Donnerstag, 07. März 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:39 Uhr

EZB-Konjunkturprognose lässt Dax leiden

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(Foto: imago/Sven Simon)

Der deutsche Aktienmarkt hatte heute einen schweren Stand. Fast den ganzen Tag über standen die Indizes unter Druck. Nach den Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi gingen sie endgültig auf Talfahrt. Der Dax verlor 0,6 Prozent und schloss bei 11.518 Punkten. Der MDax gab um 1,1 Prozent auf 24.440 Zähler nach. Der TecDax sank um 0,7 Prozent auf 2625 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,6 Prozent auf 3305 Punkte nach unten.

Draghi blickt deutlich pessimistischer auf die Konjunktur und überlässt nun die Zinswende seinem Nachfolger. Die Euro-Wächter wollen ihre rekordtiefen Leitzinsen jetzt noch bis mindestens zum Jahresende nicht erhöhen. Bislang hatten sie dies nur bis über den Sommer hinweg in Aussicht gestellt. Im Kampf gegen den Abschwung in Europa wollen die Währungshüter den Banken neue billige Langfristkredite gewähren, damit die Geldhäuser bereitwilliger Darlehen an Unternehmen geben, wie die EZB nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mitteilte. Davon dürften vor allem Institute im rezessionsgeplagten Italien profitieren.

Besonders schwach schnitten Bankenwerte ab. Deutsche Bank zierten mit minus 5,1 Prozent auf 7,75 Euro das Dax-Ende. Commerzbank verloren im MDax 4,9 Prozent. Dax-Gewinner waren nach überzeugenden Zahlen Vonovia mit plus 3,9 Prozent.

17:09 Uhr

Kroger brechen mit verschärftem Wettbewerb ein

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(Foto: REUTERS)

Im frühen US-Aktienhandel schmierten Kroger um 12,2 Prozent auf 24,98 US-Dollar ab. Der größte US-Supermarktbetreiber leidet unter dem steigenden Wettbewerbsdruck auf dem Lebensmittelmarkt - Ergebnis und Umsatz in der abgelaufenen Periode sind gesunken. Kroger hatte zudem verstärkt in die Digitalisierung investiert, wodurch die Marge unter Druck geriet.

Die Gesellschaft liefert sich auf dem Lebensmittelmarkt einen scharfen Konkurrenzkampf mit Amazon, Walmart und der deutschen Aldi-Gruppe.

16:52 Uhr

Anleger gehen in defensive Sektoren

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom 15,46

Mit den zunehmenden Wachstumsängsten nach der deutlichen Abwärtsrevision der Wachstumserwartungen durch die EZB gewinnen defensive Sektoren zunehmend an Attraktivität bei den Anlegern. Für Versorger geht es an Europas Börsen um 1,6 Prozent nach oben, Telekom-Werte kommen auf ein Plus von 1 Prozent.

16:27 Uhr

Dax geht auf Talfahrt - Wachstumsängste belasten

Es war nur ein sehr kurzes Strohfeuer: Der deutsche Aktienmarkt ist parallel zur Eröffnung an der Wall Street auf Talfahrt gegangen. Der Dax rauschte binnen Minuten regelrecht runter und verlor am späten Nachmittag 1,1 Prozent auf 11.462 Punkte. Im Handel hieß es, dass die von der EZB gesenkten Wachstumsprognosen die ohnehin schon bestehenden Wachstumsängste im Markt noch verstärkt hätten. Zugleich sei die Abwärtsrevision eine gute Gelegenheit für Gewinnmitnahmen - auch deshalb, weil viele Anleger ohnehin der Meinung seien, dass die jüngste Erholung eine reine Bärenmarktrally gewesen sei.

Auch mit dem Eurokurs ging es abwärts. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1271  (Mittwoch: 1,1305) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8872 (0,8846) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85880 (0,85970) britische Pfund, 125,97 (126,40) japanische Yen und 1,1355 (1,1360) Schweizer Franken fest.

16:06 Uhr

Draghi sorgt für miese Stimmung an Wall Street

Dow Jones
Dow Jones 26.816,59

Düstere Aussichten für die Eurozone und enttäuschende Geschäftszahlen von US-Unternehmen haben Börsianern an der Wall Street die Laune verdorben. EZB-Präsident Mario Draghi sieht zwar die Wahrscheinlichkeit einer Rezession im Euroraum als gering an, die Region befinde sich aber in einer Periode anhaltender Schwäche. Die EZB hat die Zinswende für dieses Jahr abgeblasen und Geldspritzen für die Banken beschlossen. Zudem warteten US-Anleger auf handfeste Ergebnisse von den Zollstreit-Verhandlungen.

Der Dow-Jones-Index notierte eine Stunde nach Handelsbeginn 0,9 Prozent schwächer bei 25.439 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,8 Prozent nach auf 2748 Zähler.

15:58 Uhr

Air-Berlin-Sachwalter erhält 22 Millionen Euro

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Lucas Flöther

(Foto: picture alliance / Paul Zinken/d)

Seit Air Berlin das Geld ausging, ist der Sanierungsexperte mit an Bord: Sachwalter Lucas Flöther bekommt für die ersten Monate bei der insolventen Fluglinie rund 22 Millionen Euro. Diese Summe habe das Amtsgericht Charlottenburg ihm aus der Insolvenzmasse zugesprochen, sagte der Jurist aus Halle/Saale.

Die Vergütung sei gesetzlich geregelt. Sie decke nicht nur seine Arbeit ab, sondern vor allem die seiner 150 Mitarbeiter.

15:48 Uhr

Invia will fluege.de verkaufen

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(Foto: imago/Schöning)

Der Reiseportalbetreiber Invia will sich von seiner Sparte fluege.de trennen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Invia-Gruppe, Jaroslaw Czernek, begründete die Verkaufsabsicht mit dem Wachstumspotenzial der Sparte. Seinen Aussagen zufolge hätten bereits mehrere Investoren ihr Interesse an fluege.de bekundet. Mehr zum Stand der Dinge wollte das Unternehmen nicht mitteilen.

Invia ist der Name des tschechischen Reiseunternehmens, das der Investor Rockaway Capital 2016 übernommen hatte. Die Invia-Gruppe, hatte fluege.de und auch das Portal ab-in-den-urlaub.de im Frühjahr 2017 vom insolventen Start-up Unister gekauft.

15:39 Uhr

Warum gerade Frauen fürs Alter vorsorgen sollten

Zwischen Frauen und Männern klafft oftmals eine finanzielle Lücke - im Berufsleben wie im Ruhestand. Zusätzlich vorzusorgen ist daher gerade für Frauen umso wichtiger. Wie Frauen fürs Alter vorsorgen können und welche Möglichkeiten sie haben, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Daniela Steinle von der R+V Versicherung.

15:35 Uhr

Ackermann soll im Postbank-Prozess aussagen

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Josef Ackermann

(Foto: dpa)

Im Rechtsstreit zwischen früheren Postbank-Aktionären und der Deutschen Bank soll der ehemalige Vorstandschef Josef Ackermann als Zeuge aussagen. Das Oberlandesgericht Köln lud neben Ackermann auch den amtierenden Chef der Deutschen Post, Frank Appel. Die Beweisaufnahme im Prozess soll am 30. Oktober beginnen, bis Dezember sind insgesamt sieben Termine geplant.

Frühere Aktionäre der Postbank hatten geklagt, weil sie sich bei der Übernahme durch die Deutsche Bank benachteiligt sahen. Das größte deutsche Kreditinstitut kündigte im September 2008 an, die Postbank übernehmen zu wollen. Zwei Jahre später bot sie den Anteilseignern der damaligen Post-Tochter 25 Euro pro Aktie.

15:19 Uhr

Dax beendet kurzen Ausflug nach oben

Der Dax hat die kleinen Gewinne nicht halten können und ist während der Rede von EZB-Präsident Mario Draghi wieder ins Minus gedreht. Der Leitindex verlor 0,2 Prozent auf 11.559 Punkte. Die EZB hat die Wachstumsprognosen für die Eurozone kräftig gesenkt und erwartet nun für das laufende Jahr nur noch ein Wachstum 1,1 Prozent nach bislang 1,7 Prozent.

Der Euro kann sich derweil nicht erholen und handelt weiter um das Niveau von 1,1250 zum US-Dollar nach Wechselkursen um 1,1310 vor den EZB-Aussagen.

15:05 Uhr

Personalstreit: Aldi verklagt Lidl in den USA

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Lidl-Lebensmittelmarkt in Virginia Beach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwischen den deutschen Discounter-Riesen Aldi und Lidl ist in den USA ein Rechtsstreit entbrannt. Aldi hat den Rivalen im Zuge von Personalabwerbungen wegen Verletzung von Geschäftsgeheimnissen und unerlaubter Einflussnahme auf Arbeitsverträge verklagt, wie aus Gerichtsakten hervorgeht.

Der ohnehin schon scharfe Konkurrenzkampf zwischen den deutschen Kontrahenten auf dem US-Markt erhält damit zusätzliche Brisanz. Das zuständige Bezirksgericht in North Carolina gab bereits vorläufig einer einstweiligen Verfügung von Aldi gegen zwei Ex-Mitarbeiterinnen statt, die zu Lidl gewechselt waren.

14:56 Uhr

Google-Schwester will auch Laserradare verkaufen

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Die auf Roboterwagen-Software spezialisierte Google-Schwesterfirma Waymo will ihr Geschäft auch auf den Verkauf von Hardware für selbstfahrende Autos ausweiten. Ausgewählten Partnern werde ein bei Waymo entwickelter Laserradar angeboten, erklärte die Firma in einem Blogeintrag.

Die auch unter der Bezeichnung Lidar bekannten Laserradare tasten die Umgebung des Fahrzeugs ab und gelten damit als die "Augen" von Roboterwagen. Diverse Anbieter - sowohl aus der Autobranche als auch Start-ups - arbeiten an eigenen Versionen solcher Geräte.

14:45 Uhr

US-Produktivität steigt stärker als erwartet

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft in den USA ist im vierten Quartal 2018 nach vorläufiger Rechnung um annualisiert 1,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Volkswirte hatten nur mit einem Produktivitätszuwachs von 1,6 Prozent gerechnet.

Für das dritte Quartal wurde eine revidierte Zunahme der Produktivität um 1,8 Prozent gemeldet, nachdem in vorläufiger Schätzung ein Plus von 2,2 Prozent ausgewiesen worden war.

14:26 Uhr

EZB schiebt Dax an

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Dax 12.511,65

Weitere Langfrist-Kredite der EZB für Geschäftsbanken und die Aussicht auf anhaltend niedrige Zinsen haben den Aktienmärkten Schub verliehen. Die Zentralbank gab bekannt, eine neue Serie von Langfristkrediten ab September aufzulegen. Gleichzeitig kündigte sie an, die rekordtiefen Zinsen bis mindestens Ende des Jahres beizubehalten.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Dax baute seine Verluste ab und stieg um 0,1 Prozent auf 11.595 Punkte. Der MDax sank um 0,6 Prozent auf 24.543 Zähler. Der TecDax verlor nur 0,4 Prozent auf 2633 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es 0,2 Prozent aufwärts auf 3330 Punkte.

Bankentitel stiegen zunächst, allerdings dämpfte der Zinsausblick die Euphorie der Anleger schnell wieder. So gaben Deutsche Bank um 0,3 Prozent nach, Commerzbank verbilligten sich um 1,2 Prozent.

Der Euro fiel um 0,2 Prozent auf 1,1275 US-Dollar. An den Anleihemärkten griffen Investoren bei Bundesanleihen zu. Im Gegenzug fiel die Rendite um drei Basispunkte auf 0,10 Prozent.

14:15 Uhr

Firmen fürchten Jobstreichungen bei No-Deal-Brexit

Ein Viertel der vom Brexit betroffenen deutschen Unternehmen rechnet bei einem No-Deal-Szenario mit Stellenstreichungen. Dies geht aus einer noch unveröffentlichten Umfrage des internationalen Wirtschaftsprüfers Deloitte in Kooperation mit dem Industrieverband BDI hervor.

Besonders starke Auswirkungen erwarten die Autobranche, der Banksektor sowie Unternehmen, die mit Konsumgütern handeln. In diesen Industriezweigen planen 35 Prozent der befragten Unternehmen im Falle eines Brexits ohne Vertrag mit Stellenstreichungen.

13:40 Uhr

BMW wird beim FC Bayern München einsteigen

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BMW und der FC Bayern München wollen spätestens ab 2025 eine strategische Partnerschaft eingehen.

  • "Beide Seiten haben bereits im letzten Jahr eine Absichtserklärung unterschrieben", sagte FCB-Aufsichtsrat Edmund Stoiber dem "Manager Magazin".

Demnach wird der Münchner Autobauer BMW den deutschen Fußball-Rekordmeister in der Nachfolge von Audi für zehn Jahre sponsern und Audis 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG übernehmen. In BMW-Kreisen seien die Aussagen des früheren bayerischen Ministerpräsidenten bestätigt worden, schreibt das Magazin. Es berichtet unter Berufung auf Kreise der Vertragspartner weiter, dass BMW für den Anteilskauf und das Sponsoring über die gesamte Vertragslaufzeit insgesamt 800 Millionen Euro bezahle.

13:17 Uhr

Nettoeinkommen der US-Farmer drastisch gesunken

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(Foto: REUTERS)

US-Präsident Donald Trump hat sich auch die Verbesserung der Lage der US-Farmer auf die Fahne geschrieben. Allerdings ist das Nettoeinkommen der US-Landwirte ist im vergangenen Jahr stark gesunken - vor allem wegen eines starken Anstiegs ihrer Kosten.

Trumps Administration versprach nun Besserung im laufenden Jahr: Die Einkünfte der rund zwei Millionen Farmen im Land sollen 2019 steigen, mit Ausnahme der Soja- und Schweinebauern, wie das Landwirtschaftsministerium prognostizierte. Die Landwirte können demnach mit einem Plus von 4,7 Prozent auf insgesamt 95,7 Milliarden Dollar rechnen. Die Subventionen der US-Regierung waren laut Ministerium im vergangenen Jahr um 19,3 Prozent gestiegen - im laufenden Jahr dürften sie um knapp 17 Prozent zurückgehen.

13:01 Uhr

IWH senkt Wachstumsprognose für 2019 deutlich

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(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

Die deutsche Wirtschaft wird nach einer neuen Prognose in diesem Jahr nur um 0,5 Prozent wachsen.

  • "Im Winterhalbjahr 2018/2019 ist die Weltwirtschaft vor allem aufgrund wirtschaftspolitischer Risiken in eine Schwächephase geraten. In Deutschland nimmt die Konjunktur nur langsam wieder Fahrt auf", erklärte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) zu der Prognose.
  • Im Jahr 2020 solle die Wachstumsrate dann aber "auch wegen der höheren Zahl an Arbeitstagen auf 2,0 Prozent" steigen.

Im Dezember hatten die Ökonomen aus der Saalestadt noch 1,4 Prozent Wachstum für dieses und 1,8 Prozent für nächstes Jahr vorhergesagt. Mit ihrer neuen Prognose zeigen sie sich für 2019 pessimistischer als offizielle Stellen und die Wirtschaft in ihren jüngsten Prognosen aus den ersten Monaten dieses Jahres.

12:36 Uhr

Rückschlag für Griechenland - BIP schrumpft

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die griechische Wirtschaft hat im vierten Quartal 2018 einen Rückschlag erlitten. Laut Athener Statistikbehörde schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im dritten Quartal war das BIP um 1,0 Prozent gewachsen. Binnen Jahresfrist lag die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent höher. Im dritten Quartal hatte die Wachstumsrate noch 2,1 Prozent betragen. Für das Gesamtjahr 2018 wiesen die Statistiker ein BIP-Wachstum von 1,9 Prozent aus.

Im August endete das dritte Rettungsprogramm für das hoch verschuldete Land, das nun wieder finanziell auf eigenen Beinen stehen soll. Zuletzt hatte Griechenland eine zehnjährige Anleihe am Kapitalmarkt begeben.

12:35 Uhr

Lustloser Handel an der Wall Street erwartet

Das in dieser Woche vorherrschende Bild der Wall Street ist gekennzeichnet von moderaten Abgaben in einer engen Handelsspanne. Dieser lustlose Handel dürfte sich heute zunächst fortsetzen, der Aktienterminmarkt suggeriert einen knapp behaupteten Handelsbeginn am Kassamarkt.

Händler sind auf der Suche nach frischen Impulsen, nachdem es zuletzt im US-chinesischen Handelskonflikt beziehungsweise seiner Beilegung keine Neuigkeiten gegeben hat. Auch der Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank Fed lieferte keine Impulse. Es wusste von moderatem Wachstum zu berichten, aber auch partiellen Verlangsamungen durch den Regierungsstillstand in Dezember und Januar.

Möglicherweise liefert die EZB im Tagesverlauf den ersehnten Stimulus. Denn im Anschluss an die EZB-Sitzung richtet sich das Interesse der Anleger auf die Frage, ob und wie detailliert sich EZB-Präsident Mario Draghi zu neuen langfristigen Geldmarkttendern äußern wird.

12:23 Uhr

Mehr Frauen im Mittelstand in Chefetage als im Dax

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Türen zur Chefetage stehen Frauen im Mittelstand etwas weiter offen als in börsennotierten Unternehmen: 17,1 Prozent der Geschäftsführungsmitglieder im deutschen Mittelstand sind mittlerweile weiblich, wie die Beratungsgesellschaft EY mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 16,3 Prozent. In Dax-Unternehmen beträgt der Anteil nur 15 Prozent, in den Firmen in den kleineren Indizes MDax und SDax sind es nur acht beziehungsweise fünf Prozent.

Für die Studie wurden deutschlandweit 1500 mittelständische Unternehmen mit mindestens 20 Millionen Euro und höchstens einer Milliarde Euro Umsatz befragt. Demnach haben 35 Prozent der Mittelständler aber auch nach wie vor keine Frau in der obersten Führungsebene.

11:56 Uhr

Renesas stoppt Chip-Produktion in fast allen Fabriken

Renesas
Renesas 5,90

Bei Renesas Electronics sieht es derzeit finster aus. Der japanische Chiphersteller wird nach einem Bericht der Zeitung "Nikkei" in den nächsten Monaten vorübergehend die Arbeit an 13 von 14 Standorten einstellen. Der Konzern reagiert damit auf hohe Lagerbestände und mögliche Folgen des Einbruchs der Auto-Nachfrage in China.

Betroffen sind unter anderem sechs Produktionsstätten in Japan, wo Ende April und im August die Fertigung für jeweils einen Monat unterbrochen wird. Auch in vier Auslandsfabriken in China und Malaysia soll die Produktion für einige Wochen ruhen. Die beurlaubten Arbeiter erhalten während der Schließung eine Entschädigung. Für das Gesamtjahr 2019 wird ein Rückgang der Produktion um mehr als 10 Prozent erwartet.

11:45 Uhr

Continental hat "opportunistische" Zukaufspläne

Continental
Continental 115,40

Mögliche Zukäufe kann sich der Autozulieferer Continental in drei Bereichen vorstellen: So seien Übernahmen dann interessant, wenn sich der Dax-Konzern damit bei Technologien verstärken könne, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart. Auch ein höherer Anteil des Industriegeschäfts am Produktmix sei wünschenswert. Zudem wolle Conti den Reifenbereich vor allem im Ersatzgeschäft verstärken.

Nach Zukaufmöglichkeiten werde "opportunistisch" gesucht. Conti hat nach eigenen Angaben seine Schulden inzwischen so weit reduziert, dass Zukäufe für 5 Milliarden Euro "mühelos" gestemmt werden können.

Was macht die Conti-Aktie? Ihr Kurs fällt um 1,3 Prozent auf 142,30 Euro.

11:28 Uhr

ProSiebenSat.1 steht vor hartem Umbau

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 kämpft mit schwächeren Erlösen im Werbefernsehen und will seine Digitalgeschäfte deshalb schnell ausbauen. Nach weiter sinkenden Werbeumsätzen im ersten Quartal rechnet das MDax-Unternehmen im Gesamtjahr mit annähernd stabilen Erlösen in seinem größten Geschäftsfeld und weiterem Wachstum mit den Internetportalen und im Produktionsgeschäft.

Im vergangenen Jahr halbierte sich der auf die Aktionäre entfallende Gewinn nach hohen Abschreibungen auf 248 Millionen Euro. Die Aktie legte kurz vor Mittag um 0,5 Prozent zu.

  • Vorstandschef Max Conze sagte: "2018 war kein Jahr, mit dem wir zufrieden sein können, da wir die Schwäche im TV-Werbegeschäft noch nicht ausreichend mit dem Wachstum im Digital- und Commerce-Bereich ausgleichen konnten."
Mehr dazu lesen Sie hier.
11:20 Uhr

Dax reagiert verschnupft auf Fed-Aussagen

Sorgen um die Wirtschaft in den USA haben die deutschen Aktienindizes ins Minus gerückt. Die Partystimmung an den Börsen sei erst einmal vorbei, sagte ein Analyst. Der Dax fiel am späten Vormittag um 0,5 Prozent auf 11.526 Punkte. Der MDax gab um 0,9 Prozent auf 24.463 Zähler nach. Der TecDax ging um 1,0 Prozent auf 2617 Stellen runter. Zudem sank der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx50 um 0,4 Prozent auf 3311 Punkte.

Laut der US-Notenbank Fed schwächte sich das Wachstum der US-Wirtschaft zum Jahresbeginn ab. In Sachen Brexit gibt es indes weiterhin kein echtes Vorwärtskommen und beim Handelsstreit zwischen den USA und China fehlt es an Impuls gebenden Neuigkeiten.

Arg gebeutelt wurden in Frankfurt die Autowerte: Daimler verloren 2,1, BMW 1,8 und VW 1,6 Prozent. An der Dax-Spitze behaupteten sich Vonovia mit plus 2,5 Prozent.

10:59 Uhr

EZB beklagt zu geringen Umbau in Europas Bankensektor

Die europäische Bankenbranche ist nach Einschätzung der EZB-Aufseher trotz einiger Umbau-Fortschritte noch immer zu zersplittert. Es habe zu wenig Umbau und Bereinigung gegeben und wenn, dann sei dies überwiegend innerhalb der einzelnen Länder erfolgt, sagte der oberste EZB-Bankenaufseher Andrea Enria auf einer Veranstaltung in Frankfurt.

  • "Zudem sind nicht genügend Banken aus dem Markt ausgeschieden."
10:40 Uhr

Handelsplus: Deutschland wehrt sich gegen Trump-Kritik

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(Foto: REUTERS)

Der von US-Präsident Donald Trump wiederholt kritisierte Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands wird nach Einschätzung der Bundesregierung weiter sinken.

  • "Für die Jahre 2019 und 2020 rechnet die Bundesregierung mit einem weiteren Rückgang des Überschusses auf 7,3 beziehungsweise 6,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts", heißt es in einem Papier des Wirtschaftsministeriums.

Im vergangenen Jahr waren es 249 Milliarden Euro oder 7,4 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. In die Leistungsbilanz fließen alle Ausgaben und Einnahmen einer Volkswirtschaft ein, darunter auch Importe und Exporte von Gütern und Dienstleistungen. Deutschland schneidet hier wegen seiner erfolgreichen Exportfirmen ungewöhnlich stark ab.

Mehr zu US-Handelsdefizit lesen Sie hier.

10:26 Uhr

Springer-Ausblick enttäuscht - Aktie bricht ein

Axel Springer
Axel Springer 63,05

Ein mauer Ausblick hat heute die Anleger bei Axel Springer vergrault. Die Aktie brach um 8,1 Prozent auf 46,02 Euro ein und notierte so tief wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Damit steuerten sie auf den größten Tagesverlust seit rund zehn Jahren zu und hielten im MDax die rote Laterne.

Der Medien- und Technologiekonzern nimmt für die weitere Digitalisierung stagnierende Gewinne in Kauf.

  • "Der Ausblick für 2019 scheint schwächer als gedacht", fassten die Analysten von JP Morgan zusammen. Dafür sei vor allem die Sparte News Media verantwortlich.

Zudem hätten Marktteilnehmer sich insgesamt höhere Umsätze im Schlussquartal erhofft.

10:14 Uhr

Zykliker unter Druck - Thyssenkrupp auf Jahrestief

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 12,59

Nicht nur die Autowerte haben heute mit Problemen. Die Aktie von Thyssenkrupp ist am Vormittag auf ein neues Jahrestief gefallen - minus 2,1 Prozent auf 12,77.

Damit erzeugt der Chart ein weiteres Verkaufssignal. Generell sind zyklische Werte nicht gefragt, und die Basic Resources führen in Europa die Verliererliste an. Über den Stahl werden Thyssenkrupp zu den Basic Resources gezählt, über den Automotive-Bereich gehören sie zu den Autozulieferern, die mit den Herstellern ebenfalls deutlich unter Druck stehen.

10:01 Uhr

Schwächeres Wachstum - Förderung kleinerer Firmen

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(Foto: imago/Ralph Peters)

Die Bundesregierung geht von einer schwächeren Wirtschaftsentwicklung in diesem Jahr aus und will mit der Förderung vornehmlich kleinerer Unternehmen gegenhalten. In einem Entwurf des Wirtschaftsministeriums für ein "Nationales Reformprogramm 2019" heißt es, die Wirtschaft sei in unruhigeres Fahrwasser geraten. Die deutsche Wirtschaft werde daher dieses Jahr wohl nur noch um 1,0 Prozent wachsen. 2018 waren es 1,4 Prozent. Neben dem Handelsstreit sei der geplante EU-Austritt Großbritanniens ein wesentliches Risiko.

Das Ministerium verweist in dem internen Dokument, aus dem Reuters zitiert, auf veranschlagte Investitionen des Bundes in Höhe von 154,5 Milliarden Euro für den Zeitraum 2018 bis 2021.

09:44 Uhr

Asiens Schwellenländer stehen vor Zinssenkungen

Das absehbar langsamere Wachstum und die Inflation in den asiatischen Schwellenländern in diesem Jahr bedeuten, dass einige ihrer Zentralbanken beginnen werden, die Zinsen zu senken, prognostiziert Capital Economics (CapEcon). Bei niedrigeren Lebensmittel- und Ölpreisen rechnen die Analysten für 2019 mit einer Inflation von durchschnittlich weniger als 1 Prozent in Südkorea, Taiwan, Thailand, Singapur und Malaysia.

Die indische Zentralbank hat im vergangenen Monat die Zinsen gesenkt und wird dies voraussichtlich im April wieder tun. CapEcon prognostiziert für Mai zudem eine Zinssenkung für die Philippinen nach einer Reihe von Zinserhöhungen im Jahr 2018, um die Inflation von einem Neunjahreshoch nach unten zu drücken.

09:27 Uhr

Daimler brechen unten durch - alle Autowerte schwach

Daimler stellen mit einem Verlust von 2,1 Prozent zu Handelsbeginn den schwächsten Wert im Dax. Wie schon gestern befürchtet ist die Aktie nach unten durchgebrochen, nachdem nun eine Abstufung durch Lampe als zusätzlicher Katalysator wirkt.

Händler hatten schon am Vortag damit gerechnet, weil die VW-Aktie bereits vorneweg gefallen war. Sie gab um weitere 1,1 Prozent nach, ebenso BMW. Deutsche Autowerte leiden derzeit doppelt. Zum einen drückt die Drohung der USA für mögliche Strafzölle auf Importe, was durch ein rekordhohes Defizit in der US-Handelsbilanz noch wahrscheinlicher wird. Zum anderen belastet die globale Konjunkturabschwächung, speziell in China.

09:21 Uhr

Gewinnmitnahmen belasten Dax

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Dax 12.511,65

Angesichts fehlender frischer Impulse gehen Anleger heute vorerst auf Nummer sicher und nehmen Gewinne mit. Der Dax verlor kurz nach der Handelseröffnung 0,4 Prozent auf 11.541 Punkte. Der MDax gab um 0,5 Prozent auf 24.576 Zähler nach. Der TecDax sank um 0,8 Prozent auf 2622 Stellen. Der EuroStoxx50 sackte um 0,2 Prozent auf 3319 Punkte ab

Mit Spannung warteten Investoren auf die Ergebnisse der geldpolitischen Beratungen der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie rechnen fest damit, dass Notenbank-Chef Mario Draghi neue günstige Kredite für Geschäftsbanken ankündigen wird, um die heimische Konjunktur zu stützen. Eine Abkehr von der Nullzinspolitik wird nicht erwartet.

Vonovia stiegen nach guten Zahlen um 1,7 Prozent. Deutsche Post verloren nach vermeldetem Gewinneinbruch 0,8 Prozent.

Mein Name ist Wolfram Neidhard. Ich begleite Sie durch den heutigen Börsen-Tag.

09:05 Uhr

Deutsche Post vermeldet Gewinneinbruch

Deutsche Post
Deutsche Post 29,72

Die Deutsche Post musste im abgelaufenen Jahr einen Gewinneinbruch im Brief- und Paketgeschäft hinnehmen. Der Logistikriese konnte seinen Umsatz zwar um knapp zwei Prozent auf 61,6 Milliarden Euro steigern, wie das Dax-Unternehmen in Bonn mitteilte. Der Überschuss brach aber wegen einer höheren Steuerlast um fast ein Viertel auf rund 2,1 Milliarden Euro ein. Die Aktionäre sollen dennoch eine stabile Dividende von 1,15 Euro je Aktie erhalten.

Vorstandschef Frank Appel sieht die Post trotz des Gewinneinbruchs dank der eingeleiteten Sanierungsschritte auf Kurs. Im Jahr 2020 solle wie geplant ein operativer Gewinn von mehr als 5 Milliarden Euro erzielt werden, wie aus der Präsentation zur Jahresbilanz hervorgeht.

09:01 Uhr

Continental erhöht trotz Umsatzrückgangs Dividende

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(Foto: picture alliance/dpa)

Der Autozulieferer Continental will trotz einer schwachen Geschäftsentwicklung die Dividende für das vergangene Jahr erhöhen. Das neue Jahr hat ebenfalls nur "verhalten begonnen", Conti hält aber nach den zwei Gewinnwarnungen vergangenes Jahr an der aktuellen Prognose fest. Mit 4,75 Euro will das Unternehmen eine um 25 Cent höhere Dividende ausschütten.

Trotz des Gegenwinds habe das Unternehmen 2018 den Umsatz um 0,9 Prozent auf 44,4 Milliarden Euro gesteigert und sei damit schneller gewachsen als der Markt. Das Nettoergebnis fiel um 2,9 Prozent auf 2,897 Milliarden Euro. Damit verzeichnete Conti zwar einen Ergebnisrückgang, lag aber immer noch nahe am Rekordniveau des Vorjahres.

08:50 Uhr

Minus in Japan, Plus in China

Der Zollstreit zwischen den USA und China hat heute die asiatischen Börsen belastet. Der japanische Nikkei-Index verlor 0,7 Prozent auf 21.456 Punkte. Investoren machten vor allem bei Firmen mit einem großen China-Geschäft Kasse. Hierzu gehörten die Chipindustrie-Zulieferer Advantest und Tokyo Electron, deren Aktien bis zu 2,9 Prozent verloren. Unter Verkaufsdruck geriet auch Mizhuo Financial. Wegen Restrukturierungskosten von umgerechnet 5,4 Milliarden Euro kürzte die Bank ihre Gewinnprognose um 86 Prozent.

Die in China geplanten Konjunkturprogramme verhalfen der Börse in Shanghai zu einem knappen Plus auf 3106 Punkte.

08:38 Uhr

Ölpreise legen wieder zu

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 60,68

Die Ölpreise haben am Donnerstag etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 66,20 US-Dollar. Das waren 21 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um sechs Cent auf 56,28 Dollar.

Am Vortag hatte die US-Regierung einen unerwartet starken Anstieg der Lagerbestände gemeldet. In der vergangenen Woche hatten die Reserven um 7,1 Millionen Barrel auf 452,9 Millionen Barrel zugelegt. Außerdem war gemeldet worden, dass die Ölproduktion in den USA weiterhin auf dem Rekordniveau von 12,1 Millionen Barrel verharrte.

Analysten verwiesen aber auf eine nach wie vor solide Nachfrage nach Benzin in den USA. Dies habe die Ölpreise zuletzt gestützt.

*Datenschutz

08:30 Uhr

Börsianer schätzen Dax tiefer ein

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wegen wieder aufgeflammter Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft am Donnerstag tiefer starten.

Dax
Dax 12.511,65

Am Mittwoch hatte er 0,3 Prozent im Minus bei 11.587,63 Punkten geschlossen. Die enttäuschenden jüngsten US-Konjunkturdaten vom Mittwoch wirkten noch nach, sagten Börsianer.

Börsianer rechnen fest damit, dass EZB-Chef Mario Draghi wegen eingetrübter Konjunkturaussichten heute neue langfristige Billig-Kredite für Geschäftsbanken ankündigt. Dies sei aber nicht der Auftakt für eine weitere Lockerung der Geldpolitik, sagte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt.

Auf Zinssenkungen oder weitere Anleihekäufe werde die EZB nur im absoluten Notfall zurückgreifen. Wenige Stunden vor Draghis Pressekonferenz werden zudem die Zahlen zum europäischen Wirtschaftswachstum bekanntgegeben.

08:19 Uhr

Immobilienriese Vonovia verzeichnet Gewinnzuwachs

Vonovia SE
Vonovia SE 46,51

Milliardenschwere Zukäufe im Ausland sowie höhere Mieteinnahmen haben Deutschlands größtem Immobilienkonzern Vonovia auch 2018 zu deutlich mehr Gewinn verholfen.

  • Das operative Ergebnis erhöhte sich im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro.
  • Die Mieteinnahmen stiegen im vergangenen Jahr um gut 13 Prozent auf knapp 1,9 Milliarden Euro.
  • Gleichzeitig steckte Vonovia mit fast 1,6 Milliarden Euro in Modernisierung, Neubau und Instandhaltung.

Von dem Gewinnzuwachs sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Dividende soll für 2018 wie geplant um 12 Cent auf 1,44 Euro je Aktie klettern.

07:50 Uhr

Euro tritt auf der Stelle

Der Euro hat sich am Donnerstag nur wenig bewegt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1307 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Am Devisenmarkt warten die Anleger auf die Ergebnisse der Zinssitzung der EZB am frühen Nachmittag. Im Mittelpunkt stehen neue Konjunkturprognosen der Notenbank. Es wird damit gerechnet, dass die Erwartungen für die Wirtschaftsleistung der Eurozone vor dem Hintergrund der jüngsten Konjunkturabschwächung gesenkt werden.

Einig sind sich die Beobachter, dass die EZB die Leitzinsen weiterhin auf dem Rekordtief belassen wird.

07:35 Uhr

Amazon baut Filialgeschäft aus

Amazon
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Amazon baut sein Geschäft mit Buch- und Warenfilialen aus. Im Laufe des Jahres würden neue Standorte für Amazon Books und Amazon 4-Star Stores bekanntgegeben, sagte ein Sprecher.

Im Gegenzug werde das Pop-Up Kiosk-Programm - kleinere Stände in anderen Läden - eingestellt. Die Nachricht ließ die Aktien der Buchhandelskette Barnes & Noble einbrechen.

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07:06 Uhr

Asien-Börsen leiden unter Wall-Street-Verlusten

Kursverluste an der Wall Street belasten die asiatischen Börsen, wobei Schanghai mit nur minimalen Verlusten im späten Handel erneut besser abschneidet.

  • In Tokio sinkt der Leitindex Nikkei um 0,8 Prozent auf 21.422 Punkte.
  • In Schanghai büßt der Composite-Index nach den jüngsten kräftigen Gewinnen lediglich 0,2 Prozent ein und kommt auf 3.096 Punkte.
  • In Hong Kong geht es für den Hang-Seng-Index um 0,6 Prozent auf 28.864 Punkte nach unten.

Die Märkte hätten die guten Nachrichten in den Zollverhandlungen zwischen den USA und China bereits eingepreist, sagte Anlagestratege Tatsushi Maeno vom Vermögensverwalter Okasan Asset Management. "Jetzt machen die Märkte eine Pause."

06:29 Uhr

Huawei verklagt US-Regierung

Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei hat im Streit um Spionageverdächtigungen die USA verklagt. Der Konzern geht mit der Klage gegen ein Gesetz vor, das US-Regierungsbehörden den Erwerb von Huawei-Technologie untersagt. Das Unternehmen sieht dies als verfassungswidrig an.

  • Ein neues US-Verteidigungsgesetz untersagt es US-Behörden, Ausrüstung und Dienstleistung von Huawei zu erwerben
  • Die Behörden dürfen auch nicht mit Dritten zusammenarbeiten, die Huawei-Kunden sind

Im Zusammenhang mit der Klage wirft Huawei den USA zudem vor, Server gehackt und E-Mails und Quellcodes gestohlen zu haben.