Freitag, 11. Juni 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard und Thomas Badtke
17:40 Uhr

Dax zieht mit Rekordlaune ins Wochenende

Nach vier Handelstagen mit Verlusten schafft der Dax rechtzeitig zum Wochenschluss die Trendwende: Der deutsche Börsenleitindex geht mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent und 15.693 Punkten ins Wochenende. Damit ist sein am Montag erst erreichtes Allzeithoch von 15.732 Zählern wieder in Reichweite. Erst am Nachmittag dreht der Dax deutlich ins Plus, springt kurz sogar über die 15.700er Marke und schraubt die Handelsspanne auf mehr als 150 Punkte.

"Die Anleger sind einfach optimistisch - und das, obwohl das Thema Inflation immer greifbarer wird", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Susanne Althoff. "Von der Wall Street kommt indes kein Rückenwind, das könnte sich in der kommenden Woche ändern, die Fed tagt dann."

Bei den Einzelwerten zeigen sich zeigen sich die Autotitel an der Spitze der Dax-Gewinner. BMW, VW und Daimler verbuchen Aufschläge von rund 1,5 Prozent und leicht darüber. BMW-Aktien hatten am Donnerstag noch unter Gewinnmitnahmen gelitten. Auf der Verliererseite stechen Deutsche Bank-Papiere negativ heraus, sie büßen mehr als 1,5 Prozent ein. Hier wirkt Marktteilnehmern zufolge die nach wie vor unverändert lockere Geldpolitik der EZB nach.

Dax
Dax 15.448,04

BMW
BMW 90,95
Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,96

 

17:12 Uhr

Evonik und Stanford University schließen Forschungskooperation

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat mit der Stanford University in Kalifornien eine Forschungskooperation vereinbart. Gemeinsam wolle man die Anwendungsmöglichkeiten von mRNA-Therapeutika erweitern, um künftig auch Krankheiten wie Krebs und Aids besser bekämpfen zu können, teilt Evonik mit. Ziel sei die Entwicklung einer Technologie zur Bereitstellung von mRNA für Gewebe und Organe, die über die bisherigen Möglichkeiten von Lipid-Nanopartikeln hinaus gehe. Es handele sich um eine Alternative, nicht um einen Ersatz. Die Experten wollen ein polymerbasiertes System entwickeln, das Evonik lizenzieren und vermarkten werde. Da Markteinführungen in der Pharmaindustrie ihre Zeit bräuchten, sei vor 2025 nicht damit zu rechnen. Das bedeute aber nicht, dass Evonik nicht schon vorher mit Pharmafirmen gemeinsame Projekte starten und Einnahmen generieren werde. Evonik-Aktien geben rund ein Prozent ab.

Evonik
Evonik 28,08

16:55 Uhr

Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff: Royal Caribbean-Kurs unter Druck

Aktien von Royal Caribbean geben knapp drei Prozent nach. Zwei Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff des Konzerns waren positiv auf Corona getestet worden. Einem Passagier der betroffenen "Celebrity Millennium" zufolge geht das Leben an Bord weiter wie zuvor. Die Bordrestaurants seien geöffnet und die geplanten Shows fänden statt. Masken trage auf dem Schiff niemand. Aktien der Royal Caribbean-Rivalen Carnival und Norwegian verloren bis zu 2,8 Prozent.

Royal Caribbean
Royal Caribbean 72,08

16:24 Uhr

UBS erhöht Biogen-Kursziel deutlich

Die Analysten der Schweizer Bank UBS reagiert mit einer Hochstufung auf "Kaufen" sowie einem deutlich auf 463 Dollar nach bislang 311 Dollar angehobenen Kursziel für Biogen auf die Zulassung des Präparats Aduhelm durch die US-Arzneimittelbehörde FDA. Da der Preis für das Alzheimer-Medikament höher sei als erwartet, dürfe bei einem angenommenen Marktanteil von 20 Prozent der Spitzenumsatz nicht 3,2 Milliarden Dollar betragen, wie bislang angenommen, sondern rund 13 Milliarden Euro allein in den USA. Biogen notieren an der Nasdaq aktuell bei 412 Dollar.

 

16:04 Uhr

Nachlassende Zinserhöhungsängste stützen Wall Street

In Erwartung einer auf absehbare Zeit unverändert lockeren US-Geldpolitik tasten sich weitere Anleger an die Wall Street zurück. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 steigen zur zunächst bis zu 0,4 Prozent.

Wegen der zuletzt enttäuschenden Arbeitsmarktdaten werde die Notenbank Fed bei ihren Beratungen in der kommenden Woche für eine Beibehaltung ihrer Konjunkturhilfen stimmen, prognostiziert Sam Stovall, Chef-Anlagestratege des Research-Hauses CFRA. "Bei diesem Treffen und demjenigen im Juli wird es wohl keine Änderungen der Geldpolitik geben oder auch nur darüber nachgedacht werden."

15:51 Uhr

Mit Magic Mushrooms zur Milliardenbewertung: Atai strebt an die Börse

Das auf die Behandlung psychischer Krankheiten mit sogenannten "Magic Mushrooms" spezialisierte Biotech-Start-up Atai Life Sciences peilt bei seinem Börsengang in den USA eine Bewertung von 2,3 Milliarden Dollar an. Das Berliner Unternehmen erklärt, rund 14,29 Millionen Aktien zum Preis von je 13 bis 15 Dollar ausgeben und so bis zu 214,3 Millionen Dollar einnehmen zu wollen. Die 2018 gegründete Firma konzentriert sich auf die Behandlung von Depressionen, Angstzuständen, Schizophrenie oder Drogenabhängigkeit mit psychedelischen Wirkstoffen auf Basis von Pilzen. Atai soll an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet werden.

Unlängst hatte die Firma eine neue Kapitalspritze im Volumen von 157 Millionen Dollar erhalten. Die Finanzierungsrunde wurde von dem deutschstämmigen US-Investor Peter Thiel und dem Family Office Apeiron des Atai-Mitgründers Christian Angermayer angeführt. Mit Apeiron hatte Angermayer innerhalb eines Jahres die Börsengänge der US-Krebsmittelfirma Sensei Biotherapeutics sowie der Biotechfirmen Abcellera und Compass Pathways begleitet.

15:06 Uhr

Wasserstoffbetriebene Flieger? Airbus ist skeptisch

Airbus dämpft die Erwartungen an wasserstoffbetriebene Flugzeuge. Die meisten Fluggesellschaften dürften mindestens bis 2050 an ihren konventionell betriebenen Maschinen festhalten, erklärt das Unternehmen der EU gegenüber schon im Februar, wie nun bekannt wurde. Wasserstoff sei vor allem für Kurzstreckenflieger interessant. Airbus lehnte eine Stellungnahme zu den Unterlagen ab. Das Unternehmen hat angekündigt, bis 2035 das erste Nullemissions-Flugzeug zu entwickeln, hat aber noch nicht bekannt gegeben, ob die Technologie für den Ersatz des Mittelstreckenfliegers A320 zur Verfügung steht, der in den 30er Jahren auf den Markt kommen soll.

Airbus
Airbus 112,72

14:40 Uhr

20 Prozent runter, 25 Prozent hoch: Windeln.de-Kurs auf Achterbahnfahrt

Die Achterbahnfahrt bei den Aktien von Windeln.de geht weiter: Nach einer rasanten Talfahrt arbeiten sie sich ins Plus vor und notieren zeitweise 26 Prozent fester bei 3,48 Euro. In den ersten Handelsminuten hatten sie bis zu 18,5 Prozent verloren. Am Nachmittag pendeln sich die Titel bei etwa plus zehn Prozent ein. Die Finanzaufsicht Bafin hatte zuletzt zur Vorsicht bei Aufruf von Aktienkäufen bei Windeln.de geraten. Der Kurs war binnen Tagen um mehrere Hundert Prozent nach oben geschossen - ähnlich wie beim US-Videospielehändler Gamestop und der Kinokette AMC. Dahinter stecken Kleinanleger, die sich in Internet-Foren gegenseitig zu Käufen anstacheln.

Windeln.de
Windeln.de 2,48

 

13:54 Uhr

Erster: Blackrock prescht in China mit eigenem Fondgeschäft vor

Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock geht in China als Branchenerster mit einem vollständig in Eigenbesitz befindlichen Investmentfonds-Geschäft an den Start. Die chinesische Aufsichtsbehörde habe Blackrock grünes Licht dafür gegeben, teilt das New Yorker Unternehmen mit. Die Volksrepublik hatte im April 2020 im Zuge einer US-chinesischen Handelsvereinbarung die Obergrenze für den Besitz ausländischer Investoren in dem Sektor aufgehoben. Seitdem drängen viele Vermögensverwalter auf den Markt mit einem Volumen von knapp 2,9 Billionen Euro.

BlackRock
BlackRock 712,60

13:38 Uhr

Wall Street sucht Impulse für Wochenausklang

Mit einer wenig veränderten Eröffnung wird zum Wochenausklang an der Wall Street gerechnet. Nachdem der S&P-500 am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch geklettert war und auch die anderen Indizes sich in Sichtweite ihrer Allzeithochs befinden, dürfte der Handel in ruhigen Bahnen verlaufen, heißt es. Nachdem unerwartet deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise am Vortag seien die Blicke nun bereits auf die Sitzung der US-Notenbank am kommenden Mittwoch gerichtet. Der Future auf den S&P-500 zeigt sich aktuell kaum verändert.

Bislang wird der weiter zunehmende Preisdruck von der US-Notenbank lediglich als temporär dargestellt. Die Investoren befürchten jedoch unverändert, dass dieser die Fed doch früher als geplant zu einer Straffung der Geldpolitik zwingen könnte. Daher wird auf Hinweise seitens der Fed in der kommenden Woche geschaut. "Die Inflation ist eindeutig das große Risiko da draußen", so Edward Park, Chief Investment Officer bei Brooks Macdonald. Es bestehe immer noch das Risiko, dass die Fed sage, dass der Preisanstieg vielleicht doch nachhaltiger sei. Das könnte zu einer geldpolitischen Reaktion führen.

Für einen Impuls könnte eine halbe Stunde nach der Eröffnung auch der anstehende Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für Juni sorgen. Hier wird mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vormonat gerechnet.

12:53 Uhr

Renditerückgang: Banken sind die Verlierer

Die Banken führen die Verliererseite in Europa an. Der Stoxx-Banken fällt 0,6 Prozent. "Über die Zinsmargen sind die Banken der Verlierer des Renditerückgangs", so ein Händler. Deutsche Bank-Titel büßen 3,7 Prozent ein.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,96

12:31 Uhr

Bundesbank erwartet "starken" deutschen Aufschwung

Die Bundesbank hat angesichts der allmählichen Wiederöffnung der Wirtschaft ihre Konjunkturprognose für Deutschland für dieses Jahr und nächstes Jahr deutlich erhöht. "Die Deutsche Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft am Anfang eines starken Aufschwungs", teilt sie in ihrer halbjährlichen Vorhersage mit. Für 2021 werde nun ein kalenderbereinigter Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,7 Prozent statt wie noch zuvor von 3,0 Prozent erwartet. Für 2022 wird ein Wachstum von 5,2 Prozent und für 2023 von 1,7 Prozent prognostiziert. "Die deutsche Wirtschaft überwindet die pandemiebedingte Krise," erklärt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann.

12:11 Uhr

Renditen europäischer Staatsanleihen gehen zurück

In Erwartung einer anhaltend lockeren Geldpolitik in der Euro-Zone greifen Investoren bei deutschen Staatsanleihen zu. Im Gegenzug sinkt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf ein Sieben-Wochen-Tief von minus 0,28 Prozent nach minus 0,248 Prozent im Schlussgeschäft vom Donnerstag. Auch die Verzinsung der italienischen und spanischen Papiere geht zurück. Die EZB sprach sich nach der Zinssitzung am Donnerstag für eine Politik der ruhigen Hand aus und hält trotz der sich abschwächenden Pandemie und steigender Inflationszahlen an ihrem ultralockeren Kurs fest.

11:30 Uhr

Dax legt zu - Anleger blicken voraus

Der Dax notiert am Freitagmittag leicht im Plus: Der deutsche Börsenleitindex klopft mit 15.591 Punkten wieder an der 15.600er Marke an. Allerdings beträgt der Aufschlag lediglich 0,1 Prozent. An den vergangenen vier Handelstagen hatte der Dax jeweils leichte Verluste hinnehmen müssen. "Die Handelsspanne ist derzeit ziemlich eng, rund 50 Zähler", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Es gab zuletzt viele Hinweise auf Inflation auf der einen Seite", erläutert sie. "Auf der anderen Seite steht aber eine weiterhin gelassen reagierende Europäische Zentralbank. Die Anleger blicken nun bereits voraus, auf die nächste Handelswoche, und halten sich bedeckt: Der große Verfall steht an - und die Sitzung der US-Notenbank Fed."

11:18 Uhr

Kurssprung: K+S setzt sich an MDax-Spitze

Ein positiver Analystenkommentar verleiht Börsianern zufolge K+S kräftig Rückenwind. Die Aktien des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers steigen in der Spitze um 7,3 Prozent auf 12,10 Euro und sind der stärkste MDax-Wert. Laut einem Händler hat der Broker Stifel eine Kaufempfehlung für die Aktien ausgesprochen.

K+S
K+S 11,12

11:02 Uhr

Morphosys-Kurs gerat nach Herunterstufung unter Druck

Nach einer Herunterstufung werfen Anleger Morphosys-Aktien aus ihren Depots. Die Titel des Biotechunternehmens verlieren 2,3 Prozent. Sie gehören damit zu den schwächsten MDax-Werten. Die Analysten von JP Morgan hatten die Titel auf "Neutral" von "Overweight" heruntergenommen.

Morphosys
Morphosys 67,58

10:45 Uhr

Curevac-Aktienkurs bricht ein

Anleger ziehen sich aus Curevac zurück. Die Titel des Tübinger Biotechunternehmens sacken zeitweise bis zu 14 Prozent auf ein Fünfwochentief von 74,70 Euro, ehe sie sich um Kurse von knapp 80 Euro stabilisieren. Einem Händler zufolge werden die Aktien weiter durch die verzögerte Zulassung des Corona-Impfstoffes von Curevac belastet. Seit Dienstag haben die Anteilsscheine bereits mehr als 20 Prozent an Wert verloren. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte das Tübinger Biotechunternehmen zuletzt in Schutz genommen. Dass die Entwicklung nun länger als geplant dauere, zeige, wie kompliziert die Entwicklung der Corona-Impfstoffe sei, sagt sie.

Curevac
Curevac 52,99

10:19 Uhr

Italien fördert E-Mobilität: Stallantis in führender Rolle

Italien will die Elektromobilität vorantreiben und Insidern zufolge dafür über eine Milliarde Euro an öffentlichen Geldern in den Bau einer Batteriefabrik investieren. Der Autobauer Stellantis solle eine führende Rolle in der Sache spielen, heißt es. Roms Plan sieht einem Insider zufolge die Gründung einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) mit einer Beteiligung von Stellantis vor. Es würden aber auch andere Optionen in Betracht gezogen, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person. Stellantis, entstanden durch die Fusion von FiatChrysler und PSA, lehnte eine Stellungnahme ab.

Stellantis
Stellantis 16,48

 

09:55 Uhr

"Gibt keinen Grund, EZB-Politik zu ändern"

Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau sieht die Europäische Zentralbank (EZB) nach ihrer jüngsten Zinssitzung auf gutem Kurs. "Es gibt keinen Grund eine Geldpolitik zu ändern, die funktioniert", sagt das EZB-Ratsmitglied dem französischen Radiosender Radio Classique. Die Inflation ziehe an im Währungsraum. Sie bleibe aber unter dem Notenbankziel von knapp unter zwei Prozent. Die EZB müsse daher ihre konjunkturstützende Geldpolitik beibehalten. Die EZB hält den derzeitigen Anstieg der Teuerung für eine vorübergehende Folge der Corona-Krise und erwartet 2022 nur eine Rate von 1,5 Prozent und 2023 von 1,4 Prozent.

Auf ihrer Ratssitzung am Donnerstag hatte die EZB beschlossen, trotz der sich abschwächenden Pandemie und steigender Inflationszahlen ihre Geldschleusen weit offen zu halten. Sie entschied, dass die Anleihenkäufe des billionenschweren Krisen-Programms PEPP auch im nächsten Quartal deutlich umfangreicher ausfallen sollen als zum Jahresstart. Auf der Sitzung gab es Insidern zufolge zum Teil unterschiedliche Vorstellungen zu dem Umfang der Anleihenkäufe.

09:29 Uhr

Eine Brexit-Folge? Britische Wirtschaft erholt sich kräftig

Die britische Wirtschaft ist stark in das zweite Quartal gestartet. Im April sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vormonat um 2,3 Prozent gewachsen, teilt das Statistikamt ONS mit. Das ist der stärkste Anstieg seit Juli 2020. Analysten hatten ein schwächeres Wachstum erwartet. Das ONS begründete die robuste Entwicklung mit geringeren Beschränkungen in der Corona-Pandemie. Der unter diesen Beschränkungen besonders stark leidende Dienstleistungssektor wuchs im April entsprechend deutlich um 3,4 Prozent. Die Industrie schrumpfte hingegen um 1,3 Prozent. Besonders schwer wogen hier zeitweise Schließungen in der Ölförderung wegen Wartungsarbeiten. Trotz der Erholung liegt das BIP immer noch 3,7 Prozent unter dem Niveau vor der Corona-Krise im Februar 2020.

09:11 Uhr

Versucht der Dax den Ausbruch?

Vier Handelstage in Folge schreibt der Dax Verluste, allerdings halten sich diese deutlich in Grenzen. Am Donnerstag verabschiedete sich der deutsche Börsenleitindex mit einem Minus von 0,1 Prozent aus dem Handel, mit einem Stand von 15.571 Punkten. Zum Start in den Freitagshandel notiert der Dax bei 15.567 Zählern nahezu unverändert. Ein Problem bleibt aber bestehen: Impulsgebende Nachrichten sind Mangelware. Das Gute: Das Allzeithoch von 15.732 Punkten liegt in Reichweite. "Das Umfeld bleibt positiv", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Katja Dofel. "Die steigenden Inflationsdaten lassen die Anleger bisher kalt und so erholt sich der Dax leicht zum Wochenschluss", erläutert sie. "Das G7-Treffen in Cornwall steht nun im Fokus."

08:54 Uhr

Deutsche Großhandelspreise schnellen hoch

Die Preise im deutschen Großhandel sind im Mai stark gestiegen und verzeichneten mit einem Plus von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr die höchste jährliche Inflationsrate seit fast 13 Jahren. Laut Statistischem Bundesamt erhöhten sich die Preise um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich lagen die Preise um 9,7 Prozent höher. Das ist die höchste Jahresrate seit Juli 2008. Der Preisauftrieb hat sich damit nochmals beschleunigt: Im April hatte die Jahresrate 7,2 Prozent und im März 4,4 Prozent betragen.

Den größten Einfluss auf die Jahresrate hatte im Mai der Preisanstieg im Großhandel mit Mineralölerzeugnissen (46,8 Prozent). Besonders kräftige Preisanstiege gab es auch im Großhandel mit Altmaterial und Reststoffen (64,6 Prozent) sowie mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug (41,2 Prozent).

08:49 Uhr

Japans Anleger lassen Vorsicht walten

Nikkei
Nikkei 28.964,08

Sorgen um die heimische Konjunktur haben die Kurse in Japan zum Wochenausklang belastet. Der Nikkei lag mit 28.948 Zählern kaum verändert. Der breiter gefasste Topix gab 0,1 Prozent auf 1954 Punkte nach. Japan stehen laut einem Zeitungsbericht Neuwahlen und ein weiteres milliardenschweres Konjunkturpaket ins Haus. Damit würde das Land einen anderen Weg beschreiten als viele andere Industrienationen, die angesichts der abklingenden Pandemie allmählich aus dem Krisenmodus aussteigen.

Belastet wurde die Stimmung laut Börsianern zudem durch die Furcht vor einer baldigen Straffung der US-Geldpolitik. Nach der zuletzt deutlich gestiegenen Inflation in den USA warten Investoren nun gespannt, ob die Notenbank Fed ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs beibehalten wird. Die Fed, die sich nächste Woche zur Zinssitzung trifft, unterstützt die Wirtschaft trotz der anziehenden Konjunktur weiter mit monatlichen Geldspritzen von 120 Milliarden Dollar. Sie will an den Anleihekäufen festhalten, bis substanzielle Fortschritte bei der Preisstabilität und der Arbeitslosigkeit erreicht sind.

08:38 Uhr

Hapag-Lloyd prüft Hafenbeteiligung

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(Foto: dpa)

Hapag-Lloyd erwägt eine Beteiligung an dem Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. "Wir prüfen, ob eine Beteiligung sinnvoll sein könnte", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. Möglich wäre eine Übernahme der 30-prozentigen Beteiligung von vom Wettbewerber Maersk. Die Dänen suchen nach Informationen aus der Branche einen Käufer dafür. Sollte es dazu kommen, gäbe es weitreichende Verschiebungen zwischen den nordeuropäischen Hafenstandorten.

  • "Wir hätten dann die Möglichkeit, zum Beispiel einen Containerdienst aus Fernost nach Europa zuerst nach Deutschland fahren zu lassen und nicht zunächst in die Niederlande oder nach Belgien", sagte Habben Jansen der "Welt".
08:16 Uhr

EZB drängt Deutsche Bank bei wichtiger Personalie

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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Kontrollchefposten bei der Deutschen Bank wird auch bei der EZB als sehr wichtig angesehen. Die Notenbank will nämlich Insidern zufolge von dem Dax-Unternehmen möglichst zügig Klarheit über die Nachfolge von Aufsichtsratschef Paul Achleitner haben. Die Aufseher hätten den Wunsch, dass es bald eine Entscheidung gebe, zitierte Reuters zwei Insider. Der EZB sei Kontinuität und ein geordneter Übergang an der Spitze des Kontrollgremiums wichtig. Eine Frist für eine Entscheidung gebe es bislang nicht. Weder EZB noch Deutsche Bank äußerten sich dazu.

Achleitner will die Deutsche Bank im Mai 2022 nach dann zehn Jahren an der Spitze des Kontrollgremiums verlassen. In seine zwei Amtszeiten fallen Milliardenverluste durch riskante Geschäfte im Investmentbanking, Geldwäscheskandale und zwei Chefwechsel.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 10,96

08:04 Uhr

Ölpreise fallen moderat

Die Ölpreise haben am Morgen leicht nachgegeben. Stärkere Impulse gab es zunächst nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 72,20 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 30 Cent auf 69,99 Dollar.

Trotz der leichten Verluste rangierten die Ölpreise in der Nähe ihrer in dieser Woche erreichten mehrjährigen Höchststände. Für Unterstützung sorgt vor allem die konjunkturelle Erholung in den großen Verbrauchsländern USA und China. Auch in weiten Teilen Europas hat sich die Corona-Lage deutlich entspannt. Entsprechend rechnet das Ölkartell Opec mit einem kräftigen Nachfrageschub in der zweiten Jahreshälfte.

07:54 Uhr

Aktie von Dave & Busters nach Börsenschluss sehr fest

Hier wieder Nachbörsliches vom Big Apple: Das Restaurant- und Unterhaltungsunternehmen Dave & Buster's ist mit seinen Erstquartalszahlen nachbörslich auf ein positives Echo gestoßen. Auf Nasdaq.com ging es für die Aktie um 4,2 Prozent nach oben. Dave & Buster's schrieb nach einem Verlust im Vorjahr wieder schwarze Zahlen.

Mit einem Minus von 1,1 Prozent reagierte derweil die Aktie des Tierbedarf-Onlinehändlers Chewy auf den Quartalsbericht. Sie hatte zuvor im regulären Handel noch um zwei Prozent zugelegt. Nettogewinn und Umsatz von Chewy waren etwas besser als von Analysten geschätzt ausgefallen. Daneben steigerte Chewy auch die Zahl der aktiven Kunden sowohl gegenüber dem Vorquartal wie auch gegenüber dem Vorjahr.

07:40 Uhr

Signa Sports geht über Unternehmenshülle an die Börse

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Rene Benko

(Foto: imago/SKATA)

Die Sport-Onlinehandelsplattform Signa Sports United geht über die Hintertür an die New Yorker Börse. Das Unternehmen, das mehrheitlich dem österreichischen Investor Rene Benko gehört, plant einen Börsengang durch eine sogenannte SPAC-Transaktion, wie ein Insider sagte. Bewertet werde die Firma dabei mit 3,2 Milliarden US-Dollar.

Bei einem SPAC ("Special purpose acquisition companys") handelt es sich um eine bereits an der Börse gelistete Unternehmenshülle, die mit einer nicht notierten Firma fusioniert. Im Fall Signa Sports ist das die US-Firma Yucaipa Acquisition. Yucaipa bringt 345 Millionen Dollar an Eigenkapital in das auf Radsport, Tennis, Teamsport sowie Outdoor-Bekleidung spezialisierte Unternehmen ein, zusätzlich erhält Signa Sports 300 Millionen Dollar aus einer Kapitalerhöhung von an der SPAC-Transaktion teilnehmenden Investoren.

07:22 Uhr

Pauschalreisen werden durch neuen Fonds abgesichert

Ein millionenschwerer Fonds sichert Pauschalreisende künftig bei der Pleite ihres Reiseveranstalters ab. Der Bundestag beschloss in der vergangenen Nacht die Einrichtung eines Sicherungsfonds, in den die Veranstalter selbst einzahlen müssen.

Hintergrund ist die Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook im September 2019. Die Versicherung hatte damals nur einen Bruchteil der Kosten ersetzt, weshalb schließlich der Staat einsprang. Der neue Fonds soll Vorauszahlungen der Kunden, den Rücktransport gestrandeter Urlauber und deren Unterbringung bis zum Rücktransport garantieren. Er löst grundsätzlich die bisherige Absicherung durch Versicherungen oder Bankbürgschaften ab.

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(Foto: picture alliance / Kirchner-Media/Wedel)

07:05 Uhr

Dax wird gut behauptet erwartet

Mit leicht steigenden Kursen rechnen Marktteilnehmer bei der Eröffnung der europäischen Aktienmärkte. Der Dax wird zunächst gut behauptet erwartet bei 15.600 Punkten. Ein Ausbruch aus der jüngsten Range zwischen gut 15.500 und gut 15.730 Punkten ist zwar nicht in Sicht, "die Chancen liegen aber nach wie vor auf der Oberseite", so ein Marktteilnehmer.

Trotz der hohen US-Inflation kommen die Renditen der Langläufer nun zurück, die Rendite der US-Bonds ist auf den tiefsten Stand seit drei Monaten gefallen. Vom Devisenmarkt kommt kein Störfeuer, der Euro hängt knapp unter 1,22 US-Dollar fest. Die Vorlagen aus Asien sind überwiegend positiv.

Impulse könnten im Tagesverlauf von den Wachstumsprognosen der Bundesbank ausgehen und vom Michigan-Index für das US-Verbrauchervertrauen.  In den Blick rückt nun aber auch schon die Sitzung der US-Notenbank am nächsten Mittwoch.

Dax
Dax 15.448,04

06:49 Uhr

In den USA bahnt sich ein Mega-Börsengang an

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(Foto: REUTERS)

Der chinesische Uber-Konkurrent Didi Chuxing will in den USA an die Börse gehen. Das Unternehmen teilte mit, entweder an die Technologiebörse Nasdaq oder an die Nyse unter dem Kürzel "DIDI" streben zu wollen. Der Sprung Didis auf das Handelsparkett dürfte zu den weltgrößten Börsengängen in diesem Jahr zählen. Das Unternehmen, dass das IPO unter dem formalen Namen Xiaoju Kuaizhi beantragt hat, könnte eine Bewertung von über 70 Milliarden US-Dollar erzielen, sagten Insider.

Der Fahrdienstvermittler wird von Unternehmen wie dem japanischen Technologieinvestor Softbank, dem chinesischen Onlinehändler Alibaba und dem chinesischen Spiele- und Technologieriesen Tencent finanziert. Didi ist neben der klassischen Fahrdienstvermittlung im Busverkehr und Fahrradverleih tätig.

06:19 Uhr

Apple holt Hochkaräter für ambitionierte Autopläne

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(Foto: REUTERS)

Apple untermauert seine Ambitionen im Autobereich mit der Verpflichtung eines ehemaligen BMW-Managers, der zuletzt ein Elektrofahrzeug-Startup geführt hatte. Ulrich Kranz arbeite jetzt für Apple, bestätigte der Konzern den Tech-Blogs "The Verge" und "TechCrunch". Nach Bloomberg-Informationen wird Kranz bei Apple im Team des ehemaligen Tesla-Managers Doug Field arbeiten, der ein Autoprojekt leitet.

Kranz gehörte bei BMW zu den Entwicklern des Elektromobils i3 und des Sportwagens i8. Danach war er zunächst beim Elektroauto-Startup Faraday Future und gründete dann die Firma Canoo mit. Bis April war er Chef von Canoo.

Apple entwickelt bereits seit Jahren Technologie für das autonome Fahren und testet zu Roboterautos umgebaute SUV der Toyota-Luxusmarke Lexus auf öffentlichen Straßen. Am Anfang des bereits seit mehr als fünf Jahren laufenden Autoprojekts zeigte Apple auch schon Prototypen an Zulieferer, danach wurde es jedoch vor allem auf Software ausgerichtet.

06:08 Uhr

Plus in Japan und China - US-Anleiherenditen sinken

Nikkei
Nikkei 28.964,08

In Asien haben sich die Kurse größtenteils nach oben bewegt, dagegen fielen die Renditen von US-Anleihen auf ein Dreimonatstief. Anleger sahen genügend einmalige Indikatoren in den US-Verbraucherpreisen, um die Einschätzung der Fed zu unterstützen, dass die steigende Inflation nur vorübergehend sein wird.

In Tokio gewann der Nikkei minimal 0,1 Prozent auf 28.963 Punkte. Der breiter gefasste Topix sank dagegen um 0,1 Prozent und lag bei 1955 Zählern. Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Plus.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der US-Dollar 0,1 Prozent auf 109,39 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,3865 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8935 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,2187 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0892 Franken. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,4177 Dollar.

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:42 Uhr

Das wird für den Dax heute wichtig

Mit 15.581 Punkten hat sich der Dax zur Wochenmitte aus dem Handel verabschiedet, 15.571 Zähler sind es zum Handelsschluss am Donnerstag gewesen. Und dabei sollte das der "heißeste Börsentag" der Woche werden, mit frischen Daten zur US-Inflation und mit den Ergebnissen aus der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Beides sorgte dann aber doch nicht für die großen Kursimpulse. Die dürften auch zum Wochenschluss fehlen.

Unternehmensseitig sieht die Terminlage dünn aus. Dafür könnten Konjunkturdaten Impulse für den Aktienmarkt liefern. Aus Großbritannien kommen etwa frische Daten zum BIP und zur Handelsblianz. In Deutschland stehen die Großhandelspreise sowie eine Prognose der Bundesbank zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf der Agenda. Am Nachmittag wird zudem der Index der US-Verbraucherstimmung der Uni Michigan veröffentlicht.

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