Freitag, 22. März 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Jan Gänger
17:37 Uhr

Dax schließt schwächer

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Verlusten ins Wochenende. Der Dax verliert 1,6 Prozent auf 11.364 Punkte. Der MDax gibt ebenfalls 1,6 Prozent ab und schließt bei einem Stand von 24.711 Zählern. Der TexDax fällt 1,2 Prozent auf 2641 Punkte.

17:01 Uhr

In Venezuela wird mit stapelweise Geld bezahlt

Venezuela leidet unter einer gigantischen Inflation, das ist zumindest sicher. Doch wie hoch ist sie? Offizielle Zahlen gibt es nicht. Nach Angaben der von der Opposition kontrollierten Nationalversammlung sind die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr im Schnitt um 1,7 Millionen Prozent gestiegen. Allein im vergangenen Monat stiegen die Preise demnach um täglich drei Prozent. Der Internationale Währungsfonds sagt für das laufende Jahr eine Teuerungsrate von zehn Millionen Prozent voraus.

Wie heftig der Wertverlust der Währung ist, zeigen Fotos des "Guardian"-Journalisten Tom Phillips. Er habe einen Freund zum Frühstück in ein Hotel in Venezuela eingeladen, twitterte der Brite. Umgerechnet 4,50 Dollar habe das gekostet. Die Rechnung beglich er mit einem Stapel aus Geldscheinen.

 

 

16:08 Uhr

Euro verliert an Wert

Der Kurs des Euro ist gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1302  (gestern: 1,1387) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8848 (0,8782) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85890 (0,86650) britische Pfund, 124,60 (125,92) japanische Yen und 1,1243 (1,1309) Schweizer Franken fest.

15:33 Uhr

US-Bondmarkt sendet Alarmsignal

Am US-Anleihemarkt werfen dreimonatige Bonds erstmals seit Sommer 2007 wieder mehr ab als zehnjährige. Die Kurzläufer rentierten bei 2,460 und die Langläufer bei 2,450 Prozent.

Üblicherweise steigt die Verzinsung mit der Laufzeit. Die aktuelle sogenannte inverse Zinskurve gilt an der Börse als Signal einer nahenden Rezession.

 

15:08 Uhr

US-Wirtschaft verliert an Schwung

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REUTERS

Das Wachstum in der US-Wirtschaft hat im März an Fahrt verloren. Der von IHS Markit erhobene Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - sank auf 54,3 von 55,5 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum.

Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes ermäßigte sich auf 52,5 von 53,0 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten einen stabilen Stand von 53,0 erwartet. Der Index für den Servicesektor ging zurück auf 54,8 von 56,0 Punkten.

"Die US-Unternehmen meldeten ein schwächeres Ende des ersten Quartals, wobei das Produktionswachstum auf den zweitniedrigsten Wert der letzten zwölf Monate zurückging", sagt IHS-Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Die Umfragedaten zeigen sich dennoch widerstandsfähig und deuten darauf hin, dass die Wirtschaft im ersten Quartal mit einer annualisierten Rate von über 2 Prozent wuchs, was auf ein gewisses Aufwärtspotenzial gegenüber vielen aktuellen Wachstumsprognosen hindeutet."

 

14:51 Uhr

Italien darf Panda-Anleihe ausgeben

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REUTERS

Die chinesische Zentralbank erlaubt Italien als erstem westlichen Industriestaat die Emission einer Anleihe in der Volksrepublik. Die italienische Staatsbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) könne sogenannte Panda-Bonds - Schuldscheine ausländischer Institutionen für chinesische Anleger - ausgeben, sagte der stellvertretende Notenbankchef Lin Jingzhen am Rande des Staatsbesuchs von Präsident Xi Jinping in Rom. "Wir werden in den kommenden Wochen die erste Tranche auflegen", sagte CDP-Manager Nunzio Tartaglia.

Der chinesische Anleihen-Markt gilt als einer der größten der Welt: Jährlich werden dort Bonds im Wert von etwa zwölf Billionen Dollar ausgegeben. Auch deutsche Unternehmen haben bereits chinesische Geldgeber angezapft – so gab etwa Daimler Panda-Bonds aus.

14:10 Uhr

Nokia-Smartphones sendeten Daten nach China

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jwa

Einige Smartphones der Marke Nokia haben durch einen Fehler des Herstellers HMD Global bei der Installation versucht, Aktivierungsdaten nach China zu übermitteln. Eine einzelne Lieferung des Modells Nokia 7 Plus sei fälschlicherweise mit der Geräteaktivierungs-Software für ein anderes Land ausgestattet worden, teilt HMD Global mit. "Diese Daten wurden jedoch nie weiterverarbeitet, und mit ihnen hätten keine Personen identifiziert werden können", so das Unternehmen. Der Fehler der "Einzelcharge" sei im Februar behoben worden.

Der Fall wurde durch einen Bericht des norwegischen Senders NRK öffentlich, der von einerm Nutzer auf die seltsame Datenübermittlung aufmerksam gemacht worden war. Die Telefone haben demnach versucht, Daten wie die SIM-Kartennummer, die Geräte-Identifikationsnummer (IMEI), den Standort des Funkmasts und auch die MAC-Identifikationsnummer für das WLAN zu übermitteln.

Der Nokia-Konzern hatte seine Handy-Sparte vor Jahren an Microsoft verkauft und sich auf das Kerngeschäft als Netzwerk-Ausrüster konzentriert. Nachdem auch Microsoft aus dem Smartphone-Markt ausstieg, kehrten die Namenrechte an Nokia zurück. Der finnische Konzern gab sie daraufhin an die Firma HMD Global weiter, die nun Smartphones unter der Marke Nokia verkauft.

12:35 Uhr

Rendite zehnjähriger Anleihen fällt unter null

Die Rendite der wichtigsten deutschen Staatspapiere ist erstmals seit 2016 wieder in den negativen Bereich gerutscht. Bei der gängigsten Laufzeit von zehn Jahren fiel die Rendite der Bundesanleihen kurzzeitig auf minus 0,001 Prozent. Im Anschluss lag sie aber schnell wieder knapp über null.

Derzeit sorgt die Geldpolitik der US-Notenbank Fed weltweit für Druck auf die Renditen. Die Fed hatte am Mittwoch signalisiert, dass die Leitzinsen in diesem Jahr nicht weiter erhöht werden. Auch die Europäische Zentralbank hatte zuletzt bei ihrer angepeilten Abkehr von der Krisenpolitik wieder auf die Bremse getreten.

Heute kommen enttäuschende Konjunkturdaten aus dem Euroraum hinzu. Daher kaufen suchen Anleger verstärkt als sicher geltende Staatspapiere, was auf die Renditen drückt.

Die Rendite gibt quasi die Verzinsung wieder, die aktueller Käufer des jeweiligen Papiers erhält. Ist die Rendite negativ, bekommt er kein Geld, sondern muss im Gegenteil sogar draufzahlen.

So paradox es auch klingen mag: Für den Staat bedeutet dies umgekehrt, dass er mit der Schuldenaufnahme durch Staatspapiere Geld verdienen kann - allerdings nur dann, wenn er selbst die Papiere zu einer negativen Rendite emittiert. Heute rutschte die Rendite lediglich im Handel mit bereits bestehenden Papieren unter null. Die nächste Emission zehnjähriger Papiere durch den deutschen Staat steht kommenden Mittwoch an.

12:00 Uhr

Vergütung von Deutsche-Bank-Chef Sewing steigt üppig

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Christian Sewing.

picture alliance/dpa

Die Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank fahren für 2018 hohe Boni ein - Chef Christian Sewing kann sein Gehalt dadurch mehr als verdoppeln. Aus dem Geschäftsbericht geht hervor, dass Sewing eine Gesamtvergütung von über sieben Millionen Euro erhält. In den vorherigen drei Jahren hatten die Vorstandsmitglieder auf Boni verzichtet.

Die Bank schüttete insgesamt 55,7 Millionen Euro an den Vorstand aus. Im Vorjahr hatten die Top-Manager noch 29,8 Millionen Euro erhalten. Neben der variablen Vergütung liegt der Unterschied vor allem daran, dass es 2018 zahlreiche Wechsel im Bank-Vorstand gab. So bekamen auch mehrere ehemalige Mitglieder noch Gehälter.

Die Bank hatte im vergangenen Jahr erstmals seit 2014 wieder Gewinn erwirtschaftet - nach Steuern waren es 341 Millionen Euro.

11:23 Uhr

Tesla hat erhebliche Lieferschwierigkeiten

Der US-Autohersteller Tesla hat ein Problem mit den Auslieferungen. Der "Business Insider" zitiert aus einer E-Mail von Firmenchef Elon Musk an die Mitarbeiter, in der er sie zur Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen "Auslieferungswelle" auffordert. Tesla hatte im Februar begonnen, das Model 3 auch in China und Europa auszuliefern.

Tesla
Tesla 1.044,00

"Dies ist die größte Welle in der Geschichte von Tesla", zitierte die Nachrichtenseite aus der Mail. "Bitte betrachtet es in den letzten zehn Tagen dieses Quartals als Eure oberste Dringlichkeit, bei der Auslieferung der Fahrzeuge zu helfen. Das gilt für jeden." Musk soll sogar Freiwillige gesucht haben, um Tesla-Autos in Häfen zu fahren, wo sie verschifft werden können.

Tesla produziert derzeit nur in einem Werk in Kalifornien. Ziel in diesem Jahr ist, 400.000 Autos zu bauen und auszuliefern.

10:39 Uhr

Ex-Deutsche-Bank-Chef bekommt 21.600 Euro - pro Tag

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REUTERS

Die Zeit bei der Deutschen Bank hat sich für John Cryan zumindest finanziell gelohnt. Der nicht einmal drei Jahre an der Spitze der stehende Brite hat für seinen unfreiwilligen Abschied viel Geld bekommen. Die Abfindung beläuft sich auf knapp 8,7 Millionen Euro, wie aus dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Dazu kommt eine vertraglich festgelegte Entschädigung für ein Verbot in einem bestimmten Zeitraum zu einem Wettbewerber zu gehen in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Zudem bekam Cryan eine Vergütung für seine Zeit an der Konzernspitze in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro. Damit summiert sich seine Bezahlung für das vergangene Jahr, die zum Teil erst in den kommenden Jahren ausgeschüttet wird, auf insgesamt 12,8 Millionen Euro.

Cryan war von Mitte 2015 bis zum April 2018 an der Spitze der Deutschen Bank - zu Beginn noch mit Jürgen Fitschen zusammen und ab Mai 2016 alleine. Für die Jahre 2015 bis 2017 hatte er eine Vergütung von insgesamt etwas mehr als neun Millionen Euro erhalten. Zusammen mit den Leistungen für die etwas mehr als drei Monate im vergangenen Jahr summiert sich die Vergütung auf knapp 22 Millionen Euro oder umgerechnet rund 21 600 Euro pro Tag im Amt.

10:14 Uhr

Dax dreht ins Minus

Unerwartet schwache Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich setzen Dax und Euro zu. Der deutsche Leitindex dreht ins Minus und verliert 0,8 Prozent auf 11.454 Punkte. Der Euro rutscht um 0,7 Prozent auf 1,1298 Dollar ab, nachdem er zuvor noch auf fast 1,14 Dollar gestiegen war.

Die Geschäfte der deutschen Industrie liefen im März so schlecht wie seit über sechseinhalb Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 2,9 auf 44,7 Punkte, wie das Institut IHS Markit mitteilte. Erst bei mehr als 50 Punkten signalisiert das Barometer ein Wachstum.

Auch die IHS-Stimmungsbarometer der Industrie in Frankreich enttäuschten Investoren.

 

09:55 Uhr

Regierung gibt Chinesen frei, um Konsum anzukurbeln

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Touristen vor der Verbotenen Stadt in Peking.

REUTERS

Das nennt man wohl ungewöhnliches Konjunkturprogramm: Damit Chinesen mehr Geld ausgeben, können sie nicht nur den Tag der Arbeit am 1. Mai freinehmen, sondern gleich bis zum 4. Mai Urlaub machen. Die insgesamt vier freien Tage sollen etwa zum Reisen ermuntern, wie der Staatsrat mitteilt. Einen Haken hat die Maßnahme allerdings für die Chinesen: Sie müssen dafür an zwei Sonntagen - 28. April und 5. Mai - arbeiten.

Der Einzelhandelsumsatz wuchs zuletzt so langsam wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Die Chinesen kauften vor allem weniger Autos, Elektronikartikel und Haushaltsgeräte. Wegen der schwachen Weltkonjunktur und dem Handelskonflikt mit den USA ist der Exportweltmeister darauf angewiesen, dass der Binnenmarkt besser in Schwung kommt.

09:24 Uhr

Bei Banken-Fusion droht Filialen-Sterben

Eine Fusion der Deutschen Bank und der Commerzbank könnte laut "Bild" die Schließung von 500 Filialen bedeuten. Im Falle einer Fusion würden die Kosten deutlich gesenkt, weil beide Institute rund jede dritte Filiale einsparen könnten, berichtet die Zeitung und beruft sich dabei auf "Kreise beider Banken". Die Commerzbank hat derzeit über tausend Filialen, die Deutsche Bank rund 530.

Gewerkschaften fürchten, dass bei einer Fusion bis zu 30.000 Stellen abgebaut werden.

09:13 Uhr

Pinterest will Börsengang wohl Mitte April wagen

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Die Fotoplattform Pinterest plant ihren US-Börsengang offenbar für Mitte April.

(Foto: imago/UPI Photo)

Die Fotoplattform Pinterest treibt die Pläne für den Börsengang in den USA voran. Insidern zufolge könnte die Ankündigung für den Gang aufs Parkett ab heute verkündet werden. Ab Mitte April soll die Aktie demnach an der New York Stock Exchange gelistet werden.

Pinterest gehört zu den größeren Börsengängen, die derzeit in den USA in den Startlöchern stehen. Das Unternehmen wurde jüngst mit rund 12 Milliarden US-Dollar bewertet. Nutzer stellen auf der Plattform Fotos von Ideen (Pins) wie einem Design oder einem Kochrezept ein. Andere können ihnen folgen oder sich die Ideen auf ihrer virtuellen Pinnwand merken.

09:08 Uhr

Dax startet zuversichtlich

Der Frankfurter Aktienmarkt geht mit Kursgewinnen in den Tag. Der Dax legt 0,4 Prozent auf 11.594 Punkte zu, während der MDax 0,3 Prozent 25.223 Zähler steigt. Der TecDax gewinnt 0,8 Prozent auf 2686 Punkte.

Ich möchte mich noch kurz vorstellen: Mein Name ist Jan Gänger, und ich begleite Sie heute durch den Börsen-Tag.

08:59 Uhr

Ifo-Chef mahnt Politik zu Zurückhaltung bei Banken-Flirt

Der Chef des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, fordert die Politik dazu auf, sich aus einer möglichen Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank herauszuhalten. Die Politik müsse auf Finanzstabilität und das Risiko einer Steuerzahlerhaftung achten, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine neue Bank sollte deshalb besonders solide sein.

"Ansonsten hat die Politik sich aber rauszuhalten, wenn zwei Banken über eine Fusion sprechen. Dies gilt umso mehr, als der Wettbewerb nicht beschränkt wird. Wir haben genug Banken in Deutschland, eher zu viele." Es sei wichtig nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben zu entscheiden.

Am Sonntag hatten Deutsche Bank und Commerzbank nach monatelangen Spekulationen die Aufnahme von Gespräche angekündigt. Laut Insidern haben die beiden Institute bereits damit begonnen, ihre Bücher gegenseitig zu prüfen.

08:46 Uhr

Dax-Anleger harren neuer Brexit-Entwicklungen

Zum Abschluss der Börsenwoche dürfte der Dax verschiedenen Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge kaum verändert in den Handel starten. Gestern hatte der deutsche Aktienindex wegen wieder aufgeflammter Konjunktursorgen ein halbes Prozent im Minus bei 11.549 Punkten geschlossen.

Dax
Dax 12.479,39

Das Hauptaugenmerk richten Anleger heute erneut auf das Brexit-Drama, das nun in die Verlängerung geht. Die Staats- und Regierungschefs der EU bieten Großbritannien die Verschiebung des Ausstiegs aus der Staatengemeinschaft bis zum 22. Mai an. Bedingung ist jedoch, dass das britische Unterhaus den bereits zweimal abgelehnten Ausstiegsvertrag in der kommenden Woche doch noch annimmt.

"Die Anleger sollten den Brexit nicht vorab abhaken", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Ein geordneter Brexit ist in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Umso größer sind die Kursrisiken für den worst case eines ungeordneten Brexits."

Im Tagesverlauf stehen außerdem die Stimmungsbarometer der deutschen und europäischen Einkaufsmanager auf der Agenda.

08:27 Uhr

Asien-Märkte schlendern ins Wochenende

Nikkei
Nikkei 22.145,96

Trotz positiver Vorgaben von der US-amerikanischen Wall Street verabschieden sich die asiatischen Märkte zurückhaltend ins Wochenende. An der Börse in Tokio - wo gestern wegen eines Feiertags kein Handel stattfand - notiert der Nikkei-225-Index kaum verändert bei 21.627 Punkten, was ein Plus von 0,1 Prozent bedeutet. In Südkorea legt der Kospi ebenfalls leicht um 0,1 Prozent auf 2.187 Punkte zu.

Auch an den Aktienmärkten in China bewegen sich die Indizes kaum. Der Shanghai-Composite notiert bei einem Plus von 0,1 Prozent bei 3.104 Punkten.

Shanghai Composite
Shanghai Composite 3.090,57

Unter den Einzelwerten geht es in Hongkong für Tencent 0,7 Prozent nach unten. Der Internetriese hatte im vierten Quartal mit hohen Kosten zu kämpfen. Wie das Unternehmen gestern nach Börsenschluss mitgeteilt hat, brach der Gewinn im Schlussquartal um knapp ein Drittel ein.

Am Handelsplatz im chinesischen Shenzhen, an der vornehmlich kleinere Werte gehandelt werden, gewinnt der Index rund 0,1 Prozent. In Hongkong zeigt sich der Hang-Seng-Index 0,1 Prozent schwächer. In Sydney gewinnt der S&P/ASX 200 rund 0,5 Prozent hinzu.

07:57 Uhr

Ölpreise ruhen sich auf erhöhtem Niveau aus

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 42,28

Die Ölpreise bewegen sich nur wenig. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 67,89 US-Dollar. Das sind drei Cent mehr als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt hingegen um drei Cent auf 59,95 Dollar.

Auf Wochensicht ist der Preis für US-Öl deutlich um fast drei Prozent gestiegen. Der Brent-Preis legte seit Montag ebenfalls zu, aber nur etwas mehr als ein Prozent. Einer der stärksten Preistreiber in dieser Woche ist die Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Mittwoch hatte die US-Regierung einen kräftigen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche gemeldet. Es ist der stärkste Rückgang der Reserven seit Juli 2018.

07:14 Uhr

Japans Industrie bleibt im Rückwärtsgang

Die japanische Industrie hat im März ihre Produktion weiter zurückgefahren. Die Reduzierung fiel so hoch aus wie seit fast drei Jahren nicht mehr, wie aus dem veröffentlichten Markit/Nikkei-Einkaufsmanagerindex hervorgeht. Demnach fiel der Teilindex auf 46,9 Zähler nach 47,4 Punkten im Februar. Ab einem Wert von über 50 Zählern wird Wachstum signalisiert.

Der aktuelle Wert der japanischen Industrieproduktion ist der niedrigste seit Mai 2016. Hintergrund sei die schwächere Nachfrage sowohl im In- als auch im Ausland, sagte Joe Hayes, Volkswirt bei IHS Markit, das die Umfrage zusammenstellt. Die Entwicklung begründen Analysten mit der Konjunkturschwäche des wichtigsten japanischen Handelspartners China. Auch die weltweiten Handelsstreitigkeiten machten sich demnach bemerkbar.