Freitag, 28. Juni 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Wolfram Neidhard
17:37 Uhr

Hoffnung auf erfolgreiches Trump-Xi-Treffen schiebt Dax an

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(Foto: imago/Sven Simon)

Guter Wochen- beziehungsweise Monatsabschluss: Der deutsche Aktienmarkt hat sich noch einmal von seiner guten Seite gezeigt und deutliche Gewinne erzielt. Vor allem am Nachmittag ging es mit den Indizes kräftig hoch. In Frankfurt wurde wird auf Hoffnungen mit Blick auf den G20-Treffen in Osaka verwiesen. Strategen gaben sich verhalten optimistisch, dass es beim morgigen Treffen von US-Präsident Donald Trump mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zu einer Annäherung im Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften kommt.

Der Dax gewann 1,0 Prozent und schloss bei 12.399 Punkten. Der MDax stieg um 1,1 Prozent auf 25.620 Zähler. Der TecDax kletterte um 1,4 Prozent auf 2876 Stellen. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,9 Prozent auf 3472 Punkte nach oben.

Ganz vorn im Dax waren heute Deutsche Bank mit plus 3,3 Prozent auf 6,78 Euro. Deutschlands größtes Geldhaus spielt einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge einen noch größeren Stellenabbau durch.

Das wär's für heute. Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

17:06 Uhr

EZB-Ratsmitglied versteht deutsche Besorgnis

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(Foto: picture alliance / dpa)

Angesichts der zuletzt erneut gedämpften Inflation bleibt die EZB laut Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau bei ihrer lockeren geldpolitischen Linie. Die Inflation sei mit 1,2 Prozent zu niedrig gegenüber dem Ziel der Notenbank von knapp zwei Prozent, sagte er in Berlin. Zugleich erteilte er einer "Transferunion" eine Absage.

  • Angesichts der Besorgnis der Deutschen, die ich verstehe, möchte ich mich hier klar engagieren."

Villeroy betonte, er sei auch gegen Eurobonds, die eine Vergemeinschaftung der Schulden zur Folge haben würden.

16:44 Uhr

RWE wandelt Vorzugs- in Stammaktien um

Der Versorger RWE wandelt ihre insgesamt 39 Millionen Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien um. Die Transaktion erfolge im Verhältnis 1:1 und ohne Zuzahlung, teilte der Dax-Konzern mit.  Die Börsennotierung der Vorzüge ende mit dem heutigen Handel. In der Zeit vom 1. bis 3. Juli buchten die Depotbanken die RWE-Vorzugsaktien ihrer Kunden in Stammaktien um.

Durch die Vereinheitlichung der Aktiengattung steige die Zahl der RWE-Stämme auf 614,7 Millionen Stück. Aus Sicht institutioneller Investoren sollte mit jeder Aktie eines Unternehmens auch ein Stimmrecht verbunden sein nach dem Prinzip "One Share - One Vote", heißt es in der Mitteilung weiter. Diesem "Governance-Standard" werde RWE künftig gerecht.

16:30 Uhr

Chicago-PMI fällt unter 50

Eine weitere Attraktion für die Stadt: Künftig soll auf dem Chicago River jährlich ein Feuer-Festival stattfinden. Foto: Tannen Maury

(Foto: dpa)

Kein gutes Omen sendet der Chicago-Einkaufsmanagerindex aus. Dieser ist im Juni mit 49,7 unter die Expansionsschwelle von 50 gefallen. In der kommenden Woche stehen die landesweiten Einkaufsmanagerindizes zur Veröffentlichung an.

Die Börsen zeigen auf die schwachen Daten aus Chicago keine Reaktion. Die Anleger konzentrieren sich auf das G20-Treffen in Osaka. Strategen sind verhalten optimistisch, dass es zu einer Annäherung kommen wird, eine Lösung im Handelsstreit wird hingegen nicht erwartet. In Frankfurt zeigte sich der Dax robust - er gewann 0,5 Prozent auf 12.338 Punkte.

16:13 Uhr

Kleines Plus an der Wall Street

Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping haben die US-Börsen leicht zugelegt. Der Dow-Jones-Index blieb zwar faktisch unverändert mit 26.532 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte dagegen um 0,4 Prozent auf 2935 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 7994 Zähler.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählten die großen Banken Citigroup, Bank of America und JPMorgan, die den zweiten Teil des Stresstests der Notenbank Fed bestanden haben. Ihre Aktien gewannen bis zu 3,1 Prozent. Für Apple ging es dagegen 0,5 Prozent bergab. Der Elektronik-Anbieter verliert seinen Design-Chef Jony Ive, der unter anderem für das Aussehen von iPhones und iPads verantwortlich zeichnete.

16:03 Uhr

US-Haushalte steigern Ausgaben im Mai

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Die US-Haushalte haben im Mai ihre Ausgaben solide gesteigert und zeigten damit, dass die Verbraucher trotz des spürbaren Gegenwindes aus dem Ausland eine stabile Säule der Wirtschaft bleiben. Verglichen mit dem Vormonat stiegen die Ausgaben um 0,4 Prozent, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. Für April wurde ein revidiertes Plus von 0,6 Prozent (vorläufig: plus 0,3 Prozent) genannt.

Für die Einkommen meldete das Ministerium einen Anstieg von 0,5 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Zunahme um 0,3 Prozent erwartet. Das für April gemeldete Plus von 0,5 Prozent wurde bestätigt. Die Sparquote der privaten US-Haushalte stagnierte bei 6,1 Prozent.

15:48 Uhr

Streicht die Deutsche Bank jede sechste Stelle?

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(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der Deutschen Bank könnte es zu massiven Einschnitten in der Belegschaft kommen. Auf der Führungsebene werde über einen Abbau von 15.000 bis 20.000 Stellen nachgedacht, sagte ein Insider dem "Wall Street Journal". Mindestens jede sechste Vollzeitstelle würde damit dem Rotstift zum Opfer fallen.

Die Maßnahmen sind ein weiterer Versuch, den angeschlagenen Finanzkonzern wieder auf Kurs zu bringen. Der Frankfurter Dax-Konzern würde seine globalen Ambitionen damit noch deutlicher zurückschrauben als bisher. Zur Disposition stehen den Überlegungen zufolge 16 bis 22 Prozent der 91.463 Stellen, die es per Ende März im Konzern gab.

15:36 Uhr

n-tv Zertifikate: Wie der Goldpreis den Ausbruch geschafft hat

Seit einigen Tagen sieht es wieder richtig gut für den Goldpreis aus. Auch die weltweiten Krisen scheinen dem Edelmetall dabei zu helfen. Ob es demnächst sogar noch weiter rauf gehen kann und wie Trader darauf setzen könnten, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Metin Simsek von der UBS.

15:19 Uhr

Tratons Parkettdebüt verläuft etwas holprig

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Die Lkw-Tochter von Volkswagen, Traton, ist bei ihrem Börsendebüt nicht so richtig in die Gänge gekommen. Der Aktienkurs fiel um bis zu 2,4 Prozent unter den Ausgabepreis von 27 Euro. Am Nachmittag notierte der Kurs bei 26,46 Euro. Traton-Chef Andreas Renschler war dennoch sichtlich erleichtert.

  • "Wichtig ist, dass wir es geschafft haben - trotz dieses Marktumfelds", sagte er. "Das war eines der großen Ziele und wir sind sehr stolz."

Um im zweiten Anlauf den Sprung auf das Parkett in Frankfurt und Stockholm zu schaffen, musste Volkswagen kräftige Abstriche machen. Der Ausgabepreis lag mit 27 Euro am unteren Ende der Preisspanne, die bis 33 Euro reichte.

15:00 Uhr

Euroraum-Kernteuerung steigt deutlicher als erwartet

Zu sehen sind Euro-Geldscheine mit unterschiedlichen Werten. Foto: Jens Büttner/Archivbild

(Foto: Jens Büttner/ZB/dpa)

Der Kerninflationsdruck im Euroraum hat im Juni unerwartet deutlich zugenommen. Nach Mitteilung von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mit einer Jahresrate von 1,1 (Mai: 0,8) Prozent, während die Gesamtinflationsrate bei 1,2 (1,2) Prozent blieb. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten Teuerungsraten von 0,9 und 1,2 Prozent prognostiziert.

Ausgelöst wurde die höhere Kernteuerung von den Dienstleistungspreisen, die auf Jahressicht um 1,6 (1,0) Prozent stiegen, und von den unverarbeiteten Nahrungsmittel, die sich um 0,8 (0,4) Prozent verteuerten. Verarbeitete Lebensmittel einschließlich Alkohol kosteten 1,9 (1,9) Prozent mehr als im Vorjahresmonat, Energie 1,6 (3,8) Prozent mehr und Industriegüter ohne Energie 0,2 (0,3) Prozent.

14:27 Uhr

Dax konstant auf höherem Niveau - Deutsche Bank stark

Deutsche Bank
Deutsche Bank 7,09

Gut eine Stunde vor Handelseröffnung in den USA hat sich der deutsche Aktienmarkt weiter klar in der Gewinnzone bewegt. Der Dax stieg um 0,5 Prozent auf 12.337 Punkte. Der MDax gewann 0,7 Prozent auf 25.529 Zähler, der TecDax 1,1 Prozent auf 2867 Stellen. Der EuroStoxx50 legte um 0,4 Prozent auf 3457 Punkte zu.

Dax-Spitzenreiter sind Deutsche Bank mit plus 3,3 Prozent. Das Geldhaus will im Zuge der Postbank-Einbettung weitere Stellen abbauen. Am Dax-Ende rangierten Merck mit minus 1,1 Prozent.

14:07 Uhr

Batterieforschung wird forciert - Hauptstandort Münster

Die Bundesregierung will in der Batterietechnologie im internationalen Wettbewerb aufholen und kurbelt deshalb die Forschung mit 500 Millionen Euro an. Es gehe darum, möglichst den gesamten Wertschöpfungsprozess in Deutschland zu halten, vom Bau einzelner Teile bis zur Wiederverwertung. Dazu solle ein Konzept entwickelt werden, das Forschung an neuen Batteriezellen und für effiziente Produktionsprozesse zusammenführen solle, erläuterte Forschungsministerin Anja Karliczek.

Hauptforschungsstandort wird jetzt Münster. Die nordrhein-westfälische Stadt setzte sich gegen den Mitbewerber Ulm durch. Ulm zählt aber zu den weiteren Standorten für einzelne Aspekte der Forschung. Auch Salzgitter, Karlsruhe und Augsburg sind dafür vorgesehen.

13:54 Uhr

Credit Suisse beglückt trotz Fed-Auflagen Aktionäre

Credit Suisse
Credit Suisse 12,16

Die Auflagen der US-Notenbank Federal Reserve für die Credit Suisse haben keinen Einfluss auf die geplanten Ausschüttungen an die Aktionäre. Dies sagte ein Sprecher der Schweizer Großbank. Zuvor hatte die Fed in ihrem Banken-Stresstest den Prozess der Kapitalplanung bei der Credit Suisse bemängelt und die geplante Überweisung von Geld der US-Tochter an die Konzernmutter begrenzt.

Credit Suisse will früheren Angaben zufolge in diesem Jahr Aktien im Wert von 1,0 bis 1,5 Milliarden Franken zurückkaufen und zusätzlich eine Dividende zahlen.

13:36 Uhr

Arbeitskräfte-Nachfrage bleibt konstant hoch

Jedes zweite Unternehmen in Nord- und Mittelthüringen findet eigenen Angaben zufolge keine passenden Arbeitskräfte. Foto: P. Pleul/Archiv

(Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa)

Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland bewegt sich weiter auf hohem Niveau, wird aber schwächer. Vor allem in konjunkturabhängigen Branchen wie dem verarbeitenden Gewerbe und dem Handel sei die Zahl der unbesetzten Stellen rückläufig, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) bei der Veröffentlichung ihres Stellenindex BA-X für Juni in Nürnberg.

Der entsprechende Wert, den BA-Experten monatlich auf Basis der gemeldeten zu vergebenen Jobs berechnen, blieb im Juni mit 248 Punkten auf dem Niveau des Vormonats, liegt aber 6 Punkte unter dem Wert von Juni 2018. Zum Höhepunkt des Stellenbooms im September 2018 hatte der BA-X noch bei 256 Punkten gelegen. Als Grund für die Abschwächung sehen Arbeitsmarktforscher die schwächere Konjunktur.

13:18 Uhr

Ölwerte schwächeln - aber gute Perspektiven

Die Ölwerte notieren notierten heute noch etwas schwächer. Der Stoxx-Oil-and-Gas verlor 0,7 Prozent und entfernte sich damit wieder deutlicher von der 200-Tage-Linie. Auch die Ölpreise selbst kamen etwas zurück.

  • Die Rohstoff-Analysten von Vontobel sehen aber günstige Perspektiven: "Der Ölpreis könnte in relativ kurzer Zeit frühere Höchststände von 75 US-Dollar pro Barrel erreichen", so die Analysten in einer Mitteilung.

Größere Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Verwendung qualitativ höherwertiger Kraftstoffe durch die Reedereien könnten den Ölpreis in der zweiten Jahreshälfte sogar noch stärker nach oben treiben. Einen Anstieg Richtung 100 Dollar werde allerdings Saudi-Arabien mit Produktionssteigerungen verhindern.

12:53 Uhr

Deutsch-iranischer Handel bricht massiv ein

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(Foto: picture alliance / dpa)

Mit dem Handel zwischen Deutschland und dem Iran ist es nicht zum Besten bestellt. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres ging der Wert der deutschen Ausfuhren in den Iran um 49 Prozent auf 450 Millionen Euro zurück, der Wert der Importe aus dem Iran nach Deutschland um 38 Prozent auf 80 Millionen Euro, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) errechnete. Grund sind vor allem die verschärften US-Sanktionen.

Schon 2018 war das Volumen des deutsch-iranischen Handels zurückgegangen - allerdings "noch nicht so deutlich ersichtlich", wie ein DIHK-Sprecher sagte. 2017 hatte dieses Volumen 3,4 Milliarden Euro betragen, 2018 dann 3,1 Milliarden Euro.

12:30 Uhr

Wall Street mit grünem Signal - wichtige Konjunkturdaten

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(Foto: picture alliance / Andrew Gomber)

Zum Wochenausklang zeichnet sich ein leicht positiver Handelsauftakt an der Wall Street ab. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes liegen zwischen 0,1 und 0,3 Prozent im Plus. Anleger blicken dem G20-Treffen, das am Freitag im japanischen Osaka begonnen hat, verhalten optimistisch entgegen.

An Konjunkturdaten stehen vor Börsenbeginn die persönlichen Einkommen und Ausgaben aus dem Mai auf der Agenda. Sie geben Auskunft über den für die US-Wirtschaft so wichtigen Konsum. Das gilt auch für den Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan, der eine halbe Stunde nach der Startglocke bekannt gegeben wird. Daneben steht der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago zur Veröffentlichung an.

11:56 Uhr

Brexit dürfte britisches Wachstum bald bremsen

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(Foto: picture alliance/dpa)

Trotz der Brexit-Unsicherheiten hat die britische Wirtschaft Anfang des Jahres zulegen können. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Januar bis März um 0,5 Prozent zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde ONS in London mitteilte und damit eine frühere Schätzung bestätigte. Ende 2018 hatte es nur 0,2 Prozent Wachstum gegeben.

Die Aussichten für das laufende Quartal sind allerdings wegen der internationalen Handelskonflikte und wegen des ungeklärten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU nicht rosig. So senkte die britische Zentralbank jüngst ihre Prognose und erwartet, dass die Wirtschaft zwischen April und Juni zum Vorquartal stagniert.

11:30 Uhr

Rheinmetall kauft Radpanzer aus JV mit MAN heraus

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(Foto: imago images / Rainer Weisflog)

Rheinmetall betreibt das Geschäft mit den Radpanzern künftig wieder allein. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern kauft dazu den Bereich taktische Fahrzeuge aus dem vor sieben Jahren mit dem Nutzfahrzeughersteller MAN geschlossenen Joint Venture Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) heraus.

Die Herauslösung des Radpanzerngeschäfts mit dem Produktionsstandort Kassel soll in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt und rechtlich rückwirkend zum 1. Januar vollzogen werden. Zum Kaufpreis machte Rheinmetall keine Angaben. Die im MDax notierte Aktie von Rheinmetall legte um 1,1 Prozent auf 108,80 Euro zu.

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11:19 Uhr

Dax hält seinen Gewinn - Traton unter Druck

Dax
Dax 12.633,60

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Vormittag im positiven Bereich bewegt. Der Dax kletterte kurz vor Mittag um 0,4 Prozent auf 12.326 Punkte. Mit dem EuroStoxx50 ging es um 0,3 Prozent auf 3452 Stellen nach oben.

Die Anleger warten auf das für morgen angesetzte Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zum Handelsstreit im Rahmen des G20-Gipfels. Zuletzt hatten Berichte Hoffnungen genährt, wonach sich die beide Länder im Vorfeld der Gespräche auf einen vorläufigen Burgfrieden geeinigt haben sollen.

Bei ihrem Börsendebüt eröffneten die Papiere der VW-Lkw- und Bustochter Traton auf Xetra auf ihrem Ausgabepreis von 27 Euro, gerieten dann aber unter Druck.

11:00 Uhr

Commerzbank kämpft mit IT-Problemen

Die Commerzbank hat erneut mit einer IT-Störung zu kämpfen. Unter anderem seien Geldautomaten und Kartenzahlungen betroffen, teilte das Geldhaus auf Twitter mit. Die Anmeldung zum Online-Banking sei eingeschränkt möglich. Die Bank arbeite an einer Lösung.

Erst Anfang Juni hatte eine massive IT-Panne für viel Ärger bei Commerzbank-Kunden gesorgt. Damals konnten gut acht Stunden lang bei betroffenen Konten weder Lastschriften noch Überweisungen noch Daueraufträge verbucht werden - ausgerechnet am ersten Arbeitstag des Monats als viele Kunden ihre Gehalts- oder Rentenzahlungen erwarteten.

10:53 Uhr

Postbank-Integration: Deutsche Bank baut Stellen ab

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(Foto: picture alliance / Martin Gerten)

Die Deutsche Bank wird im Zuge der Integration der Postbank rund 750 weitere Vollzeitstellen abbauen.

  • "Gestern Abend haben Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Seite den Interessenausgleich für die Zentrale unserer Bank für Deutschland abgeschlossen", heißt es in einem verbreiteten Schreiben von Privatkundenvorstand Frank Strauß an die Mitarbeiter der DB Privat- und Firmenkundenbank. Ziel sei, Doppelungen an den beiden Standorten Frankfurt und Bonn abzuschaffen: "Jede Funktion gibt es mittelfristig nur einmal, entweder in Frankfurt oder in Bonn", erklärte Strauß.

Noch verhandelt wird über die künftige Struktur des Bereichs Operations. Dazu gehören Kontoservice, Kreditabwicklung und ähnliche Verwaltungstätigkeiten. Hier könnten weitere 1200 Vollzeitstellen wegfallen. Strauß äußerte sich "zuversichtlich, dass wir auch die Vereinbarungen rund um unsere Operationseinheiten noch im Sommer mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften abschließen können".

10:27 Uhr

China warnt vor "ausgewachsener Konfrontation" mit den USA

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Das Treffen von Donald Trump und Xi Jinping wird mit Spannung erwartet..

(Foto: dpa)

Mahnende Worte vor dem G20-Gipfel in Osaka: China hat die USA eindringlich vor den Folgen einer Eskalation ihres Handelskrieges gewarnt. Durch die Offensive der USA sähen beide Länder ihre Beziehungen "auf den Weg zu einer möglichen ausgewachsenen Konfrontation abrutschen", hieß es in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Das Treffen zwischen Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump am Samstag am Rande des G20-Gipfels der großen Wirtschaftsnationen im japanischen Osaka sei eine "einmalige Gelegenheit", um die Handelsgespräche wieder in Gang zu bringen. Die USA müssten China dann aber auch gleichberechtigt behandeln und dessen "legitime Sorgen" berücksichtigen, schrieb die Staatsagentur weiter.

10:06 Uhr

Nach Lego-Offerte: Merlin-Aktienkurs schießt hoch

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Eine umgerechnet 6,7 Milliarden Euro schwere Übernahmeofferte beschert Merlin den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des Betreibers der Wachsfiguren-Kabinette von Madame Tussauds und der Legoland-Freizeitparks stiegen in London um bis zu 14,3 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 451,5 Pence. Dabei wechselten innerhalb der ersten 15 Handelsminuten bereits mehr als drei Mal so viele Merlin-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Der Lego-Gründerfamilie und der Finanzinvestor Blackstone bieten den Merlin-Eignern den Angaben zufolge 455 Pence je Aktie. Das Management befürwortet die Übernahme.

09:38 Uhr

Boeings 737 Max droht Grounding bis Jahresende

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Dem US-Flugzeugbauer Boeing droht bei seinem Problemflieger 737 Max ein weiterer Rückschlag. Nach Angaben von Insidern müssen die Maschinen voraussichtlich bis Ende dieses Jahres am Boden bleiben, nachdem die US-Behörden ein weiteres Sicherheitsrisiko bei den Flugzeugen gefunden hatten. Will Boeing eine Wiederzulassung der Maschinen, müsste der Konzern diese Probleme ebenfalls erst beheben.

Ein längeres Grounding würde die Flugpläne der Fluggesellschaften sowohl in den USA als auch im Ausland wohl erheblich durcheinander bringen, denn etwa 500 Flugzeuge würden somit monatelang länger als gedacht am Boden bleiben müssen. Damit nicht genug: Industriebeobachter erwarten, dass die Kosten für Boeing steigen werden und letztendlich droht auch ein stärkerer Vertrauensverlust.

09:24 Uhr

Börsendebüt von Traton - erster Kurs beim Ausgabepreis

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(Foto: REUTERS)

Heute steht auch der Börsengang der VW-Nutzfahrzeug-Sparte Traton im Fokus. Ihr erster Kurs betrug 27 Euro - das ist der Ausgabepreis. Ein erster IPO-Versuch war im März abgeblasen worden.

VW wollte mit dem Börsengang bis zu knapp 1,9 Milliarden Euro erlösen, am Ende sind es jedoch nur gut 1,55 Milliarden Euro geworden.   

09:15 Uhr

Dax legt zum Handelsstart zu

Kurz vor dem G20-Gipfel im japanischen Osaka ist der deutsche Aktienmarkt positiv in den Handel gestartet. Der Dax legte um 0,4 Prozent auf 12.318 Punkte zu. Der MDax gewann 0,5 Prozent auf 25.461 Zähler. Der TecDax stieg um 0,7 Prozent auf 2857 Stellen.

Mein Name ist Wolfram Neidhard. Ich informiere Sie über das heutige Marktgeschehen.

09:06 Uhr

Lego-Eigentümer kauft Madame Tussauds

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(Foto: imago/Future Image)

Ein Konsortium rund um den Eigentümer des dänischen Spielzeugherstellers Lego kauft den britischen Unterhaltungskonzern Merlin, der unter anderem das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds und das Londoner Riesenrad London Eye betreibt. Die Stiftung Kirkbi, Hauptaktionär von Lego, sowie der US-Investmentfonds Blackstone und der kanadische Pensionsfonds CPPIB bieten 5,9 Milliarden Pfund (5,6 Milliarden Euro) für Merlin, wie aus einer Mitteilung an die Börse in London hervorgeht.

In der Summe sind Schulden von Merlin enthalten. Der Verwaltungsrat des britischen Unternehmens habe dem Kauf bereits zugestimmt.

08:52 Uhr

Asiens Börsen zum G20-Gipfel unter Druck

Zum Auftakt des G20-Gipfels in Osaka haben sich Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten zurückgezogen. Der japanische Nikkei-Index verlor 0,6 Prozent auf 21.217 Punkte und die Börse Shanghai gab 0,9 Prozent auf 2969 Zähler nach.

US-Präsident Donald Trump will im Rahmen des Treffens der Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industriestaaten und Schwellenländer nach eigenen Aussagen mit Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe Handelsfragen erörtern. Am Samstag will Trump mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über eine Lösung für den Zollstreit zwischen den USA und China verhandeln.

08:44 Uhr

Ölpreise fallen weiter

Brent Rohöl
Brent Rohöl 59,06

Die Ölpreise haben zum Wochenausklang den Rückzug angetreten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,10 US-Dollar. Das waren 45 Cent weniger als gestern. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 32 Cent auf 59,11 Dollar.

Nach einem Anstieg in der Wochenmitte waren die Rohölpreise gestern bereits gefallen. Die Mitglieder des Ölkartells Opec und die mit ihm kooperierenden Staaten beraten kommende Woche in Wien, ob sie das Produktionsniveau weiter kürzen oder die aktuelle Begrenzung nur verlängern. Analysten gehen auch im zweiten Halbjahr 2019 von Produktionslimits aus.

08:15 Uhr

Aufatmen bei der Deutsche Bank: Letzter Juni-Tag im Dax

Dax
Dax 12.633,60

Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich vor dem Wochenende ein freundlicher Auftakt ab. Der Leitindex Dax dürfte den letzten Handelstag im Juni mit einem vorsichtigen Plus eröffnen.

  • In den vorbörslich errechneten Indikationen sehen Banken und Brokerhäuser den Dax zum Xetra-Start bei 12.286,00 Punkten, was einem schmalen Aufschlag von 0,1 Prozent entspricht.
  • Am Vorabend war das wichtigste deutsche Börsenbarometer 0,2 Prozent fester bei 12.271,03 Punkten aus dem Handel gegangen.
  • Die Blicke der Börsianer richten sich am Morgen zunächst vor allem auf die Deutsche Bank. Das Frankfurter Geldhaus übersteht auch den zweiten Teil des US-Stresstests ohne Beanstandungen. Die Aktien der Deutschen Bank ziehen vorbörslich um starke 3,6 Prozent an.

Die Gespräche am Markt kreisen ansonsten um die möglichen Ergebnisse des G20-Gipfels der führenden Industrienationen in Japan. Das Treffen der Wirtschaftsmächte mit Trump, Xi, Merkel, Putin und 16 weiteren Staats- und Regierungschefs hat am Morgen begonnen. Dabei wird an den Märkten vor allem beobachtet, welche Signale von den USA und China in Handelsfragen ausgehen.

Auf dem Kalender stehen zudem einige Konjunkturdaten, die am Markt für Bewegung sorgen könnten. In der Eurozone werden die Verbraucherpreise veröffentlicht.

"Im Hinblick auf die Teuerungsraten sind die Werte in Frankreich und Italien wichtig, nachdem gestern in Spanien die Inflationsrate gefallen war und Deutschland trotz niedrigerer Öl- und Benzinpreise einen Anstieg aufwies", meinte Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. In den USA stehen am Nachmittag außerdem Daten zum privaten Konsum und der Einkaufsmanagerindex aus Chicago auf dem Programm.

07:31 Uhr

G20-Gipfel in Osaka: Euro spitzt die Ohren

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,12

Im Devisenhandel beginnt der Tag mit einer gebremsten Talfahrt beim Euro. Der Kurs der Gemeinschaftswährung notiert zum Übergang ins europäisch geprägte Geschäft hauchdünn unter dem Niveau des Vorabends.

  • Am frühen Morgen liegt der Euro bei 1,1363 Dollar und damit lediglich 0,05 Prozent im Minus. In den vergangenen Tagen hatte sich der Eurokurs unter dem Eindruck der Zinsaussichten und der ungelösten Handelskonflikte stetig von seinem zuvor erreichten Dreimonatshoch bei knapp 1,14 Dollar entfernt.
  • Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstagnachmittag mit 1,1370 Dollar angegeben. Der Dollar kostete damit 0,8795 Euro.
  • Voll im Vordergrund stehen die möglichen Impulse, die Marktteilnehmer sich vom anlaufenden G20-Gipfel in Osaka erwarten.

Am Wochenende kommt US-Präsident Donald Trump am Rande des G20-Gipfels mit Chinas Staatschef Xi Jinping zu einem Vieraugengespräch zusammen. Das Treffen könnte möglicherweise einen Durchbruch im Zollstreit der beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte bringen. Es gibt allerdings zunehmend Zweifel, ob wirklich eine schnelle Einigung zu erwarten ist.

06:16 Uhr

Minuszeichen in Fernost: Zum G20-Gipfel kommen Zweifel auf

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Gruppenbild mit Xi, May, Prinz Mohammed bin Salman , Putin und Trump: Merkel steht in Osaka am Rand.

(Foto: REUTERS)

Im asiatischen Aktienhandel kommt zu Beginn des G20-Gipfels neue Unruhe auf: Börsianern zweifeln, ob das für Samstag erwartete Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping tatsächlich den erhofften schnellen Durchbruch im Handelsstreit beider Länder bringen wird.

  • In Tokio gibt der Leitindex Nikkei im Verlauf 0,48 Prozent nach auf 21.235 Punkte. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japans verliert 0,3 Prozent.
  • In Hongkong zieht sich der Hang-Seng-Index um 0,56 Prozent auf 28.460 Zähler zurück. Der Shanghai-Composite büßt knapp 0,9 Prozent ein auf 2970 Punkte.
  • In Südkorea geht es für den Kospi-Index an der Börse in Seoul um vergleichsweise moderate 0,2 Prozent auf 2130 Punkte nach unten.

Trump und Xi treffen sich bisherigen Verlautbarungen zufolge am Samstag im Rahmen des G20-Treffens im japanischen Osaka zu Handelsgesprächen.