Freitag, 03. Mai 2019Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski
17:54 Uhr

Adidas hebt ab - Dax springt auf neues Jahreshoch

Sage und schreibe 9,1 Prozent legen Adidas nach der Vorlage hervorragender Zahlen. Billigerer Einkauf, mehr direkter Vertrieb und damit geringere Kosten ergeben eine höhere Marge bei mehr Umsatz. Solche Zahlen lassen Anleger träumen.

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Den Dax reißt diese Begeisterung mit um 0,5 Prozent in die Höhe auf 12.412 Punkte. Bei 12.435 wurde zwischenzeitlich ein neues Jahreshoch markiert.

Dabei halfen die positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA. Im Mittelpunkt standen aber die Bilanzzahlen. Neben Adidas überraschte auch das Dax-Schwergewicht BASF positiv. Der Chemiekonzern hat zwar rund ein Viertel weniger verdient, dies bewegte sich aber angesichts der schwachen Nachfrage aus dem Autosektor noch über den Erwartungen. Die Aktie zog um 0,8 Prozent an. Lufthansa verloren dagegen 2,1 Prozent im Gefolge schwacher Zahlen des Mitbewerbers Air France-KLM.

17:32 Uhr

Warren Buffetts Kehrtwende pusht Amazon

Amazon ist mit knapp unter einer Billion Dollar Marktwert bereits das drittteuerste Unternehmen der Welt. Aber selbst in diesen Höhen lässt sich der Firmenwert noch etwas steigern, wenn Investorenlegende Warren Buffett einsteigt:

Amazon
Amazon 1.913,90

Und das hat er nun mit - nach eigener Aussagen Jahren Verspätung - getan. Amazon legen prompt um 2,3 Prozent zu.

17:23 Uhr

Euro legt etwas zu

Der Euro hat etwas zugelegt und ist in Richtung 1,12 US-Dollar gestiegen.

  • Am Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1195 Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1155 (Donnerstag: 1,1212) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8965 (0,8920) Euro.
    Euro / Dollar
    Euro / Dollar ,00
  • Händler begründeten die Gewinne des Euro vor allem mit einer breit angelegten Schwäche des amerikanischen Dollars. Auslöser dafür waren schwache Konjunkturdaten aus den USA. Die stark beachtete Unternehmensumfrage des ISM-Instituts ergab eine Stimmungseintrübung unter den Dienstleistern. Der Konjunkturindikator folgte damit seinem Pendant für die Industrie, das sich bereits zur Wochenmitte deutlich eingetrübt hatte.
  • Starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt stützten den Dollar allenfalls vorübergehend.
  • Der Goldpreis legt etwas zu und profitiert damit von der Hoffnung auf eine anhaltend lockere Geldpolitik. Die Feinunze gewinnt 0,5 Prozent auf 1.277 Dollar.
17:21 Uhr

Öl bleibt volatil

Einerseits, andererseits: Der Ölpreis kann sich nicht entscheiden.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 64,65

Der Ölmarkt bewegt sich volatil, wobei die Preise sich aktuell wenig verändern. Einerseits stützen die in Kraft getretenen Saktionen gegen den Iran. Andererseits verweist ABN Amro auf Aussagen von saudischer Seite, den sanktionsbedingten iranischen Lieferausfall ausgleichen zu wollen. Zudem würden die US-Lagerbestände wieder zulegen.

Brent verliert 0,2 Prozent auf 70,61 Dollar je Fass, WTI steigt um 0,1 Prozent auf 61,85 Dollar.

17:03 Uhr

US-Dienstleister verlangsamen ihr Wachstum

Das Wachstum in der US-Dienstleistungsbranche hat sich im April verlangsamt.

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16:22 Uhr

Wall Street eröffnet stark

Dow Jones
Dow Jones 26.722,00

Überraschend starke Daten vom US-Arbeitsmarkt haben Anleger an die Wall Street gelockt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte ein halbes Prozent auf 26.440 Punkte zu, der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,6 Prozent auf 2933 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,8 Prozent auf 8100 Punkte.

Der Jobaufbau ist in den USA noch kräftiger als von Experten erwartet. Das Signal sei stark genug, um die Konjunktursorgen der Anleger zu vertreiben, sagte Ökonom Harm Bandholz von Unicredit Research in New York.

16:05 Uhr

Airbus will Bundesregierung verklagen, um Saudi-Arabien zu beliefern

Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen im Jemen reichen dem Flugzeugbauer als Argumente nicht aus. Airbus will den Ausfuhrstopp für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien nicht länger hinnehmen.

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus wolle mit einer Untätigkeitsklage erzwingen, dass Berlin die Ausfuhr von Hubschraubern und einem Grenzsicherungssystem nach Saudi-Arabien genehmigt, berichtet der "Spiegel". Die Helikopter, mit denen die Pilgerströme in Mekka überwacht werden sollen, hat Riad demnach beim Airbus-Werk in Donauwörth bestellt.

Das Überwachungssystem ist dem Bericht zufolge Teil eines Grenzsicherungspakets. Das Auftragsvolumen für den Ausbau an der Grenze zum Jemen liege im Milliardenbereich.

Die große Koalition in Berlin hatte das Rüstungsembargo gegen Saudi-Arabien Ende März um sechs Monate verlängert. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, keine Waffen an Länder zu liefern, die sich "unmittelbar" am Krieg im Jemen beteiligen, in dem seit 2015 mehr als 10.000 Menschen ums Leben kamen.

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15:09 Uhr

Musk stellt Tesla-Besitzern gigantische Wertsteigerung in Aussicht

Wie berichtet geht Tesla-Boss Elon Musk davon aus, dass sich der Wert des Autobauers bald auf rund 500 Milliarden Dollar mehr als verzehnfachen werde - dank der autonomen Taxi-Flotte, die bald ihre Arbeit aufnehmen soll.

Einen Riesengewinn verspricht Musk aber auch den Besitzern der E-Autos riesige Wertsteigerungen.

Durch Upgrades der Software, die die Wagen zu potenziellen autonomen Taxis machen, werden auch ältere Tesla nicht wie andere Autos über die Jahre an Wert verlieren, sondern gewinnen - und zwar auf bis zu 250.000 Dollar in den kommenden drei Jahren.

Das gilt wohl, sofern sie bis dahin nicht spontan Feuer fangen, wie zuletzt in mutmaßlich China:

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15:08 Uhr

Wall Street mit Rückenwind

Die Wall Street wird am Freitag zum Start im Plus erwartet. Im Vorfeld wurde der extrem starke Arbeitsmarktbericht für April veröffentlicht.

Zwar monieren manche Teilnehmer, dass der Bericht fast zu gut sei für den Aktienmarkt, denn er erhöht die Gefahr einer möglichen strafferen Geldpolitik. Andererseits blieb der Lohnzuwachs geringer als erwartet, sodass von dieser Seite keine geldpolitische Gefahr droht. Daher sehen viele Anleger den Bericht als "ideal" für Aktien und als eine Verlängerung des aktuellen "Goldilocks"-Szenarios.

Nach Börsenstart folgen noch der Markit-Einkaufsmanerindex für Dienstleistungen in der zweiten Lesung und der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe.

 

14:44 Uhr

US-Jobmotor läuft heiß

263.000 neue Stellen hat die US-Wirtschaft im April geschaffen - und damit die Erwartungen deutlich übertroffen. Damit ist der Stellenaufbau weitaus stärker als nötig, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten. Dafür genügen einer Faustregel zufolge rund 100.000 Jobs pro Monat.

Die getrennt von der Stellenzahl erhobene Arbeitslosenquote fiel zugleich auf 3,6 von zuvor 3,8 Prozent.

Die US-Notenbank (Fed), die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hat angesichts der globalen Konjunkturabkühlung und der gedämpften Inflation in den USA eine Leitzinspause eingelegt, nachdem sie den Schlüsselsatz voriges Jahr vier Mal angehoben hatte - zuletzt im Dezember auf die Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Laut Notenbankchef Jerome Powell gibt es derzeit keine schlagkräftigen Argumente, daran etwas zu ändern.

14:14 Uhr

Telekom steigt groß ins Drohnengeschäft ein

Die Deutsche Telekom AG hat ein neues Geschäftsfeld entdeckt: die Überwachung von Drohnen. Dazu kooperiert der Konzern mit der Deutschen Flugsicherung (DFS). Beide Unternehmen bestätigten die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens "Droniq" mit Sitz in Frankfurt am Main, an dem die DFS die Mehrheit hält.

Grundlage des Geschäftsmodells ist die Ausstattung der unbemannten Flugkörper mit Mobilfunk-SIM-Karten und einem GPS-System. Das Bundeskartellamt hat das Joint Venture genehmigt. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Die Drohnen werden mit dem neuen System für die Fluglotsen ortbar, aus der Ferne lenkbar und können in Echtzeit Daten mit der Basis-Station austauschen. Damit seien nun auch Langstreckenflüge für Geschäftskunden genehmigungsfähig, bestätigte ein Telekom-Sprecher.

In Langstreckenflügen stecken nach Einschätzung der Beteiligten Milliarden-Umsätze etwa aus der Logistik oder bei der Überwachung von Infrastrukturanlagen wie Leitungen oder Windparks.

13:56 Uhr

Fiat Chryslers Gewinn bricht ein

Der US-italienische Autobauer Fiat Chrysler schwächelt - vor allem in Nordamerika und Europa.

Der Konzern fuhr nur noch rund halb so viel Gewinn ein wie ein Jahr zuvor. Unter dem Strich standen im ersten Quartal 508 Millionen Euro Überschuss. Im Vorjahreszeitraum hatte Fiat Chrysler noch 951 Millionen Euro verdient.

In Nordamerika, dem Hauptmarkt des Konzerns, sackte die Zahl der Auslieferungen um 14 Prozent ab. In Europa und Asien fuhr Fiat Chrysler einen Verlust ein. Der Umsatz fiel konzernweit um 5 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro.

FCA-Chef Mike Manley schob die Rückgänge zu Jahresbeginn auf Modellwechsel, Vorjahreseffekte und geplante Änderungen im Europageschäft. Das erste Quartal sei wie erwartet ausgefallen.

13:43 Uhr

Tesla braucht mehr Milliarden - Musk kauft Aktien

Analysten haben es lange prophezeit, seit gestern hat Gründer und Boss Elon Musk es auch zugegeben: Der verlustbringende E-Autobauer Tesla braucht dringend Kapitalspritzen. Insgesamt bis 2,5 Milliarden Dollar will Musk in Form von Anleihen und neuen Aktien am Kapitalmarkt eintreiben.

Musk wäre aber nicht Musk, wenn er an die Investoren herangetreten wäre und mit Verlusten und Liquiditätsengpässen argumentiert hätte. Stattdessen tischt er den Investoren eine neue, grandiose Vision auf: Die von ihm schon in Aussicht gestellte autonome Taxiflotte werde den Wert des Unternehmens auf 500 Milliarden Dollar katapultieren - von derzeit 42 Milliarden Dollar. Für dieses Wahnsinnswachstum müssen die Anleger nur mal eben mehr als Milliarden Dollar in Form von Anleihen und neuen Aktien vorstrecken.

2 Milliarden Dollar entspricht ganz grob auch dem Verlust von Tesla im vergangenen Quartal.

25 Millionen Dollar will Musk selbst für den Kauf neuer Aktien ausgeben.

12:51 Uhr

VW zahlt eingefrorene Millionen an Ex-Manager - mit Zinsgewinn

Peanuts für einen Konzern, der zweistellige Milliardengewinne erwirtschaftet? Finanziell vielleicht, aber politisch haben die ursprünglich vor drei Jahren vorgesehen Boni an Ex-Manager für viel Ärger gesorgt. Jetzt sollen sie dennoch ausgezahlt werden.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 146,42

Im Mai sollten frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder über vier Millionen Euro erhalten, sagte ein VW-Sprecher.  Die Bonus-Zahlungen fließen laut VW an fünf Manager: Ex-Konzernchef Matthias Müller kassiert gut 1,3 Millionen Euro, der frühere Einkaufschef Francisco Javier Garcia Sanz bekommt rund 1,1 Millionen Euro. An Traton-Chef Andreas Renschler fließt knapp eine Million Euro. Konzernchef Herbert Diess erhält rund 540 000 Euro, Finanzchef Frank Witter rund 250 000 Euro. Zuvor hatte der NDR berichtet. 

im April 2016 hatte sich die Führungsspitze von VW nach langem Ringen darauf geeinigt, dass 30 Prozent der variablen Bezüge einbehalten und so behandelt werden sollten, als wären es Aktien. Nach Ablauf von drei Jahren sollte geprüft werden, wie sich der Aktienkurs entwickelt hat. Sollte dieser um ein Viertel über dem damaligen Niveau liegen, sollte das Geld ausbezahlt werden, liegt er darüber, gibt es sogar mehr Geld - genau das ist jetzt passiert. Nach VW-Angaben liegt der ausbezahlte Betrag bei 111,72 Prozent der ursprünglichen Summe. Angesichts der niedrigen Zinsen erwies sich dieses Modell für die Manager gewissermaßen als Geldanlage.

Quer durch die Politik und bei Gewerkschaften stieß die Vorgehensweise damals auf Unverständnis. Der frühere Finanzminister Wolfgang Schäuble griff die Konzernspitze im Mai 2016 scharf an: "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man ein großes Dax-Unternehmen erst in eine existenzbedrohende Krise führt und dann in einer öffentlichen Debatte die eigenen Boni verteidigt."

12:33 Uhr

Der Dax wird "übermütig"

Starke Geschäftszahlen von Adidas haben zum Wochenausklang Europas Aktienmärkte in Schwung gebracht. Der Dax legte bis zum 0,3 Prozent zu auf 12.382 Zähler. Sein zwischenzeitlich erreichtes Jahreshoch bei 12.403 Punkten kann der Index nicht ganz halten. Der EuroStoxx50 gewann ebenfalls 0,3 Prozent auf 3500 Punkte.

Die seit Jahresauftakt andauernde Rally halte an, obwohl viele Marktteilnehmer mit Rücksetzern rechneten, sagte Timo Emden, Gründer des Analysehauses Emden Research. "Der Dax zeigt eine Unbeschwertheit, fast schon Übermut. Sorgen wie der immer noch ungelöste Handelsstreit werden ausgeblendet."

Der Fokus liegt derzeit auf der Berichtssaison. Ungefähr zur Halbzeit liegt die Zahl der Firmen, die die Markterwartungen übertrifft, über der Zahl derer, die sie nicht erfüllt. Marktexperten äußerten jedoch Zweifel. "Unglücklicherweise scheinen wir aber die US-Krankheit eingefangen haben, bei der die Firmen vor der Vorlage der Bilanzen ihre eigenen Vorhersagen nach unten schrauben, nur um sie nachher übertreffen zu können", sagte James Sym, Fondsmanager bei Schroders.

Mit Spannung warteten viele Börsianer auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für April. "Alles andere als eine weitere deutliche Zunahme der Beschäftigung wäre eine herbe Enttäuschung", sagte Fondsmanager Thomas Altmann von der Vermögensverwaltung QC Partners.

11:50 Uhr

RWE-Boss schmeißt sich an Klima-Kids ran

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Die Demonstranten in Essen beeindruckt die Wandlung von RWE-Boss Schmitz vom Kohle-Saulus zum Öko-Paulus nicht.

(Foto: dpa)

Die Hauptversammlungen von RWE sind ein schon fast traditioneller Protesttag von Anti-Kohle-Aktivisten. In diesem Jahr fällt die Aktionärsversammlung auch noch mit dem freitäglichen Protest der Fridays-for-Future-Schüler zusammen. Das ergibt eine große und laute Versammlung vor der Essener Gruga-Halle.

Konzern RWE-Chef Rolf Martin Schmitz macht aus dieser Not eine Tugend und wirbt für den geplanten Umbau des noch als Klima-Killer verschrienen Versorgers zum Ökostromerzeuger geworben. "Sauberen und sicheren Strom zu erzeugen - dieses Ziel treibt uns an." Durch den Deal mit Eon werde sich der Versorger zu einem der führenden Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien weltweit wandeln. Schon in einem Jahr werde RWE kaum wiederzuerkennen sein.

Schmitz richtete sich in der Halle ganz direkt an die Klima-Demonstranten. "Fridays for Future hebt ein Thema deutlich hörbar auf die Tagesordnung und rückt es so ins Bewusstsein aller. Doch zum Fordern gehört auch das Machen." Dafür stehe RWE. Doch in vielen Debatten komme das Machbare zu kurz. "Das ist schade."

11:33 Uhr

Dax erreicht neues Jahreshoch

Im Vormittagsverlauf arbeitet sich der Dax langsam aber kontinuierlich vor: Bei 12.404 Punkten, 0,5 Prozent im Plus, markiert der Index erneut ein Jahreshoch.

Dax
Dax 12.251,08

 

11:23 Uhr

Die Inflation zieht deutlich an

Die Inflation in der Eurozone ist im April auf den höchsten Stand seit dem Herbst gestiegen.

  • Wie die Statistikbehörde Eurostat einer ersten Schätzung mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise in der Währungsunion im vergangenen Monat um 1,7 Prozent. Im Vormonat hatte die Preissteigerung noch 1,4 Prozent betragen - nur im vergangenen November hatte sie mit 1,9 Prozent höher gelegen.
  • Am stärksten trugen die Energiepreise zur Verteuerung der Lebenshaltungskosten bei. Sie stiegen im April um 5,4 Prozent. Dienstleistungen verteuerten sich um 1,9 Prozent und Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak um 1,5 Prozent. Industriegüter wurden um 0,2 Prozent teurer.
  • In Deutschland stieg die Inflation im April nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag sogar um zwei Prozent. Auch hier waren die Energiepreise Hauptfaktor für den Preisauftrieb.
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11:15 Uhr

Air France-KLM rutscht tief in die roten Zahlen

Höhere Treibstoffkosten und ein scharfer Preiswettbewerb haben die Fluggesellschaft Air France-KLM zum Jahresauftakt tiefer in die roten Zahlen gedrückt. "Das erste Quartal war für die ganze europäische Flugindustrie inklusive Air France-KLM sehr schwierig", sagte Firmenchef Ben Smith bei der Vorlage der Quartalsbilanz.

Unter dem Strich stand ein um fast ein Fünftel höherer Verlust von 320 Millionen Euro. Die Airline musste im vergangenen Quartal wegen der gestiegenen Ölpreise 140  Millionen Euro mehr für Treibstoff ausgeben.

Anleger zeigten dem Lufthansa-Konkurrenten die rote Karte. Die Aktien sackten an der Börse in Paris um 3,8 Prozent auf 9,83 Euro ab.

Auch die Lufthansa kämpfte im ersten Quartal mit höheren Verlusten, stellte aber für die kommenden Monate wegen mehr Flugbuchungen steigende Erlöse in Aussicht.

10:38 Uhr

Türkei im Teufelskreis aus Inflation und Rezession

Es ist die Horrorkombination, aus der die Geldpolitik keinen Ausweg mehr bieten kann: galoppierende Inflation bei gleichzeitig schrumpfender Wirtschaft. Diese Situation verfestigt sich derzeit in der Türkei: Wie die Statistikbehörde berichtete, ging die jährliche Teuerung im April ganz leicht auf 19,5 von 19,7 Prozent im März zurück. Im Vergleich zum Vormonat nahmen die Verbraucherpreise im April allerdings deutlich um 1,7 Prozent zu, nach 1,0 Prozent im März.

Euro / Türkische Lira
Euro / Türkische Lira 6,63

Die Statistik zeigte außerdem, dass der Erzeugerpreisindex im April um 30,1 Prozent zum Vorjahr gestiegen ist, verglichen mit 29,6 Prozent im März. Im Monatsvergleich wuchs der Index um 3,0 Prozent, verglichen mit 1,6 Prozent im März.

Besonders hart treffen die Bevölkerung die dramatisch steigenden Lebensmittelpreise.

Die hohe Inflation und der Druck auf die türkische Lira, zwingen die Zentralbank, die Zinsen extrem hochzuhalten, was wiederum die Unternehmen stark belastet. Die türkische Wirtschaft schrumpfte im vierten Quartal 2018 um 3 Prozent.

10:23 Uhr

BASF bereitet sich auf neue Dürre am Rhein vor

Das riesige Stammwerk von BASF ist wie kaum eine andere Industrieanlage abhängig vom Rhein. Das Wasser wird zur Kühlung benötigt. Rund 40 Prozent der Rohstoffe werden per Schiff an- und viele Produkte ausgeliefert.

Produktionsbeeinträchtigungen bis hin zum Stillstand einiger wichtiger Anlagen kosteten BASF im vergangenen Jahr 250 Millionen Euro.

Nach Aussage von Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel hat der Konzern nun für ein neues Niedrigwasser auf dem Rhein Vorsorge getroffen. So habe man die Kühlung der Anlagen am Standort unabhängiger vom Flusswasser gemacht, sagte Engel in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Überdies habe man die Lagerkapazitäten am Stammsitz erhöht, um eventuelle Engpässe bei der Rohstoffversorgung und beim Abtransport der Chemieprodukte besser überbrücken zu können.

Engel sagte, man habe vorsorglich auch zusätzliche flache Lastkähne reserviert, die auch bei niedrigem Pegel noch fahren können.

10:09 Uhr

Huawei hängt Apple ab

Während Huawei im Zentrum eines globalen politischen Streits über mögliche Spionage-Hintertüren in seiner Netzwerktechnik steht, haben die Verbrauchen offenbar keinerlei Sorgen, dem Konzern ihr Vertrauen zu schenken.

Erstmals hat der chinesische Handyhersteller jetzt Apple beim Smartphone-Absatz überholt und ist damit an die zweite Stelle auf dem Weltmarkt - nach Samsung - vorgerückt. Huawei gelang der Analysefirma IDC zufolge als einzigem der großen Hersteller das Kunststück, auf dem stagnierenden Smartphonemarkt den Absatz deutlich zu steigern.

Huawei selbst hat schon vor längerer Zeit das Ziel ausgegeben, Weltmarktführer zu werden, und war dafür zunächst belächelt worden.

09:30 Uhr

Xing profitiert vom Fachkräftemangel

Landauf, landab klagen alle Unternehmen über den Fachkräftemangel - fast alle! Unter anderem das Karrierenetzwerk Xing profitiert weiter stark von der schwierigen Suche nach Fachkräften. In den ersten drei Monaten des Jahres erhöhte das Portal seinen Umsatz und Gewinn deutlich.

"Der Geschäftsbereich B2B E-Recruiting, der Personalabteilungen bei der Suche nach Fachkräften hilft, war erneut stärkster Umsatztreiber", sagte Konzernchef Thomas Vollmoeller. Der Umsatz zog in diesem Bereich um fast ein Drittel auf 31 Millionen Euro an. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen von Januar bis März 8,9 Millionen Euro.

Anfang April hat Xing das Stellenportal für IT-Fachkräfte Honeypot für einen Kaufpreis von 22 Millionen Euro übernommen. Beim Erreichen bestimmter Ziele könnten zudem zusätzlich bis zu 35 Millionen Euro anfallen. Anders als üblich bewerben sich bei dieser Plattform Firmen bei potenziellen Mitarbeitern. In der zweiten Jahreshälfte will Xing seinen Namen in New Work ändern. Die Hauptversammlung Anfang Juni muss der Umbenennung aber noch zustimmen.

09:23 Uhr

Adidas ragen aus dem Dax heraus

Der Dax startet, wie erwartet, eher müde. 0,1 Prozent höher bei 12.361 steht der Index. Ein Wert sticht allerdings heraus aus: Adidas machen wenige Minuten nach Handelsbeginn bis zu 7,7 Prozent gut.

Der Umsatz des weltweit zweitgrößten Sportartikelkonzerns wuchs in den ersten drei Monaten währungsbereinigt nur um vier Prozent auf 5,88 Milliarden Euro. Doch die operative Umsatzrendite verbesserte sich auf 14,9 (2018: 13,4) Prozent. Adidas kaufte billiger ein, verkaufte gut zehn Prozent mehr in den eigenen Läden und sogar 40 Prozent mehr über das Internet direkt an die Kunden. Dadurch stieg der Nettogewinn um 16 Prozent auf 631 Millionen Euro und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich.

Verhalten fällt dagegen die Reaktion auf die Geschäftszahlen bei BASF aus. Die Papiere des Chemiekonzerns notieren mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent.

Ansonsten warten die Börsianer vor allem auf die US-Jobdaten am Nachmittag. Sie erhoffen sich aus dem Zahlenwerk Hinweise zum Wirtschaftswachstum in den USA und damit auf den weiteren Zinskurs der Notenbank.

07:49 Uhr

BASF verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang

BASF
BASF 62,07

Die Autoflaute sowie der Zollstreit zwischen den USA und China haben beim Chemiekonzern BASF auch im Auftaktquartal kräftig auf den Gewinn gedrückt. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 1,73 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern mitteilte. Während die Segmente mit Basischemikalien und Kunststoffen deutlich schlechter liefen, verzeichnete das Unternehmen kräftige Zuwächse im Agrarchemiegeschäft dank eines Milliarden-Zukaufs im vergangenen Jahr. BASF erwarb vom Rivalen Bayer bestimmte Pflanzenschutzmittel und verschiedene Saatgut-Arten, die dieser im Zuge der Monsanto-Übernahme abgeben musste. Nach Steuern und Anteilen Dritter verdiente BASF 1,4 Milliarden Euro und damit 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz legte um drei Prozent auf knapp 16,2 Milliarden Euro zu. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2019 bestätigte BASF.

07:30 Uhr

Dax vor unbewegtem Start

Der Dax wird vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten und weiterer Firmenbilanzen Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge auf dem Vortagsniveau starten. Am Donnerstag war er kaum verändert bei 12.345 Punkten aus dem Handel gegangen.

  • Anleger werden vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht schauen. Im Schnitt rechnen Analysten mit einem Stellenaufbau von 185.000 im April nach 196.000 im Vormonat. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sollten um 0,3 Prozent anziehen nach zuvor 0,1 Prozent, die Arbeitslosenquote soll bei 3,8 Prozent verharren.
  • Auch viele Bilanzen werden die Anleger auf Trab halten.
  • So gab BASF bereits vor Handelsstart Einblick in die Bücher. Bei dem Chemiekonzern brach der Gewinn um fast ein Viertel ein.
  • Auch Adidas und die VW-Tochter Audi legen ihre Quartalszahlen vor.
  • Der Energiekonzern RWE lädt zur Hauptversammlung.
07:44 Uhr

Ölpreise: Langsamere Talfahrt

WTI Oil
WTI Oil 57,83

Die Ölpreise haben ihre Talfahrt vom Vortag gebremst. Am Morgen ging es mit den Preise nur noch vergleichsweise leicht nach unten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 70,40 US-Dollar. Das waren 35 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 19 Cent auf 61,62 Dollar. Am Vorabend waren die Ölpreise noch stark gefallen und hatten zeitweise jeweils mehr als zwei Dollar nachgegeben.

07:39 Uhr

Eurokurs gibt weiter nach

Euro / Dollar
Euro / Dollar ,00

Der Euro hat an die Kursverluste der vergangenen Handelstage angeknüpft. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1167 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1212 Dollar festgesetzt. Seit Mitte der Woche ist der Kurs der Gemeinschaftswährung etwa einen US-Cent gesunken. Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA sorgten für Auftrieb beim Dollar und setzten den Euro im Gegenzug unter Druck.

07:36 Uhr

Asiens Aktien stehen unter Druck

Die asiatischen Aktienmärkte sind zum Wochenabschluss den negativen Vorgaben der US-Börsen gefolgt. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gab um 0,4 Prozent nach. Die japanische Börse macht angesichts der Feierlichkeiten zum Thronwechsel erst am 7. Mai wieder auf. Stärker im Fokus standen damit die Kursbewegungen in Südkorea. Dort fiel die Landeswährung Won auf den tiefsten Stand seit Anfang 2017 ab. Sie hat in diesem Jahr bereits rund fünf Prozent zum US-Dollar abgewertet. Der Euro notierte im asiatischen Handel kaum verändert. Er hielt sich mit 1,1176 Dollar auf dem Niveau des Vortages.