Montag, 22. Februar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:41 Uhr

Dax testet Richtung 13.800 - und kämpft

In der Vorwoche fällt die 14.000er Marke beim Dax. Und auch die neue Handelswoche startet negativ: Der deutsche Börsenleitindex fällt im Tagestief bis knapp über 13.800 Punkte, kann sich im weiteren Handelsverlauf aber aufrappeln und schließt 0,3 Prozent leichter mit 13.950 Zählern. Durchwachsene Vorgaben aus Asien und auch eine mit Verlusten in den Handel startende Wall Street belasten.

Dax
Dax 15.399,65

"Die Börsen sind unter Druck. Das alles bestimmende Thema heißt Inflationsangst", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Steigenden Preisen folgen dann auch anziehende Anleihenrenditen. Damit bekommt die Anlageklasse Aktie Konkurrenz", erläutert sie und unterstreicht: "Der Dax kommt mit einem blauen Auge davon. Die positiven Ifo-Daten stützen." Zum Vergleich: Der MDax büßt etwa 350 Punkte oder knapp ein Prozent ein.

MDax
MDax 32.665,02

Zu den Topgewinnern im Dax gehören wieder einmal Deutsche Bank-Aktien. Sie legen mehr als zwei Prozent zu. Dahinter folgen VW und MTU mit jeweils knapp 1,5 Prozent. Auf der Verliererseite stehen Delivery Hero mit einem Abschlag von etwa sechs Prozent ganz oben – auch an der Wall Street geben Corona-Gewinner und Technologiewerte zum Teil deutlich nach -, gefolgt von Conti mit einem Minus von circa 2,5 Prozent. Im MDax sacken Varta wie schon am Freitag deutlich ab und büßen nach einer Herabstufung rund zehn Prozent ein.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 11,48
Varta AG
Varta AG 115,90

 

17:24 Uhr

Elektro-Lastwagenbauer wagt Fahrt an die Börse

Nach Nikola und Lion geht mit Xos ein weiteres Start-up an die Börse, das sich auf die Entwicklung und den Bau von Elektro-Lastwagen konzentriert. Der Schritt an den Aktienmarkt erfolgt durch eine Verschmelzung mit der Mantelgesellschaft NextGen Acquisition Corp, wie Xos mitteilte. Die daraus entstehende Einheit wird mit zwei Milliarden Dollar bewertet. Der Deal bringt Xos 575 Millionen Dollar Bruttoeinnahmen ein, einschließlich einer privaten Investition in Höhe von 220 Millionen Dollar. Auch die etablierten Lkw-Hersteller wie Daimler oder Scania planen Lastwagen mit Stromantrieb.

16:43 Uhr

VW bereitet weitere Kurzarbeit vor

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen stellt sich wegen des Halbleiter-Engpasses auf weitere Produktionsunterbrechungen ein. Das Komponentenwerk in Salzgitter werde für März Kurzarbeit anmelden, so dass die Arbeit an einzelnen Tagen ruhen könne, teilt ein Sprecher mit. Welcher Bereich davon betroffen sei, solle flexibel entschieden und den Betroffenen mitgeteilt werden. Die anderen Standorte sollen in den nächsten Tagen entscheiden. Volkswagen hatte schon im Januar und Februar für einzelne Tage Kurzarbeit angemeldet, weil die Produktion wegen fehlender Halbleiter in einigen Werken stockt. Davon hatten unter anderem das Stammwerk in Wolfsburg sowie die Komponentenwerke in Braunschweig, Salzgitter und Kassel Gebrauch gemacht. Die Produktion im Passat-Werk in Emden lief zuletzt dagegen wieder.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 210,75

16:17 Uhr

Zuversicht der US-Anleger ist verflogen

Zum Start in die neue Woche geht es an den US-Börsen abwärts. Vor allem Technologiewerte werden verkauft. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 0,7 Prozent auf 31.291 Punkte. Der S&P-500 büßt 0,8 Prozent ein und der Nasdaq-Composite 1,4 Prozent. Steigende Anleihezinsen weckten Befürchtungen, dass besonders die Technologiewerte zu hoch bewertet sein könnten, erklären Beobachter die höheren Abgaben in diesem Segment.

Anleger setzten auf die baldige Erholung der Wirtschaft dank der immer breiteren Verfügbarkeit von Impfungen gegen das Coronavirus und des von US-Präsident Joe Biden angestrebten Konjunkturpakets im Umfang von 1,9 Billionen Dollar. In Verbindung mit Inflationssorgen und der Aussicht auf unerwartet schnell steigende Zinsen hätten diese Erwartungen zu einem Ausverkauf bei Staatsanleihen geführt, berichten die Marktteilnehmer weiter. Sinkende Anleihenotierungen führten indessen im Gegenzug zu steigenden Renditen. Dies habe wiederum die Sorge geschürt, dass die schon hoch bewerteten Aktien im Vergleich zu den als risikoarm geltenden Anleihen an Attraktivität verlieren könnten.

Die Erwartung, dass sich die Wirtschaft erholen werde, manifestiere sich daneben auch in einer Rotation aus Technologiewerten, die den Anstieg der Aktienmärkte nach dem pandemiebedingten Einbruch angeführt hatten, in konjunktursensitive Sektoren wie Finanzen oder Energie, heißt es weiter. Energiewerte liegen mit einem Plus von durchschnittlich rund 2,0 Prozent an der Spitze der Gewinner, getrieben vom Anstieg der Ölpreise. Bankenwerte legen im Schnitt um 0,8 Prozent zu. Technologiewerte stellen mit Abgaben von 1 Prozent die größten Verlierer.

16:00 Uhr

Adidas schüttet halbe Milliarde Euro an Aktionäre aus

Weniger als ein Jahr nach einer großen Liquiditätskrise wegen der Corona-Pandemie fühlt sich Adidas wieder dividendenfähig. Der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern kündigte für das abgelaufene Jahr eine Ausschüttung von 3,00 Euro je Aktie an, insgesamt also 585 Millionen Euro. "Dieser Vorschlag spiegelt das gestärkte Finanzprofil des Unternehmens sowie den positiven Ausblick des Managements für das Jahr 2021 wider", erklärt der Vorstand. Die Dividende liegt allerdings unter den 3,85 Euro je Aktie, die Adidas eigentlich für 2019 ausschütten wollte. Weil Finanzchef Harm Ohlmeyer aber in der Coronakrise einen milliardenschweren Überbrückungskredit von der Staatsbank KfW brauchte, nachdem die Geschäfte in der ersten Corona-Welle wochenlang geschlossen waren, musste die Dividende nachträglich gestrichen werden.

Inzwischen hat der Konzern seine Finanzen wieder in Ordnung gebracht - dank der Erholung des Geschäfts, aber auch dank eines zusätzlichen Liquiditätspolsters von drei Milliarden Euro durch neue Anleihen und einen Konsortialkredit. Schon im Herbst konnte Ohlmeyer die Rückzahlung der letztlich abgerufenen 500 Millionen Euro an die KfW verkünden und schaffte damit die Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Dividende. Der zweite Lockdown im Herbst traf Adidas deutlich weniger.

Wie viel Gewinn Adidas 2020 erwirtschaftet hat, ist unklar. Doch dürfte die Dividende aus der Substanz gezahlt werden. Denn nach neun Monaten lag das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter erst bei 281 Millionen (2019: 1,81 Milliarden) Euro. Für das vierte Quartal hatte Adidas operativ weitere 100 bis 200 Millionen Euro Gewinn eingeplant.

Die Adidas-Aktie reduzierte nach der Ankündigung ihre Kursverluste. "Euphorie sieht anders aus", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel, "die Titel sind aber auch sehr gut gelaufen."

Adidas
Adidas 279,80

15:16 Uhr

Bundesbank erwartet Konjunktureintrübung

Die Bundesbank rechnet im ersten Quartal angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung. "Es steht aber nicht zu befürchten, dass die Wirtschaftsaktivität auf den Tiefstand während des Lockdowns im Frühjahr 2020 abrutscht", schreibt die deutsche Notenbank in ihrem Monatsbericht für Februar. Bislang kaum von der Pandemie betroffene Sektoren wie die Industrie erholten sich weiter. Stark betroffene Bereiche wie der Einzelhandel und das Gastgewerbe passten sich zunehmend an die Bedingungen an.

Nach Einschätzung der Bundesbank dürften die geringeren Konsummöglichkeiten und die wieder auf das ursprüngliche Niveau angehobenen Mehrwertsteuersätze den privaten Verbrauch dämpfen. "Mit sinkenden Infektionszahlen, der breiteren Verfügbarkeit von Impfstoffen und sukzessiven Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen sollten die gegenwärtigen Bremsfaktoren aber nach und nach entfallen", schreiben die Notenbank-Experten. Daher werde die Wirtschaft voraussichtlich ab dem Frühjahr wieder auf ein "deutlich höheres Leistungsniveau" zurückkehren. Der Erholungskurs werde dann wieder aufgenommen. Allerdings hänge viel vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. "Insbesondere Mutationen des Virus bergen die Gefahr von weiteren Rückschlägen", warnt die Bundesbank.

Die deutsche Wirtschaft war 2020 wegen der Virus-Krise mit fünf Prozent so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Im vierten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent zum Vorquartal zu. Steigende Exporte und der anhaltende Bauboom hatten für ein Mini-Wachstum gesorgt.

14:38 Uhr

"Hülle" Lakestar SPAC I glänzt beim Börsendebüt

Die Aktien der bisher leeren Unternehmenshülle Lakestar SPAC I haben bei ihrem Börsendebüt kräftig zugelegt. Der erste Kurs der so genannten Special Purpose Acquisition Company (SPAC) wurde mit 11,15 Euro festgestellt. Lakestar SPAC I hatte 27,5 Millionen Einheiten (Units) zum Standardpreis von zehn Euro zugeteilt. Diese bestehen aus je einer Aktie und einem Drittel Optionsschein, der zum Kauf weiterer Aktien berechtigt, wenn Lakestar auf der Suche nach einem Tech-Unternehmen fündig geworden ist. Finanzkreisen zufolge waren die Units etwa achtmal überzeichnet. Die Optionsscheine wurden am Montag zu 95 Cent gehandelt.

Lakestar ist das erste deutsche SPAC seit mehr als zehn Jahren. Initiator ist der Start-up-Investor Klaus Hommels. Er will mit dem SPAC auch verhindern, dass junge Unternehmen aus Europa unter ähnliche Börsenmäntel aus den USA schlüpfen. SPACs haben dort schon seit dem vergangenen Jahr bei Investoren einen regelrechten Hype ausgelöst.

 

14:19 Uhr

Liberty Steel prüft Bau von Wasserstoff-Stahlwerk

Nach der gescheiterten Übernahme von Thyssenkrupp Steel Europe treibt Liberty Steel mit den Stahlwerken im Saarland Überlegungen für den Bau eines Werks auf Wasserstoffbasis in Frankreich voran. Dritter im Bunde sei die Paul Wurth Gruppe, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Firmen wollten den Bau einer Anlage neben dem Standort von Alvance Aluminium in Dünkirchen prüfen und hätten hierzu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Alvance Aluminium gehört wie Liberty Steel zur GFG Alliance des Unternehmers Sanjeev Gupta. Dieser hatte die Stahlsparte von Thyssenkrupp übernehmen wollen, jedoch in der vergangenen Woche eine Absage aus Essen erhalten.

Liberty arbeitet nach eigenen Angaben seit Anfang vergangenen Jahres mit der Stahl-Holding-Saar (SHS) - Saarstahl und die Dillinger Hütte - und Paul Wurth bei dem Projekt zusammen. Bei den Plänen in Frankreich handele es sich um ein Werk mit einer Kapazität von zwei Millionen Tonnen mit eingebauter Wasserstoff-Elektrolyse. Durch den Einsatz von Wasserstoff will die europäische Stahlindustrie deutlich klimaschonender produzieren, bis spätestens 2050 ganz klimaneutral. Liberty Steel will dieses Ziel bereits 2030 erreichen. Die Bundesregierung will in den kommenden Jahren den Einsatz von Wasserstoff mit Milliardensummen fördern.

13:42 Uhr

Firmengründer vor Mehrheitsübernahme am Klinikbetreiber Ameos

Der Finanzinvestor Carlyle hat Insidern zufolge einen Käufer für die deutsch-schweizerische Klinikkette Ameos gefunden. Firmengründer Axel Paeger übernimmt die Mehrheit der Stimmrechte, der Finanzinvestor Intermediate Capital Group (ICG) und Co-Investoren eine Minderheit, wie mit der Sache vertraute Personen zu Reuters sagen. ICG war bisher bereits Fremdkapitalgeber und steckt nun zusammen mit den anderen Investoren Vorzugs- und Mezzanine-Kapital sowie weiteres Fremdkapital in die Firma. Dadurch wird Carlyle und dem bisherigen Miteigentümer Quadriga der schrittweise Ausstieg bis Jahresende ermöglicht.

Die 2002 gegründete Ameos betreibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz 96 Akutkliniken und psychiatrische Krankenhäuser. Vergangenes Jahr erwirtschaftete der Krankenhaus-Betreiber bei einem Umsatz von 1,03 Milliarden Euro einen Verlust von 2 Millionen Euro, nach 899 Millionen Umsatz und 10,4 Millionen Nettogewinn im Jahr 2019. Ameos hatte - wie die meisten Kliniken - unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie zu leiden. Der Versorgung von Covid-Patienten wurde Priorität eingeräumt und medizinisches Personal für Covid-19-Patienten freigehalten. Nicht eilige Operationen und Behandlungen wurden verschoben und die Häuser verdienten weniger.

13:21 Uhr

UV-Spezialist liefert nicht: Aktienkurs sackt ab

Als "enttäuschend" stuft ein Marktteilnehmer die Zahlen des UV-Spezialisten Dr. Hönle ein. Der Umsatz hätte im ersten Quartal 2020/21 auf Grund von Zukäufen rund vier Millionen Eure steigen sollen, herausgekommen seien nur 1,2 Millionen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel auf 2,1 Millionen Euro, die Marge halbierte sich fast gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Aktie sei historisch betrachtet vergleichsweise teuer, sagt ein Marktteilnehmer. Der Kurs bricht rund 5,5 Prozent ein.

Dr. Hönle
Dr. Hönle 46,60

12:48 Uhr

US-Anleger verlieren Lust an Technologiewerten

Zum Start in die neue Woche zeichnen sich an den US-Börsen Verluste ab. Vor allem Technologiewerte dürften verkauft werden: Der Nasdaq-Future liegt vorbörslich 1,1 Prozent im Minus, während der S&P-Future 0,7 Prozent abgibt. Steigende Anleihezinsen weckten Befürchtungen, dass besonders die Technologiewerte zu hoch bewertet sein könnten, erklären Beobachter die höheren Abgaben in diesem Segment.

Anleger setzten auf die baldige Erholung der Wirtschaft dank der immer breiteren Verfügbarkeit von Impfungen gegen das Coronavirus und des von US-Präsident Joe Biden angestrebten Konjunkturpakets im Umfang von 1,9 Billionen Dollar. In Verbindung mit Inflationssorgen und der Aussicht auf unerwartet schnell steigende Zinsen hätten diese Erwartungen zu einem Ausverkauf bei Staatsanleihen geführt, berichten die Marktteilnehmer weiter. Sinkende Anleihenotierungen führten indessen im Gegenzug zu steigenden Renditen. Dies habe wiederum die Sorge geschürt, dass die schon hoch bewerteten Aktien im Vergleich zu den als risikoarm geltenden Anleihen an Attraktivität verlieren könnten.

Die Erwartung, dass sich die Wirtschaft erholen werde, manifestiere sich daneben auch in einer Rotation aus Technologiewerten, die den Anstieg der Aktienmärkte nach dem pandemiebedingten Einbruch angeführt hatten, in konjunktursensitive Sektoren wie Finanzen oder Energie, heißt es weiter.

Ansonsten ist die Nachrichtenlage dünn. An Konjunkturdaten wird vorbörslich der Chicago Fed National Activity Index für Januar veröffentlicht. Eine halbe Stunde nach der Startglocke folgt der Index der Frühindikatoren, ebenfalls für Januar. Geschäftszahlen kommen von Unternehmen aus der zweiten Reihe, etwa von Royal Caribbean Cruises und Discovery.

12:27 Uhr

Topverlierer im Dax: Anleger lassen Delivery Hero fallen

Die Aktien des Essenslieferdienstes Delivery Hero kommen unter die Räder. Die Papiere geben rund 4,5 Prozent auf 116,35 Euro ab. Damit fallen sie auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Monaten und notieren am Dax-Ende.

Händler führen die Kursverluste unter anderem auf einen Bericht des "Wall Street Journal" zurück. Demnach versuchen in den USA immer mehr Restaurants, die dort aktiven Essenslieferdienste wie DoorDash, Uber Eats und Grubhub und deren hohe Gebühren zu umgehen. Unterstützt werden sie dabei von den Behörden vor Ort, die teilweise bereits Obergrenzen für die Gebühren eingeführt haben. Profiteure wollen kleinere Firmen sein: So verlangt das US-Startup Spread pro Lieferung einen Dollar von den Restaurants, während es bei der börsennotierten Konkurrenz bis zu 30 Prozent der Ordersumme sein dürfen. Zugleich übernehmen immer mehr Restaurants die Lieferung selbst.

In der Corona-Krise mit ihren Restaurant-Schließungen haben Essenslieferdienste rund um den Globus unzählige Neukunden gewonnen. Dies hat auch die Aktienkurse in die Höhe getrieben.

Delivery Hero
Delivery Hero 125,25

12:01 Uhr

Lkw-Zulieferer übertrifft Margenziel: Aktie gibt Gas

Der fränkische Lkw-Zulieferer SAF-Holland hat sein im Herbst angehobenes Margenziel leicht übertroffen. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) sei 2020 mit gut sechs (2019: 6,2) Prozent in etwa stabil geblieben, teilt SAF-Holland mit. Zum Ziel gesetzt hatte sich das Unternehmen zuletzt fünf bis sechs Prozent. Bei einem Umsatzeinbruch um 25 Prozent ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) damit im vergangenen Jahr auf rund 58 (80) Millionen Euro zurück. Grund für das bessere Abschneiden sei der hohe Anteil des lukrativen Ersatzteilgeschäfts gewesen. Der Umsatz lag bei 959,5 Millionen (1,28 Milliarden Euro). Bei den Anlegern kommt das Zahlenwerk an: In einem negativen Marktumfeld legen die Titel rund 2,5 Prozent zu.

11:30 Uhr

Positive Impf-Nachrichten: TUI-Kurs hebt ab

Der Sektor der Reise- und Freizeitunternehmen hält sich gegen den allgemeinen Markttrend gut. Er handelt 0,8 Prozent im Plus. Aktien wie Carnival, Easyjet oder TUI legen zu - Carnival nur leicht, Easyjet und TUI um deutliche 3,5 und 4,2 Prozent. Positiv werden zwei Nachrichten gewertet. So, dass eine noch vorläufige Biontech-Impfstoff-Studie aus Israel zeigt, dass der Impfstoff die Virus-Übertragung zu 90 Prozent stoppt. Aus Großbritannien heißt es, dass alle Erwachsenen bis Ende Juli ihre erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten können. Alle über 50-Jährigen sollen dabei bereits bis Mitte April eine erste Impfung angeboten bekommen.

Tui
Tui 5,15
Easyjet
Easyjet 12,61

11:13 Uhr

Bund-Rendite steigen auf Achtmonatshoch

Im Zuge von Spekulationen auf eine Konjunkturerholung und eine anziehende Inflation ziehen die Zinsen an den Anleihemärkten weiter an. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen liegt mit minus 0,278 Prozent in der Spitze so hoch wie seit acht Monaten nicht mehr. In der vergangenen Woche kletterte die Rendite um fast zwölf Basispunkte und legte damit so stark zu wie zuletzt im Juni.

10:51 Uhr

Analysten senken Daumen: Varta-Kurs sackt erneut ab

Der Varta-Abwärtstrend hält auch in der neuen Handelswoche an. Der Aktienkurs gibt rund sieben Prozent in einem schwachen Marktumfeld ab. Nachdem zuvor der Ausblick des wachstumsstarken Unternehmens die Anleger enttäuscht hatte, stufen nun die Analysten der Berenberg Bank die Titel auf "Hold" von "Buy" zurück. Sie senken das Kursziel auf 130 von 145 Euro. Aktuell notieren sie bei ... Euro.

Varta AG
Varta AG 115,90

10:37 Uhr

Ifo-Index steigt kräftig

Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich im Februar überraschend deutlich aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 92,4 Punkte von 90,3 Zählern im Januar, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Umfrage unter 9000 Managern mitteilt. Ökonomen hatten nur mit einem leichten Anstieg auf 90,5 Punkte gerechnet, nachdem das Barometer zu Jahresbeginn wegen der zweiten Corona-Welle gefallen war. "Die deutsche Wirtschaft zeigt sich trotz Lockdowns robust, vor allem wegen der starken Industriekonjunktur", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten den Ausblick für ihre Geschäfte und ihre Lage günstiger als zuletzt.

Die deutsche Wirtschaft war 2020 wegen der Corona-Pandemie mit fünf Prozent so stark eingebrochen wie seit der Finanzkrise nicht mehr und schrumpfte zugleich erstmals seit elf Jahren. Ökonomen trauen der Konjunktur im laufenden Jahr wieder eine spürbare Besserung zu, die allerdings stark vom weiteren Pandemie-Verlauf abhängt und vom Erfolg der Impfungen. Für das laufende erste Quartal 2021 erwarten einige Fachleute wegen des aktuellen Lockdowns bei Gastronomie und Handel einen weiteren Dämpfer für die Konjunktur.

10:14 Uhr

Airlines lassen 777 am Boden: Boeing-Aktienkurs fällt

Nach einem Triebwerksbrand ruft Boeing alle Fluggesellschaften auf, das betroffene Modell 777 mit bestimmten Antriebsdüsen vorerst aus dem Verkehr zu ziehen. Am Wochenende musste eine Maschine des Typs 777-200 von United Airlines ungeplant auf dem Flughafen von Denver landen, da das rechte Triebwerk Feuer fing und ausfiel und Trümmerteile auf den Boden stürzten. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA kündigte umgehend eine Überprüfung der Flugtauglichkeit aller Boeing 777 mit den Triebwerken PW4000 von Pratt & Whitney an. Die US-Aufsicht geht seit zwei Abstürzen des jüngeren Boeing-Modells 737 MAX mit vielen Toten konsequenter vor.

United Airlines kündigte an, ihre 24 betroffenen aktiven Maschinen aus dem Betrieb nehmen, bis die Untersuchung abgeschlossen sei. Die 26 Jahre alte 777-200 mit 231 Passagieren und 10 Besatzungsmitgliedern an Bord war auf dem Weg nach Honolulu, als ein Triebwerk in Flammen aufging. Es wurde niemand verletzt. United ist die einzige amerikanische Fluggesellschaft, die den Flugzeugtyp einsetzt. Andere Betreiber sind der US-Behörde zufolge in Japan und Südkorea. Boeing teilte mit, es seien 69 solcher Maschinen im Einsatz. Weitere 59 stehen aufgrund der Corona-Krise ohnehin am Boden.

Eine erste Überprüfung des Triebwerksausfalls zeige, "dass die Inspektionsintervalle für die hohlen Lüfterflügel erhöht werden sollten, die einzigartig für dieses Triebwerksmodell sind und nur beim Typ 777 verbaut werden", erklärte FAA-Chef Steve Dickson. Boeing-Titel verlieren im europäischen Handel rund zwei Prozent.

Boeing
Boeing 193,02

09:50 Uhr

Conti verschreckt Anleger: Aktie ist zweitgrößer Dax-Verlierer

Mit der Streichung der Dividende für das abgelaufene Jahr hat der kriselnde Autozulieferer Continental seine Anleger vergrault. Die Aktie des Dax-Konzerns fällt rund drei Prozent und ist damit zweitschwächster Wert im Leitindex. Am Freitag hatte der Conti-Vorstand angesichts eines Konzernverlusts im abgelaufenen Jahr beschlossen, der Hauptversammlung am 29. April den Verzicht auf eine Ausschüttung vorzuschlagen. An seinem mittelfristigen Ziel, 15 bis 30 Prozent eines Konzerngewinns an die Anteilseigner, darunter als größten den fränkischen Zulieferer Schaeffler, auszuschütten, halte Continental fest. Einzelheiten zum Ergebnis nannte Conti nicht, die Zahlen sollen am 9. März veröffentlicht werden.

Continental steht wegen der Talfahrt der Automärkte bei gleichzeitig hohen Investitionen in die Elektromobilität und in die Technik für selbstfahrende Fahrzeuge massiv unter Druck und hat seinen Sparkurs mehrfach verschärft. Weltweit stehen 30.000 Jobs auf der Kippe, davon 13.000 in Deutschland. Mehrere Werke sollen dichtgemacht werden.

Nach neun Monaten hatte Continental im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Verlust von rund 1,2 Milliarden Euro ausgewiesen. Schon im Jahr davor steckte der Konzern wegen hoher Abschreibungen auf Firmenwerte tief in den roten Zahlen.

Zu den Umbauarbeiten, mit denen der Vorstand um den neuen Konzernchef Nikolai Setzer alle Hände voll zu tun hat, kommt derzeit noch ein Streit mit Volkswagen wegen der Engpässe bei Computerchips. Der Wolfsburger Autokonzern wirft seinem Lieferanten vor, ihn im vergangenen Jahr erst spät über den Mangel an Mikrocontrollern informiert zu haben, durch den die Autoproduktion in mehreren Werken stockt.


Continental
Continental 114,86


09:23 Uhr

Deutsche Industrieproduktion 2020 um gut ein Zehntel eingebrochen

Die deutsche Industrie hat 2020 coronabedingt gut ein Zehntel weniger produziert. Die Produktion fiel preis- und kalenderbereinigt 10,8 Prozent niedriger aus als 2019, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Während der ersten Phase der Corona-Einschränkungen im April und Mai brach sie um 29,7 beziehungsweise 23,4 Prozent ein, danach begann sie sich zu erholen. Im Dezember lag der Rückstand der Industrieproduktion gemessen am Vorjahresmonat nur noch bei 1,5 Prozent.

"Der einzige Wirtschaftszweig, in dem die Produktion im Vorjahresvergleich gestiegen ist, war die Holzindustrie", stellt das Statistikamt fest. Die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren - ohne Möbel - nahm um 3,1 Prozent zu. Besonders stark fiel der Einbruch im vergangenen Jahr in der Automobilindustrie aus: Die Hersteller von Autos und Autoteilen produzierten ein Viertel weniger als im Vorjahr. Gemessen am Umsatz ist die Autobranche Deutschlands wichtigster Industriezweig: Die rund 809.000 Erwerbstätigen in 968 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten erbrachten 2020 Einnahmen von insgesamt 379,3 Milliarden Euro.

09:05 Uhr

Anlegersorgen: Dax verliert deutlich

Am deutschen Aktienmarkt startet der Dax mit Abgaben in den Montagshandel. Nachdem er in der Vorwoche rund ein Prozent verloren hat und unter die psychologisch wichtige 14.000er Marke gefallen war, notiert er im frühen Geschäft nun bei 13.864 Punkten und damit 0,9 Prozent tiefer. "Die Vorlagen sind eher mau ausgefallen. Der Dax hängt an der 14.000-Punkte-Marke fest", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Sorgen vor geld- und zinspolitischen Änderungen in den USA treiben die Anleger um und drücken auf die Stimmung."

08:53 Uhr

Konjunkturhoffnungen treiben Nikkei und Topix

Die asiatischen Börsen haben zum Wochenstart keine einheitliche Richtung gefunden. In Japan trieb die Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft die Börsen an. Der Nikkei-Index gewann am Montag 0,5 Prozent auf 30.156 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls um 0,5 Prozent. Indes sorgten sich die Anleger in China um die teils hohen Bewertungen und eine mögliche Straffung der Geldpolitik. Die Börse in Shanghai gab 1,4 Prozent nach.

Ein Thema blieben auch die anziehenden Anleihezinsen, nachdem die zehnjährigen US-Bonds zuletzt auf dem höchsten Stand seit zwölf Monaten rentiert hatten. "Die Renditekurven sind steiler geworden, da die Covid-Infektionsraten weiter sinken, Öffnungspläne diskutiert werden und ein großes US-Konjunkturpaket wahrscheinlich ist", sagte Christian Keller, Leiter der Wirtschaftsforschung bei der britischen Großbank Barclays. "Dies signalisiert im Prinzip einen besseren mittelfristigen Wachstumsausblick für die USA und darüber hinaus, da sich andere Kernzinskurven in die gleiche Richtung bewegen", fügte er hinzu.

Marktteilnehmern zufolge griffen Schnäppchenjäger bei zyklischen Aktien aus den Sektoren Banken, Grundstoffe und Energie zu, die zuletzt ins Hintertreffen geraten waren. Auch Papiere aus dem Tourismus-Sektor waren gefragt.

Nikkei
Nikkei 29.357,82

 

08:03 Uhr

Bitcoin setzt zu neuen Rekorden an

Der Bitcoin hat seine Rally fortgesetzt. Mit 57.965,50 Dollar erreichte die Kryptowährung erneut ein Rekordhoch, nachdem sie am Freitag erstmals über 55.000 gestiegen war. Aktuell liegt der Kurs bei 56.300 Dollar. Als Haupttreiber für den Bitcoin gilt die zunehmende Akzeptanz der Digitalwährung seitens der Unternehmen. Unter anderen haben Paypal und Tesla angekündigt, den Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren zu wollen. Rückenwind erhält der Bitcoin aber auch als Schutz gegen eine anziehende Inflation, nachdem zuletzt steigende Inflationserwartungen und mit ihnen anziehende Renditen der Anleihen wieder stärker thematisiert werden an den Finanzmärkten.

Bitcoin
Bitcoin 57.909,46

07:52 Uhr

DAX schwächer erwartet

In Erwartung von Konjunkturdaten wird der DAX am Montag nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern schwächer starten. Am Freitag hatten ermutigende Firmenausblicke den Leitindex 0,8 Prozent höher bei 13.993 Punkten aus dem Handel gehen lassen. Impulsgebend für den weiteren Handelsverlauf dürfte der Ifo-Geschäftsklimaindex sein. Er gibt den Anlegern Auskunft über die Stimmung in den Chefetagen in Deutschland. Im Auge behalten die Investoren auch Bitcoin, nachdem die Cyberdevise erneut eine Schallmauer durchbrochen hatte. Am Freitag waren laut Datenanbieter CoinMarketCap alle im Umlauf befindlichen Bitcoin zusammen erstmals mehr als eine Billion Dollar wert gewesen.

Dax
Dax 15.399,65

07:42 Uhr

Öl verteuert sich etwas

Die Ölpreise starten mit Aufschlägen in die neue Woche. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 63,02 Dollar. Das waren 88 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 79 Cent auf 60,05 Dollar. Die Ölpreise rangieren derzeit in der Nähe ihrer höchsten Stände seit gut einem Jahr. Preisauftrieb kam zuletzt aus den USA, wo extrem kaltes Winterwetter zu logistischen Problemen in der Ölversorgung führte. Hinzu kommt der allgemeine Trend steigender Rohstoffpreise, was vor allem auf die Hoffnung konjunktureller Belebung infolge fortschreitender Corona-Impfungen zurückgeht. Gut eine Woche vor dem nächsten Treffen des Ölverbunds Opec+ zeichnet sich noch keine einheitliche Linie für die künftige Förderpolitik ab.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 68,24
Rohöl (WTI)
Rohöl (WTI) 64,91

07:08 Uhr

An asiatischen Börsen erwacht der Frühling

Die asiatischen Aktienmärkte haben in Erwartung eines schnelleren Wirtschaftswachstums und anziehender Inflation am Montag leicht zugelegt. "Die Renditekurven sind steiler geworden, da die Covid-Infektionsraten weiter sinken, Pläne zur Wiedereröffnung diskutiert werden und ein großes US-Konjunkturpaket wahrscheinlich ist", sagte Christian Keller, Leiter der Wirtschaftsforschung bei Barclays. "Dies signalisiert im Prinzip einen besseren mittelfristigen Wachstumsausblick für die USA und darüber hinaus, da sich andere Kernzinskurven in die gleiche Richtung bewegen", fügte er hinzu.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent höher bei 30.201 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent und lag bei 1944 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,2 Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.357,82

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