Dax verliert vor Wahlsonntag - Minigewinn auf Wochensicht
Am letzten Handelstag vor der Bundestagswahl hat der deutsche Aktienmarkt wieder Abschläge hinnehmen müssen. Eine gekappte Umsatzprognose von Nike mit negativen Folgen für die Kurse deutscher Sportartikelhersteller sowie die weiterhin fragile Lage beim chinesischen Immobilienkonzern Evergrande mahnten die Anleger zur Vorsicht. Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, das Ifo-Geschäftsklima, war zudem im September etwas stärker gefallen als von Analysten erwartet.
So ging der Dax mit minus 0,7 Prozent auf 15.532 Punkte ins Wochenende. Die Handelsspanne war zwischen 15.497 und 15.573 Zählern sehr gering. Trotz der großen Verluste vom Montag gewann der Dax auf Wochensicht 42 Punkte. Der MDax verlor 0,6 Prozent auf 35.283 Zähler. Der EuroStoxx50 verzeichnete einen Verlust von 1,1 Prozent auf 4155 Stellen.
Nach Geschäftszahlen und einer gesenkten Jahresumsatzprognose von Nike verloren Adidas und die neu im Dax notierten Titel von Puma 2,5 beziehungsweise 3,1 Prozent. Anhaltende Lieferkettenunterbrechungen machen den Nordamerikanern zu schaffen.
Bei den Autowerten legten Daimler 1,7 Prozent zu. Die Stuttgarter steigen zur Versorgung seiner Elektroautos in die Batteriezell-Allianz (ACC) der Großkonzerne Stellantis und Totalenergies ein.
Papiere aus der Pharma- und Medizintechnikbranche präsentierten sich dagegen schwach. Im Dax waren Sartorius mit minus 5,9 Prozent unter den größten Verlierern. Im MDax verloren Carl Zeiss Meditec, Evotec und Gerresheimer 4,6, 3,2 beziehungsweise 2,7 Prozent. Eckert & Ziegler belegten im Nebenwerteindex SDax den letzten Platz mit einem Minus von 7,3 Prozent.
Teamviewer gewannen auf dem ersten Platz im MDax 4,9 Prozent. Das Bankhaus Metzler hatte die Bewertung der Papiere des Softwareanbieters von Fernwartungslösungen mit "Buy" aufgenommen.
Evergrande-Debakel lässt deutsche Finanzbranche kalt
Der drohende Zusammenbruch des chinesischen Immobilienriesen Evergrande löst in der deutschen Finanzwirtschaft vorerst nur Schulterzucken aus. Nachdem Bafin und EZB schon weitgehend Entwarnung gegeben haben, finden sich zunächst keine Hinweise auf eine Verflechtung der deutschen Bankenbranche mit dem Krisen-Konzern aus Shenzhen.
Vielmehr gaben mehrere Institute wie ING Deutschland, DZ Bank und NRW.Bank vollständig Entwarnung und erklärten, sie seien nicht bei Evergrande engagiert. Die über die Entwicklungsbank weltweit tätige KfW teilte mit, sie habe kein direktes Exposure. Landesbanken wie die Helaba und die BayernLB winkten ab, und auch die Commerzbank ist Unternehmenskreisen zufolge nicht bei Evergrande engagiert.
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Deutsche Nudelhersteller kündigen höhere Preise an
Wegen Ernteausfällen bei Hartweizen haben Nudelhersteller aus Baden-Württemberg Preissteigerungen angekündigt. Markus Tress, Inhaber des Nudelherstellers Tress in Münsingen, sagte der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten", er rechne mit Preisaufschlägen von 25 bis 30 Prozent. Auch der Trochtelfinger Nudelhersteller Albgold mit Sitz im Kreis Reutlingen will seine Preise erhöhen, wie ein Firmensprecher den Zeitungen sagte.
Nach Angaben des Verbands der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) kostet Hartweizen aktuell beinahe drei Mal so viel wie bisher. Dürre und Hitze in den USA und Kanada, Überschwemmungen in Frankreich und zu viel Regen in Mitteleuropa hätten die Erntemengen in wichtigen Anbauregionen dramatisch schrumpfen lassen.
Laut Bericht ist noch unklar, wie sich die Preiserhöhungen der Hersteller niederschlagen. Das hänge davon ab, inwieweit Edeka, Rewe, Lidl oder Aldi die Preiserhöhungen an die Kundinnen und Kunden weitergeben.
Indien bestellt bei Airbus Militärflugzeuge
Großer Auftrag für Airbus: Indien kauft beim Dax-Konzern 56 Militärflugzeuge und sichert sich dafür eine Produktion im eigenen Land. Die ersten 16 Transportmaschinen vom Typ C295 für Indien würden noch im Airbus-Werk im spanischen Sevilla montiert, teilten Airbus und das indische Unternehmen Tata Advanced Systems in Neu-Delhi mit. Die restlichen 40 Flugzeuge gleichen Typs sollen dann in einer Industriepartnerschaft von Airbus mit Tata in Indien entstehen.
Bei Tata betrachtet man den Deal als Meilenstein. "Zum ersten Mal wird ein indisches Privatunternehmen ein Flugzeug vollständig in Indien fertigen", sagte der Chef von Tata Advanced Systems, Sukaran Singh. Der Mitteilung zufolge sollen durch die Fertigung in Indien in den kommenden zehn Jahren direkt und indirekt etwa 25.000 Jobs entstehen.
Evergrande und Nike bremsen US-Börsen aus
Die Evergrande-Sorgen verderben auch den US-Anlegern zum Wochenschluss die Stimmung. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gingen bis zu 0,6 Prozent schwächer in den Handel, nachdem sie in den vorangegangenen Tagen jeweils mehr als zwei Prozent zugelegt hatten.
Bei den US-Aktienwerten gehörte Nike mit einem Minus von knapp sechs Prozent zu den Verlierern. Wegen Pandemie-bedingter Schließungen von Werken in Vietnam kürzte der Sportartikel-Hersteller seine Umsatzziele für das Gesamtjahr. Außerdem blieben die Zahlen für das abgelaufene Quartal hinter den Erwartungen zurück.
Chinas Krypto-Verbot: "Grauer, aber kein schwarzer Tag für Bitcoin"
Paukenschlag aus dem Reich der Mitte: China verbietet Kryptowährungen im Land. Wie wird sich das auf die Blockchain-Szene auswirken? Drohen jetzt Kursstürze? ntv spricht über mögliche Folgen mit Philipp Sandner von der Frankfurt School Blockchain Center.
Sandra Navidi: "USA empfinden deutschen Wahlkampf als farblos"
Nicht nur hierzulande wird dem Wahlsonntag entgegengefiebert. Auch das Ausland blickt gespannt auf Deutschland. Gerade die Vereinigten Staaten wünschen sich einen Business-freundlichen Partner. ntv spricht darüber mit Finanzexpertin Sandra Navidi von BeyondGlobal.
Chinesische Polizei verhaftet Führungsspitze von insolventer HNA
Die Führungsspitze des insolventen chinesischen Luftfahrt- und Tourismus-Konglomerats HNA Group ist verhaftet worden. Vorstandschef Tan Xiangdong und Verwaltungsratschef Chen Feng seien von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, teilte HNA auf seinem offiziellen WeChat-Account mit. Sie stünden im Verdacht, kriminelle Handlungen vorgenommen zu haben. Details nannte HNA keine, teilte aber mit, dass der Insolvenz- und Sanierungsprozess wie geplant weiterlaufe.
Der Konzern mit seinen Luftfahrt- und Tourismustöchtern steckt in Zahlungsschwierigkeiten und soll zerschlagen werden. Zu dem Konglomerat gehört in Deutschland der Regionalflughafen Hahn. In der Vergangenheit war HNA Group an der Deutschen Bank und der Hotelkette Hilton beteiligt.
Gaspreisexplosion grätscht ersten deutschen Versorger weg
Die drastisch gestiegenen Gaspreise zwingen in Deutschland einen ersten Versorger in die Knie. Die im niedersächsischen Salzbergen ansässige Deutsche Energiepool teilte mit, vielen Kunden die Lieferverträge gekündigt zu haben. "In den letzten Monaten haben sich die Beschaffungspreise für Erdgas und für Strom am Terminmarkt rund verdreifacht, die Preise für kurzfristige Beschaffung sind rund verfünffacht", erklärte das Unternehmen. Zudem sei beschlossen worden, die bundesweite Belieferung von Erdgas vollständig einzustellen.
Wie viele Kunden das betrifft, blieb offen. In der Kälte müssen die Kunden aber nicht sitzen. Der Versorger Eon springt ein.
Keine gute Stimmung in Frankfurt - Dax verliert
Die wieder aufgeflammte Furcht vor einem Kollaps des chinesischen Immobilienriesen Evergrande belastet Europas Börsen erneut. Dax und EuroStoxx50 waren auch am Nachmittag tief im Minus und fielen um 0,8 beziehungsweise 1,1 Prozent auf 15.522 beziehungsweise 4156 Punkte. Insidern zufolge haben einige Eigner einer Dollar-Anleihe von Evergrande ihre am Donnerstag fällige Zinszahlung nicht erhalten. Nun laufe eine 30-tägige Nachfrist, bevor ein Zahlungsausfall offiziell werde, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.
Auf positive Impulse durch Konjunkturdaten hofften Anleger vergebens. Der Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chefetagen widerspiegelt, ging erneut zurück. "Es dürfte uns damit ein schwieriges viertes Quartals ins Haus stehen, in dem die Lieferkettenthematik Corona als Hauptrisiko sogar ablösen könnte", sagte Volkswirt Jens-Oliver Niklasch von der LBBW. In Großbritannien signalisiere der Rückgang des Verbrauchervertrauens fallende Konsumausgaben, erklärte Kunal Sawhney, Chef des Research-Hauses Kalkine.
Spitzenreiter im Dax waren Daimler mit plus 1,5 Prozent. Auch Covestro und Heidelbergcement gewannen mehr als ein Prozent. Schwach präsentierten sich die Index-Neulinge Sartorius und Hellofresh mit Abschlägen von 6,2 beziehungsweise 4,2 Prozent.
DHL-Paketversand wird für Online-Händler bald teurer
Und wieder gibt es irgendwo eine Preiserhöhung: Die Deutsche Post DHL schlägt bei den Paketpreisen für Geschäftskunden zu. Die Erhöhungen gelten ab dem 1. Januar, wie die Post mitteilte. Wie stark das Unternehmen an der Preisschraube dreht, wurde nicht mitgeteilt - nur dass Lieferungen ab 20 Kilogramm "im besonderen Maße" davon betroffen seien. Schließlich sei deren Sortierung und Auslieferung deutlich aufwendiger, hieß es.
Der Dax-Konzern begründete ihre Erhöhung mit Investitionen in die Infrastruktur und in den klimaschonenden Transport. Für Privatkunden ändert sich zunächst nichts - Verbraucher bekommen die Preiserhöhung nur indirekt zu spüren, wenn Online-Händler mehr Geld für den Versand berechnen.
Chipkrise: Musk bleibt cool
Elon Musk rechnet nicht mit langanhaltenden Engpässen bei Halbleitern. Er denke, es handle sich um eine kurzfristige Chipkrise, sagte der Tesla-Chef bei einer Veranstaltung in Italien. "Es werden derzeit eine Menge Chipfabriken gebaut. Ich denke, dass wir im kommenden Jahr gute Kapazitäten bei Chips haben."
Die Autobranche weltweit leidet derzeit massiv unter der Knappheit bei den wichtigen Bauteilen.
UK-Regierung warnt Bürger vor Panikkäufen an Tankstellen
Angesichts von Berichten über einen Treibstoffmangel in Großbritannien hat die britische Regierung der Bevölkerung dringend von Panikkäufen abgeraten. Die "Sun" hatte auf ihrer Titelseite erklärt: "Uns geht der Stoff aus", da die Corona-Pandemie und der Brexit eine Krise im Transportgewerbe ausgelöst haben. Den Angaben zufolge fehlt es besonders an Lkw-Fahrern. Verkehrsminister Grant Shapps betonte jedoch, dass es keine Treibstoffknappheit gebe und die Regierung Maßnahmen ergreife, um mehr Fahrer einzustellen.
Zuvor hatten den Berichten zufolge mehrere britische Tankstellen der Betreiber BP und Esso den Betrieb für Kunden eingestellt. Die "Times" berichtete, dass bei mindestens 50 der 1200 BP-Tankstellen im Land mindestens eine Kraftstoffsorte nicht mehr verfügbar sei. Shapps sagte, dass nur fünf Tankstellen tatsächlich geschlossen worden seien.
Was Anleger über Chinas Märkte wissen sollten
EZB-Chefin äußert sich zur hohen Inflation
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, ist weiterhin davon überzeugt, dass der aktuelle Inflationsanstieg überwiegend vorübergehende Ursachen hat. "Wenn man sich die Ursachen ansieht, dann hat das zum großen Teil mit den Energiepreisen zu tun", sagte Lagarde bei CNBC. Wenn man ein Jahr zurückblicke, seien die Preise ganz unten gewesen. "Sie sind natürlich gestiegen, und die Differenz erklärt einen großen Teil der Inflation, die die Menschen leider im Moment erleben", sagte sie.
Das Gleiche gilt laut Lagarde für einige Auswirkungen der Mehrwertsteuer, die gesenkt wurde, um die Wirtschaft anzukurbeln. "Vor allem in Deutschland ist die Mehrwertsteuer jetzt wieder eingeführt worden. Das ist also ein weiterer Basiseffekt, wenn Sie so wollen, der das derzeitige Preisniveau erklärt", so Lagarde. Anzeichen für eine Lohn-Preis-Spirale sieht die EZB-Präsidentin derzeit nicht.
Wall Street leichter erwartet - Wieder Sorgen um Evergrande
Einen Start im Minus signalisieren die Aktien-Futures für die Wall Street. Die Unsicherheit über die Zukunft des hoch verschuldeten Immobilienriesen China Evergrande hält an. Gestern hatten die US-Börsen davon profitiert, dass die Anleger mit der Krise um Evergrande kein systemisches Risiko verbinden. Evergrande rückt immer näher an eine mögliche Zahlungsunfähigkeit heran, da die Frist für eine wichtige Zinszahlung an ihre US-Dollar-Anleihegläubiger ohne jegliche Ankündigung verstrich.
Nike geraten nach Vorlage des Quartalsberichts unter Druck. Der Sportartikelhersteller verdiente zwar mehr als erwartet, doch verfehlte der Umsatz die Konsensschätzung der Analysten. Zudem senkte das Unternehmen den Ausblick. Die Aktie verliert vorbörslich 4,8 Prozent.
Dagegen legen Costco um 0,5 Prozent zu, nachdem die US-Großhandelskette mit den Geschäftszahlen für das vierte Quartal die Markterwartungen übertroffen hat. Progress Software (plus 15,3 Prozent) hat mit den Geschäftszahlen für das dritte Quartal die Marktprognosen übertroffen und den Ausblick für das Gesamtjahr angehoben.
China bringt Unruhe in Kryptowährungsmarkt
Bitcoin und andere Kryptowährungen sind heute unter Abgabedruck geraten. Im Handel wurde auf eine Bloomberg-Meldung verwiesen, wonach die chinesische Notenbank alle Transaktionen mit Kryptowährungen für illegal halte. Die Agentur beruft sich auf eine Mitteilung der Zentralbank auf ihrer Webseite. Alle Transaktionen in Verbindung mit Kryptowährungen seien illegal, heißt es seitens der People's Bank of China. Nicht erlaubt seien auch ausländische Onlinedienste, die Chinesen den Zugriff auf Digitalwährungen ermöglichten.
In der Folge sank Bitcoin auf 42.677 US-Dollar von Wechelkursen über 45.000 vor der Schlagzeile. Aktuell verlor die Kryptowährung auf Tagessicht 3,4 Prozent auf 43.103 Dollar. Das Marktvolumen aller gut 12.000 Kryptowährungen fiel von etwa zwei Billionen auf 1,9 Billionen Dollar.
Übernahmespekulation um Modefirma SMCP - Kurs schießt hoch
In Erwartung eines baldigen Verkauf von SMCP sind Anleger bei der französischen Modefirma eingestiegen. Die Aktien des Unternehmens, zu dem unter anderem die Marken "Sandro" und "Maje" gehören, legen in Paris um knapp neun Prozent zu, nachdem sie am Donnerstag bereits um 8,6 Prozent gestiegen waren.
Genährt wurden diese Spekulationen von Zahlungsschwierigkeiten der Mutter Shandong Ruyi. Das chinesische Unternehmen konnte am 21. September fällige Bonds im Volumen von 250 Millionen Euro nicht tilgen. Für diese Anleihen wurden SMCP-Aktien als Sicherheit hinterlegt.
Nervöse Märkte: So agieren Anleger richtig!
An den Aktienmärkten wird es zunehmend turbulenter, das war in dieser Handelswoche deutlich zu spüren. Nicht nur die anstehende Bundestagswahl, auch andere Störfeuer belasten die Börsen. Experten sehen langfristig aber weiter starkes Wachstum für die Märkte weltweit. Wie Anleger sich in dieser turbulenten Phase jetzt richtig verhalten, darüber spricht Bianca Thomas mit Helen Windischbauer von der Fondsgesellschaft Amundi.
"Geldpolitisches Experiment" schwächt türkische Lira massiv
Mit dem Kurs der türkischen Lira ist es weiter nach unten gegangen. Einen Tag nach der überraschenden Zinssenkung durch die Notenbank in Ankara fiel die Währung zum US-Dollar auf ein Allzeittief. Aktuell stieg der Greenback auf 8,8518 Lira nach Wechselkursen um 8,77 zuvor.
Die Türkei riskiere "die Möglichkeit eines ungünstigen Zyklus aus steigender Inflation und erwarteter Inflation, was die ohnehin schon schwierige Preisdynamik des Landes weiter erschweren könnte", warnte die Citigroup. Devisenanalyst Tatha Ghose von der Commerzbank sprach von einem "etwas früher als von uns erwarteten unkonventionellen geldpolitischen Experiment". Auch wenn die Zinssenkung zum aktuellen Zeitpunkt eine Überraschung gewesen sei, habe der Devisenmarkt im Großen und Ganzen damit gerechnet, dass der Leitzins noch vor Jahresende gesenkt werden würde.
"Flaschenhals-Rezession": Ifo-Index sinkt erneut
Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen hat sich laut Ifo im September zum dritten Mal in Folge verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank auf 98,8 Punkte von 99,6 Zählern im August, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut zu seiner Umfrage unter 9000 Managern mitteilte. Ökonomen hatten weitgehend damit gerechnet.
Beim dritten Rückgang in Folge sprechen Fachleute von einer konjunkturellen Trendwende. "Die Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten bremsen die deutsche Konjunktur", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest: "Die Industrie erlebt eine Flaschenhals-Rezession." Insgesamt beurteilten die Manager ihre Lage und die Geschäftsaussichten skeptischer als zuletzt.
Der Dax unterquerte nach den Ifo-Daten kurzzeitig die 15.500er-Marke, berappelte sich dann aber wieder. Der Leitindex notierte kurz vor Mittag 0,6 Prozent tiefer bei 15.545 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,8 Prozent auf 4167 Zähler.
Woran Anleger echte Öko-Investments erkennen
Astrazeneca-Aktie nach Medikamententest im Hoch
Ermutigende Testergebnisse eines Prostatakrebs-Medikaments haben Anleger zum Einstieg bei Astrazeneca ermuntert. Der Aktienkurs des britisch-schwedischen Pharmakonzerns stieg um 3,3 Prozent auf ein 14-Monats-Hoch von 8958 Pence. Das Papier war damit Spitzenreiter im Londoner FTSE.
Das Mittel wirke bei mehr Varianten als gedacht, schrieb Analyst Alistair Campbell von der Investmentbank Liberum. Damit könne das Umsatzziel von vier Milliarden US-Dollar deutlich übertroffen werden.
Teilzeitstromern bei Volkswagen
Reichweitenangst und eine desolate Ladeinfrastruktur lassen auf dem Weg zur E-Mobilität eine "Brückentechnologie" entstehen, den Plug-in-Hybrid. Er soll Autofahrer zu Teilen CO2-neutral in die E-Mobilität führen. Allein bei Volkswagen ist die Palette an Teilzeitstromern groß. Aber was können sie wirklich? Lesen Sie dazu einen Artikel unseres Kollegen Holger Preiss, der aus dem norwegischen Molde berichtet.
Deutsche Baubranche mit so vielen Aufträgen wie nie
Die deutsche Baubranche ist mit einem Auftragsrekord ins zweite Halbjahr gestartet. Die Bestellungen im Bauhauptgewerbe lagen im Juli bei rund 7,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Wegen der gestiegenen Baupreise waren das nominal (nicht preisbereinigt) 4,9 Prozent mehr als im Juli 2020 und damit der höchste jemals gemessene Wert an Neuaufträgen in einem Juli in Deutschland." In den ersten sieben Monaten lagen die Aufträge nominal 4,8 über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Klammert man die jüngsten Preissteigerungen vor allem beim Baumaterial aus, lagen die Aufträge real und kalenderbereinigt allerdings nur 1,4 Prozent höher als vor einem Jahr. In dieser Rechnung lagen sie auch seit Jahresanfang nur 0,9 Prozent im Plus.
Evergrande zahlt Anleihezinsen nicht - Aktie schmiert ab
Die Sorgen vor einem Zusammenbruch des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande werden immer größer. Das in extreme finanzielle Schieflage geratene Unternehmen ließ eine viel beachtete Zahlungsfrist für Anleihezinsen ohne Kommentar verstreichen. Daraufhin brach der Kurs der Evergrande-Aktie um elf Prozent ein, nachdem er am Tag zuvor noch deutlich zugelegt hatte.
Experten für das chinesische Finanzsystem, dass ein Kollaps schwerwiegende Folgen für das chinesische Finanzsystem hat. Auch Auswirkungen in anderen Ländern halten manche für möglich. Die chinesische Zentralbank pumpt erneut Geld in das Bankensystem, um die nervösen Finanzmärkte zu beruhigen. Von Seiten der Pekinger Regierung kam aber bislang nichts Offizielles zu möglichen Staatshilfen für Evergrande, auf die Investoren hoffen.
Das "Wall Street Journal" hatte gestern unter Berufung auf Insider berichtet, die Behörden in Peking hätten die Lokalregierungen darum gebeten, Vorbereitungen für einen möglichen Zusammenbruch Evergrandes zu treffen. Der Konzern selbst hat Finanzberater engagiert, sterben eine Restrukturierung ausarbeiten sollen.
Ölpreise ziehen weiter an
Die Ölpreise bauen ihre Aufschläge der vergangenen Tage leicht aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 77,40 US-Dollar. Das sind 14 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt acht Cent auf 73,30 Dollar.
Nordsee-Öl kostet derzeit so viel wie letztmalig vor etwa zwei Monaten, US-Erdöl rangiert auf einem einmonatigen Höchststand. In den vergangenen Wochen haben die Preise in der Tendenz zugelegt. Hauptgrund ist das derzeit knappe Angebot, das unter anderem auf Förderprobleme im Golf von Mexiko zurückgeht. Dort machen sich immer noch die Nachwirkungen des schweren Hurrikans Ida bemerkbar.
Brent Rohöl I
Euro deutlich über 1,17er-Marke
Der Euro motiert vor neuen Stimmungsdaten aus Deutschland über der Marke von 1,17 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostet 1,1735 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1715 Dollar festgesetzt.
Vor dem Wochenende steht mit dem Ifo-Geschäftsklima der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft auf dem Programm. Es wird mit einer leichten Eintrübung der Unternehmensstimmung gerechnet. Daneben melden sich zahlreiche Notenbanker zu Wort, darunter der Vorsitzende der US-Zentralbank Fed, Jerome Powell, und der Chefvolkswirt der EZB, Philip Lane.
Ifo und Evergrande: Dax startet deutlich tiefer
Mit dem deutschen Aktienmarkt ist es erst einmal abwärts gegangen. Der Dax verlor in den ersten Handelsminuten 0,8 Prozent auf 15.521 Punkte. MDax und TecDax verzeichneten etwas geringere Verluste. Der EuroStoxx50 notierte 0,9 Prozent tiefer bei 4164 Stellen.
Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger unter anderem auf den Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chefetagen widerspiegelt. Experten rechnen für September mit einem Rückgang auf 98,9 Punkte von 99,4 Zählern.
Daneben hält die Saga um den wankenden Immobilienriesen China Evergrande Investoren in Atem. Der mit etwa 305 Milliarden Dollar verschuldete Immobilienkonzern konnte gestern fällige Zinszahlungen über 83,5 Millionen Dollar für eine Anleihe offenbar nicht bedienen. Dies schürt die Furcht vor einem Kollaps der Firma und internationalen Börsenturbulenzen.
Dutzende Containerschiffe stecken vor Los Angeles fest
Die Lockerungen der Pandemie-Auflagen lösen in den Vereinigten Staaten einen regelrechten Kaufrausch aus. Die Folge: Vor der Hafenstadt Los Angeles stecken dutzende Containerschiffe fest, die alle auf Abfertigung warten. Der Mega-Stau könnte langfristige Verzögerungen nach sich ziehen.
Britische Konsumlust bricht ein
Steigende Lebenshaltungskosten in Großbritannien infolge einer Energiekrise drücken auf die Konsumlust. Eine Umfrage des Marktforschers GfK ergab, dass das Verbrauchervertrauen im September um 5 Punkte auf minus 13 Zähler gesunken ist. Das sei das größte Minus seit Oktober 2020. Alle Messgrößen gaben im Vergleich zum Vormonat nach, darunter das Vertrauen in die allgemeine Wirtschaftslage sowie die persönliche Finanzlage. Die Resultate dürften den schwer gebeutelten Einzelhändlern einen weiteren Schlag versetzen.
"Die Verbraucher haben im September auf die Bremse getreten", sagt GfK-Experte Joe Staton. Sorgen gibt es genug: Steigende Kraftstoff- und Lebensmittelpreise, eine deutliche Zunahme der Inflation, Steuererhöhungen, leere Regale und das Ende des Kurzarbeitergeldes. Die Verbraucher sorgten sich sichtbar um ihre Finanzen und die wirtschaftliche Entwicklung, sagte Staton. "Wenn das Verbrauchervertrauen sinkt, geben die Käufer tendenziell weniger aus, und das dämpft die gesamtwirtschaftlichen Aussichten für das Vereinigte Königreich."
Gut für Adidas? Nike geht die Puste aus
Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat weniger Schwung ins neue Geschäftsjahr mitgenommen als gedacht. Zwar stieg der Umsatz im ersten Quartal 2021/22 (per Ende August) währungsbereinigt um zwölf Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar, wie der große Adidas-Konkurrent mitteilt. Doch Analysten hatten im Schnitt mit 12,46 Milliarden gerechnet. Das ließ die Nike-Aktie nachbörslich um drei Prozent abbröckeln. Gegenüber dem Rekordhoch vom August hat sie neun Prozent verloren. Die stärksten Umsatzzuwächse verzeichnete Nike in Nordamerika, China hinkte diesmal hinterher. Der Nettogewinn stieg um 23 Prozent auf 1,87 Milliarden Dollar, wie Nike mitteilte. Der Gewinn je Aktie übertraf mit 1,16 Dollar die von den Analysten prognostizierten 1,11 Dollar.
Vor allem das Direktgeschäft über die eigenen Läden und die Websiten habe sich stark entwickelt, erklärte Nike. Über diese Kanäle - Nike Direct genannt - erwirtschaftete der amerikanische Sportartikelriese 38 Prozent seines Umsatzes, bei einem Zuwachs von währungsbereinigt 25 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres. Die Kunden strömten vor allem in die wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Läden. Nike sprach von einer "Normalisierung" des stationären Handels, in dem der Umsatz über dem Niveau von vor zwei Jahren, also vor der Pandemie, gelegen habe.
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Twitter führt Bitcoin-Geldspenden ein
Der Kurznachrichtendienst Twitter will seinen Nutzern ermöglichen, beliebte Autoren zukünftig mit Bitcoin finanziell zu unterstützen. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen Twitter-Nutzer auf iOS-Geräten weltweit digitale Zahlungen senden und empfangen können. Twitter erklärt außerdem, neue Sicherheitsfunktionen auf der Plattform testen zu wollen. Die Produktankündigungen sind Teil von Twitters Bemühungen, besser mit Plattformen wie Facebook und Alphabets YouTube konkurrieren zu können.
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Dax vor Ifo-Index niedriger erwartet
Zum Abschluss der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Freitag niedriger starten. Am Donnerstag hatte er ein knappes Prozent auf 15.643,97 Punkte zugelegt. Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger unter anderem auf den Ifo-Index, der die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen widerspiegelt. Experten rechnen für September mit einem Rückgang auf 98,9 Punkte von 99,4 Zählern. Daneben hält die Saga um China Evergrande Investoren in Atem. Der mit etwa 305 Milliarden Dollar verschuldete Immobilienkonzern konnte am Donnerstag fällige Zinszahlungen über 83,5 Millionen Dollar für eine Anleihe offenbar nicht bedienen. Dies schürt die Furcht vor einem Kollaps der Firma und internationalen Börsenturbulenzen.
Höhenflug der Strompreise schadet massiv
Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat vor den Folgen der hohen Strompreise gewarnt. "Der aktuelle Höhenflug der Strompreise schadet der deutschen Industrie massiv", sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Holger Lösch. Der Anstieg sei getrieben von einem Mehrjahreshoch der Gaspreise und steigenden europäischen CO2-Preisen. "Notwendig ist ein besserer und wirksamerer Schutz der Industrie, vor allem des energieintensiven Mittelstands."
Lösch sagt kurz vor der Bundestagswahl, die nächste Bundesregierung müsse als eine ihrer ersten Aufgaben die hohen Strompreise angehen. "Sie muss staatliche Lasten auf den Strompreis reduzieren, etwa durch die Senkung der EEG-Umlage." Niedrigere Strompreise seien essenziell für einen wettbewerbsfähigen Standort Deutschland und die notwendige Umstellung auf direkte und indirekte Elektrifizierung.
Evergrande-Aktie erneut unter Druck
Überwiegend mit moderaten Abgaben zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien am letzten Handelstag der Woche. Übergeordnet schwelt weiter die Krise um den wankenden Immobilien-Konzern China Evergrande, die allerdings von den Märkten in den Hintergrund gedrängt wird. Ein Zahlungsausfall des Konzerns stellt nach Ansicht von Goldman Sachs kein systemisches Risiko für die chinesischen Märkte dar. Nicht nur die Hebelwirkung auf dem Immobilienmarkt sei gering, sondern die starke Kontrolle der chinesischen Regierung über das Bankensystem mache einen marktbedingten Zusammenbruch weniger wahrscheinlich.
Die Börse in Hongkong zeigt sich nach anfänglichen Gewinnen unverändert. Zwar gebe es weiter Ansteckungsgefahren durch Evergrande, aber die jüngste Liquiditätsspritze Chinas und die Vorbereitungen der lokalen Regierungen auf einen möglichen Kollaps des Konzerns scheinen auf die Absicht der Behörden hinzudeuten, die wirtschaftlichen Risiken zu mindern, heißt es von IG. Dies trage dazu bei, die Anlegerstimmung zu beruhigen.
Für den Shanghai-Composite geht es um 0,1 Prozent nach unten. Hier sind es Abgaben bei den Minen- und Rohstoffwerten, die das Sentiment leicht belasten. Die jüngste Rally verliert an Schwung, da die Behörden ihre Bemühungen zur Stabilisierung der Preise verstärken, heißt es. Die Aktien von Yanzhou Coal geben 7,0 Prozent nach und Baoshan Iron & Steel fallen um 5,1 Prozent.
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Kaum Bewegung am Devisenmarkt
Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,1 Prozent auf 110,40 Yen und stagniert bei 6,4611 Yuan. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,9245 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1740 Dollar und notiert kaum verändert bei 1,0854 Franken. Das Pfund Sterling stagniert bei 1,3721 Dollar.
Euro / Dollar o
Japan-Börsen trotzen Unsicherheit
Trotz der anhaltenden Unsicherheit über das Schicksal des schuldengeplagten Immobilienkonzerns China Evergrande, zeigen sich die japanischen Aktienmärkte stärker. "Das Wachstum in den großen Industrieländern liegt über dem Trend und wird wahrscheinlich auch weiterhin über dem Trend liegen und die Geldpolitik bleibt bis Mitte nächsten Jahres sehr unterstützend für die Vermögenspreise", sagt Ray Ferris, Chef-Investment Officer für Südasien bei der Credit Suisse. Anleger würden aufgrund der Probleme im Immobiliensektor und einer Reihe von regulatorischen Änderungen die Aussichten für China mit Sorge betrachteten, während in anderen Ländern eine positive Stimmung herrsche, so Ferris.
Der Nikkei-Index liegt zunächst im Verlauf 1,9 Prozent höher bei 30.201 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt 2 Prozent und notiert bei 2085 Punkten.
Achtung, Trendwende: Japanische Verbraucherpreise steigen
Die japanischen Verbraucherpreise sind im August das erste Mal seit über einem Jahr nicht mehr gesunken. Wie am Freitag aus den Regierungsdaten hervorging, sind höhere Energiekosten und die Auswirkungen einer Tourismuskampagne offenbar der Grund dafür. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der frische Lebensmittel ausschließt und Ölpreise einschließt, kam das erste Mal seit Juli 2020 aus dem negativen Bereich heraus. Die landesweiten Preise blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert, was auf ein Tauziehen zwischen steigenden Energiekosten und niedrigeren Mobilfunkgebühren zurückzuführen ist, wie Daten des Ministeriums zeigten.
Das Ergebnis entsprach den Prognosen der in einer Reuters-Umfrage befragten Ökonomen, nachdem im Juli ein Rückgang um 0,2 Prozent zu verzeichnen war. Die Daten vom Freitag spiegeln eine Änderung des Basisjahres für den VPI wider, durch die Mobilfunkgebühren stärker gewichtet werden, was die Kerninflation belastet hat. Die Mobiltelefongebühren sind im August um rekordverdächtige 44,8 Prozent gesunken.
Das wird für den Dax heute wichtig
Der Aufwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hat sich auch am Donnerstag fortgesetzt: Der Dax, der zu Wochenbeginn nach unten noch an der 15.000er Marke gekratzt hatte, beschloss den Handel mit einem erneut deutlichen Aufschlag von 0,9 Prozent oder fast 140 Punkten mit einem Stand von 15.644 Zählern - und damit auch nur etwa knapp 50 Stellen unter seinem Tageshoch. Eine zuversichtliche Wall Street stützte dabei, wurde aber selbst von schwindenden Sorgen aus China getrieben.
Die dortige milliardenschwere Krise des zweitgrößten Immobilienkonzerns des Landes, Evergrande, scheint mittlerweile beherrschbar, ein Ausweiten der Probleme daher nahezu ausgeschlossen. Das bringt die Anleger an Asiens Börsen zurück, die Kurse stabilisieren sich, steigen wie auch hierzulande. Das wiederum könnte auch zum Wochenschluss für Kauflaune am deutschen Aktienmarkt sorgen. Das bisher im September erzielte Kursminus dürfte sich daher weiter verringern.
Impulse könnten etwa die Geschäftszahlen des US-Sportartikelherstellers Nike liefern, sodass die beiden deutschen Dax-Konkurrenten Adidas und Puma in den Anlegerfokus rücken dürften. Auch Autowerte könnten in den Blick rücken, denn der europäische Branchenverband Acea stellt frische Nutzfahrzeug-Verkaufszahlen vor: VW über die Tochter Traton und Daimler sind da interessant.
Wichtige Konjunkturdaten liefert um 10.00 Uhr der Ifo-Geschäftsklimaindex. Die letzte Regierungs-Pressekonferenz vor der Bundestagswahl steht zudem auf der Agenda. Am Nachmittag ist eine Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell bei einer Veranstaltung der Federal Reserve (Fed) geplant. Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs sind dabei aber nicht zu erwarten.