Mittwoch, 21. August 2019Der Börsen-Tag

mit Kai Stoppel
17:53 Uhr

Dax findet zurück in die Erfolgsspur

Dax
Dax 12.468,01

Der Dax arbeitet sich seit Tagen in Richtung 12.000er-Marke vor - lediglich gestern gab es einen kleinen Rücksetzer. Nun ist der deutsche Leitindex aber zurück in der Erfolgsspur: Heute geht es wieder schwungvoll nach oben. Der Dax legt 1,3 Prozent zu auf 11.803 Punkte. Für gute Laune am Markt sorgt die Aussicht auf sinkende Zinsen in den USA.

"Die Frage ist nicht mehr, ob die US-Notenbank die Zinsen senkt, sondern wie stark", meint ein Marktteilnehmer. Am Abend wird das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank veröffentlicht, und am Freitag redet US-Notenbankchef Jerome Powell auf dem Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole. Auch von der Europäischen Zentralbank wird eine weitere Lockerung der Geldpolitik erwartet.

Der Devisenmarkt reagiert auf die anstehenden Termine gelassen, der Euro handelt weiter nahe der Marke von 1,11 Dollar. Die Feinunze Gold gibt etwas nach und steht eng an der Marke von 1500 Dollar. Bei der Auktion neuer 30-jähriger Bundesanleihen ist wie im Vorfeld erwartet die Durchschnittsrendite negativ ausgefallen. Sie lag bei minus 0,11 Prozent.

Größter Gewinner im Dax sind SAP, die 2,8 Prozent zulegen. Dahinter folgen Wirecard mit plus 2,6 Prozent. Dritter im Spitzenbund sind Siemens mit einem Aufschlag von 2,2 Prozent. Hinten im Dax landen FMC, die 0,8 Prozent einbüßen. Die beiden weiteren Verlierer: Deutsche Telekom mit minus 0,6 Prozent und Eon, die 0,3 Prozent verlieren.

Damit verabschiede ich mich für heute vom Börsen-Tag. Einen schönen Abend wünscht Ihnen, Ihr Kai Stoppel.

17:11 Uhr

Triebwerks-Explosion - Müssen A-380 am Boden bleiben?

Airbus
Airbus 120,12

Nach der Explosion eines Airbus-A380-Triebwerks über Grönland vor zwei Jahren prüfen Experten Insidern zufolge einen möglichen Produktionsfehler an einem Lüfter des Flugzeug-Antriebs. Das werde aller Voraussicht nach eine Überprüfung an Dutzenden A380-Großraumflugzeugen nach sich ziehen, sagten mit der Untersuchung vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ob die Flugzeuge dazu vorübergehend außer Betrieb genommen werden müssen, blieb zunächst unklar.

Konkret geht es um die Triebwerke der amerikanischen Engine Alliance von GE und Pratt & Whitney, mit denen rund 60 Prozent aller 237 Airbus A380 fliegen. Das Triebwerks-Konsortium dürfte die Fluggesellschaften, die den A380 mit seinem Triebwerk fliegen, nun zur Überprüfung aller vergleichbaren Bauteile auffordern. Dazu gehören neben Air France unter anderem Emirates, Qatar Airways, Etihad und Korean Air. Ob die Flugzeuge dazu vorübergehend außer Betrieb genommen werden müssen, blieb zunächst unklar.

16:27 Uhr

Whisky-Fähre von Schottland in die Niederlande geplant

Als attraktive Geldanlage gilt manchen ein besonderes Getränk: Whisky. Von Wertsteigerungen mehr als 1000 Prozent berichten Anleger für bestimmte Sorten und Jahrgänge - etwa für den Snow Phoenix der schottischen Brennerei Glenfiddich.

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang folgende Neuigkeit sein: Ein schottisches Unternehmen und ein niederländischer Hafen planen angesichts des nahenden Brexits eine neue Fährverbindung für den Export von Whisky.

Die Fähre soll zwischen Rosyth in der Nähe von Edinburgh und dem Groningen Hafen nahe Eemshaven eingerichtet werden. "Es geht um eine tägliche Überfahrt, was fantastisch wäre", sagte Margaret Simpson vom Branchenverband Freight Transport Association.

Viele Experten sagen voraus, dass es nach dem für 31. Oktober geplanten EU-Austritt Großbritanniens zu langwierigen Verzögerungen im Transitverkehr durch neue Zollbürokratie kommen wird. Angesichts des Brexits ergebe eine neue Fährverbindung "sehr viel Sinn", sagte Simpson.

Lagerhaus_Glen Grant.jpg

m Lagerhaus von Glen Grant in Schottland ruht der Whisky in großen Fässern.

(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

 

15:55 Uhr

Firmenbilanzen geben Wall Street Auftrieb

Dow Jones
Dow Jones 26.935,07

Ermutigende Firmenbilanzen locken Anleger an die US-Aktienmärkte. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung um jeweils etwa ein Prozent. Wenige Stunden vor Veröffentlichung der jüngsten Fed-Protokolle und in Erwartung des alljährlichen Notenbanker-Treffens in Jackson Hole bleiben die Handelsumsätze allerdings dünn.

Zur positiven Stimmung tragen überraschend starke Zahlen und ein angehobener Ausblick von Target bei. Vor allem dank eines boomenden Online-Geschäfts steigert der Einzelhändler seinen Umsatz um 3,6 Prozent auf 18,42 Milliarden Dollar. Target-Titel steigen um knapp 17 Prozent auf ein Rekordhoch von 99,92 Dollar.

Auch Lowe's überrascht mit der Quartalsbilanz positiv. Der Nettoumsatz der Baumarktkette steigt um 2,3 Prozent auf 20,99 Milliarden Dollar und der Gewinn um gut zehn auf 1,68 Milliarden Dollar. Lowe's-Papiere gewinnen 12,5 Prozent.

15:30 Uhr

Russischer Ölriese wechselt von Dollar zu Euro

Rosneft
Rosneft 6,00

Der russischen Ölproduzent Rosneft will Termingeschäfte künftig in Euro statt in Dollar abrechnen, sagte ein Insider am der Nachrichtenagentur Reuters. Vier weitere mit den Plänen vertraute Personen bestätigten dies.

Der Schritt könnte demnach noch im Laufe dieses Jahres vollzogen werden. Experten zufolge dürfte Rosnefts Entscheidung darauf abzielen, das Unternehmen gegen mögliche neue US-Sanktionen zu schützen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stellte der Konzern 45,8 Millionen Tonnen an Ölprodukten her - von Diesel und Benzin über Heizöl bis hin zu petrochemischen Erzeugnissen. Rund die Hälfte wurde nach West- und Südosteuropa und nach Asien exportiert. Der Großteil der für den Export bestimmten Ölprodukte wird im Rahmen von Termingeschäften verkauft.

RTSMPXF.jpg

Rosneft ist für rund 40 Prozent der russischen Ölproduktion verantwortlich und damit einer der weltweit führenden Produzenten und Exporteure.

(Foto: REUTERS)

 

15:03 Uhr

Facebook droht neues Problem bei Kryptowährung

Facebook
Facebook 189,93

Die EU-Kommission nimmt laut einem Medienbericht die Pläne des US-Riesen Facebook für die Digitalwährung Libra genauer unter die Lupe. Die Wettbewerbshüter sähen die Möglichkeit, dass Facebook und die in der Libra Association zusammengeschlossenen Unternehmen unerlaubterweise Wettbewerber ausschließen könnten, schrieb der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf ein Kommissionsdokument.

Dabei gehe es unter anderem auch darum, wie Facebook Libra in seine bestehenden Dienste wie die Chat-App WhatsApp einbinden wolle - sowie wie Nutzerdaten genutzt werden sollten, hieß es.

Offiziell äußerte sich die EU-Kommission auf Anfrage nicht. Facebook will Libra im kommenden Jahr für Verbraucher verfügbar machen, die Idee stößt aber bei Politikern und Zentralbanken zum Teil auf massiven Widerstand.

 

14:37 Uhr

Ryanair-Piloten erleiden Schlappe vor Gericht

Ryanair
Ryanair 10,11

Ein Streik der irischen Ryanair-Piloten ist vorerst vom Tisch. Der irische Oberste Gerichtshof erließ eine einstweilige Verfügung gegen die für Donnerstag und Freitag geplanten Arbeitsniederlegungen der in Dublin ansässigen Piloten. Das Gericht entschied damit zugunsten der Fluglinie, die den Streik verhindern wollte.

Ryanair hatte zuvor erklärt, dass die Gewerkschaft Forsa/IALPA den Abschluss eines Mediationsverfahrens vor der Ankündigung des Streiks nicht zugelassen habe. Nach Einschätzung von Ryanair verstößt der Streik gegen eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft aus dem vergangenen Jahr. Die IALPA vertritt rund 180 in Dublin ansässige Piloten, die direkt bei Ryanair angestellt sind.

14:15 Uhr

Anzeichen für neuen Solar-Boom? SDax-Aktie zieht kräftig an

Wacker Chemie
Wacker Chemie 67,66

Im SDax steigen Aktien von Wacker Chemie um bis zu 4,1 Prozent auf 69,10 Euro. Händler verweisen auf die Stärke chinesischer Solar-Aktien. Nach Kursaufschlägen von 10 Prozent bei Aktien der Unternehmen Longi und Tongwei wurde der Handel angehalten.

Bei der Commerzbank heißt es, die Anzeichen für steigende Photovoltaikglas-Preise verdichteten sich. Die Nachfrage nehme zu. Das Haus empfiehlt Wacker Chemie mit einem Kursziel von 89 Euro zum Kauf. SMA Solar gewinnen 2,2 Prozent, Siltronic ziehen um 3,4 Prozent an.

imago78601833h.jpg

(Foto: imago/photothek)

 

13:47 Uhr

"Würde Peking verärgern" - Alibaba verschiebt Börsengang

Der chinesische Amazon-Rivale Alibaba verschiebt Insidern zufolge wegen der Proteste in Hongkong seinen dort geplanten milliardenschweren Börsengang. Der Alibaba-Verwaltungsrat habe dies vor dem Hintergrund instabiler Verhältnisse in der Politik und an den Finanzmärkten entschieden, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

"Es wäre sehr unklug, das Vorhaben jetzt oder in nächster Zeit durchzuziehen", sagte der Insider. "Es würde Peking sicher verärgern, Hongkong angesichts der Vorgänge in der Stadt ein solch großzügiges Geschenk anzubieten."

Formell gebe es keinen neuen Zeitplan für das eigentlich für Ende August geplante Listing. Der Schritt könne aber Anfang Oktober erfolgen.

imago74642953h.jpg

Der Handelsplatz Hongkong gehört zu den wichtigsten weltweit.

(Foto: imago/blickwinkel)

 

13:36 Uhr

Pfund reagiert nervös vor Johnsons Besuch bei Merkel

Britisches Pfund / US-Dollar
Britisches Pfund / US-Dollar 1,25

Der britische Premierminister Boris Johnson wird am Abend zu seinem Antrittsbesuch in Berlin erwartet. Kann er Bundeskanzlerin Angela Merkel noch von Neuverhandlungen von Teilen des Austrittsabkommens überzeugen - oder einen No-Deal-Brexit noch abwenden?

Am Devisenmarkt herrscht diesbezüglich Pessimismus: Anleger meiden das britische Pfund, welches sich um 0,4 Prozent auf 1,2125 Dollar verbilligt. Die Gefahr eines britischen EU-Austritts ohne Abkommen sei zuletzt gestiegen, die Unsicherheit dürfte das Pfund in den kommenden Wochen weiter belasten, erläuterten die Commerzbank-Analysten.

Merkel hatte die Forderung nach einem neuen Austrittsabkommen bereits abgelehnt. Auch EU-Ratspräsident Donald Tusk erteilte einer Neuverhandlung eine klare Absage.

12:53 Uhr

Bund verkauft erstmals 30-jährige Anleihen mit Negativ-Rendite

Bei einer Emission neuer 30-jähriger Anleihen verkauft der Bund die Papiere erstmals mit einer negativen Rendite unter null Prozent. Bei der 824 Millionen Euro schweren Auktion lag die durchschnittliche Rendite bei minus 0,11 Prozent, teilte die Deutsche Finanzagentur mit. Dies bedeutet, dass Investoren dafür bezahlen, dem Bund Geld leihen zu dürfen.

Die unlängst wieder aufgeflammte Angst vor einer weltweiten Rezession treibt Anleger vermehrt in die als sicher geltenden Bundesanleihen. Hinzu kommen Spekulationen auf Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und eine Wiederaufnahme von deren Bondkäufen.

12:17 Uhr

Vapiano-Aktionäre: "Das kann Anlegern nicht gefallen"

Vapiano
Vapiano 4,55

Bei der angeschlagenen Restaurantkette Vapiano haben Aktionäre vor Beginn der Hauptversammlung Kritik geäußert. Die Firma habe die Komplexität ihres Expansionskurses völlig unterschätzt, erklärte Frank Rothauge, Geschäftsführer der AHP Capital Management GmbH, die über einen Fonds an Vapiano beteiligt ist. "Es dauert nun mal, bis ein neues Restaurant sich vor Ort etabliert hat und profitabel wird."

Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sagte mit Blick auf den Aktien-Kursverfall, hohe Verluste und ein geplatztes US-Geschäft: "Was bei Vapiano passiert ist, kann Anlegern nicht gefallen."

Trotz der angespannten Situation äußerten die Anleger auch zaghafte Hoffnung. "Die Schwierigkeiten sind überwindbar", sagte Fondsmanager Rothauge. "Sie rühren aus der zu hastigen Expansion und nicht aus einer fundamentalen Schwäche des Gesamtkonzeptes." Kleinaktionär Klaus Teitscheid sagte: "Vielleicht wird das hier irgendwann doch noch eine große Sache."

121463471.jpg

Bei der Hauptversammlung ist auch Konzernlenker Cornelius Everke anwesende. Es dürfte sein letzter großer Auftritt als Vapiano-Chef sein - am Wochenende hatte er überraschend seinen Rücktritt bekanntgegeben.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

12:00 Uhr

Fed-Protokolle - auf ein Detail sollten Anleger achten

Am Abend mitteleuropäischer Zeit werden die Fed-Protokolle, also die Mitschriften der jüngsten geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank, veröffentlicht. Vertraut man der Einschätzung der Deutschen Bank, sollten Anleger auf ein Detail besonders achten: Wussten die Mitglieder des tagenden Offenmarktausschusses FOMC, dass die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China am folgenden Tag offenkundig wird? Zwei Szenarien sind demnach möglich:

  • Wenn ja (sie wussten davon): "Dann wäre das hawkish", heißt es im Morgenkommentar der Deutschen Bank. Das würde nämlich bedeuten, dass die FOMC-Mitglieder der Meinung waren, dass es keine weitere Lockerung brauche.
  • Wenn nein (sie wussten nicht davon): Dann ließe das weitere Lockerungsmaßnahmen über das Ausmaß hinaus erwarten, auf das die nach dem Juni-Meeting veröffentlichten Zinsprognosen hindeuteten. Die Deutsche Bank hält Letzteres für wahrscheinlicher.

Die Fed veröffentlicht die sogenannten FOMC-Minutes um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

11:17 Uhr

Doch Fusion von Autoriesen? Börsianer in Aufruhr

Fiat Chrysler (Euro)
Fiat Chrysler (Euro) 12,33

Die Fusion der beiden Autokonzerne Fiat Chrysler und Renault schien eigentlich vom Tisch. Doch wie nun bekannt wird, haben die beiden Konzerne nach ihrem gescheiterten Fusionsversuch den Gesprächsfaden nie abreißen lassen - so berichten es zumindest italienische Medien.

An der Börse sorgt das für Aufregung und lockt Anleger in Autoaktien: Papiere von Fiat Chrysler und Renault gewinnen jeweils rund vier Prozent. Der europäische Auto-Index legt mit 1,7 Prozent unter den Branchenbarometern am stärksten zu.

Im Dax verbessern sich Volkswagen um 1,7 Prozent, BMW um 1,9 Prozent und Zulieferer Continental um 2,7 Prozent. Daimler legen immerhin noch 1,5 Prozent zu.

RTX6XQZ6.jpg

Der italienisch-amerikanische Konzern hatte seine 35 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte im Juni zurückgezogen.

(Foto: REUTERS)

 

10:58 Uhr

Italiens Börse reagiert deutlich auf Conte-Rücktritt

Die Börse in Mailand avanciert zum größten Gewinner in Europa. Nach dem Rücktritt von Premierminister Giuseppe Conte setzen die Akteure allem Anschein nach darauf, dass es nicht wie von Innenminister Matteo Salvini gewünscht zu schnellen Neuwahlen kommen wird, bei der dessen populistische Partei Lega derzeit die besten Chancen hätte, sondern dass sich auch so eine neue Regierung finden lässt.

Am Aktienmarkt geht es um 1,4 Prozent nach oben, womit sich die am Vortagesnachmittag bereits begonnene Erholung fortsetzt. Am Anleihemarkt werden die Gewinne verteidigt, die sich ebenfalls bereits am Vortag eingestellt hatten.

 

10:36 Uhr

Kehrtwende: Mehr als 100 Commerzbank-Filialen droht Aus

Commerzbank
Commerzbank 5,72

Die Commerzbank stellt offenbar ihr Filialnetz auf den Prüfstand. Wie das "Handelsblatt" und das "Manager Magazin" übereinstimmend berichteten, erwägt die zweitgrößte deutsche Bank die Schließung von mehr als 100 der aktuell rund 1000 Zweigstellen. Die Commerzbank äußerte sich am Mittwoch zunächst nicht dazu.

Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Insider berichtet, eine Arbeitsgruppe innerhalb der Bank rechne unter anderem eine Reduktion auf 800 bis 900 Filialen durch. Die Maßnahme gilt laut dem Bericht als überraschend, da die Commerzbank entgegen dem Trend seit Jahren an ihrem Filialnetz festhielt.

An der Börse wird die Nachricht mit gemischten Gefühlen aufgenommen: Im MDax notiert die Commerzbank-Aktie nahezu unverändert. Erst vergangene Woche hatte sich ein neues Allzeittief markiert.

 

10:17 Uhr

Die größten Gewinner im Dax - und die größten Verlierer

Seit etwas mehr als einer Stunde ist der Handel in Frankfurt eröffnet. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz zu den Tops und Flops unter den deutschen "Blue Chips" - also den wichtigsten Aktien am deutschen Markt:

Dax-Gewinner

  1. RWE stehen ganz oben mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 25,83 Euro. Die UBS rät zum Kauf der Aktie und hat das Kursziel auf 27,50 erhöht.
  2. Dahinter Thyssenkrupp mit plus 2,2 Prozent.
  3. Continental legen um 1,8 Prozent zu.

Dax-Verlierer

  1. Ganz am Ende: FMC mit einem Minus von 0,9 Prozent.
  2. Deutsche Telekom verlieren 0,4 Prozent.
  3. Vonovia büßen ebenfalls 0,4 Prozent ein, weil das Bundesverfassungsgericht am Vortag die Mietpreisbremse als mit dem Grundgesetz vereinbar bezeichnet hat.
09:57 Uhr

Erfolg für Implantat in USA - AAP-Aktie zieht an

AAP Implantate
AAP Implantate ,84

Es hört sich schmerzhaft an und ist es wohl auch: Der Bruch des Fersenbeins am Fuß. Diese Art des Bruchs ist so selten wie folgenschwer. Aber was hat das mit der Börse zu tun? Einiges: Denn das Berliner Unternehmen AAP Implantate AG kann in diesem Zusammenhang einen Zulassungs-Erfolg eines Produkts aufweisen - was sich wiederum positiv auf den Aktienkurs auswirkt.

Denn eine US-Behörde hat ein neues System des Unternehmens - die Kalkaneusplatten 3.5 - in den USA zugelassen. Die Markteinführung in den USA und anderen Märkten ist für Anfang 2020 geplant. Das System unter dem Namen Loqteq ermöglicht nach Unternehmensangaben die flexible Behandlung von Frakturen eben des: Fersenbeins. Die AAP-Aktie steigt im frühen Handel um rund fünf Prozent.

09:19 Uhr

Dax-Anleger blicken gespannt in Richtung USA

Dax
Dax 12.468,01

Nach dem kleinen Rücksetzte vom Vortag schöpfen Dax-Anleger zur Wochenmitte etwas neuen Aktienmut. Der deutsche Leitindex legt um 0,5 Prozent zu auf 11.704 Punkte. Allerdings kann man die Lage dennoch als "zurückhaltend" beschreiben.

Ursache ist ein wichtiger Termin in den USA: Von den Fed-Protokollen versprechen sich Börsianer Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinssenkungen.

Sinkende Zinsen wären gut für den Aktienmarkt, da verzinste Anlageformen gegenüber Aktien weniger attraktiv werden - was Wert und Kurs von Aktien steigen lässt. Zudem wird erwartet, dass Unternehmen sich bei niedrigen Zinsen billiger Geld leihen, mehr investieren und schließlich mehr Gewinn machen.

Guten Morgen, mein Name ist Kai Stoppel und ich begleite Sie heute durch den "Börsen-Tag". Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine Nachricht an kai.stoppel(at)nachrichtenmanufaktur.de.

08:52 Uhr

Hoffnungsschimmer im Handelsstreit beeinflusst Ölpreis

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,77

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 60,38 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 26 Cent auf 56,39 Dollar.

In den vergangenen Tagen sind die Rohölpreise in der Tendenz moderat gestiegen. Für Unterstützung sorgte die etwas bessere Stimmung an den Finanzmärkten, wo Hoffnungen auf eine Deeskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China aufgekommen waren. In den Wochen zuvor hatte der Streit dagegen zu deutlichen Preisrückgängen am Ölmarkt geführt. Es wurden negative Rückwirkungen auf die globale Konjunktur und die Erdölnachfrage befürchtet.

08:26 Uhr

Hinweise zu Geldpolitik erwartet: Euro in Lauerstellung

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Euro pendelt weiter um die Marke von 1,11 US-Dollar. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1095 Dollar und damit etwas weniger als am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1076 Dollar festgesetzt. Zur Wochenmitte rückt an den Finanzmärkten die Geldpolitik in den Mittelpunkt. Am Abend veröffentlicht die amerikanische Notenbank Fed ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung. Die Fed hatte Ende Juli ihren Leitzins erstmals seit einer Dekade gesenkt und damit auf die schwächere Weltwirtschaft und den Handelsstreit zwischen den USA und China reagiert. Von der Mitschrift erhoffen sich Anleger und Analysten Hinweise darauf, ob die Notenbank nachlegt und ihre Zinsen weiter verringert.

Die Veröffentlichung stellt quasi das Vorspiel zur Fachkonferenz der US-Notenbank dar, die von Donnerstag bis Samstag stattfindet. Am Freitag wird Fed-Chef Jerome Powell die Eröffnungsrede halten, von der ebenfalls Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Zentralbank erwartet werden.

08:03 Uhr

Fed-Protokolle und Italien haben Dax im Griff

Dax
Dax 12.468,01

In Erwartung neuer Hinweise auf die US-Geldpolitik werden Anleger am deutschen Aktienmarkt voraussichtlich die Füße stillhalten. Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wenig verändert starten. Am Dienstag hatte er rund 0,6 Prozent schwächer bei 11.651 Punkten geschlossen.

Börsianer fiebern der Veröffentlichung der Fed-Protokolle am Abend entgegen. Aus den Mitschriften der jüngsten geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank versprechen sie sich Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinssenkungen. Außerdem wirft das alljährliche Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming seine Schatten voraus. Experten gehen davon aus, dass Fed-Chef Jerome Powell bei seiner Rede am Freitag für September eine weitere Zinssenkung signalisieren wird.

Im Blick behalten Investoren auch das Thema Italien nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Giuseppe Conte. Präsident Sergio Mattarella beginnt Gespräche mit Vertretern der Parteien, um Wege aus der Regierungskrise zu suchen. Dabei geht es um die Frage, ob im Parlament eine Regierungsmehrheit gebildet werden kann oder ob vorgezogene Neuwahlen anberaumt werden müssen.

 

07:29 Uhr

Walmart verklagt Tesla wegen brennender Solar-Panele

Tesla
Tesla 218,25

Der US-Einzelhändler Walmart klagt gegen den Elektroautobauer und Solaranlagen-Hersteller Tesla. In der Klageschrift, die bei einem New Yorker Bundesgericht eingereicht wurde, erklärte Walmart, dass seit vergangenem November Teslas Solarmodule für mindestens sieben Brände verantwortlich gewesen sein sollen. Es handle sich um einen Vertragsbruch und sei eine Folge jahrelanger Vernachlässigung. Tesla habe die Anlagen entworfen, installiert und versprochen, sie auf den Dächern Hunderter Walmart-Supermärkte sicher zu betreiben. Der Einzelhändler fordert von Tesla, dass die Dachpaneelen von mehr als 240 Walmart-Standorten abgebaut werden sowie eine Kostenübernahme durch Tesla.

Laut Walmart wurde durch die Brände Ware zerstört, und an den Gebäuden müssten erhebliche Reparaturen durchgeführt werden. Tesla hatte 2016 die Gesellschaft Solarcity übernommen. Die Tesla-Aktie geriet im nachbörslichen Handel unter Druck. Der Kurs von Tesla fiel um 1,6 Prozent auf 222,26 Dollar.

07:09 Uhr

Asiens Börsen in Wartestellung - Blick auf Fed

Vor der Veröffentlichung der jüngsten Fed-Protokolle sind die Anleger in Fernost in Wartestellung gegangen. Sie erhoffen sich von der US-Notenbank Aufschlüsse auf den weiteren Zinskurs. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte außerhalb Japans bewegte sich kaum. Die Investoren sollten auf das Wort "etwas" achten, wenn Fed-Chef Jeremy Powell den künftigen Zinskurs darlege, sagte Ellen Zentner, Volkswirtin bei Morgan Stanley: "Die Eingeständnis, dass die Abwärtsrisiken gestiegen sind ohne das Wort 'etwas' könnten als Bestätigung dafür gewertet werden, dass die Wahrscheinlichkeit eines größeren Zinsschritts gestiegen ist."

Nikkei
Nikkei 22.079,09

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag 0,4 Prozent tiefer bei 20.596 Punkten, der chinesische CSI300 gab 0,1 Prozent nach. Auf die Stimmung drückte, dass sich US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China hart zeigte. Der Yen gab nach, ein Dollar kostete 106,46 Yen.

Neben den Fed-Protokollen steht in dieser Woche auch das Notenbankertreffen in Jackson Hole an, bei dem Investoren ebenfalls auf Anzeichen darauf warten, wie die Notenbanken auf die Konjunkturabkühlung reagieren. Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,1094 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9787 Franken je Dollar und 1,0860 Franken je Euro gehandelt.