Dienstag, 11. Mai 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Diana Dittmer
17:50 Uhr

Dax mit zweitgrößtem Tagesverlust des Jahres

Inflationssorgen haben die Anleger am Dienstag in Scharen in die Flucht getrieben. Kurz vor der 15.000er-Marke konnte sich der deutsche Leitindex am Nachmittag aber zumindest etwas von seinen Tagesverlusten erholen.

Am Ende schloss der Dax nach vier Erholungstagen mit einem Abschlag von 1,8 Prozent auf 15.119 Punkten. Seine bisherige Bestmarke von gut 15.501 Punkten rückte damit wieder in die Ferne. Der MDax büßte zuletzt 2,0 Prozent auf 31.782 Punkte ein, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor mit 2,1 Prozent sogar noch etwas mehr.

Dax
Dax 15.448,04

Mit einer höheren Inflation verbinden Anleger schon länger die Angst vor steigenden Zinsen, die die Finanzierungsbedingungen verschlechtern und Anleihen als Alternative zu Aktien attraktiver machen können. Aus dem Dax berichtete der Versorger Eon mit positiven Expertenreaktionen. Die Aktien konnten sich dem schwachen Marktumfeld aber nicht entziehen. Mit einem Abschlag von 0,5 Prozent waren sie aber noch einer der stabilsten Dax-Werte.

17:22 Uhr

Corona-Vakzin verzögert sich: Anleger strafen Novavax ab

Wegen Verzögerungen bei der Zulassung des Coronavirus-Impfstoffs von Novavax steuert die Aktie der Pharmafirma auf den größten Tagesverlust seit gut einem Jahr zu. Die Papiere fallen an der Wall Street um 24 Prozent.

Novavax
Novavax 146,28

Das Unternehmen rechnet mit der Zulassung des Serums erst im dritten Quartal. Ursprünglich hatte es für Mai mit einer US-Freigabe gerechnet. Die Verzögerungen seien zwar eine Enttäuschung, kommentiert Analyst Kelechi Chikere von der Investmentbank Jefferies. An den mittel- bis langfristigen Aussichten ändere sich aber nichts.

16:49 Uhr

5000 statt 4000?: Fraport will noch mehr Personal abbauen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport wird wegen der Corona-Krise voraussichtlich mehr als die bis Ende dieses Jahres angepeilten 4000 Arbeitsplätze abbauen. Die Zahl werde darüber liegen, womöglich bei 5000 Beschäftigten, erklärte Finanzchef Matthias Zieschang in einer Konferenz mit Analysten.

Fraport
Fraport 62,42

"Ich habe die 5000 erwähnt - das ist kein Ziel, aber wir versuchen, so viele wie möglich zu erreichen." Die Rückstellungen für den Personalabbau von 299 Millionen Euro müssten dafür nicht erhöht werden, denn nach aktuellem Stand gebe es noch einen Puffer von 20 Millionen Euro, um sozialverträglichen Personalabbau zu finanzieren. Vor der Krise zählte Fraport rund 22.000 Beschäftigte am Hauptsitz Frankfurt.

16:17 Uhr

Aktie von Virgin Galactic stürzt 20 Prozent ab

Mögliche Verzögerungen bei den Testflügen der Raumfähre "Eve" brocken Virgin Galactic einen der größten Kursstürze der Firmengeschichte ein. Die Raumfahrtfirma des britischen Unternehmens Richard Branson fallen um gut 20 Prozent. Den Angaben zufolge müssen nach dem jüngsten Testflug Abnutzungserscheinungen bei "Eve" genauer untersucht werden.

Im abgelaufenen Quartal schrumpfte zwar der Verlust auf 130 von 377 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Allerdings flossen 50 Millionen Dollar aus dem Unternehmen ab. Die Geldreserven belaufen sich auf 617 Millionen Dollar.



Virgin Galactic
Virgin Galactic 36,83

16:09 Uhr

Meinauto verschiebt Börsengang

Der Online-Autohändler Meinauto verschiebt seinen geplanten Börsengang wegen der derzeit ungünstigen Marktbedingungen. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem bisherigen Gesellschafter Hg getroffen worden, teilte die Meinautogroup AG mit. Die Erstnotierung der Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse war ursprünglich für den 12. Mai vorgesehen. Eine Notierung an der Frankfurter Börse werde aber weiterhin angestrebt, sobald sich die Marktbedingungen stabilisieren.

Der Betreiber einer Online-Vertriebsplattform für Neufahrzeuge hatte die Preisspanne für das IPO vergangene Woche auf 16 bis 20 Euro je Aktie festgelegt, was eine Marktkapitalisierung von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro impliziert.

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15:58 Uhr

Inflationsängste: Rot dominiert auch an der Wall Street

Nach der Talfahrt vom Wochenbeginn und im Fahrwasser der europäischen Börsen geht es auch an den US-Börsen weiter abwärts. Inflationsängste lassen Anleger dem Aktienmarkt den Rücken kehren. Vor allem die als zinssensitiv geltenden Technologiewerte lassen wieder kräftig Federn.

S&P 500
S&P 500 4.161,95

Der Dow-Jones-Index verliert gut 1,0 Prozent auf 34.397 Punkte, hatte allerdings am Montag im frühen Verlauf ein Rekordhoch markiert und erstmals die Marke von 35.000 Punkten überwunden. Der S&P-500 gibt 0,9 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 1,5 Prozent.

Der jüngste steile Anstieg der Rohstoffpreise, Lieferkettenprobleme und das Nachholen aufgeschobener Anschaffungen befeuern Befürchtungen, dass die Inflation in den kommenden Monaten kräftig anziehen wird.

15:43 Uhr

Nach Karlsruher Urteil: Berliner Mieten ziehen wieder an

Nach dem Aus für den Berliner Mietendeckel ziehen die Mieten in der Hauptstadt wieder an. Vergangenes Jahr hatte die umstrittene Maßnahme die Angebotsmieten in Berlin zum ersten Mal seit 2010 sinken lassen, wie aus einer Untersuchung der Immobilienbank Berlin Hyp und des Immobiliendienstleisters CBRE hervorging.

Mit 10,15 Euro pro Quadratmeter im Monat lagen sie demnach im Mittel 2,8 Prozent unter dem Wert von 2019. Die Zahlen seien wegen der Regulierung durch den Mietendeckel jedoch nur begrenzt aussagekräftig, so die Studienautoren. Deshalb könnten auch keine genauen Angaben zur aktuellen Entwicklung gemacht werden. "Wir stellen aber fest, dass die Angebotsmieten jetzt wieder sukzessive steigen", so CBRE-Wohnmarktexperte Michael Schlatterer.

15:16 Uhr

Ansturm auf erste grüne Bundesanleihe mit 30 Jahren Laufzeit

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Im vergangenen Jahr gab es grüne Bundeswertpapiere mit fünf und zehn Jahren Laufzeit.

picture alliance / Zoonar

Die erste grüne Anleihe des Bundes mit einer Laufzeit von 30 Jahren ist auf riesige Nachfrage bei Investoren gestoßen. Deren Gebote summierten sich auf mehr als 38,9 Milliarden Euro, wie die mit dem Schuldenmanagement des Bundes verantwortliche Finanzagentur mitteilte.

Zugeteilt wurden sechs Milliarden Euro, womit die Emission mehrfach überzeichnet war. Die Nachfrage sei "in ihrer Höhe und Diversität sehr beeindruckend", sagte Finanzagentur-Geschäftsführer Tammo Diemer. 2020 waren erstmals grüne Bundeswertpapiere ausgegeben worden, und zwar mit fünf und zehn Jahren Laufzeit. Mit dem damit erlösten Geld sollen etwa nachhaltige Verkehrssysteme gefördert und CO2-Emissionen von Fahrzeugen reduziert werden.

"Die heutige deutsche Green-Bond-Emission belegt einmal mehr, wie sehr das Thema Nachhaltigkeit bei den Anleiheinvestoren im Blickpunkt steht", sagte LBBW-Analyst Elmar Völker. "Die jüngste Entwicklung in Sachen Verschärfung von Klimaschutzzielen verdeutlicht, dass die 'grüne Welle' am Anleihemarkt keine kurzfristige Modeerscheinung bleiben wird."

Zum Verständnis: Die Rendite einer Anleihe verhält sich zum Kurs einer Anleihe entgegengesetzt. Sinkt der Kurs, steigt die Rendite - und umgekehrt. Hier der Kursverlauf der zehnjährigen Benchmark-Anleihe:

10-jährige Bundesanleihen
10-jährige Bundesanleihen 141,27

14:51 Uhr

Datenschutz bremst neue Whatsapp-Nutzungsbedingungen aus

Facebook darf nach einer Anordnung des Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar in Deutschland vorerst keine personenbezogenen Daten seines Messengerdienstes Whatsapp mehr verarbeiten.

Facebook
Facebook 329,66

Dafür fehle eine ausreichende rechtliche Grundlage, teilte die Behörde mit, die in Deutschland für Facebook zuständig ist. Konkret geht es um eine Aktualisierung der Whatsapp-Nutzungsbedingungen. Damit soll es dem Messengerdienst ermöglicht werden, Nutzerdaten mit der Mutter Facebook und anderen zum Konzern gehörenden Akteuren wie Instagram zu teilen. Die Anordnung in dem im April eröffneten Dringlichkeitsverfahren auf Grundlage der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt für maximal drei Monate. Um eine Entscheidung auf europäischer Ebene herbeizuführen, wurde eine Befassung durch den Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA) beantragt.

14:40 Uhr

Trotz Corona-Krise in Indien: Opec hält an Öl-Prognose fest

Die Opec rechnet in diesem Jahr trotz der Coronavirus-Krise in Indien weiter mit einer kräftigen Erholung der weltweiten Ölnachfrage. Dazu werde vor allem das Wachstum in China und den USA beitragen, teilte das Exportkartell mit.

Die Organisation ließ ihre Vorhersage für das laufende Jahr deshalb unverändert bei einem erwarteten Nachfrageplus von 6,6 Prozent. Allerdings werde sich die Pandemie in Indien negativ auf die Erholung der Nachfrage im zweiten Quartal auswirken. Für das Wachstum der Weltwirtschaft zeigte sich die Opec trotzdem etwas optimistischer und hob die Prognose für 2021 auf 5,5 Prozent von zuvor 5,4 Prozent an. Das Kartell geht davon aus, dass die Auswirkungen der Pandemie bis zum Beginn der zweiten Jahreshälfte weitgehend eingedämmt sein werden.

Und das haben unsere TV-Kollegen für Sie vorbereitet:

14:02 Uhr

Moderna wegen Biontech unter Druck

Die Aktien des Impfstoff-Herstellers Moderna geben im vorbörslichen US-Handel fast vier Prozent nach. Grund: In den USA ist der Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer nun auch für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen worden.

Auch in der EU wird mit einer Genehmigung in wenigen Wochen gerechnet. Moderna hatte Ende letzten Jahres ebenfalls mit Studien bei Jugendlichen ab zwölf Jahren begonnen. Im März startete Moderna zudem Untersuchungen bei Kindern im Alter ab sechs Monaten.

13:45 Uhr

Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt

Nach der Talfahrt vom Wochenbeginn zeichnen sich an den US-Börsen weitere Verluste ab. Inflationsangst lässt Anleger dem Aktienmarkt den Rücken kehren. Vor allem die als zinssensitiv geltenden Technologiewerte dürften abermals kräftig Federn lassen.

S&P 500
S&P 500 4.152,00

Der Nasdaq-Future liegt vorbörslich 1,3 Prozent im Minus, der S&P-Future fällt dagegen "nur" um 0,7 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen kriecht weiter nach oben, sie liegt aktuell schon wieder bei 1,61 Prozent, nachdem sie am Freitag nach dem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht kurz auf fast 1,50 Prozent abgerutscht war. Das Jahreshoch liegt bei 1,74 Prozent, zu Beginn des Jahres lag sie bei knapp unter 1,0 Prozent.

13:32 Uhr

Im Tiefflug: Dax 20 Punkte von 15.000er-Marke entfernt

Höhere Rohstoffpreise und damit wieder größer werdende Inflationsbedenken treiben Aktien-Anleger in die Flucht. Nach zuletzt vier Erholungstagen gibt der deutsche Leitindex Dax zur Mittagszeit mit 15.023 Punkten wieder deutlich nach. Ein Abschlag von knapp 2,5 Prozent lässt die bisherige Bestmarke von gut 15.501 Punkten wieder in die Ferne rücken.

Dax
Dax 15.448,04

Der MDax büßt zuletzt sogar knapp 2,9 Prozent auf 31.515 Punkte ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 folgt mit 2,2 Prozent nach unten. Zuvor sind auch in den USA und Asien die Aktienmärkte auf Talfahrt gegangen, allen voran die Technologiewerte an der New Yorker Nasdaq.

Es sei erstaunlich, wie plötzlich das Inflationsthema wieder aufgetaucht sei, nachdem ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erst einmal solche Sorgen gedämpft hatte, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda. Mit der Inflation verbinden Anleger schon länger auch die Angst vor steigenden Zinsen, die die Finanzierungsbedingungen verschlechtern und Anleihen als alternative zu Aktien attraktiver machen können.

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13:20 Uhr

Knapper Rohstoff Holz lässt Baupreise in die Höhe schnellen

Viele Menschen nutzen die Zeit der Pandemie, um Bauprojekte zu verwirklichen - nicht nur hierzulande. Auch China und die USA zeigen eine große Nachfrage an Werkstoffen. Das macht sich am Markt bemerkbar. Holz und andere Baumaterialien sind knapp. Hier ein Beitrag unserer TV-Kollegen zum Thema:

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12:57 Uhr

LEG Immobilien fallen trotz guter Zahlen

In dem schwachen Gesamtmarktumfeld geht es für LEG Immobilien trotz ordentlicher Zahlen um 2,4 Prozent nach unten. Die Analysten von Berenberg sprechen von guten Zahlen, die wichtigsten Kennziffern lägen leicht über ihren Schätzungen.

LEG Immobilien
LEG Immobilien 121,90

Wie erwartet habe LEG den Ausblick bestätigt. Sie sehen eine gute Chance dafür, dass der Immobilienkonzern sogar das obere Ende der prognostizierten Spanne für die Gewinnkennziffer FFO I von 410 bis 420 Millionen Euro übertreffen kann.

12:40 Uhr

Umfrage: Deutsche Autoindustrie optimistisch für 2021

Die pandemiebedingte Konjunkturabkühlung ist für mehr als drei Viertel (77%) der deutschen Automobilmanager die größte Herausforderung im laufenden Jahr, wie das "Stimmungsbarometer Automotive 2021" von PwC und Strategy&, der Strategieberatung von PwC, zeigt. Dennoch blicken die im März und April 2021 befragten Führungskräfte deutscher Automobilhersteller, -zulieferer und -händler optimistisch in die Zukunft.

So erwartet die Mehrheit für 2021 ein Wachstum der Pkw-Neuzulassungen und der Pkw-Produktion. Auch die aktuellen Covid-19-Automotive-Szenarien von PwC gehen nach den Verkaufseinbrüchen 2020 von einem Aufwärtstrend aus - im optimistischen Upside-Szenario wäre im laufenden Jahr ein Plus von 9% und damit ein Anstieg auf 3,2 Millionen verkaufte Pkw möglich. Bei anhaltenden Lockdown-Maßnahmen mit geschlossenen Showrooms und Händlerbetrieben könnte das Wachstum jedoch mit nur 2,5% gegenüber dem Vorjahr auch deutlich geringer ausfallen.

12:17 Uhr

Über eine Milliarde Euro Miese: Nissan mit Rekordverlust

Die Folgen der Pandemie, der Mangel an Halbleitern und die eigene Restrukturierung haben Nissan tief in die roten Zahlen gedrückt. Wie der drittgrößte japanische Autobauer mitteilt, fiel im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 ein operativer Rekordverlust von 150,65 Milliarden Yen (rund 1,1 Milliarden Euro) an, fast vier Mal soviel wie im Jahr davor.

Nissan Motor
Nissan Motor 4,22

Es war zugleich das schlechteste Ergebnis seit zwölf Jahren. Dennoch fiel der Absturz nicht so tief aus wie befürchtet. Noch im Februar hatte das mit dem französischen Autobauer Renault verflochtene Unternehmen ein Minus von 205 Milliarden Yen erwartet. Grund für das im Vergleich dazu bessere Abschneiden war die Erholung in China.

12:03 Uhr

Gastgewerbe will in einer Woche konkreten Öffnungsfahrplan

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Das Gastgewerbe gehört zu den Branchen, die am meisten unter den Beschränkungen der Corona-Pandemie leiden. Vom Beginn der Pandemie im März 2020 bis Januar 2021 schrumpfte der Umsatz um fast die Hälfte zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Beschäftigten ging um rund 19 Prozent zurück.

picture alliance/dpa

Das Gastgewerbe fordert von Bund und Ländern konkrete Vorgaben zur Wiedereröffnung der Restaurants und Hotels bis spätestens zum 17. Mai. "Im Interesse der Planungssicherheit insbesondere für unsere Gäste wie die Betriebe und ihre Beschäftigten müssen so schnell wie möglich die neuen Verordnungen vorgelegt werden, in denen konkrete Öffnungstermine genannt und die weiteren Details definiert werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

11:43 Uhr

Insider: Tesla legt China-Pläne auf Eis

Der Handelskrieg zwischen den USA und China behindert offenbar die Expansion des Elektroautobauers Tesla. Das US-Unternehmen habe seine Pläne für eine Erweiterung seiner Autofabrik in Shanghai zu einer Exportdrehscheibe wegen der Spannungen zwischen den beiden Ländern auf Eis gelegt, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Tesla
Tesla 522,80

Bis vor kurzem habe Tesla noch vorgehabt, den Export des in China produzierten Model 3 auf weitere Länder auszudehnen, darunter auch die USA. Das Vorhaben sei aufgegeben worden, da der noch unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump eingeführte Strafzoll von 25 Prozent auf Importe aus der Volksrepublik weiter gelte.

Tesla liefert das Model 3 aus chinesischer Produktion bisher nach Europa. Dort entsteht derzeit eine neue Fabrik in Grünheide am Rande von Berlin.

11:24 Uhr

Corona-Profiteure fliegen aus Depots: Home24 minus 14 Prozent

Die zunehmenden Öffnungsschritte angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen setzen Händlern zufolge den Kursgewinnern der Pandemie zu.

Die Aktien des Lieferdienstes Delivery Hero geben 3,5 Prozent nach und sind damit größter Verlierer im Dax. Die Titel des Online-Möbelhändlers Home24 brechen fast 14 Prozent ein und gehören damit zu den größten Verlierern im SDax.

11:12 Uhr

ZEW-Konjunkturerwartungen: Höchster Stand seit über 20 Jahren

Börsianer blicken angesichts sinkender Corona-Neuinfektionen so optimistisch auf die deutsche Konjunktur wie seit über 21 Jahren nicht mehr. Das Barometer ihrer Erwartungen für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten sechs Monaten stieg im Mai um 13,7 auf 84,4 Zähler.

Das sei der höchste Wert seit Februar 2000, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 188 Analysten und Anlegern mitteilte. Im April hatte es noch einen Rückgang nach zuvor vier Anstiegen gegeben. Ökonomen hatten diesmal nur mit einem Anstieg auf 72,0 Zähler gerechnet. Die konjunkturelle Lage wurde ebenfalls deutlich besser bewertet.

"Das Bremsen der dritten Covid-19-Welle hat die Finanzmarktexperten noch optimistischer werden lassen", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Ergebnisse der Umfrage. "Die Expertinnen und Experten rechnen mit einem deutlichen Wirtschaftsaufschwung in den nächsten sechs Monaten." Auch der Konjunkturausblick für das Eurogebiet und die USA habe sich erheblich verbessert.

10:35 Uhr

"Zahlen nicht der Kicker": ThyssenKrupp 6 Prozent im Minus

Der MDax notiert mittlerweile 2,3 Prozent niedriger. Die Bereitschaft, Gewinne mitzunehmen ist quer diuch alle Indizes hoch.

"Die Zahlen sind nicht der Kicker", sagt Heino Ruland von Ruland Research mit Blick auf Thyssenkrupp (-5,9 %). Angesichts des günstigen Preisumfelds habe man mehr erwarten können, auch wenn Thyssenkrupp die Prognose für das bereinigte operative Ergebnis angehoben habe.

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 8,52

10:14 Uhr

30 Mal rot: Dax baut Minus auf 2 Prozent aus

Der Dax verliert 2,0 Prozent auf 15.097 Punkte. Alle 30 Dax-Werte geben nach, am stärksten Delivery Hero mit 3,2 Prozent, am moderatesten Adidas, die 0,9 Prozent fallen. Die Konsolidierung bekomme nun einen mittelfristigen Charakter, so Commerzbank-Marktanalyst Achim Matzke.

Dax
Dax 15.448,04

Bei HSBC heißt es, eine ausgeprägte saisonale Schwächephase und ernsthaftes charttechnisches Ungemach drohe dem Aktienbarometer erst bei einem Rutsch unter die Haltezone aus dem Vorwochentief und dem alten Rekordhoch von Mitte März bei 14.845/14.804 Punkten.

10:04 Uhr

Fehlstart für Apontis Pharma: Kurs unter Ausgabepreis

Der Kurs wurde am Morgen mit 18,10 Euro festgestellt, wobei das Umfeld denkbar ungünstig ist, denn am breiten Markt geben die Kurse deutlich nach.

Apontis Pharma
Apontis Pharma 18,25

Der Dax notiert zuletzt 1,7 Prozent leichter. Apontis hatte den Platzierungspreis auf 19,00 Euro je Aktie festgelegt und damit am unteren Rand der Zeichnungsspanne von 18,50 bis 24,50 Euro. Aktuell wird das Papier mit 18,50 Euro gehandelt, rund 5 Prozent unter dem Ausgabepreis. Apontis platziert 5,29 Millionen Aktien, davon 2 Millionen neue Anteilsscheine.

Apontis Pharma hat sich auf die Kategorie der so genannten Single Pills spezialisiert - Kombinationsarzneimittel mit zwei bis drei generischen pharmazeutischen Wirkstoffen in einer Kapsel oder Tablette. Das Unternehmen entwickelt, vermarktet und vertreibt ein Portfolio von Single Pills und anderen Arzneimitteln, mit Fokus auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

09:55 Uhr

Morphosys auf Vierjahres-Tief

Die Aktien des biopharmazeutischen Unternehmens Morphosys fallen auf den tiefsten Stand seit September 2017. Der Kurs verliert zeitweise 7 Prozent.

Morphosys
Morphosys 67,58

Am 2020er Tief von 65,25 Euro seien Stopps getriggert worden, so ein Marktteilnehmer. Sollte der Kurs nicht schnell darüber zurückkehren, sei die Gefahr groß, dass sich der Abwärtstrend fortsetze. Im frühen Verlauf notiert der Kurs noch 4,6 Prozent leichter bei 63,84 Euro.

09:38 Uhr

"Fast Money": Jenoptik rauschen in die Tiefe

Jenoptik
Jenoptik 23,90

Im TecDax stehen Jenoptik stark unter Druck. Nach der Eröffnung ging es zeitweise um 11 Prozent nach unten, im Verlauf aktuell immer noch um 7,4 Prozent auf 22,76 Euro. "Das ist 'fast money', das Kasse macht", so ein Händler. Am Morgen hatte es noch geheißen, der starke Auftragseingang könnte den Kurs stabilisieren. Ebit und Ebitda lagen allerdings im ersten Quartal unter den Erwartungen, den Ausblick hat Jenoptik bekräftigt.

09:27 Uhr

Wie teuer sind Sommerflüge in Europa?

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Ausreißer nach obengibt es unter anderem bei Verbindungen nach Italien.

picture alliance / ANSA

Die Preise für Flüge aus Deutschland zu beliebten Urlaubszielen in Europa weichen nach einer Auswertung des Vergleichsportals Idealo bisher nur wenig vom Vorkrisenniveau 2019 ab. "Es lässt sich keine Preisexplosion, aber auch kein extremes Preis-Dumping erkennen", erklärte Lara Mercier, Marketing-Managerin von Idealo, auf Basis einer Auswertung von Buchungsdaten für Flüge aus Deutschland von Juni bis September.

Bei der großen Mehrheit der Zielländer rund ums Mittelmeer liegen die Durchschnittspreise einige Prozent unter denen der Vergleichsmonate 2019. Ausreißer nach oben, zum Teil um zehn Prozent und mehr, ermittelte das Vergleichs- und Vermittlungsportal bei Verbindungen nach Italien, wo ein Hin- und Rückflug zum Beispiel im August mit knapp 116 Euro zehn Prozent teurer war als im selben Monat 2019.

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09:20 Uhr

Softbank investiert Milliarden in britischen Onlinehändler

Der britische Onlinehändler THG erhält eine Milliarde Dollar frisches Geld, fast drei Viertel davon vom japanischen Technologieinvestor Softbank. Mit dem Geld will das Unternehmen, das früher unter dem Namen The Hut Group bekannt war, nach eigenen Angaben Zukäufe finanzieren.

Softbank erhält im Gegenzug einen Anteil von knapp zehn Prozent. Zudem vereinbarten beide Unternehmen eine Option, wonach Softbank weitere 1,6 Milliarden Dollar in die Technologie-Sparte THG Ingenuity investieren könnte. Damit würde der Onlinehändler mit 6,3 Milliarden Dollar bewertet, Softbank käme auf einen Anteil von 19,9 Prozent. Die Vereinbarung sieht zudem eine Abspaltung von THG Ingenuity binnen 15 Monaten vor.

09:04 Uhr

Dax verstolpert Handelsauftakt: "Die Nervosität ist zurück"

Der Dax startet knapp ein Prozent niedriger 15.249 Punkten in den Handelstag. "Mit der Ruhe an den Börsen ist es erst einmal vorbei. Die Nervosität ist zurück", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Dax
Dax 15.448,04

Zum Wochenauftakt hatte der deutsche Leitindex stabil bei 15.400 Punkten geschlossen. Für Optimismus hatte zunächst die Aussicht auf ein weiterhin niedriges Zinsniveau angesichts des stotternden US-Jobmotors gesorgt. Im Blick der Anleger steht heute erneut eine Flut von Firmenbilanzen.

08:51 Uhr

Aareal verfehlt Prognose - Kurs fällt

Die Aktie der Aareal Bank stand nach Bekanntgabe der Erstquartalszahlen vorbörslich unter Abgabedruck mit einem Minus von 1,8 Prozent. Die Analysten von Citi verwiesen  darauf, dass das Betriebsergebnis die Konsensprognose um drei Prozent verfehlt habe.

Ursächlich sei ein schwächeres operatives Geschäft, das durch geringere Rückstellungen nicht ausgeglichen worden sei. Die Kostenseite habe sich derweil im Rahmen der Erwartungen entwickelt.

08:20 Uhr

Ölpreise geben nach - US-Pipeline soll bald wieder laufen

Mit den Ölpreisen ist es im frühen Handel nach unten gegangen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,72 US-Dollar. Das waren 60 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 55 Cent auf 64,37 Dollar.

Eine nach einem Cyberangriff ausgefallene US-Ölpipeline soll nach Angaben des Betreibers bis Ende der Woche wieder weitgehend laufen. Der Ausfall der Pipeline, über den ein großer Teil der Ölversorgung der amerikanischen Ostküste läuft, hat am Erdölmarkt bisher nur zeitweise für steigende Preise gesorgt. Ein längerer Ausfall dürfte jedoch zu Engpässen in der Benzin- und Dieselversorgung führen.

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08:06 Uhr

Stimmungstöter US-Inflationserwartung - Dax duckt ab

Na, das wird heute nichts mit einem grünen Handelsstart in  Frankfurt. Der Dax verzeichnet knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von 1,1 Prozent auf 15.229 Punkte.  "Mit der Ruhe an den Börsen ist es erst einmal vorbei. Die Nervosität ist zurück", sagte ein Analyst. "Vor den US-Verbraucherpreisen am Mittwoch dürfte der Markt vorsichtig bleiben."

Die jüngsten US-Daten zu den Inflationserwartungen seien hoch und hätten am Montag die Stimmung belastet. In den vergangenen Wochen hatte zunächst die Aussicht auf ein weiterhin niedriges Zinsniveau angesichts des stotternden US-Jobmotors für Optimismus gesorgt.

07:53 Uhr

Biontech mit neuer US-Zulassung weiter im Aufwind

Schlagzeilen rund um Corona haben die Titel von Biontech um weitere 3,7 Prozent nach oben gehen lassen. Im regulären Geschäft hatten sie schon um über zehn Prozent angezogen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte am Montagabend die Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff der beiden Unternehmen für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 15 genehmigt.

Biontech
Biontech 184,60

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07:43 Uhr

Steigenden Mieten befeuern LEG-Ergebnis

LEG Immobilien
LEG Immobilien 121,90

Der Immobilienkonzern LEG ist dank der jüngsten Wohnungszukäufe und steigender Mieten mit deutlich mehr Gewinn ins neue Jahr gestartet. Der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO 1) kletterte im Jahresvergleich um 10,7 Prozent auf 104,1 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Für das laufende Jahr zeigte sich der LEG-Vorstand um Unternehmenschef Lars von Lackum weiter zuversichtlich, das operative Ergebnis auf 410 Millionen bis 420 Millionen Euro zu steigern.

 Vor allem in den Großstädten steigen die Mieten schon seit Jahren, inzwischen holen aber auch zahlreiche mittelgroße Städte kräftig auf. Die Miete auf vergleichbarer Fläche stieg im ersten Quartal auf durchschnittlich 6,03 Euro pro Quadratmeter nach 5,86 Euro ein Jahr zuvor, wie der Konzern weiter mitteilte. Das Periodenergebnis betrug 124,4 Millionen Euro. Das war fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.

Ein Logo der LEG Immobilien AG ist an einem Wohnungsgebäude zu sehen. Foto: Ina Fassbender/dpa

(Foto: Ina Fassbender/dpa)

07:26 Uhr

Nordex verzeichnet schrumpfenden Gewinn

Und weiter geht es mit dem Zahlenritt über den Bodensee. Margenschwächere Projekte und Auswirkungen der Corona-Pandemie haben bei Nordex im ersten Quartal zu Gewinneinbußen geführt. Während die Erlöse des Windturbinenbauers auf 1,25 (Vorjahr: 0,964) Milliarden Euro stiegen, schrumpfte das operative Ergebnis (Ebitda) auf 10,4 (13,1) Millionen Euro.

"Insgesamt bleiben wir zuversichtlich für 2021 und gehen von einer positiven Entwicklung des Geschäftsverlaufs aus", erklärte Firmenchef Jose Luis Blanco. Er bestätigte seine Jahresziele, die einen Umsatz von 4,7 bis 5,2 Milliarden Euro vorsehen und eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 4,0 bis 5,5 Prozent.

07:21 Uhr

Lockdown lässt Media Markt und Saturn leiden

Ceconomy
Ceconomy 4,28

Die Elektronikhandelsholding Ceconomy steuert in der Corona-Krise mit sinkenden Umsätzen und steigenden operativen Verlusten auf ihren Chefwechsel zu. Der Eon-Manager Karsten Wildberger wird im August die Führung der Holding und ihrer Elektronikhandelskette Media Markt und Saturn übernehmen.

Der Umsatz von Ceconomy sank im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 um 5,7 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Verlust (Ebit) stieg auf 146 (Vorjahr: Minus 131) Millionen Euro. Zahlreiche Filialen vom Media Markt und Saturn in Deutschland und den Niederlanden waren von den behördlich verordneten Schließungen zur Eindämmung der Pandemie betroffen. Ihre Jahresziele hatte die Düsseldorfer Holding bereits im Februar über Bord geworfen.

Da die Kunden wegen der geschlossenen Filialen von Media Markt und Saturn auf die Online-Shops der Ketten auswichen, wuchsen diese rasant. Der Online-Umsatz stieg im zweiten Quartal um 146,5 Prozent an und machte mit 2,1 Milliarden Euro knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.

07:13 Uhr

Eon schafft Kehrtwende in UK und steigert Gewinn

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(Foto: picture alliance/dpa)

Zufriedene Mienen bei Eon: Der Energieversorger hat die Kehrtwende im verlustreichen britischen Geschäft geschafft und deutlich mehr verdient. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stieg im ersten Geschäftsquartal um 14 Prozent auf 1,655 Milliarden Euro, wie der Essener Dax-Konzern mitteilte. Analysten hatten nur 1,557 Milliarden Euro erwartet. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 19 Prozent auf 809 Millionen Euro.

Insgesamt steigerte Eon seinen Umsatz um vier Prozent auf 18,402 Milliarden Euro, die Netto-Verschuldung blieb in etwa stabil. Auf die Eon-Gesellschafter bezogen lag das Ergebnis je Aktie bei 0,31 Euro, nach minus 0,17 Euro im Vorjahresquartal. Hingegen war der operative Cashflow im ersten Quartal saisonbedingt mit minus 241 Millionen Euro negativ.

Für 2021 erwartet Eon nun ein bereinigtes Ebit zwischen 3,8 und 4,0 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss zwischen 1,7 und 1,9 Milliarden Euro.

07:07 Uhr

Thyssenkrupp wittert nach Gewinnsprung Morgenluft

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 8,52

Hoffnung bei Thyssenkrupp: Der Konzern beurteilt die Geschäftsaussichten nach einer unerwartet deutlichen Ergebnisverbesserung im zweiten Quartal optimistischer und hebt die Prognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2020/21 an. Erwartet wird nun ein bereinigter operativer Gewinn (Ebit) in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe und nicht wie bisher nur ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis, wie der MDax-Konzern in Essen mitteilte. Der Umsatz dürfte dabei niedrig zweistellig und nicht mehr nur hoch einstellig wachsen.

Im abgelaufenen zweiten Quartal schrieb Thyssenkrupp auf bereinigter operativer Basis schwarze Ebit-Zahlen. In den Monaten Januar bis März verbuchte Thyssenkrupp ein bereinigtes Ebit von plus 220 Millionen Euro nach minus 279 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Auftragseingang stieg vergleichbar um 14 Prozent auf 8,65 Milliarden Euro, der Umsatz um 4 Prozent auf 8,58 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 199 Millionen Euro - eine Verbesserung um fast eine halbe Milliarde Euro.

07:01 Uhr

Amazon begibt erste nachhaltige Anleihe

Der Online-Handelsriese Amazon begibt erstmals eine Anleihe, die Nachhaltigkeitskriterien genügt. Der Konzern will eine Milliarde US-Dollar einnehmen. Das Geld soll nach Angaben von Amazon in erneuerbare Energien, günstigen Wohnraum und die Schulung unterprivilegierter Beschäftigungsgruppen stecken.

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06:43 Uhr

Nikkei verliert kräftig - Dax hustet schon

Nikkei
Nikkei 27.980,87

Die Tokioter Börse hat einen Schwächeanfall verzeichnet. Asiatische Aktien gaben im frühen Handel nach, nachdem die Inflationserwartungen in den USA auf den höchsten Stand seit zehn Jahren gestiegen waren. "Die asiatischen Börsen werden heute dem US-Trend folgen und insbesondere einige chinesische Tech-Werte werden wegen der anstehenden Kartellstrafe unter großem Druck stehen", sagte ein Analyst.

Der Nikkei lag 3,1 Prozent tiefer bei 28.615 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank um 2 Prozent und lag bei 1914 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 1,1 Prozent.

Auch der Dax verlor vorbörslich schon kräftig - minus 1,1 Prozent auf 15.227 Zähler.

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06:35 Uhr

Dax-Futures verheißen nichts Gutes

Bei den Dax-Futures zeigen die Pfeile nach unten. Der Juni-Kontrakt verlor kurz nach 6 Uhr 87,0 Punkte auf 15.223,0 Zähler. In den Handel gegangen war er mit 15.315,0. Das Tageshoch liegt bislang bei 15.315,0 und das Tagestief bei 15.192,0 Punkten. Umgesetzt wurden 1871 Kontrakte.

Noch handelt es sich aus technischer Sicht bei dem Rücksetzer um ein Pull-Back an den gebrochenen Flaggen-Abwärtstrend, der bei etwa 15.180 Punkten verläuft. Darunter liegt die nächste Unterstützung bei etwa 15.090. Auf der Oberseite ist das Tageshoch bei 15.315 Punkten Widerstand.

06:21 Uhr

Nach Hackerattacke auf Pipeline: Airline muss umdisponieren

Die US-Fluggesellschaft American Airlines plant aufgrund von Treibstoffmangel nach einem Hackerangriff auf Colonial Pipeline zwei ihrer Langstreckenflüge zwischenlanden zu lassen. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Flug von Charlotte/North Carolina nach Honolulu auf Hawaii in Dallas/Texas einen Tank-Stopp einlegen. Dort werden die Passagiere das Flugzeug wechseln, bevor sie nach Honolulu weiterfliegen.

Der Flug von Charlotte nach London soll in Boston zwischenlanden, um zusätzlichen Treibstoff zu tanken. Man werde voraussichtlich am 15. Mai zum ursprünglichen Flugplan zurückkehren.

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(Foto: dpa)

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06:15 Uhr

Erzeuger- und Verbraucherpreise steigen in China deutlich

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(Foto: picture alliance/dpa)

Chinas Fabrikpreise sind im April so stark gestiegen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Laut nationalem Statistikamt ist der Erzeugerpreisindex um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Er übertraf damit leicht die Erwartungen der Analysten, die 6,5 Prozent prognostiziert hatten. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im April um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit lag der VPI leicht hinter den Erwartungen der Analysten, die 1,0 Prozent schätzten.

Auch Chinas Exportwachstum übertraf im April die Markterwartungen, die Importe in diesem Monat erreichten sogar ein Jahrzehnt-Hoch, wie offizielle Daten zeigen.

06:03 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Den deutlichen Gewinnen vom Freitag hat der Dax zum Wochenstart kaum etwas folgen lassen, denn er schloss bei 15.400 Punkten nahezu unverändert. "Verhaltener Handel" hieß es dazu von den ntv-Börsenkorrespondenten. Selbst eine Wall Street, die weiterhin in Rekordlaune ist - der Dow knackt erstmals die 35.000er Marke -, konnte nicht für positive Impulse sorgen, obwohl die Stimmung am Markt weiterhin optimistisch ist. Am zweiten Handelstag der Himmelfahrtswoche stehen die Nebenwerte im Fokus, die mit einer wahren Zahlenflut aufwarten - aber auch von der Konjunkturseite könnte der ein oder andere Impuls kommen.

So werden beispielsweise am Vormittag um 11.00 Uhr frische ZEW-Daten zu den Konjunkturerwartungen für den Mai veröffentlicht. Um 12.00 Uhr folgt noch der Frühindikator April der OECD. Die Opec gibt zudem den Ölmarkt-Monatsbericht heraus.

Von Unternehmensseite hagelt es regelrecht Quartalszahlen: Das größte Augenmerk der Anleger dürfte dabei auf die Zahlen von Eon gerichtet sein. Auf der Agenda stehen aber auch noch Thyssenkrupp, K+S, Fraport, Nordex, Evotec, Biotest, Bilfinger, Bechtle, Gea, Alstom oder Home24. Zu Online-Hauptversammlungen haben indes Rheinmetall, Hugo Boss, Jungheinrich und Kion geladen.

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