VW, BMW, Daimler: Dax gibt Gas
Am deutschen Aktienmarkt ist es am Donnerstag nach oben gegangen. Einmal mehr standen die Aktien der Automobilbranche im Fokus.
VW VorzügeNachdem die Investoren aus Sorge vor möglichen Zollschranken auf Abstand zu der Branche gegangen waren, scheint sich nun eine Lösung anzubahnen. US-Botschafter Richard Grenell brachte im Gespräch mit Vorständen aus der Automobilbranche ins Spiel, die Zölle komplett zu streichen statt sie zu erhöhen. Auch für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Abschaffung der Autozölle durchaus eine Option, die sie sich vorstellen kann - wenn auch in Abstimmung mit EU und WTO.
Die Anleger griffen in Folge am Aktienmarkt bei den Automobilherstellern und deren Zulieferern zu. So stellten VW mit einem Plus von 4,1 Prozent den zweitstärksten Gewinner im Dax, Daimler und BMW folgten mit Gewinnen von 3,8 und 3,7 Prozent.
DaxDer Dax schloss 1,2 Prozent höher bei 12.464 Punkten.
Nach oben ging es auch für Linde mit Aufschlägen von 4,5 Prozent. Um die Erlaubnis der EU-Kommission zur Fusion mit Linde zu erhalten, verkauft der US-Konzern Praxair (plus 3,2 Prozent) sein europäisches Gasgeschäft für 5 Milliarden Euro an die japanische Taiyo Nippon Sanso Corp. Zugleich betonte Linde, dass die fusionsrechtliche Freigabe "voraussichtlich die Veräußerung von weiteren Geschäftsbereichen durch die Fusionspartner erfordern" werde. Positiv wird an der Börse gesehen, dass der Zeitplan für den Zusammenschluss der beiden Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2018 unverändert steht.
US-Rohöllagerbestände steigen überraschend
Die Rohöllagerbestände in den USA haben in der Woche zum 29. Juni unerwartet zugenommen. Laut der staatlichen Energy Information Administration (EIA) stiegen sie um 1,245 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche.
Analysten hatten dagegen einen Rückgang um 3,9 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 9,891 Millionen Barrel reduziert.
Bei den bereits am Vortag veröffentlichten Daten des privaten American Petroleum Institute (API) war mit 4,5 Millionen Barrel eine Abnahme registriert worden.
Lesen Sie hier mehr über Trumps Ölpreis-Märchen
Euro profitiert von starken deutschen Konjunkturdaten
Der Kurs des Euro bekommt Rückenwind von robusten Daten aus der deutschen Industrie. Die Gemeinschaftswährung wird zuletzt bei 1,170 US-Dollar gehandelt und damit etwa einen halben Cent höher als am Morgen.
Euro / DollarDie Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1709 (Mittwoch: 1,1642) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8540 (0,8590) Euro.
In der größten Volkswirtschaft der Eurozone hatten die Industriebetriebe im Mai erstmals in diesem Jahr mehr Aufträge erhalten als im Vormonat. Der Chefvolkswirt der ING-Diba-Bank, Carsten Brzeski, sprach von einem Lebenszeichen für den deutschen Aufschwung.
Ähnlich positiv äußerte sich Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank: "Vorausgesetzt der Handelsstreit eskaliert nicht weiter, wird das deutsche Wachstum im zweiten Halbjahr wieder etwas an Schwung gewinnen."
Den zweiten Schub nach oben gab es am Nachmittag;
Diesmal waren es enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt, die den Dollar belastet haben. Im Gegenzug konnte die Gemeinschaftswährung weiter zulegen. Im Juni war die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor der US-Wirtschaft nicht so stark wie erwartet gestiegen.
Countdown läuft: Mit Volldampf in den Handelskrieg
Wenige Stunden vor dem geplanten Inkrafttreten von massiven US-Strafzöllen gegen China und entsprechenden chinesischen Gegenmaßnahmen lassen beide Seiten keinerlei Kompromissbereitschaft erkennen.
Das Handelsministerium in Peking bekräftigte: "China gibt weder Drohungen noch der Erpressung nach." Rund um den Globus schürt der Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften die Angst vor einem dramatischen Konjunktureinbruch.
Auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump sollen um Mitternacht (Freitag 06.00 Uhr MESZ) Zölle von 25 Prozent auf chinesische Waren im Gesamtwert von 34 Milliarden Dollar (29 Milliarden Euro) in Kraft treten. Sie betreffen 818 Produkte, darunter Autos, Flugzeugteile und Festplatten.
Peking wollte umgehend mit Vergeltungszöllen auf einen Gesamtwarenwert von ebenfalls 34 Milliarden Dollar reagieren. Der Schwerpunkt sollte auf US-Agrarimporten liegen. Die wohl härteste Maßnahme waren Aufschläge auf Soja - rund ein Drittel der US-Exporte dieser Bohnen geht nach China.
Die USA hätten "diesen Handelskrieg angefangen", sagte der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, Gao Feng. "Wir haben uns das nicht gewünscht, aber wir haben keine andere Wahl, als im Interesse des Landes und des Volkes zurückzuschlagen."
Handybauer ZTE bestellt neues Management
Im Ringen um eine Aufhebung des US-Lieferverbots hat der chinesische Handy- und Netzwerkbauer ZTE sein Management ausgetauscht.
Der frühere Chef einer Deutschland-Tochter des Konzerns, Xu Ziyang, sei neuer Vorstandsvorsitzender, teilte das Unternehmen mit. Für die Finanzen sei künftig Li Ying verantwortlich. Auch die Posten der Vize-Präsidenten wurden neu besetzt.
Die Neubestellung ist Teil der Auflagen im Rahmen der Einigung mit den USA, um ein bestehendes Lieferverbot für US-Firmen aus der Welt zu räumen. Zudem muss der weltweit viertgrößte Netzwerkbauer eine Strafe in Höhe von einer Milliarde Dollar zahlen, 400 Millionen Dollar als Sicherheit hinterlegen und einen von den USA eingesetzten Koordinator akzeptieren.
Teheran verspottet Trump: Seine Tweets treiben Ölpreise
Der iranische Opec-Gouverneur Hossein Kasempur Ardebili wirft US-Präsident Donald Trump vor, mit Äußerungen über den Kurznachrichtendienst Twitter den Ölpreis in die Höhe getrieben zu haben.
Allein das habe den wichtigen Rohstoff um zehn Dollar je Barrel (159 Liter) verteuert. "Bitte hören Sie damit auf", zitiert ihn die Nachrichtenagentur Shana. Ein Kommandeur der Revolutionsgarden drohte mit einer Blockade der für das Ölgeschäft wichtigen Straße von Hormus.
Trump hatte zuvor die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) für die steigenden Benzinpreise verantwortlich gemacht und zum Gegensteuern aufgefordert.
"Sie hacken auf gute Leute in der Opec ein", sagte Kazempour. "Sie diskreditieren sie und untergraben ihre Souveränität. Wir erwarten, dass Sie höflicher sind."
Am Ölmarkt bewegen sich die Preise derzeit kaum: Nordseeöl Brent verbilligte sich zuletzt ein bisschen, US-Leichtöl WTI verteuerte sich etwas.
Steigende Benzinpreise könnten dem Republikaner Trump vor den Kongresswahlen im November Kopfzerbrechen bereiten. Er will mit seinen Steuersenkungen und der Rücknahme von Regulierungen die US-Wirtschaft ankurbeln. Höhere Ölpreise könnten den Aufschwung aber dämpfen, da sie Haushalte und Unternehmen viel Geld kosten.
Merkel generell zu Zollsenkungen bei Autos bereit
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Handelsstreit mit den USA Bereitschaft signalisiert, über Zollsenkungen zu verhandeln.
Es brauche eine gemeinsame europäische Position zur Verhandlung von Zöllen etwa im Automobilbereich, sagt Merkel in Berlin nach einem Gespräch mit Ungarns Regierungschef Viktor Orban.
"Und dann bedeuten die Zollverhandlungen zur Senkung von Zöllen, wozu ich bereit wäre, dass wir das nicht nur mit den Vereinigten Staaten von Amerika machen können." Um nicht gegen Regeln der Welthandelsorganisation WTO zu verstoßen, müsse das mit allen Ländern geschehen, mit denen Europa Automobilhandel habe.
"Es lohnt sich alle Mühe, diesen Konflikt, damit er nicht zu einem wirklichen Krieg wird, zu versuchen zu entschärfen", hatte die CDU-Chefin bereits am Mittwoch im Bundestag während der Haushaltsdebatte im Bundestag gesagt. "Aber dazu gehören natürlich zwei Seiten."
Darum beantragt VW Kurzarbeit in Emden
Das VW-Werk im ostfriesischen Emden hat für die zweite Jahreshälfte zwölf Tage Kurzarbeit beantragt.
VW VorzügeDazu kommen fünf Tage verlängerter Werkurlaub plus zwei Tage Produktionspause Anfang Oktober, wie ein Werksprecher mitteilt. Grund sei ein Nachfragerückgang bei Limousinen, der besonders die Passat-Produktion in Emden treffe.
Hinzu komme die Diskussion um Dieselfahrverbote. Mit den verschärften Messverfahren für Abgastests (WLPT) hat die Kurzarbeit in Emden nach Angaben des Sprechers nichts zu tun.
VW und Audi hatten Ende Juni Lieferverzögerungen als Folge des neuen Abgastests angekündigt. Die Hersteller wollen daher große Flächen als Parkplätze für noch nicht ausgelieferte Neuwagen anmieten.
Hier mehr
Daten-Dschungel: Wall Street in grün erwartet
Die Wall Street dürfte mit Gewinnen starten, nachdem sie am Vortag feiertagsbedingt geschlossen geblieben war.
Der Handelskonflikt mit China bleibt aktuell das Hauptthema, doch keimt Hoffnung auf, dass es nicht zum Schlimmsten kommt.
Viele Börsianer gehen davon aus, dass ein großer Handelskrieg noch abgewendet werden kann und dass die Maßnahmen, die tatsächlich getroffen werden, die Weltwirtschaft nicht ernsthaft in Mitleidenschaft ziehen.
"Es gibt zwar allerorten Risiken, doch die wirtschaftlichen Fundamentaldaten sind stark", sagt Investmentmanager James Athey von Aberdeen Standard Investments.
Über letzteres werden zahlreiche Konjunkturdaten Aufschluss geben:
Vorbörslich liefern der ADP-Bericht und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe Indikationen für den großen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Kurz nach Handelsstart folgen dann die Einkaufsmanagerindizes für das Dienstleistungsgewerbe.
Am Abend deutscher Zeit wird schließlich das Protokoll der jüngsten Notenbanksitzung veröffentlicht.
Ein Kick für die Aktie: Ronaldo könnte zu Juve wechseln
Einer der spektakulärsten Transfers der letzten Jahre nimmt Formen an.
Nachdem zu Beginn der Woche erste Gerüchte laut wurden, nach denen Cristiano Ronaldo Real Madrid in Richtung Juventus Turin verlassen könnte, kommen nun immer mehr Details an Licht. Offenbar steht der Transfer bereits kurz vor dem Abschluss.
Spekuliert wurde bereits schon vor der WM, dass Ronaldo sich in Spanien nicht mehr wohl fühlt. An der Börse wird der mögliche Wechsel positiv gewertet.
Nachdem die Aktie am Montag noch bei 0,666 Euro aus dem Handel ging, steigt sie heute um 6,3 Prozent auf 0,78 Euro.
Hier mehr
Deutsche Industrie meldet sich zurück
Die deutsche Industrie sendet ein Lebenszeichen für den deutschen Wirtschaftsaufschwung. Nach vier Rückgängen in Folge hat die Industrie im Mai wieder mehr neue Aufträge erhalten. Dies dürfte die Sorge verringern, dem deutschen Aufschwung gehe zunehmend die Puste aus.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts hat die deutsche Industrie im Mai 2,6 Prozent mehr Aufträge erhalten als im Vormonat. Dies lag nicht nur deutlich über den Markterwartungen von plus 1,1 Prozent. Es war auch der erste Zuwachs überhaupt in diesem Jahr.
Dies sei das lang erwartete Lebenszeichen und zeige, dass sich die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erholen dürfte, kommentierte Carsten Brzeski, Chefökonom der Direktbank Ing-Diba.
Zoll-Countdown: China-Börsen knicken ein
Während in Europa der Handel gerade richtig Fahrt aufnimmt, ruhen in Asien schon wieder die Geschäfte. Einen Tag vor dem Showdown im Handelskonflikt zwischen den USA und China haben die Börsen in Fernost erneut nachgegeben.
Das Barometer der Börse Schanghai ging 0,9 Prozent tiefer bei 2733 Zählern aus dem Handel. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzhen verlor 0,6 Prozent auf 3342 Punkte.
"Egal wohin man schaut, ob auf die Wirtschaftsdaten oder die Marktpsychologie, es gibt momentan nichts Erhellendes", sagt Stratege Samuel Chien vom Hedgefonds BoomTrend Investment. Ein Handelskrieg würde Chinas Wirtschaft seiner Meinung nach hart treffen.
Am Devisenmarkt gab der Yuan einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Der Dollar verteuerte sich um 0,1 Prozent auf 6,6354 Yuan. Anleger macht die seit Wochen fortschreitende Abwertung der Landeswährung zunehmend nervös.
Opel prüft angeblich Kurzarbeit in Eisenach
Opel prüft nach Informationen der "Wirtschaftswoche" erneut Kurzarbeit für das Werk in Eisenach.
Ein Sprecher von Opel wollte das jedoch bislang nicht kommentieren. Laut Magazin müsste Kurzarbeit aber auch noch von der Agentur für Arbeit genehmigt werden.
Sie könnte dann frühestens nach den Werksferien, die bis Anfang August andauern, beginnen. Das Werk in Eisenach leidet bereits seit Jahren unter einer zu niedrigen Auslastung - in den vergangenen Jahren gab es an dem Standort regelmäßig Kurzarbeit.
In Eisenach gibt es gleich mehrere Probleme: Zum einen stimmt die Auslastung allgemein nicht - das Werk hat zu viele Mitarbeiter und produziert zu wenige Autos. Zum anderen leidet der Standort derzeit massiv unter dem Streik bei dem wichtigen Zulieferer Neue Halberg Guss, der unter anderem Motorblöcke liefert.
Dax-Vorstände kassieren 70 Mal so viel wie Angestellte
Es bleibt der jährliche Aufreger: Der Abstand zwischen der Vergütung von Topmanagern und ihren Mitarbeitern. Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung ist er in den vergangenen Jahren immer weiter gewachsen.
Im vergangenen Jahr verdienten Vorstände von Dax-Unternehmen demnach im Schnitt 71 Mal so viel wie ein durchschnittlicher Beschäftigter in ihrer Firma, so das Ergebnis der Studie der Hans-Böckler-Stiftung. 2014 war es das 57-Fache. 2005 bekam ein Vorstandsmitglied im Dax im Schnitt noch 42 Mal so viel wie ein Beschäftigter.
Die Bandbreite bei den einzelnen Unternehmen im Dax ist dabei sehr groß: Im vergangenen Jahr reichte sie vom 20-Fachen bei der Commerzbank bis zum 159-Fachen bei der Deutschen Post.
Wetten auf Zoll-Verzicht: Autoaktien ziehen Dax nach oben
Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelskonflikt mit den USA schiebt die Autowerte an. Die Papiere von Volkswagen, Daimler und BMW legen im frühen Handel zwischen 3,7 und 3,4 Prozent zu. Sie zählen damit zu den stärksten Werten im Dax.
DaxMit diesem Rückenwind zieht der Dax mit knapp einem Prozent ins Plus.
Laut "Handelsblatt" hat der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, den Chefs von BMW, Daimler und Volkswagen eine Lösung in dem Konflikt um drohende Strafzölle unterbreitet. Grenell habe erklärt, die USA seien zu einer Null-Lösung bereit, also zu einem Komplett-Verzicht auf Autozölle, wenn auch Europa darauf verzichte.
"Auch wenn die EU letztlich mit den USA über die Zölle verhandeln muss, ist das doch mal ein Signal", sagt ein Händler.
"Vielleicht kommt nun ja Bewegung in die Sache." Die EU-Kommission wollte sich inhaltlich nicht zu dem Bericht äußern. US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, europäische Autos mit 20 Prozent Einfuhrzoll zu belegen, sollte die EU ihre Handelsbarrieren nicht abbauen.
Ölpreise fallen nach Trump-Kritik an Opec
Die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Opec drückt die Ölpreise. Der Preis für das Nordsee-Öl der Sorte Brent gibt 0,5 Prozent auf 77,83 Dollar je Fass nach, und das US-Öl WTI kostet mit 73,85 Dollar je Fass 0,4 Prozent weniger.
Trump hatte die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erneut für steigende Benzinpreise in den USA verantwortlich gemacht und sie aufgefordert, für sinkende Preise zu sorgen.
China zu rascher Reaktion auf US-Zölle bereit
China droht für Freitag höhere Zölle auf US-Güter an. Das kündigte die Zollbehörde an. Dies wäre Beobachtern zufolge eine Art Vergeltungsschlag, denn US-Präsident Donald Trump hat seinerseits bereits für Freitag Zölle auf Güter aus dem Reich der Mitte im Wert von 34 Milliarden Dollar angekündigt.
Das Handelsministerium in Peking warnte, dass die geplanten US-Maßnahmen globale Lieferketten treffen würden - auch die von ausländischen Unternehmen in der Volksrepublik. China wolle keinen Handelskrieg.
Bevorstehende US-Strafzölle hemmen Asiens Börsen
Die asiatischen Aktienmärkte haben heute wenig verändert eröffnet. "Die Märkte haben keine klare Richtung", sagte Anlagestratege Masahiro Ichikawa von Sumitomo Mitsui Asset Management in Tokio.
Grund dafür sei der Feiertag in den USA, an dem die dortigen Börsen geschlossen blieben und dadurch Impulse fehlten.
In den vergangenen Tagen standen die asiatischen Börsen unter Druck, da an diesem Freitag US-Strafzölle auf chinesische Waren im Volumen von 34 Milliarden Dollar in Kraft treten sollen, was die Sorge vor einem Handelskrieg nährt.
Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans fiel im frühen Geschäft um 0,1 Prozent. Der Index der Börse Shanghai büßte ebenfalls 0,1 Prozent ein, in Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,2 Prozent nach.
Der Yen notierte weitgehend stabil, ein Dollar kostete 110,420 Yen. Der Euro legte leicht auf 1,1662 Dollar zu.