Donnerstag, 01. November 2018Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
18:26 Uhr

Dem Dax geht die Puste aus

Der Dax hat seine Gewinne vom Vormittag von zeitweise über 1 Prozent im Handelsverlauf wieder eingebüßt und nur ein Mini-Plus ins Ziel gerettet. Letztlich stieg der deutsche Leitindex um 0,1 Prozent auf 11.468 Punkte. Die Marke von 11.500 Punkten erwies sich damit - wie bereits gestern - als ein zu starker Widerstand. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen schloss mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 24.337 Zählern, der SDax gewann 1,2 Prozent auf 11.166 Punkte.

Und auch ich verabschiede mich in den Feierabend.

17:35 Uhr

Ölpreis stürzt ab

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REUTERS

Der Ölpreis erreicht den tiefsten Stand seit mehreren Monaten. Der Preis für die Sorte Brent fällt um 2,8 Prozent auf 72,90 Dollar. Im Tagestief sank er auf den niedrigsten Stand seit April. Noch Anfang Oktober wurde Brent zu mehr als 86 Dollar gehandelt. Die US-Sorte WTI verliert in ähnlichem Umfang.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 57,35

Händler sehen zwar keine tagesaktuell neuen Faktoren, verweisen aber auf die bereits bislang belastenden Gründe der jüngsten Zeit. So waren in den vergangenen Wochen die Lagerbestände in den USA stetig gestiegen. Hinzu kommt ein Sprung in der Produktion in den USA, daneben auch in Russland. Außerdem hat Saudi-Arabien signalisiert, die Produktion auszuweiten. Hinzu kommen Bedenken, dass wegen einer Verlangsamung der Konjunktur die Nachfrage nicht mit dem Angebot mithalten kann.

Dadurch verschwinden die über lange Zeit vorherrschenden Sorgen wegen eines zu knappen Angebots und verwandeln sich in Bedenken wegen einer drohenden weltweiten Ölflut. "Der Ölmarkt hat einen kritischen Punkt erreicht, da eine Reihe bearisher Faktoren die Preise drücken", sagt Tyler Richey von Sevens Report. Damit könne der vor über einem Jahr begonnene Bullenmarkt an sein Ende gekommen sein, vermutet er.

17:07 Uhr

US-Amerikaner bleiben Pickups treu

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Die weiter steigende Nachfrage nach Geländewagen und Pickup-Trucks hat im Oktober das US-Geschäft der großen Autohersteller dominiert. So trugen bei Fiat Chrysler gute Verkäufe der Modelle Jeep und Ram maßgeblich zu einem Absatzplus von fast 16 Prozent auf gut 177.000 Fahrzeuge bei, wie der Konzern mitteilte.

Ford konnte zwar den Verkauf von Geländewagen um 6,7 Prozent steigern, musste insgesamt aber einen um fast vier Prozent rückläufigen Absatz auf rund 193.000 Fahrzeuge hinnehmen. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, die Produktion von den immer weniger gefragten Limousinen in den USA schrittweise einzustellen.

Toyota verzeichnete zwar insgesamt ein Absatzplus von 1,4 Prozent, blieb mit rund 191.000 verkauften Fahrzeugen aber knapp hinter Ford zurück. VW trotzte abermals der Aufregung um den Diesel-Skandal und brachte 4,6 Prozent mehr Autos an die Kunden. Insgesamt rollten 29.000 VW-Fahrzeuge aus den Autohäusern.

Die Zahlen von GM liegen noch nicht vor.

Insgesamt wird damit gerechnet, dass der Autoabsatz in den USA 2018 nach dem Rekordjahr 2016 mit fast 18 Millionen verkauften Fahrzeugen weiter zurückgeht. Doch den Herstellern kommt der Trend zu Geländewagen zugute, weil diese Großfahrzeuge in der Regel rentabler sind.

16:18 Uhr

Rückschlag für Ryanair

Die Billigfluggesellschaft Ryanair darf nach einem Gerichtsurteil nicht 16 Piloten aus den Niederlanden ins Ausland versetzen. Ein Gericht im südniederländischen Den Bosch stoppte die geplante Zwangsversetzung. Ryanair kündigte Berufung gegen das Urteil an. Das irische Unternehmen hatte den Piloten am 1. Oktober mitgeteilt, dass sie zum 4. November versetzt würden, da der Standort in Eindhoven geschlossen werde.

Die Piloten hatten dagegen geklagt und angeführt, dass die Zwangsversetzung eine Reaktion auf die jüngsten Streiks von Mitarbeitern sei. Darin gab das Gericht den Piloten nun recht: "Es hat allen Anschein, dass der Beschluss als Sanktion auf frühere Streikaktionen genommen wurde."

Ryanair hatte erklärt, dass der Standort in Eindhoven aus Kostengründen aufgegeben werde.

15:47 Uhr

Trump-Tweet bringt den Dax zum Hüpfen

Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist eines der Dinge, die die Stimmung an der Börse trüben. Daher wurde ein Tweet von US-Präsident Trump positiv aufgenommen, in dem von einem "sehr guten Gespräch" mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping die Rede ist. Schwerpunkt des Gespräches seien die Handelsbeziehungen gewesen sein, die Diskussion komme gut voran.

Der Dax springt aus dem Stand 50 Punkte nach oben, verliert das Plus allerdings schnell wieder. Aktuell handelt er wenig verändert bei 11.446 Zählern.

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15:24 Uhr

US-Industrie verliert an Fahrt

Die US-Industrie hat im Oktober überraschend kräftig gebremst. Zum Start des vierten Quartals fiel der Einkaufsmanager-Index auf 57,7 Zähler von 59,8 Punkten im Vormonat, wie aus einer Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Das ist der tiefste Stand seit April. Ökonomen hatten einen weniger starken Rückgang erwartet.

Der Index signalisiert weiter eine starke Dynamik, da es noch klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt. Das Wachstum im Neugeschäft verlor ebenso Schwung wie die Beschäftigungslage.

15:13 Uhr

Bayer darf Unkrautvernichter weiter verkaufen

Aufatmen bei Bayer: Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat die Zulassung des Unkrautvernichters Dicamba mit Einschränkungen bis Ende 2020 verlängert. In wenigen Tagen läuft die bisherige Genehmigung aus.

Landwirte setzten Dicamba unter anderem ein, um Unkraut zu bekämpfen, die gegen das umstrittene Glyphosat immun sind.

Bayer
Bayer 75,53

Bei einer Verzögerung oder gar einer Verweigerung der Zulassung hätten Landwirte keinen Grund mehr gehabt, Saatgut von Bayer zu kaufen, das gegen das Mittel resistent ist. Wichtig ist die Zulassung daher auch für die mittelfristigen Ziele von Bayer, die der Konzern im Dezember vorstellen will.

Um sicherzustellen, dass das Mittel richtig angewendet wird, machte die EPA Auflagen. So darf nur noch speziell geschultes Personal das Mittel ausbringen. Bisher hatte ein geschulter Aufseher ausgereicht. Zudem muss unter bestimmten Umständen ein Abstand zu den Feldrändern eingehalten werden. Für Baumwolle sind weniger Behandlungen erlaubt als bisher.

Dicamba hatte für negative Schlagzeilen gesorgt, weil der Wind das Mittel auf Felder wehte, auf denen Sojabohnen angebaut wurden, die gegen das Mittel nicht immun sind. Wegen der Schäden auf Nachbarfeldern fordern mittlerweile zahlreiche Bauern in den USA Schadensersatz in Sammelklagen, die sich auch gegen die Wettbewerber BASF und DowDuPont richten.

Bayer führt die Probleme vor allem auf eine unsachgemäße Verwendung des Mittels zurück und steckte zuletzt viel Geld in die Schulung von Landwirten.

15:01 Uhr

Gewinne in New York

Ermutigende Firmenbilanzen verhelfen der der Wall Street zum dritten Kursanstieg in Folge. Der Standardwerte-Index Dow Jones steigt zur Eröffnung um 0,3 Prozent auf 25.191 Punkte. "Anleger beginnen den November mit einer neuen Einkaufsliste", sagt Michael Antonelli, Händler beim Vermögensverwalter Robert W. Baird. "Denn die letzten Tage haben sie darin bestärkt, dass die Verkäufe nicht weitergehen werden." Die Talfahrt sei wohl vorerst vorbei.

Dow Jones
Dow Jones 29.398,08

Zu den Favoriten am US-Markt gehört DowDuPont. Dank einer anziehenden Nachfrage verdiente der Chemiekonzern im abgelaufenen Quartal überraschend viel. Die Titel gewannen gut 10 Prozent - so viel wie noch nie seit der Fusion von Dow und DuPont vor einem Jahr.

NXP Semiconductors überraschte beim Quartalsgewinn ebenfalls positiv. Auch das Gewinnziel des Chip-Herstellers für die letzten drei Monate 2018 liege über den Erwartungen, so Analyst Mark Lipacis von der Investmentbank Jefferies. NXP-Papiere legen 6,7 Prozent zu.

Die Aktien von Fitbit steigen um gut 16 Prozent und steuern auf den größten Tagesgewinn der Firmengeschichte zu. Der Anbieter von Fitness-Armbändern erwirtschaftete statt des befürchteten Verlusts einen Quartalsgewinn. Am wichtigsten sei aber der fortlaufende Absatzanstieg bei Smartwatches vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft, so die Analysten der Investmentbank Roth.

14:26 Uhr

Icahn torpediert Dells Pläne

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Carl Icahn.

REUTERS

US-Investor Carl Icahn klagt gegen die aktuellen Pläne des PC-Herstellers Dell zur Rückkehr an die Börse. Icahn führt unter anderem an, Dell habe den Anlegern wichtige Informationen dazu vorenthalten. Icahn hält 9,3 Prozent an Dell Technologies und ist damit ein einflussreicher Anteilseigner.

Gründer und Chef Michael Dell will den weltweit drittgrößten PC-Bauer nach fünf Jahren wieder an die Börse zurückbringen. Dafür fasst er einen komplexen Aktiendeal um die von Dell im Jahr 2016 übernommene Software-Firma VMware ins Auge. Bei der Übernahme blieb VMware über eine sogenannte "Tracking-Aktie" als eigenständiger Bereich an der Börse notiert, während Dell gut 80 Prozent der Anteile bekam.

Im Juli bot Dell den Besitzern dieser Tracking-Aktien jeweils 1,3665 Anteilsscheine von Dell Technologies oder 109 Dollar in bar an. Icahn kritisierte, die Offerte bevorteile zu sehr den Gründer, dem rund 72 Prozent von Dell Technologies gehören.

Der 82-jährige Icahn ist ein bekannter Unruhestifter, der schon die Chefetagen einiger US-Unternehmen aufmischte. Seine übliche Vorgehensweise ist, eine Beteiligung aufzubauen und dann Änderungen an der Geschäftspolitik zu verlangen, die seiner Ansicht nach den Aktienkurs stärken. Bei Dell hatte er seinerzeit bereits versucht, mit einer Klage den Rückzug von der Börse zu verhindern.

Der 53-jährige Michael Dell hatte den einst weltgrößten PC-Hersteller 2013 zusammen mit Finanzinvestoren für rund 25 Milliarden Dollar gekauft und von der Börse genommen. Dadurch - und durch die 67 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Speicherspezialisten EMC - entstand allerdings ein drückender Schuldenberg. Der Deal zur Börsenrückkehr soll helfen, diesen abzutragen.

13:54 Uhr

Doch kein Fortschritt bei Brexit-Verhandlungen

Eine Einigung mit Großbritannien bei den Brexit-Verhandlungen ist nach den Angaben von EU-Diplomaten noch in weiter Ferne. Ein möglicher Fortschritt bei den Gesprächen über die Zukunft des britischen Finanzsektors ist diesen Angaben zufolge "reines Wunschdenken unserer britischen Partner, das offenbar über den völligen Stillstand der Verhandlungen mangels britischer Bewegung hinwegtäuschen soll", heißt es im "Tagesspiegel".

Zuvor hatte die britische Zeitung "Times" berichtet, dass die EU britischen Finanzdienstleistern auch nach dem Brexit Zugang zu den europäischen Märkten gewähren wolle. Dagegen hieß es aus den EU-Diplomatenkreisen mit Blick auf den geplanten Scheidungsvertrag zwischen der EU und Großbritannien: "Nach gegenwärtigem Stand wäre eine Einigung über das reine Austrittsabkommen im Dezember ein mittleres Wunder." Ohne ein Austrittsabkommen zwischen der EU und Großbritannien droht ein ungeregelter Brexit im kommenden März.

Angesichts des "Times"-Berichts hatte das britische Pfund zugelegt.

 

13:46 Uhr

Britische Zentralbank hält Pulver trocken

Wenige Monate vor dem Brexit hält sich die britische Notenbank in vornehm zurück. Die Zentralbanker gaben in London ihren einstimmigen Beschluss bekannt, den Leitzins bei 0,75 Prozent zu belassen. Allgemein wird erwartet, dass er erst im Mai kommenden Jahres und damit nach dem EU-Ausstieg das nächste Mal angehoben wird.

Die Notenbanker ließen durchblicken, dass sie die Zinszügel künftig etwas schneller als bislang avisiert anziehen könnten, falls der EU-Ausstieg reibungslos über die Bühne gehen sollte. Ende 2021 könnte der Schlüsselsatz dann bei 1,4 Prozent liegen. Die Bank of England hatte ihn zuletzt im August auf das höchste Niveau seit fast einem Jahrzehnt angehoben. Der Grund: Die Brexit-Entscheidung von Mitte 2016 hat das Pfund unter Druck gesetzt und damit für eine höhere Inflation gesorgt. Sie war zeitweise weit über die Zielmarke von zwei Prozent gestiegen. Der Preisauftrieb hat sich inzwischen aber abgemildert. Zuletzt lag die Teuerungsrate bei 2,4 Prozent.

13:16 Uhr

Dax gewinnt an Schwung

Nach schwachem Start hat sich der Dax in den grünen Bereich vorgearbeitet und liegt ein Prozent im Plus bei 11.561 Zählern. Händler führen das auf einen Bericht der "Times" zurück, demzufolge es Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen gibt.

13:09 Uhr

Spotify verdient Geld

Spotify hat im dritten Quartal unter dem Strich mit einem Gewinn von 43 Millionen Euro schwarze Zahlen geschrieben. Im Vorjahresquartal war netto noch ein Verlust von 394 Millionen Euro angefallen.

Spotify
Spotify 141,00

Den Gewinn verdankt das Unternehmen seiner Investition in den chinesischen Wettbewerber Tencent Music, der zu einem einmaligen Steuervorteil in Höhe von 125 Millionen Euro führte.

Nachhaltig ist der Gewinn also nicht: Spotify dürfte im laufenden Quartal wieder einen Verlust ausweisen und nahm die Prognose für das Kundenwachstum bis Jahresende zurück. Der Umsatz kletterte um rund ein Drittel auf 1,35 Milliarden Euro. Die Zahl der Abonnenten legte im Vergleich zum Vorquartal um fünf Prozent auf 87 Millionen zu.

Spotify hatte seinen Streamingdienst vor einem Jahrzehnt gestartet und konnte die Zahl der Abonnenten in den vergangenen Jahren stetig erhöhen. Viele Streamingdienste beginnen mit kostenlosen Angeboten, die meist durch Werbung finanziert werden. Für eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen ist es aber wichtig, regelmäßig zahlende Abonnenten zu gewinnen.

12:32 Uhr

Insider-Handel mit Gerry-Weber-Aktien?

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imago/Ralph Peters

Die Finanzaufsicht BaFin treibt ihre Untersuchung wegen möglichen Insiderhandels mit Aktien des Modekonzerns Gerry Weber voran. Die Behörde habe ihre routinemäßige Analyse abgeschlossen und eine förmliche Insideruntersuchung eröffnet, bestätigte eine BaFin-Sprecherin einen Bericht der "Wirtschaftswoche". Ein Gerry-Weber-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Am 21. September wurden kurz vor Xetra-Handelsschluss ungewöhnlich viele Gerry-Weber-Aktien gehandelt. Wenig später berichtete der Branchendienst "debtwire", dass der Modekonzern ein Sanierungsgutachten in Auftrag gegeben hatte. Vier Stunden später bestätigte der Konzern den Bericht in einer Pflichtmitteilung. Am nächsten Handelstag brachen die Gerry-Weber-Papiere um mehr als ein Viertel ein.

Der Damenmodehersteller schreibt seit längerem rote Zahlen und schaffte bislang trotz des eingeleiteten Konzernumbaus und des Abbaus von etwa 700 Stellen die Trendwende nicht. Die noch knapp 6500 Mitarbeiter müssen sich auf einen weiteren gravierenden Stellenabbau einstellen.

12:02 Uhr

Deutsche Bank hat neuen Großaktionär

Der US-Hedgefonds Hudson Executive ist bei der Deutschen Bank eingestiegen. Hudson-Chef Douglas Braunstein, der ehemalige Finanzchef der US-Großbank JP Morgan, sagte dem "Wall Street Journal", der Fonds halte inzwischen 3,1 Prozent an der größten deutschen Bank.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,17

Mit dem Anteil, den Braunstein in den vergangenen Monaten bei extrem niedrigen Einstiegskursen aufgebaut hat, wird Hudson zu einem der größten Anteilseigner des Frankfurter Geldhauses. Top-Aktionäre sind weiterhin das Emirat Katar und der chinesische Mischkonzern HNA, der seine Beteiligung allerdings mittelfristig abbauen will.

Braunstein sagte dem "Wall Street Journal", aus seiner Sicht sei die Deutsche Bank "missverstanden und unterbewertet". Er beschäftige sich bereits seit 2017 mit einem möglichen Engagement bei dem Institut.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing erklärte, er begrüße Hudson Executive als neuen Aktionär. "Doug Braunstein und Hudson Executive haben große Erfahrung mit Finanzdienstleistungsunternehmen. Wir schätzen das Vertrauen von Hudson Executive in das Management unserer Bank und in unsere Strategie."

11:45 Uhr

Lufthansa-Aktie kann doch noch zulegen

Die Aktionäre der Lufthansa dürften heute vergleichsweise gute Laune haben. Nach einer der Analystenveranstaltung von gestern Abend gewinnen die Aktien 5,3 Prozent auf 18,70 Euro. Im Jahresverlauf liegen sie aber noch satte 39 Prozent im Minus.

Lufthansa
Lufthansa 15,29

Konzernchef Carsten Spohr und Finanzchef Ulrik Svensson hätten sich auf dem Analystentreffen überrascht gezeigt über die negative Kursreaktion, obwohl ohne Eurowings-Sondereffekte ein Rekordgewinn erreicht worden wäre - und er teile diese Verwunderung, so Analyst Michael Kuhn von der Société Générale. Die Führungsriege sehe Eurowings auf einem guten Weg und wolle sich von kurzfristigen Kursturbulenzen nicht beirren lassen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat mit 77 Maschinen mehr als die Hälfte der Air-Berlin-Flotte übernommen, was nicht reibungslos verlief. Der operative Gewinn bei der Billigtochter ging um 40 Prozent zurück. Eurowings musste reihenweise Ersatzflugzeuge chartern, Passagiere versorgen und Fluggast-Entschädigungen bezahlen.

11:19 Uhr

Britische Industrie schwächelt deutlich

Das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe Großbritanniens hat sich im Oktober deutlicher als erwartet abgeschwächt. Der von IHS Markit und Cips erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) sank auf 51,1 Punkte. Im September hatte er noch bei 53,6 Punkten gelegen.

Die Produktion wuchs langsamer, und Auftragseingänge sowie Beschäftigung waren erstmals seit der Umfrage im Juli 2016, die auf das EU-Referendum folgte, rückläufig.

Der Einkaufsmanagerindex ist ein viel beachtetes Konjunkturbarometer für die gesamtwirtschaftliche Lage. Für den Index werden Manager, die für ihre Unternehmen im Einkauf tätig sind, zur aktuellen Geschäftslage ihrer Betriebe befragt. Dabei werden wichtige Kenngrößen wie Auftragslage, Produktion, Exportaufträge, Beschäftigung und Einkaufspreise erhoben. Über der Schwelle von 50 Zählern wird Wachstum signalisiert.

*Datenschutz

 

10:54 Uhr

Holsten knallt am dollsten

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picture alliance / dpa

Der dänische Brauereikonzern Carlsberg hat dank des ungewöhnlich heißen Sommers auf allen wichtigen Märkten mehr Bier verkauft und konzernweit mehr umgesetzt als von Analysten erwartet. Die Dänen, zu denen Marken wie Holsten, Astra oder Duckstein gehören, schraubten die Einnahmen im dritten Quartal um 7,4 Prozent auf umgerechnet 2,4 Milliarden Euro hoch. Der Gesamtgetränkeabsatz legte um 8,7 Prozent zu und der Bierabsatz um 7,5 Prozent. Carlsberg mit Sitz in Kopenhagen veröffentlicht in seinem vierteljährlichen "Trading Statement" keine Gewinnkennziffern.

Was das mit der Überschrift zu tun hat? Als ich vor vielen Jahren in Hamburg in die Oberstufe ging und abends mit Freunden am Elbstrand Schiffe guckte, war beim Bieröffnen immer wieder dieser Spruch zu hören. Und irgendwie passt der ganz gut zu den vorgelegten Absatz- und Umsatzzahlen.

10:25 Uhr

Fielmann-Aktie macht neue Erfahrung

Die Aktie der Optikerkette Fielmann gewinnt kräftig an Wert und klettert um 5,2 Prozent auf 57,70 Euro, den höchsten Stand seit zwei Monaten. Sie sind damit stärkster MDax-Wert.

Fielmann
Fielmann 69,85

Seit Jahresbeginn haben Fielmann-Aktien allerdings rund 25 Prozent an Wert verloren, der MDax kommt im selben Zeitraum auf ein Minus von knapp acht Prozent.

Grund für die heutigen Kursgewinne ist die am Morgen vorgelegte Bilanz des dritten Quartals. Der Gewinn vor Steuern war auf 80 Millionen Euro gestiegen, vor einem Jahr waren es noch 76 Millionen Euro.

Fielmann habe die Erwartungen übertroffen, so die Analysten der Baader Bank. Zuversichtlich stimmt Börsianer zudem, dass sich der Konzern zum Start des vierten Quartals positiv äußerte und die Prognose für das laufende Jahr bestätigte.

09:54 Uhr

Pfund steigt wegen Brexit-Optimismus

Hoffnungen auf einen Durchbruch bei den Brexit-Vehandlungen schieben das britische Pfund an, die Währung des Vereinigten Königreichs klettert in der Spitze um 0,9 Prozent auf 1,2883 Dollar. Der "Times" zufolge sind Großbritannien und die Europäische Union bei ihren Gesprächen einen Schritt weitergekommen. Premierministerin Theresa May habe mit der EU eine vorläufige Vereinbarung für Finanzdienstleistungen erzielt, heißt es unter Berufung auf Regierungskreise. Britische Banken sollen demnach weiterhin Zugang zum europäischen Markt haben.

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,30

Das wäre eine riesige Überraschung, sagt Devisen-Analyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Vor allem wäre das eine gute Nachricht für die britische Währung, weil ein solches Arrangement es wahrscheinlicher machen würde, dass das britische Bankensystem auch weiter der Kanal bleiben dürfte, über den das beachtliche Leistungsbilanzdefizit finanziert werden könnte. Der Markt bleibe aber skeptisch. Die Reaktion am Devisenmarkt sei zwar deutlich, aber nicht extrem.

"In Sachen Brexit gibt es endlich Fortschritte", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Sollte tatsächlich noch im November ein Deal geschlossen werden, wären die Börsen eine große Sorge los."

Größter Streitpunkt in den Verhandlungen ist aber nach wie vor die künftige Grenze zwischen dem EU-Mitgliedsstaat Irland und der britischen Provinz Nordirland. In den vergangenen drei Wochen hatte das Pfund wegen der Furcht vor einem ungeordneten Ausstieg Großbritanniens aus der EU gut drei Prozent an Wert verloren.

Großbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen.

09:25 Uhr

Dax legt Fehlstart hin

Nach den Kursgewinnen von gestern halten sich die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt zurück. Der deutsche Leitindex Dax verliert zum Start in den November 0,2 Prozent auf 11.421 Zähler. Gestern hatte er 1,4 Prozent höher geschlossen.

Dax
Dax 13.757,62

Zu den größten Verlierern im Dax zählen SAP und Continental mit Abschlägen von 0,9 und 0,7 Prozent. Im MDax stechen Fielmann heraus, die gut 4 Prozent zulegen. Die Optikerkette hat im dritten Quartal den Konzernumsatz leicht erhöht auf rund 366,3 Millionen Euro.

Der Oktober hatte dem deutschen Aktienmarkt deutliche Kursverluste eingebrockt. Der schwelende amerikanisch-chinesische Handelskonflikt, der Streit über den italienischen Haushalt und Spekulationen über schneller als bislang erwartete Zinserhöhungen in den USA gelten als die wichtigsten Gründe. Hinzu kamen einige enttäuschende Ausblicke großer Konzerne.

Da fällt mir ein, Ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Jan Gänger, und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.

09:11 Uhr

Gute Laune in Asien – außer in Japan

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Schnäppchenjäger haben zum Start in den November bei asiatischen Aktien zugegriffen. Der MSCI-Index für Titel in der Region Asia-Pazifik außerhalb Japans steigt um 1,8 Prozent. Im Oktober hatte der Index rund 10 Prozent eingebüßt. In Japan trüben allerdings Kursverluste im Telekomsektor die Stimmung, während die Anleger in China auf Konjunkturmaßnahmen der Regierung hoffen.

Nikkei
Nikkei 23.523,24

Der Tokioter Nikkei-Index der 225 führenden Werte sinkt um 1,1 Prozent auf 21.687 Punkte. Der breiter gefasste Topix verliert 0,9 Prozent. Eine Gewinnwarnung verschreckt Anleger des Telekomunternehmens NTT Docomo, dessen Aktien um mehr als 14 Prozent einbrechen. Eine Absenkung der Servicegebühren wird dem Unternehmen zufolge den Gewinn im nächsten Geschäftsjahr belasten. Das reißt auch die Papiere von Mitbewerbern nach unten. Der Branchenindex für Kommunikationswerte sackt um mehr als acht Prozent ab.

In China setzen Anleger darauf, dass der Staat die Konjunkturabkühlung mit weiteren stützenden Maßnahmen bekämpfen wird. Die Indizes in Shanghai und Shenzhen ziehen um bis zu 0,7 Prozent an.

08:44 Uhr

Ölpreise setzen Abwärtstrend fort

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 57,35

Mit den Ölpreisen geht es wieder leicht nach unten: Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 74,58 US-Dollar. Das sind 46 Cent weniger als gestern. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 39 Cent auf 64,92 Dollar.

Marktbeobachter erklärten den Preisrückgang mit der jüngsten Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Vortag hatte die US-Regierung den sechsten wöchentlichen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in Folge gemeldet. Steigende Ölreserven können ein Hinweis auf ein höheres Angebot oder eine sinkende Nachfrage sein und belasten in der Regel die Ölpreise.

Im Oktober waren die Ölpreise um mehr als zehn Prozent gefallen. Am Markt wird vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China als Ursache für den Einbruch gesehen, weil der Konflikt die Weltwirtschaft insgesamt belasten und die Nachfrage nach Rohöl bremsen könnte.

 

08:19 Uhr

Neues vom Brexit-Pokertisch könnte Dax stärken

Dax
Dax 13.757,62

Der Oktober war im Großen und Ganzen ein echter Schwäche-Monat für den Dax. Allerdings gibt es zuletzt wieder Lichtblicke: Gestern ging der Dax wieder 1,4 Prozent höher bei 11.447 Punkten aus dem Handel. Bleibt die Frage, ob es mit Beginn des neuen Monats fortsetzt? Antwort: Wohl eher nicht. Experten rechnen mit einem leicht schwächeren Handelsstart.

Für etwas Erleichterung könnten im Tagesverlauf die Brexit-Verhandlungen sorgen. Großbritannien und die Europäische Union sind einem Medienbericht zufolge einen Schritt weitergekommen. Auf der Konjunkturseite steht die Zinssitzung der Bank of England im Fokus. Eine Beibehaltung des aktuellen Schlüsselsatzes von 0,75 Prozent gilt als sicher. Aus den USA stehen die Bauausgaben und der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie in den Terminkalendern.

Auch die Firmenbilanzen bleiben im Fokus: Im MDax legt Fielmann seine Quartalszahlen vor. Aus dem Ausland steht die Bilanz von Apple auf der Agenda. Allerdings wird der iPhone-Riese seine Zahlen erst nach Handelsschluss in den USA am Abend veröffentlichen. In Europa lassen sich unter anderem Arcelormittal und Shell in ihre Bücher schauen.

 

07:36 Uhr

Euro erholt sich von jüngsten Rückschlägen

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,08

Der Euro legt wieder zu und macht damit einen kleinen Teil der Kursverluste aus den Vortagen wieder wett. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1341 US-Dollar gehandelt, nachdem sie zur Wochenmitte auf 1,13 Dollar gefallen war.

Am Mittwoch war der Eurokurs zeitweise bis auf 1,1302 Dollar gerutscht und verpasste nur knapp ein neues Jahrestief. Während sich in der Eurozone zuletzt enttäuschende Konjunkturdaten gehäuft hatten, profitierte der Dollar von einer robusten Wirtschaftsentwicklung in den USA und der Aussicht auf weiter steigende Zinsen durch die US-Notenbank Fed.

06:41 Uhr

Tesla-Deal setzt Panasonic unter Druck

Panasonic
Panasonic 10,13

Die Tokioter Börse geben heute leicht nach. Der Nikkei der 225 führenden Werte sinkt bis um 0,8 Prozent auf 21.749 Punkte. Der breiter gefasste Topix verliert 0,7 Prozent auf 1634 Zähler.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer stehen die Aktien von Panasonic. Eine Milliardeninvestition in das Batteriewerk von Elektroauto-Pionier Tesla brockt Panasonic einen Gewinnrückgang ein. Im abgelaufenen Quartal sank das operative Ergebnis um 15 Prozent auf umgerechnet 740 Millionen Euro. Die Dividendenpapiere des japanischen Elektronikkonzerns fielen rund acht Prozent.

Zu den größten Verlierern zählen zudem die Aktien des Telekomunternehmens NTT Docomo mit einem Abschlag von über elf Prozent. NTT hatte zuvor mitgeteilt, dass eine Absenkung der Servicegebühren den Gewinn im nächsten Geschäftsjahr belasten werde.

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Ein Tesla vor der Gigafactory, an der auch Panasonic beteiligt ist.

(Foto: REUTERS)