Der Börsen-Tag
15. Mai 2026
imageMit Max Borowski und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax geht stark geschwächt ins Wochenende

Die Furcht vor einer neuen militärischen Eskalation im Nahen Osten hat die Anleger an den europäischen Aktienmärkten zum Wochenschluss in die Flucht geschlagen. Der Dax fiel nach seinen jüngsten Gewinnen um 2,1 Prozent und schloss bei 23.951 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 1,9 Prozent tiefer bei 5825 Stellen. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran in einem Interview mit dem Sender Fox News, er werde nicht mehr lange geduldig sein. Die Iran-Unsicherheit sorge für Gewinnmitnahmen, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. An den vergangenen beiden Handelstagen hatte der Dax gut zwei Prozent zugelegt.

An den Anleihemärkten trieben Inflationsängste wegen der anhaltend hohen Energiepreise die Bond-Renditen in die Höhe. Investoren dies- und jenseits des Atlantiks stellten sich zunehmend auf Zinserhöhungen der großen Notenbanken ein, um die steigende Teuerung in den USA und in der Eurozone in den Griff zu bekommen.

Unruhe herrschte wegen der festgefahrenen Situation im Nahen Osten auch am Ölmarkt. Der Fokus der Anleger richte sich nun wieder auf die Straße von Hormus, sagte Vandana Hari, Gründerin des Ölmarktanalyseunternehmens Vanda Insights. Die für den Öl- und Gastransport wichtige Meerenge wird vom Iran wegen des Krieges weitgehend blockiert. Das hat die Ölpreise seit Beginn des Krieges über 50 Prozent in die Höhe katapultiert. 

Dax geht stark geschwächt ins Wochenende
17:15 Uhr

"Trumps Schmeichelkurs wurde von Xi nicht erwidert"

Sandra Navidi meint, Donald Trumps Besuch in Peking verdeutlicht seine vor allem wirtschaftliche Abhängigkeit von China. Die Finanzexpertin betont, dass der US-Präsident innenpolitisch unter Druck stehe - daher seine Aussöhnungsversuche mit Peking, um wirtschaftliche Belastungen in den USA vor den Wahlen zu reduzieren.

"Trumps Schmeichelkurs wurde von Xi nicht erwidert"
16:49 Uhr

Chipaktien schmieren ab

Der erneute Anstieg beim Ölpreis belastet den europäischen Chipsektor. An der Börse in Frankfurt rutschen Aixtron und Infineon um 7,6 beziehungsweise 4,6 Prozent ab. In Amsterdam büßt der Chipausrüster ASML ebenfalls rund 4,5 Prozent ein. Dies drückt den europäischen Branchenindex um 2,3 Prozent ins Minus. Damit gehört er zu den größten Verlierern im breit gefassten europäischen Stoxx-600-Index. Daniel von Ahlen, Stratege beim Analysehaus TS Lombard, führt den Ausverkauf auf die Teuerung bei Öl und die Erwartung steigender Zinsen zurück. Höhere Zinsen schmälern laut Experten zukünftige Gewinne wachstumsstarker Technologiefirmen. Es handle sich dabei nicht um eine Änderung der fundamentalen Aussichten für den Sektor, sagt von Ahlen.

Chipaktien schmieren ab
16:26 Uhr

Gold und Silber stark unter Druck

Edelmetalle bauen ihre Verluste aus, da ein kriegsbedingter Anstieg der Ölpreise und die US-Inflation die Erwartungen an höhere Zinsen schüren. Gold-Futures in New York geben um 3,1 Prozent auf 4543,90 US-Dollar je Feinunze nach und steuern auf einen Wochenverlust von mehr als vier Prozent zu. Silber ist unterdessen um 9,7 Prozent auf 77,08 US-Dollar je Unze eingebrochen. "Die Händler preisen die Zinserwartungen der Fed nach einer weiteren Runde hawkish ausfallender US-Daten in dieser Woche weiter höher ein", meint Fawad Razaqzada von Forex.com. "Infolgedessen sind die Anleiherenditen weiter gestiegen."

Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen sind auf Mehrmonatshochs gestiegen, was zinslose Anlagen unter Druck setzt. Der DXY-Dollar-Index steigt derweil um 0,4 Prozent auf 99,23, wodurch in US-Dollar notierte Rohstoffe für Käufer aus dem Ausland teurer werden.

Gold und Silber stark unter Druck
16:07 Uhr

Iran- und Inflationssorgen drücken US-Börsen

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(Foto: REUTERS)

Das Ausbleiben einer Annäherung im Iran-Konflikt und anhaltende Inflationsängste belasten zum Wochenschluss die Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Freitag ein Prozent tiefer bei 49.544 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor knapp 1,5 Prozent auf 7406 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq bröckelte um fast zwei Prozent auf 26.160 Stellen ab.

Der US-Index für den Halbleitersektor rutschte in diesem Zuge um 3,6 Prozent ab. Gefragt waren hingegen Getty Images und Shutterstock mit Gewinnen von 6,4 und zwei Prozent. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA gab die 3,7 Milliarden Dollar schwere Fusion der beiden Bildagenturen unter der Bedingung frei, dass Shutterstock sein globales redaktionelles Geschäft veräußert.

Iran- und Inflationssorgen drücken US-Börsen
15:56 Uhr

Warum der Dax hinterherläuft

Der Dax wird zum Nachzügler: Während andere Märkte besser laufen, ist Deutschlands Leitindex abgehängt. Was bremst ihn aus? Und worauf sollten Anleger jetzt achten? Darüber spricht Raimund Brichta mit Julius Weiß von der HSBC.

Warum der Dax hinterherläuft
15:28 Uhr

Europas Minenwerte stürzen nach China-Enttäuschung ab

Mit massiven Verlusten warten Europas Minen-Aktien am Nachmittag auf. Die Einzelwerte der Branche stellen allesamt die Hauptverlierer im gesamten Stoxx-600 dar. Die Kombination aus steigender Inflation und gleichzeitig enttäuschendem China-Gipfel wird als Störfeuer für die globale Konjunktur gesehen. Entsprechend zählen Kupfer-Minen wie Fresnillo und Gold-Silber-Produzenten wie Hochschild mit bis zu zehn Prozent Minus zu den größten Verlierern. Aber auch Antofagasta, Pan African, Anglo American und andere fallen um die sieben Prozent.

Im Dax werden auch rohstoffnahe Titel wie Heidelberg Materials mit sechs Prozent Minus vom Branchenabsturz belastet. Hinzu kommt hier der Einbruch im deutschen Wohnungsbau.

Europas Minenwerte stürzen nach China-Enttäuschung ab
15:01 Uhr

Dax plumpst unter 24.000-Punkte-Marke - Bitcoin fällt

Der Dax hat am Nachmittag seine Verluste weiter ausgebaut. Der deutsche Leitindex konnte die 24.000er-Marke nicht mehr halten und fiel um 2,1 Prozent auf 23.939 Zähler. Der EuroStoxx50 verlor 2,0 Prozent auf 5820 Stellen.

Kräftig Federn ließ auch Bitcoin, angetrieben durch eine breit angelegte Risikoaversion und einen stärkeren Dollar, schrieb David Morrison von Trade Nation in einem Kommentar. Der Mangel an konkreten Fortschritten am Ende des Besuchs von Präsident Trump in China und die anhaltende Pattsituation zwischen den USA und dem Iran belasteten die Risikostimmung. Bitcoin fiel laut Daten der LSEG um 1,1 Prozent auf 80.500 US-Dollar.

Dax plumpst unter 24.000-Punkte-Marke - Bitcoin fällt
14:42 Uhr

Insider: Finanzinvestoren buhlen um Magnum - Aktie schießt hoch

Weniger als sechs Monate nach dem Börsengang des Eiscreme-Riesen Magnum strecken Insidern zufolge US-Finanzinvestoren ihre Fühler nach dem niederländischen Unternehmen aus. Unter anderem Blackstone und CD&R dächten über Übernahmeofferten für den Hersteller von Marken wie "Magnum", "Cornetto" und "Ben & Jerry's" nach, sagten zwei Insider gegenüber Reuters. Sie wollten vor einer Entscheidung aber abwarten, wie sich Magnum in der wichtigen Sommersaison schlägt, und die weitere Entwicklung des Aktienkurses beobachten.

Dieser war von einem Hoch bei 16,49 Euro im Februar bis Donnerstag auf 13 Euro abgestürzt, am Freitag schoss die Aktie aber nach dem Reuters-Bericht um 15 Prozent nach oben. Der britische Nahrungsmittelriese Unilever hatte sein Eiscreme-Geschäft unter dem Namen Magnum Ice Cream Company abgespalten und an die Amsterdamer Börse gebracht.

Insider: Finanzinvestoren buhlen um Magnum - Aktie schießt hoch
14:09 Uhr

Trump: China hat keine H200-Chips von Nvidia gekauft

China hat nach Aussage von US-Präsident Donald Trump trotz der Freigabe durch die USA keine H200-Chips von Nvidia gekauft. China habe sich dagegen entschieden, sagte er an Bord der Air Force One. "Sie wollen versuchen, ihre eigenen zu entwickeln." Die Aktien von Chipherstellern gaben nach, nachdem der zweitägige Gipfel in Peking ohne ein größeres Technologieabkommen zu Ende gegangen war.

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(Foto: REUTERS)

Die Erwartungen an einen Durchbruch waren gestiegen, nachdem sich Nvidia-Chef Jensen Huang einer Delegation hochkarätiger CEOs nach Peking angeschlossen hatte.

Trump: China hat keine H200-Chips von Nvidia gekauft
14:03 Uhr

KNDS will mit Börsengang nicht auf Bundesregierung warten

Der Panzerbauer KNDS will mit seinem Börsengang nicht auf eine Entscheidung der Bundesregierung zum Einstieg bei dem deutsch-französischen Unternehmen warten. "KNDS setzt seine Vorbereitungen für einen möglichen Börsengang entlang des ursprünglichen Zeitplans fort, mit voller Unterstützung der Eigentümer und des Verwaltungsrats", erklärte Vorstandschef Jean-Paul Alary laut einer Mitteilung. KNDS prüfe weiter das frühestmögliche Zeitfenster für den Schritt.

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Ein Schützenpanzer Puma einem KNDS-Werksgelände. (Foto: picture alliance/dpa)

Mehrere Medien hatten berichtet, dass die Bundesregierung die Eigentümer und die Führung von KNDS gebeten habe, den noch vor der Sommerpause geplanten Börsengang auf den Herbst zu verschieben. Hintergrund ist, dass dem Bund bei den Verhandlungen über einen geplanten Einstieg die Zeit davonläuft. Erst vor kurzem hatten die Staatssekretäre im Verteidigungs- und im Wirtschaftsministerium den beiden KNDS-Eigentümerfamilien Bode und Braunbehrens ihr Interesse signalisiert, ihnen noch vor dem Börsengang einen Anteil von 30 bis 40 Prozent abzukaufen.

KNDS will mit Börsengang nicht auf Bundesregierung warten
13:21 Uhr

Euro fällt gegenüber Dollar - Fed könnte Zinsen anheben

Der Euro ist auf ein Fünf-Wochen-Tief gegenüber dem US-Dollar gefallen, da sich die kurzfristigen Zinsdifferenzen gegen den Wechselkurs verschieben, wie Francesco Pesole von ING in einer Research Note schreibt. Erhöhte Ölpreise aufgrund des Iran-Krieges und die in dieser Woche höher als erwartet ausgefallenen US-Preisdaten hätten die Märkte dazu veranlasst, auf eine Wende der Federal Reserve hin zu Zinserhöhungen zu wetten.

Die Spanne der zweijährigen Swap-Sätze zwischen Euro und US-Dollar habe sich ausgeweitet und liege nun nahe der Niveaus von vor dem Iran-Krieg, so Pesole. Dies beseitige einen wichtigen Treiber für die Widerstandsfähigkeit des Euro gegenüber dem US-Dollar während des Konflikts, meint er. Der Euro fällt zeitweise bis auf 1,1617 Dollar, erholt sich dann wieder auf 1,1744 Dollar.

Euro fällt gegenüber Dollar - Fed könnte Zinsen anheben
13:09 Uhr

UK-Premier Starmer vor dem Sturz? Pfund belastet, Bond-Renditen steigen sprunghaft

Die Furcht vor einer Führungskrise macht die Anleger in Großbritannien immer nervöser. Das Pfund fiel um bis zu 0,5 Prozent auf 1,3332 US-Dollar, den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Seit Montag ist die Währung - zusätzlich belastet durch die jüngste Dollar-Rally - um zwei Prozent eingebrochen. An den Anleihemärkten stiegen die Renditen britischer Staatsbonds sprunghaft an. "Der Premierminister Keir Starmer scheint schwer angeschlagen und es ist fraglich, ob er sich noch lange im Amt halten kann", schreibt Commerzbank-Analyst Michael Pfister in einem Kommentar.

Starmer kämpft nach dem Wahldebakel seiner Labour-Partei bei den jüngsten Kommunalwahlen um den Machterhalt. Am Donnerstag trat der britische Gesundheitsminister Wes Streeting zurück und erhöhte damit den Druck auf den Premierminister. 

UK-Premier Starmer vor dem Sturz? Pfund belastet, Bond-Renditen steigen sprunghaft
12:45 Uhr

Rotlicht an der Wall Street - Öl teurer - Anleiherenditen steigen

Mit einem deutlichen Minus dürfte die Wall Street in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 fällt um 0,9 Prozent. Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Zu den Themen Iran-Krieg, technologische Vorherrschaft und Taiwan habe es keine Fortschritte gegeben, so UBS-Volkswirt Paul Donovan. Auch zur Straße von Hormus zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Die Ölpreise quittieren dies mit einem kräftigen Plus. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 3,1 Prozent auf 109,04 US-Dollar.

Dazu kommen die kräftig steigenden Renditen an den Anleihemärkten. Auslöser sind die jüngsten Preisdaten, die eine noch höhere Inflation zeigen als ohnehin wegen des Energiepreisschocks in Folge des Iran-Kriegs schon erwartet.

Rotlicht an der Wall Street - Öl teurer - Anleiherenditen steigen
12:22 Uhr

Neues vom Geldmarkt

Kaum verändert zeigen sich die Sätze am Frankfurter Euro-Geldmarkt. Nach Christi Himmelfahrt gebe es einige Ausreißer, die aber lediglich auf Liquiditätsanpassungen zurückgingen, heißt es von Disponenten. Dazu verstärkt sich die Erwartung von Zinserhöhungen durch die EZB im Jahresverlauf. Spannend ist der Blick in Richtung USA, wo mit dem neuen Notenbankchef Kevin Warsh eine geldpolitische Taube ans Ruder gekommen ist.

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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Tagesgeld: 1,87 - 2,07 (1,90 - 2,10), Wochengeld: 1,96 - 2,01 (1,91 - 2,11), 1-Monats-Geld: 1,90 - 2,20 (1,95 - 2,16), 3-Monats-Geld: 2,16 - 2,41 (2,05 - 2,25), 6-Monats-Geld: 2,25 - 2,35 (2,24 - 2,37), 12-Monats-Geld: 2,67 - 2,76 (2,67 - 2,79), Euribors: 14.05 13.05. 3 Monate: 2,2390 2,2520, 6 Monate: 2,5480 2,4850, 12 Monate: 2,8210 2,7980

Neues vom Geldmarkt
11:56 Uhr

Toyota investiert Milliarden für Montagelinie in Texas

Toyota will in der Nähe seines Werks im texanischen San Antonio für zwei Milliarden Dollar eine weitere Fahrzeugmontage errichten. Der Bau soll noch in diesem Jahr begonnen werden, die Produktion im Jahr 2030 beginnen, wie aus Antragsunterlagen hervorgeht, die der japanische Automobilhersteller für ein staatliches Wirtschafts-Förderprogramm eingereicht hat. Das Projekt würde laut Einreichung beim Texas Comptroller of Public Accounts 2000 Arbeitsplätze schaffen.

Der weltgrößte Autohersteller will seine Produktionskapazitäten in den USA deutlich hochfahren. Im März kündigte das Unternehmen an, eine Milliarde Dollar in seine Werke in den Bundesstaaten Kentucky und Indiana zu investieren. Diese Investition war Teil eines im November angekündigten Plans, in den nächsten fünf Jahren bis zu zehn Milliarden Dollar in den USA zu investieren.

Toyota investiert Milliarden für Montagelinie in Texas
11:31 Uhr

Hier investierte Trump Millionen vor seiner China-Reise

Vor seiner China-Reise hat Donald Trump Millionen in Apple investiert - dessen Chef Tim Cook hat ihn begleitet. Auch in andere Konzerne investiert der US-Präsident kräftig. ntv-Börsenreporter Frank Meyer analysiert die Aktiendeals und hat Zweifel, was eigentlich Trumps Hauptjob ist.

Hier investierte Trump Millionen vor seiner China-Reise
11:05 Uhr

Was den KI-Hype von der Dotcom-Blase unterscheidet

Die Frage, ob sich eine KI-Blase bildet, lässt sich nicht eindeutig beantworten, schreibt Dirk Schluter von DWS in einer Research Note. Ein wesentlicher Unterschied zur Dotcom-Ära bestehe darin, dass große US-Unternehmen heute profitabler seien als vor 25 Jahren, so der Anlagestratege.

Nachteilig sei jedoch, dass die Investitionsausgaben im Durchschnitt um rund 20 Prozent gestiegen seien, während die Einnahmen im Durchschnitt um 10 Prozent zugelegt hätten. Ein weiteres Risiko sei die kürzere wirtschaftliche Lebensdauer der Investitionen. Schluter verweist dabei auf die Lebensdauer von Servern von drei bis sechs Jahren im Vergleich zu früheren Investitionsbeispielen wie Kraftwerken mit einer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Positiv sei hingegen, dass die Unternehmen den Großteil ihrer Investitionen aus dem eigenen Cashflow finanzierten, fügt er hinzu.

Was den KI-Hype von der Dotcom-Blase unterscheidet
10:36 Uhr

Hunderte Punkte weg: Dax stürzt in Richtung 24.000er-Marke

Nach dem von den Ergebnissen her enttäuschenden chinesisch-amerikanischen Gipfel in Peking hat der Verkaufsdruck an den Börsen zugenommen. Der Dax rauschte um 1,8 Prozent oder rund 450 Punkte runter. Am Vormittag notierte der deutsche Leitindex bei 24.008 Punkten. Der EuroStoxx50 verlor 1,6 Prozent auf 5838 Punkte.

Hunderte Punkte weg: Dax stürzt in Richtung 24.000er-Marke
10:14 Uhr

Gold und Silber unter Druck - steigende Anleiherenditen belasten

Der Goldpreis fällt unter 4600 US-Dollar je Feinunze, belastet von einem stärkeren Dollar und steigenden Renditen von Staatsanleihen, da ein kräftiger Anstieg der US-Inflation die Furcht vor höheren Zinsen schürt. Im frühen Handel fällt der Gold-Future in New York um 2,2 Prozent auf 4.580,80 US-Dollar je Feinunze, während Silber um sieben Prozent auf 79,33 Dollar je Unze einbricht.

"Der unerwartet starke Anstieg der Verbraucher- und Erzeugerpreise hat die Sorge geweckt, dass die Fed die Zinsen kurzfristig anheben muss", so die Analysten von ANZ. Unterdessen sind die Renditen der zwei- und zehnjährigen US-Staatsanleihen auf ihre höchsten Stände seit Februar beziehungsweise Juli 2025 geklettert, was die Nachfrage nach zinslosen Anlagen wie Gold und Silber reduziert.

Gold und Silber unter Druck - steigende Anleiherenditen belasten
09:50 Uhr

Trump erreicht nur wenig bei Xi - Ölpreise gehen hoch

Die Ölpreise legen um mehr als 1,5 Prozent zu, nachdem das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping mit nur wenigen konkreten Vereinbarungen endete. "Die Straße von Hormus blieb praktisch geschlossen, was die Unterbrechungen der globalen Energieversorgung verlängert und die Märkte in Atem hält", meint Soojin Kim von MUFG. "Der anhaltende Angebotsschock verstärkt zudem die weltweiten Inflationssorgen, da die Energievorräte weiter schrumpfen."

Im frühen europäischen Handel steigt der Preis für Rohöl der Sorte Brent um 1,3 Prozent auf 107,10 US-Dollar pro Barrel, während die WTI-Futures um 1,6 Prozent auf 98,48 US-Dollar pro Barrel zulegen. Beide Referenzsorten steuern auf Wochengewinne von 5,8 Prozent beziehungsweise 3,2 Prozent zu.

Trump erreicht nur wenig bei Xi - Ölpreise gehen hoch
09:28 Uhr

Lufthansa-Streik macht Frankfurter Flughafen zu schaffen

Sechs Streiktage bei der Lufthansa haben den Frankfurter Flughafen im April rund eine halbe Million Passagiere gekostet. Der Betreiber Fraport registrierte für den Monat etwa 4,8 Millionen Passagiere und damit einen Rückgang um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Flugbewegungen gingen um 11,6 Prozent auf 34.623 Starts und Landungen zurück, wie der MDax-Konzern mitteilte. Eine kleine Rolle spielten auch die Osterferien, die 2026 nicht komplett in den April fielen wie im Vorjahr. 

Auch das Fracht-Volumen litt unter den Arbeitsniederlegungen der Piloten und Flugbegleiter. Die Ladung sank um 0,6 Prozent auf 168.526 Tonnen. Es fehlten die Beilademöglichkeiten in den Lufthansa-Passagiermaschinen. Zudem hatten die Piloten auch die Frachtgesellschaft Lufthansa Cargo bestreikt. Weniger Flüge und Passagiere bedeuten für den Flughafen geringere Einnahmen.

Lufthansa-Streik macht Frankfurter Flughafen zu schaffen
09:21 Uhr

Dax startet im Minus

Nach dem starken Feiertagshandel an Christi Himmelfahrt ist es für den Dax wieder abwärtsgegangen. Der deutsche Leitindex verlor kurz nach dem Auftakt 0,85 Prozent auf 24.248 Punkte.

Im Iran-Krieg warten Anleger weiter auf eine Lösung, die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau, und in Asien prägten vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen, insbesondere bei den stark gelaufenen Halbleiterwerten, das Bild. Eher skeptisch betrachten die Anleger bislang auch das Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Peking.

Die Inflationsproblematik werde immer klarer und zum anderen verliefen die Gespräche zwischen China und den USA in Bezug auf die Importe von wichtigen KI-fähigen Halbleitern nicht so wie erwartet, erklärte Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets.

Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 1,19 Prozent auf 31.514 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1 Prozent.

Dax startet im Minus
09:09 Uhr

Bundesregierung prophezeit "deutlichen Dämpfer" für deutsche Wirtschaft

Die Bundesregierung rechnet im Frühjahr infolge des Iran-Kriegs mit einem Rückschlag für die Konjunktur in Deutschland. "Aktuelle Indikatoren deuten auf einen deutlichen Dämpfer im zweiten Quartal hin", heißt es im Monatsbericht des Wirtschaftsministeriums. Steigende Preise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheit belasteten die Stimmung in Unternehmen wie in privaten Haushalten.

In den kommenden Monaten sei weiterhin mit hoher Volatilität an den Energie-, Rohstoff- und Finanzmärkten zu rechnen. "Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt davon ab, wie lange der Konflikt im Nahen Osten andauert und Handelswege sowie Produktionskapazitäten beeinträchtigt bleiben", erwartet das Ministerium. Aber auch nach einer Entspannung der Lage dürften die Folgen bei Energie- und Rohstoffpreisen sowie Lieferketten noch länger spürbar sein.

Bundesregierung prophezeit "deutlichen Dämpfer" für deutsche Wirtschaft
08:53 Uhr

Zinsspekulationen treiben Dollar nach oben

Zunehmende Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung in den USA treiben die US-Währung nach oben. Der Dollar-Index steigt um bis zu 0,4 Prozent auf 99,20 Punkte, den höchsten Stand seit fast drei Wochen. Seit Montag gewann er mehr als ein Prozent.

Der Euro fiel um 0,3 Prozent auf 1,1631 Dollar und markierte damit ein Fünf-Wochen-Tief. Die durch den Nahost-Krieg explodierenden Ölpreise haben die Inflation in den USA zuletzt angeheizt. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen Investoren nun eine Wahrscheinlichkeit von knapp unter 40 Prozent ein, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen im Dezember anheben könnte, verglichen mit einer Wahrscheinlichkeit von 22,5 Prozent vor einer Woche. Die unabhängige Fed beließ den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent, auch wenn US-Präsident Donald Trump immer wieder auf Senkungen dringt.

Zinsspekulationen treiben Dollar nach oben
08:27 Uhr

Stimmung im Wohnungsbau bricht massiv ein

Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im April massiv verschlechtert. Das entsprechende Barometer für das Geschäftsklima fiel von minus 19,3 Punkten im Vormonat auf minus 28,4 Zähler, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit vier Jahren, als der russische Einmarsch in die Ukraine belastete. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen trübten sich deutlich ein, aber auch die laufenden Geschäfte wurden schlechter beurteilt.

"Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Mit fragilen Lieferketten und steigenden Finanzierungskosten kommen mehrere Risiken gleichzeitig auf den Bau zu."

Stimmung im Wohnungsbau bricht massiv ein
08:11 Uhr

Staatskonzern soll für Stellantis Jeeps in China bauen

Der Autokonzern Stellantis will mit einem milliardenschweren Joint Venture mit dem chinesischen Staatskonzern Dongfeng seine Präsenz in China ausbauen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen im Volumen von einer Milliarde Euro sei am Freitag unterzeichnet worden, teilte der Opel-Mutterkonzern mit. Der eigene Beitrag von Stellantis belaufe sich auf rund 130 Millionen Euro. In dem Dongfeng-Werk in Wuhan sollen ab 2027 zwei Geländewagen der Marke Jeep mit alternativen Antrieben für den Weltmarkt hergestellt werden. Zudem sollen in dem Werk ab demselben Jahr zwei Fahrzeuge der Marke Peugeot für den chinesischen Markt vom Band laufen.

Staatskonzern soll für Stellantis Jeeps in China bauen
07:42 Uhr

Chinesische Schiffe nach Texas und Alaska? Trump heizt Ölpreis an

Die Ölpreise sind in der Nacht zweitweilig um mehr als einen Dollar je Fass gestiegen. US-Präsident Donald Trump hatte in einem Interview angekündigt, China wolle Öl aus den USA kaufen. Er werde chinesische Schiffe nach Texas, Louisiana und Alaska schicken.

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 107,28 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 1,6 Prozent fester bei 102,76 Dollar.

Chinesische Schiffe nach Texas und Alaska? Trump heizt Ölpreis an
07:33 Uhr

Dax dürfte schwach in den Freitag starten

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten.

Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex 1,3 Prozent höher bei 24.456,26 Punkten geschlossen. An der Wall Street ging es ebenfalls bergauf, zum Teil verbuchten die Indizes erneut Rekordschlussstände. Für steigende Kurse an den Börsen sorgten Gewinne im Technologiesektor und die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Friedensbemühungen im Nahen Osten.

Da der ersehnte Durchbruch bei den Iran-Verhandlungen jedoch bislang ausblieb, dürfte es mit den Kursen zum Wochenschluss wieder bergab gehen. Auch das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping brachte diesbezüglich keine Fortschritte.

Dax dürfte schwach in den Freitag starten
07:17 Uhr

30-Milliarden-Dollar-Spritze macht Anthropic wertvoller als OpenAI

KI-Entwickler Anthropic hat sich auf die Bedingungen für eine Finanzierungsrunde in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar geeinigt, die das Unternehmen mit 900 Milliarden Dollar bewerten und voraussichtlich noch in diesem Monat abgeschlossen werden soll. Damit würde das Unternehmen seinen Rivalen OpenAI bei der Bewertung überholen.

Die Investoren Dragoneer, Greenoaks, Sequoia Capital und Altimeter Capital haben vereinbart, die Runde gemeinsam anzuführen, was die Bewertung des KI-Labors - das frische Kapital nicht eingerechnet - fast verdreifachen würde, wie die Financial Times berichtet. 

30-Milliarden-Dollar-Spritze macht Anthropic wertvoller als OpenAI
06:54 Uhr

Keine Waffen oder KI: Adidas-Chef erklärt schwachen Aktienkurs

Adidas-Chef Björn Gulden gibt sich angesichts des schwachen Verlaufs der Adidas-Aktie gelassen. "Man muss das aktuelle Umfeld betrachten. Wenn man nicht gerade Waffen oder KI verkauft, vertritt man zurzeit keine attraktive Branche am Kapitalmarkt", sagte Gulden im Gespräch mit der Wirtschaftswoche. "Der gesamte Konsumgütersektor ist angesichts der zahlreichen Unsicherheiten derzeit nicht sehr beliebt." Er sei überzeugt: "Wenn wir unser Geschäft weiterhin so erfolgreich betreiben, bekommen wir den Aktienkurs nach oben."

Die Sorge um höhere Inflation und Konsumzurückhaltung spielte Gulden, der seit Anfang 2023 an der Spitze des Sportartikelkonzerns steht, herunter. Man sei im ersten Quartal um 14 Prozent gewachsen. "Wir verkaufen in vielen Ländern, in denen die Inflation gigantisch ist, die aber super gut laufen: Türkei, Argentinien, Brasilien. Adidas musste damit schon immer umgehen - und die Kollektion und Preislagen anpassen."

Keine Waffen oder KI: Adidas-Chef erklärt schwachen Aktienkurs
06:42 Uhr

Panzerbauer könnte Mercedes-Werk bei Berlin übernehmen

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS verhandelt mit Mercedes-Benz darüber, das Werk des Stuttgarter Autoherstellers in Ludwigsfelde südlich von Berlin zu übernehmen. Mercedes-Benz produziert in Ludwigsfelde seine sogenannten offenen Baumuster, insbesondere Fahrgestelle, für den Transporter Sprinter. Allerdings soll der Sprinter voraussichtlich von 2030 an im polnischen Jawor hergestellt werden. Damit liefe die Fertigung in Ludwigsfelde aus.

Mit KNDS soll Mercedes nun darüber sprechen, das Werk sowie einen Teil der rund 2.000 Mitarbeiter zu übernehmen. Im Gespräch ist offenbar auch, vor einer Komplettübernahme zunächst einen Teil des Werks zu mieten und Militärfahrzeuge von KNDS sowie Vans von Mercedes parallel zu produzieren. Eine Entscheidung über die Zukunft des Standorts ist jedoch noch nicht gefallen.

Panzerbauer könnte Mercedes-Werk bei Berlin übernehmen
06:36 Uhr

Inflation macht Japans Anlegern Sorgen

Wachsende Inflationssorgen und die Aussicht auf eine mögliche US-Zinserhöhung setzen die asiatischen Aktienmärkte unter Druck. Der japanische Nikkei-Index fiel um 1,3 Prozent, nachdem Daten zeigten, dass die Großhandelsinflation im April mit 4,9 Prozent so stark gestiegen war wie seit drei Jahren nicht mehr. Dies schürte Erwartungen, dass die japanische Zentralbank die Zinsen anheben könnte.

An den chinesischen Aktienmärkte blicken die Anleger mit Spannung auf den zweiten Tag des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Das Treffen brachte bislang nur wenige Überraschungen. Xi sagte am Donnerstag zu Trump, die Verhandlungen über Handelsfragen hätten "ausgewogene und positive Ergebnisse" erzielt. Details nannte er jedoch nicht. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte am Freitag dem Sender Bloomberg TV, es sei noch nicht entschieden, ob der Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen den USA und China nach seinem Auslaufen im Laufe des Jahres verlängert werde.

Die Börse Shanghai verlor 0,4 Prozent auf 4.160,68 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,6 Prozent auf 4.885,94 Punkte.

Inflation macht Japans Anlegern Sorgen
06:30 Uhr

Was heute wichtig wird für den Dax

Die Augen sind auch heute wieder auf China gerichtet, wo der Gipfel zwischen Staatschef Xi und US-Präsident Trump fortgesetzt wird – inklusive illustrer Wirtschaftsdelegation unter anderem mit Elon Musk Nvidia-Chef Jensen Huang. Mit dem US-chinesischen Handelsstreit, Bemühungen um die Beendigung des Iran-Kriegs, sowie möglichen Milliarden-Deals für Unternehmen wie Boeing, Nvidia und andere stehen dabei einige der wichtigsten Themen de Weltwirtschaft auf der Tagesordnung.

Viel steht an diesem Brückentag sonst nicht im Kalender der Börsianer. Aus der zweiten und dritten Reihe der Konzerne stehen allerdings ein paar interessante Termine an: Unter anderem meldet Fraport Verkehrszahlen für den April, das heißt für den zweiten Monat des Iran-Kriegs. Der Impfstoff- und Biotechkonzern Biontech lädt zur Hauptversammlung, nachdem die Gründer gerade von Bord gegangenen sind und die Verlagerung seiner Produktion weg aus Deutschland bekannt gegeben wurde.

Was heute wichtig wird für den Dax