Verbraucherpreisdaten für Deutschland und die Eurozone im Rampenlicht. Daraus erhoffen sich die Investoren Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs der EZB. Die Notenbanker haben offengelassen, ob sie nach einer Zinserhöhungsserie im September nachlegen. Die neuen Inflationsdaten gelten als eine der wichtigsten Orientierungsmarken für die Entscheidungsfindung der Währungshüter um EZB-Chefin Christine Lagarde.

Analysten zeigten sich vorsichtig. "Auch wenn die Stimmung der EZB-Politiker zunehmend für eine Zinspause spricht, könnte diese feine Balance immer noch in Richtung einer Zinserhöhung kippen, wenn die Inflation weiterhin stark und anhaltend ist", sagte Tomasz Wieladek, Chefvolkswirt beim Finanzdienstleister T. Rowe Price. Dabei könnten vor allem weiterhin hohe Inflationszahlen im Dienstleistungssektor die Notenbanker unter Druck setzen.

Die Teuerungsrate für Deutschland im August wird zur Wochenmitte veröffentlicht. Im Juli hatte sie sich abgeschwächt. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Analysten rechnen mehrheitlich mit einem weiteren Rückgang auf 6,0 Prozent. Am Tag darauf folgen die Daten für den gesamten Euroraum. In der Eurozone war die Inflation zuletzt auf dem Rückmarsch. Mit einer Teuerungsrate von 5,3 Prozent lag sie jedoch noch deutlich über der von der Europäischen Zentralbank angepeilten Marke von 2,0 Prozent.

Der Wochenauftakt gestaltet sich aber noch vergleichsweise ruhig: Es gibt Handelsgespräche zwischen den USA und China. Aus der EU kommen Daten zum Handel mit Russland. Und von Unternehmensseite präsentiert Thyssenkrupp Nucera die Quartalsergebnisse.

Das wird für den DAX heute wichtig