Donnerstag, 15. Oktober 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke
17:39 Uhr

Corona-Sorgen lassen Dax einbrechen

Besorgte Anleger haben den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag ins Trudeln gebracht. Zeitweise notierten alle Werte von Dax, MDax und TecDax im Minus. Der deutsche Leitindex, der am Mittwoch noch mit 13.029 Punkten aus dem Handel gegangen war, fiel bis auf ein Tagestief von 12.599,8 Zählern - ein Kursrutsch von fast 430 Zählern. Am Ende verabschiedet sich der Dax mit einem Abschlag von 2,5 Prozent und einem Stand von 12.704 Punkten aus dem Handel.

"Die Bären haben das Ruder übernommen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. Er verweist auf größer werdende Sorgen der Anleger vor einem erneuten wirtschaftlichen Einbruch infolge der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen und der damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen aus der Politik. Dass sich der Dax von seinem Tief am Ende wieder etwas erholt zeigt, liegt laut Meyer vor allem an einer Wall Street, deren Verluste sich bislang im Rahmen halten.

Unter den Topverlierern im Dax rangieren Zykliker und konservative Werte wie BASF , Merck, FMC oder Fresenius ganz oben. Dahinter folgen direkt die Autowerte.

Dax
Dax 12.736,95

 

17:07 Uhr

Brennstoffzellen für Flugzeuge: Elringklinger-Aktien heben ab

Auf der Gewinnerseite stechen Elrinklinger hervor, der Kurs schießt um mehr als 20 Prozent nach oben. Elringklinger wird künftig gemeinsam mit Airbus Brennstoffzellen für Flugzeuge entwickeln. "Das Thema Brennstoffzelle zieht aktuell Investoren an", so ein Marktteilnehmer. Mit Airbus stehe ein starker Partner an der Seite. Airbus hat sich zum Ziel gesetzt, ein mit Wasserstoff betriebenes Flugzeug ohne den Ausstoß von CO2 zu entwickeln. Bis 2028 sollen alle nötigen Technologien vorhanden sein, dann werde das Programm gestartet. 2035 soll der umweltfreundliche Jet auf den Markt kommen. Airbus fallen um 3,3 Prozent zurück.

ElringKlinger
ElringKlinger 7,85

16:45 Uhr

Hohe Verluste: United Airlines-Zahlen belasten US-Branche

Ein überraschend hoher Verlust von United Airlines setzt der gesamten US-Luftfahrtbranche zu. Die Aktien der Fluggesellschaften American Airlines, Delta und United fallen um bis zu fünf Prozent. Letztere schrieb wegen der Corona-Restriktionen einen Quartalsverlust von 2,37 Milliarden Dollar.


16:28 Uhr

Ist Teslas Kursrally vorbei?

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 421,98

Der Aktienkurs von Tesla fällt um 2,3 Prozent auf rund 450 Dollar, nachdem sie an den sechs vorigen Handelstagen stetig zugelegt hat. Baird-Analyst Ben Kallo hat indes das Kursziel für die Aktie um 25 Prozent auf 450 von 360 US-Dollar angehoben und die Einstufung "Neutral" für den Hersteller von Elektroautos bestätigt. Kallo geht von Potenzial für Bruttomarge und Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Emissionsrechten aus. Die Prognose des Unternehmens, dass sich die Einnahmen aus dem Verkauf von Emissionsrechten in diesem Jahr verdoppeln könnten, dürfte sich als konservativ erweisen. Der jüngste Kursanstieg könnte indessen dazu führen, dass das Unternehmen sich stärker auf Wachstum als auf Kostenkontrolle konzentriere. Tesla habe jüngst verstärkten Zulauf der Investoren verzeichnet, wobei die Anleger zunehmend auf ein ungetrübtes Szenario 2025 und die Folgejahre abstellten, nachdem der Fokus vor einigen Monaten noch auf dem bevorstehen Quartal gelegen habe, so Kallo.

15:49 Uhr

Katerstimmung an der Wall Street

Die Wall Street wartet zum Handelsstart mit Abschlägen auf. Der Dow Jones gibt rund ein Prozent auf 28.210 Punkte nach. "Das Minus ist relativ verträglich", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Markus Koch. Die Themen wie Corona, Wahlkampf und Wirtschaftshilfen und Berichtssaison blieben weiterhin bestimmend. Der S&P-500 fällt 1,1 Prozent und der Nasdaq Composite gibt 1,2 Prozent ab.

Als Kurstreiber wäre das Thema Wirtschaftshilfen von Marktseite sehr willkommen. Händler verweisen auf frische Daten vom US-Arbeitsmarkt: Die wöchentlichen Jobdaten fielen schwächer aus als erwartet, das gilt auch für den Empire State Index zur Geschäftsaktivität im Großraum New York. Immerhin überraschte ein starker Philly-Fed-Index auf der positiven Seite.

15:28 Uhr

Corona, US-Wahlkampf, Berichtssaison: Daran können sich Anleger jetzt orientieren

In Europa drückt die Corona-Krise auf die Stimmung der Anleger und auf die Aktienkurse. In den USA spielen neben dem Coronavirus vor allem die Berichtssaison und der Präsidentschaftswahlkampf wichtige Rollen in der Entscheidungsfindung der Investoren. Woran können sich Anleger orientieren? Darüber spricht Bianca Thomas mit Nicolai Tietze von Morgan Stanley.

15:00 Uhr

US-Arbeitsmarkt sendet düsteres Signal

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 10. Oktober entgegen den Erwartungen deutlich zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 53.000 auf 898.000, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Der Wert liegt damit in der siebten Woche nacheinander oberhalb von 800.000, was auf eine sich verlangsamende Erholung am US-Arbeitsmarkt hindeutet. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 830.000 vorhergesagt.

14:24 Uhr

Investmentbanking beschert Morgan Stanley Gewinnsprung

Morgan Stanley
Morgan Stanley 51,47

Die US-Großbank Morgan Stanley hat ihren Gewinn trotz Corona-Krise im dritten Quartal kräftig gesteigert. Die Bank profitierte von einem starken Investmentbanking und hohen Erträgen im Anleihen- und Aktienhandel. Auch das große Wealth-Management-Geschäft von Morgan Stanley steigerte die Einnahmen. Insgesamt schnitt die Bank deutlich besser ab, als am Markt erwartet.

Der Nettogewinn legte auf 2,7 Milliarden US-Dollar von 2,2 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum zu. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,66 Dollar je Aktie beziehungsweise 1,59 Dollar bereinigt. Analysten hatten mit einem Ergebnis je Aktie von 1,28 Dollar gerechnet. Die Einnahmen stiegen auf 11,7 Milliarden US-Dollar von 10 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Hier hatten die Analysten mit 10,65 Milliarden gerechnet. Im Investmentbanking kletterten die Einnahmen um 11 Prozent, im Handel um 20 Prozent und im Wealth Management um 6 Prozent.

14:00 Uhr

Hochtief meldet weniger Umsatz und Gewinn

Hochtief
Hochtief 69,50

Der Baukonzern Hochtief hat in der Corona-Krise im dritten Quartal deutlich weniger Umsatz und Gewinn eingefahren. Die Umsatzerlöse seien im Quartal auf 5,96 Milliarden von 6,7 Milliarden Euro zurückgegangen, der operative Konzerngewinn schrumpfte auf 136 Millionen von 181,1 Millionen Euro, teilt Hochtief mit. Hochtief kann in der Corona-Krise aber auf einen hohen Auftragsbestand bauen: Dieser lag zum Ende des Quartals bei rund 49 Milliarden Euro. Der Ausblick für die "Kernbereiche" bleibe für das Gesamtjahr positiv, erklärte Konzernchef Marcelino Fernandez Verdes. "Die Auswirkungen von Covid-19 auf unser operatives Geschäft und die Ertragslage 2020 werden wir weiter genau beobachten", fügte er hinzu.

13:24 Uhr

Wall Street: Mit Verlusten ist zu rechnen

Nach einer düsteren Eröffnung an der Wall Street sieht es am Donnerstag aus. Die Terminkontrakte auf die Aktienindizes notieren im tiefroten Bereich. Ein Hauptthema ist die zweite Corona-Welle, die vor allem auch durch neue Restriktionen in Europa wieder schärfer ins Bewusstsein gerückt ist. Demzufolge geht es an den europäischen Börsen auch steil abwärts. Aber auch die US-spezifischen Themen lasten weiter: die Unsicherheit vor den Präsidentschaftswahlen und das fruchtlose Hin und Her bei den Verhandlungen um ein Paket zur Stimulierung der corona-gebeutelten Wirtschaft. Gerade beim letzten Thema habe sich die Marktsicht von "einer Menge Optimismus" gewandelt zu "einer Menge Pessimismus", sagt Jim McCormick von Natwest Markets.

Bei den Präsidentschaftswahlen hat Herausforderer Joe Biden zwar einen komfortablen Vorsprung von 11 Prozentpunkten. Aber dennoch zeigen sich Teilnehmer verunsichert, weil überraschende Ergebnisse nicht auszuschließen sind, wie dies auch 2016 der Fall war.

Angesichts dieser Perspektiven rückt die Berichtssaison zumindest für den Moment fast in den Hintergrund. Dabei gibt es vorbörslich wichtige Unternehmenszahlen, so von Morgan Stanley. Am Abend haben nachbörslich Alcoa und United Airlines ihre Zahlenwerke vorgelegt. Alcoa konnte das Quartalsminus zwar verringern, schrieb aber immer noch rote Zahlen. Alcoa warnte zudem, dass im vierten Quartal mit Gegenwind auf der Kostenseite gerechnet werden müsse, was negativ auf die Ergebnisentwicklung wirken dürfte.

12:50 Uhr

Insider - PSA will sich von Peugeot- und Citroen-Kleinwagen verabschieden

Der französische Autokonzern PSA verabschiedet sich Insidern zufolge von den Peugeot- und Citroen-Kleinstadtautos. "PSA steigt sowohl aus der Produktion als auch aus dem A-Segment-Geschäft aus", sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Der Bereich habe das meiste Geld in Europa verbrannt. PSA lehnt es ab, sich über die Zukunft der Kleinwagen zu äußern. Es werde geprüft, welche Produkte die Kundenerwartungen im A-Segment und die europäischen CO2-Emissionsziele am besten erfüllen würden.

PSA Peugeot Citroën
PSA Peugeot Citroën 15,70

12:32 Uhr

Analyst: "Große Entlassungswelle in den USA beginnt erst"

Auf deutlich unterschätzte Erstanträge bei der US-Arbeitslosenunterstützung sollten sich Marktteilnehmer in den kommenden Wochen einstellen. Der Grund: In den USA beginnt die große Entlassungswelle gerade erst, wie ein Marktteilnehmer sagt. Viele Dienstleister hätten bislang noch auf Kurzarbeit und Beurlaubungen gesetzt.

Bei einer weiteren Coronavirus-Welle und vor allem keiner Aussicht auf dringend benötigte US-Hilfspakete müsse hier aber nun mit dem Entstehen harter Fakten gerechnet werden. "Der Markt sollte hier zumindest darauf vorbereitet sein, dass Finanzanalysten mit ihren Schätzungen viel zu weit von der Blue-Collar-Arbeitswelt entfernt sind", warnt ein Händler. Aktuell wird zunächst mit 830.000 neuen Anträgen gerechnet.

11:42 Uhr

Dax-Ausverkauf: Erste Short-Gewinnmitnahmen sollten stützen

Hoffnung auf ein Ende des Ausverkaufs am deutschen Aktienmarkt haben einige Dax-Futures-Händler. "Der FDax läuft jetzt in die erste große Unterstützungszone, da werden zumindest Short-Eindeckungen erfolgen", sagt ein Marktteilnehmer. Denn der FDax habe über 370 Punkte vom Tageshoch verloren, "da dürfte es eine Menge Gewinner unter den kurzfristigen Trendfolgern geben, die ihre Gewinne nicht mehr riskieren wollen". Aktuell zeigt sich der Dax-Futures an der 12.600er-Marke, die Unterstützungen beginnen ab 12.590 Zählern.

11:22 Uhr

Zunehmende Verunsicherung drückt Ölpreise

Die Ölpreise geben nach. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 42,72 Dollar und damit rund 1,3 Prozent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) liegt bei 40,39 Dollar, etwa 1,6 Prozent weniger als zur Wochenmitte.

Marktbeobachtern zufolge kann ein Branchenbericht, der einen deutlichen Rückgang der US-Ölvorräte andeutet, die Preise nur teilweise stützen. Das American Petroleum Institute API ermittelte einen wöchentlichen Rückgang um 5,4 Millionen Barrel. Belastend wirkten die steigenden Corona-Infektionszahlen sowie das Gerangel um weitere US-Staatshilfen für die Wirtschaft.

10:58 Uhr

Charttechnik: Dax reißt Unterstützungen, aus Hoffnung wird Angst

Der Verkaufsdruck am deutschen Aktienmarkt und vor allem beim Leitindex Dax nimmt weiter zu. Zur Coronavirus-Problematik kommt nun eine deutlich verschlechterte Charttechnik hinzu, da die wichtige Unterstützungszone zwischen 12.900 und 12.960 Punkten gerissen worden sei, unterstreicht Jochen Stanzl von CMC Markets: "Die monatelange Hoffnung an der Börse, alles werde schon nicht so schlimm wie erwartet, schlägt mit aller Wucht nun wieder in Angst um." Und zwar gleich mehrfach: "Angst, dass sich das Konjunkturpaket in den USA immer weiter verzögert, die Brexit-Gespräche nicht vorangehen und Impfstoff-Tests gestoppt werden müssen, aber gleichzeitig die Infektionszahlen in Europa rasant steigen, während die Aktienmärkte immer noch das Szenario einer sich schnell erholenden Konjunktur einpreisen".

Besonders Werte der "Old Economy" sieht Stanzl darunter leiden: Chemie-Konzerne, Öl-Firmen, Airlines, Stahl-Hersteller und traditionelle Autobauer. Der Dax notiert aktuell 3,1 Prozent tiefer bei 12.626 Punkten - ein Abschlag von etwa 400 Zählern zum Mittwochsschluss.

10:27 Uhr

Steigende Infektionszahlen verunsichern Unternehmen

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09:56 Uhr

Dax rauscht mehr als 300 Punkte abwärts

Am deutschen Aktienmarkt notiert der Dax am Vormittag nur knapp über der 12.700-Punkte-Marke. Im Tagestief stand er aber bereits darunter bei 12.697 Zählern. Damit war er um rund 330 Stellen gegenüber dem Mittwochsschluss von 13.029 Stellen abgesackt. ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel verweist auf die steigenden Corona-Infektionszahlen und die damit verbundene zunehmende Verunsicherung bei den Anlegern.

Dax
Dax 12.736,95

09:32 Uhr

Börse preist Corona ein - Anleger verunsichert – Lufthansa sacken ab

Noch deutlich negativer als befürchtet bewertet der Markt die Kombination aus sprunghaftem Anstieg der Corona-Neuinfektionen und fehlender Aussicht auf ein US-Hilfspaket. Wie befürchtet stehen vor allem die Reiseaktien unter Druck, der Sektor-Index im Stoxx-600 fällt um 2,5 Prozent. Easyjet fallen sechs Prozent, Lufthansa um fünf Prozent.

Der EuroStoxx-50-Index verliert 1,5 Prozent, der Dax sogar 1,7 Prozent auf die 12.800er-Marke. "Man merkt, dass das neue Corona-Problem erst gestern mit der Bund-Länder-Konferenz realisiert wurde", sagt ein Aktienhändler. Erst jetzt würde sich dies in Anlageentscheidungen zu spiegeln beginnen: "Der Ausverkauf hat heute erst begonnen und kann Tage dauern."

09:07 Uhr

Steigende Corona-Zahlen, fallende Dax-Kurse

Negative Vorgaben von der Wall Street und aus Asien, dazu stärker steigende Corona-Infektionszahlen: Das Umfeld für den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag könnte besser aussehen. "Es gibt eine gewisse Unruhe im Markt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Aber die Anleger unterscheiden zwischen Bereichen, die von der Corona-Krise stark betroffen sind, und denen, die gut durch die Krise kommen", erläutert sie. Der Dax büßt in den Anfangsminuten 1,4 Prozent auf 12.845 Zähler ein. Die 13.000er Marke ist damit gerissen.

*Datenschutz

08:51 Uhr

Corona-Krise belastet Asien-Börsen

Die zweite Welle in der Corona-Pandemie in Europa bereitet asiatischen Anlegern Sorgen. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Donnerstag 0,5 Prozent tiefer bei 23.507 Punkten aus dem Handel. In China bewegten sich die Kurse kaum.

Angesichts zunehmender Einschränkungen für das öffentliche Leben in vielen Ländern nahmen Investoren Gewinne mit. Auch die Aussicht, dass es in den USA doch kein Konjunkturpaket mehr vor der Wahl geben dürfte, drückte die Kauflaune. Viele Börsianer gehen aber davon aus, dass nach einem Machtwechsel im Weißen Haus umfassende Hilfen auf den Weg gebracht werden. "Es riecht nach Opportunismus: Erst vor ein paar Monaten hatten die Märkte erklärt, dass die Kurse einbrechen werden, wenn Trump gewinnt, und jetzt sagen sie, dass ein Sieg Bidens gut für Aktien wäre", sagte Norihiro Fujito, Chefstratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. "Das deutet darauf hin, dass die Märkte nach den massiven Hilfspaketen der Notenbanken in Geld schwimmen."

Nikkei
Nikkei 23.567,04

08:36 Uhr

Beatmungsgerätehersteller Drägerwerk im Aufwind

Drägerwerk
Drägerwerk 69,80

Mit einem Aufschlag von 3,0 Prozent werden die Aktien von Drägerwerk vorbörslich bei Lang & Schwarz gehandelt. Der Hersteller von unter anderem in der Corona-Pandemie benötigten Beatmungsgeräten steigerte seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Quartal um gut ein Drittel und den Betriebsgewinn auf 127 Millionen von 9,3 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Dräger mit einer weiter hohen Nachfrage, im kommenden Jahr dürfte aber das Umsatzvolumen unter dem derzeitigen Niveau liegen.

Drägerwerk gilt mit seinen Produkten als einer der Gewinner der Coronavirus-Krise. "Zusätzlich dürften sie Rückenwind von dem erneuten Anstieg der Infektionen bekommen", sagt ein Händler. Denn Drägerwerk hätten für das kommende Jahr mit einem Nachlassen der coronabedingten Nachfrage gerechnet, genau diese Einschätzung beruhe aber auf der Annahme eines Abklingens der Krise.

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Drägerwerk ist aus traurigem Anlass einer der Profiteure der Corona-Krise.

(Foto: Drägerwerk/dpa)

07:52 Uhr

Dax vor EU-Gipfel zur Eröffnung niedriger erwartet

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge heute niedriger starten. Gestern war er 0,1 Prozent fester bei 13.028,06 Punkten aus dem Handel gegangen.

Dax
Dax 12.736,95

Die Börsen seien lange Zeit beinahe immun gegen das Coronavirus gewesen, sagt Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. Doch nun hinterließen die immer schnellere Ausbreitung des Erregers und erste lokale Lockdowns Spuren an den Börsen.

Das Thema dürfte auch eine Rolle beim EU-Gipfel spielen. In Deutschland und vielen anderen EU-Ländern werden derzeit so viele neue Positiv-Tests gemeldet wie nie zuvor. Darüber hinaus sprechen die Staats- und Regierungschefs der EU unter anderem über den Brexit: Die Übergangsfrist für Großbritannien läuft Ende des Jahres ab. Sollte bis dahin kein Freihandelsabkommen vereinbart werden, droht ein harter Brexit. In diesem Fall befürchtet die Wirtschaft große Schäden.

Daneben dürften weitere Geschäftszahlen für Aufmerksamkeit sorgen. In den USA legt mit Morgan Stanley die letzte Großbank ihre Zahlen vor. Bislang waren die Ergebnisse gemischt ausgefallen: Während einige Institute wie Goldman Sachs vom Kapitalmarktgeschäft profitiert hatten, litten etwa die Bank of America oder Wells Fargo besonders stark unter den niedrigen Zinsen.

07:30 Uhr

Forscher: Krise trotz geringen Rezessionsrisikos längst nicht vorbei

Die Gefahr einer Rezession zum Jahresende ist einem Konjunkturbarometer zufolge gestiegen, bleibt aber noch gering. Der von dem gewerkschaftsnahen Institut IMK entwickelte Indikator weist für Oktober bis Dezember ein Rezessionsrisiko von 12,6 Prozent aus. Im September waren es nur 2 Prozent. Der Indikator, der heute veröffentlicht wird und der Nachrichtenagentur Reuters vorab vorlag, bündelt die aktuell verfügbaren Daten über die Wirtschaftslage.

Der moderate Anstieg beruht laut IMK auf dem zuletzt leichten Rückgang der Produktion im verarbeitenden Gewerbe und einer geringfügigen Eintrübung der Finanzmarktindikatoren. So stiegen etwa die Prämien für Kreditausfallversicherungen zeitweilig: "Eine erneute Rezession ist sehr unwahrscheinlich, aber die Erholung verläuft uneinheitlich, die Krise ist längst nicht vorbei", so das Fazit des IMK-Experten Thomas Theobald.

Die führenden Forschungsinstitute sehen dies in ihrem jüngst vorgelegten Herbstgutachten ähnlich: Das vor Ausbruch der Pandemie erreichte Niveau wird demnach wohl erst Ende 2021 erreicht. Und erst ein Jahr später dürfte die deutsche Wirtschaft dann wieder normal ausgelastet sein.

06:29 Uhr

Steigende Corona-Fallzahlen machen Anlegern zu schaffen

Angesichts der wachsenden Besorgnis über steigende Coronavirus-Fallzahlen in Europa geben die Aktienmärkte in Asien ein durchwachsenes Bild ab. Deutschland verzeichnete mit 6638 Neuinfektionen einen Rekordwert seit dem Ausbruch der Pandemie.

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Nikkei 23.567,04

Die Börse in Tokio zeigt sich zunächst schwächer: Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer bei 23.496 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sinkt um 0,9 Prozent und lag bei 1629 Punkten. Die Börse in Shanghai liegt 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fällt um 0,2 Prozent.

Die Äußerung des US-Finanzministers Steven Mnuchin, dass vor den US-Wahlen am 3. November höchstwahrscheinlich keine Einigung über ein neues Konjunkturpaket zu erwarten sei, ist eine Entschuldigung für Gewinnmitnahmen. Auch die Spannungen zwischen den Regierungen in Peking und Washington erhöhen sich, nachdem das US-Außenministerium der US-Regierung den Vorschlag unterbreitet hatte, das chinesische Technologieunternehmen Ant Group kurz vor dessen Börsengang wegen Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste zu setzen.

"Es riecht nach Opportunismus, wenn die Märkte noch vor wenigen Monaten sagten, dass die Aktien abstürzen würden, wenn Trump verliert, und jetzt behaupten, dass ein Sieg von Joe Biden gut für die Aktien wäre", sagt Norihiro Fujito, Stratege bei Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities. Dies deute darauf hin, dass die Märkte nach massiven geldpolitischen Lockerungen durch die globalen Zentralbanken mit Bargeld überschwemmt seien.