Donnerstag, 22. Oktober 2020Der Börsen-Tag

17:38 Uhr

Trotz Kampf: Dax verzeichnet vierten Verlusttag in Folge

Der deutsche Aktienmarkt kann sich auch am Donnerstag nicht aus seiner Abwärtsspirale befreien. Der Dax verzeichnet bereits den vierten Tag in Folge Verluste. Der deutsche Börsenleitindex fällt im Tagestief bis auf 12.345 Punkte. Am Ende verabschiedet er sich mit einem Abschlag von 0,1 Prozent und 12.543 Zählern aus dem Handel. Am Montag hatte er noch über der 13.000er Marke notiert.

"Es war ein knappes Rennen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Anleger werden vorsichtiger, vor allem wegen der nach wie vor steigenden Corona-Infektionszahlen und den damit verbundenen möglichen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft."

Unter den Einzelwerten stechen Adidas positiv heraus. Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Tochter Reebok beflügeln den Kurs, am Ende steht ein Kursgewinn von rund drei Prozent. Mit MTU und Merck können nur zwei weitere Dax-Werte nennenswerte Aufschläge verbuchen. Infineon, RWE und Delivery Hero stehen dagegen auf der Verliererseite.

Dax
Dax 13.243,31

17:11 Uhr

Euro stemmt sich gegen Corona-Krise

Der Euro fällt zum Dollar, notiert 0,3 Prozent schwächer bei 1,1829 Dollar - zeigt nach Auffassung aus dem Handel aber eine gewisse Widerstandsfähigkeit zur Corona-Krise. Auch Spekulationen über neue Stimuli der Europäischen Zentralbank belasten die Gemeinschaftswährung nur wenig, urteilen die MUFG-Devisenanalysten.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,19

Das untermauere, dass Investoren mehr Vertrauen zum Euro zeigten, nachdem die EU den Wiederaufbaufonds zur Abfederung der coronabedingten Wirtschaftskrise verabschiedet habe, sagt Analyst Lee Hardman.

Neben der Corona-Krise laste auch die Dollarstärke auf dem Euro, heißt es. Wachsende Zweifel über das Zustandekommen eines Konjunkturpaketes in den USA noch vor den Wahlen verschafften dem Greenback als vermeintlich sicherer Hafen Zulauf, heißt es im Handel.

16:40 Uhr

"Tesla is on fire"

Tesla-Aktien sind nach den am Mittwoch nachbörslich veröffentlichten Quartalszahlen gefragt. Der Kurs legt etwa drei Prozent zu. "Tesla is on fire, seit Jahresbeginn hat sich der Kurs verfünffacht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Jens Korte.

Solide Drittquartalsergebnisse bescheinigen Tesla die Analysten von Evercore ISI. 2020 sei ein beeindruckendes Jahr für das Unternehmen. Bemerkenswert sei die Verbesserung des freien Cashflows während der Pandemie. Es stelle sich aber die Frage nach der Nachhaltigkeit der Nachfrage in den USA und Europa, so die Analysten. In diesem Jahr hätten die Kosteneindämmungen sich deutlich bemerkbar gemacht, dies müsse künftig nicht unbedingt der Fall sein. Nach Ansicht der Analysten muss Tesla in China und Europa noch deutlich wachsen in den Bereichen Service, Reparatur und Infrastruktur.

Tesla Motors (USD)
Tesla Motors (USD) 521,85

16:04 Uhr

Bitcoin springen auf Eineinhalbjahreshoch - dank Paypal

Die Akzeptanz von Kryptowährungen als Zahlungsmittel bei Paypal gibt Bitcoin erneut Auftrieb. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise steigt um drei Prozent auf 13.247,85 Dollar, den höchsten Stand seit fast eineinhalb Jahren. "Dass Paypal nun im Krypto-Geschäft mitmischen will, darf als Ritterschlag gewertet werden", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Neben den Notenbanken Fed und EZB, welche sich Gedanken um die Einführung digitaler Staatswährungen machen, könnte dies der Anstoß für weitere Unternehmen sein, sich mit der Implementierung besagter Währungen zu beschäftigen.

15:47 Uhr

Die Hoffnung stirbt zuletzt an der Wall Street

Anleger an der Wall Street wetten weiter auf zusätzliche Konjunkturhilfen der US-Regierung. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 legten zur Eröffnung am Donnerstag jeweils etwa 0,3 Prozent zu. "Alle Realisten stellen sich aber darauf ein, dass es vor der Wahl keine Einigung geben wird", sagte Robert Pavlik, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter SlateStone. Am 3. November stellen sich US-Präsident Donald Trump sowie Teile des Kongresses zur Wiederwahl.

Besser als erwartet ausgefallene US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe spielen an den Börsen allerdings keine Rolle. Insgesamt 787.000 Anträge wurden gestellt und damit deutlich weniger als die erwarteten 875.000. Allerdings hatte sich der Markt zum einen bereits im Vorfeld der Zahlen deutlich erholt.

Unterstützung erhielten die US-Börsen außerdem von ermutigenden Firmenbilanzen. So stiegen die Aktien von Coca-Cola um zwei Prozent. Dank seines Sparkurses habe der weltgrößte Getränke-Hersteller einen Quartalsgewinn über Analystenprognosen vorgelegt, kommentiert Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Der Absatz habe die geringen Erwartungen ebenfalls übertroffen.

15:02 Uhr

Hypoport brechen 20 Prozent ein

Die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport brechen in der Spitze um mehr als 20 Prozent ein. Als Grund sehen Marktteilnehmer einen Ergebnisrückgang. Das operative Ergebnis von Hypoport fiel im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf etwa sieben Millionen Euro.

Hypoport
Hypoport 437,00

14:29 Uhr

Daimlers neue Lkw-Chefin kommt früher

Die künftige Chefin des Lastwagengeschäfts von Daimler übernimmt ihren Posten früher als geplant. Karin Radström, die vom Konkurrenten Scania kommt, wechselt bereits im Februar in den Vorstand der Daimler Truck AG. Der Konzern hatte bereits im April angekündigt, dass Radström auf den in den Ruhestand gegangenen Lkw-Vorstand Stefan Buchner folgt. Bisher war Radström jedoch erst im Mai in Stuttgart erwartet worden.

14:13 Uhr

Wackelige Erholung: Sixt-Kurs fällt deutlich

Von einer wackligen Erholung spricht ein Marktteilnehmer bei Sixt. Der Aktienkurs sinkt rund vier Prozent. Der Autovermieter hat im dritten Quartal von der teilweisen Aufhebung von Reisebeschränkungen und von Kostensenkungen profitiert. "Sollten Reisebeschränkungen nun zurückkommen, würde das Sixt wieder belasten", so ein Marktteilnehmer.

Sixt
Sixt 95,55

13:09 Uhr

US-Anleger behalten Stimulipaket im Auge

Mit leichten Abgaben dürfte die Wall Street am Donnerstag in den Handel starten. Der Markt stehe weiterhin im Bann der Gespräche um ein neues US-Stimulipaket, heißt es. Die bereits seit Wochen erfolglos verlaufenden Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern sollen am Donnerstag fortgesetzt werden. Allerdings schwindet die Wahrscheinlichkeit, dass es noch vor der Wahl am 3. November zu einer Einigung kommt.

"Die Gespräche dominieren weiterhin die Schlagzeilen und der Markt schenkt ihnen eine erhöhte Aufmerksamkeit", sagt Ökonom Andrew Hunter von Capital Economics. Tristan Hanson, Fondsmanager bei M&G Investments, hält die Hoffnung auf eine Einigung vor der Wahl für "ziemlich kurzsichtig". Es erscheine wahrscheinlicher, wer immer auch gewinne, dass es erst in den nächsten Monaten zu einem neuen US-Konjunkturpaket komme.

Der S&P-500-Future verliert aktuell 0,4 Prozent. Für einen Impuls könnten auch die US-Konjunkturdaten des Tages sorgen. Neben den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe steht hier vor allem der Index der Frühindikatoren für September im Fokus.

12:50 Uhr

Spekulationen befeuern Adidas-Kurs

Um mehr als sieben Prozent klettert der Kurs der Adidas-Aktien. Sie notieren damit deutlich an der Spitze der Dax-Gewinner und auf einem Vierwochenhoch. Kurstreiber ist ein Magazinbericht, nach dem der Dax-Konzern die Marke Reebok verkaufen könnte. Mit Reebok wollte der Sportartikelhersteller auf dem US-Markt Branchenprimus Nike angreifen und unter Druck setzen. So richtig funktioniert hat das bislang aber nicht. Adidas übernahm Reebok 2006 für rund drei Milliarden Euro. Unter Marktteilnehmern gilt der Deal als teuerster Fehleinkauf in der Adidas-Geschichte.

Adidas
Adidas 276,90

11:49 Uhr

Lkw-Bauer Traton fährt "deutlich" über den Erwartungen

Der Nutzfahrzeughersteller Traton hat im dritten Quartal von einer besseren Nachfrage sowie Kostensenkungen profitiert und nach dem hohen Verlust im Halbjahr operativ einen bereinigten Millionengewinn eingefahren. Die wesentlichen Leistungsindikatoren des Quartals liegen "zum Teil deutlich über den Markterwartungen", wie die Volkswagen-Tochter bei Vorlage von Eckdaten mitteilt. Für die Aktien geht es zunächst mehr als ein Prozent nach oben, am Mittag steht dann ein Minus von etwa 0,5 Prozent.

Traton
Traton 22,08

11:11 Uhr

Anlegerflucht aus dem Dax dauert an

Am Mittag zeigt sich der deutsche Aktienmarkt etwas gefasster. Die Verluste vom Start konnten etwas reduziert werden. Der Dax notiert momentan noch 0,8 Prozent im Minus bei 12.463 Punkten. Das Tagestief markiert er bislang bei 12.345 Zählern. "Der Konjunkturpessimismus greift wieder um sich", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Sie verweist auf den stärker als erwartet gefallenen GfK-Konsumklimaindex. "Er zeigt, dass die Verbraucher verunsichert sind und die Zuversicht in die Erholung der Wirtschaft bröckelt."

10:54 Uhr

Varta-Kurs sackt ab

Der deutsche Batteriehersteller Varta hat den Vertrag mit Vorstandschef Herbert Schein vorzeitig um fünf Jahre bis 2026 verlängert. Das habe der Aufsichtsrat beschlossen, teilt Varta mit. Der 55-Jährige hatte das Unternehmen aus Ellwangen 2017 an die Börse zurückgeführt. Schein arbeitet seit 1991 für Varta und steht seit 2007 an der Spitze des Unternehmens. Die Personalie kann den Aktienkurs des MDax-Konzerns aber nicht stützen: Der Kurs sackt in der Spitze gut zehn Prozent ab.

Varta AG
Varta AG 110,50

10:41 Uhr

Conti spart - und trotzt der Krise

Continental präsentieren sich leicht fester. Der Zulieferer präsentierte am Mittwochabend seine Geschäftszahlen. Diese hätten, wie schon bei Daimler und BMW, überzeugt, schätzen Marktteilnehmer ein. Trotz des wieder besser laufenden Geschäfts in der Autobranche ist der Zulieferer im dritten Quartal aber in die roten Zahlen gerutscht. Hohe Wertminderungen wegen des eher trüben Branchenausblicks bis 2025 und Kosten für das jüngst verschärfte Sparprogramm belasteten den Konzern mit insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Euro. Immerhin: Bereinigt um diese Belastungen konnte Continental vor allem dank des margenstarken Reifengeschäfts die bereinigte operative Rendite spürbar auf 8,1 von 5,6 Prozent steigern. Analysten hatten dem Konzern im Konsens nur gut 6 Prozent zugetraut.

Continental
Continental 116,70

10:12 Uhr

Umsatzeinbruch von 83 Prozent: British-Airways-Mutter unter Druck

Die Aktien der British-Airways-Mutter IAG sacken um mehr als fünf Prozent ab. Nach einem Umsatzrückgang um 83 Prozent im dritten Quartal will IAG nun die Kapazitäten kürzen. Der Verlust betrug umgerechnet rund 1,3 Milliarden Euro. "Ein nachhaltiger Turnaround ist erst mit der konkreten Aussicht auf Impfstoffe zu erwarten", kommentiert ein Marktteilnehmer.

09:51 Uhr

Schneider Electric nach Umsatzplus optimistischer

Der Compleo-Konkurrent Schneider Electric ist nach dem ersten Umsatzplus in diesem Jahr für 2020 zuversichtlicher. Der Vorstand erwartet nun einen Umsatzrückgang von fünf bis sieben Prozent statt sieben bis zehn Prozent. Auch die Gewinnmarge dürfte mit 15,1 bis 15,4 Prozent besser ausfallen als die zunächst erwarteten 14,5 bis 15,0 Prozent. Im dritten Quartal stiegen die Erlöse um 1,3 Prozent auf 6,46 Milliarden Euro. Geholfen habe der Trend zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit, erklärt der Vorstand. Schneider Electric stellt etwa auch Ladesäulen für Elektromobile her. An der Börse fiel der Aktienkurs rund 1,8 Prozent.

09:34 Uhr

Strom- und Gaspreise ziehen merklich an

Die Strom- und Gaspreise für die privaten Haushalte in Deutschland sind im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Eine Kilowattstunde Strom verteuerte sich um 6,8 Prozent im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2019 auf durchschnittlich 31,94 Cent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Erdgas kostete 5,99 Cent je Kilowattstunde und damit 2,7 Prozent mehr.

"Abhängig von ihrem Jahresverbrauch zahlten die privaten Haushalte sehr unterschiedliche Strompreise", erklärt das Statistikamt. Bei einem Jahresverbrauch von weniger als 1000 Kilowattstunden kostete Strom durchschnittlich 47,52 Cent, ab 15.000 Kilowattstunden hingegen nur 25,79 Cent. Aufgrund einer Sonderregelung können die Energieversorger den als Maßnahme des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung gesenkten Mehrwertsteuersatz bereits auf das erste Halbjahr anwenden. Davon dürften etwa 13 Prozent der privaten Haushalte rückwirkend profitieren.

"Höhere Netzentgelte und höhere Kosten für Energie und Vertrieb sorgten dennoch für höhere Preise", so die Statistiker. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2019 stieg der Strompreis bei einem Jahresverbrauch von weniger als 1000 Kilowattstunden um 4,0 Prozent, ab 15.000 Kilowattstunden um 8,8 Prozent.

09:10 Uhr

Corona-Abwärtsstrudel reißt Dax immer tiefer

Der deutsche Aktienmarkt scheint den drei Verlusttagen in Folge einen vierten folgen zu lassen. Zum Start in den Handel geht es für den Dax 1,6 Prozent nach unten auf 12.383 Punkte. Von Montag bis Mittwoch hat der deutsche Börsenleitindex bereits 2,7 Prozent eingebüßt. Am Montag stand er im Handelsverlauf noch über der 13.000-Punkte-Marke.

Nach wie vor bestimmen die rasant steigenden Infektionszahlen das Geschehen auf dem Parkett. Daneben klammern sich die Anleger an die Hoffnung, dass es doch noch zu Konjunkturstimuli in den USA vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November kommen könnte. Auch die Berichtssaison spielt weiterhin eine Rolle: "Es zeichnet sich ab, dass die Drittquartalszahlen die deutlich reduzierten Erwartungen übertreffen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. Die frischen Daten des GfK-Konsumklima belasten dagegen etwas.

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08:55 Uhr

Asien-Börsen melden Verluste

Anleger in Asien haben am Donnerstag die Hoffnung auf ein US-Konjunkturpaket noch vor den Wahlen aufgegeben. Die meisten Handelsplätze verzeichneten auch angesichts der weiter grassierenden Corona-Pandemie Kursverluste. In Tokio fiel der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 23.497 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sank 1,1 Prozent. Ein stärkerer Yen bremste vor allem exportabhängige Sektoren. In China gaben Aktien aus dem Gesundheitswesen und der Industrie am stärksten nach. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Minus.

Nikkei
Nikkei 26.165,59

Das Ringen um ein Konjunkturpaket zwischen Republikanern und Demokraten war ins Fahrwasser des US-Präsidentschaftswahlkampfs geraten. Zuletzt gab es zwar Hoffnungszeichen, dass doch noch eine Einigung gelingen könnte. Doch selbst dann sei es angesichts der knappen Zeit vor den Wahlen unwahrscheinlich, dass so etwas reibungslos durch den Senat gehe, sagte Anthony Chan, Chefstratege für Asieninvestitionen bei Union Bancaire Privée.

Auch ein pessimistischerer konjunktureller Ausblick des Internationalen Währungsfonds für die Region trübe die Stimmung, sagte CMC-Markets-Stratege Michael Hewson. Demnach werde Asiens Wirtschaft in diesem Jahr um 2,2 Prozent schrumpfen statt wie bisher erwartet um 1,6 Prozent.

08:41 Uhr

Dax drohen wegen Corona weitere Kursabschläge

Der Dax dürfte Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag erneut niedriger starten. Bereits zur Wochenmitte hatten die wachsenden Virus-Sorgen die Börsen fest im Griff gehabt. Der Leitindex hatte 1,4 Prozent auf 12.557 Punkte verloren und lag damit so niedrig wie seit Anfang Oktober nicht mehr. In Deutschland hat das Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals über 10.000 Virus-Neuinfektionen an einem Tag registriert.

Auch der Poker um die Corona-Hilfen in den USA macht die Anleger nervös. Die US-Wirtschaft erhole sich weiter nur langsam von den Einbrüchen der Virus-Krise, stellte die US-Notenbank Fed in ihrem Konjunkturbericht Beige Book fest.

08:28 Uhr

Corona-Infektionszahlen belasten die Konsumlaune

Die drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen treiben den deutschen Konsumenten wieder den Angstschweiß auf die Stirn. Die Kauflaune der Deutschen sei im Oktober deutlich gesunken, sagt Rolf Bürkl vom Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK. "Der Optimismus der deutschen Verbraucher schwindet im Oktober spürbar", sieht Bürkl als Ergebnis der neuesten GfK-Studie zum Konsumklima. Etwa drei Viertel der Verbraucher gingen derzeit davon aus, dass die Corona-Pandemie eine große oder sehr große Bedrohung für sie darstelle.

"Die rasant steigenden Infektionszahlen führen zu Verschärfungen pandemiebedingter Einschränkungen", betont Bürkl. Es steige die Furcht vor einem nochmaligen Herunterfahren des öffentlichen Lebens, sollte das Infektionsgeschehen außer Kontrolle geraten. "Das schlägt auch auf die Konsumstimmung durch", erklärt der Experte.

Auch die Erwartungen an die Konjunktur seien gesunken. Führende Wirtschaftsexperten hätten ihre Prognosen inzwischen nach unten korrigiert. "Hinzu kommt, dass einige unserer wichtigsten Handelspartner wie Frankreich, Spanien oder Großbritannien mit noch höheren Infektionszahlen zu kämpfen haben", so Bürkl.

08:04 Uhr

Asien-Märkte reagieren enttäuscht auf US-Konjunkturstreit

Die asiatischen Börsen haben Hoffnungen auf eine schnelle Einigung über ein billionenschweres US-Konjunkturpaket noch vor den US-Wahlen trotz Fortschritten bei den Gesprächen aufgegeben und folgen der Wall Street ins Minus.

Nikkei
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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 23.455 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,1 Prozent und lag bei 1619 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,7 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent.

US-Präsident Donald Trump beschuldigte die Demokraten, nicht für einen akzeptablen Kompromiss bereit zu sein. Zuvor war ein knapp einstündiges Gespräch zwischen der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi und US-Finanzminister Steven Mnuchin laut Pelosis Sprecher allerdings erfolgreich verlaufen. Es bleibt dennoch unklar, ob die Verhandlungen vor den US-Präsidentschafts- und Kongresswahlen am 3. November fortgesetzt werden.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 104,73 Yen und legte 0,2 Prozent auf 6,6663 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9065 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1839 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0739 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,3127 Dollar.