Dienstag, 19. Januar 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Nur 60 Punkte fehlen: Dax dreht ins Minus

Am deutschen Aktienmarkt hat sich der Dax im Dienstagshandel zwischenzeitlich der 14.000-Punkte-Marke genähert. Im Tageshoch schafft es der deutsche Börsenleitindex bis auf 13.940 Zähler. Einem positiven Auftakt folgt ein Rücksetzer, den auch eine positiv in den Handel startende Wall Street nicht wettmachen kann. Am Ende geht der Dax 0,2 Prozent leichter mit 13.815 Punkten aus dem Handel.

"Wir hängen am deutschen Aktienmarkt zwischen der Sorge vor weiteren Lockdown-Maßnahmen auf der einen Seite und der Hoffnung auf zusätzliche Konjunkturpakete auf der anderen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Die Anleger schauen sich die Lage an und halten sich entsprechend zurück."

Dax
Dax 13.879,33

Bei den Einzelwerten präsentieren sich VW, MTU sowie Fresenius und FMC auf der Liste der Gewinner. Die Aufschläge fallen mit rund oder leicht mehr als einem Prozent aber übersichtlich aus. Auf der Verliererseite notieren mit Adidas und Deutsche Bank zwei Gewinnerwerte der letzten Handelstage vorn.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 171,08
Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,58

 

17:13 Uhr

Boeing 737 Max dürfen in Europa bald wieder fliegen

Die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA wird dem nach zwei Abstürzen weltweit gesperrten Boeing-Modell 737 Max in der kommenden Woche eine Freigabe erteilen. "Wir werden dem Flugzeug nächste Woche die Erlaubnis geben, an den Himmel zurückzukehren", sagt EASA-Chef Patrick Ky. Nach den USA und Brasilien hatte zuletzt auch Kanada das Flugzeug wieder zugelassen. In Zukunft werde die EASA mit der US-Flugsicherheitsbehörde FAA enger zusammenarbeiten bei der Zertifizierung von neuen Flugzeugen. Es sei möglich, dass die Prozedur dadurch am Anfang länger dauern werde.

Boeing
Boeing 177,66

16:57 Uhr

Cisco darf Acacia für Milliardensumme schlucken

Chinas Wettbewerbsbehörden haben der 4,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Acacia durch den US-Netzwerkausrüster Cisco zugestimmt. Bedingung dafür sei, dass ein fairer Wettbewerb sichergestellt werde, teilte die zuständige Behörde SAMR mit. Damit kann der Deal jetzt über die Bühne gehen, da alle anderen Wettbewerbshüter bereits ihre Genehmigung erteilt haben. Ursprünglich wollte Cisco bereits 2019 den US-Hersteller optischer Komponenten kaufen, erhielt aber kein fristgerechtes grünes Licht aus China und stockte daraufhin die Offerte deutlich auf. Cisco-Aktien verlieren rund 1,5 Prozent.

Cisco
Cisco 37,59

16:32 Uhr

MGM zieht zurück: Kurs von bwin-Mutter bricht ein

Die Aktien des britischen Glückspielanbieters Entain fallen 15 Prozent. MGM legt die Übernahmepläne ad acta. Anfang Januar hatte MGM angeboten, Entain für eigene Aktien im Gegenwert von 8,09 Milliarden Pfund zu übernehmen - damals ein Aufschlag von 22 Prozent auf den Börsenwert der britischen Gesellschaft. Entain hatte die Offerte aber als nicht ausreichend zurückgewiesen.

16:13 Uhr

US-Anleger nehmen Allzeithochs ins Visier

Nach dem verlängerten Wochenende in den USA startet die Wall Street mit Kursgewinnen. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 nehmen zur Eröffnung Kurs auf ihre jüngsten Rekordhochs und stiegen um jeweils knapp ein Prozent.

Mit Spannung warten Börsianer auf die Anhörung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem US-Kongress. "Ihre Aufgabe ist es, zu erklären, warum aggressive Staatsausgaben notwendig sind, um die Erholung der Wirtschaft zu unterstützen", sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. In vorab veröffentlichen Äußerungen hatte Yellen betont, dass der Staat in der Krise "groß handeln" müsse.

Ein weiterer Stimmungsaufheller seien die ermutigenden Firmenbilanzen, sagt Sam Stovall, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses CFRA. Dank des Börsen-Booms steigerte Goldman Sachs den Gewinn. Wegen der durch die Niedrigzinsen schwächelnden Privatkundensparte brach der Überschuss der Bank of America zwar um ein Drittel ein. Damit bleibe er aber über den Markterwartungen, kommentiert Analyst Ken Usdin von der Investmentbank Jefferies. Die Aktien des Geldhauses verloren dennoch 2,3 Prozent. Die Titel von Goldman Sachs gewannen 1,4 Prozent.

15:59 Uhr

Weizenpreis liegt auf Siebeneinhalbjahreshoch

Aus Furcht vor einem Angebotsengpass decken sich Anleger mit Weizen ein. Der europäische Terminkontrakt steigt knapp zwei Prozent und ist mit 240,25 Euro je Tonne so teuer wie zuletzt vor siebeneinhalb Jahren. Preistreiber sei neben widrigem Wetter in den russischen Anbaugebieten die geplante dortige Exportsteuer, sagt Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl. "Die Aussicht auf geringere russische Exporte zu einer Zeit, in der auch aus der EU weniger Ware als im Vorjahr verfügbar ist, schürt Unruhe bei klassischen Importländern wie Ägypten oder Algerien."

15:18 Uhr

RWE verkauft Anteile an Texas-Windparks

Der Energiekonzern RWE verkauft eine Beteiligung von 24 Prozent an vier Onshore-Windparks in Texas. Käufer sei die britische Investmentgesellschaft Greencoat, teilt RWE mit. Der vereinbarte Kaufpreis betrage rund 160 Millionen US-Dollar - rund 144 Millionen Euro. Drei Projekte seien in Betrieb und eines im Bau. Nach dem Abschluss der Transaktion bleibt RWE Betreiber aller vier Windparks.

15:05 Uhr

Deutlicher Gewinneinbruch bei Bank of America

Die Corona-Krise hat der Bank of America im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Der Gewinn brach um ein Drittel auf 17,9 Milliarden Dollar ein, wie das Institut mitteilt. Ins Kontor schlugen steigende Kreditausfälle und die niedrigen Zinsen in den USA. Im Kampf gegen die Krise hat die Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins auf fast null gesenkt. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Goldman Sachs oder JP Morgan ist Bank of America von den Zinseinnahmen im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden abhängig. Analysten hatten mit einem noch stärkeren Ergebniseinbruch gerechnet.

Die Erträge der zweitgrößten US-Bank fielen im vergangenen Jahr um gut sechs Prozent auf 85,5 Milliarden Dollar. Besonders deutlich waren die Rückgänge im Privatkundengeschäft. In Teilen des Investmentbankings wie etwa dem Aktienhandel lief es dagegen besser. Besonders im vierten Quartal habe sich eine Erholung gezeigt, sagt Bankchef Brian Moynihan. Die Verbraucher hätten wieder mehr Geld ausgegeben, die Kreditnachfrage von Firmen habe zugelegt, und Kunden hätten an den Börsen mehr gehandelt.

Für drohende Kreditausfälle legte das Institut 2020 mehr als elf Milliarden Dollar zur Seite, rund drei Mal so viel wie im Jahr zuvor. Wie andere Finanzhäuser auch, löste Bank of America aber im vierten Quartal einen Teil der bereits gebildeten Risikovorsorge auf, weil sich die wirtschaftlichen Aussicht verbessert haben.

Bank of America
Bank of America 29,46

14:46 Uhr

153 Prozent: Goldman-Sachs-Gewinnplus überrascht

Der weltweite Börsenboom hat der Investmentbank Goldman Sachs im vierten Quartal 2020 einen Gewinnsprung beschert. Das Ergebnis schoss um 153 Prozent auf 4,36 Milliarden Dollar in die Höhe, wie Goldman Sachs mitteilt. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Anstieg gerechnet. Die Aktien legen im vorbörslichen Handel an der Wall Street gut ein Prozent zu.

Wie die Rivalin JP Morgan profitierte Goldman Sachs von Oktober bis Dezember von Zuwächsen im Handel mit Aktien und Anleihen. Das für Banken lukrative Geschäft mit Börsengängen zog ebenfalls wieder an. Insgesamt stiegen die Erträge um 18 Prozent auf 11,74 Milliarden Dollar.

Goldman Sachs
Goldman Sachs 273,00

 

14:14 Uhr

Autobauer Geely verbündet sich mit Chinas Facebook-Rivalen

Der Autobauer Geely arbeitet mit dem chinesischen Technologieriesen Tencent zusammen, um intelligente Fahrzeug-Cockpits und Technologien für autonomes Fahren zu entwickeln. Dazu kündigte die Zhejiang Geely Holding Group eine Partnerschaft mit dem chinesischen Facebook-Rivalen Tencent an. Es ist bereits das dritte Abkommen von Geely mit Firmen aus dem Technologiesektor binnen kurzer Zeit. Vergangene Woche erst hatte die von dem chinesischen Unternehmer und Daimler-Partner Li Shufu gegründete Holding eine Partnerschaft mit dem Apple-Zulieferer Foxconn bekannt gegeben. Davor hatte sich Geely mit dem chinesischen Suchmaschinenriesen Baidu zusammengetan.

Geely Automobile
Geely Automobile 2,72
Tencent Holdings
Tencent Holdings 71,41

 

13:46 Uhr

Anleger schichten in Stellantis um

Maue Nachrichten von Europas Automärkten und Umschichtungen in Stellantis setzen Autobauer unter Druck. VW und BMW geben leicht nach, Daimler verlieren bis zu 1,6 Prozent. Auch Renault geben ab - rund ein Prozent. Wie der Branchenverband ACEA vermeldet, brach der Absatz in Europa im Jahr 2020 um 24 Prozent ein. "Es wird kräftig umgeschichtet in den neuen Konzern", sagt ein Händler. Die Sonderausschüttung von Fiat Chrysler (FCA) werde in Stellantis reinvestiert. Stellantis-Papiere ziehen rund 4,5 Prozent an.

13:05 Uhr

Dollar gibt vor Yellen-Anhörung nach

Der Dollar gibt vor der Anhörung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen im Kongress nach. Im Gegenzug verteuert sich der Euro um 0,5 Prozent auf 1,2132 Dollar. Marktteilnehmer rechneten mit Aussagen von Yellen zur Notwendigkeit weiterer Konjunkturhilfen sowie marktbestimmter Wechselkurse. "Beides steht im Einklang mit unserem schwachen US-Dollar-Ausblick", teilen die Analysten der ING Bank mit.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,22
US-Dollar / Euro
US-Dollar / Euro ,82

 

12:44 Uhr

Wall Street schaut auf Quartalszahlen und hört auf Yellen

Nach dem verlängerten Wochenende dürfte die Wall Street mit Gewinnen in den Dienstag starten. Am Montag fand aufgrund des "Martin-Luther-King-Day" kein Handel statt. Dabei dürfte sich der Markt zwischen wichtigen Unternehmenszahlen und der Anhörung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem Finanzausschuss des US-Senats bewegen. Der S&P-Future legt aktuell um 0,7 Prozent zu. Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht auf der Agenda.

Der Markt hofft, von der ehemaligen Chefin der US-Notenbank mehr über das geplante Konjunktur-Paket der neuen US-Regierung zu erfahren, heißt es. Schon vor ihrer Anhörung hat Yellen sich für ein umfangreiches Hilfspaket ausgesprochen. Berichten zufolge wird sie sich außerdem zum freien Wechselkurs des Dollar bekennen. Aus dem Umfeld des neuen US-Präsidenten Joe Biden war zu hören, dass kein niedrigerer Außenwert des Dollar angestrebt werde, um sich so Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Daneben steht die langsam Fahrt aufnehmende US-Berichtssaison im Fokus. Mit Goldman Sachs und der Bank of America legen zwei weitere US-Großbanken ihre Quartalszahlen vor. Am Freitag hatten JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo mit ihren Ergebnissen nicht überzeugt. Nachbörslich wird dann noch Netflix einen Blick in die Bücher gewähren.

12:21 Uhr

Zoff bei Danone: Großaktionär fordert Rücktritt des Vorstandschefs

Der aktivistische Aktionär Danones, Bluebell Capital Partners, fordert den Abgang von Konzernchef Emmanuel Faber. "Die Kursentwicklung unter der Führung von Herrn Faber war enttäuschend", heißt es in einem Brief des Investors zur Begründung. Bei Danone, Hersteller von Actimel-Jogurt und Evian-Wasser, hieß es derweil, das Führungsteam sei stark darauf ausgerichtet, "den Aktionären langfristig einen nachhaltigen Wert zu liefern." Die Anleger lässt das Gerangel bislang kalt: Danone-Aktien legen rund zwei Prozent zu.

Danone
Danone 58,48

11:52 Uhr

Teamviewer kauft zu, Aktienkurs steigt

Teamviewer kauft das österreichische Software-Startup Xaleon. "Xaleon ist eine großartige Ergänzung unseres bestehenden Produktportfolios", sagt Firmenchef Oliver Steil über den Anbieter einer Technologie, die eine besondere Form des Screensharings ermöglicht. Für Teamviewer, das vor allem für seine Fernwartungssoftware bekannt ist, ist es nach der Akquisition des Augmented-Reality-Spezialisten Ubimax im vergangenen Jahr erst die zweite Übernahme. Über den Gesamtkaufpreis für die Linzer Firma wurde Stillschweigen vereinbart. Bekannt ist, dass Teamviewer einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag zahlt sowie eine variable Komponente. Teamviewer-Aktien gewinnen rund 2,5 Prozent.

Teamviewer
Teamviewer 45,08

11:17 Uhr

ZEW-Konjunkturausblick trotz Lockdown verbessert

Die Konjunkturerwartungen von Börsen- und Finanzexperten sind im Januar leicht gestiegen. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen erhöhte sich trotz des Lockdown auf 61,8 Punkte von 55,0 Punkten im Vormonat, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilt. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 59,0 Punkte gerechnet. Schon im Dezember hatte sich der Index angesichts der Impfstoff-Ankündigungen deutlich verbessert. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage legte geringfügig zu, und zwar auf minus 66,4 Punkte nach minus 66,5 Zählern im Vormonat. Erwartet worden war ein stabiler Wert von minus 66,5 Punkte.

"Trotz der Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Lockdowns hat sich der Konjunkturausblick für die deutsche Wirtschaft leicht verbessert", sagt ZEW-Präsident Achim Wambach. "Die Ergebnisse der Januarumfrage des ZEW-Finanzmarkttests zeigen, dass vor allem die Exporterwartungen deutlich gestiegen sind."

10:54 Uhr

Anleger bewerten S&T-Ausblick positiv

Der IT-Dienstleister S&T ist nach Vorlage eines Ausblicks für 2021 gefragt. Die Aktien legen mehr als sechs Prozent zu. Die österreichische IT-Firma peilt 2021 erneut Zuwächse an. Der Umsatz soll um 15 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro steigen, das operative Ergebnis (Ebitda) soll 140 (Vorjahr: 122) Millionen Euro erreichen. "Unser Geschäft hat sich im abgeschlossenen Corona Jahr sehr gut entwickelt, daher werden wir unsere bereits erhöhte Guidance 2020 sogar noch leicht übertreffen", erklärt Firmenchef Hannes Niederhauser. "Für die nächsten Jahre bin ich optimistisch und erwarte auf Basis der gut gefüllten Auftragsbücher eine Forstsetzung des profitablen Wachstumskurses der letzten Jahre."

10:23 Uhr

Investor macht Kasse: Auto1-Einsatz mehr als verhundertfacht

Einer der ersten Investoren in Auto1 hat einen Teil seiner Beteiligung an der Gebrauchtwagen-Plattform Finanzkreisen zufolge noch vor dem Börsengang zu Geld gemacht. DN Capital habe Auto1-Anteile für je 50 Millionen Euro an die US-Venture-Capital-Investoren Sequoia und Lone Pine verkauft, sagt eine mit der Transaktion vertraute Person. Dabei sei Auto1 mit rund sechs Milliarden Euro bewertet worden. DN Capital habe seinen Einsatz damit mehr als verhundertfacht. Sequoia und Lone Pine seien auch bereit, beim Börsengang als Ankerinvestoren Aktien für jeweils mindestens 50 Millionen Euro zu zeichnen. Auto1 hatte seine Börsenpläne vergangene Woche öffentlich gemacht.

10:02 Uhr

Experten erwarten höheres globales Wachstum dank Biden

Die Weltwirtschaft wird von der Wahl von Joe Biden als US-Präsident profitieren, so das Ergebnis einer Umfrage des Ifo Institutes unter 843 Experten aus 107 Ländern. Der Effekt auf die Erwartungen beträgt laut Ifo 1,16 Prozentpunkte höheres Wachstum für 2021.

"Nach der andauernden Corona-Krise und ihren drastischen Auswirkungen könnte die Präsidentschaft Bidens nach Ansicht der Befragten ein Hoffnungsschimmer für die Entwicklung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr sein", schreiben Niklas Potrafke, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie, und seine drei Ko-Autoren im Ifo Schnelldienst. Die Befragten in den USA erwarteten allerdings keine Veränderung für ihr eigenes Land. Damit beträgt der Gesamteffekt plus 0,98 Prozentpunkte.

Im Zeitraum von 1949 bis 2012 habe das Wirtschaftswachstum unter demokratischen Präsidenten in den USA um 1,79 Prozentpunkte höher gelegen als unter republikanischen Präsidenten, so Potrafke. "Wenn sich das Muster fortsetzen würde, so kann man auch mit Blick auf die Vergangenheit von höheren Wachstumsraten unter dem Demokraten Joe Biden als unter einer zweiten Amtszeit des Republikaners Donald Trump ausgehen", heißt es in der Studie.

09:36 Uhr

Lindt-Umsatz sinkt, Aktienkurs auch

Unter Druck stehen die Aktien von Schokoladenhersteller Lindt. Die Titel fallen mehr als drei Prozent, während der Schweizer Leitindex SMI-Index 0,3 Prozent zulegt. Grund ist der stärkere Rückgang des organischen Wachstums als erwartet. Im zweiten Halbjahr ging er um 4,8 Prozent zurück, wie die Analysten von Bernstein anmerken. Das habe zwar innerhalb der vom Unternehmen ausgegebenen Spanne von minus 5 bis 7 Prozent gelegen, jedoch sei der Konsens mit nur minus drei Prozent optimistischer gewesen. Lindt leidet unter der Corona-Pandemie, besonders der Einbruch des Ostergeschäfts machte sich im Umsatz bemerkbar.

Lindt & Sprüngli
Lindt & Sprüngli 76.900,00

09:23 Uhr

Corona-Krise dämpft Inflation 2020

Das Leben in Deutschland hat sich wegen der Corona-Krise im vergangenen Jahr so wenig verteuert wie seit 2016 nicht. Die Inflationsrate lag 2020 im Schnitt nur bei 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt und damit eine erste Schätzung Anfang Januar bestätigte. Im Dezember sanken die Verbraucherpreise sogar um 0,3 Prozent zum Vorjahresmonat, blieben damit zum November-Wert unverändert und zugleich auf dem tiefsten Stand seit Januar 2015. Nach dem Auslaufen der gesenkten Mehrwertsteuer rechnen Ökonomen für Anfang 2021 mit einem deutlichen Anstieg bei der Inflation.

Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer von Juli bis Ende 2020 von 19 auf 16 Prozent gesenkt, um Konsum und Wirtschaft in der Corona-Krise anzukurbeln. Wegen der pandemie-bedingten Rezession konnten viele Firmen bei ihren Kunden steigende Preise nur schwer durchsetzen. Die Verbraucher profitierten 2020 auch von der günstigen Energie, die 4,8 Prozent weniger kostete als 2019. So war Tanken im Schnitt fast zehn Prozent billiger, Heizöl kostete knapp 26 Prozent weniger. Ohne die Energie hätte die gesamte Inflation im vorigen Jahr bei 1,1 Prozent gelegen. Preise für Nahrungsmittel hingegen stiegen mit 2,4 Prozent überdurchschnittlich.

09:06 Uhr

"Dax nimmt die 14.000 wieder ins Visier"

Den leichten Gewinnen vom Wochenauftakt lässt der Dax zum Start in den Dienstagshandel weitere Aufschläge folgen. Der deutsche Börsenleitindex zieht 0,3 Prozent auf 13.892 Punkte an. Am Montag war er bei 13.848 Zählern aus dem Handel gegangen. Während die Wall Street feiertagsbedingt geschlossen war, liefern die asiatischen Börsen positive Vorgaben.

"Spekulationen über ein weiteres Hilfspaket in den USA, angeheizt von der neuen US-Finanzministerin Janet Yellen, stützen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Sie haben bereits die Börsen in Asien angetrieben und bringen nun auch den deutschen Aktienmarkt voran. Der Dax nimmt die 14.000 wieder ins Visier."

08:50 Uhr

Nikkei legt zu, Kospi auch

Anleger in Fernost haben nach den jüngsten Kursrücksetzern bei Aktien wieder zugegriffen. Nach zwei Handelstagen mit Verlusten stieg der japanische Leitindex Nikkei 1,4 Prozent auf 28.633 Punkte. "Der heutige Anstieg zeigt die fundamentale Stärke des japanischen Marktes", sagte der Manager Hideyuki Suzuki vom Brokerhaus SBI Securities Suzuki. Die Entwicklung komme aus eigener Kraft, ohne Impulse von dem am Montag geschlossenen US-Markt. Vor allem Chip-Hersteller waren gefragt. Die Aktien von Rohm gewannen 4,5 Prozent. Die Anteilsscheine von TDK, Tokyo Electron und Advantest stiegen zwischen 2,1 und 4,2 Prozent. Auch Autobauer profitierten, Nissan verbesserte sich um rund vier Prozent, Mazda um 5,5 Prozent.

Auch an weiteren asiatischen Handelsplätzen ging es nach oben. Den Investoren machte die wirtschaftliche Kraft Chinas Mut. Anleger hofften, dass diese das Wachstum in der gesamten Region anschieben werde. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte am Montag mit neuen Daten bestätigt, dass sie zu den wenigen Ländern gehört, die 2020 ein Wirtschaftswachstum schafften. Die Börse in Hongkong zog mehr als zwei Prozent an, in Südkorea legte der Kospi 2,6 Prozent zu. Gegen den Trend gab die Börse Shanghai knapp ein Prozent nach. Erneut auftretende Coronavirus-Infektionen beunruhigten hier die Anleger.

Nikkei
Nikkei 29.267,92
Kospi
Kospi 2.994,98

 

08:31 Uhr

Rekordcrash: Pkw-Absatz in der EU so stark eingebrochen wie nie

Der Pkw-Markt in der Europäischen Union ist im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie so stark eingebrochen wie nie zuvor. Der Autoabsatz fiel um mehr als drei Millionen Fahrzeuge oder 23,7 Prozent auf 9,9 Millionen Pkw, wie der Herstellerverband ACEA mitteilt. Das sei der größte Rückgang seit Beginn der Datenerhebung.

Im Dezember lag das Minus EU-weit noch bei 3,3 Prozent. Unter den großen Märkten meldeten Italien und Frankreich allerdings immer noch zweistellige Monatsverluste, während der Absatz in Deutschland um 9,9 Prozent zulegte.  

08:17 Uhr

Ölpreise steigen ohne starke Impulse nur leicht

Brent Rohöl
Brent Rohöl 66,67

Die Ölpreise steigen im frühen Handel leicht. Starke Impulse gab es zunächst jedoch nicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 55,01 US-Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg ebenfalls leicht auf 52,29 Dollar. Am Markt war von einem ruhigen Handel die Rede. Leichter Preisauftrieb kam von dem etwas schwächeren Dollar.

In den Wochen zuvor hatte der Dollar dagegen spürbar zugelegt, was die Ölpreise belastet hatte. Da Erdöl in der US-Währung gehandelt wird, beeinflussen Wechselkursschwankungen die Nachfrage aus Ländern, die nicht mit dem Dollar zahlen. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Nachfrage von dort. Der zweite große Einflussfaktor bleibt die Corona-Pandemie. Hatten die Ölpreise bis vor kurzem noch von der Aussicht auf flächendeckende Impfungen profitiert, belastet seit einigen Tagen die vielerorts angespannte Corona-Lage. Nicht nur die erwartete Nachfrage, auch die allgemeine Finanzmarktstimmung wird dadurch gedämpft. Erdöl gilt als besonders risikosensible Anlageform.

07:57 Uhr

Euro steigt auf knapp 1,21 US-Dollar

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,22

Der Euro legt im frühen Handel etwas zu. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2095 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vorabend. Der Dollar gab hingegen zu vielen Währungen etwas nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,2064 Dollar festgesetzt. Am heutigen Dienstag blicken Anleger zum einen auf die Konjunkturerwartungen des Mannheimer ZEW-Instituts. Es wird mit einer leichten Aufhellung der Erwartungshaltung gerechnet.

Die aktuelle Lagebeurteilung dürfte hingegen unter der angespannten Corona-Situation leiden. Ein weiterer Höhepunkt des Tages ist die bereits erwähnte Anhörung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem amerikanischen Kongress. Die ehemalige Notenbankchefin dürfte auch zu währungspolitischen Themen befragt werden. Die Trump-Regierung hatte oftmals mit unkonventionellen Äußerungen für Irritationen an den Devisenmärkten gesorgt.

07:37 Uhr

Massiv gestiegene Nachfrage: Logitech verdreifacht operativen Gewinn

Logitech
Logitech 89,94

Logitech hat auch in seinem dritten Geschäftsquartal von der während der Pandemie massiv gestiegenen Nachfrage nach Computer-Zubehör profitiert. Das Unternehmen mit Sitz im schweizerischen Lausanne konnte seinen operativen Gewinn bei einem kräftigen Umsatzwachstum mehr als verdreifachen. Den Ausblick für das Gesamtjahr hob die Logitech International an. Der Umsatz kletterte um 85 Prozent auf 1,67 Milliarden US-Dollar. Wechselkursbereinigt lag das Wachstum bei 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn lag bei 476 Millionen Dollar verglichen mit 152 Millionen vor Jahresfrist. Unter dem Strich blieben 382,5 Millionen Dollar als Nettogewinn übrig nach 117,5 Millionen zuvor.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 2,22 Dollar. Für das Geschäftsjahr 2020/21 per Ende März geht Logitech nun von einem wechselkursbereinigten Umsatzwachstum von 57 bis 60 Prozent aus. Der bereinigte operative Gewinn soll 1,05 Milliarden Dollar erreichen. Bisher hatte das Unternehmen ein Wachstum von 35 bis 40 Prozent und einen operativen Gewinn von 700 bis 725 Millionen Dollar in Aussicht gestellt.

07:31 Uhr

Dax vor Corona-Gipfel höher erwartet

Dax
Dax 13.879,33

Unmittelbar vor den neuen Gesprächen von Bund und Ländern über die Coronavirus-Beschränkungen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute höher starten. Am Montag hatte er nach anfänglichen Verlusten 0,4 Prozent fester bei 13.848 Punkten geschlossen. Anleger befürchteten, dass die diskutierte Verlängerung und Verschärfung der Pandemie-Restriktionen die wirtschaftliche Erholung abwürgen könnte, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets.

Daneben warteten Börsianer gespannt auf die Anhörung der designierten US-Finanzministerin Janet Yellen vor dem US-Kongress. Dem "Wall Street Journal" zufolge ist sie nicht an einem weichen Dollar interessiert und will die Festlegung des Wechselkurses der Weltleitwährung den Märkten überlassen. Unterdessen geht nach dem verlängerten Wochenende in den USA die dortige Bilanzsaison weiter. Unter anderem öffnen die Geldhäuser Bank of America und Goldman Sachs sowie die Online-Videothek Netflix ihre Bücher.

06:52 Uhr

Halbleiter-Engpässe versetzen Autobranche in Alarm

Die akuten Engpässe bei wichtigen Halbleiter-Produkten wie Elektronik-Chips und Sensoren alarmieren die deutsche Autoindustrie zunehmend. Inzwischen liefen Beratungen mit der Politik darüber, wie sich die Lage entschärfen lassen könnte, erklärte der Branchenverband VDA in Berlin. "Global wird intensiv daran gearbeitet, die Versorgung mit Halbleitern - insbesondere auf der Ebene der Chip-Hersteller - sicherzustellen", hieß es. "Der VDA ist hierzu auch mit der Bundesregierung in Kontakt." Bei Herstellern wie Volkswagen, Daimler oder Audi waren zuletzt bereits etliche Schichten ausgefallen. Deshalb gibt es vorübergehend wieder mehr Kurzarbeit.

Weiterverarbeiter von Halbleiter-Material und Autozulieferer wie Hella oder Continental sprachen ebenso von Engpässen. Auch einige andere Wirtschaftszweige haben Probleme. "Aufgrund unterschiedlicher Einflüsse ist die weltweite Nachfrage nach bestimmten Halbleiter-Bauteilen derzeit höher als das Angebot", hieß es vom VDA. "Von dieser Verknappung sind auch die weltweite Automobilindustrie und Elektronik-Lieferanten betroffen." Als eine Ursache gilt die angespannte Situation bei einigen zentralen Zulieferern, auch in Asien.

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06:15 Uhr

Asiatische Anleger setzen auf chinesische Stärke

Nikkei
Nikkei 29.267,92

Der japanische Leitindex ist nach zwei Tagen mit Kursverlusten mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 1,23 Prozent auf 28.591 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,48 Prozent auf 1854 Zähler zu. "Der heutige Anstieg zeigt die fundamentale Stärke des japanischen Marktes", sagte der Manager Hideyuki Suzuki von SBI Securities Suzuki. Die Entwicklung komme aus eigener Kraft, ohne vom am Montag geschlossenen US-Markt beeinflusst zu sein.

Vor allem Chip-Hersteller legten zu, wie Rohm Co, dessen Aktie zum Handelsauftakt über vier Prozent zulegte. Auch Kfz-Hersteller profitierten, Nissan Motor verbesserte sich um rund vier Prozent, Mazda Motor um fünf Prozent. Im gesamten asiatischen Markt startet die Börsen positiv in den Tag. Den Investoren machte die wirtschaftliche Kraft Chinas Mut, viele setzten darauf, dass dies das Wachstum in der gesamten Region anschieben wird. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte am Montag mit neuen Daten bestätigt, dass sie zu den wenigen Ländern gehört, die 2020 ein Wirtschaftswachstum schafften.