Der Börsen-Tag
31. August 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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07:28 Uhr

Gamescom-Besucherzahl nähert sich Rekordwert

Die weltgrößte Computerspiel-Messe Gamescom hat in diesem Jahr deutlich mehr Besucher gehabt als in den vergangenen Jahren. Wie die Veranstalter mitteilten, kamen bis zum letzten Messetag am Sonntag rund 368.000 Menschen und damit 11.000 mehr als 2025 und 33.000 mehr als 2024. Der Höchstwert von 373.000 Besuchern aus dem Jahr 2019 wurde in diesem Jahr allerdings nicht erreicht, er ist aber in Reichweite. Die nächste Gamescom ist Ende August 2027 geplant.

Bei der Messe konnten neue Games zur Probe gespielt werden, die Warteschlangen dafür waren mitunter sehr lang. Viele Fans nahmen das in Kauf.

Groß war erneut die digitale Reichweite - weltweit verzeichneten die Gamescom-Formate 624 Millionen Aufrufe (Views) und damit etwa gleich viele wie zuvor. Die Anzahl der Aussteller übertraf mit 1743 den Vorjahreswert von 1568 deutlich.

Gamescom-Besucherzahl nähert sich Rekordwert
07:12 Uhr

Zinssorgen und Nahost-Konflikt sind Stimmungskiller

Die Furcht vor steigenden Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten setzen den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart zu. In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,6 Prozent auf 65.361,60 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,4 Prozent niedriger bei 4128,76 Zählern. Auch in China halten sich die Anleger zurück. Der Shanghai Composite verliert 0,4 Prozent auf 3937,66 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,0 Prozent auf 4564,76 Punkte.

In Japan drücken Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf die Stimmung, der die Bekämpfung der Inflation in den Vordergrund rückte und damit Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung schürte. Zudem preisen die Märkte eine fast sichere Zinsanhebung der Bank of Japan (BOJ) im kommenden Monat ein. "Die wachsenden Erwartungen an US-Zinserhöhungen dürften die Stimmung der Anleger belasten", erklärt Takayuki Miyajima, Chefökonom bei der Sony Financial Group. Zu den größten Verlierern im Nikkei zählen Advantest mit einem Minus von sieben Prozent sowie Mitsubishi Materials und Japan Steel Works.

Zinssorgen und Nahost-Konflikt sind Stimmungskiller
06:54 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 159,78 Yen. US-Finanzminister Scott Bessent bezeichnet die jüngste Schwäche der japanischen Währung als "ziemlich gut eingedämmt", was Spekulationen über eine erneute gemeinsame Intervention dämpft. Zur chinesischen Währung legt der Dollar leicht auf 6,7225 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,8086 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1589 Dollar und zieht leicht auf 0,9371 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:35 Uhr

Chinas Industrie ist auf Schrumpfkurs

Die Aktivität in der chinesischen Industrie hat sich im August zwar leicht verbessert, ist aber den zweiten Monat in Folge geschrumpft. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe stieg auf 49,8 Punkte von 49,2 Zählern im Juli, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Damit blieb das Barometer weiterhin unter der Marke von 50 Punkten, die Wachstum von Schrumpfung trennt. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Anstieg auf 49,6 Punkte gerechnet.

Die Entwicklung ist ein weiteres Zeichen dafür, dass das Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik wegen einer anhaltend schwachen Binnennachfrage an Schwung verliert. Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor verharrte im August bei 49,0 Punkten. Der zusammengefasste Index für beide Sektoren lag bei 49,5 Zählern.

Chinas Industrie ist auf Schrumpfkurs
06:16 Uhr

USA füllen Reserven mit Venezuela-Öl auf

Die USA wollen ihren in den vergangenen Jahren wiederholt angezapften Notvorrat an Öl nach Angaben von Präsident Donald Trump mit Öl aus Venezuela wieder aufstocken. Trump kündigte an, dass in Kürze damit begonnen werde, die sogenannte strategische Ölreserve aufzufüllen. Möglich werden soll das durch ein am Freitag von Trump vorgestelltes Abkommen mit Venezuela. Der Pakt soll die angeschlagene Ölindustrie Venezuelas wiederbeleben. Es ist allerdings unklar, wie schnell das Abkommen tatsächlich Öl für die Reserve liefern oder US-Autofahrern kurzfristig zugutekommen kann, bei denen gestiegene Benzinpreise für Unmut sorgen. Für eine deutliche Steigerung der Produktion sind zunächst erhebliche Investitionen und Arbeiten an der Infrastruktur in Venezuela erforderlich.

Trump bezeichnet das Öl als ein Geschenk Venezuelas an das Volk der Vereinigten Staaten. Die USA hatten das ölreiche südamerikanische Land Anfang des Jahres angegriffen und den damaligen Staatschef Nicolas Maduro festgenommen. Seitdem wird Venezuela von Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez geführt, die von Trump unterstützt wird. Rodriguez war Teil der Regierung Maduros, dem Menschenrechtsorganisationen Unterdrückung der Opposition, Korruption, Missachtung demokratischer Prinzipien und Misswirtschaft vorwarfen. Die eigentliche Oppositionsführerin Maria Corina Machado wurde seit Maduros Absetzung wiederholt öffentlich von der US-Regierung ins Abseits gedrängt.

USA füllen Reserven mit Venezuela-Öl auf
05:59 Uhr

Es geht wieder um das liebe Geld

Die Diskussionen über die weitere Zinspolitik der US-Notenbank Fed dürften in dieser Woche den Takt am deutschen Aktienmarkt vorgeben. Anleger rätseln derzeit, ob es - entgegen aller Erwartungen - auf der Sitzung am 16. September doch noch zu einer Zinserhöhung kommen könnte. Der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht könnte neue Hinweise auf die geldpolitischen Pläne unter Fed-Chef Kevin Warsh bringen. Die Analysten der Commerzbank gehen davon aus, dass die Jobdaten im August eher gegen eine Zinserhöhung sprechen. Sie wären wohl nicht stark genug, um die Geldpolitiker von der Notwendigkeit höherer Zinsen zu überzeugen, hieß es in einer Kurzstudie. Damit könnte der Dax seinen Marsch in Richtung 27.000 Punkte fortsetzen - an den vergangenen fünf Handelstagen hat er mehr als zwei Prozent auf 26.570 Zähler zugelegt.

Zuletzt hatte sich der US-Arbeitsmarkt im Juli überraschend abgekühlt. Daniel Hartmann, Chefvolkswirt bei Bantleon, rechnet für August alles in allem mit einem "robusten, wenn auch nicht überbordenden Stellenaufbau". Die Fed, die für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll, hatte den Leitzins Ende Juli in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Gleichzeitig mehrten sich in der US-Notenbank angesichts der hartnäckig hohen Teuerung jedoch die Rufe nach einer Zinserhöhung. Fed-Chef Kevin Warsh hat sich mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs bislang bewusst bedeckt gehalten.

In der Eurozone rücken vor allem die vorläufigen Zahlen zur Entwicklung der Inflation in den Fokus. Heute werden die deutschen Daten für August veröffentlicht, morgen die für den gesamten Euro-Raum. Aufgrund der durch den Nahost-Konflikt höheren Energiepreise dürfte die Inflation in der Eurozone laut Commerzbank spürbar von 2,9 Prozent im Juli auf 3,3 Prozent im August springen. Die Anleger stellen sich inzwischen darauf ein, dass die EZB bei ihrer Sitzung am 10. September die Zinsen wohl von 2,25 auf 2,50 Prozent schrauben wird. Die Wahrscheinlichkeit von sekundären Preiseffekten der teureren Energie auf andere Bereiche habe zugenommen und es zeichne sich immer noch keine Entspannung bei den Ölpreisen ab, sagte Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck. Die EZB hatte die Zinsen im Juni erstmals seit fast drei Jahren erhöht.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Es geht wieder um das liebe Geld