Donnerstag, 16. April 2020Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:38 Uhr

Dax steckt US-Gruseldaten gut weg - kleines Plus

Dax
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Das war wieder einmal ein Handelstag, den man - zumindest für den zweiten Abschnitt - als anstrengend bezeichnen kann. Am Morgen war die Skepsis mit Blick auf die Nachhaltigkeit der Erholung groß. Nach der einmonatigen Erholungsrally sei der Markt am Vortag auf Gewinnmitnahmen eingeschwenkt, hieß es. Am Nachmittag bekamen viele Händler wegen der desaströsen Wirtschaftsdaten aus den USA kurzzeitig kalte Füße. So haben in den Vereinigten Staaten binnen eines Monats rund 22 Millionen Menschen wegen des Coronavirus ihren Job verloren. Zudem ist die Aktivität im verarbeitenden Sektor des Distrikts von Philadelphia im April deutlich stärker eingebrochen als erwartet, nämlich auf minus 56,6 (März: minus 12,7) Punkte, das war der niedrigste Stand seit Juli 1980. Kurz vor Handelsschluss wurde dann in Frankfurt wieder etwas zugelangt.

So verkraftete der Dax diese Hiobsbotschaften gut und schloss 0,2 Prozent höher bei 10.302 Punkten. Der MDax legte um 0,3 Prozent auf 21.793 Zähler zu, der TecDax um 0,8 Prozent auf 2817 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,5 Prozent höher bei 2823 Punkten.

Dax-Gewinner waren heute Deutsche Börse mit plus 3,7 Prozent. VW gewannen 0,8 Prozent. Die Wolfsburger schickten eine Gewinnwarnung für 2020 und lieferten so nebenbei Quartalszahlen. Schlusslicht im Dax waren MTU mit minus 3,2 Prozent.

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17:20 Uhr

Opec schlägt Alarm - Ölnachfrage sinkt dramatisch

Die Opec erwartet wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise einen drastischen Einbruch des Ölverbrauchs. Wie aus dem Monatsbericht hervorgeht, rechnet das Ölkartells im zweiten Quartal mit der schwächste Nachfrage nach Opec-Öl seit etwa 30 Jahren.

Demnach dürften in den Monaten April bis Juni etwas weniger als 20 Millionen Barrel pro Tag nachgefragt werden. Für März gehen Experten von einer Opec-Produktionsmenge von 28 Millionen Barrel pro Tag aus bei einer möglichen Kapazität von täglich etwa 34 Millionen Barrel. Damit wäre die die Nachfrage nach Opec-Öl im zweiten Quartal so niedrig wie seit dem Jahr 1989 nicht mehr, hieß es weiter.

Wie entwickelten sich heute die Ölpreise? WTI-Öl verbilligte sich am späten Nachmittag um 2,0 Prozent auf 25,51 US-Dollar pro Barrel. Brent-Öl lag mit 0,2 Prozent bei 27,63 Dollar.

16:50 Uhr

Deutsche Exporteure vor schlechtestem Jahr seit 2009

Die deutsche Exportindustrie muss sich wegen der Corona-Pandemie auf das schlechteste Jahr seit der Finanzkrise einstellen. Die Ausfuhren dürften um 15 Prozent einbrechen, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier.

Zuletzt hatte der DIHK für 2020 noch eine Stagnation vorausgesagt, nachdem es 2019 ein Plus von 0,9 Prozent gab. Treier sagte, die Prognose sei noch relativ optimistisch, es könne auch schlechter kommen. Nach der weltweiten Finanzkrise waren die deutschen Exporte 2009 um 18 Prozent abgestürzt.

16:22 Uhr

Auch VW-Großaktionärin Porsche SE kappt Prognose

Nach VW nimmt auch die Porsche SE als Haupteigentümerin des Wolfsburger Autobauers ihre Prognose für das laufende Jahr zurück. Das Geschäft der Holding hängt fast ausschließlich an der Entwicklung bei der Volkswagen AG - und die hatte zuvor mitgeteilt, dass die Erwartungen für 2020 angesichts der Coronavirus-Krise nicht mehr erreicht werden könnten. Da auch bei VW nicht absehbar sei, wann eine neue Prognose vorgelegt werden könne, könne auch die Porsche SE bis auf Weiteres keine neue Prognose erstellen, hieß es in Stuttgart.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Porsche SE hält gut 53 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen und hatte für 2020 bislang mit einem Konzernergebnis nach Steuern zwischen 3,5 Milliarden Euro und 4,5 Milliarden Euro gerechnet.

16:10 Uhr

Dax dreht ins Minus

Nun ist es doch passiert: Der Dax musste sich am späten Nachmittag dem Druck aus Übersee beugen und rutschte ins Minus. Der Leitindex gab um 0,2 Prozent auf 10.262 Punkte nach. Auch der EuroStoxx50 verlor: 0,3 Prozent auf 2800 Stellen.

Derweil vergrößerten die US-Indizes ihre Verluste: Der Dow Jones sackte um 1,0 Prozent auf 23.270 Punkte ab. Der S&P-500 gab um 0,3 Prozent auf 2774 Zähler nach.

15:40 Uhr

Dow Jones schwach auf der Brust - Dax verliert an Höhe

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(Foto: imago images/Xinhua)

Die US-Börsen sind mit einem kleinen Plus in den heutigen Handel gestartet - kurz danach drehten sie allerdings ins Minus. Damit scheinen an der Wall Street die gruseligen US-Arbeitsmarktdaten und der grottige Philly-Fed-Index von minus 56,6 Punkten das Geschäft doch merklich zu beeinflussen. Der Dow Jones fiel um 0,4 Prozent auf 23.402 Punkte. Der marktbreite S&P-500 notierte nur wenig verändert.

In Frankfurt verlor der Dax einen großen Teil seines Gewinns. Er legte am Nachmittag um 0,4 Prozent auf 10.317 Punkte zu. Der EuroStoxx50 gewann nur noch 0,3 Prozent auf 2819 Stellen.

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15:09 Uhr

Massiver Run auf Gold - ein Rekord beim Preis

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(Foto: picture alliance / dpa)

Am Goldmarkt hat sich der Höhenflug der Preise heute fortgesetzt. Die Notierung in Euro gerechnet erreichte ein Rekordhoch bei 1597,34 Euro je Feinunze (31,1 Gramm). An den internationalen Finanzmärkten wird das Edelmetall allerdings in der Regel in US-Dollar gehandelt. Aber auch in US-Dollar gerechnet ging es mit dem Preis an der Londoner Börse deutlich aufwärts. Die Notierung für eine Feinunze kletterte zuletzt um etwa 21 Dollar auf 1738 Dollar. Der Preis in Dollar gerechnet stieg damit wieder ein Stück weit in Richtung Rekordhoch, das 2011 bei etwa 1920 Dollar erreicht worden war.

Stärkster Preistreiber am Goldmarkt bleibt die Corona-Krise. Die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie treibt Anleger derzeit in sichere Anlegehäfen, zu denen traditionell auch das gelbe Edelmetall zählt. Außerdem gilt die Geldflut führender Notenbanken im Kampf gegen den Wirtschaftseinbruch als eine wesentliche Ursache für die aktuell starke Nachfrage nach Gold.

14:50 Uhr

Katja Dofel: "Online-Boom wird fortdauern"

Zwar führen Ladenschließungen und Kontaktbeschränkungen zu einem Boom im Onlinehandel, an Zalando scheint der jedoch zunächst vorbeizugehen. Warum das Unternehmen trotz eines miesen ersten Quartals positiv gestimmt ist, weiß ntv-Börsenreporterin Katja Dofel.

14:42 Uhr

Rund 22 Mio US-Bürger verlieren in einem Monat ihre Arbeit

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(Foto: dpa)

Wegen der Zuspitzung der Corona-Pandemie haben in den USA die vierte Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 11. April wurden 5,2 Millionen Neuanträge registriert, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Damit haben innerhalb eines Monats rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Allein in der Vorwoche hatten 6,6 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Unterstützung gestellt.

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin. Bis zum März hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen.

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14:22 Uhr

Corona-Krise trifft auch Morgan Stanley auf ganzer Breite

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(Foto: REUTERS)

Die Corona-Krise hat die US-Bank Morgan Stanley im ersten Quartal stark belastet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel der Gewinn um rund 30 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Wegen der Auswirkungen der Pandemie habe es in den letzten Monaten so viel Marktbewegung, Ungewissheit und Beunruhigung gegeben wie seit der großen Finanzkrise nicht mehr, sagte Vorstandschef James Gorman.

Morgan Stanley konnte zwar starke Zugänge im Handelsgeschäft mit Wertpapieren verbuchen, da viele Kunden angesichts der jüngsten Börsenturbulenzen ihre Portfolios umschichteten. Allerdings mussten wegen der Krise und der befürchteten Rezession Bilanzrisiken neu bewertet und hohe Rückstellungen für eine drohende Welle fauler Kredite gebildet werden. Dies drückte deutlich auf das Ergebnis. Insgesamt fielen die Erträge um acht Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar.

14:03 Uhr

Deutsche Unternehmen in Russland bluten kräftig

Die Mehrheit deutscher Unternehmen in Russland hat wegen der Corona-Krise einer Umfrage zufolge bereits hohe Verluste erlitten.

  • "Hochgerechnet auf die über 4200 in Russland tätigen deutschen Unternehmen sind bereits jetzt Verluste im hohen dreistelligen Euro-Millionenbereich zu verzeichnen", sagte der Chef der deutsch-russischen Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp.
  • In einigen Unternehmen gebe es bereits einen vollständigen Produktionsstopp, 48 Prozent der befragten Unternehmen müssten ihren Betrieb zumindest teilweise einstellen.

In Russland gelten wegen stark steigender Infektionszahlen strenge Ausgangsbeschränkungen. Präsident Wladimir Putin hat zudem den gesamten April für arbeitsfrei erklärt. Die Unternehmen müssen den Arbeitnehmern weiterhin den vollen Lohn zahlen. Zuletzt kündigte Putin jedoch an, vor allem kleinen und mittleren Unternehmen in der Krise mehr Hilfe vom Staat zukommen zu lassen.

13:38 Uhr

Nach Handelsunterbrechungen: Systemänderung an der Wall Street?

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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

An der Wall Street tut sich anscheinend etwas: Schwergewichte aus der Finanzbranche, darunter Morgan Stanley, Citadel Securities und Blackrock, suchen nach möglichen Änderungen am System der Handelsunterbrechungen an den US-Börsen, nachdem die eigentlich selten eingesetzten Mechanismen im vergangenen Monat wiederholt das Börsengeschehen stoppten. Die Teilnehmer wollen vor allem erreichen, dass es seltener zu einem kompletten Handelsstopp direkt nach der Eröffnungsglocke komme. Das kann nach den gültigen Regeln passieren, wenn sich die globale Marktstimmung über Nacht stark verschlechtert hat und die Aktienkurse in ganzer Breite auf große Verluste zusteuern.

Bei drei der vier Handelsunterbrechungen im März kam der Stopp innerhalb weniger Minuten nach der Eröffnung, als der S&P 500 um 7 Prozent einknickte. Am 16. März wurde der Handel eine Sekunde nach dem Start unterbrochen. Daraufhin kritisierten Marktteilnehmer, es sei nicht sinnvoll, den Aktienmarkt zu eröffnen, nur um ihn sofort wieder zu stoppen.

13:31 Uhr

VW kommt mit Gewinnwarnung um die Ecke

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt das Geschäft des Volkswagen-Konzerns nachhaltig negativ und zwingt den Dax-Konzern nun zu einer Gewinnwarnung. Die Volkswagen AG geht derzeit davon aus, dass die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020, die mit dem Jahresabschluss 2019 veröffentlicht wurden, nicht mehr erreicht werden können, wie es in einer Mitteilung hieß. Im Moment sei nicht absehbar, wann eine neue Prognose möglich sei.

VW nannte zudem vorläufige Zahlen für das erste Quartal. Demnach wurde ein Umsatz von rund 55 Milliarden Euro erzielt. Das operative Ergebnis betrage 0,9 Milliarden Euro, die operative Umsatzrendite 1,6 Prozent.

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12:56 Uhr

Wall Street funkt grün - aber die Jobdaten drohen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach den gestrigen Kursverlusten sich an der Wall Street eine kleine Gegenbewegung ab. Anleger hoffen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität, nachdem die Corona-Pandemie in vielen Ländern ihren Höhepunkt überschritten zu haben scheint.

Noch vor der Startglocke dürften weitere Konjunkturdaten Zeugnis vom verheerenden Einfluss der Corona-Krise auf die US-Wirtschaft ablegen. Veröffentlicht werden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche, der Philadelphia-Fed-Index für April und die Märzdaten zu den Baubeginnen und -genehmigungen. Bei allen Daten rechnen Volkswirte mit deutlichen Eintrübungen. Es stellt sich aber die Frage, ob die Daten noch ein solches "Schock-Potenzial" entfalten wie der am Mittwoch gemeldete Absturz des Empire-State-Manufacturing-Index auf ein Rekordtief, oder ob sich nicht doch ein Gewöhnungseffekt einstellt.

Geschäftszahlen werden vorbörslich die Bank Morgan Stanley und der Pharmahersteller Abbott Laboratories vorlegen. Die schon am Vortag nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen des Inneneinrichters Bed Bath & Beyond kommen derweil gut an. Die Aktie springt im vorbörslichen Handel auf nasdaq.com um 13,5 Prozent nach oben.

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12:36 Uhr

Audi produziert bald wieder in Ingolstadt

Ein Mitarbeiter bringt an einem Fließband im Audi-Werk das Frontende an einem Audi an. Foto: dpa

(Foto: dpa)

Der Motor soll wieder brummen: Audi will die Autoproduktion im Stammwerk Ingolstadt voraussichtlich Ende April schrittweise wieder anlaufen lassen. Geplant sei, zunächst nur eine Schicht zu fahren, sagte eine Sprecherin. Später könnten weitere Schichten dazukommen, mit großem zeitlichen Abstand zwischen den Schichten, damit sich beim Schichtwechsel nicht zu viele Mitarbeiter an den Werkstoren begegnen. Wann das Werk Neckarsulm anlaufe, sei im Moment noch offen.

In den beiden deutschen Werken der VW-Tochter steht die Produktion seit 23. März wegen der Corona-Krise still. Die Hälfte der 61.000 Audi-Beschäftigten in Deutschland sind in Kurzarbeit. Im ungarischen Audi-Werk Györ lief die Motorenproduktion am Dienstag wieder an, mit einer Schicht statt der üblichen drei Schichten.

12:16 Uhr

Coronavirus stoppt Asiens 60-jährige Wachstumsphase

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Corona-Pandemie bringt Asiens seit 60 Jahren anhaltendes Wirtschaftswachstum nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum Erliegen. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr stagnieren, sagte der Fonds voraus. Selbst während der weltweiten Finanzkrise vor mehr als einem Jahrzehnt und der asiatischen Finanzkrise Ende der 1990er-Jahre hatte es das nicht gegeben. Damals wuchs die Wirtschaft auf dem Kontinent um 4,7 beziehungsweise 1,3 Prozent.

  • "Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Region werden schwerwiegend, flächendeckend und beispiellos sein", sagte IWF-Regionalchef Changyong Rhee.
  • "Die asiatischen Länder müssen alle politischen Instrumente aus ihrer Trickkiste ziehen."

Für das nächste Jahr rechnet der IWF dann wieder mit einem kräftigen Wachstum von 7,6 Prozent - vorausgesetzt, die Ausbreitung des Virus kann wirkungsvoll eingedämmt werden. Die Aussichten blieben "höchst unsicher".

11:54 Uhr

Zoff wegen Condor - Polen sprechen von Vertragsbruch

Wegen der Condor-Problematik ist ein Streit entbrannt. Die polnische Regierung macht nämlich die deutschen Verhandlungspartner für das Scheitern der Übernahme des Ferienfliegers durch die staatliche Fluggesellschaft Lot verantwortlich. Finanzminister Jacek Sasin sagte dem privaten Rundfunksender RMF, Polen werde für den Rückzieher aus dem Vertrag keine Entschädigung zahlen, wie es Condor gefordert hatte. Eine Condor-Sprecherin wies die Vorwürfe zurück. Condor habe die Vertragsbedingungen für die Übernahme durch Holding PGL erfüllt.

Für Condor zeichnet sich unterdessen eine Übergangslösung mit Hilfe des Staates ab. Die Airline spricht mit der Bundesregierung über eine Verlängerung und eine weitere Liquiditätsspritze. Nach Unternehmensangaben könnte zunächst ein Treuhänder die Firma übernehmen. Damit würde man Zeit gewinnen, um nach der Krise einen neuen Anlauf zum Verkauf zu nehmen.

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(Foto: dpa)

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11:23 Uhr

Dax ruhig im Plus - starke Autowerte - Warten auf US-Jobdaten

Der Dax hat seinen Gewinn halten können, er kam aber von seinen Hochs zurück. Kurz vor Mittag notierte der Leitindex 1,1 Prozent im Plus bei 10.392 Punkten. Zuvor ist er auf 10.438 Zähler gestiegen. Der EuroStoxx50 stieg um 1,2 Prozent auf 2841 Stellen. Händler sprachen von einem trendlosen Handel, der nur auf die US-Arbeitslosendaten warte. In den Vereinigten Staaten werden die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe erwartet - Ökonomen prognostizieren 5,5 Millionen.

Im Dax präsentierten sich die Autobauer stark. VW gewannen 3,3 Prozent, Daimler 3,0 Prozent, BMW und Continental je 2,8 Prozent. An der Dax-Spitze lagen Infineon mit plus 3,9 Prozent. Schlusslicht waren Lufthansa mit minus 1,3 Prozent.

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11:07 Uhr

Dax-Profis werden noch pessimistischer

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(Foto: imago images/STPP)

Die Stimmung der institutionellen Dax-Anleger hat sich weiter verschlechtert. Wie man dem wöchentlichen Sentiment-Indikator der Deutschen Börse entnehmen kann, ist der Bärenanteil bei den Profis um 10 Punkte auf 61 Prozent gestiegen. Bei den Privatanlegern fiel dieser leicht um 1 Punkt auf 47 Prozent. 21 Prozent (minus 5 Punkte) der Profis sind bullisch, bei den Privaten sind es 39 Prozent (plus 3 Punkte). Damit sind 18 Prozent (minus 5 Punkte) der institutionellen Anleger neutral gestimmt und 14 Prozent (minus 2 Punkte) der Privatanleger.

Der starke Preisanstieg umsatzstarker Aktien großer Unternehmen, der sogenannten Bluechips, von den Tiefs habe einige Marktbeobachter dazu verleitet, vom "schnellsten Crash aller Zeiten" zu sprechen, kommentiert Sentiment-Analyst Joachim Goldberg. Das sähen mittelfristig orientierte Anleger ganz anders.

10:48 Uhr

Lieferketten-Probleme: Porsche wirft Produktion später an

Porsche wird seine Werke in der kommenden Woche noch nicht wieder anlaufen lassen. Die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und in Leipzig bleibe eine weitere Woche ausgesetzt, teilte der Sportwagenhersteller mit. Es gebe weiterhin Engpässe bei den globalen Lieferketten, die einen geordneten Wiederanlauf nicht zuließen.

Andere Hersteller hatten zuvor angekündigt, die wegen der Coronavirus-Pandemie heruntergefahrene Produktion in Deutschland langsam wieder anlaufen zu lassen. Daimler, Volkswagen und Audi etwa wollen am Montag zumindest in ersten Werken schrittweise loslegen. Porsche hatte die Produktion vor knapp vier Wochen heruntergefahren.

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(Foto: picture alliance / dpa)

10:28 Uhr

Rosen zum Quartal - Docmorris-Mutter umsatzmäßig stark

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Schweizer Zur Rose Gruppe hat in den ersten drei Monaten von einem starken Versandgeschäft infolge der Coronavirus-Krise profitiert. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 427 Millionen Schweizer Franken, wie die Docmorris-Mutter mitteilte. Gegenwind spürte die Versandapotheke allerdings derzeit im Geschäft mit Ärzten in der Schweiz, da viele Praxen nur noch dringende Therapien und Eingriffe durchführten.

Die Erlöse kletterten in allen Märkten. In lokalen Währungen habe der Zuwachs im Quartal bei knapp 16 Prozent gelegen. Stützend habe auch die Übernahme von Medpex gewirkt. In Deutschland wuchsen die Umsätze laut Mitteilung um 15,5 Prozent inklusive Medpex in Lokalwährung auf 263,6 Millionen Franken.

10:09 Uhr

"Wie Kraut und Rüben" - Drägerwerk-Kurs zappelt

Drägerwerk
Drägerwerk 69,50

Zuletzt galt die Aktie von Drägerwerk als überkauft - mit dem Kurs ging es zeitweise bergab. Heute meldete der Lübecker Medizintechnik-Hersteller sehr starke Auftragseingänge. Vorbörslich sprang der Aktienkurs auf 88 Euro, fiel dann aber wieder zurück. Am Vormittag notierte die Drägerwerk-Aktie 1,1 Prozent tiefer.

  • "Es ist wie Kraut und Rüben", sagte ein Händler: "Hier wird mal ein bisschen gekauft, dort verkauft und manchmal sind nur Maschinen unterwegs."
09:50 Uhr

Britischer Einzelhandelsumsatz stürzt auf Rekordtief

Das nennt man einen Einbruch: In Großbritannien sind die Umsätze der Einzelhändler infolge der Corona-Pandemie mächtig auf Talfahrt gegangen. Im März sackten die Umsätze der Branche um 4,3 Prozent ab, wie aus einem Bericht von KPMG und des British Retail Consortium (BRC) hervorgeht. In den vergangenen zwölf Monaten sanken die Umsätze im Schnitt um 0,6 Prozent. Flächenbereinigt lag der Rückgang bei 3,5 Prozent.

  • "Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn unserer Aufzeichnung im Januar 1995", sagte BRC-Chefin Helen Dickinson.

Während die Verkäufe in den ersten drei Wochen im März im Vorfeld der verordneten Restriktionen in Großbritannien noch um 12 Prozent gestiegen seien, sackten sie nach dem 23. März um 27 Prozent ab.

09:37 Uhr

Easyjet-Maschinen am Boden - Kurs steigt dennoch kräftig

Easyjet
Easyjet 891,20

Auch das gibt es in diesen Tagen: Easyjet sieht sich für einen längeren Stillstand seiner Flotte gerüstet und erfreut damit seine Aktionäre. Die Papiere des Billigfliegers legten 9 Prozent zu und waren damit Spitzenreiter an der Londoner Börse.

Die Briten gehen davon aus, auch eine längere Pause überleben zu können. Zudem seien die Buchungen für den Winter besser als im vergangenen Jahr.

09:25 Uhr

Lockerung der Beschränkungen lässt Dax steigen

Die ersten Lockerungen der harten Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie machen deutschen Anlegern anscheinend Mut. Der Dax stieg in ersten Handelsminuten um 1,0 Prozent auf 10.382 Punkte. Der MDax legte um 1,2 Prozent auf 21.980 Zähler zu, der TecDax um 1,5 Prozent auf 2837 Stellen. Der EuroStoxx50 kletterte um 1,0 Prozent auf 2835 Punkte.

Um gut 5 Prozent aufwärts ging es für die Aktien des Online-Modehändlers Zalando. Das Unternehmen macht eine Rückkehr der Shoppinglaune nach einem Einbruch zu Beginn der Coronavirus-Pandemie aus. In den ersten beiden Aprilwochen habe das Geschäft auf Jahressicht zugelegt, sagte Vorstandsmitglied Rubin Ritter. Das sei schneller gegangen als erwartet.

Dax
Dax 12.847,68

08:48 Uhr

Wirtschaftskollaps beunruhigt Asiens Anleger

Die massiven wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie schlagen den Anlegern in Fernost schwer auf den Magen. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent schwächer bei 19.290,20 Punkten aus dem Handel. Auch in China gaben die Kurse nach.

  • Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2020 erstmals seit 60 Jahren damit, dass Asiens Wirtschaft nicht wächst, weil Exportmärkte wegbrechen und die drastischen Einschränkungen in den Ländern den Konsum abwürgen.
  • Am Freitag werden die Daten zur Wirtschaftsleistung in China erwartet; es wird mit dem ersten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in der Geschichte der Volksrepublik gerechnet.
  • "Den Märkten gehen die guten Nachrichten zum Handeln aus", sagte Kyle Rodda, Analyst beim Brokerhaus IG Markets. "Sie wetten weiterhin darauf, dass die weltweite Wirtschaft aus der ganzen Sache mit Schwung herauskommt, aber die Schwierigkeit ist, dass keiner mit irgendeiner Sicherheit sagen kann, wie es wirklich kommt."
Nikkei
Nikkei 22.863,73

08:07 Uhr

Zalando rutscht in die roten Zahlen

Die Coronavirus-Pandemie setzt Europas größtem Online-Modehändler Zalando zu. Im ersten Quartal sei der Umsatz maximal um 11,6 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro geklettert, teilt das Berliner Unternehmen bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen mit. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch zu einem Plus von rund 15 Prozent gereicht. Beim bereinigten Betriebsergebnis (Ebit) rutschte Zalando in die roten Zahlen und geht von einem Minus zwischen 90 und 110 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind Sonderabschreibungen in Höhe von 40 Millionen Euro auf den Warenbestand.

In Folge des schwächeren Wachstums will Zalando nun im laufenden Jahr sparen. Marketing und allgemeine Kosten sollen um 250 Millionen Euro und Investitionen um 100 Millionen Euro reduziert werden. Zugleich gab sich Finanzchef David Schröder zuversichtlich: "Die ersten Wochen im April lassen uns optimistisch auf das zweite Quartal blicken."

Zalando
Zalando 64,14

07:08 Uhr

Kurse in Asien und Sydney fallen weiter

Schwache Vorgaben aus den USA lassen die Kurse an den ostasiatischen Börsen und in Sydney weiter fallen. Neue US-Konjunkturdaten waren am Mittwoch noch deutlich schwächer ausgefallen als ohnehin befürchtet. In die gleiche Kerbe schlug der Wirtschaftsbericht "Beige Book" der US-Notenbank. Zudem hatten weitere US-Banken in ihren Quartalsberichten massive Gewinnrückgänge gezeigt. Erst zum Handelsende hatten sich die Indizes an der Wall Street zumindest etwas von ihren Tagestiefs erholt.

Die Märkte warten nun gespannt auf die Strategie zum Wiederhochfahren der US-Wirtschaft, zu der sich der US-Präsident im Tagesverlauf äußern will. Derweil sind in den USA in den vergangenen 24 Stunden mit fast 2.600 so viele Menschen an Covid-19 gestorben wie nie zuvor weltweit.

S&P 500
S&P 500 3.192,60

06:59 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht