Donnerstag, 09. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:40 Uhr

Frische Fed-Billionen schieben Dax nach oben

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(Foto: imago images/Rupert Oberhäuser)

Am Gründonnerstag ist es mit den europäischen Aktienmärkten nach oben gegangen. Unterstützung kam am Nachmittag aus den USA, dort hat die Notenbank ein riesiges Notfallkreditprogramm über 2,3 Billionen Dollar aufgelegt. Damit sollen die negativen Folgen der Corona-Pandemie abgefedert werden. Dass Hilfen nötig sind, zeigen die neuen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. In der Berichtswoche meldeten sich in den USA 6,6 Millionen Menschen arbeitslos.

Daneben sorgen die Diskussionen um ein Ende des Lockdown in Deutschland für eine bessere Stimmung. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält erste Schritte raus aus dem Corona-Stillstand der Wirtschaft nach den Osterferien für möglich. Auch in Italien und in der Schweiz werden die Forderungen nach einem Kick-Start der Wirtschaft angesichts abnehmender Infektionszahlen lauter.

In Frankfurt stieg der Dax um 2,2 Prozent und ging mit 10.565 Punkten in die Feiertage. Der MDax gewann 1,8 Prozent auf 22.100 Zähler, der TecDax 1,6 Prozent auf 2790 Stellen. Der EuroStoxx50 legte um 1,4 Prozent auf 2891 Punkte zu. Wichtige Themen standen beim Ertönen der Schlussglocke allerdings noch aus. Man erhoffte sich noch positive Nachrichten vom Eurogruppen-Treffen der Finanzminister und dem Opec-Sondergipfel. Beim zweiten Punkt haben sich Saudi-Arabien und Russland offenbar auf eine Verringerung der Ölförderung geeinigt. Saudi-Arabien werde im April täglich 4 Millionen Barrel weniger fördern, Russland 2 Millionen Barrel, berichten mehrere Informanten. Insgesamt werde die Reduzierung um 10 Millionen Barrel angestrebt. Der Irak und andere wichtige Förderländer müssen der Kürzung noch zustimmen.

Im Dax präsentierten sich die Autowerte stark. Daimler gewannen 6,1 Prozent. VW verteuerten sich um 3,7 Prozent und BMW um 3,4 Prozent. Continental legten um 4,2 Prozent zu. Dax-Spitzenreiter waren heute MTU mit plus 7,2 Prozent.

Mir bleibt dann nur noch, Ihnen frohe Ostern zu wünschen. Bleiben Sie gesund und machen Sie das Beste aus den widrigen Umständen. Den nächsten Börsen-Tag gibt es dann am kommenden Dienstag.

17:17 Uhr

Zalando reagiert auf die Krise - drastisches Sparprogramm

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Zalando 64,14

Der Onlinehändler Zalando will mit einem millionenschweren Sparprogramm die Auswirkungen der Corona-Pandemie mildern. Die Kostensenkungen sollen sich auf 350 Millionen Euro belaufen, sagte eine Sprecherin. Zalando ist von einer sinkenden Kauflust der Verbraucher im Zuge der Pandemie erheblich betroffen und hatte in der vergangenen Woche sinkende Ergebnisse für das erste Quartal angekündigt und zudem seine Prognose für das laufende Jahr zurückgezogen.

Laut "Business Insider" sollen die geplanten Einsparungen unter anderem durch Gehaltsverzicht finanziert werden. So werde der Vorstand auf 25 Prozent seiner Vergütung verzichten, die zweite Managementstufe auf 15 Prozent. Geplante Gehaltserhöhungen würden auf Januar 2021 verschoben.

16:51 Uhr

Streit um MAN-Jobabbau eskaliert - Betriebsrat ruft nach VW

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(Foto: picture alliance / Sven Hoppe/dp)

Der Streit über den geplanten Stellenabbau bei MAN spitzt sich zu. Der Betriebsrat des Lkw-Herstellers sieht nach eigenen Angaben keinen Sinn in Gesprächen mit dem Management von MAN und dessen Mutterkonzern Traton über deren Pläne und fordert stattdessen den Haupteigentümer Volkswagen an den Verhandlungstisch.

Angesichts hoher Kosten für Digitalisierung, alternative Antriebe und automatisiertes Fahren hatte MAN vor einem Monat einen Konzernumbau und einen "signifikanten Stellenabbau" angekündigt. Nach Angaben aus Branchenkreisen stehen bis zu 6000 der 36.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

16:28 Uhr

US-Verbraucherstimmung mit historischem Einbruch

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die schwere Krise drückt auch auf das Gemüt der US-Verbraucher: Ihre Stimmung hat sich im April dramatisch abgeschwächt. Der an der Universität Michigan berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA sackte bei der Umfrage zur Monatsmitte auf 71,0 ab. Ökonomen hatten einen Stand von 75,0 erwartet. Bei der Umfrage Ende März lag er noch bei 89,1, Ende Februar bei 101,0. Der Rückgang von März auf April ist der stärkste in der Historie der Umfrage.

Der Index für die Erwartungen schwächte sich auf 70,0 ab (Vormonat: 79,7, Februar: 92,1), der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage fiel auf 72,4 (103,7). Die Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

16:09 Uhr

So schützen Sie Ihr Depot während der Corona-Krise

Die Corona-Krise hat viele Anleger eiskalt erwischt. Wer sein Depot allerdings vorausschauend gegen den Crash abgesichert hatte, der konnte herbe Verluste vermeiden. Aber wie funktioniert diese Depotabsicherung genau? Friedhelm Tilgen spricht darüber mit Metin Simsek von der UBS.

15:51 Uhr

Fed-Mega-OP schwächt US-Dollar und befeuert Goldpreis

Eine neue gigantische Operation der US-Notenbank hat für kräftige Bewegungen an den Märkten gesorgt. Der US-Dollar geriet unter Druck und der Goldpreis schoss nach oben. Die Fed legt ein riesiges Notfallkreditprogramm über 2,3 Billionen Dollar auf. Damit sollen die negativen Folgen der Corona-Pandemie abgefedert werden. Das Geld zielt darauf ab, kleine und mittlere Unternehmen sowie Städte und Bundesstaaten der USA zu erreichen.

Mit der damit zu erwartenden Dollarschwemme verlor der ICE-Dollarindex 0,7 Prozent, der Euro ließ die 1,09er-Marke hinter sich und stieg auf 1,0940 Dollar. Der Goldpreis verteuerte sich um 2 Prozent auf 1679 Dollar, das ist der höchste Stand seit Anfang März.

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(Foto: picture alliance / dpa)

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15:38 Uhr

Wall Street eröffnet im Plus - Dax baut Gewinn weiter aus

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(Foto: AP)

Auch an der Wall Street sind zu Handelsbeginn die Kurse nach oben gegangen. Der Dow Jones notierte 1,5 Prozent höher bei 23.792 Punkten. Der S&P-500 stieg um 1,3 Prozent auf 2785 Zähler. Zwar sind der Handelseröffnung gruselige US-Arbeitsmarktzahlen vorausgegangen. Allerdings hat die US-Notenbank Fed umgehend mit einem billionenschweren Nothilfeprogramm für die US-Wirtschaft geantwortet.

In Frankfurt konnte der Dax seine Gewinne weiter ausbauen - er legte nun um 2,1 Prozent auf 10.557 Stellen zu. Der EuroStoxx50 stieg um 1,8 Prozent auf 2904 Punkte.

15:19 Uhr

Düstere Aussichten lasten auf Starbucks-Aktie

Die Starbucks-Aktie hat an der Wall Street vorbörslich mehr als 2 Prozent verloren. Die Kaffeekette rechnet wegen der Coronavirus-Krise im zweiten Quartal mit erheblichen Einbußen und kassierte ihre Jahresprognose.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Es werde wohl finanziell erst einmal schlimmer, bevor eine Besserung eintrete, sagte ein Analyst. Die Erholung sei zudem unsicherer als bei Konkurrenten mit begrenztem Service-Angebot.

15:00 Uhr

US-Donnern lässt den Dax kalt - Fed lässt Kurse steigen

Das Verharren der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA auf einem hohen Niveau hat den deutschen Aktienmarkt ziemlich kalt gelassen. Im Gegenteil: Die Kurse gingen hoch. In der Berichtswoche meldeten sich in den Vereinigten Staaten 6,6 Millionen Menschen arbeitslos. Allerdings haute die US-Notenbank nur wenige Minuten später ein gigantisches Notprogramm raus.

Eine halbe Stunde vor Handelsbeginn an der Wall Street stieg der Dax um 1,5 Prozent auf 10.492 Punkte. Der EuroStoxx50 legte um 1,1 Prozent auf 2883 Stellen zu.

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14:50 Uhr

Fed feuert nun aus allen Rohren

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Notenbank legt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ein gigantisches Notfallprogramm in Höhe von 2,3 Billionen Dollar auf. Damit solle die Wirtschaft unterstützt werden, vor allem die Unternehmen und die Kommunen, teilte die Federal Reserve in Washington mit.

Fed-Chef Jerome Powell erklärte, die wirtschaftliche Erholung müsse "so kräftig wie möglich" sein.

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14:41 Uhr

Dramatik auf dem US-Arbeitsmarkt

Der US-Arbeitsmarkt erlebt wegen der Corona-Krise die dritte Woche hintereinander einen massiven Einbruch: Diesmal gingen 6,606 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ein. Analysten hatten 5 Millionen erwartet. Damit haben in den vergangenen drei Wochen rund 16 Millionen Amerikaner Arbeitslosenhilfe beantragt.

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14:16 Uhr

Börsenturbulenzen lassen Comdirect-Kasse klingeln

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(Foto: Comdirect)

Die Verwerfungen an den Kapitalmärkten durch die Corona-Krise haben die Kassen von Comdirect gefüllt. Der Gewinn vor Steuern werde im ersten Quartal voraussichtlich auf mehr als 75 Millionen Euro von 12,5 Millionen im Vorjahresquartal in die Höhe schießen, teilte die Onlinebank mit.

  • "Vor dem Hintergrund der aktuell außergewöhnlichen Situation und der damit einhergehenden sehr hohen Volatilität an den Börsen haben unsere Kunden im ersten Quartal 2020 so viel gehandelt wie nie zuvor", sagte Vorstandschefin Frauke Hegemann.

Insgesamt führte die Commerzbank-Tochter in den ersten drei Monaten zwölf Millionen Orders aus, so dass die Gebühreneinnahmen kräftig zulegten. Dem deutlich erhöhten Provisionsüberschuss hätten im ersten Quartal stabil gebliebene Verwaltungsaufwendungen gegenüber gestanden.

14:00 Uhr

Kaufprämie treibt E-Auto-Absatz in Deutschland an

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(Foto: picture alliance/dpa)

In Deutschland ist der Absatz von Elektroautos im März gegen den Trend deutlich gestiegen. Während die Neuzulassungen infolge der Corona-Krise insgesamt um 38 Prozent einbrachen, verdoppelte sich die Zahl der verkauften E-Fahrzeuge. Mit einem Anstieg von 104 Prozent auf 19.775 Wagen wurde ein Höchstwert erreicht, wie der Branchenverband VDA mitteilte.

Damit kletterte der Marktanteil der voll- und teilelektrischen Autos in der Bundesrepublik auf 9,2 Prozent von 6,2 Prozent im Februar. Als Entwicklungstreiber sieht der VDA den Umweltbonus, den Staat und Hersteller gewähren. Die Zahl der Förderanträge erreichte mit 12.365 ebenfalls einen Rekordwert.

13:33 Uhr

Aussagen zu China stützen Autoaktien

Gut haben sich bislang die Automobilaktien gehalten. Gestützt wurden die Kurse von positiven Impulsen aus China. Mit der schrittweisen Normalisierung zieht dort die Autokonjunktur wieder an. VW setzt darauf, dass die Nachfrage in China bereits im Frühsommer wieder so hoch sein wird wie ein Jahr zuvor. Auch Daimler spricht von einer positiven Entwicklung.

Ein weiterer Grund für Zuversicht hinsichtlich der Autokonjunktur: Dem ÖPNV dürfte wegen der Corona-Pandemie noch längere Zeit nur mit Vorsicht begegnet werden. Am frühen Nachmittag gewannen VW 2,6 Prozent und Daimler 1,1 Prozent. BMW zogen um 0,7 Prozent an.

13:11 Uhr

Autobranche mit Appell an Merkel - "Autohäuser öffnen"

In der Debatte über die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie fordert die deutsche Kfz-Branche eine rasche Öffnung der Autohäuser. Wegen der fehlenden Verkaufsmöglichkeiten werde die Lage von Herstellern, Zulieferern und Händlern immer bedrohlicher, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben von Unternehmensverbänden und IG Metall an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

  • "Der stationäre Verkauf von Automobilen an Endkunden sollte schnellstmöglich wieder erlaubt werden", forderten der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sowie die Gewerkschaft.

Damit sollen Insolvenzen und ein Stellenabbau in der Branche mit ihren 1,3 Millionen Beschäftigten vermieden werden.

13:02 Uhr

Wohin treibt heute die Wall Street? Richtung noch unklar

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(Foto: REUTERS)

Bislang noch impulsarm zeigt sich das vorbörsliche Geschehen an den US-Börsen. Die Terminkontrakte auf die Aktienindizes tendieren wenig verändert. Die nach wie vor bestimmende Coronavirus-Krise liefert den Marktteilnehmern viele unterschiedliche Signale. So gibt es Anzeichen, dass sich die Ausbreitung des Virus in den am schlimmsten betroffenen Gebieten verlangsamen könnte.

Morgen haben auch in den Vereinigten Staaten die Börsen geschlossen. Deshalb könnte es im Handelsverlauf an der Wall Street zu Gewinnmitnahmen kommen, um die Risiken vor dem mit Unsicherheiten gepflasterten langen Wochenende zu minimieren.

Mit Spannung werden die neuesten Zahlen zu den Arbeitslosenhilfe-Erstanträgen erwarten. Sie werden eine Stunde vor Handelsbeginn vorgestellt.

12:31 Uhr

Gerry Weber kämpft ums Überleben - Geldspritze dringend nötig

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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei Gerry Weber geht es um die Existenz: Der Modekonzern, der gerade erst ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beendet hat, sieht sich durch die Corona-Krise mit behördlich angeordneten Geschäftsschließungen neuerlich akut bedroht und benötigt eine Finanzspritze.

Seit Ausbruch der Pandemie hat der Konzern unmittelbar vielfältige Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet, inklusive Kurzarbeit für einen Großteil der Mitarbeiter sowie Neuverhandlungen von Mieten und Lieferantenkonditionen. Mit einem nochmals angepassten Finanzierungsplan hofft der Vorstand, die Geschäftstätigkeit bis in das Jahr 2021 hinein zu sichern.

12:10 Uhr

China will Einstieg ausländischer Lebensversicherer erleichtern

China will sich angeblich stärker für ausländische Lebensversicherer öffnen und Zusammenschlüsse mit lokalen Akteuren erleichtern. So solle das Kapitalpolster kleiner und mittlerer chinesischer Lebensversicherer gestärkt werden, sagten mehrere Insider gegenüber Reuters. Zudem könnten sie vom Know-how internationaler Konzerne profitieren.

Ausländische Versicherer sind zwar schon seit Jahrzehnten in der Volksrepublik vertreten, kommen aber wegen geltender Eigentumsbeschränkungen und der begrenzten geografischen Präsenz nur auf einen geringen Marktanteil. Dabei gilt der schnell wachsende Markt als attraktiv: China ist laut Swiss Re Institute mit Prämieneinnahmen von rund 318 Milliarden Dollar der drittgrößte Versicherungsmarkt der Welt hinter den USA und Japan.

11:43 Uhr

Ein Volkswagen-Standbein wird wieder stabiler

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Leichtes Aufatmen in Wolfsburg: Volkswagen sieht deutliche Zeichen für eine Erholung des wichtigen Geschäfts in China. Alle 2000 Händler der Marke VW im Reich der Mitte hätten wieder geöffnet, teilte der Autobauer mit. In 32 der 33 Produktionsstätten von VW werde wieder gearbeitet.

  • "Es gibt immer mehr Anzeichen für eine Erholung, mit einer guten Chance, dass der chinesische Automarkt im Frühsommer das Niveau des vergangenen Jahres erreichen könnte", sagte VW-China-Chef Stephan Wöllenstein.

Für die lokal produzierenden Marken des Dax-Konzerns, Audi und Skoda, sind nach Konzernangaben mehr als 95 Prozent der Händler wieder geöffnet. Die Fertigung in Changsha, die VW mit dem Partner SAIC betreibt, sei in dieser Woche ebenfalls wieder angelaufen. An der Frankfurter Börse gewann die VW-Aktie 3,7 Prozent.

11:34 Uhr

Virus lässt auch Air France-KLM kräftig bluten

Die Passagierzahlen von Air France-KLM sind aufgrund der Corona-Pandemie stark eingebrochen. Im März beförderte die Fluggesellschaft mit 3,6 Millionen Passagieren 56,5 Prozent weniger als noch zum selben Zeitraum im Vorjahr. Auch der Auslastungsgrad ging gegenüber dem Vorjahr um 20,5 Prozentpunkte zurück. Im April und Mai blieben wegen der Reisebeschränkungen mehr als 90 Prozent der Kapazitäten am Boden.

Darüber hinaus könne man wegen der Unsicherheit über die Dauer der Krise keine Aussagen treffen, teilte Air France-KLM mit. An der Airline sind Frankreich und die Niederlande mit jeweils 14 Prozent beteiligt.

11:18 Uhr

Nervosität vor wichtigen Daten: Dax verliert Großteil des Gewinns

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

In der Hoffnung auf eine rasche Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind weitere Anleger an die europäischen Aktienmärkte zurückgekommen. In Frankfurt legte der Dax kurz vor Mittag 0,6 Prozent auf 10.399 Punkte zu. Damit gab der Leitindex einen Teil seines Gewinns wieder ab, sein Tageshoch liegt bislang bei 10.581 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte gar 0,1 Prozent tiefer bei 2851 Zählern.

Wegen des anstehenden verlängerten Osterwochenendes könnten einige Investoren im Tagesverlauf allerdings kalte Füße bekommen und Kasse machen, warnte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Aus diesem Grund griffen einige Investoren vor den Feiertagen zur "Antikrisen-Währung" Gold, sagte Analyst Jeffrey Halley vom Brokerhaus Oanda. Das Edelmetall verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 1656,03 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Ein entscheidender Faktor für die Anlegerstimmung über die Osterfeiertage ist Börsianern zufolge das Treffen der Finanzminister der Eurogruppe. Sie wollen in einem zweiten Anlauf versuchen, gemeinsame Hilfen für die von der Virus-Krise besonders gebeutelten Staaten wie Italien auf die Beine zu stellen. Am Nachmittag geht der Blick über den Atlantik, denn in den USA stehen die wöchentlichen Zahlen zur Arbeitslosenhilfe an. Erwartet werden 4,5 Millionen neue Erstanträge.

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11:02 Uhr

Wie schlimm ist die Krise? US-Banken bauen bereits vor

Die weltweit grassierende Corona-Krise trifft die USA und die Finanzmetropole New York mit voller Wucht. Der Chef der größten US-Bank JP Morgan, Jamie Dimon, hat Mitarbeiter und Investoren bereits auf harte Zeiten eingestimmt: Die Krise werde die Ergebnisse in diesem Jahr in "erheblichem Maße" belasten.

Wie stark sich die Folgen der Pandemie schon in die Bilanzen der amerikanischen Geldhäuser reingefressen haben, wird sich nach Ostern zeigen. JP Morgan, Wells Fargo, Bank of America, Goldman Sachs und die Citigroup legen am Dienstag und Mittwoch die Zahlen des ersten Quartals vor. Analysten rechnen mit sinkenden Gewinnen, nachdem JP Morgan und Bank of America im ersten Quartal 2019 noch Rekord-Ergebnisse erzielt hatten.

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(Foto: REUTERS)

10:43 Uhr

Ökonomen: "Beispielloser Schock für Weltwirtschaft"

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Eurozone stürzt laut einer Prognose des Ifo-Instituts in den kommenden Monaten in eine Rezession. Die Wirtschaftsleistung dürfte im ersten Quartal um 2,3 Prozent geschrumpft sein und wird im Frühjahr voraussichtlich um 10,5 Prozent einbrechen, wie das Münchner Institut in einer gemeinsamen Vorhersage mit der Konjunkturforschungsstelle KOF in Zürich annimmt.

Laut den Forschern dürfte sich nach dem Abklingen der Viruskrise aber eine Erholung einstellen: Für das dritte Quartal sehen sie ein Wachstum von 8,7 Prozent voraus.

  • "Die Corona-Pandemie ist ein beispielloser Schock für die Weltwirtschaft", konstatieren die Forscher.
10:14 Uhr

Aktienkurs von Beatmungsgeräte-Anbieter steigt stark

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Getinge AB ser. B 15,81

Starke Quartalsergebnisse bescheren Getinge einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Der Kurs der Aktie der schwedischen Medizintechnikfirma stieg in Stockholm zeitweise um mehr als 9 Prozent.

Der Anbieter von in der aktuellen Virus-Krise besonders gefragten Beatmungsgeräten verbuchte zum Jahresauftakt ein Auftragsplus um knapp die Hälfte. Der operative Gewinn verdoppelte sich nahezu auf umgerechnet 60,5 Millionen Euro.

09:53 Uhr

Aktie von Delivery Hero schwach - Händler sind etwas ratlos

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Gegen den Trend haben Delivery Hero im frühen Geschäft um fast 7 Prozent nachgegeben. Fundamentale Gründe sind im Handel nicht bekannt. Die Aktie hat sich in der Krise wegen des Internet-Geschäftsmodells von Delivery gut gehalten. Mit den sich anbahnenden Lockerungen könnten sich nun einige Anleger aus dem Titel zurückziehen.

Positiv wertet die Citigroup derweil die Fusion von iFood und Domicilios. Während iFood eine Tochter von Prosus ist, gehört Domicilios zu Delivery. Die Analysten werten den Schritt positiv und stellen sich auf eine anhaltende Konsolidierung im Online-Liefergeschäft für Lebensmittel ein. Die Analysten stufen sowohl Prosus als auch Delivery mit "Buy" ein.

09:30 Uhr

Kommt Deutschland mit blauem Auge aus der Krise?

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Geschlossenes Terminal 2 am Frankfurter Flughafen.

(Foto: imago images/Jörg Halisch)

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hält eine Erholung der deutschen Wirtschaft von der Corona-Krise im kommenden Jahr für möglich.

  • "Ich halte es für möglich, dass wir aus dieser Krise mit einem blauen Auge herauskommen", sagte Kramer der "Rheinischen Post".

Bei seiner Prognose berief er sich auf die Szenarien des Sachverständigenrats. Demnach schrumpft die Wirtschaft dieses Jahr um 2,8 bis 5,4 Prozent. In beiden Fällen sei aber die vollständige Kompensation schon nächstes Jahr wahrscheinlich, betonte Kramer.

  • "Das heißt: Wenn wir die zwei Jahre 2020 und 2021 zusammennehmen, sind wir insgesamt bei plus minus Null. Danach wären wir wieder auf einem soliden Wachstumspfad."

Deutschland sei aus einer Phase der Hochkonjunktur in diesen Shutdown hineingekommen. Deswegen werde der Bedarf nach unseren Gütern und Dienstleistungen hinterher nicht bei Null beginnen, betonte Kramer.

09:11 Uhr

Dax macht einen Ausflug über die 10.500

Klettertour kurz vor den Feiertagen: Der deutsche Aktienmarkt ist fester in den gründonnerstäglichen Handel gestartet. Der Dax legte in den ersten Minuten um 2,1 Prozent auf 10.545 Punkte zu. Der MDax gewann 2,0 Prozent auf 22.146 Zähler, der TecDax ebenfalls 2,0 Prozent auf 2802 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 1,6 Prozent auf 2898 Punkte nach oben. Allerdings gibt es heute noch Unebenheiten. Dazu gehören die Wochendaten zur US-Arbeitslosenhilfe.

An die Dax-Spitze setzten sich Infineon mit plus 5,6 Prozent. Die Autowerte verteuerten sich zwischen 2,5 und 4,5 Prozent. Alle Dax-Werte verzeichneten Zugewinne.

Dax
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08:48 Uhr

Britische Wirtschaft schrumpft im Februar

Minuszeichen im ersten Monat nach dem Brexit: Die britische Wirtschaft ist im Februar geschrumpft. Nach Mitteilung der Statistikbehörde ONS sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lag um 0,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Analysten hatten für den Februar einen Anstieg von 0,1 Prozent veranschlagt.

Für den Durchschnitt der drei Monate bis Februar ergab sich gegenüber den vorangegangenen drei Monaten ein BIP-Anstieg um 0,1 Prozent und auf Jahressicht ein Zuwachs von 0,7 Prozent.

08:35 Uhr

Tokio etwas schwach auf der Brust - Plus in Shanghai

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Wegen der Verunsicherung über die Folgen der Coronavirus-Pandemie haben die asiatischen Anleger heute überwiegend vorsichtig agiert. In Tokio bröckelte der Nikkei auf 19.308 Punkte ab. Die Börse Shanghai hielt sich dagegen wie zahlreiche weitere aus der Region knapp im Plus bei 2830 Zählern.

Zu den größten Verlierern am japanischen Aktienmarkt zählte Bic Camera. Die Aktien des Elektronikhändlers brachen um mehr als 9 Prozent ein - das ist der größte Tagesverlust seit etwa 11 Jahren. Wegen der Corona-Krise strich das Unternehmen seine Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr zusammen.

08:23 Uhr

Deutsche Exporte im Februar überraschend gestiegen

Am Containerhafen in Duisburg Ruhrort werden Container verladen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

(Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild)

Die deutschen Ausfuhren sind im Februar entgegen den Erwartungen kräftig gestiegen, woraus sich zusammen mit einem deutlichen Einfuhrrückgang ein unerwartet höherer Handelsbilanzüberschuss ergab. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts erhöhten sich die Exporte gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent, während Volkswirte einen Rückgang um 0,8 Prozent prognostiziert hatten. Die Importe sanken um 1,6 Prozent.

Für die saisonbereinigte Handelsbilanz ergab sich damit ein Überschuss von 21,6 Milliarden Euro. Volkswirte hatten ein Plus von 17,2 Milliarden prognostiziert. Der Leistungsbilanzüberschuss betrug 23,7 Milliarden Euro, erwartet worden waren 17,9 Milliarden.

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08:04 Uhr

Ölpreise klettern - Nachfrageausfall teilweise massiv

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,07

Die Ölpreise setzen ihre Erholung trotz der anhaltenden Nachfrageschwäche fortgesetzt. Am Morgen kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni 33,14 US-Dollar und damit 30 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI mit Lieferung im Mai steigt um 72 Cent auf 25,81 Dollar.

Im Verlauf des Tages wollen führende Ölförderländer über eine Förderkürzung beraten und damit eine Lösung im Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland herbeiführen. Die russische Regierung hatte im Vorfeld bereits ihre Bereitschaft zur Reduzierung der täglichen Fördermenge signalisiert, was die Erholung des Ölpreises zuletzt stützte.

Der Nachfrageausfall infolge der Corona-Epidemie hält derweil an. Marktbeobachter sprachen in einigen Weltregionen von einem Rückgang um 70 Prozent. In den USA werden zurzeit laut Angaben der Regierung nur noch 14,4 Millionen Barrel am Tag nachgefragt, das wäre das niedrigste Niveau seit 1990.

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Normalerweise verbraucht die Welt ungefähr 100 Millionen Barrel Öl am Tag. Wegen der Corona-Krise sprachen Händler zuletzt jedoch nur noch von 65 Millionen Barrel täglich.

(Foto: AP)

 

07:30 Uhr

Experte: Covid-19-Krise "brutal" - Dax wohl dennoch im Plus

Dax
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Zum Abschluss der verkürzten Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Gestern hatte der Dax unter anderem aus Enttäuschung über die vorläufig geplatzten Gespräche über Hilfen für die von der Coronavirus-Pandemie am härtesten getroffenen europäischen Länder 0,2 Prozent auf 10.332,89 Punkte verloren.

Im Tagesverlauf wollen die Finanzminister der Eurogruppe einen neuen Anlauf unternehmen, um sich auf ein Hilfspaket zu einigen. "Der Einfluss der Covid-19-Krise auf die Realwirtschaft ist so brutal, dass es einer raschen Antwort der Politik bedarf", sagte Derek Halpenny, Chef-Analyst für Europa bei Bank Mitsubishi UFJ. Auf europäischer Ebene sei davon bislang wenig zu spüren.

06:50 Uhr

SAP zu Coronakrise: Zahlen für 2020 nur Näherungswerte

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Der Softwarekonzern SAP blickt vor dem Hintergrund der Coronakrise vorsichtiger auf das laufende Jahr. Beim Umsatz sei nun währungsbereinigt mit 27,8 bis 28,5 Milliarden Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte SAP mit mehr als 29 Milliarden Euro gerechnet nach 27,63 Milliarden Euro im Vorjahr.

Beim Betriebsergebnis rechnet das Unternehmen nun mit währungsbereinigt 8,1 bis 8,7 Milliarden Euro. Zuvor waren noch 8,9 bis 9,3 Milliarden Euro angepeilt worden. 2019 hatte SAP bei 8,21 Milliarden Euro gelegen.

Aufgrund der großen Unsicherheit rund um die Coronakrise seien alle Zahlen für 2020 Näherungswerte, hieß es weiter. Die Geschäftstätigkeit in den ersten beiden Monaten des ersten Quartals sei aber noch solide gewesen. Zum Ende des ersten Quartals hätten sich die Auswirkungen der Coronakrise dann rasch verstärkt.

Update 07.39 Uhr:  Wegen der gesenkten Prognose für 2020 sind die SAP-Aktien die einzigen vorbörslichen Verlierer im Dax und büßen ein Prozent ein.