Der Börsen-Tag
4. September 2023
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
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17:37 Uhr

DAX landet als Ping-Pong-Ball im roten Bereich

Teils deutliche Kursgewinne an den asiatischen Börsen haben den deutschen Aktienmarkt zunächst gestützt. Doch am Nachmittag schmolzen die Gewinne immer mehr. Es fehlten auch die Impulse aus den USA, weil die Wall Street wegen eines Feiertages geschlossen blieb.

Der DAX ging mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf 15.825 Punkte aus dem Handel. Sein Tageshoch lag bei immerhin 15.959 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte ebenfalls 0,1 Prozent tiefer bei 4276 Stellen.

Spekulationen auf ein Ende der Zinserhöhungen in den Vereinigten Staaten nach eher durchwachsenen Arbeitsmarktdaten hätten die Märkte in Asien nach oben geschoben, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von Robomarkets. Zudem sende der angespannte chinesische Immobiliensektor leichte Entspannungssignale. Der Projektentwickler Country Garden hat Medienberichten zufolge einen Zahlungsaufschub durch die Gläubiger erhalten. Trotz der Kursgewinne zu Wochenbeginn bewege sich der DAX weiter in seiner bewährten "Ping-Pong-Zone" zwischen 15.750 und 16.000 Punkten, fuhr Molnar fort.

Der Beginn der Automobilmesse (IAA) in München lenkte den Blick auf die Autowerte. Die VW-Vorzugsaktien notierten kaum verändert, BMW gewannen 0,3 Prozent. Mercedes-Benz verteuerten sich um 1,0 Prozent. Auf der IAA zeigt BMW zum ersten Mal ein seriennahes Auto seiner vollelektrischen "Neuen Klasse", die 2025 auf den Markt kommt. Ein Händler wertete dies als potenziell positiv für die Stimmung.

Siemens stiegen nach einem positiven Analystenkommentar um 0,5 Prozent. Der Experte Nicholas Green von Bernstein Research rät, im aktuellen Umfeld auf Unternehmen zu setzen, die in den Bereichen Elektrotechnik sowie Automatisierung und Software aktiv sind. Hier sei Siemens am breitesten aufgestellt.

Im SDAX sackten Borussia Dortmund um 6,0 Prozent ab. Der BVB hatte am Freitag gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim einen bereits sicher geglaubten Sieg aus den Händen gegeben und war damit auf Platz neun der Tabelle der Fußball-Bundesliga abgerutscht.

DAX landet als Ping-Pong-Ball im roten Bereich
17:09 Uhr

Autohersteller stehen unter steigendem Margendruck

Autohersteller müssen sich nach Einschätzung von EY-Autoexperte Constantin M. Gall angesichts konjunkturellen Gegenwinds und gestiegenen Preisdrucks auf eine geringere Profitabilität einstellen. Für die Produzenten werde es immer schwieriger, die aktuell sehr hohen Fahrzeugpreise am Markt durchzusetzen, sagte Gall.

Aktuell stützten die Hersteller noch die recht gut gefüllten Auftragsbücher, in den nächsten Monaten seien steigende Neuzulassungen in Deutschland und Europa zu erwarten. Das bevorstehende Ende diverser staatlicher Förderprogramme befeuert laut Gall die Entwicklung, weil Käufe vorgezogen würden. "Allerdings wird sich der Markt wohl noch in diesem Jahr drehen. Dann macht sich die sinkende Nachfrage bemerkbar."

Autohersteller stehen unter steigendem Margendruck
16:41 Uhr

Warum Gold immer noch gefragt ist

Für den Goldpreis ging es zuletzt wieder aufwärts. Warum das Edelmetall nach wie vor so beliebt ist und wie Anleger und Anlegerinnen darauf setzen können, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Patrick Kesselhut von der Société Généralé.

Warum Gold immer noch gefragt ist
16:22 Uhr

Nio punktet bei seinen deutschen Käufern mit Batterietausch

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(Foto: Nio)

Der chinesische Autobauer Nio punktet bei seiner noch übersichtlichen Anzahl deutscher Käufer mit einem hierzulande bislang einzigartigen Angebot: Statt ihre Batterie selbst zu laden, können Nio-Fahrer sie in einer Wechselstation binnen weniger Minuten automatisch austauschen lassen. 98 Prozent der noch übersichtlichen Anzahl deutscher Nio-Käufer mieteten die Batterie und machten davon Gebrauch, sagte Europachef Hui Zhang am Rande der IAA in München.

Das Unternehmen aus Shanghai will dieses Jahr weltweit annähernd 200.000 E-Autos verkaufen. Nio ist seit vergangenem Herbst auch in Deutschland aktiv, aktuelle Absatzzahlen nannte das Unternehmen nicht.

Nio punktet bei seinen deutschen Käufern mit Batterietausch
15:34 Uhr

Modeaktie wird nach Handels-Wiederaufnahme runtergeprügelt

Nach der Wiederaufnahme des Handels hat Superdry um bis zu 17,6 Prozent auf ein Rekordtief notiert. Die Titel der Modefirma waren seit vergangenem Mittwoch wegen Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Bilanz in London vom Handel ausgesetzt. Die Kaufzurückhaltung von Großkunden und Verbrauchern hat der britischen Firma rote Zahlen eingebrockt.

Modeaktie wird nach Handels-Wiederaufnahme runtergeprügelt
15:03 Uhr

BVB-Aktie nach Heidenheim-Spiel mit massivem Verlust

Ganz mies geht es bislang der Aktie von Borussia Dortmund, das Papier lag am Nachmittag mit einem Abschlag von 5,3 Prozent am SDAX-Ende. "Der BVB hat einen sehr holprigen Saisonstart hingelegt und mit dem viel zu schwachen Heim-Punktgegen den Aufsteiger Heidenheim scheinen die hohen Saisonziele des Klubs schon jetzt gefährdet", sagte ein Händler in Frankfurt.

Am Freitagabend reichte es für den deutschen Fußball-Vizemeister im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim lediglich zu einem 2:2 (2:0). Nach drei Spieltagen liegt der BVB nur auf Platz neun.

BVB-Aktie nach Heidenheim-Spiel mit massivem Verlust
14:38 Uhr

Neues vom Geldmarkt

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(Foto: picture alliance / blickwinkel/McPHOTO/H. Richter)

Die Sätze am europäischen Geldmarkt sind wenig verändert in die neue Woche gestartet. Während die EZB immer wieder auf ihre "Datenabhängigkeit" verweist, wird am Zinsmarkt auch den Ausführungen der Notenbanker ein hohes Gewicht zugemessen. Allerdings ist auch hier aus den jüngsten Aussagen kein Trend abzulesen. Die Analysten der UBS erwarten, dass der Rat der Europäischen Zentralbank in der nächsten Woche die Zinsen letztmals im aktuellen Zyklus anhebt, und zwar um 25 Basispunkte. Der Bankeinlagensatz läge dann bei 4,00 Prozent.

Hier die jüngsten Daten: Tagesgeld: 3,60 - 3,80 (3,55 - 3,83), Wochengeld: 3,65 - 3,83 (3,58 - 3,83), 1-Monats-Geld: 3,70 - 3,95 (3,60 - 3,98), 3-Monats-Geld: 3,80 - 4,05 (3,88 - 4,08), 6-Monats-Geld: 3,80 - 4,10 (3,78 - 4,18), 12-Monats-Geld: 3,95 - 4,25 (3,96 - 4,24), Euribors: 3 Monate: 3,7980 (3,7700), 6 Monate: 3,9550 (3,9340), 12 Monate: 4,0490 (4,0550)

Neues vom Geldmarkt
14:13 Uhr

Chinesischer VW-Partner Xpeng will auf den deutschen Markt

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(Foto: REUTERS)

Der chinesische Elektroautobauer Xpeng will im kommenden Jahr mit seinen Fahrzeugen auch in Deutschland an den Start gehen. Nach einigen nordeuropäischen Märkten sollen die Modelle 2024 auch hierzulande verkauft werden, sagte Vize-Verwaltungsratschef Brian Gu auf der IAA in München.

Deutschland-Manager Markus Schrick ergänzte, der Autobauer wolle seine Autos in Deutschland über Händler verkaufen und nicht nur online. Große Flagship-Stores nach dem Vorbild von Elektrorivalen wie Nio oder Polestar plane Xpeng zunächst nicht. Volkswagen hat sich jüngst entschieden, für rund 700 Millionen US-Dollar bei Xpeng einzusteigen und damit knapp fünf Prozent der Anteile zu kaufen.

Chinesischer VW-Partner Xpeng will auf den deutschen Markt
13:55 Uhr

Sentix-Konjunkturindex für Deutschland sinkt weiter

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach Meinung von Investoren weiterhin in einer Rezession. Der von dem Beratungsunternehmen Sentix erhobenen Konjunkturindex sank im September auf minus 33,1 (Vormonat: minus 30,7) Punkte. Der Index der Lagebeurteilung ging auf minus 38,3 (minus 35,3) Punkte zurück.

"Die Lagewerte sinken auf den tiefsten Stand seit Juli 2020, haben also 'Lockdown-Niveau' erreicht", schrieb Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Tiefer lagen die Lagewerte nach seiner Aussage nur noch in der großen Finanzkrise 2008/2009.

Sentix-Konjunkturindex für Deutschland sinkt weiter
13:30 Uhr

Experte: Deutsche sind beim Auto zu sehr designverliebt

"Die Chinesen sind alle da", sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer mit Blick auf die IAA in München. Die Messe zeige den Wandel in der Industrie. Deutschland müsse nun schneller in den Elektro-Markt kommen, um den Kostenvorteil der Chinesen auszugleichen.

Experte: Deutsche sind beim Auto zu sehr designverliebt
13:09 Uhr

Sind Anleihen jetzt eine Alternative zu Aktien?

Jahrelang gab es für langfristig Anlegende kaum Alternativen zum Aktienmarkt. Anleihen waren unattraktiv, weil sie nur Mini-Zinsen boten oder sogar negative Renditen abwarfen. Mit den steigenden Zinsen sind Anleihen inzwischen aber attraktiver. Welche Strategie passt am besten zur eigenen Situation? Und für wen ist es sinnvoll, ausgerechnet jetzt darüber nachzudenken, das eigene Aktiendepot zu versichern? Darüber diskutiert Raimund Brichta mit Dirk Heß von der Citigroup und Daniel Saurenz von Feingold Research.

Sind Anleihen jetzt eine Alternative zu Aktien?
12:48 Uhr

VW muss wegen fehlender Teile Kurzarbeit für Wolfsburg ausrufen

Der Autobauer Volkswagen schickt seine Mitarbeiter im Stammwerk Wolfsburg wegen Teilemangels in Kurzarbeit. "Die Maßnahme gilt vom 11. bis 29. September", sagte Konzernsprecher Andreas Meurer. Zuerst hatte "Business Insider" unter Berufung auf Konzernkreise darüber berichtet.

Zudem komme es im VW-Werk in Emden zu vereinzelten Schichtausfällen. Das Hochwasser in Slowenien habe die Produktion eines Subunternehmers für Zahnradkränze lahmgelegt, was nun die Fahrzeugproduktion beeinträchtige. Damit geht bereits die zweite Fabrik des Konzerns in Kurzarbeit, nachdem Ende August bereits ein portugiesisches Montagewerk nahe Lissabon die Produktion für neun Wochen unterbrechen musste.

VW muss wegen fehlender Teile Kurzarbeit für Wolfsburg ausrufen
12:42 Uhr

VW entdeckt das Leasingfahrrad

Neue Pläne bei Volkswagen: Der Wolfsburger Autoriese will jetzt auch in das Geschäft mit Leasingfahrrädern einsteigen. Die Finanztochter Volkswagen Financial Services plane eine Beteiligung am niederländischen Anbieter Bike Mobility Services (BMS), mit dessen Mutterkonzern Pon der DAX-Konzern bereits beim Autovermieter Europcar zusammenarbeitet, kündigte VW anlässlich der IAA Mobility in München an. BMS ist beim Fahrradleasing mit Marken wie Business Bike, Lease A Bike und B2Bike vertreten.

"Wir treiben die Transformation systematisch voran und erschließen konsequent weitere attraktive Ertragsquellen im Bereich nachhaltiger Mobilität", sagte VW-Chef Oliver Blume. Von der Beteiligung an BMS verspricht sich der Konzern ein neues, einträgliches Geschäftsfeld in Europa und den USA.

VW entdeckt das Leasingfahrrad
12:19 Uhr

DAX bislang stabil im Plus - Kein Handel an der Wall Street

Die gute Stimmung an den asiatischen Börsen hat bislang auch den deutschen Aktienmarkt gestützt. Der DAX stieg am Mittag um 0,5 Prozent auf 15.922 Punkte. Der EUROSTOXX50 zog 0,7 Prozent auf 4314 Stellen an. in den USA wird heute feiertagsbedingt nicht gehandelt.

Spekulationen auf ein Ende der Zinserhöhungen in den USA nach eher durchwachsenen US-Arbeitsmarktdaten hätten die Märkte in Asien nach oben geschoben, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets. Zudem sende der angespannte chinesische Immobiliensektor leichte Entspannungssignale.

DAX bislang stabil im Plus - Kein Handel an der Wall Street
12:00 Uhr

E-Riese erwacht in Asien - VW-Chef ist "beeindruckt, wie China Technologien entwickelt"

Für die Zukunft setzt Autoriese Volkswagen voll auf Elektro, aktuell wird der Markt jedoch von chinesischen Produkten dominiert. VW-Vorstandschef Oliver Blume zeigt sich beeindruckt von der Konkurrenz aus Asien und will verstärkt auf eigene Batteriezellen setzen.

E-Riese erwacht in Asien - VW-Chef ist "beeindruckt, wie China Technologien entwickelt"
11:46 Uhr

Bericht: Hackerattacke auf BaFin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist offenbar Opfer eines Hackerangriffs geworden. Der Internet-Auftritt der Behörde war am Montag nur eingeschränkt erreichbar. Dem "Spiegel" zufolge wurden die Rechner Ziel eines "Distributed Denial of Service"-Angriffs (DDoS). Die BaFin habe bereits Gegenmaßnahmeneingeleitet.

Bei DDoS-Attacken werden Server in einer konzertierten Aktion mit Tausenden Anfragen gleichzeitig geflutet, bis sie in die Knie gehen. Daten werden dabei üblicherweise nicht gestohlen.

Bericht: Hackerattacke auf BaFin
11:27 Uhr

Mercedes-Chef: Kosten bei Elektroautos bleiben hoch

Mercedes-Chef Ola Källenius rechnet auf absehbare Zeit mit höheren Kosten für Elektroautos. Diese könnten nicht eins zu eins über den Preis an die Kunden weitergegeben werden, sagt er. "Die Wettbewerbsintensität wird da sein." Umso wichtiger sei es, an allen Teilen des Unternehmens zu arbeiten, wie Fixkosten oder im Vertrieb. "All diese Dinge muss man bewegen, um auf der anderen Seite der Transformation die gleiche Profitabilität als Ambition aufrechterhalten zu können."

Auf die zunehmende Konkurrenz aus China angesprochen sagt Källenius, es sei wichtig, führend zu bleiben. "Wenn eine Industrie sich so fundamental in einer Transformation befindet, glaube ich, ist es nicht ungewöhnlich, dass auch neue Player reinkommen." Bislang handle es sich vor allem um Fahrzeuge im Einstiegssegment. Es wäre naiv zu glauben, dass sie nicht auch versuchten, im Premiumsegment anzugreifen. Källenius verweist auf den Markteintritt japanischer oder koreanischer Hersteller in den vergangenen Jahrzehnten. "Da kannst du nichts anderes tun, als dich auf deinen Kunden zu konzentrieren."

Mercedes-Chef: Kosten bei Elektroautos bleiben hoch
10:59 Uhr

Auto soll Tesla Konkurrenz machen - BMW zeigt die "Neue Klasse"

BMW präsentiert auf der IAA mit großem Tamtam sein künftiges Elektroauto "Neue Klasse". Für den Konzern geht es um die Wettbewerbsfähigkeit im Wettrennen um das E-Auto der Zukunft. Platzhirsche wie Tesla haben bereits ausgereifte Produkte auf dem Markt und auch die Konkurrenz aus China schläft nicht.

Auto soll Tesla Konkurrenz machen - BMW zeigt die "Neue Klasse"
10:42 Uhr

Türkische Lira macht nach Inflationsdaten schlapp

Die Lira hat nach Bekanntwerden der August-Inflationsdaten aus der Türkei weiter nachgegeben. Der US-Dollar stieg auf 26,77 Lira. Der Kurs der türkischen Währung ist damit fast wieder auf das Niveau von 27,20 Lira je Dollar zurückgefallen, das die Lira am 24. August vor der sehr starken Zinserhöhung der türkischen Notenbank innehatte. Die Lira war seinerzeit in Reaktion auf den Zinsschritt bis auf 25,25 je Dollar gestiegen. Seitdem geht es wieder Schritt für Schritt bergab.

Türkische Lira macht nach Inflationsdaten schlapp
10:27 Uhr

VW-Chef Blume bastelt an Konzernidentität

Volkswagen-Chef Oliver Blume will den Wolfsburger Autokonzern mit seinen verschiedenen Marken durch ein einheitlicheres Erscheinungsbild stärker zusammenhalten. "Ab sofort bekommt das Design eine gesamtheitliche unternehmerische Bedeutung: vom Unternehmensauftritt, über die Produkte bis zu den digitalen Angeboten", erklärt er. Zugleich sollen die einzelnen Marken beim Design ihre Freiräume nutzen, um ihr Profil zu schärfen.

"Das Design unserer Modelle ist einer der wichtigsten Faktoren, die über den Erfolg unserer Marken entscheiden", sagt Blume. Jede Marke brauche ihre "eigene starke Persönlichkeit". Damit die Fliehkräfte in dem Großkonzern nicht überhandnehmen und das Erscheinungsbild nicht auseinanderdriftet, sollen die Vorstandschefs der Marken mehr Einfluss bekommen. Dazu rücken die Designabteilungen organisatorisch näher an die jeweiligen Markenchefs heran. Der direkte Austausch soll dafür sorgen, dass einheitliche Designprinzipien eingehalten werden - vom Unternehmensauftritt, über die Produkte bis zu den digitalen Angeboten jeder Marke.

VW-Chef Blume bastelt an Konzernidentität
10:01 Uhr

Türkische Inflation zieht wieder massiv an

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Die Preise für Lebensmittel sind in der Türkei im Jahresvergleich im Schnitt um mehr als 70 Prozent gestiegen. (Foto: Francisco Seco/AP/dpa/Archiv)

Die Inflation in der Türkei hat sich im August weiter beschleunigt und verdeutlichte damit die Größe der Herausforderung, mit der sich die politischen Entscheidungsträger bei der Bekämpfung des zügellosen Preisanstiegs konfrontiert sehen. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 58,9 Prozent nach und 47,8 Prozent im Juli, wie aus den Daten des türkischen Statistikamtes Turkstat hervorging. Ökonomen hatten nach dem Factset-Konsens einen Anstieg um 56,1 Prozent erwartet.

Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 9,1 Prozent. Die Lebensmittelinflation war mit einem Anstieg von 72,9 Prozent im August nach wie vor einer der Haupttreiber des Preisanstiegs. Die Preise in Hotels, Cafés und Restaurants stiegen sogar noch schneller, nämlich um knapp 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Turkstat. Ein anhaltend schneller Preisanstieg könnte eine weitere Anhebung der türkischen Zinssätze bedeuten. Die Zentralbank hat im vergangenen Monat die Zinssätze auf 25,00 Prozent erhöht und damit eine aggressivere Geldpolitik signalisiert.

Türkische Inflation zieht wieder massiv an
09:50 Uhr

Internetriese Google feiert 25-jähriges Bestehen

Beim Begriff "Google" denken die meisten wohl zuerst an die Suchmaschine. Doch das Unternehmen unter der Dachgesellschaft Alphabet Inc. ist inzwischen einer der großen Player im Online-Geschäft. Das Unternehmen wird vor 25 Jahren gegründet und prägt seither das Internet maßgeblich.

Internetriese Google feiert 25-jähriges Bestehen
09:28 Uhr

Pennystock im US-Nachbörsenfokus

Diversified Healthcare Trust haben am Freitag im nachbörslichen Handel mit US-Aktien auf Nasdaq.com einen Satz um 11,8 Prozent gemacht. Auslöser war die Mitteilung des Immobilien-Investmenttrust, dass seine Fusionsvereinbarung mit Office Properties Income Trust einvernehmlich beendet wurde. Office Properties Income Trust gewannen knapp 2 Prozent.

Wework zeigten sich wenig verändert auf die Nachricht, dass das Papier ab dem 5. September auf Basis einer Aktienzusammenlegung im Verhältnis 40:1 gehandelt wird. 40 alte Aktien werden dabei zusammengelegt zu einer neuen Aktie. Der Anbieter von Büroflächen erfüllt damit eine Anforderung für die Beibehaltung seiner Börsennotierung an der New Yorker Börse, nachdem der Kurs zuletzt nur noch bei rund 11 Cent lag.

Pennystock im US-Nachbörsenfokus
09:12 Uhr

DAX nimmt die 16.000 ins Visier

Der DAX beginnt die neue Handelswoche zunächst mit Gewinnen: Der deutsche Börsenleitindex notiert im frühen Geschäft aktuell bei Kursen um 15.900 Punkte. Nachdem er am Freitag bei 15.840 Zählern geschlossen hatte, bedeutet das einen Aufschlag von 0,4 Prozent. Die positiven Vorgaben aus Asien, getrieben von einer Beruhigung im chinesischen Immobiliensektor, stützen. Charttechnisch steht die 16.000er-Marke im Blick. Sollte diese in den nächsten Tagen nicht nachhaltig überwunden werden, könnte Chartexperten zufolge ein Test der Tiefs um 15.500 anstehen. "Der September ist in der Regel kein guter Börsenmonat, da wachsen die Bäume nicht in den Himmel", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil.

DAX nimmt die 16.000 ins Visier
08:55 Uhr

Deutsche Exporte sinken

Die deutschen Exporteure sind angesichts der mauen Weltkonjunktur schwach in die zweite Jahreshälfte gestartet. Ihre Ausfuhren fielen im Juli um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 130,4 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Zuvor waren sie drei Monate gestiegen, wenn auch zuletzt nur leicht um 0,2 Prozent. Ökonomen hatten mit einem kräftigeren Rückgang von 1,5 Prozent gerechnet.

"Nicht nur die globale Nachfrageschwäche macht den Unternehmen mehr und mehr zu schaffen", kommentiert Ökonom Bastian Hepperle von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank die Entwicklung. "Sie leiden auch unter der Erosion ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf den weltweiten Absatzmärkten." Die Importe legten dagegen überraschend deutlich zu: Sie stiegen im Juli um 1,4 Prozent zum Vormonat auf 114,5 Milliarden Euro und damit fast dreimal so stark wie von Volkswirten erwartet.

Deutsche Exporte sinken
08:35 Uhr

Vonovia-Aktie profitiert von Hochstufung

Eine Hochstufung verschafft Vonovia Auftrieb. Die Aktien des größten deutschen Immobilien-Konzerns steigen im vorbörslichen Handel rund zwei Prozent an die DAX-Spitze, nachdem die US-Bank Morgan Stanley die Titel auf "Equal-Weight" von zuvor "Underweight" heraufgesetzt hat.

Vonovia-Aktie profitiert von Hochstufung
08:18 Uhr

Renault kann sich Preiskrieg mit Tesla nicht leisten

Der französische Autobauer Renault kann es sich nach Angaben eines ranghohen Managers nicht leisten, sich mit dem US-Elektroauto-Hersteller oder chinesischen Konkurrenten eine Rabattschlacht zu liefern. Eine gute Strategie sei hingegen, die Preise zu halten und die Fixkosten anzupassen, sagt Gilles Le Borgne, Technik-Chef bei Renault. Tesla hat seine Preise in den USA, China und anderen Märkten seit Ende 2022 mehrfach gesenkt - auch, um den Druck auf die Konkurrenz hoch zu halten.

Renault kann sich Preiskrieg mit Tesla nicht leisten
07:58 Uhr

Chinas Immobiliensektor kurbelt Asien-Börsen an

Zum Auftakt in die neue Börsenwoche spielt die Musik in Ostasien an den chinesischen Börsen. Hongkong tendiert sehr fest mit einem Plus von 2,6 Prozent, in Schanghai ist die Tendenz ebenfalls fest, dort gewinnt das Marktbarometer 1,1 Prozent. Für neue Zuversicht sorgen positive Meldungen aus dem Immobiliensektor. Zum einen hat der Immobilienriese Country Garden einen Aufschub ausgehandelt, was das Bedienen von Dollar-Verbindlichkeiten betrifft, zum anderen haben am Wochenende mehrere chinesische Großstädte angekündigt, ihre Hypothekenpolitik zu lockern, um den mit Problemen kämpfenden Immobiliensektor zu stützen. An den anderen Aktienmärkten der Region geht es zwar ebenfalls nach oben, allerdings weniger stark. Der Nikkei in Tokio legt um 0,5 Prozent zu auf 32.866 Punkte, Seoul und Sydney kommen um je rund 0,4 Prozent voran.

Chinesische Großstädte im ganzen Land, darunter Peking und Schanghai, haben die Hypothekenanforderungen für einige Hauskäufer verringert und damit die Hürde für den Hauskauf gesenkt. "Diese landesweite politische Maßnahme stellt einen bedeutenden Schritt zur Stimulierung des Immobiliensektors dar, weil die politischen Entscheidungsträger zunehmend besorgt sind über den Zusammenbruch des Immobiliensektors, die Abwärtsspirale und eine steigende Anzahl von Kreditrisikoereignissen bei großen Bauträgern und Finanzinstituten seit Mitte August", so die Analysten von Nomura dazu.

Für Country Garden geht es um 14 Prozent nach oben, für Country Garden Services um 5,7 Prozent, Longfor gewinnen 11,1, China Vanke 8,7 und Seazen Group sogar 20 Prozent.

Chinas Immobiliensektor kurbelt Asien-Börsen an
07:40 Uhr

16.000 oder nächster Test von DAX-Tief

An den europäischen Börsen dürften sich die Kurse zum Wochenauftakt etwas erholen. Der DAX wird vorbörslich 0,3 Prozent im Plus bei knapp 15.900 Punkten erwartet. Händler verweisen auf relativ freundliche Vorlagen von den asiatischen Börsen. Von den Devisen- und Zinsmärkten kommt am Morgen kein neues Störfeuer. Allerdings wird wegen des Feiertags an den US-Börsen mit einem ruhigen Handel gerechnet.

Aus technischer Sicht heißt es bei CMC Markets, erst ein deutlicher Anstieg des DAX über 16.200 Punkte würde die Situation aufhellen. "Bis dahin droht jederzeit ein erneuter Test der Tiefs bei 14.450 Punkten", so die Analysten des Hauses.

"Der Wochenschluss hat gezeigt, dass die Kraft für einen neuen Rekordversuch noch nicht ausreicht", sagt Marktanalyst Christoph Geyer. Auch die Saisonalität sei bis Ende September tendenziell noch negativ.

16.000 oder nächster Test von DAX-Tief
07:23 Uhr

US-Unternehmen reißt der Geduldsfaden mit China

US-Handelsministerin Gina Raimondo hat erneut bessere Bedingungen für US-Unternehmen auf dem chinesischen Markt gefordert. Die Geduld in der amerikanischen Wirtschaft sei erschöpft, sagt Raimondo dem US-Sender CBS. Die US-Unternehmen benötigten und verdienten ein berechenbares Umfeld und gleiche Wettbewerbsbedingungen. Sie hoffe, dass China diese Botschaft beherzige, damit es zwischen beiden Ländern eine stabile und wachsende Handelsbeziehung geben könne.

Raimondo war Ende August zu Gesprächen in China und hatte dort erklärt, die USA hätten den Willen zur Zusammenarbeit mit China. Die chinesische Botschaft in Washington hatte danach ausländischen Firmen in China einen leichteren Marktzugang in Aussicht gestellt.

Die US-Handelsministerin sagt zudem, es stehe außer Frage, dass sich Chinas Wirtschaft verlangsame und dass es dort große Herausforderungen im Immobiliensektor gebe. Als das Land noch transparenter und marktorientierter gewesen sei, sei die Wirtschaft besser gelaufen.

US-Unternehmen reißt der Geduldsfaden mit China
07:05 Uhr

"Das Risiko weiterer Zinsanhebungen ist gesunken"

Historisch betrachtet ist die Handelswoche nach Jackson Hole eine gute. Das gilt auch diesmal. Dabei helfen die Daten des US-Arbeitsmarkts. Zinssorgen? Die sind erst einmal ad acta gelegt. Und nachbörslich glänzt ein US-Tech-Konzern.

"Das Risiko weiterer Zinsanhebungen ist gesunken"
06:51 Uhr

Aufatmen am chinesischen Immobilienmarkt - vorerst

Die asiatischen Aktienmärkte haben zugelegt. Die Anleger setzen auf ein Ende der Zinserhöhungen der US-Notenbank und hoffen, dass die politischen Impulse aus China ausreichen, um den stotternden Wirtschaftsmotor zu stabilisieren. Ein positiver US-Arbeitsmarktbericht für August vor dem Wochenende verstärkte die Erwartungen auf ein Ende der Zinserhöhungen. "Diese anhaltende Wiederherstellung des Gleichgewichts am Arbeitsmarkt steht im Einklang mit unserer Einschätzung, dass die Leitzinserhöhung im Juli die letzte in diesem Zyklus war", schreiben die Analysten von Goldman Sachs. "Wir rechnen weiterhin mit einer unveränderten Politik auf den FOMC-Sitzungen im September und November". Mindestens sieben Fed-Vertreter werden sich in dieser Woche vor der nächsten Sitzung am 19. und 20. September äußern. Für Erleichterung sorgte auch, dass sich der angeschlagene Immobilienentwickler Country Garden mit seinen Gläubigern auf eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist für eine fast 500 Millionen Euro schwere Anleihe geeinigt hat, die eigentlich am Samstag fällig gewesen wäre.

Der Shanghai Composite notiert 1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewinnt 1,2 Prozent. Der Nikkei liegt im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 32.900 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 0,8 Prozent auf 2368 Punkte.

Aufatmen am chinesischen Immobilienmarkt - vorerst
06:38 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Im asiatischen Devisenhandel verliert der Dollar 0,1 Prozent auf 146,15 Yen und stagniert bei 7,2633 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8844 Franken. Parallel dazu steigt der Euro 0,1 Prozent auf 1,0783 Dollar und notiert kaum verändert bei 0,9539 Franken. Das Pfund Sterling gewinnt 0,1 Prozent auf 1,2601 Dollar.

Euro / Dollar o

Das ist los im frühen Devisengeschäft
06:31 Uhr

Muss der DAX durch ein tiefes Tal gehen?

Vor den Zinsentscheidungen der führenden Notenbanken Mitte September könnten sich die Dax-Anleger mit größeren Zukäufen am Aktienmarkt schwertun. Anleger dürften auch in dieser Woche rätseln, ob die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer nächsten Sitzung die Füße still halten oder doch noch einmal die Zinsen erhöhen. Entscheidend dafür, so betonen die Währungshüter dies- und jenseits des Atlantiks immer wieder, sind vor allem die Konjunkturdaten.

In der vergangenen Woche hatten Spekulationen auf ein baldiges Ende des Zinserhöhungszyklus in den USA und positive Impulse aus China zur Stützung der Wirtschaft den DAX rund zwei Prozent auf 15.954 Punkte nach oben getrieben. Der deutsche Leitindex übersprang sogar die psychologisch wichtige Marke von 16.000 Punkten, konnte sie jedoch nicht halten. "16.000 bleibt im Moment ein Kursniveau, an dem verstärkt Gewinnmitnahmen einsetzen", resümiert Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Doch selbst wenn die Zinswende in den USA und im Euroraum bald eingeläutet werden sollte, bleibt laut Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets die Frage, "wie viel Schaden die Wirtschaft dann doch nach einem historischen Zinsanstieg der vergangenen 18 Monate genommen hat, und ob eine Rezession tatsächlich noch vermeidbar ist." Bis der nächste Bullenmarkt, wieder getragen von Zinssenkungsfantasien, eingeläutet werde, könnten sowohl Wirtschaft als auch Anleger erst einmal durch ein tiefes Tal gehen müssen, meint der Experte.

Wie es um die deutsche Wirtschaft bestellt ist, dürften die Export-Zahlen am Montag, die Daten zu den deutschen Industrieaufträgen am Mittwoch und die Produktionszahlen am Donnerstag zeigen. Die hiesigen Unternehmen hatten ihre Produktion im Juni überraschend stark gedrosselt - Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 1,5 Prozent weniger her als im Vormonat. Commerzbank-Analyst Ralph Solveen rechnet damit, dass die Juli-Daten zu den Auftragseingängen und der Produktion zeigen werden, dass die deutsche Industrie zunehmend unter der weltweiten massiven geldpolitischen Wende leidet.

Unternehmensseitig stehen zum Wochenstart die Autoaktien im Blick. Der Grund: Auf der Automesse IAA Mobility in München stellen die Hersteller ihre Neuheiten den Medien vor. Am Dienstag wird die Schau für das allgemeine Publikum geöffnet. Dabei werden Elektroautos eine wichtige Rolle spielen. Gezeigt werden aber auch neue Verbrennermodelle, mit denen die Autobauer immer noch das meiste Geld verdienen. Auf der Messe werden zahlreiche chinesische Autobauer erwartet, die auch angesichts der starken Konkurrenz auf ihrem Heimatmarkt auf internationale Märkte drängen. Ihre zunehmende Bedeutung wird dadurch unterstrichen, dass die chinesische Messe für Elektromobilität (WNEVC) im Rahmen der IAA erstmals außerhalb der Volksrepublik stattfindet. Wie schon bei der IAA Mobility vor zwei Jahren werden in München wieder Proteste und Blockaden von Klimaaktivisten erwartet. Die weiteren Wochentermine finden Sie hier.

Muss der DAX durch ein tiefes Tal gehen?