Mittwoch, 21. Juli 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:39 Uhr

Mehr als 200 Punkte: Dax zündet die nächste Stufe

Den recht mauen Start in den Mittwochshandel lässt der Dax zunehmend hinter sich. Die zweite Luft erhält der deutsche Leitindex am Nachmittag mit Gewinnen an der Wall Street. Am Ende steht das Tageshoch bei 15.443 Punkten, das Tagestief bei 15.195 Zählern. Aus dem Handel verabschiedet sich der Dax deutlich fester, er legt mehr als 200 Punkte oder 1,4 Prozent auf 15.423 Punkte zu.

"Der Dax ist am Nachmittag aufgewacht", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Corinna Wohlfeil. "Die Anleger haben offenbar ihre Zurückhaltung abgeschüttelt, starke Quartalsergebnisse aus den USA helfen dabei", erläutert sie. Im Dax haben zur Wochenmitte Daimler und SAP Einblick in ihre Geschäftsentwicklung gegeben, aber nur Daimler konnte die anfänglichen Kursverluste noch in –gewinne drehen. "SAP sind der einzig nennenswerte Verlierer", unterstreicht Wohlfeil.

SAP führen mit einem Abschlag von mehr als drei Prozent die Verliererliste im Leitindex an. Merck folgt mit nicht einmal einem halben Prozent im Minus deutlich dahinter. Auf der Gewinnerseite reihen sich mit MTU, Deutscher Bank und Siemens Energy gleich drei Werte an der Spitze ein, die jeweils mehr als vier Prozent zulegen.

Dax
Dax 12.284,19

MTU Aero Engines
MTU Aero Engines 153,35
SAP
SAP 81,06

 

17:30 Uhr

Kurssprung: Deutz schließt Gap

Deutz-Aktien haben das Abwärts-Gap vom Montag geschlossen. Mit einem Plus von mehr als neun Prozent auf 6,80 Euro gehören Deutz zu den stärksten Aktien der Dax-Familie. Warburg hat die Aktie mit einem Kursziel von 8,30 Euro auf die Kaufliste genommen. Trotz der Erholung ist der Abwärtstrend aber noch intakt, er verläuft bei gut 7 Euro.

Deutz
Deutz 3,29

16:49 Uhr

Unwucht im Welthandel: Steigen Preise weiter?

Der globale Güterhandel ist dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge trotz der sich auflösenden Staus vor chinesischen Häfen immer noch aus dem Takt. "Wir beobachten weiterhin eine auffällige Unwucht in den internationalen Schiffsbewegungen", sagt IfW-Experte Vincent Stamer zu dem von seinem Institut ermittelten Kiel Trade Indicator, für den Schiffsbewegungsdaten in Echtzeit ausgewertet werden. "Das dürfte sich in den Lieferketten und letztlich auch in steigenden Preisen bemerkbar machen."

Zwar würden sich die Staus vor großen Häfen in China abbauen. "Dafür beobachten wir aber wieder einen Aufbau von Staus vor US-Häfen", so Stamer. Auffällig sei zudem, dass das Frachtvolumen im Roten Meer, ein Indikator für den europäisch-asiatischen Handel, nun schon seit Wochen mehr als zehn Prozent unter den eigentlich erwartbaren Mengen liege. Seit der ersten Corona-Welle habe es eine so lange und deutliche Abweichung nach unten nicht mehr gegeben.

16:34 Uhr

Erfrischender Kurssprung: Coca-Cola-Zahlen überzeugen

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zähle Coca-Cola. Die Aktien des weltgrößten Getränke-Herstellers steigen rund drei Prozent auf den höchsten Stand seit dem Börsen-Crash vom März 2020. Das Unternehmen habe mit seinem Quartalsergebnis die hohen Erwartungen übertroffen, schreibt Analyst Kevin Grundy von der Investmentbank Jefferies. Gleiches gelte für die angehobenen Gesamtjahresziele.

Coca-Cola
Coca-Cola 60,41

16:21 Uhr

US-Kursgewinne geben Europas Börsen Zusatzschub

Die freundliche Eröffnung der Wall Street gibt Europas Börsen zusätzlichen Rückenwind. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Kursgewinne aus und legen 1,2 beziehungsweise 1,6 Prozent zu. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 gewinnen bis zu 0,6 Prozent.

16:09 Uhr

Firmenbilanzen geben US-Börsen Schub

Ermutigende Firmenbilanzen locken Anleger an die Wall Street. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 steigen zunächst bis zu 0,6 Prozent. "Jeder weiß, dass die Zahlen für das zweite Quartal die größten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bringen", sagt Portfoliomanager Tom Martin vom Vermögensverwalter Globalt. Der Mangel an Alternativen und die Furcht, etwas zu verpassen, treibe Anleger in Aktien. Daher nutzten sie jeden Rücksetzer, um einzusteigen. Dem Datenanbieter Refinitiv zufolge erwarten Analysten für die Unternehmen im S&P 500 im Schnitt einen Gewinnanstieg um fast 73 Prozent, nach einem Plus von 54 Prozent zum Jahresauftakt.

15:58 Uhr

Daimler drehen deutlich ins Plus

Daimler-Aktien steigen 1,4 Prozent auf 71,05 Euro. "Anscheinend setzen sich nun doch die positiven Stimmen durch", sagt ein Marktteilnehmer. An den Zahlen habe der Rückgang vom Vormittag nicht gelegen, der eine oder andere Marktteilnehmer habe aber am Ausblick herumgemäkelt.

15:47 Uhr

SAP kosten Dax nun 70 Punkte

Während der Dax steigt, geben SAP weiter nach. Mit dem Minus von 4,4 Prozent kosten sie den Dax nun schon 70 Punkte. Die Zweitquartalsergebnisse seien vor allem bei Umsatz und Betriebsergebnis etwas hinter den Markterwartungen zurückgeblieben, heißt es bei der NordLB. "Der Abschlag ist aber vermutlich übertrieben."

SAP
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Dax
Dax 12.284,19

 

15:16 Uhr

Volvo übernimmt im China-Geschäft die volle Kontrolle

Volvo wird in China schon bald die volle Kontrolle über Produktion und Vertrieb seiner Fahrzeuge bekommen. Der schwedische Pkw-Hersteller übernimmt dazu die von seinem Mutterkonzern Zhejiang Geely Holding gehaltenen 50 Prozent an dem China-Joint-Venture mit seinen zwei Werken in Chengdu und Daqing und dem Entwicklungszentrum in Schanghai, wie die Volvo Car Corp mitteilt.

"Mit dieser Vereinbarung wird Volvo Cars der erste bedeutende nicht-chinesische Automobilhersteller mit voller Kontrolle über seine chinesischen Aktivitäten", sagte CEO Hakan Samuelsson.

14:56 Uhr

Erdöldienstleister überrascht: Aktien gefragt

Die Aktien von Baker Hughes legen vorbörslich 2,5 Prozent zu, nachdem der Erdöldienstleister für das zweite Quartal einen über den Erwartungen liegenden Umsatz bekanntgegeben und einen optimistischen Ausblick für das Nachfragewachstum gegeben hat. Der bereinigte Gewinn dagegen sank überraschend. Der Nettoverlust im abgelaufenen Quartal betrug 68 Millionen Dollar beziehungsweise 8 Cent je Aktie, nachdem es im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 195 Millionen Dollar beziehungsweise 30 Cent je Aktie gewesen war. Der Umsatz von Baker Hughes stieg um 8,6 Prozent auf 5,14 Milliarden Dollar, die Schätzung des Marktes hatte 4,94 Milliarden Dollar betragen.

Vorstandschef Lorenzo Simonelli zeigt sich für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich, da sich die weltweite wirtschaftliche Erholung fortsetze und die Nachfrage nach Öl und Erdgas weiter treiben dürfte. Die Aktie von Baker Hughes hatte im bisherigen Jahresverlauf bis Dienstag 3,9 Prozent abgegeben. Der SPDR Energy Select Sector ETF dagegen verzeichnete ein Plus von 25,6 Prozent, der S&P-500 eines von 15,1 Prozent.


14:40 Uhr

Dax-Erholung ist kein Selbstläufer

Der Dax bröckelt von den Tageshochs ab. Er liegt nur noch 0,6 Prozent im Plus bei 15.310 Punkten. "Die Skeptiker nutzen steigende Kurse, um vor dem Beginn der saisonal schwächeren Zeit Aktien zu verkaufen", sagt Jochen Stanzl von CMC Markets. "Für die Schnäppchenjäger, die gestern eingestiegen sind, beginnt dagegen eine Belastungsprobe", so der Marktanalyst.

Aus technischer Sicht könnte mit dem Anlauf vom Mittag die Erholung bereits abgeschlossen sein. Zudem hat der Dax-Future mit dem Tageshoch die obere Linie eines kurzfristigen Trendkanals bereits erreicht. Im Tagesverlauf steigt dieser laut Mußler-Briefen bis auf 15.364 Punkte.

14:20 Uhr

Software AG-Kurs unter Druck

Software AG-Titel können mit ihrer Bilanz am Mittwoch nicht bei den Anlegern punkten. Die Aktien verloren im MDax zeitweise knapp zwei Prozent, pendeln sich danach bei einem Minus von etwa ein Prozent ein. Nach einer längeren Phase der Rückgänge kletterten im zweiten Quartal Ergebnis wie auch Umsatz wieder.

Software AG
Software AG 23,56

14:03 Uhr

Börsendebüt: Bridgepoint-Aktien schießen in die Höhe

Die Aktien des Finanzinvestors Bridgepoint legen bei ihrem Debüt an der Londoner Börse ordentlich zu. Die Titel notieren zeitweise bei 423 Pence und damit rund 30 Prozent über ihrem Ausgabepreis von 350 Pence. Die zum Ausgabepreis berechnete Marktkapitalisierung lag bei 2,88 Milliarden Pfund (umgerechnet 3,3 Milliarden Euro), deutlich höher als bei Bekanntwerden der Börsenpläne erwartet wurde. Die auf Mittelständler fokussierte Private-Equity-Gesellschaft folgt einem Branchentrend. In den vergangenen Jahren sind viele Finanzinvestoren an die Börse gegangen, um die finanzielle Basis für Investments zu verbreitern und sich von Fonds-Investoren unabhängiger zu machen.

13:46 Uhr

Nicht nur Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson erhöht Prognose

Der Pharmakonzern Johnson & Johnson wird nach einer unerwartet deutlichen Gewinnsteigerung im zweiten Quartal zuversichtlicher für das laufende Jahr. Sowohl für den Umsatz als auch den bereinigten Gewinn je Aktie hob das US-Unternehmen den Ausblick an. Die Aktie steigt im vorbörslichen Handel 1,2 Prozent.

Der Konzern rechnet nun mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 9,60 bis 9,70 US-Dollar. Im April hatte er noch 9,42 bis 9,57 Dollar prognostiziert. Der Umsatz soll 93,8 bis 94,6 Milliarden Dollar erreichen. Die bisherige Prognose hatte auf 90,6 bis 91,6 Milliarden Dollar gelautet. In der Prognose enthalten sind die Erwartungen an den Corona-Impfstoff des Unternehmens.

Johnson & Johnson
Johnson & Johnson 170,56

13:13 Uhr

Harley-Bikes gefragt: Gewinn mehr als verdoppelt

Harley-Davidson hat von der Ausrichtung auf margenstarke Touren- und Cruiser-Mototrräder profitiert und so besser abgeschnitten als erwartet. Der Absatz verdoppelte sich im zweiten Quartal auf 56.700 Einheiten, der Umsatz stieg in ähnlicher Höhe auf 1,33 Milliarden Dollar, wie Harley-Davidson mitteilt. Der Nettogewinn schnellte auf rund 206 Millionen Dollar von rund 92 Millionen vor Jahresfrist. Bereinigt ergab sich ein Gewinn je Aktie von 1,41 Dollar. Analysten hatten lediglich mit 1,17 Dollar je Titel gerechnet.

Harley-Davidson
Harley-Davidson 37,54

13:00 Uhr

Wall-Street-Erholung läuft

Die Aktienindizes an der Wall Street dürften am Mittwoch die Erholungsbewegung des Vortages noch etwas fortsetzen. Die Sorge wegen der Corona-Pandemie schwelt indes weiter im Hintergrund, auch wenn sie sich die Aufmerksamkeit mit der angelaufenen Berichtssaison teilen muss. Zuletzt hatten einige Unternehmensergebnisse die Zuversicht befestigt, dass das Quartal insgesamt gut ausfallen könnte. Die Stimmung für Aktien bleibt auch deshalb gut, weil die Investoren Alternativen vermissen, dies vor allem auch mit Blick auf die sinkenden Anleiherenditen.

Vorbörslich werden Johnson & Johnson, Harley-Davidson, Coca-Cola und Verizon Communications ihre Quartalsausweise vorlegen.

12:51 Uhr

Dax-Widerstand: Chancen auf Durchbruch

Der Dax steht an seiner entscheidenden Wegmarke: Bei rund 15.350 Punkten liegt der Widerstand von vor über einer Woche. Sollte der Dax hier abdrehen, könnte es rapide abwärts gehen. Danach sieht es aber nicht aus: "Viele Einzelaktien sind schon durch ihre korrespondierenden Widerstände durch", sagt ein Marktstratege, so beispielsweise Deutsche Bank und Continental. Dazu sei der Dax mit 0,9 Prozent Plus ein Underperformer, der EuroStoxx50 liege mit 1,5 Prozent Plus klar höher. Dies spreche auch im DAX für eine Aufholjagd.

Dax
Dax 12.284,19
EuroStoxx50
EuroStoxx50 3.348,60

12:23 Uhr

Zum Teil zweistellig im Plus: Reise- und Freizeitaktien deutlich gesucht

Weiter auf Erholungskurs sind die Aktien der Reise- und Freizeitunternehmen. "Der Kursrutsch vom Montag hat sich als fundamental unbegründet erwiesen", sagt ein Händler. Zur Pandemie-Nachrichtenlage habe es nichts wirklich Neues gegeben. IAG gewinnen zeitweise 2,6, Tui und Melia Hotels je 2,5 Prozent, Die Aktie des Kreuzfahrschiffers Carnival gewinnt mehr als fünf Prozent, die der Kinokette Cineworld etwa sechs Prozent. In den USA hatten Carnival bereits um gut 7 Prozent zugelegt, Norwegian Cruise hatten 8 Prozent und die Aktie des Kinobetreibers AMC über 24 Prozent gewonnen.

Carnival
Carnival 8,20
Tui
Tui 1,48

 

11:46 Uhr

SAP-Minus kostet Dax knapp 40 Punkte

Vor allem die schwache SAP-Aktie führt am Mittwoch zu einer weiteren Underperformance des Dax. Während der Dax 0,7 Prozent gewinnt, sind es im Euro-Stoxx-50 gut 1,2 Prozent. SAP allein kosten den Dax etwa 40 Punkte. Mit 10,43 Prozent hat SAP das höchste Index-Gewicht nach Linde (10,47%).

10:55 Uhr

Anleger lassen SAP-Aktien fallen

Die erneute Anhebung des Ausblicks für das Gesamtjahr bei SAP überzeugt die Anleger nicht. Die Aktien des Softwareriesen rutschen zeitweise um 5,2 Prozent auf 115,18 Euro ab und sind damit so billig wie seit sechs Wochen nicht mehr. Sie bilden das Schlusslicht im Dax. Die Erwartungen seien nur leicht nach oben geschraubt worden, sagt ein Börsianer. Zudem hätten sich die Investoren beim Umsatz im zweiten Quartal mehr erhofft.

SAP
SAP 81,06

10:29 Uhr

Ein "Buy" für die Spitze: Maschinenbauer-Aktien im Höhenflug

Nach einer Kaufempfehlung starten Krones durch. Die Titel gewinnen mehr als fünf Prozent auf 82,55 Euro und sind damit Spitzenreiter im SDax. Stifel hat die Titel laut Börsianern auf "Buy" von "Hold" gesetzt, das Kursziel sehen die Analysten demnach bei 100 Euro.

Krones
Krones 85,30

10:09 Uhr

Kupfermine in Papua-Neuguinea: Rio Tinto stimmt Untersuchung der Auswirkungen zu

Der australische Bergbaugroßkonzern Rio Tinto hat sich mit Interessenvertretern auf eine Untersuchung möglicher Umweltschäden und Menschenrechtsverletzungen infolge einer längst geschlossenen Kupfermine in der Provinz Bougainville in Papua-Neuguinea geeinigt. "Wir nehmen diese Angelegenheit ernst und verpflichten uns, jegliche Verwicklung, die wir in negative Auswirkungen gehabt haben könnten, zu identifizieren und zu bewerten, in Übereinstimmung mit unseren externen Menschenrechts- und Umweltverpflichtungen und internen Richtlinien und Standards", sagte Konzern-Chef Jakob Stausholm. Der Betrieb wurde nach fast 20 Jahren wegen dem Ausbruch eines Bürgerkriegs im Jahr 1989 eingestellt, Rio Tinto hat seither keinen Zugang mehr zu der Mine. 2016 übertrug der Bergbauriese seine 53,8-prozentige Beteiligung an der der Betreibergesellschaft der Kupfermine Bougainville Copper ohne Gegenleistung an die autonome Regierung von Bougainville und die Regierung von Papua Neuguinea.

Rio Tinto
Rio Tinto 53,58

09:55 Uhr

Royal Mail mit Rückgang im Paketvolumen

Überraschend deutlich sei der Rückgang im Paketgeschäft der englischen Royal Mail. "Hier könnte sich die Entwicklung abzeichnen, womit zu rechnen ist, wenn sich die Lage nach Corona normalisiert", meint ein Händler. Gegenüber dem extrem hohen Vergleichswert von vor einem Jahr ging das Paketvolumen um 13 Prozent zurück. Royal Mail notieren leichter, Deutsche Post leicht fester.

Royal Mail
Royal Mail 196,45
Deutsche Post
Deutsche Post 30,17

 

09:33 Uhr

Daimler-Ausblick verschreckt Anleger

Für die Aktien des Autokonzerns Daimler geht es um 2,8 Prozent abwärts. Börsianer verweisen auf den Ausblick des Unternehmens. "Die Zahlen an sich sind wie erwartet super", sagt ein Marktteilnehmer.

Daimler
Daimler 53,91

09:10 Uhr

Dax klettert nicht, Zahlen belasten

Den Gewinnen vom Dienstag lässt der Dax zum Start in den Mittwochshandel leichte Verluste folgen. Der deutsche Börsenleitindex büßt 0,2 Prozent auf 15.232 Punkte ein. Stützend wirkt dabei zwar das Plus an der Wall Street, belastend aber zum Teil die Ergebnissausweise einiger Konzerne: Im Fokus der Anleger stünden zunächst die Geschäftsentwicklungen von Daimler und SAP, kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer: "Ein schwächerer Ausblick des Autobauers auf der einen Seite steht eine leichte Prognoseanhebung bei SAP gegenüber."

Dax
Dax 12.284,19

SAP
SAP 81,06
Daimler
Daimler 53,91

 

08:54 Uhr

Novartis besser als erwartet - Produktion von Curevac-Impfstoff gestartet

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat im zweiten Quartal mit einem deutlichen Wachstum von Umsatz und Ergebnissen besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Dazu beigetragen haben Produkte wie das Schuppenflechtemittel Cosentyx und das Herzmedikament Entresto, aber auch die auf Nachahmermedikamente spezialisierte Tochter Sandoz entwickelte sich wieder besser. Vor einem Jahr noch hatte die Covid-Pandemie die Geschäfte belastet, denn viele Menschen scheuten damals den Gang zum Arzt. Die Ziele für das Gesamtjahr 2021 bestätigte Novartis.

Novartis
Novartis ,00

Die Schweizer gehen derweil weiter davon aus, den Covid-19-Impfstoff des deutschen Biotechunternehmens Curevac herzustellen. "Wir haben die Produktion wie geplant gestartet. Wir planen, dieses Jahr 50 Millionen Dosen auszuliefern", sagte Novartis-Finanzchef Harry Kirsch heute in einer Telefonkonferenz.

Zur Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs oder der Wahrscheinlichkeit einer Zulassung könne sich Novartis nicht äußern. Wenn es Bedarf für zusätzliche Produktionskapazitäten gebe, etwa von Biontech/Pfizer oder anderen, könne Novartis diese weiter ausbauen. "Wir sind nicht auf den einen oder anderen beschränkt."

08:37 Uhr

Software AG verdient knapp 60 Prozent mehr

Die Nummer Zwei in Deutschland hinter SAP hat im zweiten Quartal einen Gewinnsprung verbucht. Bei einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 218 Milionen Euro schnellte das operative Ergebnis (Ebit) um 57 Prozent auf 50,1 Millionen Euro. Netto stieg der Gewinn um 43 Prozent auf 40,4 Millionen Euro. Der Vorstand bestätigte die Ziele für 2021 und 2023.

Software AG
Software AG 23,56

08:29 Uhr

Elon Musk öffnet Tesla-Supercharger noch dieses Jahr für alle E-Autos

Tesla will seine 25.000 Schnellladestationen auch für alle anderen Elektrofahrzeuge unabhängig vom Hersteller zugänglich machen. "Wir werden unser Supercharger-Netzwerk später in diesem Jahr für andere E-Autos öffnen", teilte Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter mit. Das weltweite Tesla-Netzwerk hatte dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil beim branchenweite Rennen um die Vorherrschaft beim Schnelllade-Standard verschafft.

Angeblich soll Norwegen das erste Land sein, in dem die Tesla-Ladestationen freigegeben werden. Auch mit Schweden soll es schon eine entsprechende Vereinbarung geben. In Deutschland wird ebenfalls über die Öffnung der Resla-Ladeinfrastruktur verhandelt, hieß es zuletzt.

08:25 Uhr

Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise sind im frühen Handel leicht gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,03 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 28 Cent auf 66,92 Dollar.

Am Markt wurden die leichten Abschläge mit Lagerdaten aus den USA erklärt. Am Dienstagabend hatte das American Petroleum Institute (API) einen leichten Anstieg der landesweiten Erdölvorräte gemeldet. Am Mittwochnachmittag veröffentlicht das Energieministerium seine wöchentlichen Zahlen. Sollten die API-Daten bestätigt werden, wäre es der erste Anstieg der Rohölbestände seit mehreren Wochen.

08:16 Uhr

Anleger machen vorbörslich Kasse bei Daimler

Trotz eines Milliardengewinn im zweiten Quartal lassen Anleger von Daimler lieber die Finger. Die Aktien liegen bei Lang & Schwarz mit einem Abschlag von 0,8 Prozent am Dax-Ende. Börsianern zufolge drückt die wegen des Chip-Mangels gesenkte Pkw-Absatzprognose auf die Stimmung.

Mercedes-Benz
Mercedes-Benz 53,91

08:06 Uhr

Dax höher erwartet - EZB wirft Schatten voraus

Einen Tag vor der EZB-Ratssitzung wird der Dax laut Berechnungen von Banken und Brokerhäusern höher starten. Mit allzu großen Sprüngen nach oben rechnen Börianer aufgrund der anhaltenden Corona-Sorgen allerdings nicht. Investoren befürchten, dass die rasche Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus neue Pandemie-Restriktionen notwendig machen wird und die Erholung der Weltwirtschaft gefährdet.

Dax
Dax 12.284,19

Mit Spannung erwarten Börsianer den veränderten geldpolitischen Ausblick der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die so genannte "Forward Guidance" werde wohl gestrafft und einfacher formuliert, um sie dem breiten Publikum besser zugänglich zu machen, prognostiziert Portfoliomanager Konstantin Veit vom Vermögensverwalter Pimco. Neue Erkenntnisse über die Geldpolitik nach dem Auslaufen des Pandemie-Wertpapiernotkaufprogramms PEPP seien allerdings nicht zu erwarten.

Am Dienstag hatte der Dax nach seinem jüngsten Ausverkauf 0,6 Prozent auf 15.216 Punkte zugelegt. Auch an der Wall Street nutzten die Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den Markt. Der Standardwerteindex Dow Jones gewann 1,6 Prozent auf 34.511 Punkte.

07:40 Uhr

Starinvestor warnt vor Börsen-Crash: "So offensichtlich wie die Nase im Gesicht"

Der Gründer des britischen Vermögensverwalters GMO Jeremy Grantham sieht großes Ungemach heraufziehen. Grantham hält den Aktienmarkt für völlig überbewertet. "Schaut man auf meinen Lieblingsmaßstab, das KUV (Kurs-Umsatz-Verhältnis), sieht man: Selbst die billigsten Aktien sind teurer als 2000." Bis die Blase platze, könne es aber noch dauern, zitiert das Anlegerportal Der Aktionär den 82-Jährigen aus einem Reuters-Interview: "Vielleicht ein paar Monate."

Blasen seien unglaublich leicht zu erkennen, so Grantham. "Man sieht es, wenn die Zeitungen über die Börse auf den Titelseiten berichten. Das Ausmaß dieser Dinge ist so viel größer als im Jahr 1929 oder im Jahr 2000." Die Blase sei so offensichtlich "wie die Nase in Ihrem Gesicht". Was letztlich den Crash auslösen könnte, weiß er nicht. Risiken wie die Inflation oder die Pandemie gebe es genug, sagt er.

07:26 Uhr

Robinhood geht angeblich nächste Woche an die Börse

Offiziell ist das Datum noch nicht, aber Insider haben durchsickern lassen, dass die Handels-App ihr Debüt an der Nasdaq für den 29. Juli plant. Das meldet CNN. Der Zeitpunkt könnte sich aber auch noch ändern, heißt es.

Robinhood strebt an, sich bis zu 2,3 Milliarden US-Dollar im Rahmen des Börsengangs zu beschaffen, was das umstrittene Unternehmen auf 35 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Das bedeutet, der Börsengang würde Robinhood wertvoller machen könnte als etwa zwei Drittel der Unternehmen im S&P 500.

07:18 Uhr

Trotz Chip-Mangels: Daimler verdient unterm Strich mehr

Daimler hat im vergangenen Quartal trotz Corona-Unsicherheit und Chip-Krise netto einen Milliardengewinn eingefahren. Der Auto- und Lastwagenbauer erzielte dank kräftigen Absatzwachstums von April bis Juni ein Konzernergebnis von 3,7 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilt.

Daimler
Daimler 53,91

Vor Jahresfrist waren 1,9 Milliarden Euro Verlust angefallen wegen des Absatzeinbruchs in der Corona-Pandemie. Der Mangel an Computerchips, unter dem die gesamte Autoindustrie derzeit leidet, wird aber im zweiten Halbjahr den Absatz dämpfen. Daimler senkte deshalb die Prognose zum Absatz: Dieser wird nur noch auf Vorjahresniveau erwartet und nicht mehr deutlich darüber. Umsatz und operatives Ergebnis werden wie bisher deutlich über Vorjahr prognostiziert.

07:11 Uhr

Starke Exporte stützen in Tokio

Zur Wochenmitte überwiegen an den asiatischen Börsen die positiven Vorzeichen, auch dank fester Vorgaben der Wall Street. Konjunktursorgen als Folge der wieder steigenden Corona-Fallzahlen dämpfen mancherorts jedoch die Kauflaune.

Nikkei
Nikkei 27.153,83

An der Tokioter Börse legt der Nikkei-225-Index um 0,7 Prozent zu auf 27.573 Punkte. Hier stützt zum einen der zum Vortag wieder leicht nachgebende Yen. Für einen Dollar werden rund 109,90 Yen gezahlt; am Dienstag um die gleiche Zeit waren es etwa 109,50 Yen. Zum anderen sind die japanischen Exporte im Juni überraschend stark gestiegen. Vor allem die Exporte in die USA zogen kräftig an. Die Exporte nach China zogen ebenfalls merklich an, hier war vor allem Ausrüstung zur Chipproduktion gefragt. Angeführt wird der Markt vom Automobilsektor. Nissan steigen um 2,4 Prozent, Mitsubishi Motors um 2,5 Prozent und Toyota um 1,4 Prozent.

In Schanghai gewinnt der Composite-Index 0,6 Prozent. Am schon in den vergangenen Tagen überdurchschnittlich schwachen Aktienmarkt in Hongkong liegt der Hang-Seng-Index 0,4 Prozent im Minus. Beobachter sehen einen Zusammenhang mit der Stärke des US-Dollar, die Anleger dazu veranlasse, Geld aus Schwellenländer-Märkten wie Hongkong abzuziehen.

Und hier die Vorgaben aus New York noch mal zum Nachlesen:

07:04 Uhr

SAP hebt die Latte fürs Gesamtjahr erneut an

Den Softwareriesen SAP macht der schnellere Umstieg seiner Kunden in die Cloud zuversichtlicher. Der Walldorfer Dax-Konzern hebt seinen Ausblick für das Gesamtjahr bereits zum zweiten Mal an.

SAP
SAP 81,06

SAP rechnet nun mit einem währungsbereinigten Betriebsergebnis zwischen 7,95 und 8,25 Milliarden Euro. Bisher waren 7,8 bis 8,2 Milliarden Euro für 2021 in Aussicht gestellt worden. Auch für die Cloud- und Softwareerlöse setzt sich SAP höhere Ziele und erwartet nun 23,6 bis 24,0 Milliarden Euro (zuvor 23,4 bis 23,8 Milliarden Euro). Die Prognose erfolgt unter der Annahme, dass die Corona-Krise langsam abklingt, sodass sich die globale Nachfrage im zweiten Halbjahr weiter verbessert.

06:12 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Die Berichtssaison geht munter weiter. Am Morgen legt Daimler sein ausführliches Ergebnis für das vergangene Quartal vor. Nach den bereits veröffentlichten Eckzahlen konzentriert sich bei Daimler alles auf den Ausblick. An der Jahresprognose dürften die Stuttgarter zwar nicht rütteln, da diese ohnehin schon deutliche Steigerungen bei Absatz, Umsatz und operativen Ergebnis vorsieht.

Abseits der Geschäftszahlen gibt es von Daimler auch Details zur Strategie: Vorstandschef Ola Källenius will über den weiteren Kurs beim batterieelektrischen Antrieb informieren. Die große Frage: Steigt Daimler nun doch in die Fertigung von Batteriezellen ein?

Auch SAP präsentiert Quartalszahlen. Beobachter setzen darauf, dass das Unternehmen auf dem zuletzt gezeigten Wachstumskurs bleibt. Ende 2020 lief es überraschend rund, Anfang April berichtete der Softwarekonzern von einem Margensprung und erhöhte die Jahresprognose leicht.

Getragen wird die absehbar gute Entwicklung weiter von der Cloud-Welle, die durch das Umstiegsprogramm "Rise with SAP" angeschoben wird, aber auch einem wohl weiter gut laufenden Lizenzgeschäft, das für höhere Margen steht. Doch nach dem rapiden Strategiewechsel vom letzten Oktober und der Fokussierung auf die Cloud muss SAP Quartal für Quartal zeigen, dass dieser Schritt der richtige war. Und aus Marktsicht ist bei SAP gut häufig nicht gut genug.

In den USA berichten unter anderem Johnson & Johnson, Coca-Cola und Verizon über das abgelaufene Quartal. Nach Börsenschluss ist dann Texas Instruments an der Reihe.

Nur wenige Konjunkturdaten stehen auf der Agenda, für Impulse dürften nach dem Absturz der Ölpreise am Montag die US-Rohöllagerbestandsdaten sorgen, die um 16:30 deutscher Zeit veröffentlicht werden.

Im S&P 500 wird eine Änderung wirksam: Moderna ersetzt dort Alexion Pharmaceuticals.

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