Der Börsen-Tag
3. Juli 2023
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:36 Uhr

DAX feiert Geburtstag und schleppt sich dann durch den Tag

Nach dem jüngsten Aufschwung ist der deutsche Aktienmarkt verhalten in die zweite Jahreshälfte gestartet. Gedämpft wurde die zunächst freundliche Börsenstimmung im weiteren Handelsverlauf von schwächeren Daten zur Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone.

Die Deutsche Börse feierte den 35. Geburtstag des Deutschen Aktienindex (DAX). Gestartet war er am 1. Juli 1988. Der DAX misst aktuell die Wertentwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. "Wer 1988 10.000 Euro in den DAX investiert hat, kann sich heute über ein Vermögen von 160.000 Euro freuen", hob das Deutsche Aktieninstitut hervor.

Insgesamt verlief das Geschäft heute schleppend, fand doch an der New Yorker Wall Street nur ein verkürzter Handel statt. Am Dienstag bleibt die US-Börsen wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen. Zuletzt war die Risikobereitschaft der Anleger gestiegen, an dem Umfeld hat sich über das Wochenende nichts geändert. In dieser Woche steht vor allem der offizielle US-Arbeitsmarkt im Blick, dieser wird aber erst am Freitag veröffentlicht.

Der DAX konnte heute keine größeren Brötchen backen und verlor 0,4 Prozent auf 16.081 Punkte, das war nur unweit des Tagestiefs. Sein Tageshoch betrug 16.209 Zähler. Der EUROSTOXX50 notierte kaum verändert bei 4398 Stellen.

Bei den Einzelwerten verloren Porsche Holding SE 3,3 Prozent. Die Papiere wurden ex Dividende gehandelt, die Ausschüttung beträgt 2,56 Euro je Vorzugsaktie.

BMW verbilligten sich um 0,3 Prozent. Die Münchner starteten ihr angekündigtes neues Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro. In einer ersten Tranche sollen bis spätestens 29. Dezember für bis zu 415 Millionen Euro Stammaktien und für bis zu 85 Millionen Euro Vorzugsaktien erworben werden.

Continental fielen mit einem Minus von 3,9 Prozent deutlich zurück. Im Handel wurde auf Spekulationen verwiesen, die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal könnten enttäuschen.

DAX feiert Geburtstag und schleppt sich dann durch den Tag
17:15 Uhr

Französische Supermarktkette ist in Schieflage

Bei der unter Milliardenschulden ächzenden französischen Supermarktkette Casino wächst die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit. Casino habe sich an ein Gericht wenden müssen, um vorübergehenden Schutz vor einem Zusammenbruch in den Verhandlungen um eine Umschuldung mit seinen Gläubigern zu erhalten, teilte das Unternehmen mit.

Casino laufe zudem Gefahr, gegen Klauseln in seinen Kreditverträgen zu verstoßen, was Ende August zu Kreditproblemen führen könnte. Analysten erklärten, sie rechneten nicht mit einem Zusammenbruch der Kette. Zum Aktionärskreis gehört der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky, der der Kette bereits angeboten hatte, eine Kapitalerhöhung zu zeichnen.

Französische Supermarktkette ist in Schieflage
17:01 Uhr

US-Industriekonjunktur kühlt weiter ab

Der Abschwung in der US-Industrie hat sich im Juni deutlicher als erwartet beschleunigt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex fiel um 0,9 Zähler auf 46,0 Punkte. Das ist nicht nur der achte Rückgang in Folge, sondern auch der schlechteste Wert seit mehr als drei Jahren.

Das Barometer entfernt sich damit weiter von der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Experten hatten nur mit einem Rückgang auf 47,0 Zähler gerechnet.

US-Industriekonjunktur kühlt weiter ab
16:28 Uhr

Post stellt Prospektbündel-Geschäft im Frühjahr 2024 ein

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Sorgen bei Umweltschützern für Unbehagen: Prospektbündel. (Foto: dpa)

Die Deutsche Post stellt ihr Werbegeschäft "Einkaufaktuell" mit Prospekten von Einzelhändlern zum 1. April 2024 ein. Grund dafür seien die sinkenden Werbeausgaben von Firmenkunden und die gestiegenen Kosten für Energie, Papier und Personal, teilte der DAX-Konzern mit.

Seit 2003 werden die Prospektbündel samstags an bis zu 18 Millionen Haushalten zugestellt. Umweltschützern sind die Sendungen schon seit Langem ein Dorn im Auge, weil ein großer Teil des Papiers ungelesen im Mülleimer landet. Nach Kritik an der Plastikverpackung der Prospektbündel stellte die Post teilweise auf Papierbanderolen um.

Post stellt Prospektbündel-Geschäft im Frühjahr 2024 ein
16:09 Uhr

Wall Street wenig verändert - Tesla legen kräftig zu

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(Foto: REUTERS)

Das Rätselraten um die künftige Geldpolitik der US-Notenbank macht die Anleger an der Wall Street nervös. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Montag knapp im Minus bei 34.370 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 lag kaum verändert bei 4450 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,1 Prozent auf 13.799 Stellen vor. Der Aktienhandel endet in New York heute um 19.00 Uhr MESZ. Am Dienstag findet in den USA feiertagsbedingt kein Handel statt.

Bei den Einzelwerten standen Tesla im Rampenlicht. Ein Auslieferungsrekord verhalf den Aktien zu einem Sprung um 6,6 Prozent auf 279,31 Dollar - den höchsten Stand seit Ende September. Der Elektroauto-Pionier übergab nach eigenen Angaben zuletzt 466.140 Autos an Kunden. Experten hatten mit nur 445.000 gerechnet.

Wall Street wenig verändert - Tesla legen kräftig zu
15:51 Uhr

Ende einer Rekordfahrt: Warum Goldanleger nicht zu viel erwarten sollten

Der Goldpreis hat zuletzt ordentlich Gegenwind bekommen. Hauptgrund sind die gestiegenen Zinsen und die zurückgehende Inflation. Worauf sich Goldanleger jetzt einstellen sollten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

Ende einer Rekordfahrt: Warum Goldanleger nicht zu viel erwarten sollten
15:27 Uhr

Türkei steht vor weiterer Zinsanhebung - Lira auf Rekordtief

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(Foto: Sadat/XinHua/dpa)

Die Türkei steht nach der im Juni vollzogenen Zinswende vor einer weiteren geldpolitischen Straffung. Der eingeschlagene Pfad werde bis zu einer deutlichen Verbesserung der Inflationsaussichten fortgesetzt, hieß es in dem Protokoll zu der Zinssitzung am 22. Juni. Dabei hatten die Währungshüter beschlossen, den Leitzins von 8,5 auf 15,0 Prozent anzuheben. Die Teuerungsrate liegt mit aktuell rund 40 Prozent weit über dem Ziel der Zentralbank von fünf Prozent.

Die Lira fiel zu Wochenbeginn auf ein neues Rekordtief zum US-Dollar. Sie gab um 0,5 Prozent nach. Für einen Dollar mussten damit 26,11 Lira bezahlt werden. Allein diesem Jahr hat die Lira mehr als 28 Prozent zum Dollar abgewertet, nach 44 Prozent 2021 und 30 Prozent 2022. Das verschärft das Inflationsproblem, weil das rohstoffarme Land viele Waren aus dem Ausland bezieht und diese in Devisen bezahlen muss.

Türkei steht vor weiterer Zinsanhebung - Lira auf Rekordtief
15:01 Uhr

Deutsche bei Aktien "doof"? "Von US-Anlegern lernen, heißt siegen lernen"

Der DAX feiert 35. Geburtstag. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung bleibt dem Aktienindex jedoch weiter fern. Robert Halver, Kapitalmarktanalyst der Baader Bank, nimmt dafür auch die Regierung in die Kritik.

Deutsche bei Aktien "doof"? "Von US-Anlegern lernen, heißt siegen lernen"
14:46 Uhr

In der Schweiz ist inflationsmäßig wieder alles im Lot

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(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Die Inflation ist in der Schweiz erstmals seit fast eineinhalb Jahren in den von der dortigen Notenbank SNB angepeilten Zielbereich von null bis zwei Prozent zurückgekehrt. Im Juni sank die Jahresteuerung auf 1,7 Prozent, wie das Bundesamtes für Statistik (BFS) mitteilte. Im Mai hatten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich noch um 2,2 Prozent angezogen.

Die Schweiz sei der erste Währungsraum, in dem sowohl die tatsächliche Inflation als auch die Kerninflation wieder innerhalb des Zielbereichs der Zentralbank lägen, erklärte Safra Sarasin-Ökonom Karsten Junius.

In der Schweiz ist inflationsmäßig wieder alles im Lot
14:32 Uhr

Bulle oder Bär: Wer übernimmt das Zepter in der zweiten Halbzeit?

Das erste Halbjahr ist für die Börsen überraschend gut gelaufen. Kann das in der zweiten Jahreshälfte so weitergehen? Was dafür und was dagegen spricht und auf welche Börsensignale man jetzt achten sollte, darüber spricht Raimund Brichta mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und Martin Goersch von Onvista.

Bulle oder Bär: Wer übernimmt das Zepter in der zweiten Halbzeit?
13:43 Uhr

Restrukturierungsspezialist verlässt Leoni - Altaktionäre werden alles verlieren

Nach der auf den Weg gebrachten finanziellen Sanierung des Autozulieferers Leoni hat Hans-Joachim Ziems sein Amt als Chief Restructuring Officer per Ende Juni 2023 wieder abgeben und ist plangemäß aus dem Unternehmen ausgeschieden. Ziems habe mit seinem Team in den vergangenen Monaten entscheidend dazu beigetragen, für Leoni mit den Finanzierungspartnern ein Restrukturierungskonzept zu vereinbaren, mit dem man finanziell zur Stabilität zurückkehre, teilte der Konzern mit.

Das Restrukturierungsgericht Nürnberg hatte Ende Juni den Leoni-Restrukturierungsplan bestätigt. Er sieht eine Kapitalherabsetzung auf null vor, so dass die Altaktionäre alles verlieren werden. Neuer Alleingesellschafter wird durch Ausgabe neuer Aktien der Investor Stefan Pierer. Die Anleihegläubiger müssen auf 50 Prozent ihrer Forderungen im Gesamtvolumen von 708 Millionen Euro verzichten.

Restrukturierungsspezialist verlässt Leoni - Altaktionäre werden alles verlieren
13:30 Uhr

Wie deutsch ist der Index noch? Wer vom DAX heute profitiert

Mit dem ersten Kurs von 1163 Punkten geht der DAX vor 35 Jahren an den Start. Momentan steht er bei über 16.000 Punkten. Ein gutes Zeichen für die deutsche Wirtschaft? Nur bedingt. Denn nur die Minderheit der Investoren im DAX ist noch aus Deutschland.

Wie deutsch ist der Index noch? Wer vom DAX heute profitiert
13:14 Uhr

Geldmarkt-Sätze zu Wochenbeginn höher

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Mit den Sätzen geht es am europäischen Geldmarkt zu Wochenbeginn nach oben. Der 12-Monats-Euribor ist bei 4,145 gefixt worden und damit nur einen Tick unter dem Jahreshoch bei 4,147. Ein Zinsschritt durch die EZB im Juli gilt an den Märkten als ausgemacht. Wie es danach weitergeht, ist unklar. Allerdings gibt es Analysten, die glauben, dass die EZB noch eine lange Wegstrecke bei den Zinserhöhungen zurückzulegen hat. Das Problem ist dabei die Kerninflationsrate. Diese bleibt hartnäckig hoch und ist sogar von 5,3 auf 5,4 Prozent geklettert.

Hier die jüngsten Daten. Tagesgeld: 3,32 - 3,58 (3,32 - 3,58), Wochengeld: 3,34 - 3,60 (3,32 - 3,67), 1-Monats-Geld: 3,38 - 3,76 (3,36 - 3,76), 3-Monats-Geld: 3,60 - 3,95 (3,52 - 3,89), 6-Monats-Geld: 3,72 - 4,11 (3,74 - 4,14), 12-Monats-Geld: 4,00 - 4,35 (3,94 - 4,34), Euribors: 3 Monate: 3,5970 (3,5770), 6 Monate: 3,9130 (3,9000), 12 Monate: 4,1450 (4,1340)

Geldmarkt-Sätze zu Wochenbeginn höher
13:04 Uhr

Twitter-Turbulenzen geben Mastodon Nutzerschub

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(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die Aufregung um die Lesebeschränkungen bei Twitter treibt dem deutschen Rivalen Mastodon immer mehr Nutzer in die Arme. "Es sieht so aus, als ob die Zahl der aktiven Nutzer von Mastodon in den letzten Tagen um 110.000 gestiegen ist", so Unternehmensgründer Eugen Rochko. "Ich würde es vorziehen, wenn Elon Musk seine Internet-Seite während der Arbeitswoche zerstören würde. Dies ist nicht das erste Mal."

Twitter-Eigner Musk hatte am Wochenende die Zahl der Nachrichten, die Nutzer pro Tag lesen können, limitiert. Dadurch will er verhindern, dass Firmen wie der ChatGPT-Macher OpenAI die dort verfügbaren Informationen in großem Stil abgreifen, um damit ihre Künstlichen Intelligenzen (KI) zu trainieren.

Twitter-Turbulenzen geben Mastodon Nutzerschub
12:36 Uhr

EU und Japan wollen Chip-Kooperation intensivieren

Für einen unterbrechungsfreien Nachschub mit Computerchips wollen die Europäische Union (EU) und Japan ihre Zusammenarbeit verstärken. "Es ist äußerst wichtig, die Halbleiter-Lieferkette zu sichern", sagt EU-Industriekommissar Thierry Breton. Er vereinbarte unter anderem eine gemeinsame Überwachung der Lieferkette sowie einen Austausch von Forschern und Ingenieuren. Darüber hinaus stellt die EU japanischen Chip-Herstellern staatliche Hilfen für den Ausbau der Produktion in Europa in Aussicht.

EU und Japan wollen Chip-Kooperation intensivieren
12:11 Uhr

"Deutschland ist auf dem Weg in die zweite Liga"

Finanzminister Christian Lindner warnt vor einem Abstieg des deutschen Wirtschaftsstandorts. Auch Folker Hellmeyer ist pessimistisch. Im ntv-Interview zählt der Finanzexperte Deutschlands wirtschaftliche Baustellen auf und mahnt die Politik dringend zu Strukturreformen.

"Deutschland ist auf dem Weg in die zweite Liga"
11:46 Uhr

DAX verlebt bislang einen entspannten Tag

Nach dem starken Schlussspurt vom Freitag und dem Wiederanstieg über die 16.000er-Marke zeichnet sich für den DAX ein erneuter Testlauf auf das Allzeithoch ab, derzeit liegt dieses bei 16.427 Punkten. Der deutsche Leitindex stieg am Mittag um 0,1 Prozent auf 16.161 Punkte, damit gab er einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Der EUROSTOXX50 notierte 0,4 Prozent höher bei 4417 Stellen.

"Es sieht ganz so aus, als könnte der DAX heute einen entspannten 35. Geburtstag feiern", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Wichtig für den DAX sei jetzt, dass er seinen Schwung vom letzten Juni-Handelstag mitnehme. Wenn sich der Leitindex wieder über der 16.000 etabliere, werde das die Stimmung auf dem Parkett deutlich aufhellen, ist der Analyst überzeugt.

DAX verlebt bislang einen entspannten Tag
11:25 Uhr

BMW startet milliardenschweren Aktienrückkauf

BMW startet heute sein angekündigtes neues Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro. In einer ersten Tranche sollen bis spätestens 29. Dezember für bis zu 415 Millionen Euro Stammaktien und für bis zu 85 Millionen Euro Vorzugsaktien erworben werden. Das Aktienrückkaufprogramm dient hauptsächlich dem Zweck der Einziehung von Aktien mit entsprechender Herabsetzung des Grundkapitals.

BMW startet milliardenschweren Aktienrückkauf
11:06 Uhr

Geschäfte der Industrie laufen mau

Die Krise der deutschen Industrie spitzt sich zu: Die Geschäfte liefen im Juni so schlecht wie seit über drei Jahren nicht mehr. Das signalisiert der Einkaufsmanagerindex, der um 2,6 auf 40,6 Punkte einbrach, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Umfrage unter 430 Unternehmen mitteilte. Erst ab 50 signalisiert das Barometer ein Wachstum. "Die schlechtere Performance geht in erster Linie auf den anhaltenden Rückgang der Neuaufträge in der gesamten Branche zurück", hieß es.

Auch in der Eurozone insgesamt sank der Einkaufsmanagerindex in der Industrie: Er fiel um 1,4 auf 43,4 Punkte und blieb damit den zwölften Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Geschäfte der Industrie laufen mau
10:46 Uhr

DIHK mit düsterer Prognose für deutsche Wirtschaft

Um den Wohlstand zu sichern, brauche Deutschland wirtschaftliches Wachstum, erklärt DIHK-Präsident Peter Adrian. Genau der könnte in der zweiten Hälfte des Jahres jedoch ausbleiben. Auch Finanzminister Lindner schlägt Alarm.

DIHK mit düsterer Prognose für deutsche Wirtschaft
10:27 Uhr

Zunehmender Preisdruck in Japan

Die aktuelle Tankan-Umfrage der Bank of Japan (BOJ) zeigt nach Angaben von Société-Générale-Volkswirt Jin Kenzaki einen zunehmenden Preisdruck. Wie Kenzaki sagt, ist die Messgröße des Output Gaps der BOJ kurz davor, einen positiven Wert anzunehmen. Im verarbeitenden Gewerbe hat die Neigung der Unternehmen, Preissteigerungen weiterzugeben, demnach den bisherigen Höchstwert von 2004 überschritten. Im nicht-verarbeitenden Gewerbe ist dieser Punkt Kenzaki zufolge noch nicht erreicht. "Eine höhere Bereitschaft, Preissteigerungen auch in diesem Sektor weiterzugeben, wird einer der entscheidenden Faktoren bei der Entscheidung sein, die Zinskurvenkontrolle einzustellen".

Zunehmender Preisdruck in Japan
10:08 Uhr

Maschinenbauer werden bereits unruhig

Die Auftragsflaute im deutschen Maschinenbau hat sich im Mai fortgesetzt. Die Bestellungen sanken bereinigt um Preiserhöhungen (real) um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie der Branchenverband VDMA mitteilte.

"Unser Bild einer anhaltend schwachen globalen Investitionsnachfrage bestätigt sich", erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers: "Noch sind die Auftragspolster für die kommenden Monate groß genug, aber es mehrt sich die Zahl der Unternehmen, die hier eine deutliche Veränderung spüren."

Maschinenbauer werden bereits unruhig
09:51 Uhr

Apple fährt Ziele für Datenbrille runter

Wegen technischer Probleme streicht Apple einem Zeitungsbericht zufolge die Produktionsziele für die neue Datenbrille zusammen. Der chinesische Auftragsfertiger Luxhare werde 2024 voraussichtlich weniger als 400.000 Einheiten der "Vision Pro" zusammenbauen, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Ursprünglich habe Apple intern ein Absatzziel von einer Million Exemplaren innerhalb der ersten zwölf Monate nach Markteinführung angepeilt.

Als Grund für die Prognosesenkung nannte das Blatt die Komplexität des Produktes. Dies erschwere die Massenproduktion. Probleme bereiteten vor allem hohe Fehlerquoten bei den Micro-LEDs für die Bildschirme der Datenbrille. Aus diesem Grund werde sich auch der Start einer günstigeren Einstiegsversion verzögern.

Apple hatte die lang erwartete "Vision Pro" vor einigen Wochen vorgestellt. Die Datenbrille dient unter anderem zum Eintauchen in virtuelle Welten. Außerdem können Apps oder Gegenstände in den umgebenden Raum projiziert werden. Die Steuerung soll ausschließlich über Augenbewegungen, Hände und Stimme erfolgen. Das Gerät mit einem Einstiegspreis von 3499 Dollar wird wohl ab Anfang 2024 in den USA verfügbar sein.

Apple fährt Ziele für Datenbrille runter
09:32 Uhr

Konjunktursorgen verhindern Preisanstieg am Ölmarkt

Die Ölpreise bewegen sich zunächst kaum vom Fleck. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostet 75,34 Dollar. Das sind sieben Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate zur August-Lieferung (WTI) fällt ebenfalls geringfügig auf 70,55 Dollar.

Am Ölmarkt verhindern seit einiger Zeit Konjunktursorgen einen nennenswerten Preisanstieg. In den USA und vielen anderen Ländern haben die Notenbanken ihre Zinsen zur Inflationsbekämpfung kräftig angehoben, was auch die Energienachfrage dämpft. In China verläuft die konjunkturelle Erholung nach der Abkehr von der strikten Corona-Politik bislang schwach.

Brent Rohöl

Konjunktursorgen verhindern Preisanstieg am Ölmarkt
09:14 Uhr

DAX braucht weitere Impulse

Der DAX startet verhalten in die neue Handelswoche: Der deutsche Börsenleitindex notiert aktuell 0,2 Prozent fester bei Kursen um 16.190 Punkten. Am Freitag hatte er mit 16.148 Zählern 1,3 Prozent im Plus geschlossen und die Wochenbilanz auf rund 2 Prozent nach oben geschraubt. Heute werden indes keine großen Kurssprünge erwartet. Zum einen fehlen Konjunktur- und Unternehmensnachrichten. Zum anderen wird in den USA nur verkürzt gehandelt, bevor die Wall Street am Dienstag feiertagsbedingt geschlossen bleibt.

DAX braucht weitere Impulse
08:58 Uhr

Apple knackt die nächste Wahnsinnsmarke

Die Apple-Aktie hat sich am Freitag im nachbörslichen Handel unbeeindruckt von einem Medienbericht gezeigt, wonach Goldman Sachs die Zusammenarbeit mit dem Konzern beenden will. Goldman wolle die Apple-Kreditkarte und andere Angebote aus der Partnerschaft mit dem iPhone-Hersteller an American Express (nachbörslich +1%) abgeben, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Personen. Der Kurs von Apple stieg um weitere 0,2 Prozent, nachdem er im regulären Handel um 2,3 Prozent auf ein Rekordhoch zugelegt hatte, wodurch der Börsenwert von Apple die Marke von drei Billionen Dollar knackte und das Unternehmen zum teuersten weltweit wurde.

Apple knackt die nächste Wahnsinnsmarke
08:39 Uhr

Ermutigende US-Daten beflügeln Asien-Börsen

Dank starker US-Vorgaben geht es zum Start in die neue Woche an den Börsen in Ostasien und Australien meist deutlich nach oben. Ermutigende Inflationsdaten hatten der Wall Street am Freitag einen Schub gegeben: Einer der bevorzugten Inflationsindikatoren der US-Notenbank, der PCE-Deflator, war im Mai in der Kernrate niedriger als erwartet ausgefallen.

In Tokio steigt der Nikkei um 1,6 Prozent auf ein 33-Jahreshoch, zusätzlich gestützt vom vierteljährlichen Tankan-Bericht der Bank of Japan (BoJ), der von einer Belebung des Geschäftsklimas in der japanischen Großindustrie zeugte und zudem besser ausfiel als erwartet. Im Zuge der wieder steigenden Risikofreude der Anleger ist die japanische Währung nicht als "sicherer Hafen" gefragt und gibt zum Dollar etwas nach. Ein schwächerer Yen wiederum verbessert die Absatzchancen japanischer Unternehmen auf dem Exportmarkt. Aktien aus den Sektoren Elektronik und Maschinenbau führen daher den Markt an.

Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China ist derweil im Juni leicht gesunken, dabei aber im expansiven Bereich geblieben. Die Daten schüren gleichwohl Hoffnungen auf weitere Stimuli der chinesischen Notenbank. In Shanghai legt der Composite-Index um 1,3 Prozent zu. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verbessert sich um 1,7 Prozent.

Nicht ganz so deutlich geht es in Sydney nach oben; dort steigt der S&P/ASX-200 um 0,5 Prozent. Vor dem Zinsentscheid der Reserve Bank of Australia am Dienstag wollen sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Unter den Einzelwerten springen United Malt um rund 9 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat der Übernahme durch Malteries Soufflet für 1,5 Milliarden australische Dollar zugestimmt. Musgrave Minerals verteuern sich um fast 16 Prozent; das Unternehmen wird vom Goldbergbaukonzern Ramelius Resources übernommen.

Ermutigende US-Daten beflügeln Asien-Börsen
08:18 Uhr

Wirtschaftsweise fordert 1,5 Millionen Zuwanderer im Jahr

Um den Fachkräftemangel anzugehen, schlägt die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer mehr Zuwanderung vor. "Deutschland braucht 1,5 Millionen Zuwanderer im Jahr, wenn wir abzüglich der beträchtlichen Abwanderung jedes Jahr 400.000 neue Bürger haben und so die Zahl der Arbeitskräfte halten wollen", sagt die Ökonomin der "Süddeutschen Zeitung". "Wir brauchen dringend eine Willkommenskultur", ergänzt Schnitzer, die den Sachverständigenrat der Bundesregierung leitet. Das neue Fachkräftegesetz gehe in die richtige Richtung. "Allerdings braucht es noch mehr. Etwa Ausländerämter, die Einwanderer nicht abschrecken, sondern Service bieten. Wir sollten nicht für jeden Job fordern, dass die ausländischen Fachkräfte Deutsch können. Sondern dafür sorgen, dass die Mitarbeiter der Ausländerbehörde Englisch können."

Wirtschaftsweise fordert 1,5 Millionen Zuwanderer im Jahr
08:03 Uhr

DAX schleppt sich ins zweite Halbjahr

Zum Start in die Woche wird zunächst mit einem eher schleppenden Geschäft gerechnet, findet doch an der Wall Street heute nur ein verkürzter Handel statt, am Dienstag bleibt dort die Börse wegen des Unabhängigkeitstages gleich ganz geschlossen. Die Aktie der Porsche Holding SE wird heute ex gehandelt, die Dividende beträgt 2,56 Euro je Vorzugsaktie.

DAX schleppt sich ins zweite Halbjahr
07:45 Uhr

Happy Birthday, DAX!

Der Deutsche Aktienindex, kurz DAX genannt, ist am Samstag 35 Jahre alt geworden. Gefeiert wird das Jubiläum heute auf dem Frankfurter Börsenparkett. Für Fondsmanager und Anleger ist der Index eine wichtige Richtschnur. Viele gestalten ihre Depots entsprechend und kaufen Titel, die darin enthalten sind. Unternehmen drängen deswegen in einen Index - vor allem in den DAX. Im September 2021 setzte der Börsenbetreiber Deutsche Börse die größte DAX-Reform seiner Geschichte um und erweiterte den Kreis der Auserwählten um 10 auf 40.

Happy Birthday, DAX!
07:25 Uhr

Tesla glänzt mit Auslieferungsrekord

Der weltgrößte E-Autobauer Tesla hat im zweiten Quartal mit einem Auslieferungsrekord die Erwartungen der Analysten übertroffen. Das US-Unternehmen übergab nach eigenen Angaben im Berichtszeitraum 466.140 Autos an seine Kunden. Experten hatten im Durchschnitt lediglich mit 445.000 Fahrzeugen gerechnet. Im Vorjahr hatte Tesla von April bis Juni 254.695 Fahrzeuge ausgeliefert. Die Produktion im Berichtszeitraum bezifferte Tesla auf 479.700 Fahrzeuge, was einem Anstieg um 85,5 Prozent verglichen mit dem Vorjahr entspricht. Der Elektroauto-Pionier hatte Anfang des Jahres die Preise für seine Elektroautos weltweit gesenkt und die Konkurrenz damit unter Druck gesetzt.

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Tesla glänzt mit Auslieferungsrekord
07:14 Uhr

"Nasdaq blickt auf beste Jahreshälfte seit 1983"

Der Aktienmarkt steckt voller Überraschungen: Allen Unkenrufen zum Trotz legen die US-Indizes rekordverdächtig zu. Und Apple?

"Nasdaq blickt auf beste Jahreshälfte seit 1983"
07:06 Uhr

Nikkei nähert sich jüngsten Hochs

Die Stimmung an Asiens Aktienmärkten ist gemischt. Die asiatischen Aktien legten insgesamt leicht zu. Der japanische Nikkei steigt zeitweise um über 1,5 Prozent und lag damit nahe den jüngsten Hochständen. Ein Zustrom von Käufern hatte den Index im letzten Quartal um fast 20 Prozent ansteigen lassen, beflügelt von einem schwachen Yen und der Hoffnung, dass japanische Unternehmen die durch die Entkopplung zwischen China und den USA entstandenen Lücken füllen könnten.

Der breitgefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legt dagegen nur leicht um 0,2 Prozent zu. Der in China erwartete Aufschwung verlief bisher enttäuschend. Dies bestätigte der am Montagmorgen veröffentlichte anstehende Caixin-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe, der für Juni einen Rückgang der Industrieproduktion von 50,9 auf 50,5 verzeichnete. Die chinesische Zentralbank hat energischere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft versprochen.

"Wie Japan in den 1990-er Jahren feststellen musste, ist es ein hartes Stück Arbeit, eine Wirtschaft zu stimulieren, die vor dem Hintergrund einer hohen Sektorverschuldung und einer schrumpfenden Bevölkerung einen erheblichen Immobilieneinbruch erlebt", warnten die Analysten von ANZ.

Der Shanghai Composite liegt 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 0,7 Prozent.

Nikkei nähert sich jüngsten Hochs
06:52 Uhr

Chinas Industrieproduktion verlangsamt sich

Chinas Industrieproduktion hat sich im Juni verlangsamt. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex(PMI) für das verarbeitende Gewerbe sank im Juni auf 50,5 von 50,9 im Mai. Das deutet auf eine nur geringfügige Ausweitung der Aktivitäten hin. Die 50-Punkte-Marke trennt zwischen Wachstum und Schrumpfung. Das Caixin-Ergebnis ist ein weiterer Beleg dafür, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im zweiten Quartal aufgrund der schwächeren Nachfrage an Schwung verloren hat.

Der Caixin-PMI für das verarbeitende Gewerbe erfasst rund 650 private und staatliche Hersteller und konzentriert sich nach Ansicht von Wirtschaftsexperten eher auf exportorientierte Unternehmen in den Küstenregionen, während der bereits am Freitag veröffentlichte offizielle PMI 3.200 Unternehmen in ganz China erfasst.

Die schwachen PMI-Werte, die als wichtige Wirtschaftsindikatoren gelten, zeigen, dass es China schwerfällt, den Aufschwung nach der Corona-Pandemie zu Beginn des Jahres aufrechtzuerhalten.

Chinas Industrieproduktion verlangsamt sich
06:39 Uhr

Euro kämpft um 1,09

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,2 Prozent auf 144,64 Yen und gibt 0,1 Prozent auf 7,2455 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notiert er kaum verändert bei 0,8952 Franken. Parallel dazu fällt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0905 Dollar und notiert kaum verändert bei 0,9765 Franken. Das Pfund Sterling verliert 0,1 Prozent auf 1,2695 Dollar.

Euro / Dollar o

Euro kämpft um 1,09
06:30 Uhr

Was ist denn nun mit dem Zinsgipfel?

Auch in der neuen Woche bleibt das Thema Geldpolitik im Fokus der Aktionäre. Analysten zufolge hoffen die Investoren auf Hinweise, dass bald ein Zinsgipfel erreicht werden könnte. Fed-Chef Jerome Powell und EZB-Chefin Christine Lagarde haben in der alten Woche zwar bekräftigt, dass weitere Zinsanhebungen notwendig seien, um die Inflation nachhaltig zu bekämpfen. Die meisten Entscheidungsträger der US-Notenbank Fed gehen nach Powells Worten von mindestens zwei weiteren Zinserhöhungen bis Jahresende aus. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) kann laut Lagarde noch nicht genug Anzeichen für eine Abschwächung des Preisschubs im Euro-Raum erkennen. "Doch vor dem Hintergrund schwächerer Konjunkturdaten – insbesondere aus dem Euroraum – wollen sich die Investoren noch nicht ganz geschlagen geben", so die Experten der Helaba.

Laut Mark Dowding, Chefanleger beim Vermögensverwalter RBC BlueBay, sind die Hoffnungen der Anleger nicht ohne Grund. "Klar ist: Die Fed und die EZB wollen weiterhin Erwartungen frühzeitiger Zinssenkungen vermeiden – auch wenn sie sich nahe am Höhepunkt des Zinserhöhungszyklus befinden", sagt er. Die früheren geldpolitischen Maßnahmen seien zwar noch nicht vollständig zum Tragen gekommen. "Wir denken aber nicht, dass sie nicht ankommen. Vielmehr sind wir der Meinung, dass die Verzögerungen möglicherweise größer sind als in früheren Zinserhöhungszyklen."

Beflügelt durch die Erwartung eines Zinsgipfels übertraf der DAX in der alten Woche erneut die psychologisch wichtige 16.000-Marke. Er schloss am Freitag mit 16.148 Zählern knapp 2 Prozent über dem Vorwochenniveau. So stand er zu seinem 35. Geburtstag - am Samstag - allen Krisen zum Trotz fast im Zenit. Mit einem Allzeithoch von 16.427 Punkten hat er sich rund zwei Wochen vor seinem "Ehrentag" am 1. Juli quasi selbst beschenkt.

Zum Start in die neue Handelswoche stehen Einkaufsmanagerindizes im Blick. In zweiter Veröffentlichung gibt es Daten zum verarbeitenden Gewerbe etwa aus Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der EU und am Nachmittag auch aus den USA. Dort stehen zudem dem Zahlen zu den Bauausgaben und der ISM-Index auf der Agenda. Weitere Wochentermine finden Sie hier.

Was ist denn nun mit dem Zinsgipfel?